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“Nicht an Türken!”

Ein Haus soll verkauft werden, und ein katholischer Priester ist besorgt. Er will verhindern, dass eine türkische Familie zu seinen Nachbarn wird.

Vor ein paar Wochen ist die beste Freundin meiner Oma im Alter von 93 Jahren gestorben. Sie hinterließ ein schönes, großes, freistehendes Haus mit einem Garten voller alter Bäume, den ich sehr gut kenne, denn ich verbrachte in ihm meine Kindheit. Das Haus haben ihre Enkelinnen geerbt, die es nun verkaufen wollen.

Das beste Gebot stammt von einer türkischen Familie, die den Enkelinnen auch noch sympathisch ist. Das Haus würde also in gute Hände kommen, und Tante Käthe wäre wohl mit dieser Wahl zufrieden gewesen. Eigentlich wäre die Geschichte damit zu Ende.

Doch das Haus grenzt an eine katholische Kirchengemeinde, und jetzt macht der Priester Ärger. Er bedrängt die Enkelinnen, das Haus auf keinen Fall an Türken zu verkaufen. Er will keine Muslime in der Nachbarschaft. Die Kirche ist auch bereit, das Haus zu kaufen. Natürlich zu einem schlechteren Preis. Die Enkelinnen haben Angst davor, von dem Pfarrer schlecht gemacht zu werden und überlegen nun, doch nicht an die Familie zu verkaufen, sondern an die Kirche.

Sie sind unsicher.

Wo die ganze Geschichte spielt? Nicht in einem bayerischen Dorf und auch nicht im Münsterland. Sie spielt in einer Stadt im nördlichen Ruhrgebiet. Wie sie ausgeht, weiß ich nicht, aber ich bin mir sicher: Tante Käthe hätte der Gedanke gefallen, dass Kinder in ihrem Garten spielen. Ob türkische, griechische oder deutsche Kinder wäre ihr egal gewesen. So war Tante Käthe nämlich, und deswegen haben wir sie alle so lieb gehabt.

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17 Kommentare zu ““Nicht an Türken!”

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  • #2
    Marc Anton

    Dann wünsche ich den Enkelinnen mal ‘ne gehörige Portion Rückgrat. Fragt sich nur, ob die türkische Familie noch Bock auf die Hütte hat – bei der Nachbarschaft.

  • #3
    CyberPunk

    So ein Verhalten passt genau in meine Meinung über die katholische Kirche.
    Ich hoffe die Enkelinnen lassen sich nicht einschüchtern und verkaufen an die türkische Familie.

  • #4
    BesorgterBürger

    ich hoffe die türkische Familie nimmt sich das zu Herzen und eröffnet ne Moschee auf dem Gelände mit Minarett so hoch wie der Kirchturm 🙂
    wenn sich die katholische Kirche nicht freiwillig öffnen will, hilft man halt n wenig nach und macht nen Dialog unumgänglich… 🙂

  • #5
    Angelika

    Ach kuck mal an! …

    De Kerk hat doch noch Geld im Säckel? Und sie müssen doch sooo sparen. Zusammenlegung von Gemeinden, Entlassungen usw..

  • #6
    mml

    nach allem, was man in den letzten wochen über katholische priester gehört hat, ist es vielleicht besser für die enkelinnen, NICHT in die nähe eines katholischen priesters zu kommen… pfuideibel…

  • #7
    Werner Jurga

    @MML (#6) ganz genau: dort kann man doch keine Kinder unbeaufsichtigt spielen lassen – in einem Garten voller alter Bäume, neben einer katholischen Kirche mit einem Priester, der nicht einmal einen Hehl daraus macht, dass er ein Drecksack ist.

  • #8
    propag

    ich glaube nicht, dass ein Pfarrer dermaßen handeln würde? Da müssen noch weitere Hintergründe sein, bevor man hier wieder die katholische Kirche als ganzes beleidigt und verurteilt und man einseitig Stellung bezieht.
    Ich bin kein Katholik und auch kein Protestant, trotzdem habe ich von meiner Kindheit bis zum Erwachsenwerden so tolle Persönlichkeiten als kath. Gemeindepfarrer in meiner Heimatstadt erlebt. Die waren tolerant, lieb, nett, freundlich, gebildet etc… . Aus Respekt vor Ihnen urteile ich hier und bei anderen Nachrichten wo einzelne Akteure den Ruf der katholischen Kirche zerstören(die ja an sich auch nochmal kritikwürdig ist) nicht sofort und schere alle über einem Kamm, denn dass ist auch Intollerant.

    Bringt mehr Infos über den Fall, damit wir umfassend informiert sind.

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  • #10
    Helmut Junge

    Im Mittelalter soll die Kirche ihren Grundbesitz zum überwiegenden Teil auf ähnliche Weise “erworben” haben. Sie ist ja auch immer noch Originalorganisation, und nicht “Nachfolgeorganisation”, was hier als Schimpfwort gelten würde.
    Original ist eben immer besser!

  • #11
    TheK

    Mein Vorschlag: Zu dem Preis, den die Kirche bereit ist, an die Türken verkaufen. Selbige sollte man aber vorher aufklären – vielleicht wollen DIE keinen Ausländerhasser als Nachbarn…

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  • #13
    westernworld

    ein solcher text ist völlig sinnlos ohne roß und reiter zu nennen und wenn die erbinen nicht genug rückrat haben dem pfaffen zu sagen wo er sich seinen kleinkarierten rassismus hinstecken kann sind sie auch nicht viel besser als dieser.

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  • #15
    Bert

    Toll, es gibt eine neue Urban Legend 🙂

    Dieselbe Geschichte hab ich auch letzte Woche gehört, nur war die Kirche da evangelisch.

  • #16
  • #17
    Waldschrat

    Wo und in welchem Jahrhundert soll dass denn gewesen sein. Kenne nur Gemeinden die Teile ihrer Grundstücke verkaufen (z.B. Dortmund Hombruch) um über die Runden zu kommen, bzw. Infoveranstaltungen und ähnliches organisieren um der islamfeindlichen Stimmung, die zu großen Teilen auch von Nichtchristen – Stichwort Verteidgung des Gedankens der Aufklärung – verbreitet wird. Denke auch neue Urban Legend. Ansonsten nenne Ross und Reiter.

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