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Ruhrtriennale: FDP-Politiker fordert Rücktritt von Stefanie Carp

Thomas Nückel

Thomas Nückel, der kulturpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag fordert den Rücktritt von Ruhtriennale-Intendantin Stefanie Carp. Carp hatte die Young Fathers heute wieder eingeladen, bei dem vom Land NRW und den Regionalverband Ruhr finanzierten Festival aufzutreten, nachdem sie die Band in der vergangenen Woche erst ausgeladen hatte, weil die Musiker sich nicht von der BDS-Kampagne distanzieren wollten. BDS fordert die wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Isolation Israels und arbeitet auf eine Vernichtung des Landes hin. „Schon das eine Band wie die Young Fathers, deren Haltung ja bekannt war, eingeladen hat, war ein Fehler. Die Gruppe dann als Kritik aufkam auszuladen um nun vor der BDS-Kampagne einzuknicken, weil ein paar antisemitischer Hetzer sich im Internet beklagen, zeugt von mangelndem Rückgrad. Carp hat die Ruhrtriennale beschädigt. Sie sollte daraus die Konsequenzen ziehen, und sofort zurücktreten,“ sagte Nückel diesem Blog.

Auch NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (Parteilos) kritisierte in einer Stellungnahme Stefanie Carp: „Die Intendantin der Ruhrtriennale hat sich erneut entschieden, die Gruppe ‚Young Fathers‘ zur Ruhrtriennale 2018 einzuladen. Diese Entscheidung bedauere ich. Die Gruppe hat in den vergangenen Tagen durch ihre Teilnahme an der BDS-Kampagne gegen die Ruhrtriennale gezeigt, dass sie offenkundig die BDS-Bewegung unterstützt, die das Existenzrecht Israels in Frage stellt und zu einem umfassenden Boykott Israels auffordert. Dies ist gerade vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte nicht akzeptabel. Es ist nicht auszuschließen, dass durch die Entscheidung die BDS-Kampagne eine Plattform auf der Ruhrtriennale erhält. Dies ist in Zeiten zunehmender antisemitischer Straftaten und anderer Vorfälle, leider auch in Nordrhein-Westfalen, ein falsches Signal.“

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