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Philipp Amthor vs. toxische Männlichkeit

Quelle: Twitter

Ich bin schon immer mehr an den Außenseitern interessiert gewesen als an den Angepassten. Im Studium habe ich mich lieber bei den Nerds aufgehalten als bei den gutaussehenden Überfliegern. Und in Umkleidekabinen, wo man die Rangkämpfe männlicher Sportler-Rudel beobachten kann, die sich mittels dreckiger Lache, Dominanzgesten, dummen Witzen und einem ganzen Arsenal non-verbaler Waffen in eine Hierarchie einsortieren, da packt mich das Grauen. Lustig finde ich, dass diese sogenannte toxische Männlichkeit genauso in den Kreisen greift, die angeblich längst darüber hinweg sind.

Das Philipp-Amthor-Bashing ist dafür ein Beispiel. Der Nachwuchs-Politiker vertritt konservative Ansichten, etwa zu Abschiebungen und Abtreibungen, die mit meinen gar nicht auf einer Linie sind. Dass er im Interview mit dem Freitag auch noch Rainer Wendt huldigt und für die AfD-Abgeordnete Harder-Kühnel gestimmt hat, verdient heftige Gegenrede.
Aber Amthor ist kein Populist. Er vertritt seine rechten (nicht rechtsradikalen) Thesen eloquent, rhetorisch gewandt, aber auch intellektuell aufrichtig. Er erkennt Argumente an, er bleibt höflich, er differenziert. Seine Ansichten können Linken nicht gefallen, aber seine unaufgeregte Art könnte es eigentlich. Aber gerade, dass er kein fingerhakelnder Macho ist, scheint einige besonders zu triggern.

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Und statt Amthor argumentativ anzugreifen, reagieren sie (genau wie die AfD-Anhänger, die Amthor gleichermaßen geärgert hat) mit Hass. Mit Häme und toxisch-männlichen Dominanzgesten. Amthor ist nämlich nicht cool. Und gerade deshalb besonders gelassen. Er ist der Typ, der sich von den 2 Meter großen Fußballern nicht beeindrucken lässt, die die Bälle über den Platz bolzen als wären es Torpedos. Weil er gar keine Lust auf Fußball hat.

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Eine ganze Armee von Linken wie Rechten empört sich, dass der Bubi sich wie ein Rentner verhält, Ansichten wie ein Rentner hat, Musik hört wie ein Rentner. Die Vorstellung, dass Amthor auf dem Schulhof verprügelt wurde, trieft aus den Kommentaren wie die Butter des geklauten Schulbrots aus dem Pergamentpapier.
Auch ein Seehofer oder ein Merz ziehen Zorn auf sich. Aber bei Amthor ist es eine andere, erregtere Art der Wut. Denn der Zwerg will sich einfach nicht an den Platz halten, den das Rudel ihm zugedenkt. Einer wie er, der über seine eigenen Füße stolpert, keinen Bartwuchs hat und noch nie Metallica gehört hat, der hat sich gefälligst zu unterwerfen. Der muss doch ängstlich sein, selbstunsicher, angreifbar.

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Es ist bemerkenswert, dass an anderer Stelle der Vorwurf von “Lookism” so schnell erhoben wird, Amthor aber aufgrund seines Aussehens nach Belieben gebasht werden darf; dass Männlichkeitsideale überall in Frage gestellt werden, nur nicht beim politischen Gegner. Da zieht auch der Verweis nicht, man messe den Gegner eben an seinen eigenen Maßstäben, denn Amthor steht zwar für ein erzkonservatives Weltbild, aber er versucht offenkundig nicht, sich als besonders männlich zu inszenieren.

Dass Amthor wohl Single ist, wird freilich auch aufgegriffen. Der braucht erstmal ne Freundin, höhö. Ich möchte nicht hören, dass Frauen „mal ordentlich rangenommen“ werden müssten. Aber bitte auch nicht andersherum. Und Männer, die sich über ihren Erfolg bei Frauen definieren, dürften eigentlich ins letzte Jahrhundert gehören. Aber wenn sie gegen Abtreibung sind, dann sind Männer ohne Freundin natürlich doch Schlappschwänze.

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Das mit der “Angst” ist subtiler als die Fantasien, Amthor zu verprügeln. Aber auch hier geht es um das Männlichkeitsideal. Keiner käme auf die Idee zu twittern: “Lebe so, dass Markus Söder Angst vor dir hat.” Denn Söder als echter bayrischer Pfundskerl macht sich nicht schuldig, wie ein Schwächling aufzutreten, der auf seinen Platz verwiesen werden muss. Söder attackiert man anders. Die Brillenschlange hingegen soll weinen.

Aber Philipp Amthor ist eben gar nicht unsicher. In seiner tollpatschigen, drolligen Art ist er dennoch völlig im Einklang mit sich, er verkörpert das, was er sein will, er hat Spaß an seiner Sache und die strahlt er aus. Innerhalb seiner Subkultur von JU-Funktionären, Burschenschaftlern und Perlenohrringträgerinnnen mag er eine normale Erscheinung sein. Aber da draußen, in einer Welt, in der nichts schlimmer ist, als “altmodisch” zu sein, da ist er ein Außenseiter. In seiner Altersgruppe ist er ein Faktotum. Und er scheißt drauf.

Who’s that kid in the back of the room?, singen die Dead Kennedys. Says he’s bored when we hang around […] we never talk to him, he never looks quite right, he laughs at us, we just beat him up, what he sees escapes our sight. Die aggressive Masse vermeintlich progressiver Männer, die Amthor vorwirft, vorgealtert zu sein, ein Bubi zu sein, wie Alfred E. Neumann auszusehen, also nicht den männlichen Idealen zu entsprechen, die sie angeblich längst überwunden haben, diese Masse ist in der Rolle der Schulklasse und nicht der des Kids in the back of the room.

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83 Kommentare zu “Philipp Amthor vs. toxische Männlichkeit

  • #1
    Manu Hyuan

    Hier sieht man wieder, wie sehr Rechtsgerückte Menschen, versuchen einen anderen schlecht zu machen. Allein ihre Beleidigungen zeigen uns, das Sie keine Grenzen kennen um jemand zu verletzen.
    Das ist Menschenverachtend und nicht zu akzeptieren. Meist sind Sie selbst Looser und verschulden ihr eigenes Dilemma. Sie tragen nichts zum allgemeinwohl bei, sondern wie man sieht verstecken sie sich hinter FakeNamen und sind nicht in der Lage, in einer vernüftigen Diskusion ihr Belange deutlich zu machen. Es wird Zeit das wir uns gegen diese Angeblichen Meinungen die in wirklichkeit Zielgesteuerte Rechtsradikale geschrieben haben, uns wehren. Diese Braune Kommentarlawine die angeblich die Stimmung Deutschlands repräsentieren soll, ist einfach nur gestellt und entspricht nicht die Wahrheit. Philipp A… ist cool. Und lassen Sie sich bitte nicht von diesen Neidern aufhalten. LG . MANU HYUAN

  • #2
  • #3
    Hermann

    Ja, der Artikel hat Recht. Trotzdem gehört Philipp Amthor wegen seinen erzkonservativen Ansicht bekämpft. Philipp Amthors Weltsicht führt im Endeffekt zu einer preußisch-autoritären Klassengesellschaft, und hier gibt es keine zwei Meinungen: das ist Mist und gehört überwunden!

    Die linksliberale Rücksichtnahme auf Philipp Amthor weil er – und das ist ja korrekt – das Spiel der toxischen Männlichkeit nicht mitspielt ist meiner Meinung nach trotzdem Fehl am Platz. Wenn man immer vom moralischen "Highground" aus kämpfen will, wird man strukturell verlieren. Und das um was es geht – die offene und freie Gesellschaft – ist zu wichtig, um ihren Gegnern übertriebene Rücksichtnahme zukommen zu lassen.

    Nein, der Zweck heiligt natürlich nicht die Mittel! Aber wer kämpft, macht sich die Hände schmutzig, das geht nicht anders. Von daher: Philipp Amthor my ass!

  • #4
    Hans

    Was das mit toxischer Männlichkeit zu tun haben soll, ist mir schleierhaft. Eine kurze Twittersuche bringt haufenweise diffamierende ad hominem tweets auch von weiblichen, vermeintlich feministisch-progressiv-toleranten Zeitgenössinnen zutage.

    Das Amthor Gebashe hat nix mit Männlichkeit zu tun, toxisch oder nicht. Sondern schlicht mit der Tatsache, dass Linke alle Toleranz, Respekt und Safe-Space-Gelaber fallenlassen, sobald es gegen die "Richtigen" geht.

  • #5
    Jörg Samrey

    Ich lache nur über diesen Milchreisbubi. Wer politisch Andersdenkende im Bundestag beschimpft, welche aufgrund ihres Alters seinen Großvater abgeben könnten, noch dazu hochgebildet sind und zumeist einen Doktortitel tragen, hat in der Politik nichts verloren. Dieser Typ war doch schon fertig, bevor er beschlossen hat was zu werden. Ich jedenfalls freue mich auf alle kommenden Wahlen und weiß sehr genau, wo ich alternativ mein Kreuz machen werde.

  • #6
    nussknacker56

    Eine beeindruckende Sammlung Armutszeugnisse von Menschen, die sich für ihre richtige Gesinnung gerne stolz auf die Schulter klopfen.
    ————————-
    #1
    "rechtsgerückte Menschen", "zielgesteuerte Rechtsradikale" und "braune Kommentarlawine". Und das lesen Sie alles aus obigen Kommentaren heraus? Alle Achtung.

  • #7
    Bebbi

    Philipp-Amthor hat mich bisher nicht wirklich interessiert. Aber ich mag diese Selbstgerechtigkeit und Selbstherrlichkeit der Twitter-Community, die sich so liberal und so gibt, auch nicht.

  • #8
    Robert von Cube Beitragsautor

    @#4: Eben. Es geht nicht darum, ob Männer so argumentieren, sondern dass das toxische Männlichkeitsideal als Angriffswerkzeug verwendet wird, auch von Frauen.

  • #9
    Thomas

    @Jörg Samrey

    Ich denke eher Leute wie Dr. Alexander Gauland oder Dr. Alice Weidel haben im Bundestag nichts verloren. Warum soll man die schützen? Nur weil die hochgebildet sind und einen Doktortitel haben?

  • #10
    Michael Büker

    Für den Spruch „Lebe so, dass Philipp Amthor Angst vor Dir hat“ stand wahrscheinlich der im März 2018 in die Welt gesetzte „Lebe so, dass Jens Spahn etwas dagegen hätte“ Pate. Als dessen Urheber danke ich Robert für diesen Beitrag.

  • #11
    Nina

    @Jörg Samrey: Nicht vergessen-jeder nur ein Kreuz! 😀

    @Robert von Cube: Super Beitrag! Was für Frauen gelten soll, muss auch für Männer gelten-Diskreditierungen unter der Gürtellinie gehören in den Bereich von Kunst und Literatur und steht der Satire frei aber nicht dem normalen, öffentlichen (!) Diskurs. Ich habe einfach die Hoffnung, dass die öffentlich gemachten Äußerungen von Privatpersonen wie oben einfach Äußerungen von Minderheiten sind. Die Gedanken sind frei, aber dadurch, dass jeder die Möglichkeiten nutzt, eine Art Bühne zu betreten und seine persönlichen Äußerungen als wichtig und relevant für seine Mitmenschen ansieht, kann auch der Eindruck von Stimmungsmache entstehen.

  • #12
    Arnold Voss

    @ Thomas # 9

    Nicht sie bestimmen wer in ein Parlament gehört, sondern die Wähler. Jeder, der demokratisch in ein Parlament gewählt wurde, hat dort was zu suchen. Wenn sie ihn/sie wieder da raus haben wollen, müssen sie mit demokratischen Mitteln dafür sorgen, dass er/sie nicht (wieder) gewählt wird.

  • #13
  • #14
    Thomas

    @Arnold Voss

    Ich bin ganz ihrer Meinung. Jörg Samreys Kommentar hört sich aber so an als ob jemand der hochgebildet ist, einen Doktortitel hat und schon älter ist nicht kritisiert werden darf. Und der Gauland ist so eine Person. Und dem muss ich widersprechen. Ein Gauland gehört kritisiert!

  • #15
    Anderer Max

    Ich bin ja immer noch der Meinung, dass es Kalkül ist, die Amthors und Kühnerts dieser Welt die provokativen Dinge aussprechen zu lassen – Inhaltliche Kritik kann so einfacher ignoriert werden, weil der kritiker "will ja eh nur die Perosn angreifen".
    Macht die zitierten Tweets da oben natürlich auch nicht besser.

  • #16
    Nein, möchte ich nicht

    Verstehe ich die Diskussion hier gerade richtig?

    Da gibt’s den Herrn Amthor. Herr Amthor pflegt ein Image, das er mit Kleidung, Stil und politischen Äußerungen aufbaut. Seiner Meinung nach passt dieses Image zu ihm, und er verspricht sich maximale Karrierechancen von diesem Image (immerhin hat’s ihn schon ein Stück weit gebracht).

    Und eine Menge Leute fallen auf dieses Image herein. So heftig, dass auf das Image einsteigen, die Inszenierung als echt kaufen, und statt den Herrn Amthor sein Image angreifen.

    Prima, alles richtig gemacht, Herr Amthor.

    Alle anderen (inkl. Herr von Cube, der dieses aufgesetzte Schmierentheater nicht entlarvt sondern verteidigt): Setzen, Sechs.
    Ihr spielt alle das Spiel des Herrn Amthor. Oder besser: Er spielt mit euch.

    Im Übrigen sind die Ansichten die das Image des Herrn Amthor nach außen vertritt nicht konservativ, sondern reaktionär. Soviel Unterscheidung am rechten Rand des demokratischen Spektrums darf man in 2019 schon erwarten. Vielen Dank.

  • #17
    Stefan Laurin

    @Nein, möchte ich nicht: Amthor ist ganz sicher nicht am rechten Rand der Gesellschaft. Da sind ganz andere.

  • #18
    Robert von Cube Beitragsautor

    Ja, das ist wahr: Amthor war lange Zeit ein Punk und hat sich dann aus politischem Kalkül dieses künstliche Image angeeignet.

  • #19
    Nina

    @16:
    In dem Beitrag geht es meiner Meinung nach um die Art und Weise, wie in der durch soziale Medien geschaffenen Öffentlichkeit Sachkritik gegen Diskreditierung unter der Gürtellinie getauscht wird.
    Frauen werden durch lauwarmen Altherren-Duktus diskreditiert (siehe Broder), Männer durch hysterische Anfeindungen, die ebenfalls unter die Gürtellinie gehen können. Das Eine so schlimm wie das andere.
    Was man Frauen nicht zumutet, mutet man Männern zu? So nicht bitteschön.

  • #20
    Tom

    "Dass Amthor wohl Single ist, wird freilich auch aufgegriffen. Der braucht erstmal ne Freundin, höhö. Ich möchte nicht hören, dass Frauen „mal ordentlich rangenommen“ werden müssten. Aber bitte auch nicht andersherum. Und Männer, die sich über ihren Erfolg bei Frauen definieren, dürften eigentlich ins letzte Jahrhundert gehören. Aber wenn sie gegen Abtreibung sind, dann sind Männer ohne Freundin natürlich doch Schlappschwänze"

    Aus den erwähnten Tweets lässt sich das nicht entnehmen, weder "ordentlich rannehmen" noch "Schlappschwanz", das ist männliche Denke. Amthor müsste eigentlich ein Frauentyp sein, Kindchengesicht, intelligent, eloquent. Aber dann macht er den Mund auf und sagt, "Du darfst leider niemals abtreiben". welche Frau hört das schon gerne?

  • #21
    paule t.

    @ #12 "Nicht sie bestimmen wer in ein Parlament gehört, sondern die Wähler. Jeder, der demokratisch in ein Parlament gewählt wurde, hat dort was zu suchen. Wenn sie ihn/sie wieder da raus haben wollen, müssen sie mit demokratischen Mitteln dafür sorgen, dass er/sie nicht (wieder) gewählt wird."

    Da darf ich aber bitte schon unterscheiden zwischen a) einer juristischen Aussage und b) einer sachlichen Bewertung aufgrund der Stellung der Person zu den Grundlegen der Demokratie, in deren Parlament er sitzt.
    Für a) haben Sie natürlich Recht. Aber für b) kann ich natürlich sehr wohl sagen, dass jemand, der weit rechts außen steht wie Gauland und mit wesentlichen Grundlagen unserer Demokratie Probleme hat, eigentlich nicht ins Parlament dieser Demokratie gehört, auch wenn das natürlich keine rechtlichen Folgen hat. Warum denn nicht?

    Das ist dann ja nicht nur meine politische Meinung, wer aufgrund verschiedenster Kriterien fürs Parlament gut geeignet wäre, sondern schon an der DSemokratie selbst sachlich begründet.

  • #22
    Arnold Voss

    @ paule t. # 21

    Demokratie ist, wenn nicht nur Leute im Parlament sind, dich ich gewählt habe. Es gibt eine Menge Leute in diesem Land, die Probleme mit der Demokratie haben. Trotzdem dürfen sie wählen und gewählt werden, so lange das Verfassungsgericht nicht festgestellt hat, dass sie verfassungsfeindliche Ziele verfolgen. Das überzeugte Demokraten politisch dafür kämpfen sollten, dass solche Leute gar nicht erst ins Parlament kommen, ist selbstverständlich.

  • #23
    Helmut Junge

    Aber wenn du schreibst, Robert: "Es geht nicht darum, ob Männer so argumentieren, sondern dass das toxische Männlichkeitsideal als Angriffswerkzeug verwendet wird, auch von Frauen.", dann ist dieses "Ideal" eben nicht männlich. Dann ist der Begriff männlich schon falsch.
    Während meiner Jugendzeit haben wir gegen die ältere Generation aufbegehrt, indem wir genau dieses outfit, daß allgegenwärtig war, ablegten. Damals haben wir uns noch ganz andere Sachen anhören müssen. Als wir dann nicht eingeknickt sind, sind Teile unserer Kritiker, um nicht als stockkonservativ zu gelten, unseren Spuren gefolgt. Jeans, Koteleten, Bärte
    sah man bei ihnen plötzlich usw. Nur mit den langen Haaren hat bei der älteren Generation nicht mehr geklappt.
    Der Unterschied zu dem Genannten ist der, daß wir mit unserem Outfit keine Karriere machen konnten, oft auch nicht wollten, während diese Person genau das mit dieser Verkleidung leicht zu schaffen scheint. Erwartungsgemäß übrigens.

  • #24
    Robert von Cube Beitragsautor

    @Helmut: Ich denke nicht, dass es mit dem Outfit zu tun hat, das ist doch bei fast allen Politikern identisch. Es geht um die Ausstrahlung, und die ist eher weich, kindlich, unmännlich. Wenn Frauen ihm das vorwerfen, machen sie sich ein Ideal von Männlichkeit zu eigen, dass sie (also, einige) andernorts verurteilen.

  • #25
    Nina

    Also wenn hier tatsächlich auch über Kleidung diskutiert wird, dann schalte ich mich gerne dazu ein. Ich finde Anzüge und Hemden seeeehr anziehend. ❤️ Wieso soll das ne Verkleidung sein?
    Außerdem ist das hier ein freies Land und jeder darf sich kleiden wie er möchte. Schon vergessen?

  • #26
    Helmut Junge

    @Robert, als Kind habe ich "Hiram Holyday gesehen. So ein Antiheld. Kam gut an, auch bei den Frauen. Aber irgendwann in den Sechzigern, gab es diesen Typus nicht mehr. Da wurde ein anderes Männerbild verlangt. Auch und gerade von den Frauen. Es kann sein, daß das von den Frauen erwartete Männerbild sich wieder in diese Richtung "weich, kindlich, unmännlich" verändert. Das machen natürlich nicht alle Frauen mit. deine oben zitierte Irma springtvielleicht in die Kreissäge, weil sie nicht mitkommen will. Aber nach meiner Erfahrung sind es Frauen, die das Männerbild fordern und Männer, die das Frauenbild anfordern. Damals gab es auch Frauen, besonders konservative Frauen, die am liebsten in die Kreissäge gesprungen wären, wenn sie uns mit unseren langen zotteligen Haaren sahen. Übrigens entspringt die Theorie von der toxischen männlichkeit exakt dem traditionellen Rollenbild der Geschlechter. Und merkwürdig ist, daß diese Idee aus der Ecke zu kommen scheint, die sonst sagt, daß das Geschlecht ein soziales Konstrukt sei. Wie es gerade so paßt. Ich selber glaube fest, daß Aggressionen, abgesehen von körperlichen Aggressionen, auf beide Geschlechter gerecht verteilt sind.

  • #27
    Jessica Stuber

    Ich respektiere und bewundere immer Leute, die eine höhere Redekunst aufweisen. Das trifft auf einen rechten Amthor und einen linken Gysi zu. Ich messe mich da gerne auf diesem Niveau – das ist erfrischend "hochwertig". Von facebook-Teilnehmern ist man natürlich immer gewohnt, dass man "ad hominem" attackiert wird (sowohl vom "einfachen Volk", aber auch von Akademikern, die sich dort tummeln). Inhaltlich ist Herr Amthor natürlich eine Katastrophe. Soviel Homophobie und Frauenfeindlichkeit ist schwer zu ertragen. Aus meiner Sicht ein Karrierist, der wenig Gewissen hat.

  • #28
    Arnold Voss

    Was körperliche Aggressionen betrifft, Helmut, ist die Statistik allerdings eindeutig zu gunsten des weiblichen Geschlechtes. Morde werden meines Wissens fast zu 90% von Männern verübt und das jenseits von Kriegen und kultureller Prägung.

  • #29
  • #30
    Peter Hartung

    Das einzig Beachtenswerte an diesem Text ist, dass dem Autor dieses Phänomen offenbar erst jetzt auffällt. Es ist überhaupt nichts Neues, dass Menschen, die sich für politisch links halten, mit übelsten Gewaltfantasien, unsachlichen Argumenten und mit Beleidigungen gegen andere angehen. Und ja,: sehr oft mit Beleidigungen, die sehr oft mit dem Geschlecht oder äußerlichen Merkmalen zu tun haben.
    Womit das allerdings oft gar nichts zu tun hat, ist Männlichkeit, toxisch oder nicht. Denn die Ungehemmtheit, mit der Feministinnen sich regelmäßig über Alter, Schwäche, Potenzschwierigkeiten oder mit "der kriegt keine ab"-Sprüche über Männer äußern, ist oft so groß, dass man sich ernsthaft fragt, warum eigentlich fast niemand die Heuchelei dabei auffällt.

    Merke: Der Satz: "Stell dir die Situation mit vertauschten Geschlechterrollen vor" gilt nur, wenn in dem Vergleich ein Vorteil für Frauen herausspringt.

    Ähnliches gilt auch für die sogenannte politische Linke. Ich nenne sie die "sogenannte", weil ein echter Linker sich eigentlich auf eine politische Richtung beruht, die aus der Arbeiterschaft zurzeit der industriellen Revolution entsprang. Menschen mit geringer oder gar keiner Bildung, die sich zusammenschlossen, um "denen da oben" zu zeigen, dass sie auch etwas zu sagen haben. Wählen heutzutage ähnliche Menschen aus ähnlichen Motiven AFD oder stimmen für den Brexit, nennen diese (sogenannte) Linken sie dann verächtlich "Abgehängte" – und solidarisieren sich lieber mit den achso globalen jungen gut gebildeten Menschen der Londoner Elite – inklusive der Neocons der Londoner City, die die Finanzkrise 2008 herbei geführt haben.

  • #31
    Meiss

    Herr Ampthor hat im Fall Maaßen ungefiltert dessen Wording zu den Vorfällen in Chemnitz übernommen. Wenn das nicht sehr weit rechts ist… mich interessiert nicht wie er sich kleidet, aber was er zu den Themen NeoNazis, Abtreibung usw. sagt und das kann auch aus der rechten Ecke kommen.

  • #32
    Rainer Hohn

    Ich kann wahrlich nicht von mir behaupten, irgendwelche Ansichten mit Herrn Amthor zu teilen, aber wenigstens zeigt er, daß man erzkonservative Ansichten vertreten kann ohne dumme Vorurteile zu schüren, ganze Bevölkerungsgruppen zu beleidigen und menschen gegeneinander zu hetzen.
    Quasi so wie die AfD sich gerne darstellen würde, es aber wegen wiederholten, rassistischen Ausfällen nicht hinbekommt.

  • #33
    S.Bernhardt

    Schöner Artikel! Er ist der einzige in der CSU, dem ich meine Stimme geben würde. Er ist eloquent, ein hervorragender Redner und er kennt jedes Fitzelchen an geschriebenen aktuellen Gesetzentwürfen und überhaupt alles, was derzeit aktuell ist. Dieser Mann, ja Mann, hat das Zeug zum Kanzler. Denkt an meine Worte. In 15 Jahren wird das soweit sein. Wer mal einen anderen Amthor sehen will, sollte mal bei Youtube schauen.
    Amthor kann Politik, wie schon lange kein anderer nach Kohl.

  • #34
  • #35
    jena paul

    Grossartige Analyse, aber anhand des Kommentars von Manu Hyuan erkennt man, dass selbst die beste Analyse Menschen, die in Blasen verharren nicht mehr erreicht. Sie erkennen nur die Schlussfolgerung, die der eigenen entspricht und sehen den Wald vor lauter "Rechtsgerichteten" nicht mehr! Wenn sie den Artikel wirklich "gelesen" hätte, dann wäre ihr aufgefallen, dass genau Leute wie sie, die sich qua Überzeugung für grundsätzlich bessere Menschen halten und aus dieser Position meinen, über Menschen ohne Anstand richten zu dürfen, diese Kommentare zu Herrn Amthor verfasst haben. Hier beisst sich die verblendete Katze wieder in den eigenen Schwanz.

  • #36
    Helmut Junge

    So meinte ich es Arnold. Vor allem wenn Männer geistig unterlegen, aber körperlich überlegen sind, ist körperliche Aggression oft erste Wahl. Aber wenn es um Wortgefechte geht, sieht meine persönliche Beobachtung eher leichten Vorteil bei den Frauen. Männer und Frauen sind durchaus unterschiedlich in Wahrnehmung und Wertung, und ich bin überzeugt, daß das nicht erlernt ist, daß es tatsächlich typisches giftiges männliches Verhalten gibt, aber auch Frauen zeigen giftiges Verhalten. Durchaus. Und es gibt ein riesige Schnittmenge. Ich sehe in den obigen Twitter-Beispielen z.B. Muster der Abneigung bei Frauen, die eher typisch weiblich sind.

  • #37
    Xanderl Leuwen

    Interressant was Ihr Kommentatoren anderen Leuten gerne antun möchtet und wie Ihr sie beschreibt – wieviele von Euch wurden in der Schule verprügelt? Oder zuhause? oder was hat man Euch angetan? Oder wie seht Ihr aus? Findet Ihr Euch minderwertig? Kompensiert Ihr das jetzt? Würdet Ihr Euch das live und in Farbe trauen?
    Zum Thema:
    Man erkennt sogleich Am Thor
    der Götterschaft Humor
    in diesem Sinne geht schön rechts, aber den Rechten nicht auf den Laim

    Euer Xanderl

  • #38
    Friedrich Kneitz

    Die Intoleranz der Toleranten ist immer wieder faszinierend. Wer eine andere Meinung hat wird von den sogenannten Toleranten gerne verprügelt, zerstört – oder einfach mal in die Fresse gehauen. Selbstkritik? Gleich Null. Wie heistt es so schön: Erst einmal vor der eigenen Türe kehren…

  • #39
    jenapaul

    Hier tobt unabhängig von dem Gedankengang des Artikels der Krieg der Idio…, sorry, der Ideologien. Niemand scheint mehr wirklich unabhängig, wie eben der Autor hier selbst, die Lage in diesem Land einmal wirklich abstrakt und sachlich betrachten zu können. Es geht um die neugesellschaftliche vermeintliche Liberalität und um das Bild der Männlichkeit. Auffallend ist ja doch auch hier wieder, dass die vermeintlich so menschenfreundliche liberale Fraktion hier in engeren Denkschlaufen erstickt, als sie die AFD selbst zu stricken vermag. Es geht nicht mehr um links und rechts, sondern um die Psychologie, die Ehrlichkeit der Menschen zu sich selbst und gegenüber Anderen. Es scheint hier alles höchst neurotisch aufgeladen, weil der Narzisst, alles in seiner Umgebung direkt auf sich bezieht, nicht mehr sachlich diskutieren kann. Er ist reduziert auf eine sehr infantile, ja mindestens pubertäre Denke, die nur Freund oder Feind kennt. Eben dieses Muster hat der Autor ja versucht aufzudecken. Die Kommentare bestätigen ja nur seine Analyse. "Der ist ja auch böse" Lustig ist, dass die sich als so unbedingt liberal und menschenfreundlich begreifende Gruppe, diese aber nur auf ihre ureigenste peer group und nie auf andere bezieht, die mit politischen Flosgen ihre höchst emotionale regressiv pubertäre Haltung zu verdecken sucht und insgeheim dem patriarchisch-machistischen Männerbild der konservativen männlichen Muslime folgt. Hier entsteht wie immer, wenn man einer Ideologie und nicht der Realität folgt ein sinnfreies Chaos, dass jeder Logik widerspricht, da es von Ideen und vor allem von Gefühlen geleitet ist. Der Selbstbetrug war ja schon immer die Königsdisziplin der neurotisch verirrten. Man kann sich Liberalität im Denken eben nicht selbst verleihen, man muss sie sich hart erarbeiten.

  • #40
    Hermes Conrad

    @Jörg Samrey
    "Wer politisch Andersdenkende im Bundestag beschimpft, welche aufgrund ihres Alters seinen Großvater abgeben könnten, noch dazu hochgebildet sind und zumeist einen Doktortitel tragen, hat in der Politik nichts verloren."

    Das klingt, als hätte es ein CSU-naher Kolumnist 1983 über die Grünen geschrieben…

  • #41
  • #42
    J.R.

    Im Tenor finde ich diesen sehr bedächtigen Artikel lesenswert und bedenkenswert.

    Möchte aber auch erinnern an dieses: Theodor W. Adorno, Studien zum autoritären Charakter.

    Wo es für mich klar ist, dass auf beiden Seiten der Debatte "Autoritäre Charaktere" im Sinne Adorno zu finden sind, fällt mir eine Einordnung von Herrn Amthor selbst schwer. Aber so ganz von der Hand zu weisen ist dann doch nicht, dass auch er sich diesen Schuh anzuziehen hat. Zumindest wenn man manche seiner Thesen zu Ende denkt.

  • #43
    MFK

    Philipp Amthor: Alleinerziehende Mutter (Werkzeumacherin), Abitur mit 1,4, Jura Prädikatsexamen.

  • #44
    Janek

    Meine Zusammenfassung:
    – guter Artikel mit offenen Fragestellungen (kommunikativ nicht zu beanstanden)
    – viele Wortmeldungen, häufig mit in den Vordergrund stellen der eigenen Meinung (kommunikativ wie qualitativ oft zu beanstanden)
    – Fragestellung: Gibt es die sogenannte "politische Mitte" eigentlich noch oder wird man automatisch wegen seiner (wahrscheinlich verschiedenen) Meinung zu verschiedenen Themen wechselnd als am rechten Rand oder am linken Rand stehend betrachtet?

  • #45
    Elvenpath

    Es ist eigentlich recht einfach. In den meisten Fällen bestimmt die Größe in der Hose das Selbstbewusstsein von Männern. Offensichtlich ist Herr Amthor mit sich in der Beziehung sehr zufrieden und entsprechend souverän.
    Ich muss gestehen, bis zu diesem Artikel habe ich von dem Mann allerdings noch nie gehört.

  • #46
    Ralph

    Danke! Ich habe sehr lange nicht mehr einen so gedankenvollen Beitrag lesen dürfen.

    Zuerst kannte ich Herrn Amthors Bild, dann die "satirischen" Sprüche über ihn. Dann habe ich ihn in einer Talkshow als nachdenklichen, ehrlich reflektierenden und sachlich argumentirerenden und dadurch sehr wohltuenden Teilnehmer erlebt und mich positiv über ihn gewundert.

    Damit, dass unsere Meinungen wenig Überschneidungen haben, hat das nichts zu tun.

  • #47
    Onkelheinz23

    @Manu Hyuan

    "Hier sieht man wieder, wie sehr Rechtsgerückte Menschen, versuchen einen anderen schlecht zu machen. Allein ihre Beleidigungen zeigen uns, das Sie keine Grenzen kennen um jemand zu verletzen."

    Hier sieht man mal wieder, wie sehr das "linke" Establishment gern die "Guten" repräsentieren würde.
    Sind sie blind oder selbst zu oft verprügelt worden?
    Die Kommentare kommen von LINKS WIE RECHTS.

  • #48
    Daniel

    @ Hermann #3
    "Ja, der Artikel hat Recht. Trotzdem gehört Philipp Amthor wegen seinen erzkonservativen Ansicht bekämpft." Aber eben nur mit Argumenten. Man muss ihn und seine Ansichten nicht mögen und nicht sein Freund sein, aber man muss ihm dennoch anerkennen, dass er seine Argumente hervorbringt,zu diesen steht und sie rhetorisch sehr gut verteidigt. Seine Kritiker hingegen greifen ihn meistens persönlich an, beleidigen ihn und stellen sein Erscheinungsbild und seine Persönlichkeit über seine Argumente. Und deswegen bleiben seine Argumente und seine Meinungen bestehen, denn diese können nur durch andere Argumente widerlegt oder verbessert werden, nicht aber durch persönliche Angriffe.

  • #49
  • #50
    Reideen

    Guter Artikel. Halte die Meinungen von Herrn Amtor auch für Unsinn, aber er sollte ein Recht haben sie äussern zu dürfen ohne dafür wie ein Sandsack behandelt zu werden.

    "I do not agree with what you have to say, but I’ll defend to the death your right to say it" – Evelyn Beatrice Hall

  • #51
    Talal.z.koch@gmail.com

    Lass mal diese neuklugen Worte, wie toxische Männlichkeit aus deinem politischen Texten. Denn ich denke du verstehst etwas von dem einen, aber gewiss nicht von dem anderen.

    Weil jemand schreibt, dass einer auf die Fresse verdient, hat nichts mit männlichkeit oder gar einem anderen Geschlecht zu tun. Dem zu untersagen ist einerseits eine glitschige Angelegenheit die schnell Züge der Zensur annehmenkann.

    Andererseits ist es auch ein wichtiges maß, an dem man erkennt wie sehr, ein solches Verhalten, Partien der Gesellschaft gegen den Strich geht.

    Nur weil jemand sagt dass er geschlagen gehört, heißt das noch gar nichts. Es gibt bereits gesetze gegen Drohgeberden und Gewalt. Da schadet eine Gedankenpolizei nur.

  • #52
    Lee

    Ganz deiner Meinung, Robert, dass die Art wie über Phillip Amthor hergezogen antifeministisch: Sie baut auf antrozentrischen Definitionen von Cool, Stark und Überlegen auf und zielt auf den Schwachen.
    Du hast viele Beispiele dafür gefunden, die es hergeben Männlichkeitsgehabe in der Linken zu kritisieren. Das könnte ein spitzen Fokus in deinem Artikel sein.
    Tatsächlich machst du argumentloses Linkenbashing und verteidigst einen rechten Politiker, der für seine konservativen Ziele einsteht und damit innerhalb seiner Zirkel als Normal gilt. Diese Zirkel sind nicht zu vergessen weiße Männerklüngel, die gesellschaftlich den größten Anteil an der Macht haben. Die Außenseiterrolle ist da nur schwer anzuerkennen.
    Ich lebe natürlich so, dass auch Markus Söder, Phillip Amthor, der Maskulinistenverein um die Ecke und der Pabst Angst vor mir haben.

  • #53
    L

    Sehr geiler Artikel!

    Ich muss zugeben, dass mich der heut so hippe "Feminismus" (aka Anti-Patriarchy) schon ziemlich triggert.

    Aber was du in diesem Artikel beschrieben hast, triggert mich genauso.

    Der Grund dafür, dass mich "Feminazis" triggern, ist, dass sie nicht realisieren, dass nicht alleine das weibliche Geschlecht durch eine dominante "Patriarchie" leidet.

    Außenseiter, die "gar nicht unsicher" und "völlig im Einklang mit sich" sind, dürften eine verschwindend geringe Minderheit sein.

    "In seiner tollpatschigen, drolligen Art ist er dennoch völlig im Einklang mit sich, er verkörpert das, was er sein will, er hat Spaß an seiner Sache und die strahlt er aus."
    Dieser Satz hat für mich als alten Selbstzweifler besondere Relevanz.

    Danke für diesen Augenöffner!

  • #54
    Thilo

    Ich bin bestimmt nicht immer der Meinung von Amthor, aber was hier teilweise gegen ihn abgeht zeigt, dass diese Schreiberlinge erst mal das Grundgesetz lesen sollten, evtl. auch das Strafgesetzbuch. Jeder Mensch darf diese Ansichten haben, die Pöpler haben keine Argumente dagegen.

  • #55
    Am Tor

    Vielleicht sollte sich die Autorin dieses Artikels mal selber den Spiegel vorhalten, wenn sie Amthor als "unmännlich" empfindet. Dieser Gedanke ist mir nämlich nicht gekommen.

    Amthor wirkt wie ein alter Mann der Generation Kohl auf mich und vertritt auch ungefähr die Werte dieser Generation. Kann es sein das die Autorin sentimentale Gefühle für den "armen Amthor" entwickelt hat? Geht mir genauso. Amthor erinnert mich an die alten Menschen meiner Kindheit.

    Nur leben wir halt im Jahr 2019 und wenn jemand junges wie Amthor die Zukunft der CDU ist, dann kann die Autorin auch schonmal wieder kochen üben, für den arbeitenden Ehemann. Genau dahin will Amthor nämlich wieder zurück: Zwanghafte Tradition.

  • #56
    Ulrich Becker

    Fairer Artikel über einen, der alle ob seiner Souveränität alle latenten Aggressionspotentiale weckt.

  • #57
    Mario

    "Hier sieht man wieder, wie sehr Rechtsgerückte Menschen, versuchen einen anderen schlecht zu machen."

    Hier sieht man wieder, wie linksgerückte Menschen vollkommen ausblenden, dass die Hass-Kommentare nicht nur von "Rechtsgerückten", sondern auch von Linken kommen.

  • #58
    Bernhard W.

    Sehr guter Artikel, der vielleicht etwas hilft, deutlich zu machen, dass demokratische Kompetenzen auf beiden Lagern gefordert sind.
    @Jörg Samrey: Und noch ein Hinweis: Erfahrung an sich, macht noch lange nicht klug, dafür gibt es Milliarden Beispiele, im Gegenteil die meisten werden noch dümmer als sie eh schon sind, denn der "gesunde Menschenverstand" sagt eben, die Erde ist eine Scheibe… Und meistens ist alles anders als wir denken. Ein Herr Amthor ist jemand, der excellent reflektieren kann. Das finde ich anerkennenswert, obgleich ich selbst eher links-grün eingestellt bin. Und ja, ein Doktortitel sagt leider überhaupt nix über die menschliche Qualität von politischen Ansichten. Trump-Wähler finden sich in allen Schichten und so war es auch in der dunklen Ära in Deutschland…

    Herzlichen Dank nochmals für den Artikel.

  • #59
    Wolfram Obermanns

    Die "Linke" gibt es nicht.
    Links sein bedeutet mit schöner Regelmäßigkeit auch Antisemit, homophob, sexistisch, illiberal, gewaltätig, Verschwörungstheorien anhängend, Fake-Nows produzierend und bar jeder politischen Vernunft zu sein. "Links" ist nun mal schon länger auch die Wohlfühlecke politischer Gedankenlosigkeit.
    Ein Resultat dessen ist die "Kritik" an Amthor, ebenso wie seiner Zeit die homophoben Sprüche gegen Westerwelle oder die blöden Kommentare zur Frisur von Fr. Merkel. Es gibt Linke, die diesen Bezeichnung vielleicht mit einer gewissen Berechtigung zugeschrieben bekommen, aber es gibt auch andere, die mit linksblöd treffend charakterisiert wären.
    Das wirklich peinliche ist, nur die aller wenigsten "Linken" distanzieren sich von linksblöd, sie mögen die Wärme der Herde. Das ist menschlich, sehr menschlich, aber nicht klug. In seiner Zuspitzung wird der selbe Teil der Herde, an dem man sich eben noch so schön gewärmt hat, umgelabelt: das ist nicht "Links" sondern rechts, denn links ist das Gegenteil von XYZ. Stimmt sogar, aber das Verfahren kennen wir noch woanders her und da zieht das auch nicht richtig. Islam ist Frieden …
    Was nun die meisten Islam-ist-Frieden-Muslime von "Linken" unterscheidet, ist der soziale Status und der Bildungsgrad. Schade um die "Linke", wenn so linksblöd trotz sozialem Hintergrund durch die Hintertür zur Norm wird.

  • #60
    Bernd

    @ Wolfram Obermanns

    geht’s noch ein bißchen arroganter? Versuch doch mal, ob du das noch übertreffen kannst: "… sie mögen die Wärme der Herde. Das ist menschlich, sehr menschlich, aber nicht klug …"

  • #61
    Echorausch

    @Jörg Samrey: Gauland und Weidl hochgebildet? Wohl eher nicht.. das sind auch nur Menschen, die irgendwann mal ihren Doktortitel gemacht haben. Aber Ehrfurcht vor diesen Menschen muß man keineswegs haben.

  • #62
    Björn Schünemann

    Herr Amtor zeigt mir wunderbar auf, was die Leute scheinbar an mir selber nicht mögen, weshalb ichs so schwer hab im Leben. Es ist das zum Alter unpassende "gesetzte", "reife", "wissende" und das stößt "altklug" auch, ja sogar mich selbst! Das nervt mich nicht des Inhaltes, sondern der Art. Ich muß mal tiefer in mich rein gehen, das "warum" zu ergründen, denn er ist doch anständig, wirkt hochgebildet. Eigentlich macht er doch nichts falsch, er vertritt seine Meinung und bleibt dabei in der Etikette. Ist es das "gehobene", was einen Gesprächspartner in Diskusionen wütend macht, weil es intelektuell "überbordend" wirkt? Einer, der viel weiß, der wird bei Agressionen immer netter (wenn er sich professionell verhält), damit knackt er "tumbe" und jene fühln sich zurück gesetzt und wolln dann verprügeln. Die Welt ist verrückt, sie lehrt "benimm Dich" und machst es, wirst über den Tisch gezockelt oder verdroschen! Hern Amtors Art provoziert, sogar mich selbst, ich empfinds einer seits abstoßend, anderer seits ist sein Verhalten ein roter Faden durch das meine. Warum stößt korrektes Verhalten auf Aversion??? Diesen Punkt verstehe ich nicht, ich habe es erkannt, jedoch nicht die Lösung.

  • #63
    Horst Schulte

    Danke für den tollen Artikel. Er hält vielen einen Spiegel vor. Auch manchen Kommentatoren hier im Beitrag. Viele scheinen längst drüber, was sich darin äußert, dass sie Menschen in ihrer großen Unterschiedlichkeit gar nicht mehr als solche erkennen mögen.

    Philipp Amtor zeigt sich. Er ist in meinen Augen ein großes politisches Talent, was sich übrigens auch darin zeigt, wie er sein Direktmandat in seinem Wahlkreis gewonnen hat. Ich würde ihn nicht wählen, weil ich mit seinen Ansichten nicht übereinstimme. Wie viele mit jemandem umgehen, der zu seinen Überzeugungen steht, ist echt traurig. Aber diese Art von Auseinandersetzung ist ja längst normal geworden. Umso wichtiger finde ich diesen Artikel. Nochmal Danke dafür.

  • #64
    Steffen Lauff

    was heißt eigentlich immer toxische Männlichkeit? Das nennt sich Mensch sein.

  • #65
    Basilisk

    Der Fall zeigt eher, wie emotional entfesselt und anstandsmäßig unbewaffnet Diskussionen heute geführt werden. Bei Otto-Normalbürger ist das schon schlimm genug, aber gerade die heutige Generation von Politikern gibt ein schlechtes Vorbild und macht es keinen Deut besser. Wenn ich mir die Reden im Bundestag oder gar eine dieser gruseligen Polit-Talkshows anschaue, kann ich nur mit dem Kopf schütteln: Polemik und persönliche Angriffe, statt der dringend benötigten inhaltlichen Debatte und irrwitzigerweise sind es immer die selbst am wenigsten Toleranten, die von den anderen Toleranz einfordern.

    Wenn aber Debatten nicht mehr intellektuell, sondern emotional geführt werden, so stärkt man damit die radikalen Ränder der Gesellschaft und ist in Teilen gar versucht, Straftaten moralisch zu legitimieren, wenn sie den vermeintlich "Richtigen" treffen. Eine äußerst bedenkliche Entwicklung, der mit allen Mitteln entgegen zu wirken ist und zwar parteiübergreifend!

  • #66
    Mascha Grüne

    Fußballplatz Männerideologie.
    Politische Argumente sind wenig gefragt, dafür, wie einer aussieht und was ihm auf dem Schulhof passiert ist.
    Einfach nur zum Kotzen.
    Jede Versachlichung dieser Häme- unter -der -Gürtellinie wird ebenfalls verhöhnt.
    Dabei hat Amthor im "Freitag"-Interview gezeigt, wie töricht er argumentiert: Der Kommunismus sei "besiegt". China gibts nicht.
    Das reicht doch – oder?!

  • #67
    fakeraol

    OK, Amthor tritt nicht in Konkurrenz zu den sportgestählten, blauäugigen, blonden Herrenmernschen.
    Aber seine Haltung ist doch im Grunde die gleiche, nur halt gegenüber anderen Schwächeren.

    Der Ausländer darf halt auch nicht mitspielen, so wie hier bei den Männlichkeitsideologen der schwächliche, schlaksige Amthor. Auch er hat seine Form der Überlegenheitsideologie, er ist nicht "männlich", aber er ist "deutsch", und deshalb "besser" als andere.

    Im Grunde eben doch ebenso nur ein solches armes Würstchen, das Gründe braucht, sich anderen überlegen zu fühlen.

  • #68
    fakeraol

    Btw. Amthor kann keine "toxische Männlichkeit"?
    https://twitter.com/Callebay/status/1131176727881879552
    spiegel.de 01. März 2019

    Es ist ein simpler Satz, der einen an diesem Samstagmorgen kurz die Luft anhalten lässt. Der CDU-Politiker Phillip Amthor bestellt bei einer Parteiveranstaltung in Hamburg am Kaffeestand einen Capuccino. Frage vom Barista, ob er Zucker in seinen Kaffee wolle? Amthor schüttelt den Kopf und sagt: "Fürs Süße sind die Frauen zuständig." Er schaut in die Gesichter der umherstehenden Anzugträger: Alle etwa doppelt so alt wie er, alle grinsen jetzt, Amthor auch. Der Altherrenwitz schweißt sie zusammen, sie sind nun eins, die Alten und der Junge.

  • #69
    Nina

    Oh man…wenn man als Mann jetzt nichtmal mehr so einen harmlosen Satz sagen "darf"…
    Aufregen und genau hinschauen sollte man bei ganz anderen Sachen, Politik wird nicht am Kaffeestand entschieden.

  • #70
    Helmut Junge

    Jetzt hab ich auch kurz die Luft angehalten.
    Denn jetzt weiß ich, welche endlos viele toxische Männlichkeitsscherze ich in meinem Leben schon abgezogen habe. Und über was für abscheulich toxische Männlichkeitswitze ich schon gelacht haben muß. Steht die Welt noch?

  • #71
    Wolfram Obermanns

    Das "Zückerchen", das Amtor bei der Gelegenheit geboten hat, ist in geradezu peinlicher Weise altbacken – wie sein ganzer übriger Stil auch.
    Das hat auf Spießer der anderen Art seinerseits einen regelrechten Punk-Effekt, wie R.v.C. schon angedeutet hat. Für mich ist dieser Sachverhalt nicht wenig amüsant. Es ist dies ein Aspekt, der es erlaubt, aus der vorherrschenden Spirale der dauerbeleidigten Dauerbeleidigung auszubrechen.

  • #72
    Nina

    @Helmut: Ich persönlich finde diesen Satz sogar charmant und im Stillen würde ich mir als Frau denken "Fürs Spendieren des Zuckers sind die Männer zuständig.".
    😀

  • #73
    Helmut Junge

    "altbacken" wäre es schon in den Siebzigern gewesen, genau wie das Wort "altbacken".
    Andererseits gehören Frauen, die sich über solche Kleinigkeiten so richtig aufregen können, auch nicht in diese reale Welt.
    Und drittens ist unser "Held" selber gar nicht so frei von dieser sogenannten toxischen Männlichkeit. Darin gleicht er mir. Ist also irgendwie doch auch ein Mann.
    Nur wollte ich in dessen Alter die Welt umstürzen, statt mich anzubiedern. Bieder ist das richtige Wort.
    Daß sich da etliche schütteln, hat etwas mit deren Einstellung zum Bieder sein zu tun und nicht, mit Männlichem irgendwas.

  • #74
    Stefan Freier

    Eine Frage zum "toxischen Männlichkeitsideal":
    Was soll denn ein nicht giftiges Ideal der Männlichkeit sein?

    Jupp, es ist nicht nett, Amthor in die Reihe der Prügelknaben des Schulhofs einzusortieren.
    Allerdings sind Hackordnung und Ausgrenzung keine männliche Erfindung.

    Reicht es nicht, nach Arschloch und Nicht-Arschloch zu definieren?

  • #75
    Federgeistchen

    HerrAmthor wird sich eines Tages als Fanatismus-Opfer outen, – vor sich selbst – und ich denke er wird seinen Zustand als reale Schnittmenge von Anstand und Widerstand erleben. Religiöse Sozialisation kreiert den angepassten Fanatiker, viele merken dies eines Tages und sehen die Welt bunter und nicht Sepia-braun; in der nachdiktatorischen Zone und als faszinierter Demokratie-Dogmatiker dauerts länger und der Gedankenflug endet verheerend und die Früchte des politischen Bewusstseins verkohlend wie einst der Tornado auf dem LPG-großen-vorpommerschen-Acker. Wie viele kleine M-V-Männer den Leib nach der Decke reckend, und an sich herunter blickend das Ding an sich entdeckend, entbehrt dieser Junge Jurist und Volksvertreter nicht einer antiken Erotik für solche mentoralen (auch ein fisherman’s friend) gymnopäden, wie sie die Vorstellung des rechten Randes an den Grenzen des Fanatismus und jenseits der Aufklärung hervorbringt. Linke Männer sind dem genauso verfallen wie die Vatersöhnchen.

  • #76
    Wolfram Obermanns

    ""altbacken" wäre es schon in den Siebzigern gewesen, genau wie das Wort "altbacken.""
    Eben.
    Aber bei wem will Amthor sich dann anbiedern, bei meinem Großvater? Der ist schon länger tot.
    Er kommt regelmäßig derart vorsintflutlichz rüber, da fragt man sich schon, meint der das ernst, oder ist es Satire?

    "Nur wollte ich in dessen Alter die Welt umstürzen, statt mich anzubiedern."
    Vielleicht steckt hier die Antwort drin. Denkt man an all die Hobbyrevoluzzer, die pensionsberechtigt und mit Versorgungsanspruch Pfarrhäuser und Lehrerzimmer bevölkern, dann ist Amthor der punkmäßig, revolutionäre Gegenentwurf zu dieser landläufigen Form der Realsatire.

  • #77
    Robert Müser

    Ist es nicht niedlich?

    Philipp Amthor sollte die CDU-Youtube-Antwort auf das Rezo-Video geben und die CDU-Granden in der Parteizentrale lassen ihn nicht. Wahrscheinlich wollte man die verbliedenen Jungwähler nicht verschrecken …

  • #78
    thomas weigle

    In Wirklichkeit ist Amthor, gut getarnt und aufgehübscht, der einstige Mofarocker F.Merz, der seinerzeit die Straßen des Sauerlandes unsicher machte.

  • #79
    Helmut Junge

    "dann ist Amthor der punkmäßig, revolutionäre Gegenentwurf zu dieser landläufigen Form der Realsatire."
    stimmt nicht ganz Wolfram. Wer Karriere machen wollte, hat sich schon damals so gelayoutet. Und oft haben die es auch damals locker geschafft, während längst nicht alle, die du als "Realsatire" empfindest, pensionsberechtigt geworden sind. Übertreib mal nicht. Es kommt wohl stark darauf an, welcher Seite man sich selber zurechnet, aber dann ist der Fight ähnlich unsachlich. Da muß man eben durch. Steht dazu, und eines Tages bekommt ihr von der Gegenseite sogar Respekt. So war es bei uns jedenfalls. Nur beleidigt sein, bringt gar nichts. Und "revolutionärer Gegenentwurf"? Wenn ich über diese Formulierung nachdenke, Wolfram, ziehen meine Mundwinkel fast bis in die Gegend der Ohren.

  • #80
    Wolfram Obermanns

    "während längst nicht alle, die du als "Realsatire" empfindest, pensionsberechtigt geworden sind."
    Das habe ich gar nicht geschrieben.
    Die Realsatire beginnt mit der Neigung vieler Hobbyrevoluzzer überhaupt eine biedere Stelle mit Pensions- und Versorgungsanspruch anzustreben. Ihre Vollendung findet sie in der saturiert trägen Selbstgerechtigkeit derer, die kurz vor der Pensionierung oder kurz danach immer noch meinen von der damaligen Flamme der Revolution salbadernd ein genervtes Publikum beglücken zu müssen.

  • #81
    Helmut Junge

    Wolfram, wer pensionsberechtigt ist, hat die damals übliche Regelanfrage zum Radikalenerlaß problemlos überstanden und durfte Beamter werden. Was diese Leute zu "salbadern" haben, wissen nur sie selber. Ich kann mir keinen Grund denken. Und die anderen haben auch nichts zu salbadern, waren doch all die Theorien, denen sie gefolgt sind ziemlich wirr. Dem damaligen Zeitgeist bin ich auch gefolgt. Das war die Zeit meiner Jugend. Schön, aber (und) bekloppt. So etwas läßt sich weder übertragen noch gar widerholen. Einzig bleibt, daß man bei allem Unsinn mutiger war, als die zwei Generationen danach. Man hat sich gegen die Obrigkeit aufgelehnt. Und das hat man in vielfältiger Weise schon rein äußerlich gezeigt. Wer damals so herumlief wie Amthor heute, gehörte nicht dazu.
    Fairerweise muß ich sagen, daß ich dieses Bild in meinem Kopf bis jetzt, anders als die wilden Theorien, nie korrigiert habe. Für mich sieht es immer noch spießig aus, wenn sich jemand einen Scheitel kämmt. Das sitzt einfach drin, obwohl ich mir denken kann, daß das nicht übertragbar auf früher ist. Dieser Youtube Rezo entspricht da schon eher meinem Geschmack.

  • #82
    Arnold Voss

    Helmut, aber denTypus des verbeamteten Hobbyrevoluzzers, den Wolfram treffend beschreibt, gibt es ohne Zweifel zu Hauf. In diesem Sinne:

    https://www.ruhrbarone.de/eh-du-marxist-wirst-werde-erst-mal-ein-mensch-ein-plaedoyer-fuer-den-individualismus/104049

  • #83
    Helmut Junge

    Ja Arnold, aber zu "salbadern" haben die aus meiner Sicht nicht viel. Niemand hat was über seine Heldentaten während dieser Zeit zu salbadern, außer daß es um eine Auflehnung gegen Autoritäten ging. Wenn die verbeamtet wurden, haben sie sich eben nie zu weit aus dem Fenster gelhnt. Nur so ein bischen. Es gab ja Berufsverbote. Die haben keinen Pensionsanspruch. Alle Theorien, auch meine eigenen, sind zu Recht in der Tonne gelandet. Ich komme manchmal mit Leuten zusammen, die auch salbadern. Nur habe ich, und das kannst du mir glauben, viele Jahre lang über meine damalige Geisteshaltung nachgedacht. Andere nie oder nicht genug. Wolfram ist zu jung, um das erlebt zu haben. Ich teile es ihm deshalb mit. Er ist ja intelligent genug, sich da hineinzulesen. Ich lese mir deinen Artikel von 2015 heute Abend oder morgen früh durch. Heute versuche ich eine Bambushecke zu entwurzeln. Das kostet Kraft.

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