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#Laschetlacht: “Ich habe einen Menschen gesehen. Einen Roboter möchte ich nicht im Kanzleramt.”

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (Foto: Roland W. Waniek)

Unser Gastautor Horst Kläuser über Armin Laschets Lachen während einer Rede des Bundespräsidenten in einem Hochwassergebiet.

Liebe Supermänner, Mütter Teresa, verehrte Albert Schweizers, werte Martin Luther Kings, hallo Florence Nightingale, edle Menschen!

Niemals wird Armin Laschet einer von Euch sein. Er hat nämlich gelacht.

Er schafft es nicht, die kinderleichte Aufgabe zu bewältigen, 16 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche vor Kameras die angemessene Miene zu zeigen. Ganz klar, ein Mimik-Versager. Wer in den sechs Wochen nach „Bernd“ lacht, gehört nicht ins Kanzleramt, nicht mal in die Staatskanzlei, sondern erst in die Inquisition des Internets und dann auf den medialen Scheiterhaufen.

Nicht mal in den Keller hätte der Kanzlerkandidat der CDU zum Lachen gehen können – die sind ja alle vollgelaufen.

So, das wäre gesagt. Und nun das, was ich wirklich denke.

Glücklicherweise kennt die deutsche Sprache zwei Begriffe, die die Laschet-Kritiker recht gut umschreiben: Philister und Pharisäer. Beiden wird eine gewisse Heuchelei, Selbstgerechtigkeit und Spießigkeit unterstellt. Da sie in ihren Stammländern derzeit selten gesehen werden, ist es ein gewisser Trost, dass sie im Internet nicht nur überlebt haben, sondern sich in sozialen Medien sogar wie Fliegen vermehren: sie wissen, was richtig ist. Sie verhalten sich immer richtig. Sie kennen alle Kriterien für Politiker. Sie machen nie Fehler. Sie sind klug, Vorbilder, Supermenschen. Sie leben wie Promis unter der Lupe. Sie weinen auf Kommando, lachen, wenn angesagt, schauen betrübt, wenn betrübt angesagt, schmunzeln leicht, wenn alles erledigt ist.

Kurz: sie machen alles richtig. Immer.

Hat nur einer der Kritiker an Laschets, zugegeben etwas irritierendem Lachen überlegt, was auf diesem Mann derzeit lastet? Verantwortung für knapp 18 Millionen Menschen, Begehrlichkeiten von allen Seiten, Wünsche, Forderungen, die Hoffnung, er werde überall sein, die Warnung diese umtriebige Reiselast aber bloß nicht wie Wahlkampf aussehen zu lassen, in Hubschraubern und Panzerlimousinen – quer durchs ganze Land, Händeschütteln mit Oberbürgermeistern, Helfern und Betroffenen. Gleichzeitig muss er überparteilich wirken, aber deutlich machen, dass er in gut zwei Monaten eine wichtige Wahl für seine Partei gewinnen soll.

Welch miese Erwartung, aus ungünstigen Bildern die Eignung für das Kanzleramt ablesen zu können. Sagt eine verunglückte Reaktion etwas über die Fähigkeit eines potenziell künftigen Kanzlers aus, mit Putin, Biden und von der Leyen zu verhandeln, einen hunderte von Milliarden großen Haushalt zu verantworten, ein Land mit 83 Millionen Menschen zu regieren? Nein. Nicht in meinen Augen.

Seine Kleidung wird seziert, als liefe er in Paris über den Catwalk. Ist sein Haupthaar auch angemessen regennass, um Anwesenheit im Hochwasser zu demonstrieren? Hat er Schlamm am Stiefel, am besten bis zum Knie?

Ich weiß nicht, was da hinter Steinmeiers Rücken geschah, worüber man scherzte (vielleicht hat einer gemurmelt: „stell dir vor, der Frank-Walter geht mit Gummistiefeln ins Weiße Haus?“). Es geht mich auch nichts an.

Da bricht sich – so meine Vermutung – ein paar Sekunden lang sehr, sehr menschliche Entspannung Bahn: Müdigkeit, Stress, 20-Stunden-Tage, das Bewusstsein, jedes auch nur halb-falsche Worte könne zum Verhängnis werden. Ein Leben nicht nur unter dem Mikroskop, sondern auch fast nonstop vor Kameras. Aus den vermutlich hunderten von Bildern wird dann das ausgesucht, das Laschet für Sekundenbruchteile mit der schelmischen Zunge auf den Lippen zeigt – grandios. Anwärter fürs Pressefoto des Jahres. DER Moment, in dem Laschet die Wahl verlor.

Laschet ist in diesen Tagen wohl nie allein: Büromitarbeiter, Personenschutz, Berater, Journalisten, immer neue Begleiter in den Städten mit immer wieder neuen Anliegen – das ist an der Grenze zur unmenschlichen Erschöpfung. Keine Familie, kein ermutigender Anruf, keine ehrliche Umarmung eines alten Freundes, kein Whisky allein…

Nein, ich habe in diesen Tagen nichts Neues über den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten gelernt.

Ich habe einen Menschen gesehen. Einen Roboter möchte ich nicht im Kanzleramt.

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23 Kommentare zu “#Laschetlacht: “Ich habe einen Menschen gesehen. Einen Roboter möchte ich nicht im Kanzleramt.”

  • #1
  • #2
    Angelika, die usw.

    "Loslachen, Dünnhäutigkeit und inhaltliches Schlingern – Armin Laschet wird zum Problem für die CDU" Autorin: Liane Bednarz (18. Juli 2021)

    https://starke-meinungen.de/blog/2021/07/18/loslachen-duennhaeutigkeit-und-inhaltliches-schlingern-armin-laschet-wird-zum-problem-fuer-die-cdu/

    Der oben erwähnte Artikel (s. link) ist m.E. differenzierter als Ihr Beitrag, Herr Kläuser.

    Es geht nicht nur um ein befreiendes Lachen, um eine Reaktion auf Stress – das wäre verständlich, in einem gewissen Umfang (und so meinen Sie es möglicherweise auch, Herr Kläuser). Es geht auch und besonders darum, wie der Kandidat auf Kritik reagiert, wie inhaltlich stimmig seine Aussagen sind usw.. Es geht darum, dass er oft grinst, ausweichend antwortet, beleidigt wirkt usw.. Er wirkt häufig eitel, nur Lob akzeptierend. Nun, all das ist bei vielen so – aber die wollen nicht alle Kanzler werden. Andere stehen aber auch unter Stress, z.B. Flutopfer, die in Notunterkünften schlafen (von wegen Whiskey in aller Ruhe und so …), die keine Versicherung gegen Elementarschäden haben, die keine Berater haben, wie Herr L., die einfach so vor einer Kamera stehen, versuchen, trotz enormem Stress verständlich zu sprechen, ihr Anliegen (bitte finanzielle Hilfe, bitte schnell Aufräumarbeiten usw.) an den Mann/die Frau (Journalist*innen) zu bringen. Die standen nie vor einem Mikro, die haben kein eigenes Bett mehr, die haben ggf. ihren Arbeitsplatz verloren, weil der sich auch in ihrem Haus befand (Werkstatt, Geschäft, Restaurant…).

    Ich frage mich nun seit Monaten, ob N. Liminski Herrn Laschet schlecht berät oder ob Herr Laschet von ihm keine Ratschläge annimmt. Und die gute Ratschläge der Berater (des Beraters) sollten nicht nur die Wortwahl betreffen – Stichwort Körpersprache, sehr wichtig.

  • #3
    Fokus aufs Wesentliche

    Reden wir nicht weiter über Belanglosigkeiten wie Pietät im Angesicht einer der größten Katastrophen die Deutschland die letzten Jahrzehnte gesehen hat. Demokratieverachtende Versammlungsgesetze, Lügen für rechtswidrige Räumungen von Protesten, Beziehungen zu Opus Dei, weiterhin komplett planloses Gerede über Corona und entsprechend "sinnvolle" Beschlüsse, Maskendeals dank familiärer Kontakte, Vollbremse beim Klimaschutz,… Es gibt wahrlich wichtigeres. Bestimmt hat Annalena irgendwann ein Eselsohr in ein Büchereibuch gemacht.

  • #4
    DAVBUB

    Ich frage mich schon seit einigen Tagen, wieso die persönlichen Werte von Laschet so steigen.
    Bin mal gespannt, ob der von vielen erhoffte und herbeigeschriebene Niedergang wirklich eintritt, oder ob das Gegenteil der Fall sein wird: Der Mann ist ein Mullefluppet, manchmal etwas peinlich, macht keinen Kotau vor selbsternannten Moral,-Klima,- und sonstigen "Aktivisten" oder der Haltungsjournaille und lacht auch noch auf Trauerfeiern. Die Schnittmengen mit einem Großteil der Bevölkerung sind also sehr hoch…

  • #5
    Crista Bell

    "Hat nur einer der Kritiker an Laschets, zugegeben etwas irritierendem Lachen überlegt, was auf diesem Mann derzeit lastet? Verantwortung für knapp 18 Millionen Menschen, Begehrlichkeiten von allen Seiten, Wünsche, Forderungen, die Hoffnung, er werde überall sein, die Warnung diese umtriebige Reiselast aber bloß nicht wie Wahlkampf aussehen zu lassen, in Hubschraubern und Panzerlimousinen – quer durchs ganze Land, Händeschütteln mit Oberbürgermeistern, Helfern und Betroffenen. Gleichzeitig muss er überparteilich wirken, aber deutlich machen, dass er in gut zwei Monaten eine wichtige Wahl für seine Partei gewinnen soll."

    Genau das ist der Punkt! Der Mann möchte eine Wahl gewinnen, nach der er dann nicht mehr "nur" für 18 Millionen, sondern für über 80 Millionen Menschen verantwortlich ist. Würde er der nächste Kanzler werden, stiegen der Druck für und die Erwartungen an ihn um ein Vielfaches. Er hätte dann noch viel seltener einsame Minuten für seinen Whisky oder seine Familie.

    Kritikerinnen und Kritiker sollen allen Ernstes Nachsicht mit einem Mann haben, der den Anforderungen seines Amts offensichtlich jetzt schon nicht gewachsen ist – wie Sie selbst zwischen den Zeilen implizieren? Ich möchte nicht mit ihm tauschen, ich möchte aber auch nicht das Amt haben, für das er sich bewirbt. Wenn ich meinem Job nicht gewachsen bin, macht mein Arbeitgeber das auch nicht lange mit.

  • #6
    Helmut Junge

    Der Bundeskanzler bzw. die Bundeskanzlerin muß nicht Mitglied des Bundestages sein. Wenn sich die Parteien also nicht auf eine Person einigen kann, und glauben, dass es dann auch wieder Merkel machen könnte, steht dem nichts im Wege. Erfahrung hat sie ja.

  • #7
    August Menzel

    Herrn Laschet fehlt einfach das Potential zum
    Bundeskanzler Deutschlands.
    Beginnend mit seinem Bildungsweg, endend
    mit seiner aktuellen Mühewaltung.

  • #8
    ZeroZero

    Ich bin weder CDU- noch SPD-Wähler aber im Gegensatz zu Malu Dreyer wirkt Armin Laschet einfach fehl am Platz und überfordert.

  • #9
    thomas weigle

    "Hat jemand überlegt, welche Verantwortung…" Wem die Küche zu heiß ist, sollte sie meiden. LasCHeT sollte sich also das mit der Kanzlerkandidatur noch mal überlegen. Das wird er natürlich nicht tun. So werden wir einen Kanzler bekommen, der ES nicht kann.

  • #10
    Walter Stach

    Norbert Kläuser,

    bin gespannt, ob und ggfl. was Ihnen einfällt, um das "Fehlverhalten" -Lüge/Täuschung- des Armin L. bezüglich der von ihm ""verklüngelten" , deshalb gar nicht mehr existenten und trotzdem von ihm benoteten schriftlichen Arbeiten von Studenten an der TH Aachen zu erklären und zu
    entschuldigen?
    -Anspannung, Müdigkeit, Stress, 2o Stunden-Tag?

    Ihr o.a. Erklärungs-/Entschuldigungsbemühen gibt mir Anlass zu dieser Frage.

    Im übrigen:
    Laschets Aktionen, Reaktionen im Umgang mit der Corona-Pandemie seit ihrem Anfang bis auf den heutigen Tag und seine Aktionen, Reaktionen seit Beginn der Flutkatastrophe dürften doch " für jedermann" Anlass sein, darüber nachzudenken, was von ihm als Kanzler in Krisenzeiten zu erwarten bzw. zu befürchten ist.
    Sein Amüsement im Angesichts der Zerstörungen von Hab und Gut der Opfer der Flutkatastrophe und im Bewußtsein des Todes von mehr als 15o Menschen war und ist für mich nur ein weiterer , für mich erbärmlicher Grund, über die persönliche Verfaßtheit des Achim L. nachzudenken und mir dabei einen Kanzler Laschet in Aktion vorzustellen – z.B. in einer wochenlangen innen- und/oder außenpolitischen Krise wie sie z.B. die Kanzler Adenauer, Brandt, Kohl und Schmidt -und mit Einschränkungen Merkel, durchzustehen und zu bewältigen hatten — angespannt, müde, gestresst……

    "Denk in an Lachet in der Nacht"……………

    Norbert Kläuser,
    ich bin überzeugt davon , daß mir z.B. Söder oder Merz nie einen Anlass geliefert hätten, vergleichbar Kritisches über sie zu sagen bzw. zu schreiben -anstelle gebotener und selbstverständlicher Auseinandersetzungen mit ihnen in politischen Sachfragen durch mich als "Sozi".
    Dier Vorstellung eines Kanzlers Laschet -statt Merklel- und eines Vizekanzlers und Finanzministers Lindern -statt Scholz-, ist jedenfalls für mich "besorgniserregend", kommt aber vermutlich der Realität sehr nahe.

    (Lindner -Finanzminister?-;die" Medien berichten heute über diese "Lindnerschen Ambitionen".)

  • #11
    Richard Heller

    Nein, Herr Kläuser, schlicht nein.

    Ihr Beitrag ist vorn und hinten schief und strotzt vor Scheinargumenten, die bestenfalls zeigen, dass Sie von der Einordnung des Laschet-Lachens intellektuell so überfordert sind wie Herr Laschet mit allem, was mit seinem Amt zu tun hat. Nur dass Sie beim WDR quasi-verbeamtet wurden.

    WDR… war da nicht was? Oder besser: War da in der Katastrophennacht eher nichts? Wen wundert’s.

    Sind Sie tatsächlich der Meinung, dass Laschet 16 Stunden an 7 Tagen in der Woche den Kameras ausgesetzt ist? Haben Journalisten – vermutlich die von Ihrem WDR – wirklich so viel Zugang? Nein, Laschet arbeitet vielleicht 16 Tage am Tag an 6 Tagen in der Woche, und auch hier fällt einiges in die Parteiarbeit. Das tut er am Schreibtisch, in Besprechungen, kurz: hinter verschlossenen Türen. Und dann, ja, in der Tat, steht er auch im Erfassungswinkel von Kameras. Nicht stundenlang, sondern minutenlang. In dieser kurzen Zeit kann man von ihm mit einem Einkommen weit über dem Existenzminimum (sic!) von ihm verlangen, sich mal zusammen zu reißen.

    Da ihm die ihn Ihrer Ansicht nach überfordernde Verantwortung für 16 Mio. Menschen – zu der er sich übrigens freiwillig hingewahlkämpft hat – nicht reicht, will er Bundeskanzler werden. Ich habe mal vor meinem geistigen Auge die bisher von mir erlebten Kanzler Revue passieren lassen. Wer hätte da auch – und sei es zur Entspannung nach extremer Anspannung seit Donnerstagmorgen – gelacht? Helmut Schmidt, der Deichgraf, Hamburger Sturmflut ’62? Nein. Helmut Kohl, der immerhin nach dem Nachrüstungsbeschluss breit gegrinst hat? Nein, selbst der nicht. Gerhard Schröder? Nein, schon weil er weiß, was "PR" ist. Angela Merkel? Auch nicht, schon weil Lachen nicht im Lieferumfang enthalten war.

    Und übrigens: Haben Sie, Herr WDR-Kläuser, lachende Rettungskräfte gesehen? Nein? Nun, vermutlich ist auch tage- und nächtelang in der Scheiße waten, Tote bergen, Schutt beseite räumen, Verletzte versorgen und was so ein Einsatz sonst noch für Vergnüglichkeiten bereithält, auch nicht so belastend wie ab und zu auftauchen und stundenweise "Verantwortung tragen".

    Ich wüsste übrigens gerne, was hinter Steinmeiers Rücken geschah. Vielleicht war das ja ein bombastischer Witz, den der sicherlich beste Landrat der Welt dem sicher besten Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerkandidaten der Welt da erzählt hat. Dann wäre Laschet entlastet und wir hätten alle was davon – auch die Opfer.

    So, und jetzt gehe ich wieder zurück ins Land der Philister und Pharisäer, um Fliegen wie Albert Schweitzer (schreibt sich mit "t"), Mutter Teresa, Superman und so weiter zusammen zu heucheln.

  • #12
    nussknacker56

    Endlich. Danke für diese köstliche Replik.

    Insgesamt halte ich Armin Laschet für einen etwas bräsigen Politiker, der sein Potenzial aber möglicherweise noch nicht ausgeschöpft hat. Trotz aller Durchschnittlichkeit finde ich ihn deutlich angenehmer und glaubwürdiger als einen Herrn Steinmeier, der zu jeder Lage die passende Betroffenheitsplatte auflegt. Und nicht nur das: Steinmeier hat bekanntlich keine Skrupel, wen er alles in seine Anteilnahme oder Glückwünsche mit einbezieht.

  • #13
  • #14
    Angelika, die usw.

    #11 @Richard Heller

    Merci!!

    #12 "…, der sein Potenzial noch nicht ausgeschöpft hat…"

    Geht’s noch?!

    OB von Aachen – das wär es doch gewesen … und danach Minigolf oder so …

  • #15
    abraxasrgb

    Ich fand Laschet ja immer etwas farblos, in der Coronoia hat er mit seinen Entscheidungen eher meine Sympathie gewonnen. Er lässt seinen Innenminister sinnvoll handel. Chapeau. Nun ist er menschlich (ich habe genug Erfahrung mit Katastrophen und Kriegen, um zu wissen, dass Humor eine gute Bewältigungsstrategie ist) und die Moralisten-Meute jault auf. Wählen werde ich ihn zwar nicht, aber ich wünsche Ihm viel Glück und Zustimmung 😉

  • #16
    Manni

    "Ich weiß nicht, was da hinter Steinmeiers Rücken geschah, worüber man scherzte"

    Eben. Wir wissen es nicht. Und das müssen wir auch gar nicht.
    Gleichwohl bleibt die Frage, ob Sie bei der Beerdigung eines Nachbarn, bei einem Festakt o.ä. auch Mal einfach rumgefrixt hätten?
    Genau diesen Eindruck erhält man vom Video (es war kein ‘Sekundenbruchteil’).
    Wenn ihnen solch ein Verhalten angenehm ist, dann meine Frage an Sie, wie Sie Frau Merkel’s Verhalten finden. Von der habe ich so eine Szene auch nach 20 Jahren nicht in Erinnerung.

  • #17
    Claire

    @ abraxasrgb

    Ihre persönliche "Bewältigungsstrategie" ist ein Total-Versagen.

  • #18
    Walter Stach

    "Latschet" -Krisenmanager in eigener Sache".
    so die Überschrift eines Beitrage von Deiniger, Schneider, Stegemann in SZ online vom 18..7 mit der Unterzeile : " Die anderen machen Fehler, er macht nichts. Das war die Kanzlerstrategie des CDU-Chefs. In der Flutkatastrophe aber zeigt sich, was Latschet kann -und was nicht."

    Zustimmung.
    Ich hätte allerdings formuiiert: "….In der Flutkatastrophe zeigt sich noch mehr als bisher, was……".

  • #19
    Utz Kowalewski

    Wer lacht, wenn andere kondulieren, sollte das mal seinem Therapeuten erzählen. Der würde so etwas jedenfalls sehr ernst nehmen.

  • #20
    Werner S.

    Das Lachen Laschets war vollkommen unangebracht. Ich halte ihn für ungeeignet für den Posten als Bundeskanzler; dazu ist er zu unseriös.

    Vor etwas mehr als einem Jahr hat er wohl auch den politisch unerfahrenen Prof. Streeck dazu gedrängt, die Heinsbergstudie vor der vollständigen Auswertung der Ergebnisse zu veröffentlichen. Hier wollte er sich wohl als "Schnellöffner" der Coronaeinschränkungen profilieren, ohne dass die wirklichen Ergebnisse für ihn relevant gewesen wären.
    Jetzt bei der Flutkatastrophe vermittelt "sein Lachen", dass ihm das auch nicht wirklich nahe geht. Hauptsache mit gesalbten Worten profilieren.

  • #21
    Ke

    Nach dem letzten Jahr, in dem Laschet aus dem Windschatten von Merkel herausgefahren ist, habe ich einen Machtpolitiker erlebt, der nur an seinem Vorwärtskommen interessiert ist.
    Dabei offenbaren sich erhebliche Fehleinschätzungen und widersprüchliche/falsche Argumentationen. Die Corona Krise liefert genügend Beispiele.

    Ich habe massive Sorgen, dass er Kanzler wird.
    Das Gefühl hatte ich bisher nie. Auch wenn mir die Politik der Kandidaten oft nicht gefallen hat.

  • #22
    Angelika, die usw.

    #21 @Ke
    "…Ich habe massive Sorgen, dass er Kanzler wird.
    Das Gefühl hatte ich bisher nie. Auch wenn mir die Politik der Kandidaten oft nicht gefallen hat…"

    Dito.

  • #23
    Walter Stach

    Latschets Skandale
    -Das Ende der Teflon-Kandidatur-
    So die Überschrift (Unterzeile) eines Beitrages bei T-Online .

    Der Beitrag ist in 7 Kapitel gegliedert:
    1,
    Lachets Minister und die Ermittlungen.

    2.
    Lachetss Vorwand und der Hambacher- Forst,

    3.
    Laschets Land der Küchenbauer und eine Kampagne

    4.
    Laschets Lockerungen und der Tönnies Ausbruch.

    5.
    Laschets Krisenmanagment und…..

    6.
    Laschets Maskendeal und die Folgen

    7.
    Laschets Wahlversprechen und was davon übrig bleibt.

    "Passt schon"
    -jedenfalls zu dem, was ich bisher über den Kanzler-Kandidaten Lascheti bzw. was Andere in ihren Kommentaren über ihn gesagt habe -sh. u.a. oben unter 10 und 18.

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