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Peinliche Panne beim Racial Profiling: „Ich bin Dozent an der Polizeihochschule!“

Bub Yilmaz (rechts), Ausgezeichnet als Botschafter für Demokratie und Toleranz Foto: Privat


Unser Gastautor Bubu Yilmaz ist Dozent an der Polizeihochschule in Duisburg und in der Extremismusprävention aktiv. Auf dem Kirchentag in Dortmund hatte er eine bemerkenswerte Begegnung mit der Polizei.

Am Wochenende nahm ich an einer Podiumsdiskussion beim Evangelischen Kirchentag teil. Wenig später wurde ich auf dem Dortmunder Friedensplatz plötzlich von zwei Polizisten angehalten.

„Hallo! Könnten Sie sich einmal bitte ausweisen?“, fragte mich einer der beiden.
„Wieso?, fragte ich zurück. „Stichprobenkontrolle!“, war die kurze Antwort.

Die Situation hat mich auf einmal getriggert und ich war total wütend. Eigentlich wollte ich fragen, wieso ausgerechnet ich kontrolliert werde und auch nach dieser Kontrolle die Polizei immer noch nichts verdächtiges bei mir finden wird, aber ich konnte meine Wut gut zügeln und fragte nach: „Läuft diese Stichprobe willkürlich ab oder haben Sie da gewisse Kriterien?“ Der andere von den beiden antwortete trocken: „Große Taschen, zum Beispiel.“ Ich war mit der Antwort nicht zufrieden, vor allem weil es offensichtlich war, dass es nicht um meine kleine Umhängetasche ging. „Sind Sie sich sicher? Oder spielen Kriterien wie Hautfarbe oder Herkunft vielleicht auch eine Rolle?“ Keine Anwort auf meine Frage.

Ich gab währenddessen meinen Ausweis ab und malte mir schon wieder diese Routine Kontrollen aus. Es war erneut total unangenehm in der Öffentlichkeit kontrolliert zu werden. Besonders dann, wenn auf diesem Marktplatz eine große Bühne steht, hunderte Menschen anwesend sind und viele einen dabei anschauen.

Meinen Ausweis in der Hand haltend fragte der Polizist weiter: „Herr Yilmaz, hatten Sie denn schon mal was mit der Polizei zu tun?“
Ich: „Ja, jede Woche!“
Er: „Wie?“
Ich: „Ich bin Dozent an der Polizeihochschule in Duisburg und genau solche Fälle sind übrigens mein Thema.“

Die beiden Polizisten änderten darauf ihre gesamte Körpersprache und verhielten sich deutlich vorsichtiger als vorher. Ihr Verhalten erinnerte mich an meine Kindheit, wenn der Imam plötzlich vor uns stand und alle die Klappe gehalten haben. Plötzlich ist Respekt da. Oder eher gesagt Angst.
Er: „Oh…lehren Sie denn auch hier an der Polizeischule in Dortmund, Herr Yilmaz?“
Ich: „Nein, aber ich wurde hier heute auf dem Kirchentag als Referent eingeladen, falls Sie wissen wollen, was ich in Dortmund mache.“
Er: „Oh okay…Ja, dann noch einen schönen Aufenthalt in Dortmund!“ Er gab mir meinen Ausweis zurück und beide liefen weiter.

Ehrlich gesagt war ich erleichtert, aber ich fragte mich, wie man mich behandelt hätte, wenn ich nicht so schlagfertig und selbstbewusst wäre, wenn ich mir meiner Rechte nicht bewusst oder der deutschen Sprache nicht so mächtig wäre. Jedenfalls habe ich solche Situationen hunderte Male mit Jugendlichen während meiner Arbeit geübt und ich begreife, wie wichtig das Schauspielern und Theater spielen für solche Momente ist, um sich selbst zu ermächtigen.
Solche Situationen schauspielerisch zu üben, damit man nicht stumm, schweigend und wortlos alles hinnimmt, wird einem dann doch mit der gemachten Erfahrung immer bewusster.

Auch wenn man privilegiert ist kann man solche Erfahrungen nicht ausschließen. Das gehört zum Alltag, ob mit Professortitel oder ohne. Auch wenn man schon so viele Kontrollen hinter sich hat, man ist nach jeder immer noch entsetzt und wütend. Ich habe die Situation nicht als Opfer verlassen und das war mir das Wichtigste.

Das Ganze in meinen Seminaren mit angehenden Polizisten zu reflektieren, die gerne diskutieren und miteinander streiten, wird zwar etwas paradox für mich sein, aber ich freue mich trotzdem drauf. Ich glaub, ich lasse sie das nachspielen.

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58 Kommentare zu “Peinliche Panne beim Racial Profiling: „Ich bin Dozent an der Polizeihochschule!“

  • #1
    Michael Kaufmann

    Ich bin froh, dass die Polizei solche Kontrollen durchführt. Ganz klar, dass dabei auch daneben gegriffen wird. Wenn mich eine solche Kontrolle trifft, werde ich ruhig und verständnisvoll regieren und mich bei den Polizisten für ihr Engagement bedanken.
    Und ja, die Polizei soll bitteschön auch weiter "Racial Profiling" betreiben.

  • #2
    Jürgen

    @#1 Michael Kaufmann
    "Ich bin froh, dass die Polizei solche Kontrollen durchführt. Ganz klar, dass dabei auch daneben gegriffen wird." Konkret gefragt:
    Weshalb sind Sie froh, dass solche Kontrollen durchgeführt werden?
    Was meinen Sie konkret mit "solchen Kontrollen"?
    Was erhoffen Sie sich von solchen Kontrollen?

  • #3
    Jürgen Rummel

    Sehr geehrter Hr. Yilmaz,
    vielen Dank für Ihren kleinen Bericht. Ich kann ihren Ärger und ich nehme an auch eine gewisse Beschämung/Verlegenheit sehr gut nachvollziehen. Solange Polizisten tatsächlich nach reinen vorurteilsbehafteten Kriterien Personen einfach so in der Öffentlichkeit kontrollieren und dabei bloßstellen, wird es in Deutschland nichts mit einer integrativen Gesellschaft.

  • #4
    Robin Patzwaldt

    Ich kann die Gefühle und den Verdacht durchaus verstehen, tue mich dennoch schwer dem Beitrag inhaltlich vollends zu folgen.

    Dass der Gastautor hier letztendlich offenkundig davon ‚profitiert‘ hat, da er nach Offenlegung seiner beruflichen Position bei den beiden Polizisten ‚Angst‘ hervorgerufen hat, das habe ich persönlich auch schon an anderen Stellen ähnlich erlebt. So wurde die Telekom mir gegenüber vor wenigen Jahren einmal auffällig freundlich und entgegenkommend, nachdem ich hier im Blog öffentlich über Missstände in deren Service berichtet hatte. Das führte am Ende sogar dazu, dass sich ein Vorstandsmitglied bei uns persönlich per Telefon entschuldigte, und wir zudem ein langes Entschuldigungsschreiben per Post erhielten, nachdem ich zuvor tagelang vergeblich im Callcenter ‚festhing‘, als bei der Telekom noch niemand wusste, dass ich journalistisch tätig bin. Einem normalen Kunden wurde diese besondere Beachtung nicht zuteil.

    Na ja, und das mit der womöglich gezielten Kontrolle aufgrund einer ausländischen Herkunft bzw. eines fremdländischen Aussehens, das mag ein durchaus berechtigtes Gefühl sein, vielfach auch zutreffend sein, ist aber letztendlich auch nur ein Verdacht, der durchaus im Einzelfall auch mal täuschen kann. So habe auch ich schon ähnliche negative Erlebnisse gehabt, weil meine Nase Entscheidern im Alltag womöglich aus unterschiedlichen Gründen nicht gepasst hat. Das mag manchmal auch schlichter Zufall sein, oder persönliche Abneigung o.ä.. Schwer soetwas verlässlich einzuordnen.

    Wie gesagt, ich will das Alles gar nicht verharmlosen o.ä., sehe das Ganze jedoch alles andere als eindeutig und 100%ig berechtigt und im Detail nachvollziehbar. Das Ganze ist so halt insgesamt ein heikles und emotionales Thema. Manchmal vielleicht auch mit mehr Emotionen besetzt als es tatsächlich berechtigt wäre….

  • #5
    Mischa

    Stark Micha, ganz stark. Und danke für diesen so ehrlichen Kommentar, der wie nichts anderes für alles gute in der Welt steht. Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre.
    Du hast den Farbfilm vergessen…

  • #6
    Michael Kaufmann

    @#2 Jürgen
    Mit "solchen Kontrollen" meine ich die im Artikel beschriebenen Kontrollen.
    Wie beschrieben hat die Polizei dort Kontrollen von aus welchen Gründen auch immer verdächtig erscheinenden Personen auf einem Platz voller Menschen bei einer Großveranstaltung durchgeführt. Solche Veranstaltungen sind ein attraktives Ziel z.B. von islamstischen Attentätern. Personenkontrollen erhöhen das Risiko für Attentäter. Deshalb fühle ich mich in solchen Menschenmengen gleich viel sicherer mit einer entsprechenden Polizeipräsenz.
    (Dass man das erst erklären muss – kopfschüttel -).

  • #7
    Robert

    Leider ist ein solches Vorgehen bei der Polizei an der Tagesordnung. Unvorteilhaft ist, dass die Beamten nicht mehrmals täglich mit Personen wie dem Autor zu tun bekommen. Mir passiert das auch immer wieder, dass ich zu Kontrollen heraus gezogen werde. Es kostet eine irrsinnige Selbstdisziplin, nicht sofort auszurasten, sondern sofort professionell umzuschalten und zu deeskalieren. Was der Autor beschreibt, erlebe ich regelmäßig wenn ich statt des Personalausweises erstmal meine Visitenkarte reiche.

  • #8
    Arnoooo

    "Integrative Gesellschaft". Soso. Zu einer integrativen Gesellschaft gehören auch Menschen, die sich integrieren wollen. Ich habe heute das zweifelhafte Vergnügen gehabt, in einem Freibad arbeiten zu dürfen. Meine Arbeit dort wurde massiv behindert, und zwar _ausschließlich_ von Jugendlichen arabischer Herkunft (eigene Aussage im Brustton der Überzeugung). So lange es solch disintegratives Verhalten noch gibt, kann ich diese, oben beschriebene Arbeit der Polizei nur befürworten. Dass es dabei "Kollateralschäden" wie den Herrn Gastautor gibt und immer geben wird, ist wohl unvermeidlich. Immerhin hat er die Situation aber meisterhaft gemeistert. Insofern: nur ein Stück mehr eristische Dialektik.

  • #9
    ke

    Polizeikontrollen sind nervig. Sie passieren aber in allen Ländern. Ausweis vorzeigen, Fragen beantworten, fertig!
    Die Kriterien sind auch von Land zu Land unterschiedlich und hängen von der Zeit ab. Männer mit langen Haaren brauchen auch bei der Einreise in andere Länder länger.

    Dass Polizisten nie wissen, mit wem sie es zu tun haben, gehört zum Job-Risiko und erfordert auch einen Selbstschutz. Wenn ich in Menschenmassen bei einer Veranstaltung mit einer großen Tasche unterwegs bin, muss ich auch mit Kontrollen rechnen.
    Die großen Betonblöcke und LKWs an den Zugängen der Innenstadt stehen auch nicht aus Spaß da.
    Dass es sinnlos ist, ein junges Mädchen in leichter Sommerkleidung zu kontrollieren, ist auch nachvollziehbar.

    Wenn Polizei ihren Instinkten nicht folgen kann, ist sie weniger effektiv.

  • #10
    Emscher-Lippizianer

    Also soll die Polizei lieber vermehrt die achtzigjährige Oma mit der Kittelschürze kontrollieren, die den Krückstock in der rechten und die Leine für den Dackel in der linken Hand hat?

  • #11
    Siegfried

    Dass die Polizei ihre Arbeit macht, ist klar. Kein Problem damit. Dass sie sich auch mal verschätzt, wenn es um die Auswahl der zu kontrollierenden Personen geht, kann man verstehen. Aber Unhöflichkeit, Respektlosigkeit und Arroganz sind nicht akzeptabel. Schon gar nicht von offiziellen Vertretern des Deutschen Staates. Freundlichkeit und respektvoller Umgang mit den Bürgern würde auch solche Kontrollen entschärfen und gar nicht erst zu solcher Wut führen. Und selbst wenn bei aller Freundlichkeit bei dieser Gelegenheit ein Auftragskiller oder Terrorist erwischt wird, hat die Polizei sich doch durch Freundlichkeit keinen Zacken aus der Krone gebrochen. Aber wenn aufrichtige und ehrliche Bürger sich wie Verbrecher vorkommen, dann erzeugt das Wut.

  • #12
    schluck

    Was heisst da “Peinlich Panne beim Racial Profiling”?

    Ich finde es ganz gut daß Bub Yilmaz als Polizeidozent diese Erfahrung machen durfte. Hoffentlich trägt er sein Erlebnis in die Hochschule und vermittelt den angehenden Polizisten, dass nicht jeder Kontrollierte in der Lage ist so souverän Herr seiner Wut und anderer Gefühle zu bleiben, und daß die Staatsgewalt darauf eben verständnisvoll reagieren muss.

    Interessant finde ich auch dass selbst er als Polizeidozent sich sofort in der Opferrolle sieht. Er sollte doch am ehesten über die Notwendigkeit solcher Kontrollen Bescheid wissen, und auch daß man nicht drum herum kommen kann nur weil man ausländisch aussieht. Es gibt leider keine Möglichkeit zu erkennen, ob’s ihn jetzt getroffen hat weil die Polizisten Rassisten sind, oder ob er tatsächlich rein zufällig ausgewählt wurde. Andere Erfahrungen die er wohl hatte können diese Frage nicht beantworten, weil kein Kausalzusammenhang besteht.

    Was man daraus lernen sollte ist mir noch unklar, das Problem ist vielschichtig.

  • #13
    Arnold Voss

    Mir ist nicht ganz klar, worin genau die Opferrolle bei einer Polizeikontrolle besteht, bzw. wann sie beginnt? Ist es schon der Fakt selbst? Oder geht ess dabei um Frage, wie oft er einem geschieht, bzw. ob man/frau aus welchem Grund auch immer über durchschnittlich oft kontrolliert wird? Oder geht es um die Art, wie die Kontrolle geschieht, egal wie häufig sie stattfindet, sprich um den respektvollen Umgang in jedem einzelnen Fall? Und wie respektvoll hat umgekehrt auch der Kontrollierte dabei zu sein? Oder gibt es die letzte Frage aus der Opferperspektive gar nicht?

  • #14
    Helmut Junge

    Eine Person (männlich) wird kontrolliert. Er zeigt seinen Ausweis und das reicht. Kontrolle beendet.
    Ich bin in den Siebzigern, zur Zeit der Schleyerfahndung auf der Straße zwischen Düsseldorf und Duisburg mehrere mal mit vorgehaltener Maschinenpistole kontrolliert wurde. Die anderen Autoinsassen auch. Das war aus meiner Sicht ziemlich bedenklich, denn wer solch eine Plempe vor die Nase gehalten kriegt, der beschwert sich nichtmal.
    Aber nur Ausweis zeigen? Wo ist da das Problem? Ich paßte damals ins Fahndungsraster, und Bub Yilmaz paßt während dieser Veranstaltung ins Fahndungsraster.
    Soll man Fahndungsraster abschaffen, weil Migranten dadurch das Gefühl bekommen, daß einzig ihr Aussehen als Kriterium gilt? Die Frage müßte nämlich mit "Ja" beantwortet werden, wenn man solche Diskussionen vermeiden will. Also was?
    Ach übrigens bin ich während Auslandsurlaube auf Zypern, auf Kreta, in Frankreich und in Spanien schon häufiger gefragt worden, aus welchem Land ich stamme. Um Gottes Willen!

  • #15
    Unterberg

    Klar ist die Hautfarbe , Haarfarbe , Augenfarbe ein Merkmal oder kreterium wonach die schauen nicht immer aber oft natürlich ist auch den Gepäck so wie Haltung Gangart und Tempo entscheiden und dann noch wonach stichprobenartig kontrolliert wird

  • #16
    Marina

    Islamistische Anschläge vermeiden ist das eine. Und ein Kirchentag ist mit Sicherheit als Ziel islamistischer Anschläge prädestiniert. Aber (und das darf man auch nicht unter den Teppich kehren) könnte ein Anschlag auch genau von den "Gegenspielern" verübt werden. Und dass die politische Rechte in Deutschland wieder erheblich stärker wird, steht außer Frage. Es werden auch bewusst Tatsachen von einschlägigen Gruppen verdreht, um alle Menschen ausländischer Herkunft als die Buhmänner dastehen zu lassen. Um die "Gefahr", die von den muslimischen Mitbürgern ausgeht, noch plastischer werden zu lassen. Stichprobenkontrollen sind gut. Keine Frage. Sie sollten sich aber nicht nur auf die Hautfarbe oder einen vermeintlich arabischstämmigen Namen beziehen. Ich habe Bilder von durchaus Deutschstämmigen im Kopf, die mir viel verdächtiger wären, einen Anschlag zu planen, wie der türkische Familienvater oder junge Mann, der mit einer kleinen Tasche zum evangelischen Kirchentag geht. Egal ob als Besucher oder als Dozent

  • #17
    Wolfram Obermanns

    Kaffeesatzleserei.
    Was ist mit sexistischem Profiling: junger Mann, allein, mit einer Tasche, womöglich noch aus beruflichem Interesse die Arbeit der Polizei vor Ort observierend?
    Mir enthält der Text zu wenig Versuche eine Metaebene des Geschehens zu beschreiben und zuviele Vermutungen, subjektive Eindrücke und Empfindungen. Für jemanden der Polizisten schulen soll genau dem nicht zu erliegen, erscheint mir der "Bericht" ziemlich unprofessionell verfaßt.

  • #18
    Werntreu Golmeran

    Es ist sehr erschreckend, wie hier sogar von Autoren der Ruhrbarone das Verhalten der Polizisten verharmlost wird.

    Dass es Gründe dafür gibt, will ich nicht abstreiten, sie liegen aus meiner Sicht aber weniger bei den Kontrollierten sondern mehr bei unserer Gesellschaft.

    1. Die Leute bei der Polizei haben einen verdammt harten Job bei immer noch ziemlich mieser Bezahlung.

    2. Die Leute bei der Polizei sollen da für "Ordnung" sorgen, wo die Weltpolitik für Unordnung gesorgt hat. Armut, politische und religiöse Verfolgung, Kriege und was es sonst noch für "Plagen" gibt, die zu Migration führt, können durch "Polizeikontrollen" nicht ausgeglichen werden. Unsere Bevölkerung erwartet von der Polizei Dinge, die diese nicht leisten kann.

    3. Leider hat die Polizei für Menschen, die einfache unterkomplexe Ordnungen mögen, gerne mit Waffen hantieren und Uniformen tragen, einen besonderen Reiz, so dass es, wenn die äußeren Umstände ungünstig sind oder die innere Führung versagt, zu tendenziell rassistischen Fehlverhalten, oder sogar wie in Hessen zu rechtsteroristischen Strukturen kommen kann.

    4. Für all das ist zu einem guten Teil aber die Politik, sind die Medien und die Gesellschaft im Ganzen mitverantwortlich. Wenn die Herren Seehofer und Co. von systematischen Rechtsbruch schwadronieren, in den Medien täglich die Gefahren einer angeblichen Überfremdung oder Islamisierung an die Wand gemalt werden, und man nach Köln den Eindruck vermittelt bekommt, die Flüchtlinge seien eigentlich nur gekommen, um unsere"deutschen Frauen und Töchter" zu vergewaltigen, muß man sich nicht wundern, wenn der engagierte Jungpolizist seine Kontrolltätigkeit an der Haut- oder Haarfarbe ausrichtet. In einer Gesellschaft, die weniger rassistisch, chauvinistisch und fremdenfeindlicher wäre, gäbe es sicherlich auch weniger rassistisch motivierte Kontrollen.

    5. Und wer das nicht glaubt, der sehe sich die Vita von tausenden KZ-Bediensteten und SS-Leuten und Wehrmachtsoffizieren an, die als Agierende im Naziregime die abscheulichsten Verbrechen begangen haben, danach in der "zivilisierten" BRD als stinknormale Bürger ohne jegliche Ausfälle funktioniert haben. Extreme Beispiele von Menschen, die als Staatsdiener funktionieren wollten sind z. B. Adolf Eichmann, der zunächst all seine Energie dafür einsetzte, das "Judenproblem" durch Ausweisungen und Umsiedlungen zu organisieren (Stichwort Madagaskar) und erst später, als er mit immer mehr Juden "fertig werden sollte", zusammen mit anderen ehrgeizigen Vollstreckern und Karrieristen den Holocaust ersann.

    Ein anderes ekelhaftes Beispiel ist Rudolf Höß, der Lagerkommandant von Auschwitz . In dem Buch "Der Tod ist mein Beruf" von Robert Merle, das auf Interviews und den Akten des Nürnberger Tribunals beruht, wird erschreckend anschaulich und in gewisser Weise nachvollziehbar geschildert, wie ein auf Gehorsam und Funktionieren gedrillter Mensch seinen Beruf des staatlichen Mörders immer mehr perfektioniert und die deutschen Tugenden des Organisieren, des Erfindens und des ordentlich zu Funktionieren und zu Gehorchen, in immer finstere Abgründe treibt.
    Eines der grausamsten und zugleich lesenswertesten (im Sinne von Pflichtlektüre) Bücher, das ich kenne.

    6. Von daher, Herr Patzwald, das Verhalten der Polizisten ist vielleicht erklärbar, darf aber auf keinen Fall toleriert oder gar verharmlost werden. Wenn wir den Steinbachs, Gaulands und Co. folgen und deren Argumente und Verharmlosungen nicht widersprechen, ebnen wir Leuten wie Mundlos,Böhnhardt und Co. den Weg, dann wird es noch mehr Tote geben und irgendwann kann es dann auch Sie und mich treffen.

    7. Und wenn Sie jetzt sagen, ich dramatisiere, will ich Sie kurz darauf aufmerksam machen, das der brave deutsche Grenzbeamte, schon heute – meist zur Nachtzeit (nicht aus deutscher Tradition, nein, aus deutscher Sparsamkeit, Flüge am frühen Morgen sind billiger) Flüchtlinge abschiebt, wenn es von ihm verlangt wird, auch mit Gewalt. Und der Nato-Kollege bei der US-Army foltert, "wenn es sein muss", oder vernichtet mit einem Knopfdruck Menschenleben, wenn ihm befohlen wird, eine Drohne zu steuern.

    Wir leben auf sehr dünnem Eis und schon sehr kleine Veränderungen können dazu führen, dass dieses bricht.

  • #19
    Werntreu Golmeran

    P.S.:

    Als alter weisser Mann bin ich außer bei zwei Verkehrskontrollen noch nie in meinem Leben von einem Polizisten gebeten worden, meinen Ausweis zu zeigen.

    Allein in den letzten beiden Jahren bin ich aber x-mal Zeuge gewesen als auf Bahnhöfen oder einfach in der Bochumer City Polizisten "ausländisch aussehende" Mitbürger anlasslos kontrolliert haben.

    Wenn wirklich nach geltendem Recht kontrolliert würde, d. h. "deutsch" aussehende Menschen entsprechend ihrem Anteil an der Bevölkerung genau so häufig kontrolliert würden, hätte man vielleicht auch Mundlos, Böhmhardt und Zschäpe geschnappt und würde man vielleicht auch die fast 500 steckbrieflich gesuchten Neonazis finden:
    https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-12/rechtsextremismus-polizei-haftbefehle-beschuldigte-straftaten

    Aber wahrscheinlich will man das ja gar nicht.

  • #20
    Helmut Junge

    @Werntreu Golmeran, Sie vergleichen eine Personenkontrolle durch Beamte der heutigen Polizei mit abscheulichen Morden, sowohl der historischen, als auch der heutigen Nazis.
    Im Ernst, wollen Sie mich so überzeugen?
    Außerdem haben Sie meinen Beitrag (14) offenbar nicht gelesen. Ich, Jahrgang 1947 (Weiß war damals noch kein Begriff für meine Generation), habe damals genau genau in die Profilingliste gepaßt, und deshalb in die Mündung von Maschinenpistolen geguckt, gucken müssen, dürfen, was weiß ich. Aber ich war es nicht, der gesucht wurde und durfte weiterfahren. Ich frage mich, wie jemand wie Sie eine Paßkontrolle heutzutage schlimmer finden kann. Ich kann Ihnen da nicht folgen!

  • #21
    Werntreu Golmeran

    Ich will niemanden überzeugen.

    Ich vergleiche Menschen mit Menschen und verschiedene "Stimmungen" bzw. "Verfasstheiten" von Gesellschaften und bin mir relativ sicher, dass bei der richtigen bzw. falschen "Stimmung" in unserer Gesellschaft 60 Prozent meiner Nachbarn bereit wären, einen anderen Menschen zu töten. Und deshalb glaube ich, daß wir unsere Polizisten besser bezahlen und besser ausbilden müssen, sie nicht mit Dingen überfordern dürfen, die sie nicht leisten können und vor allem darauf achten müssen, dass unsere Polizei eine demokratisch streitbare ist.

    Die Dozentur von Herrn Yilmaz lässt mich hoffen, dass das hier in NRW ganz gut klappt. In Hessen habe ich da aber meine Zweifel.

  • #22
    ke

    @18 Werntreu Golmeran
    In ihrem Kommentar sind mir zu viele Bereiche verknüpft, die aus meiner Sicht so nicht zusammen passen.

    Ich erwarte auch von Polizisten, dass sie im Rahmen der Gesetze ihre Erfahrungen/Instinkte etc. nutzen, wenn sie kontrollieren. Das machen bspw. Zöllner und Grenzschützer auch.
    Sonst nimmt man den Kontrollen die Effizienz

  • #23
    Sonja Berlinicke

    Ja Sichtkontrollen sind OK…. Wenn sie jedermann betreffen…. Nicht nur den einzigen dunkelhäutigen Menschen im Abteil. Es ist gut, wenn nicht nur der eine südländisch Scheinende kontrolliert wird.
    Ups muss man generell blond und blauäugig sein, um nicht teilweise angepampt zu werden?
    Wenn es in einem gewissen Respekt jedem gegenüber ausgeführt wird, aber jemanden in radebrechendem Deutsch und mit du anzusprechen, hat keiner in der Polizeischule gelernt.
    Nur wer Respekt gibt, kann Respekt erwarten.

  • #24
    nichtweise

    @ #19 Werntreu Golmeran

    Das kann nicht sein, dass man Sie einen alten weißen Mann nennt. Mein Kumpel ist Psychologe. Er sagt mir jeden Tag, dass Internetkommentare nicht gelesen würden. Jeden Tag. Wirklich. Das sagt er immer so. Ernsthaft!

  • #25
    thomas weigle

    Wer den Unterschied der Polizei von heute zu der in den 1000 Jahren erfahren möchte, sei ein Besuch in der Villa ten Hompel in MS angeraten. Die Ausstellung in diesem ehemaligen Sitz der Ordnungspolizei im NS zeigt aber auch, wie schnell Hemmungen fallen können, wenn der Staat dies nicht nur zulässt, sondern auch noch fördert.

  • #26
    Werntreu Golmeran

    @ ke

    Ja, Sie haben recht, der gute deutsche Polizeibeamte riecht den Pösewicht, er hat einen sechten Sinn dafür, wer pöse ist. Und wenn der dunkelhäutige oder dunkelhaarige Mitbürger nun mal nach Pösewicht riecht oder so aussieht, wie sich der gute deutsche Polizeibeamte einen Pösewicht vorstellt, dann ist dass natürlich kein rassistisches Profiling!

    Wo kämen wir denn da hin, wenn der gute deutsche Polizeibeamte sich nicht mehr auf seine berüchtigten Instinkte verlassen dürfte?

  • #27
    ein anderer Stefan

    Ich finde es sehr bemerkenswert, wie hier (den angegebenen Namen nach zu urteilen) Menschen ohne Migrationshintergrund meinen, sich über die Gefühle eines Menschen mit Migrationshintergrund auslassen zu können und dessen persönliche Empfindungen (um die geht es ja in dem Artikel) als nebensächlich und unwichtig abtun. Niemand der hier Kommentierenden dürfte jemals in die Verlegenheit kommen, in einer alltäglichen Situation alleine aufgrund seinens Aussehens von der Polizei kontrolliert zu werden – und das nicht einmalig, sondern wiederholt. Der Verweis auf die Schleierfahndung zu RAF-Zeiten ist irreführend, denn Herr Yilmaz wurde nicht im Zuge einer offenen Fahndung nach aktiven Terroristen kontrolliert, sondern einfach so – weil er eben aussieht, wie er aussieht. Das alleine reicht bei den Beamten schon, um ihn zu kontrollieren. Ein mitteleuropäisch aussehender Mensch mit ansonsten gleicher "Optik" wäre sicher nicht kontrolliert worden. Das ist in meinen Augen Rassismus. Und die Kommentare tragen nicht dazu bei, das als Problem zu erkennen.

  • #28
    teekay

    "Peinliche Panne beim Racial Profiling"…100 weisse Ruhrbaron-Männer so: "Nee, dem kann ich nicht zustimmen"…

  • #29
    Nina

    @teekay: Herr Yilmaz ist auch ein weisser Mann. 😀
    "100 weisse Ruhrbaron-Männer" klingt übrigens wie ein guter Schlager, das könnte was werden.
    Außerdem, teekay, hast Du die Frauen vergessen. Tssssss. Wie sexistisch ist das denn! *Smiley*

  • #30
    ke

    Im Ruhrgebiet haben nahezu alle Einwohner einen Migrationshintergrund. Die Annahme, dass alle Kommentatoren hier weiße Männer sind, zeigt natürlich auch nur, welche Vorurteile vorhanden sind.
    Auch die berühmten weißen Männer waren oft im Ausland und beobachten ihr Umfeld, so dass die durchaus Situationen beurteilen können.

    Final ist es egal, wie jemand heißt, wie er aussieht etc.
    Mich interessiert in diesem Zusammenhang auch nicht, wie sich jemand fühlt.

    Ich verstehe immer noch nicht, warum hier jede Kontrolle gleich als Racial Profiling ausgelegt wird. Das ist mir zu einfach, insbesondere da die konkrete Situation, die offensichtlich die Aufmerksamkeit von Polizisten geweckt hat, hier nicht objektiv beurteilt werden kann.

    Aber ich werde demnächst auch jede Einlasskontrolle, jede Personalkontrolle etc. direkt als Racial Profiling bezeichnen. Eine Totschlagaussage für alle Zwecke. Schließlich hatte meine Familie auch Migrationshintergrund, und es ist ja undenkbar, dass Sicherheitskräfte andere Verhaltensmuster etc. bewertet hatten oder dass sie einfach nur zufällig gehandelt hatten.

    Lasst den Polizisten ihre Instinkte und lasst sie nicht in Zwangsjacken arbeiten. Dann bringt das nichts.

  • #31
    Helmut Junge

    @ein anderer Stefan
    Muß ich Bub Yilmaz in seiner subjektiven Sicht folgen, wenn er schreibt, daß er die Beamten gefragt hat „Läuft diese Stichprobe willkürlich ab oder haben Sie da gewisse Kriterien?“ Und dann die Antwort gar nicht ernst nimmt? Er schreibt doch "Der andere von den beiden antwortete trocken: „Große Taschen, zum Beispiel.“ Ich war mit der Antwort nicht zufrieden,"
    Er hat aber nicht den Beleg, daß nicht noch andere Besucher dieser Veranstaltung überprüft wurden.

    Und oh ja, ich bin in einem Restaurant in der Normandie, allein weil ich auf die Frage woher ich komme, und gesagt habe, daß ich Deutscher bin, mit einem übel ausehenden Essen bedient worden. Ich kenne also das Gefühl. Auch Deutsche haben nicht nur Freunde in anderen Ländern. Beweisen, daß es nicht auch anderen Gästen so ging kann ich ebensowenig, wie Bub Yilmaz. Trotzdem, damals habe ich mir vorgenommen, zukünftig zu sagen, daß ich Österreicher sei.
    (Hab ich aber doch nie gemacht)
    Auf Kreta habe ich als Deutscher sogar eine verbilligte Eintrittskarte bekommen. Geht auch so. Nette Leute da.

  • #32
    Carola Meyer

    Vielen Dank für diese schöne (im Sinne von sprachlich schön), eindrückliche Beschreibung, Herr Yilmaz. Als mittelalte, weiße Frau, die meist noch mit kleinem Kind unterwegs ist, werde ich praktisch nie kontrolliert. Im Grunde ist mir schon klar, woran das liegt. Aber als mein Rucksack im Flughafen neulich auf Sprengstoff untersucht wurde und ich aber dringend zum Gate musste, fiel mir erst im Nachgang auf, dass die Security alles richtig gemacht hatte. Wenn es dann konkret ist, checkt man die eigenen Privilegien leider doch meist erst im zweiten Gedanken.
    In diesem Sinne: vielen Dank für Ihre Arbeit an der Polizeischule! Möge sie viele Früchte tragen.

  • #33
    Arnold Voss

    @ ein andererStefan # 27
    "Niemand der hier Kommentierenden dürfte jemals in die Verlegenheit kommen, in einer alltäglichen Situation alleine aufgrund seinens Aussehens von der Polizei kontrolliert zu werden – und das nicht einmalig, sondern wiederholt."

    Woher wissen sie das, Stefan? Oder kennen sie Irgendjemanden hier näher?

    "Ein mitteleuropäisch aussehender Mensch mit ansonsten gleicher "Optik" wäre sicher nicht kontrolliert worden. "

    Woher wissen sie das, Stefan? Oder haben sie die beiden hier erwähnten Polizisten zufäiigerweise am besagten Kirchentag über längere Zeit beobachtet?

    P.S. Ich findes es gut, das dieser Artikel bei den Ruhrbaronen steht. Die Ruhrbarone sind aber ein Debattierblog, bei dem Niemand erwarten kann, dass alle zustimmen. Erst recht wenn es dabei um Gefühle geht, die nun mal sehr subjektiv sind. Mitgefühl ist eine Sache, eine andere ist es eine Diskussion darüber, ob und wann sie Jemand als Opfer empfindet und ob er dafür einen realen Grund hat.

  • #34
    Werntreu Golmeran

    Ich bin doch ziemlich verwundert, wer hier alles wie kommentiert.

    Auch wenn ich keine Statistiken kenne, vielleicht gibt es die ja, weiss ich aus meiner rein subjektiven Beobachtung, dass in ganz normalen Situationen, d.h. nicht bei Großveranstaltungen oder anderen sicherheitskritischen Situationen, also bei Routinekontrollen z. B. an Bahnhöfen oder in Fußgängerzonen, fast in jedem Fall, den ich beobachtet habe, entweder eine offensichtlich sozial benachteiligte Person kontrolliert wurde (z. B. Obdachlose) oder eben Menschen, die eher nicht dem klassischen "Arier" ähnlich sahen.

    Wer das anders beobachtet hat, möge es hier mitteilen. Ich weiß von einigen Bekannten, die nicht dem deutschen Allerwetsypen entsprechen, dass sie häufiger solche Kontrollen über sich ergehen lassen mussten, dass sie in bestimmte Lokalitäten nicht hinein gelassen wurden, dass ihnen von Maklern Häuser, die sie kaufen wollten, nicht angeboten wurden, wenn ich dann als "Deutscher" anrief, war es dann kein Problem, die seit Jahren eine gut gelegene Wohnung suchen, die nicht an einer Hauptverkehrsader liegt, aber immer gesagt bekommen, die sei schon vergeben, wenn sie ihren "nicht-deutschen" Namen nennen, aber die dann doch nicht weg ist, wenn ich anrufe. Wenn mir die Herren Junge und Voss nun erklären, das wäre alles Zufall, und wahrscheinlich wäre gerade in dem Moment, wenn ich dort angerufen habe, ein Interessent abgesprungen, und die Kontrolle bei hätte Herrn Yilmaz, möglicherweise nur zufällig getroffen, muss ich zugeben, das kann ich nicht mit hunderprozentiger Sicherheit ausschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kontrolle anhand von ethnischen Merkmalen durchgeführt wurde, erscheint mir aber doch sehr hoch. Und wenn man, wie Herr Yilmaz so etwas häufiger über sich ergehen lassen muss, bekommt man vielleicht keinen "Instinkt" dafür oder einen "Riecher", welcher Polizist wie tickt, aber man bekommt ein schlechtes Gefühl und fühlt sich im Zweifel in unserem Land weniger sicher als der Allerweltsdeutsche, insbesondere wenn man weiß, dass es z. B. in Hessen und Sachsen-Anhalt rechtsterroristische Gruppen innerhalb der Polizei gibt, die dabei mitgewirkt haben, eine türkischstämmige Rechtsanwältin zu bedrohen.

  • #35
    Wolfram Obermanns

    #34 Werntreu Golmeran
    Ihre Argumentation ist mir geläufig, die wird so oder ähnlich häufiger vorgebracht. Mein Problem mit dieser Art der Betrachtung ist, daß sie bei fehlender sicherer Sachlage meint eindeutig Partei ergreifen zu müssen.
    Letzlich wird gemacht, was man selbst dem anderen vorwirft. In diesem Fall heißt das, weil Polizisten Stereotype abarbeiten, haben DIESE Polizisten sich ebenfalls klischeekonform verhalten. Nach meinem Dafürhalten gibt genau das der Bericht des Autors genau nicht her.
    Vorstellbar bleibt mit den Worten des Autos:
    Polizisten, die einen einzelnen Mann mit Tasche, der am Trubel um ihn herum keinerlei Interesse zeigt, aber (beruflich bedingt) sehr wohl aufmerksam die Arbeit der Polizei beobachtet nicht überprüfen, haben ihren Beruf verfehlt.
    Yilmaz zieht eine andere Deutung vor, der man sich anschließen kann aber nicht muß. Mir fehlt in dieser Hergangsbeschreibung für jemanden, der genau in diesem Bereich tätig ist, die professionelle Distanz zum Geschehen, die die gewählten Deutung argumentativ stützt.
    Letzteres läßt mich tendenziell an der Qualität der Quelle und ihrer Schlußfolgerungen zweifeln.

  • #36
    Helmut Junge

    @Werntreu Golmeran, mit welchem Namen rufen Sie denn an? Mit Werntreu Golmeran?
    Der ist nicht googlebar, außer als Kommentator bei den Ruhrbaronen finde ich nichts.
    Sie können mir viel erzählen, was Sie alles machen. Die Adoptivtochter von Freunden zieht laufend um, und der sieht man die afrikanischen Vorfahren deutlich an.
    Aber sie wollen ja niemanden, also auch mich nicht überzeugen (Kommentar 21) und ich sehe, daß ich mit meinen Möglichkeiten auch Sie nicht überzeugen kann. Und nach Ihrem Kommentar 34 habe ich auch kein Interesse mehr daran. Herrn Yilmaz habe ich seit Jahren hier kommentieren sehen, und meistens fand ich seine Argumentation gut fundiert. Nur seine Auffassung in diesem Fall teile ich nicht. Und alles was ich jetzt schreibe, gilt nicht für Sie, Herr Golmeran. Es ist nämlich so, daß für den Fall, daß ich Herrn Yilmaz glaube, daß es absichtliche Kontrollen von bestimmten etnischen Menschenbildern, wenn auch nicht allen etnischen Menschenbildern gibt, meine afrikanische Bekannte ist nämlich noch nie kontrolliert worden, dann glaube ich, daß die zwei Polizisten einen Auftrag von ihren Chefs gehabt haben werden. Die werden dann gesagt bekommen haben, daß sie auf bestimmte Merkmale achten sollen. Und dafür mag es Gründe geben, von denen ich nichts wissen kann. Es gibt aber Menschen, sehr viele sogar, die auch dann alles wissen, wenn sie keine Hintergründe kennen. In solchen Fällen tippen sie unwillkürlich auf "Rassismus". Und zwar immer wieder (one-trick-ponies) werden sie manchmal genannt. Sie kennen eine Antwort auf alle schwierigen Fragen. Ich bin nicht so. Ich benötige mehr input. Das ist vielleicht so etwas wie eine Mikroinputphobie? Im Zusammenhang mit möglichem Rassismus sind Mikroinputphobien vermutlich schon Rassismus. Wer weiß?

  • #37
    ke

    @32 C Meyer:
    Werden die Sprengstofftests nicht nach dem Zufallsprinzip durchgeführt?
    Das mag bei Sprengstoffprüfungen am Flughafen sinnvoll sein, ist aber bei Massenveranstaltungen kontraproduktiv.
    In den amerikanischen Firmen werden die Fähigkeiten von Profilern positiv dargestellt. Wenn ein Polizist danach vorgeht, muss er sich einen Diskriminierungsvorwurf gefallen lassen, obwohl kein Außenstehender beurteilen kann, wieso ein Verdächtiger genauer kontrolliert wurde, wenn dies vom Polizisten nicht mitgeteilt wird.

    Dass große Taschen in Menschenmengen kontrolliert werden ist aktuell Stand der Sicherheit genau wie wir alle an den Beton-Blöcken vorbeifahren müssen, nur weil ein paar Menschen in Menschen mengen gefahren sind.

    @W Golmeran
    Es geht hier um ein Kontrolle auf einer Massenveranstaltung und nicht um eine Vermietung.

  • #38
    ein anderer Stefan

    https://www.ruhrbarone.de/peinliche-panne-beim-racial-profiling-ich-bin-dozent-an-der-polizeihochschule/170315#comment-1192144
    @Helmut Junge Das Beispiel mit der Normandie ist sehr schön. Durch eine kleine Lüge könnten Sie diskriminierendem Verhalten wahrscheinlich entgehen. Herr Yilmaz kann seine Hautfarbe aber nicht so einfach weglügen. Der Artikel ist notwendigerweise subjektiv und beschreibt das, was Herr Yilmaz empfunden hat. Dem muss man natürlich nicht folgen. Da es aber anscheinend nicht der erste Vorfall dieser Art ist, kann ich ihm folgen, wenn er darin eine Systematik sieht, auch wenn ich es mangels Betroffenheit nicht nachvollziehen kann.

  • #39
    ein anderer Stefan

    @ Arnold Voss (#33) Das weiß ich natürlich nicht, es sind Mutmaßungen anhand der angegebenen Namen und Kommentare. Die Kommentare hier haben den Tenor "soll sich mal nicht so anstellen", "wird schon seine Berechtigung haben", "lasst die Polizei mal ihre Arbeit machen". Ich nehme an, dass jemand, der wiederholt kontrolliert wurde, ohne dafür einen konkreten Anlaß zu geben, diese Dinge anders bewerten würde. Die weitaus meisten hier verwendeten Namen sind "urdeutsch", so dass ich auch hier gewagt habe zu vermuten, dass die Kommentatoren keinen Migrationshintergrund haben. Bisher hat hier auch niemand meiner Vermutung ernsthaft widersprochen. Ja, es ist kein Wissen. Vielleicht hilft es ja, "dürfte" und "wäre" als Konjunktiv zu lesen. Ich habe nicht behauptet, im Besitz der Wahrheit zu sein. Ein Kommentar im Internet ist fast immer subjektiv.

  • #40
    Helmut Junge

    @ein anderer Stefan, gucken Sie sich doch einmal das Foto oben an. Meine Bekannte mit afrikanischer Abstammung ist ein vielfachen dunkler als Herr Yilmaz. Ein vielfaches. Sogar all meine eigenen Vorfahren mütterlicherseits sind un waren dunkler als Herr Yilmaz. Gucken Sie sich das Foto obendHerr Yilmaz ist von der Hautfarbe her, nicht von meinen Verwandten unterscheidbar. Was reden Sie eigentlich? Fahren Sie mal nach Österreich, wo meine Vorfahren herkommen. Da gibt es dunklere "Biodeutsche" als Hernn Yulmaz. Es ist nicht die Hautfarbe, wie Sie behaupten.
    Nocheinmal, gucken Sie mal das Foto oben an.

  • #41
    Helmut Junge

    @ein anderer Stefan, die Idee mit der Hautfarbe ist Unsinn, weil meine Bekannte aus Kommentar 36 mehr als 10mal so dunkel ist, wie Herr Yilmaz und meine Verwandten mütterlicherseits mindestens ähnlich dunkel wie er sind. Darum verstehe ich Ihre Argumentation absolut nicht.
    Meine inbrünstige Bitte an Sie ist, daß Sie den Weg von einer Ideologie zurück zur Wirklichkeit finden wollen. Ob Sie es schaffen, ist Ihr Problem. Sie müssen es erst einmal wollen. Sehen Sie sich das Bild oben an! Es kann gar nicht um die Hautfarbe gehen.

  • #42
    Werntreu Golmeran

    @ Helmut Junge

    Was soll das jetzt? Wollen wir hier jetzt eine Stürmer-Analyse machen, wieso Herr Yilmaz äußerlich dem von unseren Medien vermittelten "Stereotypen" des Bombenattentäters ähnelt oder nicht?

    OK, dann laden Sie doch mal ein paar Fotos Ihrer österreichischen Verwandten hoch, ich suche dann noch ein Paar BILD- und SPIEGEL-Titel raus, mit so richtig finsterern "Islamisten", das wird ein ziemlich ekelhafter "Spaß" werden.

    Oder schauen Sie sich einmal diesen Panorama-Beitrag an und fragen Sie sich, mal wieso die Adoptivtochter Ihres Bekannten als Frau nicht in das Raster des von unseren Medien vermittelten Idealtypus des männlichen "Islamisten" passt:

    https://www.youtube.com/watch?v=XX16pAY6sxQ

    Und wenn Sie dann immer noch "innbrünstig" ihre Ahnungslosigkeit demonstrieren, wird das möglicherweise daran liegen, dass PANORAMA zu den LÜGENMEDIEN zählt?

    Herzlichen Glückwunsch! Bei der derzeitigen Hitze werden Sie mit Ihrem Aluhut sicherlich keinen Sonnenbrand bekommen.

  • #43
    Werntreu Golmeran

    Noch ’ne kleine Umfrage an die geneigten Mitdiskutanten:

    Wer kann sich noch erinnern, ob er bei der ersten Lektüre dieses Artikels die Bildunterschrift gelesen hat?

    Ich habe es sicherlich nicht. Aber ich bin sofort vor der Lektüre des Textes davon ausgegangen, dass der Artikel wahrscheinlich mit dem rechts auf dem Foto abgebildeten Herrn zu tun haben wird.

  • #44
    Helmut Junge

    Aber wenn Frauen nicht, Männer aber u.U. wohl ins Raster passen, wieso nennen Sie es dann Rassismus? Sind Männer sind dann eine Rasse, Frauen aber nicht?
    Merken Sie nicht, wie künstlich Ihr Begriff von Rassismus ist? Sie müssen erhebliche Hirnakrobatik betreiben, um immer wieder, in allen Fällen und zu allen Fragen zu der gleichen Aussage zu kommen. Sie sind genau das was ich weiter oben geschrieben habe. Sie kennen nur einen Witz und den erzählen Sie immer wieder. Eben ein 2one trick pony".
    Und lesen können Sie auch nicht.
    Ich glaube eben überhaupt nicht, daß ….
    " Herr Yilmaz äußerlich dem von unseren Medien vermittelten "Stereotypen" des Bombenattentäters ähnelt "
    Genau das habe ich nicht geschrieben, kann ich gar nicht, wenn ich an die "große Tasche" als Grund für die Untersuchung glaube.
    Sie scheinen aber zu glauben, daß Herr Yilmaz äußerlich dem von unseren Medien vermittelten "Stereotypen" des Bombenattentäters ähnelt. Denn sonst würden Sie das youtube Video nicht verlinken.
    Nur dann unterstellen Sie anderen Kommentatoren anschließend Ihre eigenen Gedankengänge!
    Meine sind es jedenfalls nicht, es sind Ihre.
    Dazu brauchen Sie natürlich auch nicht lesen können. Herr Golmeran.

  • #45
    paule t.

    Also, ich persönlich bin in meinem ganzen Leben noch _niemals_ anlasslos von der Polizei kontrolliert worde. Dafür habe ich es oft gesehen, dass in meiner Umgebung Leute anlasslos kontrolliert wurden. Aber das hat bestimmt überhaupt nichts damit zu tun, dass ich dunkelblond, blauäugig und hellhäutig bin und die kontrollierten Personen eher nicht. Ist wahrscheinlich einfach nur ein blöder Zufall oder der "Instinkt" von Polizisten. (Diese trickreiche Umbenennung von rassistischen Vorurteilen kannte ich noch nicht, insofern Glückwunsch zur Kreativität.)

    Schön, dass so viele Mitkommentatoren, die mutmaßlich eher in meiner Lage sind, jemandem, der in einer anderen Lage ist, so genau erklären können, dass er sich das alle bloß einbildet und sich mal nicht so anstellen soll. Wüsste der ja sonst nicht.

    Das Problem ist natürlich: Im ganz konkreten Einzelfall ist es natürlich tatsächlich nicht auszuschließen, dass es sich um Zufall handelt. Aber wenn es nur diesen einen Einzelfall gäbe und nicht die lebenslange Erfahrung ziemlich vieler Betroffener, würde auch keiner drüber reden.

  • #46
    Werntreu Golmeran

    @ Helmut Junge

    "Aber wenn Frauen nicht, Männer aber u.U. wohl ins Raster passen, wieso nennen Sie es dann Rassismus?"

    Was ist das für eine Logik? Wenn Neonazis beim sog. "Neger Klatschen" nur Männer verprügeln und Frauen verschonen, ist das "Klatschen" nach Herrn Junge nur eine unpolitische Körperverletzung und hat mit Rassismus rein gar nichts zu tun. Sie hätten bei der Polizei oder in der deutschen Justiz Karriere machen können.

  • #47
    ke

    @45 Paulte t.
    Selektive Wahrnehmung ist natürlich auch möglich.

    Korrelation muss auch nicht mit einer Kausalität verbunden sein.

  • #48
    SH

    Wenn man den Polizisten ihre "Erfahrung" oder ihren "Instinkt" zugutehält – warum sollen die dann die richtigen Verdächtigen gleichsam erspüren können, während gleichzeitig Herrn Yilmaz abgesprochen wird, mit seiner vermutlich längeren Erfahrung mit Rassismus ein Racial Profiling als solches wahrzunehmen?

  • #49
    Helmut Junge

    Nein Golmeran, wäre es für mich nicht. Das wäre auch in meinen Augen Rassismus. Aber einem one trick pony kann ich komplexe gedanken nicht erklären.
    Dazu kommt, Sie sind einfach ein dummer Stänkerer. Ich nutze die Ruhrbarone zum Austausch von Gedanken. Sie aber verstecken sich hinter einem Nicknamen und stänkern. Dazu gehört nicht viel Mut. Das machen sehr Viele.
    Ich weiß ja jetzt, daß ein anonymer Blogger namens Golmeran die Ausweiskontrolle mit einem, wie er schreibt "Negerklatschen" von Neonazis vergleicht. Ein Gedankengang wie er eher aus einer Gummizelle zu erwarten wäre. Sie sehen, lieber Golmeran, ich kann es auch, wenn ich auch eigentlich lieber diskutieren würde.

  • #50
    Helmut Junge

    @SH, er schreibt darüber, also darf er doch. Aber all diese Artikel in diesem Blog stehen zur Diskussion an. Auch meine Artikel. Wer hier veröffentlicht, muß damit rechnen, daß Leute andere Meinung sind als der jeweilige Autor. Wenn ich zu meinen Artikeln Gegenmeinungen lese, muß ich, so wie ich gestrickt bin, mir was einfallen lassen, diese Gegenmeinung in der Diskussion auf meine Seite zu ziehen. Bub Yilmaz läßt die Diskussion laufen. Die Gelassenheit hätte ich nicht. Hut ab vor Bub Yilmaz.

  • #51
    Helmut Junge

    @Paule, Sie werde die Veranstaltung besucht haben. Ich nicht. Was denken Sie, wie viele Migranten, bzw. die so aussehen wie Bub Yilmaz, auf diesem Kirchentag anwesend waren? Sind alle, oder ein bedeutenden Teil von ihnen kontrolliert worden? @Paule, würden Sie jetzt sagen ja, das war so, dann würde ich meine Meinung ändern, obwohl @Paule, Sie wissen ja auch unsere Beziehung hier ist alt und nicht ohne Fehden, aber ich glaube Ihnen in dem Fall.
    falls Sie nicht da wren, müßte ich Wolfram Obermannns fragen. Der war da.

  • #52
    Werntreu Golmeran

    Ich mach mich hier weg.

    Es ist ja ab und zu ganz unterhaltsam und fürs Weltverständnis hilfreich, z. B. in der U-Bahn den Leuten aufs Maul zu schauen. Auch fand ich es in meiner Jugend vor 40 Jahren ab und an sehr erhellend den alten Männern in der Eckkneipe zuzuhören, wenn sie von den alten Zeiten lallten, die Hippies als langhaarige Affen beschimpften und der Wirtin zuriefen sie solle auch mal deutsche Musik spielen. Solche Sprüche kannte ich von zu Hause nicht und auch nich von meinen linken Lehrern. Allenfalls im Fernsehen konnte man mal FJS hören, der Künstler als "Ratten und Schmeißfliegen" beschimpfte. Lange konnte man den Mief in den Läden nicht aushalten und irgendwann wiederholten sich die "Weisheiten" der Leute auch.

    Es sind ja immer die selben, sich links fühlenden Spießer, die z. B. auch in den Artikeln zu Frau Chebli glauben, sich einschlägig entblößen zu müssen.

  • #53
    Nina

    Nur mal zur Erinnerung-der Betroffene hatte KEINE große Tasche dabei (wie es in einigen Kommentaren heisst).
    "„Läuft diese Stichprobe willkürlich ab oder haben Sie da gewisse Kriterien?“ Der andere von den beiden antwortete trocken: „Große Taschen, zum Beispiel.“ Ich war mit der Antwort nicht zufrieden, vor allem weil es offensichtlich war, dass es nicht um meine kleine Umhängetasche ging."

  • #54
    ke

    @SH
    Es geht darum, dass Polizisten auf ihren Erfahrungen aufbauen und somit effektiver aus der Gesamtmenge der der Menschen potenzielle Verdächte/Gefährder erkennen können.
    Dass ein Mensch dabei unbewusst handelt, sollte auch klar sein.

    Ich kann nicht beurteilen, welche Kriterien Herr Yilmaz hier für Racial Profiling sieht. Dazu sagt der Artikel
    Die Polizisten haben ja auch klar ein Kriterium für die Kontrolle gesagt: Große Taschen

    BTW: Als ich in der City war, gab es durchaus die übliche Dortmunder Mischung von versch. Bevölkerungsgruppen in der Stadt, die natürlich von jungen Leuten in leichter Sommerkleidung dominiert wurde.

  • #55
    Werntreu Golmeran

    In diesem Beitrag wird, finde ich, recht gut beschrieben, wieso die Debatte hier so weird ist:

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/psychologie-und-privilegien-die-unangenehme-wahrheit.976.de.html?dram:article_id=452441

    Und Tschüss:

  • #56
  • #57
    Lara

    „Peinliche Panne“ – ich nenne es erfolgreiche Personenkontrolle, die ihre absolute Berechtigung hatte.

    Unfassbar wie sich Herr Yilmaz in die Opferrolle drückt und sich über eine normale Kontrolle pikiert.. Könnte er diesen Einsatz reflektieren wie ein Erwachsener würde er erkennen, dass polizeiliches Arbeiten schlicht und einfach nicht funktioniert ohne eine gewisse Kategorisierung!

    Ich bin froh, dass Herr Yilmaz nicht mein Dozent gewesen ist.

  • #58
    ein anderer Stefan

    @ #57 https://www.ruhrbarone.de/peinliche-panne-beim-racial-profiling-ich-bin-dozent-an-der-polizeihochschule/170315#comment-1194760

    Bemerkenswert, wie Sie von hier aus beurteilen können, dass die Kontrolle erfolgreich und absolut berechtigt war. Wonach richtet sich denn die Bewertung "Erfolg" und "Berechtigung"? Diese Haltung ist ein Freifahrtschein für die Polizei und macht jegliche Diskussion über Rassismus bei der Polizei überflüssig. Die "gewisse Kategorisierung" ist nichts anderes als das Festhalten an Stereotypen und Vorurteilen. Polizeiarbeit muss auch kritisiert werden dürfen, zumal von denen , die überdurchschnittlich oft ohne Anlaß zum Ziel von solchen Kontrollen werden.

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