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Mein Ruhrgebiet: David Schraven – „Selbst die Kläranlage Bottrop stinkt nicht mehr wie früher.“

David Schraven.

Anfang März starteten wir hier im Blog eine neue Serie. An jedem Dienstag veröffentlichen wir einen Beitrag unter dem Titel ‚Mein Ruhrgebiet‘. Dabei gilt es jeweils für eine bekannte Persönlichkeit ihre ganz spezielle Beziehung zum ‚Revier‘ in einem kurzen Interview zu offenbaren.

In dieser Woche beantwortete David Schraven unsere fünf Fragen. Der 1970 geborene Journalist war im Jahre 2007 eine der Mitbegründer dieses Blogs und ist seit Jahren für unterschiedliche Medien tätig.

Nach dem Abitur 1990 in Botttrop begann er Slawistik, Politologie und Geschichte an der Universität Bonn zu studieren.

Im Jahre 1996 wurde er Gründungsgeschäftsführer der taz-Redaktion Ruhr. Neben seiner Tätigkeit als Journalist arbeitete er als Dozent im Bereich Nachrichtenschreiben der Universität Essen. Es folgten journalistische Tätigkeiten für die Welt am Sonntag, Die Zeit, die Berliner Morgenpost und die Süddeutsche Zeitung.

Von 2010 bis Mai 2014 war Schraven im Ressort Recherche für die WAZ-Mediengruppe in Essen aktiv. Seit Juli 2014 leitet er das gemeinnützige Recherchebüro Correctiv und lebt mit seiner Familie in Bottrop.

Wenn Du an das Ruhrgebiet denkst, was fällt dir zuerst ein, David?

Ein Gebiet in dem ich zu Hause bin. In dem ich trotzdem ständig neue Ecken entdecke und dass mich immer wieder überrascht. Ich kann angeln am Rhein und an der Lippe. Ich kann Radfahren und muss nirgendwo Angst haben. Außer mit dem Tretroller auf der A42.

Was ist dein absoluter Lieblingsort im Revier?

Der Köllnische Wald hinter Bischofssondern bis Hüsken Schröer im Rotbachtal. Da kann man erahnen, wie es vor der industriellen Revolution aussah. Es muss eine sehr schöne Gegend gewesen sein. Ein wenig wie das Auenland. Dann kam, was kommen musste. Da hat das Ruhrgebiet etwas sehr melancholisches.

Wenn du Besuch bekommst, der noch nie im Ruhrgebiet war, wo bringst du ihn während seines Aufenthaltes in der Region auf jeden Fall hin?

Mit den Japanern war ich im Duisburger Hafen bei Hübi, weil das einfach klasse da ist, an der Schimanskigasse. Sollte jeder mal hin.

Und welchen Ort im Pott sollte dein Besuch auf keinen Fall zu Gesicht bekommen?

Ich glaub da gibt es nichts. Selbst die Kläranlage Bottrop stinkt nicht mehr wie früher.

Was wünscht du dir für das Ruhrgebiet in den nächsten Jahren? Was gibt es zu verbessern?

Wie immer gibt es viel zu tun. Wir kriegen das schon hin, solange wir keine Angst haben, uns die Hände dreckig zu machen.

 

In den vergangenen Wochen erschienen in dieser Ruhrbarone-Reihe bereits Beiträge mit:

Dirk große Schlarmann

Sebel

Pit Gottschalk

Oli Hilbring

Aladin El-Mafaalani

 

 

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5 Kommentare zu “Mein Ruhrgebiet: David Schraven – „Selbst die Kläranlage Bottrop stinkt nicht mehr wie früher.“

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