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Ruhrgebietsküche: So kocht man im Pott

Es ist nicht leicht mit der Küche: Nicht jeder ist dafür geboren. Kochtechnisch habe ich mich in drei Jahren von reiner Dosennahrung hochgearbeitet und kriege inzwischen Spinat, Pasta mit Sauce Bolognese und Reis nahezu stressfrei zubereitet. Schwäbische Spezialitäten, auf die ich nicht verzichten kann, importiere ich aus dem Ländle. Spätzle schabe ich – ein Spätzlebrett und ein dazugehöriger Schaber sind, neben Kochtopf und Bratpfanne, die einzigen Utensilien die ich jemals für den Küchenbereich erworben habe – selbst. Vom Kauf eines Thermomix habe ich abgesehen, weil die Wunschvorstellung, irgendwas da reinschmeißen und dann kommt da automatisch das Richtige raus, nicht mit der Realität dieses Utensils in Einklang zu bringen war. Auf den Punkt gebracht: Ich bin ein Hobbykoch mit einem extrem übersichtlichen Know-how an Rezepten. Und kochtechnisch wirklich absolut untalentiert.

In meiner Stammbuchhandlung bin ich nun auf, das bereits im Mai 2018 erschienene Buch, Ruhrgebietsküche gestolpert. Jetzt vor Weihnachten, es wird ja wieder gewichtelt und Geschenke für kleines Geld sind im Schwange, ein Geheimtipp für Menschen im Revier.

Ruhrgebietsküche - Spezialitäten aus dem Revier; Foto: Peter Ansmann

Ruhrgebietsküche – Spezialitäten aus dem Revier; Foto: Peter Ansmann

Was mir an dem Buch gefällt: Neben Kochrezepten gibt es auch schöne Bilder aus dem Revier und einige Informationen zu den Menschen die hier leben. Ich habe mich, seit ich das Büchlein in der Küche stehen habe, bisher an fünf Rezepte gewagt und die Zubereitung ohne eine verrauchte Küche, Beschwerden der Nachbarn und größeres Blutvergießen hinbekommen. Was für mich, zugegebenermaßen, nicht selbstverständlich ist und bedeutet, dass dieses Kochbuch wirklich absolut idiotensicher ist:

Der von mir zubereitete Grünkohl mit Mettwurst, Stielmus, der Linseneintopf mit Mettenden, die Kumpel-Frikadellen und die Reibekuchen sahen, zugegebenermaßen, bei mir nicht so perfekt aus wie auf den Abbildungen (Zu jedem Rezept gibt es ein Foto!) im Buch. Aber geschmeckt hat’s.

Ruhrgebietsküche: Natürlich darf das Rezept für Grünkohl nicht fehlen; Foto: Peter Ansmann

Ruhrgebietsküche: Natürlich darf das Rezept für Grünkohl nicht fehlen; Foto: Peter Ansmann

Das Buch ist in die Kapitel Suppen und Eintöpfe, Kleine Gerichte, Fleisch und Geflügel, Fischgerichte und Desserts gegliedert. Meinen nächsten Projekten aus dem Buch – Schaschlik Schimmi (Für mich als Duisburger natürlich ein Pflichtgericht!), Muscheln (Natürlich rheinische Art) und Panhas  – sehe ich mit großen kulinarischen Vorfreuden entgegen.

Ein echter Tipp – nicht nur zum Wichteln oder als Mitbringsel. Und für den Preis von 4,99 Euro kann man eigentlich nichts falsch machen.

Ruhrgebietsküche

Preis: 4,99 Euro
Einband: gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 192 Seiten, Fotos zu jedem Rezept
Erscheinungsdatum: 27.04.2018
ISBN: 978-3-625-18242-9

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Ein Kommentar zu “Ruhrgebietsküche: So kocht man im Pott

  • #1
    Micha

    Danke, gerade zwei gekauft. Ein für mich und eines zum Wichteln, damit die Kollegen hier im Mittelrheintal auch mal was leckeres zum Essen haben….

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