Polizei schlägt in Berlin Demonstranten für Datenfreiheit zusammen

Am Samstag waren zehntausende auf den Beinen, um in Berlin für die Freiheit zu demonstrieren. Friedliche Menschen, die viel am Computer sitzen. Keine Autonomen, keine Steinewerfer, keine Streetfighter. Auf dem Video hier ist zu sehen, wie einer dieser Männer, ein junger Kerl mit einem Rad, eine Meinungsverschiedenheit mit einem Polizisten hat. Er wird gleich bluten.

 

Falls der Film bei Youtube gesperrt wird, hier ein Link zu einen Upload auf vimeo: klick

Es ist nicht mal ein Streit, das kann man wirklich nicht sagen. Der junge Mann wehrt sich nicht, er diskutiert nicht. Er schreibt nur den Namen eines Beamten auf, der eine Anzeige nicht annehmen wollte. Es ging dabei um einen Fall: ”aggro-zecke trifft aggro-polizist” und „aggro-Polizist“ greift unter nicht erfreulichen Zuständen „aggro-zecke“ ab, wie netzpolitik unter Berufung auf den CCC schreibt.

Ich habe viele solcher Demo-Diskussionen gesehen. Das ist Folklore. So friedlich wie hier hab ich das selten erlebt. Dann will der junge Mann weggehen, er schiebt sein Rad an die Seite. Es gelingt ihm nicht. Er wird zusammengeschlagen und mit ihm andere Menschen. Es gibt keinen Anlass für die Prügel. Zumindest keinen erkennbaren.

Oder vielleicht doch? Bei Sekunde 17 18 oder so, kann man sehen, wie sich der Radfahrer irgendetwas von der Brusttasche des Polizisten abschreibt. Wahrscheinlich den Namen oder die Nummer. Ein anderer Polizist schaut bei Sekunde 20 auf den Zettel, er scheint den Radfahrer kurz an der Schulter zu berühren. Man kann es nicht richtig sehen, mehr erahnen. Der Polizist läuft dann weiter. Dann schiebt der Radfahrer sein Bike weg und bei Sekunde 26 kommt der Schläger ins Bild. Wollten die Polizisten den Zettel mit dem Namen oder der Nummer haben und haben den Radfahrer deswegen zusammengeschlagen?

Ein ziemlich unfassbarer Gewaltausbruch. Einige Leute bluten. Die Schläger sind gut zu erkennen. Sie haben Bürstenhaarschnitte wie Skinhaeds. Ich hoffe, es melden sich Zeugen bei mail (at) ccc.de und die Täter können ermittelt werden. Ich hoffe die Schläger werden bestraft und aus dem Polizeidienst entlassen.

Der Senator für Inneres muss Rede und Antwort stehen. Was haben diese Schläger in Staatsdiensten getan?

Ich verstehe diesen Blogbeitrag als öffentliche Anzeige gegen Unbekannt, wegen des Verdachts auf vorsätzlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Sachbeschädigung und Amtsmißbrauch. Ich habe die öffentliche Anzeige deswegen per Email an pressestelle (at) senjust.berlin.de und poststelle (at) senjust.berlin.de gesandt.

Falls Youtube das Video sperrt. Hier ein Link zu einem Mirror: http://ccc.mirrors.as250.net/fsa09-043-small.avi

Fefe hat das Video rausgehauen. Bei ihm gibt es mehr zu den Hintergründen und jede Menge Download-Optionen. Klick

Doof für die Prügelpolizisten, dass die Nerds, die von Freiheit reden, mit Camcordern rumlaufen und sich nicht einfach so wegklatschen lassen, wie die alte Antifa.

Hier hat sich irgendwer mittlerweile ein entsprechendes Bild zur Tat gemacht: Klack

Danke an Bert und Knudelbacke

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[…] Fefes Blog wikinews030 Ruhrbarone netzpolitik.org taz.de NRhZ […]

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14 Jahre zuvor

Prügel statt Freiheit!…

Eigentlich sollte es ein längerer Artikel werden, aber wie ich gerade sehe, berichten die Ruhrbarone schon darüber: https://www.ruhrbarone.de/miese-polizeiaktion-am-rand-der-berliner-freiheitsdemo.  Hier nochmal das Originalvideo und der wich…

Knudelbacke
14 Jahre zuvor

Polizeigewalt – Fahnungsfoto eines Bürgers – https://twitpic.com/hj0m4 Hinweise an mail(ät)ccc.de

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[…] Hintergrundinformationen gibt es u.a. bei den Ruhrbaronen. […]

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[…] weitere Berichte zum Polizeiübergriff: iheartpluto.de sockenblog.com meinungs-blog.de schrempfy.de internet-law.de bulmis.de lawblog.de ruhrbarone.de […]

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Was mir heute wichtig erscheint #145…

Schmarotzer: Gerade aus der Ecke der Unternehmerverbände kommt bekanntlich die Klageüber den angeblichen Massenmißbrauch von Sozialleistungen. Dabei sind es oft gerade Unternehmen, die sich staatliche Zuschüsse erschleichen. So haben nach Angaben d…

Fußballfan
Fußballfan
14 Jahre zuvor

Ich verstehe die Aufregung nicht. Jedes Wochenende werden Fußballfans genau so wie in diesem Video behandelt. Ich sehe jedes Spiel wie Polizisten sich an Fans abreagieren. Aber da heißt es von überall die Fans seien die Bösen.

Ich glaube leider mittlerweile, dass die Hooligans gar nicht mehr zum Fußball gehen. Die versuchen einen Job bei der Bereitschaftspolizei zu kriegen. Traurig aber wahr.

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[…] Polizei I: schlägt Demonstranten zusammen … ruhrbarone […]

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[…] Links: Netzpolitik – FSA09: Unerfreuliche Polizei-Aktion Ruhrbarone – Polizei schlägt in Berlin Demonstranten für Datenfreiheit zusammen blog.foto-cs.de – Polizeigewalt auf der FSA09 (?) Fixmbr – Polizeigewalt ? […]

hellertaler
hellertaler
14 Jahre zuvor
Polizei
Polizei
14 Jahre zuvor

Bei solchen Bildern und dieser Gewaltbereitschaft drängt sich der Verdacht auf, daß es in den Köpfen einiger Polizisten genau so aussehen könnte wie auf dem Kopf.
Solche Deppen gehören gefeuert. Sie ziehen das Ansehen aller Kollegen in den Dreck.

John Dean
14 Jahre zuvor

Es ist schon merkwürdig, dass überwachungskritische Demonstranten mit Überwachungsmethoden arbeiten und ausgerechnet damit, aller Voraussicht nach, wirklich etwas erreichen gegen das Problem von Polizeigewalt-Übermaß gegen Demonstranten.

Ich bin ja sehr neugierig was in diesem Moment auf der Pressekonferenz der Berliner Polizei heraus kommt. Ich tippe auf eine kleine Sensation (doch leider: das ist bereits eine kleine Sensation): „Wir haben eine Untersuchung eingeleitet“. Vor allem aber: Die Untersuchung wird diesmal nicht folgenlos bleiben.

Wenn man so will: Ein Sieg der Überwachung…

(Okay: Ich spreche von der Überwachung der Mächtigen und Staatsorgane – aber einen gewissen dialektischen Reiz hat das ja trotzdem)

hellertaler
hellertaler
14 Jahre zuvor

Berliner Polizei leitet in eigener Sache unter Bezug auf das Video Ermittlungen ein.

„Die Vorgehensweise der an der Festnahme beteiligten Beamten einer Einsatzhundertschaft, die auch in einer im Internet verbreiteten Videosequenz erkennbar ist, hat die Polizei veranlasst, ein Strafverfahren wegen Körperverletzung im Amt einzuleiten. Das Ermittlungsverfahren wird durch das zuständige Fachdezernat beim Landeskriminalamt mit Vorrang geführt.“

https://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/138631/index.html

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[…] ruhrbarone […]

king balance
14 Jahre zuvor

Der Polizeibericht ist raus:
Die Vorgehensweise der an der Festnahme beteiligten Beamten einer Einsatzhundertschaft, die auch in einer im Internet verbreiteten Videosequenz erkennbar ist, hat die Polizei veranlasst, ein Strafverfahren wegen Körperverletzung im Amt einzuleiten. Das Ermittlungsverfahren wird durch das zuständige Fachdezernat beim Landeskriminalamt mit Vorrang geführt.
https://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/138631/index.html

Leberwurstpizza
14 Jahre zuvor

Am 13. September 2009 kommentierte Fußballfan:

„Ich glaube leider mittlerweile, dass die Hooligans gar nicht mehr zum Fußball gehen. Die versuchen einen Job bei der Bereitschaftspolizei zu kriegen.“

Die beiden Schläger kenne ich. Das sind Dim und Alex aus Clockwork Orange.

Christoph
Christoph
14 Jahre zuvor

Also die Pressemitteilung der Polizei ist doch ein Witz. Ich glaube die haben sich das Video gar nicht angeschaut.
Ob die Festnahme nicht aus irgendeinem unbekannten Grund gerechtfertigt sein könnte, kann man meiner Meinung nach an diesem Video nicht erkennen ABER: Der Angegriffene wollte sich eindeutig entfernen. Die Begründung er wäre womöglich einem Platzverweis nicht Folge geleistet kann schonmal nicht sein. Und noch viel wichtiger, dass bei einer Festnahme auf einer Demo vielleicht nicht nett gefragt wird, ob der beschuldigte mitkommen mag, mag ja unumgänglich sein, aber einen sich nicht wehrenden Menschen, der den Ort verlassen möchte durch Schläge ins Gesicht niederzustrecken ist doch in jeglicher Hinsicht maßlos. In Wuppertal ist Polizeigewalt auch ein alter Hut. Die Öffentlichkeit sieht da idR jedoch nichts von. Schließlich trifft es immer „nur“ die richtigen, wenn ein Polizist zuschlägt. Und das Linke grundsätzlich immer nur den Knüppel verstehen, ist bei vielen ja auch in Fleisch und Blut übergegangen…

Torsten
Torsten
14 Jahre zuvor

Kleine Klugscheißerei: Skinheads haben keine Bürstenhaarschnitte 😛

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[…] es geht um dieses Video, das gestern fast schon nervig meme-artig durchs Netz ging, beziehungsweise das Geschehen, das dort […]

China
China
14 Jahre zuvor

Ich lebe seit Jahren in China, ich zeigte das Video meinem Freund, und er Zeigt es seinem Freund einem Polizei Offizier, dieser war sehr empört, wenn so etwas hier passieren würde, wäre der Polizist die längste Zeit Polizist !
Ich selbst habe noch keinen Chinesischen Polizisten jemand schlagen sehen.
Die sind fast nie Bewaffnet, ich habe schon Alkohol Kontrollen gesehen, wo betrunkene aggressiv waren aber die Polizei nicht!
Wo werden nun die Menschenrechte getreten?

Stefan Laurin
Admin
14 Jahre zuvor

@China: In China wird so etwas wohl von der Geheimpolizei und der Armee erledigt. Bei aller Aufregung: Der Vergleich China-Deutschland ist absurd.

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[…] erst recht. Und nachdem die Polizei bei der Demo entgegen ihrem Versprechen gefilmt hatte, filmten die Datenschützer eben zurück. Nun haben findige Blogger aus dem Film zwei […]

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[…] aufgenommen, was einen Polizeibeamten zeigt, welcher ein friedlichen Demonstranten niederstreckt. Ruhrbarone und Fefe sorgten dafür, dass sich das Video ziemlich schnell im Internet verbreitete. In dem knapp […]

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[…] Technik die begeistert Sep 13th, 2009 by posterous. Doof für die Prügelpolizisten, dass die Nerds, die von Freiheit reden, mit Camcordern rumlaufen und sich nicht einfach so wegklatschen lassen, wie die alte Antifa. via ruhrbarone.de […]

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[…] hier: Demo gegen ?erwachung: Faustschlag ins Gesicht – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt Polizei schl? in Berlin Demonstranten f?atenfreiheit zusammen ruhrbarone Blog: Fefes […]

Christoph
Christoph
14 Jahre zuvor

https://copzone.de/modules.php?name=Forums&file=viewtopic&t=52216&postdays=0&postorder=asc&start=0

Auf diesem von Polizisten moderierten Forum, wird auch lebhaft über das Video diskutiert. Wenn man da hört, wie einige Forenteilnehmer reagieren, kann einem ja nur noch schlecht werden. Ein kleines Beispiel: Der Radfahrer habe die Polizisten provoziert, indem er nach rechts und nicht nach links den Ort verlassen wollte. Wer Weisungen nicht befolgt fange sich eben eine.

Naja ich muss sagen, über vieles wundert man sich nach solchen Kommentaren wohl nicht mehr.

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[…] Die H? der FDGO – Fahndungsaufruf Fahndungsaufruf eines B?rs: Twitpic – Share photos on Twitter Grund (Video): Polizei schl? in Berlin friedliche Demonstranten zusammen […]

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[…] Polizei schlägt in Berlin Demonstranten für Datenfreiheit zusammen (Ruhrbarone) […]

blindschleiche
blindschleiche
14 Jahre zuvor

klasse!

ich wünschte, wir hätten damals in wackersdorf, mutlangen, kalkar, brokdorf usw. auch kleine camcorder gehabt.

das filmen von derartigen „polizeiaktionen“ führte dort zur sofortigen „vorläufigen“ festnahme und zur vernichtenden beschlagnahme bzw. beschlagnehmender vernichtung des materials.

passt weiter gut auf!

supernorbert
14 Jahre zuvor

Da soll nochmal einer sagen, dass Video-Überwachung nicht zur Aufklärung von Straftaten beiträgt.

Schade dass der Remix-Wettbewerb schon vorbei ist:
https://zwonullblog.blogspot.com/2009/09/gibt-es-eigentlich-schon-einen.html

Orakel
Orakel
14 Jahre zuvor

Mal sehen, wie lange es dauert, bis hierzulande bei Demos Kameras verboten werden… oder gleich so ein Gesetz wie in GB, das verbietet, Polizisten im Dienst aufzunehmen. :/

Grisch
Grisch
14 Jahre zuvor

Das hier verlinkte Video ist nicht der einzige Mitschnitt der Aktion. Bei 1:16 sieht man eindeutig, dass auch die Polizei nicht ohne Camcorder unterwegs ist.

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[…] der Seite der Ruhrbarone wurde ein Fahndungsaufruf eines Bürgers veröffentlicht. Dieser zeigt 2 der beteilitgen […]

gw
gw
14 Jahre zuvor

Ein bißchen paradox ist es ja schon, dass nach einer Demo für weniger Überwachung ein Video einen Straftäter überführen soll 😉 Andererseits auch ein gutes Beispiel, dass Videoüberwachung Straftaten nicht verhindert.

Christian
Christian
14 Jahre zuvor

Gerade in dem Polizeiforum gefunden:
https://www.youtube.com/watch?v=kXWorVenrlQ
Schade, dass es keine Kommision in Deutschland gibt.
Letzendlich würde dies einen großen Dienst FÜR die Polizeibeamten erweisen.

Auch mir und bekannten sind schon oft Polizisten unangenehm aufgefallen (womit ich das nicht pauschalisieren will). Im Mc Donalds, fast alle Parkplätze sind frei. Ein Streifenwagen kommt um sich etwas zu essen zu holen und stellt sich auf den Behindertenparkplatz.
Nachts in einer 30er Zone, es wird ein neues Eckhaus gebaut. Meine Eltern rufen die Polizei, da ein Kran (ohne absperrung oder Warnbaken etc.) auf der halben Straße steht. Meine Eltern werden von den Polizisten nicht ernst genommen und erhalten blöde Kommentare, dass ein Auto das sehen würde wenn es sich denn an dei 30 Kmh hält.

Schwarze Schafe gibt es ja leider jedem Bereich. Aber ein Polizeirevier darf auch wie das Internet kein Rechtsfreier Raum sein. Viele Polizisten machen eine tollen Job, das muss man sich nicht von schwarzen Schafen kaputt machen lassen.

Gruß
Christian

Uticensis
Uticensis
14 Jahre zuvor

Much ado about nothing – man kann dem Video nicht entnehmen, ob ein Straftat vorliegt. Grundsätzlich kann ein Faustschlag natürlich eine rechtliche zulässige Maßnahme des unmittelbaren Zwangs sein, eben „einfache körperliche Gewalt“. Vermutlich gehört das durchaus zur polizeitaktischen Ausbildung für solche Einsätze. Der Hintergrund des ganzen Geschehens bleibt im Unklaren. Im Übrigen könnte selbst ein unverschuldeten Irrtum des Polizeibeamten ihn rechtlichen entlasten. Insofern wird es sehr ankommen, was der beschuldigte Polizeibeamte in seiner Vernehmung sagen wird.

Wegen der öffentlichen Aufregung redet die Polizei in ihrer Pressemeldung von einem Strafverfahren – merkwürdig ist allerdings, dass sie schreibt, „die Polizei“ hätte ein Strafverfahren eingeleitet, denn dazu ist sie gar nicht berechtigt. Dies ist der Staatsanwaltschaft vorbehalten. Insofern sind vor eher „unverbindliche“ Vorermittlungen und Sachverhaltsklärungen gemeint, die man zur Beruhigung des Publikums zu einem Strafverfahren aufwertet.

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[…] ruhrbarone, 13.09.2009 David Schraven, Ruhrgebiet / Polizei schlägt in Berlin Demonstranten für Datenfreiheit zus… […]

körting-watch
14 Jahre zuvor

Bleibt Protest im Parlament still?

Im Parlament von Berlin tagt alle zwei Wochen der Ausschuss für Inneres, Sicherheit und Ordnung in einer mehr oder weniger öffentlichen Sitzung. Und genau dort müssen sich Innensenator Körting, der Polizeipräsident Glietsch, manchmal auch die Abschnittsleiter wie bspw. Kuffka für x-berg oder wie bei der letzten Ausschusssitzung der Leiter des LKA Häberer, beim nächsten mal vielleicht sogar der Versammlungsbehördenleiter Hass, Fragen bezüglich Polizeigewalt, Polizeiübergriffen und durch die Polizei begangene Straftaten stellen. Leider kommen dort nur Abgeordnete zu Wort. Dennoch jede/r kann sich dort Anmelden, den Ausschuss besuchen und sich ein Bild von den Entscheidungsträgerinnen machen, die die Anweisungen geben. Ich berichte regelmässig über die -mittlerweile per live Mitschrift- Sitzung, weil Diskussionen mit Polizisten sinnlos sind. Das sind ausführende Organe, die nicht für das selbstständige Denken bezahlt werden und hierfür auch oft nicht qualifiziert sind: ?Ich kann nichts! Ich will nichts! Gebt mir eine Uniform!? Letztlich dürfen sie das auch rechtlich nicht wegen des Legalitätsprinzips. Das bedeutetet aber nicht, dass Polizisten nicht auch entgegen ihren Anweisungen aus niederen Beweggründen Menschen drangsalieren, zusammenschlagen oder ermorden.

Oder um es nochmal anders zu schreiben:
LKA-Mitarbeiter zu mir: ?Beschweren sie sich doch beim Polizeipräsidenten!?
meine Antwort:? Da habe ich gestern schon gemacht! Ich will ihre Einsatzkarte, denn ich werde es wieder tun!?

Leider darf ich dort meine Meinung – jenseits meiner unübersehbaren und hoffentlich penetranten Anwesenheit an sich – nicht laut bekunden. Denn dafür würde ich Hausverbot erhalten, möchte aber weiterhin so gut ich kann aus dem Ausschuss berichten.

weitere Informationen auf
https://menschenfeundlich.blogsport.de

ein How2- Ausschuss-Watch Anmeldung:
https://menschenfreundlich.blogsport.de/2009/05/23/aktion-koerting-watch/

und Berichte über Besuche im Ausschuss und wie alles began
https://menschenfreundlich.blogsport.de/index.php?s=k%C3%B6rting

nächste Sitzung des Ausschuss: Mo, 21.09.09, Raum 311, Parlament Berlin
https://parlament-berlin.de

Arnold Voss
14 Jahre zuvor

@China (21)

Wenn man das hier alles liest versteht man sehr gut, dass die chinesische Regierung das Internet unbedingt unter Kontrolle bekommen möchte. Und nicht nur die.

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[…] Polizei schlägt in Berlin Demonstranten für Datenfreiheit zusammen » ruhrbarone https://www.ruhrbarone.de/miese-polizeiaktion-am-rand-der-berliner-freiheitsdemo – view page – cached ruhrbarone. Journalisten bloggen das Revier: Alltag, Kultur und Politik im Ruhrgebiet. — From the page […]

Tom
Tom
14 Jahre zuvor

@Arnold Voss: was soll das heißen, dass es besser ist wenn das Volk prügel kassiert und keine Möglichkeit hat dieses publik zu machen?

Tobuas Schorr
14 Jahre zuvor

Guten Tag!

Eines vorweg: Es ist sicher eine Ausnahme, wie diese Typen reagiert haben. Sie haben nichts in der von uns mit Steuern finanzierten Polizei zu suchen. Sie sind die Minderheit!

ABER! Wir haben mit den Nazis eine schlechte Geschichte! Wieso haben die Kollegen dieser Schläger feige weggeschaut? Haben sie nicht auf die Demokratie einen Eid abgelegt? Sie sind die Diener der Bürger und nicht deren Schläger!

Diese Polizei-Einheit, die da feige zugeschaut hat sollte aufgelöst werden. Sie sind nicht für den Ernstfall reif.

Ich bin trotzdem der Meinung, daß diese Typen die Minderheit in der Polizei sind.

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[…] über Bürgerrechte nachgedacht wird, bringt treffend folgender Blogbeitrag zum Ausdruck: Polizei schlägt in Berlin Demonstranten für Datenfreiheit zusammen. Der Polizeischläger auf dem Video erinnert mich – mit Verlaub – an einen […]

Lars
Lars
14 Jahre zuvor

Zweifelsohne, die Attacke ist schon eine üble Geschichte…

Unmotivierte Seitenhiebe sind unangebracht. „Nerds, die von Freiheit reden [lassen] sich nicht einfach so wegklatschen wie die alte Antifa“?

Genau, die Antifa ist noch nie auf die Idee gekommen, Prügelpolizisten zu outen: 19. April 2003, „Neuauflage: Kennzeichnungspflicht jetzt!“: . Das juristische Nachspiel zeigt, dass die Polizei nicht begeistert war.

Lars
Lars
14 Jahre zuvor

Der Link ist verloren gegangen: https://www.antifa.de/cms/content/view/100/42/

jericho.one
jericho.one
14 Jahre zuvor

netter beitrag zum thema von panorama, nur schon im märz d.j.

https://www.youtube.com/watch?v=UL6MAeFy42I&feature=related

2007 gab es über 1800 strafverfahren gegen polizisten in berlin…. und ganze drei verurteilungen….

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14 Jahre zuvor

[…] ich missbrauche heute das Special-Interest-Blog für eine aktuelle Kurzmeldung zum Thema Polizei schlägt in Berlin Demonstranten für Datenfreiheit zusammen. Mein kurzer Kommentar: Die Gegner der informationellen […]

Michael Kolb
Admin
14 Jahre zuvor

Eigentlich ist die Geschichte zu ernst, um darüber schale Witzchen zu machen. Dennoch, klickt man sich, nicht nur hier, durch die Kommentare, könnte der Eindruck enstehen, es sei Sonntag Morgen und wir befänden uns im Doppelpass und diskutierten darüber, ob es Foul war oder ob doch der Ball gespielt worden ist. Wir fordern von der UEFA den Videobeweis, finden, daß die Bayern eh immer nur Dusel haben und vom Schiri bevorteilt werden und gleich wird Manfred Amarell live ins Studio geschaltet, damit er uns Regelkunde erteilt… leider gibt es hier zum Ende der Sendung kein Freibier!

Wir spulen die Szene vor und zurück, entruckeln sie und lassen es alles in Zeitlupe ablaufen, genau wie Wonti, Waldi und Lattek haben wir den Vorteil, uns Zeit zu nehmen, dies zu können und eine Situation nicht in Bruchteilen von Sekunden bewerten zu müssen. Irgendwie scheint mir jeder genau das in die Szenen hineinzuinterpretieren, was er eh immer schon dachte. Die einen (sehr viele) sehen uns schon in den, frei nach Jan Weiler, feuchten Zellen eines Andenstaates, die anderen (sehr wenige) vertreten die Seite der Polizei…

Was mich irritiert ist das, was ich _nicht_ sehe und das was nicht sekundengenau beschrieben worden ist oder auch das, was zwar beschrieben worden ist, was ich aber in den Bildern nicht erkennen kann, das fängt ja schon damit an, daß ich in den Gesichtern der Polizisten kein „Grinsen“ erkennen kann, sie verziehen Mund und Gesicht, ja, aber grinsen? Nö!

Ich sehe auch z.B. nicht, was „vor“ der Szene abgelaufen ist. Hätte man es sehen können, vielleicht hätte die Presseinformation der Polizei doch zur Szenerie gepasst, keine Ahnung. Vielleicht hätte man „sehen“ können, warum „Blaushirt“ mit dem Polizisten spricht, was er von ihm will. Vielleicht aber auch nicht, keine Ahnung! Wie auch immer, „mir“ fehlt da was. Und wenn wir schon frame-genau analysieren, dann fehlt mir z.B. auch „der dritte Mann“, der gar nicht „unsichtbar“ ist (um hier gleich mal gleich zwei Filme unterzubrinbgen), aber unerwähnt bleibt.

Kam es zu einem Übergriff, einer Überreaktion, der Polizei? Wahrscheinlich! „Blauhemd“ wirkt nicht unbedingt so, als würde er eine unmittelbare Gefahr darstellen, aber was ist mit „Streifenärmel“ oder „Schwattempulli“? Ich kann auch den Ruf nach der Dienstnummer, obwohl prinzipiell richtig, nicht wirklich nachvollziehen. Der CCC „rühmt“ sich, die ersten HD-Aufnahmen eines solchen Zwischenfalls zu haben, zuvor wäre ja alles verwackelt gewesen (ist das eigentlich schon zynisch?), erkennt aber nicht die fetten Nummern auf den Westen der Polizisten? Ich habe ja keine Ahnung von den taktischen Markierungen auf den Rückseiten von Polizeiwesten, aber ich kann mir z.B. nicht vorstellen, daß die so verwechselbar sein sollen.

Michael Kolb
Admin
14 Jahre zuvor

@ Tom…

Ich denke mal nicht, daß Arnold dieses gemeint hat, sondern eher das Gegenteil. „Hier“ habt man die Möglichkeit, kritische Beiträge zu posten, und seien sie an den Haaren herbeigezogen wie diejenigen von „China“. In „China“ würden sie nicht, vielleicht, wahrscheinlich, sicher (je nach Position bitte das geeignete auswählen) gelöscht, zensiert, editiert… (auch hier bitte die Wahl treffen)… „hier“ braucht man „nur“ auf Askimet zu achten (was auch nicht immer problemlos ist 😉 )

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