Naziparty in Dortmund

Nazi-Demonstration in Dortmund

Am Karfreitag will die Borussenfront in Dortmund feiern. In einer städtischen Immobilie.

Die Rheinischen Straße 135 ist ein wichtige Nazitreff in Dortmund. Die Stadt hat das Haus gekauft und versucht die Nazis, die dort ein „Nationales Zentrum“ betreiben loszuwerden – bislang ohne Erfolg.

Nun soll dort Geburtstag gefeiert werden: Die Borussenfront – gegründet an Karfreitag 1980 – will dort feiern. Die Borussenfront war über Jahre hinweg eine Mischung aus Nazis und Hoolligans und für viele Straftaten verantwortklich. Kopf der Borussenfront war Siegfried „SS Siggi“ Borchert.

Kerstin Wiedemann, Pressesprecherin der Antifaschistischen Union Dortmund in einer Erklärung: “Der Stadt Dortmund dürfte die kritische Nutzungssituation dieses Ladenlokals bekannt sein. Ziel sollte es daher also sein, zu prüfen, ob eine hinreichende Gefahrenprognose vorliegt, die es ermöglicht, die Veranstaltung zu untersagen. Nicht selten kam es im Umfeld von Feiern Dortmunder Neonazis zu ‘Sieg Heil’-Rufen sowie zu Angriffen auf Migranten und alternative Jugendliche. Es kann nicht sein, dass sich zahlreiche Neonazis und gewaltbereite rechte Hooligans in einer Immobilie der Stadt Dortmund treffen und dort ungestört feiern können. Die Stadt steht hierbei in der Pflicht, alle Maßnahmen, die zur Verhinderung der Nazi-Feier beitragen könnten, zu ergreifen”

 

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8 Kommentare

  1. #1 | Dieter Carstensen sagt am 20. April 2011 um 07:48 Uhr

    An einem Punkt muss ich Ex-Kanzler Schröder recht geben:

    Gegen den braunen Sumpf der Neonazis hilft nur der „Aufstand der Anständigen.“

    Einmal Hitler und seine Verbrecher reicht für unser Land. In Dortmund muss scheinbar mal sauber gemacht werden, wer will schon in die braune K… treten?

  2. #2 | Falko sagt am 20. April 2011 um 08:05 Uhr

    Verstößt das nicht gegen die Karfreitagruhe?

  3. #3 | Stefan Laurin sagt am 20. April 2011 um 08:07 Uhr

    @Falo: Nein, es ist wohl eine Privatparty. Die Stadt Dortmund untersagt stattdessen lieber Comedy-Veranstaltungen.

  4. #4 | Dieter Carstensen sagt am 20. April 2011 um 08:23 Uhr

    @Stefan

    Lieber Stefan,

    Comedy ist ja auch echt gefährlich. Fallen Nazi Treffen nicht auch unter die Comedy Verordnung?

    Also, wenn ich dieses Video, mit dem Titel „Randgruppe Nazis“ ansehe, müssten Nazis eigentlich unter die Comedyverordnung fallen, *fies grins, ggg*

    https://www.youtube.com/watch?v=n4Raw7Sx9G8

    Belustigte Grüße in den Pütt …

  5. #5 | „Borussenfront“-Feier in städtischer Immobilie « antifaschistische union dortmund sagt am 20. April 2011 um 09:44 Uhr

    […] 20.04.11 – Borussenfront im »Nationalen Zentrum« (ND) 20.04.11 – Naziparty in Dortmund (Ruhrbarone) 19.04.11 – Feiern Rechtsradikale von der Borussenfront in einem Haus der Stadt Dortmund? […]

  6. #6 | Bert sagt am 20. April 2011 um 17:39 Uhr

    Versteh ich nicht so ganz, die Stadt hat das Haus gekauft, um die Nazis loszuwerden und schafft es jetzt nicht ? Hätte man das nicht VORHER prüfen können ? Wieviel Steuergeld wurde da wieder aus dem Fenster geworfen ? Ich fass es nicht…man denkt immer nur von 12 bis Mittag !

    Zur „Party“: Eine Polizeistreife davor sollte wohl ausreichen…

  7. #7 | spinstone sagt am 20. April 2011 um 20:29 Uhr

    @Stefan: wenn die Feier in einer der Wohnungen stattfindet, hast du Recht.

    Wenn sie aber im ehemaligen Ladenlokal (früher der Nazi-Laden „Buy or Die“) stattfindet, das gewöhnlich von denen fürs Feiern genutzt wird, greifen die Bestimmungen des § 6 Abs. 3 Nr. 2 des Feiertagsgesetzes NW:

    „(3) Am Karfreitag sind zusätzlich verboten:

    2. alle nicht öffentlichen unterhaltenden Veranstaltungen außerhalb von Wohnungen bis zum nächsten Tag 6 Uhr,“

  8. #8 | Polizei will Neonazi-Feier „beaufsichtigen“ « antifaschistische union dortmund sagt am 21. April 2011 um 17:02 Uhr

    […] Auge behalten (WAZ) 20.04.11 – Borussenfront im »Nationalen Zentrum« (ND) 20.04.11 – Naziparty in Dortmund (Ruhrbarone) 19.04.11 – Rechte Borussenfront will in Stadt-Gebäude feiern (WAZ) Meldung […]

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