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NRW-Umweltminister Remmel fordert Rücknahme der Laufzeitverlängerungen

Während in Japan eine Plutonium-Verseuchung droht, hat in Deutschland die Atom-Debatte an Fahrt gewonnen.

Während RWE-Technik Vorstand Gerd Jäger in der Welt am Sonntag erklärt, eine Katastrophe wie in Japan sei in Deutschland nicht möglich und es gelte, permanent die Restrisiken zu verringern, fordert NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) die Rücknahme der Laufzeitverlängerungen:

„Die Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke muss zurückgenommen werden. Der Schutz der Bevölkerung gehört wieder in den Mittelpunkt und nicht das Zufriedenstellen von Einzelinteressen. Die Bundesregierung muss sich daher endlich gegen die Atomlobby der großen Energiekonzerne durchsetzen“

Auch im Internet läuft die Atom-Diskussion. Die Seite Ausgestrahlt gibt einen Überblick über die Proteste gegen Atomkraft in Deutschland.  Und auf Facebook kommt beim Besuch der Site Atomkraft? Ja Bitte auch keine Langeweile auf.

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17 Kommentare zu “NRW-Umweltminister Remmel fordert Rücknahme der Laufzeitverlängerungen

  • #1
    Mir

    Man sollte alle Vorstände der Atomenergiekonzerne und andere die ihr Geld damit verdienen in die 21 Km Zone um Fukushima einladen, um dort zu wohnen. Ab dieser Zone gehe keine Gefahr aus.

  • #2
    Ben

    Seit wann wurde dieser Blog von Greenpeace, den Grünen und dem Rest der Anti-Atomkraft Mischpoke gekapert?! Warum dieser unerträgliche Alarmismus? Hier geht es ja schlimmer zu als auf SPON und das soll schon was heißen…

  • Pingback:     DEMOKRATISCH - LINKS » Blog Archiv » * “Kohle statt Atom”

  • #4
  • #5
    Ben

    Der Teaser ist es und die letzten Beiträge zum Thema Atomkraft sind es ebenfalls. Insbesondere der heutige Ruhrpilot. Eine nüchterne Beschreibung der Katastrophe würde dem Ganzen gut tun, aber beim Thema „Atomenergie“ scheint in Deutschland jegliche Rationalität zu versagen.

  • #6
  • #7
    Rudi Gems

    Heute, hab ich TV etwas Interessantes gehört. Dort sagte einer, das es auch für die Kernkraftwerke in Deutschland, durchaus Hypothesen gäbe, das so ein Ding, ähnlich wie in Harriesburg, Schweden, (beinahe), Tschernobyl und Japan, in die Luft gehen könnte.

    Interessant, dabei wäre, das die Unfälle, die tatsächlich passiert wären, nirgendwo, als Hypothese, vorher aufgetaucht wären.

    Kernenergie, ist offensichtlich ein so teufliches Gemisch, zwischen Machthunger, Zerstörungswut und Geldgier, das dem kein einziges Argument gewachsen ist. Schade nur, das es ganz „normale“ Menschen gibt, die sich von so einer Lobby, so bedingungslos missbrauchen und veräppeln lassen.

    Kernkraftwerke, hätten nie gebaut werden dürfen, dann brauchte man sie heute auch nicht abzuschalten. Und, man hätte sie nie vermisst.

    Den Richtern, die damals hier in der BRD, festgestellt haben, „Das die Bevölkerung ein „Restrisiko“ tragen muss,“, sollte man ein Flugtiket nach Japan geben, damit sie es, den Opfern dort, auch erklären können?

    Grüße, Rudi Gems

  • #8
    Ben

    Ist klar Rudi, ohne Atomenergie würdest Du gegenwärtig im Dunkeln sitzen und dein Kommentar hätte diesen Blog niemals erreicht. Was haben denn Machthunger, Zerstörungswut und Geldgier mit dem Energieträger Atom zu tun?

  • #9
    der, der auszog

    Der Atomgau in Japan spaltet die Nation und polarisiert die Wähler wie wahrscheinlich kein anderesThema in der Politik. Die derzeitigen Forderungen nach Ausstieg aus der Atomenergie (SPD und Grüne) auf der einen, und den angedeuteten Kurskorrekturen (CDU, Liberale) auf der anderen Seite, zeigen, welche Angst der atomare Kollaps in Japan derzeit den deutschen Politikern beschert. Dabei geht es aber augenscheinlich nicht nur um die Volksgesundheit der Bürger, sondern zu einem Großteil auch um das Stimmenvieh der Wähler. Vermutlich soll das Thema Atomenergie noch kurzfristig auf die Liste der Wahlkampfthemen für das Superwahljahr gesetzt werden, auch für den möglichen Fall von Neuwahlen in NRW. Anders kann ich mir die derzeitige Positionierung Remmels als Nordrheinwestfälischer Umweltminister gegen den Bundesumweltminister und nordrheinwestfälischen Ministerpräsidentenkandidaten Röttgen nicht erklären.
    Für die Politik in NRW zumindest dürfte der Gau in Japan eine eher untergeordnete Rolle spielen, schliesslich ist dieses Bundesland bereits seit 14 Jahren Atomkraftwerksfrei, nachdem 1997 der letzte Meiler in Würgassen vom Netz genommen wurde. Auch wenn meine persönliche Meinung zur Atomenergie nicht großartig von der Remmels abweicht, habe ich das Gefühl, dass auch der amtierende NRW Umweltminister den Focus seiner Arbeit weniger in Nordrheinwestfalen, sondern wie Kraft und andere Mitglieder der derzeitigen Landesregierung eher in Bundespolitischen Themen sieht, was letztendlich irgendwie von den eigentlichen Problemen in NRW heftigst ablenken hilft. Wenn ein nordrheinwestfälischer Umweltminister von Atompolitik redet, dann bitte nicht nur mit populistischen Anti-AKW-Phrasen des letzten Jahrhunderts, sondern bitte schön mit einem konkreten Bezug auf Nordrheinwestfalen. Der fehlt mir gerade bei Remmel, hätte mit Zwischenlager Ahaus oder Urananreicherungsanlage Gronau aber wunderbar hergestellt werden können.

  • #10
    Bert

    Man könnte diverse Wüstengebiete in Afrika mit Solarzellen zu pflastern und man wäre einen Schritt weiter ?

  • #11
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Bert: Durch die unkonventionell zu fördernden Gasvorkommen unter uns haben wir erst einmal eine preisgünstige Alternative.

  • #12
    Rudi Gems

    Zitat von Ben:

    „Ist klar Rudi, ohne Atomenergie würdest Du gegenwärtig im Dunkeln sitzen und dein Kommentar hätte diesen Blog niemals erreicht. Was haben denn Machthunger, Zerstörungswut und Geldgier mit dem Energieträger Atom zu tun?“

    Wenn in Deutschland, schon immer auf alternative Energie gesetzt worden wäre, hätten wir heute in Deutschland, soviel Energie übrig, das wir das atomare Umland, teilweise mitversorgen könnten.

    Alleine schon die Möglichkeiten, die es bei der Einsparung gibt, gab und gäbe, wären so riesig, das wir auf AKW’s, problemlos verzichten könnten. Züge und Busse, könnten problemlos, mit elektrischer Energie fahren. Autos, könnten auf Langstrecken, huckepack auf Zügen fahren. Menschen könnten in „Null Energie Häusern“ wohnen, und Autos könnten elektrisch oder mit 1 bis 3 Liter Autos fahren. Alleine, die Atom- Kohle- und Öllobby, hat es immer wieder geschaft, dies langfristig zu verhindern.

    Kernenergie, ist zeitlich begrenzt. Auch der Energieträger Uran, neigt sich genauso dem Ende, wie Öl. Kernenergie, ist unbezahlbar, und wird nur dadurch erschwinglich, weil wir sie auf Kosten von Nachkommen machen. Und bei einem Unfall wie in Japan, zeigt sich schon heute, wie teuer Kernenergie ist. Jeder, der nicht zu dem Ergebnis kommt, „Kernenergie ist Schwachsinn!“, kann nicht denken und „glaubt“ nur.

    Kernenergie ist Machthunger, weil man sich die Option der Atombombe sichern will.

    Kernenergie ist Zerstörungswut, weil damit Landstriche bei Unfällen zerstört werden, Atommüll verwaltet werden muss, Wiederaufarbeitungsbetriebe erzeugt werden müssen, die in der Praxis wie „Hexenküchen arbeiten“, und Uran geschürft werden muss, wo anschließend „Verbrannte Erde“ übrig bleibt.

    Kernenergie, ist Geldgier, weil damit Milliarden verdient werden, und sich die Betreiber, entsprechend ungerechtfertigt verhalten.

    Grüße, Rudi Gems

  • #13
    Matthes

    @Rudi Gems, #7: „Dort sagte einer, das es auch für die Kernkraftwerke in Deutschland, durchaus Hypothesen gäbe, das so ein Ding, ähnlich wie in Harriesburg, Schweden, (beinahe), Tschernobyl und Japan, in die Luft gehen könnte.“
    Na klar. Ursächlich für die Katstrophe in Fukushima war letztendlich ein Stromausfall (komplett, inkl. Backup-Aggregate). Sowas kann mit genügend Pech überall passieren, auch ohne Erdbeben. In Harrisburg gab es auch kein Erdbeben. Und es ist ja nicht so, dass es in den deutschen Vintage-Reaktoren nie Störfälle gegeben hätte.

  • #14
    Bürokratenfeind

    @ #1 Mir

    Damit würde man an die die „gute, alte Tradition“ des Reviers anknüpfen, als Vorstände und leitende Angestellte mit ihren Familien noch auf dem Werksgelände lebten.

    Allein schon aus verteidigungspolitischen Gründen muss man Atomkraftwerke radikal ablehnen. Sie sind ein großer Schwachpunkt in jeder Verteidigungsstrategie. Na ja, Kriege, Terroristen, Geheimdienste, usw. gibt es scheinbar nur in „demokratisch unterentwickelten Staaten“ und gegen Naturkatastrophen ist man durch „beste Sicherheitstandard’s“ sowieso gefeit.

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  • #16
    Arnold Voss

    @ Ben # 5

    Wer in Anbetracht der Katastrophe in Japan von Alarmismus redet hat selbst jeden Bezug zur Rationalität verloren. Es sind nicht die Alarmisten sonder die alarmierenden Verhältnisse die zur Zeit für die partiell irrationale Diskussion sorgen. Irrational sind dabei vor allem die Reaktionen der Atomkraftwerksbetreiber und der Atomlobby, und zwar bis zur Gruseligkeit. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich eine der gefährlichsten Technologien der Welt in der Hand von Vollidioten befindet.

  • #17
    Mir

    Jede Energiegewinnung hat einen Preis, auch der Kohleabbau, den wir im Ruhrgebiet noch immer zahlen.
    Aber die Gefahr von Atomkraft ist ungleich höher. Der Aufruf zum Protest im Ruhrgebiet ist wichtig und richtig. Atomkraft, nein danke. Hier gibt es Bilder von der Demo in Bochum Nach dem GAU in Japan – Anti-Atom unterm Förderturm
    In Harrisburg und Tschnobyl war es kein Erdbeben, Tsunami oder ein Vulkanausbruch, die das Unglück gebracht haben. Die Atomlobbyisten wollen uns für dumm verkaufen. Ich erwarte von der deutschen Politik mehr Forschung und Entwicklung von Alternativenergien.

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