Papst-Wahl: Mädels, bewerbt euch!

 Foto: flickr,(CC BY-NC-ND 2.0) by RegierungBW
Foto: flickr,(CC BY-NC-ND 2.0) by RegierungBW

Wer Papst wird, ist völlig egal. Wo genau soll bitte der Fortschritt sein, wenn ab jetzt ein Afrikaner, ein Asiate, eine Frau oder gar ein Homosexueller die katholische Kirche führt?

Abgesehen von den Missbrauchsfällen: Was Kirchenmenschen allein in Talkshows absondern, legitimiert eigentlich schon zum atomaren Erstschlag gegen den Vatikan. Wenn etwa Kapuzinermönch „Bruder Paulus“ einen Mann, dessen Frau Sterbehilfe in Anspruch genommen hat, bei Plasberg fragt: „Sagen sie mal Herr Bolinger, warum haben sie jetzt ihrer Frau nicht die Pulsadern aufgeschnitten?“.

Oder wenn Martin Lohmann, Chefredakteur des katholischen Senders „K-TV“, auf die Frage, ob seine Tochter nach einer Vergewaltigung abtreiben dürfe, sagt: „Die Sache mit der Selbstentscheidung der Frau ist ja vielschichtig.“ Wenn es also das ist, was Kirchenmenschen sogar in aller Öffentlichkeit verkünden, was sagen sie dann erst hinter geschützten Kirchenmauern? Man möcht’s fast nicht wissen.

Was bitte wäre gewonnen?

Soweit die neusten Aufregerchen. Was also wäre gewonnen, wenn der Fortschritt Platz nähme auf dem Heiligen Stuhl? Natürlich nichts. Das wäre, als würde man einen antiimperialistischen Berufsdemonstranten mit der Führung des Außenministeriums betrauen, und sich davon eine Verhütung von Kriegseinsätzen versprechen. Genauso wie unser staatliches System kann auch das System Kirche Reformversuche durchaus vertragen. So wie hierzulande die Arbeitnehmer von wachsweichen Gewerkschaften eingelullt werden, deren Daseinszweck mehr das Pöstchengeschacher als der soziale Kampf ist („Sozialpartnerschaft“); Genauso wird die Kirche substanzielle Veränderungen einhegen und also unschädlich machen. Ganz egal, wer am Drücker ist.

Und überhaupt: Was bitte wäre gewonnen, wenn der nächste Papst ein Dunkelhäutiger ist? Endet urplötzlich der Rassismus? Wohl nicht, fiel der Papst-Anwärter aus Ghana doch seinerseits schon durch Islamisierungs-Paranoia auf. Gut sehen kann man dieses Dilemma auch an den vorsichtigen Debatten über eine weibliche Päpstin. Mehr als Zukunftsmusik, klar. Allein das zeigt doch aber schon, wie weltfremd dieser Lustige-Mützen-Verein ist. Frauen stellen 51 Prozent der Weltbevölkerung, aber bevor der weiße Rauch (was rauchen die da eigentlich??) für eine Frau aufsteigt, würden die Funktionäre den Laden wohl lieber dicht machen.

Wobei das natürlich nur zu begrüßen wäre. Also Mädels: Bewerbt euch!

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24 Kommentare

  1. #1 | Rambow sagt am 20. Februar 2013 um 18:00 Uhr

    Wo der Fortschritt sein soll, wenn ein Homosexueller Papst wird, weiß ich auch nicht, das ist doch eigentlich meistens so, oder?

  2. #2 | papabel sagt am 20. Februar 2013 um 18:30 Uhr

    Schwacher Kommentar der wäre nichtmal in der TAZ veröffentlicht worden.

    Die römisch-katholische Kirche gibt es (als teil der Urkirche) seit dem Jahr 30-33. Der Neid weil Ruhrbarone, seit geraumer Zeit in der Bedeutungslosigkeit untergegangen ist genauso wie „Wir-aus-NRW“, kann ich ja verstehen.

    Die Papst wurde selbst von den südamerikanischen Linken gewürdigt. Die europäische Linke ist einfach so dekadent wie der Artikel von Martin Niewendick und Stefan Laurin (arbeitet der überhaupt noch für „die Welt“?)

    Nein die katholische Kirche wächst und wird noch mehrere höhen und tiefen haben, für Ruhrbarone ist das Ende schon in Sicht.

  3. #3 | Stefan Laurin sagt am 20. Februar 2013 um 18:33 Uhr

    @papabel: Wir sind über unseren Bedeutungsverlust so erschüttert, dass wir kurz davor stehen, uns in „Rombarone“ umzubenennen, um die kommenden 2.000 Jahre irgendwie zu überstehen 🙂

  4. #4 | TuxDerPinguin sagt am 20. Februar 2013 um 18:41 Uhr

    eine homosexuelle Frau aus Südamerika wäre eine gute Wahl.
    Wenn die Hälfte der Katholiken in Südamerika lebt, wirkt es ja sehr komisch, wenn „Gott“ fast immer Italiener zum Papst wählt. Köln kann vom Vatikan noch einiges in Sachen Klüngelei lernen.

  5. #5 | papabel sagt am 20. Februar 2013 um 18:41 Uhr

    Macht es doch, der Name Ruhrbarone passt sowieso nicht weil der geistige Horziont der Kommentare die hier veröffentlicht werden nicht mal bis Castrop Rauxel reicht.

    Viele wege führen nach Rom, nur einige verirren sich dabei nach Bochum und bleiben da ein Leben lang sitzen.

    Regional ist der Blog ja total unwichtig und wirklich kritische Themen fallen hier sowieso unter die Zensur.

    Wann kommt der Anti-Turkson Kommentar? Der ist zwar Schwarz aber konservativ = Nein Nein das darf nicht sein.

  6. #6 | Klaus Lohmann sagt am 20. Februar 2013 um 18:43 Uhr

    #2 | papabel: „Die Papst wurde selbst von den südamerikanischen Linken gewürdigt.“

    Also haben wir schon einen Päpstin (oder eins?), die/das selbst von den furchterregendsten männlichen Gestalten dieses Universum gewürdigt wird?

  7. #7 | Stefan Laurin sagt am 20. Februar 2013 um 18:50 Uhr

    @papabel: Danke dass du hier vorbeigeschaut hast. Es war so einsam die letzten Monate 🙁

  8. #8 | Robert sagt am 20. Februar 2013 um 18:52 Uhr

    Meine Schwester hat in Ghana gelebt. So wie ich die Leute da kennen gelernt habe, wären die total aus dem Häuschen, stolz wie Oskar und würden mindestens drei Tage Party feiern. Ich fänd’s gut.

  9. #9 | papabel sagt am 20. Februar 2013 um 18:58 Uhr

    @Klaus Lohmann

    https://www.welt.de/politik/ausland/article113764985/Lateinamerikas-Linke-und-ihre-Liebe-zu-Benedikt.html

    Eure Reformkirche die evangelische ist doch selbst in einen kläglichen Zustand.

    Die heilige Margot von Hannover, Schutzpatronin aller angeheiterten Autofahrer, hat wohl nicht viel gebracht.

    Man ist ja wirklich mutig die katholische Kirche zu kritisieren. Es gibt dann ja keine brennenden Redaktionen, Aufstände auf den Straßen, Menschen werden nicht gelyncht wie bei der Religion mit I…. (darf man nicht aussprechen gibt ja Bilderverbot ähhh).

    Ja lieber unerstützt man wie Ruhrbarone den Vogel mit dem lustigen Bart.

  10. #10 | papabel sagt am 20. Februar 2013 um 19:02 Uhr

    @Stefan kein Problem vielleicht werde ich es die nächsten Monate wieder machen, wenn die Seite nicht eingestellt wurde.

    Wollte euch auch nur mitteilen das ihr euch in die Reihe der Pleite gehenden Blätter Frankfurter Rundschau, WR & Co. einreiht.

    Wenn alle das selbe schreiben….. wird es einfach langweilig. Die gleichen Anti-katholischen Kommentare wurden diese Woche schon in jedem Mainstreamblatt veröffentlicht.

  11. #11 | Stefan Laurin sagt am 20. Februar 2013 um 19:58 Uhr

    @papabel: Stimmt. Alle Medien gehen in die Knie – nur das Ruhrwort stürmt von Auflagenhoch zu Auflagenhoch 🙂

  12. #12 | Walter Stach sagt am 20. Februar 2013 um 20:01 Uhr

    papabel,

    wir haben hier bei den Ruhrbaronen aus den unterschiedlichsten Anlässen oftmals sehr kontrovers diskutiert über Glauben,Religion,über Gott,über das Christentum, über die kath.Kirche, über Staat und Kirche, über dem Papst, über seinen angekündigten Rücktritt, über dessen Begründung und über Ähnliches mehr.

    Ich habe mich stets engagiert eingebracht, mehrfach im Grundsätzlichen, gelegentlich auch im Konkreten, und dabei gestützt auf meinen christlichen Glauben und als Angehöriger der kath.Kirche argumentiert und ,zugegeben, auch ‚mal polemisiert nach dem Motto: „Auf einen groben Klotz………..“

    Geholfen hat mir dabei auch alles das was Papst Benedikt theologisch-philosophisch zu den Grundlagen unseres Glaubens, vor allem auch zu Glaube und Vernunft gesagt und geschrieben hat.

    Nun kann es so sein, daß Ihre o.a. Beiträge dazu führen werden, daß für mich bei einschlägigen zukünftigen Debatten hier bei den Ruhrbaronen „das Leben nicht leichter werden wird“;sei’s drum.

    Ich verstehe Ihre heftige, ihre polemische Reaktion auf den Beitrag und auf einige Kommentare, die ja, da stimme ich ihnen zu, zu den Stereotypen Einiger hier bei den Ruhrbaronen gehören, wenn es um den Glauben an Gott im allgemeinen, speziell um das Christentum und vor allem um die kath.Kirche im besonderen geht.

    Ich denke, daß der, der an Gott glaubt, daß der, der auf den Fundamenten des christlichen Glaubens steht,daß der, der trotz aller Widrigkeiten, trotz aller unvorstellbarer Verfehlungen durch einige ihre Mitglieder sich weiterhin aus Überzeugung zu seiner kath. Kirche bekennt, daß derjenige auch die Kraft hat, gelassen auf all das zu reagieren, was ihm -auch hier bei den Ruhrbaronen-entgegen schlägt.

    Sie und ich gehören zu einer weltweiten Gemeinschaft von 1,2 Millarden(!!) Menschen.
    Dieses Bewußtsein allein sollte doch schon reichen, sich sehr gelassen mit dem Wenigen auseinander zu setzen, was hier bei den Ruhrbaronen kritisch, oft polemisch, oft satirisch, oftmals inhaltlich und sprachlich “ sehr einfach gestrickt“ vorgetragen wird, z.B. zu Papst Benedikt oder jetzt zur Frage seiner Nachfolge.

    Anmerkungen:
    1.
    Absolut unakzeptabel ist für mich alles das, was Sie in Richtung evgl.Kirche „los gelassen haben“ -sh.9-;was soll das?

    2.
    Und zu den Ruhrbaronen:

    Ich freue mich, daß es sie gibt.

    Ich hoffe, daß es sie noch lange geben wird.

    (Wo kann ich denn beispielsweise mit engagierten Glaubens- und Kirchenkritikern, auf welchen Niveau auch immer, denn sonst so oft, so kontrovers und mit so wenig Aufwand diskutieren?)

  13. #13 | Erdgeruch sagt am 20. Februar 2013 um 20:58 Uhr

    Ich bete meinen Penis an und bin der Papst meiner eigenen Küche. Außer mir dulde ich dort keine anderen Päpste, Frauen oder Penisse. Diese Wahlfreiheit gönne ich anderen Religionen.

  14. #14 | Walter Stach sagt am 20. Februar 2013 um 21:39 Uhr

    -13-Erdgeruch

    „…. diskutieren, auf welchem Niveau auch immer…“ -sh.-12-Schlußbemerkung von mir-; bezüglich Ihres Beitrages -13- muß ich passen.

  15. #15 | Arnold Voß sagt am 20. Februar 2013 um 22:09 Uhr

    Lassen wir den Glauben Glauben und den Papst Papst sein. Der Glaube an Gott kann nämlich sehr tröstlich und hilfreich sein und das mit oder ohne Papst. Ich selber finde den Papst eher komisch als christlich. Aber es gibt viele Menschen die das ganz anders sehen und denen sei nicht nur ihr katholischer Glaube sondern auch ihr Papst gegönnt.

    Mir ist es letztlich egal ob es ihn gibt oder nicht, so lange er nicht auch denen Vorschriften machen will, die nicht der katholischen Kirche angehören, geschweige denn denen die überhaupt nicht an Gott glauben. Den Gottesglauben selbst jedoch achte ich, denn er ist Ausdruck eines tiefen menschlichen Bedürfnisses das völlig unabhängig davon existiert, ob es Gott gibt oder nicht.

  16. #16 | Journalist, Zeitungen, NSU, Windenergie, Netz | Post von Horn sagt am 21. Februar 2013 um 00:38 Uhr

    […] Veränderungen einhegen und also unschädlich machen. Ganz egal, wer am Drücker ist. Aus: Ruhrbarone SCHLUSSPUNKT – Der Wirtschaftstext des Tages Lustlos im Netz Deutschland verliert […]

  17. #17 | Erdgeruch sagt am 21. Februar 2013 um 09:06 Uhr

    @Stach

    Ein Kommentar zur Ich-Bezogenheit solcher Debatten mit einer steigenden Nichtbereitschaft, die eigene Position zu verlassen oder Toleranz zu üben.

  18. #18 | Walter Stach sagt am 21. Februar 2013 um 11:35 Uhr

    Arnold,
    ich meine, auf der Grundlage Deines Denkens, das sich im Beitrag -15-niederschlägt, kann es in unserer Gesellschaft für das Miteinander von Gläubigen und Atheisten dieserhalb keine Probleme geben.

    Unbestritten, daß es bei kirchlichen Funktionsträger noch oft an Toleranz, wie sie von Dir geübt wird, erheblich mangelt.

    Dein Beitrag hat mich gefreut.

  19. #19 | discipulussenecae sagt am 21. Februar 2013 um 19:10 Uhr

    Es ist gut und wichtig, daß es die Ruhrbarone gibt; und es wird sie auch noch lange geben. Zum 2.000sten machen wir dann alle ein ganz großes Faß auf …

    Aber auch mir gefallen nicht alle Beiträge und schon gar nicht die meisten Kommentare zum Thema ‚Katholizismus‘. Der obige Artikel gehört sicherlich in die Reihe der eher naiven, polemischen und pseudo-aufgeklärten Pamphlete; Qualitätsjournalismus hat ein ganz anderes Niveau.

    Doch wie bemerkte ein kluger Mann vor ca. 2.000 Jahren: „Ego mitto vos sicut oves in medio luporum, estote ergo prudentes sicut serpentes!“ (Mt 10, 16) Und dieses Zitat läßt mich viel Dummheit ertragen.

    P. S.: Ich weiß, daß er alt-aramäisch und nicht lateinisch gesprochen hat. Aber es gibt auch Gebildete unter seinen Verächtern!

  20. #20 | landbewohner sagt am 22. Februar 2013 um 05:52 Uhr

    um allen gerecht zu werden, sollte der,die ,das nächste papst ein schwules gender aus südamerika mit afrikanischen wurzeln und römischen wohnsitz sein.

  21. #21 | Arnold Voss sagt am 22. Februar 2013 um 09:22 Uhr

    @ discipulussenecae # 19

    Naiv, polemisch und pseudoaufgeklärt? Da wüsste ich aber auch eine Menge Beispiele aus den Verlautbarungen der katholischen Kirche, bzw. ihrer führenden Vetreter. Von den Aussagen vieler katholischer Gläubiger ganz zu schweigen.

    Wie bemerkte einst ein kluger Mann vor weniger als 2000 Jahren: Wer im Glashaus sitz sollte nicht mit Steinen schmeißen. (Die lateinische Übersetzung überlasse ich ihnen.) 🙂

  22. #22 | Robert sagt am 22. Februar 2013 um 11:00 Uhr

    Mag ja sein, aber deswegen ist der Artikel auch nicht weniger „Naiv, polemisch und pseudoaufgeklärt“.

  23. #23 | Sven Glückspilz sagt am 22. Februar 2013 um 12:29 Uhr

    Der Beitrag ist sehr oberflächlich, man merkt dem Autor an, dass der mit der katholischen Kirche nicht viel am Hut hat. Das ist ja auch vollkommen in Ordnung, nur wird man dem Phänomen Kirche nicht gerecht, wenn man derart an der Oberfläche verharrt. Dass die 120 vorzugsweise alten Männer, die ihr Leben in einer geschlossenen Subkultur verbringen, die Papstwahl unter sich aus machen, und dass der Gewählte wiederum die Zusammensetzung dieser Elite in der Hand hält, lässt natürlich keine Überraschung für die nächste Papstwahl erwarten. Eine Frau? Woher denn? Das lässt das Kirchenrecht schon gar nicht zu, also ist es müßig darauf zu verweisen, dass Frauen global das verbreitere Geschlecht sind.

    Dass es soweit kommt, dass tatsächlich eine Frau auf dieses Amt käme (so es denn erstrebenswert für eine Frau wäre), würde voraussetzen, dass ein derart herausgehobenes Amt wie das des Papstes deutlich anders, als in der katholischen Kirche traditionell verankert, verstanden würde. Nicht umsonst haben die (meisten) christlichen Kirchen, die sich von der katholischen im Laufe der letzten zweitausend Jahre entfernt haben, andere Verständnisse von Leitung und folglich andere Wege etabliert, herausgehobene Leitungspositionen zu besetzen. Und bei den Evangelischen bewerben sich die Mädels ja bereits.

    In der katholischen Kirche ist es noch ein weiter Weg. Dieser verknöcherte Verein grenzt Frauen von vornherein aus, aktuell wird darüber beraten, wie man in Ämtern und Positionen, die nicht der Weihe bedürfen, den Frauenanteil erhöht. Man denkt tatsächlich darüber nach, dass Frauen, weil man sie nicht weihen können will, mit einem sog. „Segen“ abspeist. Die säkularisierte Welt sitzt staunend daneben und kann die Gründe für dieses Denken nicht mehr nachvollziehen. Kulturell liegen Abgründe zwischen der Welt, wie sie überzeugte Katholiken etwa im Bistum Essen sehen, und der Welt, wie sie der durchschnittliche viertelzynische Pottagnostiker sieht, der hier Beiträge oder Kommentare schreibt. Das macht Beiträge wie den obigen sehr überflüssig.

    Man muss sich auch nicht die Frage stellen, was Kirchenmenschen hinter geschützten Kirchenmauern zum besten geben. Der Lohmann ist doch kein Einzelfall. Leute wie er verstecken sich nicht hinter Mauern, modern, wie sie sind, nutzen sie das Internet. Vor kurzem hatte – aus Angst davor, dass die Akteure zur Verantwortung gezogen werden – das Hetzportal kreuz.net aufgegeben. Ein kleiner Erfolg. Aber in dieser Woche veröffentlicht ein durchaus vergleichbares Portal namens gloria.tv ein Video, indem sogar deutsche Bischöfe mit Hakenkreuzen verunglimpft werden, weil sie über die Pille danach nachdenken. Und bis gestern hat die Deutsche Bischofskonferenz gloria.tv noch mit Beiträgen beliefern lassen. Hier steckt für mich der Ansatz für eine kritische journalistische Auseinandersetzung, nicht in der Frage, ob man „Mädels“ ermuntern soll, im Vatikan eine Bewerbung für einen Job mit weißer Dienstkleidung und roten Schuhen abgeben soll.

  24. #24 | Thorsten sagt am 12. März 2013 um 11:53 Uhr

    Lustiges & kritisches Lied zur pasptwahl 😉
    Synapsenkitzler – Heiliger Stuhl (ver)führt zu Darmverschluss

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