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Springer & Jacoby: Die mit den rammelnden Karnickeln sind pleite

Am Dienstag hat die Hamburger Werbeagentur Springer & Jacoby Insolvenz angemeldet. Im Ruhrgebiet sorgte sie mit der RVR-Kampagne „Der Pott kocht“ für Aufsehen.

DJs in ehemaligen Zechen, die rammelnden Karnickel – mit der Springer & Jacoby Kampagne „Der Pott kocht“ ging der RVR 1998 in der Regionalwerbung neue Wege.

Die Pott-Kampagne sollte dem Ruhrgebiet ein frisches Image geben, Selbstbewusstsein zeigen und löste die legendäre Kampagne „Das Ruhrgebiet – Ein starkes Stück Deutschland“ der Düsseldorfer Agentur Butter ab. Statt „Das gibt es auch hier“ war nun das Motto „Das gibt es nur hier“. Die Kampagne sollte auch auf das Finale der Internationalen Bauausstellung 1999 hinweisen.

Im Ruhrgebiet sorgte die Arbeit von  Springer & Jacoby für Aufregung. Pott – das wollte man ja nicht mehr sein und nun wurde mit genau diesem Wort auch noch geworben. Ich fand die Pott-Kampagne damals gut. Sie war unkonventionell und provokativ. Was  niemand ahnte: Es sollte die letzte Werbekampagne für das Ruhrgebiet sein. Der KVR und sein Nachfolger, der RVR, haben sich längst aus dem Regionalmarketing verabschiedet, dass im Ruhrgebiet mit Butter-Kampagne miterfunden wurde. Man setzte auf die PR-Wirkung von Projekten wie die Kulturhauptstadt. Da man aber auch für Ruhr2010 keine Nachfolgeprojekt hat, wird das Revier ab 2011 in ein Kommunkationsloch fallen.

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