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Nazivorwürfe: Independent Ruhr Festival fällt aus

Vom 29. Juli bis zum 1. August sollte das Independent Ruhr Festival stattfinden. Daraus wird nichts. Der Veranstalter hat das Festival  abgesagt. Immer mehr Veranstalter und Bands hatten nach Nazivorwürfen gegen die Veranstalter ihre Teilnahme abgesagt oder überdacht.

Es sollte das große Fest der schwarzen Szene im  Ruhrgebiet werden. Zahlreiche Bands sollten auftreten. Dazu Parties in den verschiedensten Clubs im ganzen Revier. Das Independent Ruhr Festival war groß geplant. Daraus wird nichts. Der Veranstalter, ein „Indie Ruhr Team“, hat alles abgesagt.  Es habe eine Kampagne gegen einen Mitveranstalter gegeben, der zu unrecht als Rechtsradikaler denunziert worden sei. Wettbewerber hätten das Independent Ruhr Festival so zerstören wollen.

Es geht bei diesen Vorwürfen um den Besitzer der Agentur VAWS, die auch hinter dem Festival stand. Der Mann heißt Werner Symanek und ist seit Jahrzehnten kein Unbekannter in der rechten Szene. Schon in den 80ern bewegte er sich in der Neonazi Szene. Mitte der 80er gründete Symanek auch die VWAS – Verlag und Agentur Werner Symanek.

Die Nähe der VAWS zum Festival störte viele in der Schwarzen Szene. Es kam zu einem Boykottaufruf, mehrere Bands sagten ihre Kommen ab, Clubs begannen über ihre  Teilnahme am Festival nachzudenken. Die Szene hat schnell reagiert.  Das Independent Ruhr Festival Geschichte. Dabei ist die Idee eines solchen Festivals eigentlich gut. Wenn sich ein vernünftiger Veranstalter finden würde…

RuhrBarone-Logo

26 Kommentare zu “Nazivorwürfe: Independent Ruhr Festival fällt aus

  • #1
    Malte

    Die Gothic-Szene hat wie die Pagan-Szene (Paganismus) schon seit einiger Zeit Probleme mit „brauner Unterwanderung“. Heidentum um Völkisches vermischen sich halt leicht, ohne das es jemandem Auffällt.

  • #2
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Malte: Aber genau diese Szene hat das Festival gekippt. Ohne sonderlichen Druck von aussen. Wir fingen an uns für die Geschichte zu interessieren als die Absage kam.

  • #3
    Nobbi

    http://www.myspace.com/independent-ruhr-festival

    Der Grund ist wohl doch ein anderer ?

    Früher haben die Ruhrbarone wirklich etwas vernünftiger recherchiert.

    Schade…

  • #4
  • #5
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Nobbi: Den Text kenne ich natürlich. Ich halte ihn nur nicht für glaubwürdig.

  • #6
    Herjeh2010

    @Malte
    Offensichtlich ist man in dieser Szene aber sensibel genug, und es ist im Gegensatz zu Ihrer abwertenden Äußerung „Heidentum um Völkisches vermischen sich halt leicht, ohne das es jemandem Auffällt“ nicht nur aufgefallen, sondern die Teilnehmer haben sogar die schärftsmögliche Antwort gefunden. Das möchte ich bei der katholischen Kirche in vergleichbaren Fällen auch mal erleben.

  • #7
    Nobbi

    Aus dem o.g. Boykottaufruf:

    „Die direkte Verbinung zum VAWS von Werner Symanek lässt sich aber über die angegebene Umsatzsteuer-Nummer DE167124393 zweifelsfrei nachweisen! Der VAWS (Verlag und Agentur Werner Symanek) wird vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuft.“

    +

    Aus dem Impressum von VAWS:

    Ust-IdNr.: DE 125118234

    http://www.vaws.de/imprint.htm

    Seltsam…

  • #8
    Stefan Laurin Beitragsautor

    Die Nummer DE167124393 gibt die VAWS unter anderem auf E-Bay an.

  • #9
    Malte

    @Herjeh2010; Es ist in keinem Fall abwertend gemeint, sondern eine Tatsache! Ich kenne einige Menschen aus der Pagan-Szene [Pagan Parenting], diese berichten immer wieder von diesen Problemen, das fängt schon an bei dem „benutzen“ von Runen usw.

    Ihre Bemerkung zur Kath. Kirche ist übrigens völlig unpassend und unangebracht!

  • #10
    Nobbi

    „Die Nummer DE167124393 gibt die VAWS unter anderem auf E-Bay an.“

    Könnten Sie dann einen Link zu dem Ebay-Profil nachreichen ?

  • #11
    Herjeh2010

    Malte (9)
    wie kann mein Wunsch unpassend und sogar unangebracht sein?
    Wenn doch sogar „Heiden“….so schnell reagieren?
    Gut, die katholische Kirche hat kein direktes Naziproblem, aber bei den
    jüngst diskutierten Themen hat sie nie sofort, manchmal sogar überhaupt nicht
    reagiert. Da kann man sich doch sehr wohl konsequentere Reaktionen wünschen.
    Denke ich jedenfalls. Sie denken nicht so, ok.

  • #12
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Nobbi: Hier zum Beispiel: http://franken-buecher.de/vawsreportaugust2008-buch_infos-143.html#top

  • #13
  • #14
    Herjeh2010

    Malte 13,
    Ja, ist schwer, weil Sie den Begriff „Heidentum“ verwenden, und dieser Begriff den Zusammenhang regelrecht aufzwingt. Hätten sie es bei den Begriffen belassen, die Stefan Laurin im Artikel nennt, wäre ich überhaupt nicht auf diese Diskussion angesprungen.

  • #15
    DarkSideOfLife

    Folgender Link http://www.neuigkeitendienst.com/2010/05/antifa-hetze-gegen-asenblut/ zeigt die Schwierigkeit der Diskussion. Im Ruhrgebiet ist der Oberhausener Club Helvete betroffen.

    Die Nazi-Band ASENBLUT fallen beim Hard’n’Heavy Summernights Festival am 23.07.2010 in Euskirchen ein !

    Nur einen Tag später schlagen die Göttinger Nazis beim Dunkelrune Open Air auf, wo sie zusammen mit den rechtsextremen Minas Morgul (Gitarrist von Minas Morgul hat Schwarze Sonne tätowiert !!) auftreten.

    Keine Bühne für Asenblut & andere Nazis-Metaller !

    Das aktuelle Album “Aufbruch” der rechtsextremen Pagan Metal Band ASENBLUT wird nicht nur bei www.eBay.de , sondern selbst bei den großen Vertrieben wie www.Amazon.de oder www.jpc.de verkauft. Sind die Heiden-Nazis (mit ihrem rechten Namen ASENBLUT, der für Blut & Boden Ideologie der Nazis steht) in der Mitte der Metal-Gesellschaft angekommen? Laut eigener Aussage der Band, besteht eine Freundschaft mit der Band IVENBERG. IVENBERG ist die Band des ehemaligen VARG Sängers, welche eindeutig eine rechtsradikale Gesinnung vertreten und auf früheren Band-Shirts Hakenkreuze abgedruckt hatten.

    Im Herbst gehen die Nazis zusammen mit RIGER auf Tour, welche bereits zusammen rechten Pagan Metal Band Absurd auf der Bühne standen.

    Hier sind die Nazis auf Tour:
    Hard’n’Heavy Summernights (Euskirchen, 23.07.2010)
    Alchera, Alltheniko, Guerrilla, Iron Kobra, Jörmungand, Longed For Fusion, Motorjesus, Paradox, Sceptor, Spirits Of Darkness

    Dunkelrune Open Air (Soltau, 24.07.2010)
    Minas Morgul, BlackShore, Ctulu, Nastrandir uvm.

    Riedfest (Rohr bei Meinungen, 30.07.2010)
    XIV Dark Centuries, Gernotshagen, Farsot, Sepulcrum uvm.

    Heidnischer Herbst (T.b.a, 17.09.2010)
    Riger, Abrogation, Asenblut

    Heidnischer Herbst (Aalen – RockIt!, 18.09.2010)
    Riger, Abrogation, Asenblut

    Heidnischer Herbst (Frankfurt/Main – Die Halle, 19.09.2010)
    Abrogation, Asenblut

    Heidnischer Herbst (Lübeck – Treibsand, 24.09.2010)
    Asenblut

    Heidnischer Herbst (Oberhausen – Helvete, 25.09.2010)
    Riger, Abrogation, Asenblut

    Heidnischer Herbst (Hannover – Bei ChezHeinz, 26.09.2010)
    Abrogation, Asenblut

    HeidenSturm Festival 2010 (Magdeburg Factory, 11.12.2010)
    Fjoergyn, Black Messiah, Obscurity, Adorned Brood, Asenblut, Into Obscurity, Abrogation

    Nazi-Heiden stoppen !

    Antifa organisieren !

  • #16
    Nobbi

    @Stefan Laurin: Danke für den Link/Nachweis.

    @DarkSideOfLife: Bzgl. ASENBLUT: Ein bisschen Surfen im Web – Website der Band, metal-archives.com, lastfm – lässt keine Rückschlüsse auf
    Naziaktivitäten zu.

  • #17
    DarkSideOfLife

    @Nobi : Ich wollte mit diesem Link zeigen wie schwierig die Diskussion zu diesem Thema ist. Wann ist eine Band eine Nazi Band ? Müssen die Texte entsprechende Inhalte haben ? Müssen sich die Bandmitglieder entsprechend geäußert haben ? Ist es entscheidend mit wem sie auftreten oder bei welchem Label sie sind ? Ist es wichtig auf welchen Festivals sie waren oder wer die Veranstalter sind ? Diese Diskussion wirft viele Fargen auf …

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  • #19
    Blackmoon

    Ich bewege mich sowohl in der Gothic- als auch in der Metalszene und ich möchte selbstverantwortlich entscheiden, welche Bands und/oder Festivals ich mit meinem Geld durch Musikmedien- oder (Konzert)kartenkauf unterstütze. Es gibt genug Künstler und Bands und eben auch Festivals in beiden Szenen, so dass ich kein Problem damit habe, sowohl auf solche, die offen rechtsradikal und demokratiefeindlich sind, als auch auf solche, die damit kokettieren, zu verzichten. Wenn ich hier nun Kenntnis von der Nähe des Independant Ruhr Festivals zur VAWS und die sehr bezeichnenden Reaktionen der Veranstalter auf die Vorwürfe erlange (Danke, Ruhrbarone!), kann ich nur sagen, dass mir angesichts der Tatsache, dass viele aus der Gothic- und Metalszene heute gar nicht mehr primär wegen bestimmter Bands, sondern wegen der dort zu erwartenden ‚tollen Stimmung‘ auf Festivals gehen, die Absage des Festivals aufgrund von Band- und Clubabsagen als ein Segen erscheint. In diesem Sinne zu Kommentar #1 von Malte: Gut, dass es noch Leute/Bands/Clubbetreiber gibt, denen „braune Unterwanderung“ auffällt und die ihre Szene davor schützen möchten!

  • #20
    DarkSideOfLife

    «Le roi est mort, vive le roi» was soviel heißt wie: der König ist ist tot, es lebe der König.
    Das Independent Ruhr Festival wurde vom Veranstalter Dirk Werner Symanek abgesagt.
    Statt eine Erklärung zu den vorgebrachten Anschuldigungen abzugeben, verliert sich Symanek jedoch in absurden Verschwörungstheorien.
    Neid, Missgunst und Konkurrenzgefühle seiner Gegner haben seinen Lebenstraum angeblich zerstört. Kein Wort zu seiner Verschleierungstaktik, kein Wort zu den Betrugsvorwürfen aus den Reihen der betroffenen Clubs und Bands. Kein Wort zu seinen Verbindungen in die Rechte Szene.
    Stattdessen persönliche Angriffe in Richtung seiner angeblichen Widersacher. Dass er mit seinen Behauptungen zumindest den Tatbestand der üblen Nachrede erfüllt, scheint Symanek nicht zu stören. Seine gesamte Rhetorik ist geprägt von Hass und Wut.
    Eine gewisse Petra Schwarz, die durch ihre Veröffentlichungen die wahren Hintergründe beim Independent Ruhr Festival aufdeckte, wurde von Symanek als Täterin beschimpft. Laut Symanek wurde durch ihre Veröffentlichung den Besuchern und den Bands ein tolles Festival genommen.
    Dabei wollte der Verleger Symanek sich mit dieser Veranstaltung ein Denkmal setzen. Symanek und einige seiner Getreuen sind davon überzeugt, dass er ein solches Denkmal auch verdient hätte. Nach eigenen Angaben hat Symanek die Schwarze Szene im Ruhrgebiet aufgebaut.
    Und nun das: Statt Lob und Anerkennung verlassen ihn seine Partyfreunde, funktionieren alte Beziehungen nicht mehr und Freunde gehen nicht mehr ans Telefon. Die Momente der Niederlage sind einsam.
    Dabei hätte er es auch einfach lassen können.
    Nach seinem Debakel im Österreichischen Kärnten war er eigentlich gewarnt.
    Im Jahre 2004 verhinderte entschlossener Widerstand das vom VAWS geplante Festival „Heiliges Österreich“.
    Als Headliner des Festivals war die Band Von Thronstahl geplant. Diese Band wird selbst in der oft unkritischen Gothic Szene als stramm Rechts eingestuft. Der Sänger der Band ist der Bingener Josef Maria Klumb. Ein langjähriger und treuer Vertrauter und ehemaliger Mitarbeiter von Dirk Werner Symanek. Als Mitarbeiter kümmerte er sich um das Packen der VAWS Pakete die Symanek in die ganze Welt verschickt. Dass der VAWS internationale Ambitionen hegt, hat er mit dem gescheiterten Festival in Österreich ja bewiesen. Dabei wurde Kärnten nicht zufällig ausgesucht. Kärntener Land war Haider Land. Haider, der Kärntener Landesobmann und international bekannte Rechtspopulist, pflegte bis zu seinem Tod intensive Kontakte zu den zahlreichen rechten Organisationen des Österreichischen Bundeslandes. So findet in Kärnten einmal im Jahr das berühmt berüchtigte Ulrichstreffen statt. An diesem Treffen beteiligen sich tausendende Sympathisanten aus der Rechten Szene.
    In den letzten Jahren finden auch immer mehr junge Neonazis den Weg nach Kärnten. In dieser für Nazis freundlichen Umgebung hatte Symanek nicht mit wirklichem Widerstand gerechnet.
    Trotzdem ging er auch hier verdeckt und konspirativ vor. Eine Strategie die er sechs Jahre später im Ruhrgebiet erneut anwendete. Die Parallelen zwischen der Vorgehensweise Symaneks bei den beiden Festivals „Heiliges Österreich“ und „Independent Ruhr Festival“ sind offensichtlich. Damals wie heute versuchte Werner Symanek seine Ziele durch Tarnen und Täuschen zu erreichen. Allerdings sollten diese Strategien ihm weder damals noch heute den erhofften Erfolg bescheren.
    Nachdem Symanek klar wurde, dass er selbst in Kärnten mit starkem Widerstand konfrontiert wurde, sagte der das geplante Festival auf seiner Homepage ab.
    Die Konzertkarteninhaber wurden jedoch darüber informiert, dass es sich bei dieser Meldung um einen Trick handelt. So sollten die Widersacher getäuscht werden – eine Spezialität des Duisburger Unternehmens VAWS. Tatsächlich jedoch wurde die Veranstaltung kurzerhand räumlich verlegt. Um die notwendigen Genehmigungen zu umgehen und um die Veranstaltung zu tarnen wurde das Festival als eine private Geburtstagsfeier deklariert. Es dauerte jedoch nicht lange, bis das Täuschungsmanöver bekannt wurde. Beim Eintreffen der Polizei waren sowohl eine italienische als auch eine deutsche Band dabei ihr Equipment vorzubereiten. Dies wurde von der Österreichischen Polizei verhindert. Somit konnte durch entschlossenen Widerstand auch in Österreich das vom VAWS geplante Festival verhindert werden.
    Ein überliefertes Zitat von Josef Klumb zum gescheiterten Versuch das „Heiliges Österreich“ Festival zu veranstalten lautet wie folgt: „Wir hatten Visionen, Kraft und Mut, aber offenbar keinen Rückhalt. So scheiße zu scheitern, das ist Tragik.“
    Der geringe Rückhalt den Symanek und sein VAWS in der Schwarzen Szene im Ruhrgebiet haben, führte schließlich wohl auch zu der recht schnellen Aufgabe durch Symanek. Als dann noch Bekannt wurde das Symanek die Rechte Band Von Thronstahl als Spezial Guest beim Independent Ruhr Festival auftreten lassen wollte hatte er jegliches Vertrauen innerhalb der Schwarzen Szene verloren.
    Während er sich in seinen ersten Stellungnahmen, nach Bekanntwerden der Vorwürfe noch bei seinen Widersachern für die gute Publicity bedankte, erkannte Symanek schnell die Ausweglosigkeit seines Vorhabens und gab auf. Sicherlich wurde er bei seinen Überlegungen auch von seinen Erfahrungen 2004 in Kärnten beeinflusst. Dort musste er nicht nur die Schmach einer verhinderten Veranstaltung ertragen sondern auch noch einen erheblichen finanziellen Verlust verkraften. Dies führte laut Verfassungsschutzbericht dazu dass Herr Symanek in der Rechten Szene um Spenden für seinen Verlag bat. Offensichtlich konnte Symanek bei seinem VAWS die Kriegskasse wieder füllen und wagte sich so 2010 an das Independent Ruhr Festival. Doch bevor auch dies zu einem finanziellen Desaster wurde, stieg Herr Symanek aus. Allerdings nicht ohne uns für 2011 ein neues Independent Ruhr Festival anzukündigen.
    «Le roi est mort, vive le roi» Der König ist ist tot, es lebe der König.

  • #21
    Freiheit!

    Ich wollte für Von Thronstahl zu der Veranstaltung kommen. Hier habt ihr also einen eurer gefürchteten „Nazis“. Es ist so schade, dass es solchen Bands so schwer gemacht wird, aufzutreten. Selbst in dieser Diskussion beteiligen sich doch hauptsächlich Nach-Schwätzer und Fälscher. Warum werden Konzerte von Von Thronstahl abgesagt, einer sehr friedlichen Band mit durchdachter, komplexer Ideologie und keinesfalls gewalttätiger Dumm-Nazi-Ideologie und hier darf man öffentlich schreiben: „Antifa organisieren!“ Wer sich das Programm der Antifa anschaut, und es genügt ja schon sich die Flyer anzusehen, an denen man schon gar nicht mehr vorbeikommt, weiß man, wie äußerst gewalttätig und die deutsche Verfassung verletzend diese Gruppierung drauf ist. Ich möchte da mal an sämtliche Bebilderungen mit steinewerfenden Maskierten erinnern (klare Aufrufe zu feiger, anonymer Gewalt) oder auch den schönen Flyer mit dem Inglorious-Basterds-Zitat „He Donnie. Hier will einer Deutscher für sein Vaterland sterben. Tu ihm den Gefallen“, der vollkommen ernst gemeint ist und eine klare Morddrohung an jeden Patrioten. Warum darf so etwas sein, warum wird das so wohlwollend toleriert, aber auf jeden Hauch von Rechts wird dermaßen panisch reagiert?

  • #22
    Malte

    @freiheit: Vielleicht mag man sie nicht wegen der schwarzen Sonne? Oder weil sie einen Hang zur NS-Ästhetik haben.

    Übrigens, man braucht kein Wikipedia um das zu erkennen!

  • #23
    Philip

    @ Frau Freiheit, erklären Sie dann doch mal die (Ihre?) durchdachte, komplexe nicht-dumme Ideologie. Nur so interessehalber.

  • #24
    Bernd

    Malte: Eine Schwarze Sonne und NS-Ästhetik sind also schlimmer als anonyme Morddrohungen gegen eine ganze Volksgruppe?!

    Ich sehe mich selbst als Links. Daher halte ich mich an Rosa Luxemburg und räume jedem die Freiheit des Andersdenkenden ein. Obendrein traue ich den Menschen noch zu, dass sie Provokation und und das Spiel mit Symbolik von echten politischen Inhalten trennen können.

    Außerdem handelt es sich hier um eine Band die Musik in erster Linie spielt um zu unterhalten.

    Finde ich es gut wenn Herr Klumb von einer „Dunklen Macht“ sind die uns „heimlich unters Hexagramm“ zwingt (Ausschnitt aus „Brechen muss der schwarze Bann“)? Natürlich nicht, da diese Anspielung auf eine jüdisch Kontrollierte Welt nicht meiner Erfahrung entspricht und ich keine Anzeichen für eine solche Verschwörung sehe.
    Kann ich mich trotzdem von seiner Musik gut unterhalten fühlen und diese Genießen? Selbstverständlich, denn Musik ist für mich Lebensinhalt. Alles was ich tue wird von Musik begleitet und dabei ist mir herzlich egal ob die Musik die mir stilistisch gefällt von Linken, Rechten, Juden, Christen, Homosexuellen oder sonstwem gemacht wird. Ich will ja nur die Musik hören und nicht den betreffenden Künstler heiraten.

  • #25
    Antoine

    Bravo Bernd, endlich mal ein sinniges Kommentar zum semi-politischen Panikmacherei!

  • #26
    Der Ekelbaron

    Welche Musik man hört, soll jeder für sich entscheiden.
    Wer allerdings Nazibands, oder (wie am Wochenende in Mülheim) homophobe Reggae-Künstler öffentlich auftreten lässt, unterstützt den Hass und sorgt dafür, dass solche Leute auch noch bejubelt werden.
    Großen Respekt für die Absage und das Engagement des Leos Store Betreibers!

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