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Neue SPD-Herzkammer: Kleve!

Ziemlich weiblich ist es (10 zu 8), das Kompetenzteam von Frank-Walter Steinmeier, ziemlich ledig (8 von 18) und auch ziemlich provinziell. Zumindest von den nordrhein-westfälischen Bewerbern im SPD-Schattenkabinett stammt keiner aus dem Ruhrgebiet oder den rheinischen Großstädten. Stattdessen kann sich der Kreis Kleve (bis zum Wahlsonntag) als großer Gewinner und so etwas wie die neue Herzkammer der Sozialdemokratie fühlen.

Mit Umweltexpertin Barbara Hendricks, Bildungsexpertin Carola Reimann (Goch) und Kulturfrau Barbara Kisseler (Asperden) stammen gleich drei von 18 potenziellen Regierungsmitgliedern gebürtig aus dem Niederrhein-Kreis. Auch abseits von Kopfweiden und Wildgänsen gesellen sich aus Nordrhein-Westfalen der Innenpolitiker Thomas Oppermann aus dem ländlichen Freckenhorst im Landkreis Warendorf und die Sportpolitikerin Dagmar Freitag aus Lethmate bei Iserlohn in eines…

Ziemlich weiblich ist es (10 zu 8), das Kompetenzteam von Frank-Walter Steinmeier, ziemlich ledig (8 von 18) und auch ziemlich provinziell. Zumindest von den nordrhein-westfälischen Bewerbern im SPD-Schattenkabinett stammt keiner aus dem Ruhrgebiet oder den rheinischen Großstädten. Stattdessen kann sich der eigentlich, nun ja, etwas mehr der CDU zuneigende Kreis Kleve (bis zum Wahlsonntag) als großer Gewinner und so etwas wie die neue Herzkammer der Sozialdemokratie fühlen.

Mit Umweltexpertin Barbara Hendricks, Bildungsexpertin Carola Reimann (Goch) und Kulturfrau Barbara Kisseler (Asperden) stammen gleich drei von 18 potenziellen Regierungsmitgliedern gebürtig aus dem Niederrhein-Kreis. Abseits von Kopfweiden und Wildgänsen gesellen sich aus Nordrhein-Westfalen der Innenpolitiker Thomas Oppermann aus dem ländlichen Freckenhorst im Landkreis Warendorf und die Sportpolitikerin Dagmar Freitag aus Lethmate bei Iserlohn in eines der unwahrscheinlichsten Schattenkabinette der Nachkriegsgeschichte. Nur Steinmeiers Wunsch-Verteidigungsministerin Ulrike Merten ist Städterin – sie lebt in Bielefeld.

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8 Kommentare zu “Neue SPD-Herzkammer: Kleve!

  • #1
    Thomas

    Ich möchte eine Krücke – oder wie das Sprachbild heißt – für die Kandatinnen Steinmeiers aus dem ländlichen Raum Kleve brechen:

    Die sind Internationalistinnen. Die sprechen vermutlich drei Sprachen perfekt: Gelderländisch, Limburgerisch und Deutsch. Wie jede Bäuerin dort.

    Und keine von denen wird jemals behaupten können, wie diese Redneck-Sissy Clinton, sie habe nicht inhaliert.

    Von Goch ist die Grenze zu unserem tiefergelegten Nachbarland nur einen Steinwurf entfernt, von Asperden bis zum Effenaar in Nijmwegen kannste auch husten.

    Insweit halte ich es für einen geostratgischen Vorteil, wenn Steinmeiers neue Mädels dem härtesten Hippeland entstammen.

    Damit sind sie jedenfalls in Grenzbereichen sozialisiert. In Grenzbereichen zwischen Randstad, Amsterdam und Ruhr, Duisburg.

    Und sowas ist wichtig – und macht das Gegenteil von Provinzialität aus.

  • #2
    Stefan Laurin

    @Thomas: Und was wird der wichtigste Satz von Steinmeier in seiner (eher unwahrscheinlichen) Regierungserklarung? Zitiert er, beraten von den Internationalistinnen aus Kleve, Wolfgang Neuss: „Auf deutschem Boden darf nie wieder ein Joint ausgehen?“ 🙂

  • #3
    bert

    @ @ Thomas

    richtig heißt es: für jemanden eine Lanze brechen, nicht Krücke 🙂

  • #4
    Stefan Laurin

    @Bert: „richtig heißt es: für jemanden eine Lanze brechen, nicht Krücke“ Generell hast Du natürlich Recht – aber in diesem Fall greift die Steinmeier-Regel: Bei ihm werden aus Lanzen Krücken…

  • #5
    schuri Beitragsautor

    ähm, eine korektur: frau merten w a r städterin, kommt aus bielefeld, lebt aber längst in trochtberg/ rhein-sieg-kreis, hat dort auch ihren wahlkreis.

  • Pingback: mediaclinique | ralf schwartz

  • #7
    Stefan Laurin

    Eine Pressemitteilung der CDU Ruhr zur neuen Herzkammer der SPD:

    „Ruhrgebiet hat für die SPD keine Bedeutung mehr“

    „Dass das Ruhrgebiet für die SPD keine Bedeutung mehr hat, zeigt die Präsentation des Kompetenzteams von SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier am gestrigen 30. Juli“, stellt der Vorsitzende CDU Ruhr und Gelsenkirchener Landtagsabgeordnete Oliver Wittke fest.

    „In früheren Zeiten hätte es kein SPD-Kanzlerkandidat gewagt, die einstmals einflussreiche SPD an der Ruhr bei der Vorstellung eines Schattenkabinetts so im Regen stehen zu lassen. Dass Steinmeier die Sozialdemokraten in der Region nun ohne Zögern vor das Schienbein tritt, ist das deutliche Eingeständnis, dass die SPD ihre einstige, vermeintliche Herzkammer aufgegeben hat.“

  • Pingback: Kleve - Blog - 30 Jul 2009

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