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Mehrere hundert Teilnehmer bei antirassistischer Demo in Duisburg

Bereits am Vorabend zum 1. Mai demonstrierten in Duisburg bis zu 350 Teilnehmer gegen Rassismus und Antiziganismus.

Unter dem Motto »Duisburg, mon Amour«?! – eine Anspielung auf einen Artikel in der Zeit – nahmen mehrere Reden vor allem den Rassismus von Behörden, Politik und bürgerlicher Mitte auf’s Korn. Auch die Umtriebe von Rechtsradikalen in der MSV-Fanszene waren Thema.

Johanna Haldemann, Sprecherin des Demobündnisses, zog ein gemischtes Fazit. Positive aber auch negative Reaktionen von Passanten hätten gezeigt, „dass unsere Demonstration als ein Zeichen, dass der vorherrschende rassistische und antiziganistische Konsens nicht mehr unwidersprochen hingenommen wird, bitter nötig war.” Polizei, Parteien und rassistische Bürgerinitiativen hätten rund um eine vermeintliche Massenzuwanderung von Roma eine Stimmung in der Stadt entfacht, die nun von Rechtsradikalen und Neonazis dankbar aufgenommen werde, so Haldemann weiter.

Getragen wurde die Demonstration unter anderem von der antirassistischen Initiative gegen Duisburger Zustände. Die Gruppe unterhält eine monatliche Veranstaltungsreihe im Djäzz. Am 29. Mai  ist dort Katharina König (MdL Die Linke, Thüringen) zu Gast – dann geht es um „Die Nazis, der NSU, der Staat und der Verfassungsschutz“.

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