11

Spendenaktion – Ein Dach für Raucher

Ein Düsseldorfer Amtsrichter will die fristlose Kündigung des 74-jährigen Rentners Friedhelm A. bestätigen und mit dem allgemeinen Trend begründen, Raucher in allen Lebensbereichen systematisch auszugrenzen. Friedhelm A. ist Raucher.

Diese Entscheidung ist ein Justizskandal: Die Wohnung ist unverletztlich und niemanden geht es etwas an, was man dort tut oder läßt. Dem Mieter wurde wegen angeblicher Aussichtslosigkeit seiner Klage die Prozesskostenhilfe verweigert. Jeder Bürger hat jedoch das Recht sich unabhängig von seinen persönlichen Verhältnissen vor Gericht zu verteidigen und sein Recht einzuklagen. Die Initiative Netzwerk Rauchen e.V. wird diesen Justizskandal nicht hinnehmen und den Mieter bei seiner Klage unterstützen. Sie hat  ein Spendenkonto eingerichtet, um Friedhelm A. bei seiner Klage finanziell zu unterstützen und sichert zu, dass jeder Cent wird direkt für den Prozess verwendet! Übrigens: Friedhelm A. ist der einzige Privatmieter im Gebäude, in dem es ansonsten nur Büros gibt. Es kursiert die Vermutung, dass A. nur aus Wohnung ausziehen soll, damit diese – wie alle anderen im selben Haus – für teureres Geld als Gewerbefläche vermietet werden kann. A. lebt seit 40 Jahren in dieser Wohnung.

Spendenkonto:

Netzwerk Rauchen e.V.
Volksbank MIttelhessen eG
Konto-Nr.: 70025809
BLZ: 51 39 00 00
IBAN: DE 82513900000070025809
BIC: VBMHDE5FXXX
Kennwort: Ein Dach für Raucher

Paypal etc. via Netzwerk Rauchen – Der Text ist ein Crosspost

RuhrBarone-Logo

11 Kommentare zu “Spendenaktion – Ein Dach für Raucher

  • #1
    Nansy

    Wie es heißt, sollen zu den anderen Mietern in dem Haus auch zwei Rechtsanwaltskanzleien gehören. Wenn dem so ist, dann kann man einige Vermutungen zu möglichen Zusammenhängen anstellen.

    „Vor Gericht und auf hoher See ist man in GOTTES HAND“

  • #2
    Helgo Ollmann

    Es ist ein Skandal. Ein Richter entzieht einem Menschen, dem die Wohnung gekündigt wurde, die Prozesskostenhilfe, weil der Gekündigte nicht mit dem Rauchen aufhören will.
    Der selbe Richter (!) wird nach einer Meldung von EXPRESS.DE auch das Verfahren gegen die Räumungsklage leiten.

    Interessant ist auch, dass der gekündigte Rentner der einzige „normale“ Mieter in dem Haus ist, alle anderen Räume sind geschäftlich genutzt. Eine Kündigung bringt der Vermieterin bei Neuvermietung bessere Einnahmen.

    Schön, dass es noch Solidarität gibt und das Netzwerk Rauchen e.V. ein Spendenkonto für die anstehenden Prozesskosten eingerichtet hat.

  • #3
    Dirkkill

    Ja, über Google lassen sich die Pächter, Mieter sind das nämlich nicht, herauskriegen … ganz einfach …

    Der ältere Herr, dem man seine Wohnung kündigen will, wohnt auf der Kühlwetterstr.49 in Düsseldorf. Bei den Mietern, die geschützt werden müssen handelt es sich (nach Google recherche ) um: RA Kanzlei Franke, RA Kanzlei Bode&Roth, WVG Leasinggesellschaft mbH,EURUGA INVESTMENT Finanzberatung,, BMC GmbH Management- und Personalberatung und Erwerb + Verwaltung von Unternehmensbeteiligungen aller Art Finanzdienstleistung Sündker UGAFSA United ,German Arabian Finance S. A. Finanzberater, Anlagenberater Düssel Verwaltung ,Hans Werner Schaub GmbH ,SM Service For Meatindustry GmbH ,UGA Oil & Trade INC Mineralölerzeugnisse Großhandel, Praxis für Psychotherapie Voigt-Lehnhoff

    Wohl keine Fragen mehr offen, oder?

  • #4
    BöserGrünerUndso

    Wer schon einmal als Nichtraucher neben einer Raucherwohnung gewohnt hat, denkt hier sicher anders. Aber ich weiß ja: Toleranz und so. Sag ich dann auch mal meiner ÄrztIn, wenn die/der mir erzählt was für Schäden ich durchs Passivrauchen so alles schon habe. Aber ist ja nicht so schlimm, muss man aushalten *kopfschüttelt* Wie war das noch mal mit den Grenzen der Freiheit? Aber zum Glück gibt es immer weniger RaucherInnen im emanzipatorischen Spektrum.

    Ein Traum wird eines Tages wahr werden: Rauchverbot für ganz Deutschland!

  • #5
  • #6
    Puck

    Ich frage mich langsam, ob bereits über Glöckchen an den Füßen und Handrasseln für Raucher nachgedacht wird.

    DAß es hier darum geht, einen alten Mieter aus der Wohnung zu jagen, um die dann zu weitaus höherem Kurs neu zu vermieten, ist klar, wie man hört gehen die Mieten in Düsseldorf ab wie Schmidts Katze…
    Der Skandal ist, daß ein Richter da auch noch mit macht – und das begründet mit den Gefahren des Passivrauchens, was völliger Blödsinn ist, wenn der Mieter in seiner eigenen Wohnung raucht und die anderen Mieter lediglich an seiner Wohnungstür vorbei müssen.

    @BöserGrünerUndso
    Ich kann mir gut vorstellen, was Ihr/e ÄrztIn sagt, wenn Sie sie/ihn fragen, welche Schäden Sie durch einen Raucher in der Nachbarwohnung (!) haben: „Sind wir heute wieder etwas hysterisch?“

  • #7
    Klaus Lohmann

    @#4 | BöserGrünerUndso: Sie sollten evt. mal Ihre Ärzte wechseln, denn ein konkreter medizinischer Zusammenhang zwischen Passivrauchen und irgendwelchen Symptomen in Ihrem Körper ist wissenschaftlich bislang nicht bewiesen. Aber ich nehme mal an, dass Objektivität nicht das Ziel Ihres Kommentars war.

    Zum Thema: Obwohl es in der Vergangenheit durchaus Urteile gab, die *exzessives* Rauchen aufgrund sichtbarer Schäden in Mietwohnungen untersagten bzw. nur mit Auflagen erlaubten, ist die Klageschrift und die Begründung des Richters für einen evt. Erfolg dieser Klage natürlich Mummpitz hoch zehn.

    Arbeitsschutzrechtliche, „neuzeitliche“ Veränderungen hin zu einer Rauchverbot-Ausweitung haben in der Privatsphäre der eigenen vier Wände nix zu suchen und simple Geruchsbelästigungen durch Tabakqualm können mit wenigen geeigneten Maßnahmen des Mieters verhindert werden, ohne dass es zu einer Kündigung kommen muss. Das ist schließlich auch bei jeder Pommesbude in einem gewerblichen Objekt möglich.

    Bleibt also nur noch der schon konkretisierte Verdacht des Rausekelns aus Geschäftemacherei. Ich spende gerne.

  • #8
    KClemens

    @ #3 | Dirkkill

    Hier die Liste der Mieter. Jemand im SPON-Forum hat sich da die Mühe gemacht.
    Es ist Kommentar 319:

    http://forum.spiegel.de/f22/mietwohnung-gericht-rechtfertigt-kuendigung-wegen-starken-rauchens-94790-32.html#post13149522

    Hier die Liste:

    RA Kanzlei Franke
    RA Kanzlei Bode&Roth
    WVG Leasinggesellschaft mbH
    EURUGA INVESTMENT Finanzberatung
    BMC GmbH Management- und Personalberatung und Erwerb + Verwaltung von Unternehmensbeteiligungen aller Art
    Finanzdienstleistung Sündker
    UGAFSA United German Arabian Finance S. A. Finanzberater, Anlagenberater
    Düssel Verwaltung Hans Werner Schaub GmbH
    SM Service For Meatindustry GmbH
    UGA Oil & Trade INC Mineralölerzeugnisse Großhandel
    Praxis für Psychotherapie Voigt-Lehnhoff

    Keines dieser Unternehmen verfügt über eine eigene Webseite. In den heutigen Zeiten eher unüblich.

    Und die Firma BMC existiert erst seit dem letzten Jahr.

    http://peoplecheck.de/handelsregister/NW-HRB_69098-856251

    Vielleicht wäre das ja mal was für eine ausgiebige Recherche. Bei den meisten der dort genannten Firmen habe ich eher den Eindruck von Briefkastenfirmen.

  • #9
    KClemens

    @ #3 | Dirkkill

    Hatte gar nicht richtig mitbekommen, daß Du auch die Liste der Mieter aufgeführt hast.

    Ich habe mir übrigens erlaubt bei SPON auf diesen Artikel zu verlinken. Und oh Wunder, er wurde sogar veröffentlicht.

  • #10
  • #11
    Ron Blu

    @ BöserGrünerUndSo
    Ja, ich denke, Ihre Ärztin hat tatsächlich Grund zur Sorge, ob der bereits bei Ihnen eingetreten Schäden durch „Passivrauch“. Wohl besonders feststellbar im Großhirn. Führt wohl in Einzelfällen wie dem Ihren zu massivem Realitätsverlust, leider, leider … Gute Besserung von mir ! Obwohl, heißt es nicht : Einmal abgestorbene Hirnzellen lassen sich nicht mehr ersetzen ?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.