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Update Loveparade: Der Zombie der Ruhrbürokraten frisst 19 Menschenleben, 342 sind verletzt

(Foto: sascha_p)
Die Loveparade ist erledigt. Für alle Zeiten, so hoffe ich. Was als antiautoritäre Demonstration der Berliner Partyszene begann, endete in einem totalen Desaster – verursacht von unfähigen Ruhrpott-Bürokraten. Eine Abrechung.

Mein Mitgefühl ist mit den Opfern. Mindestens neun Frauen, sechs Männer. Ihr Tod hätte nicht sein müssen. Mein Mitgefühl ist mit ihren Familien.

Mein Zorn gilt den Bürokraten in Duisburg.

Seit dem Chaos in Dortmund war klar, dass die Loveparade im Ruhrgebiet anders ist, als die Szenenummer in Berlin. Aber geblendet von Zahlen und schönen Bildern, hielten ausgerechnet die Bürokraten aufgepeitscht von Public Relation Hoffnungen an der Technobespaßung fest. Dabei war schon Berlin die Fratze hinter den Beats für jeden, der es wissen wollte, zu sehen. Drogenfressen, Livepornodrehs im Tiergarten, Hecken knietief in Pisse und Schlamm dazu tonnenweise Müll.

Berlin hatte keine Lust mehr auf den Scheiß. Den Berlinern war es egal, dass haufenweise Verrückte aus dem ganzen Land kamen, um in ihrer Stadt einen drauf zu machen. Deswegen wurde der Gig da abgesagt. Nicht weil das so schön war. Die Loveparade war da schon tot.

Im Pott merkten die Bürokraten nix davon. Im Gegenteil. Sie finanzierten auch noch die irrsinnige Orgie. Steckten Millionensummen in die Orga des Unfugs. Weil der Veranstalter, weil die DJs, weil die alle Geld wollten, um weiter zu machen.

Die Bürokraten erweckten die Loveparade zu neuem Leben. Sie schufen einen Zombie.

Fünfzehn Menschen sind in Duisburg tot, sagte die Polizei gerade. Etliche verletzt. Einige müssen reanimiert werden, einige schweben noch zwischen Leben und Tod. Ich trauere mit Ihnen.

Dortmund war das Signal, dass es hier nicht geht. Dortmund zeigte, dass die Menschenmassen zu viel sind für unsere Kapazitäten. Hier haben die Polizisten keine Erfahrung mit diesen Techno-Riesendingern. Die haben das mit Fussballspielen verglichen – da kommen 100.000 Menschen, nicht eine Millionen. Die Bahn ist sowieso unfähig bei so Sachen. Das sehe ich jeden Morgen. Essen, trinken, alles muss klappen. Dortmund ging im Schlamm und Chaos unter, zum Glück starben keine Menschen.

Das Stilleben auf der A40 war ein schönes Fest. Es machte Glauben, dass es doch geht mit der Loveparade. Aber anders als beim Stilleben, verteilen sich bei der Loveparade nicht die massen. Sie konzentrieren sich an einem Ort, bei den Bässen, bei den Beats. Alle wollen da hin, wollen nach vorne, in die erste reihe. Sie drängen, sie schieben, sie wollen dabei sein. Ein Megakonzert. Ein Konzert mit Millionen Zuschauern. Nach Duisburg kamen angeblich 1,4 Millionen.

Duisburg hatte die wahnsinnige Saufsause eigentlich schon aus Geldmangel abgesagt. Der Rat hatte Einsicht bewiesen und das Ding beerdigt. Es war zu Ende. Aber der Duisburger Oberbürgermeister Sauerland hat die Leiche zum zweiten Mal erweckt. Hat den Zombie beatmet. Mit Geld – mit frischem Geld. Warum? Weil er Ruhm wollte für sich und seine Stadt. Sauerland, hättest Du doch dieses Geld nie besorgt. Hättest Du nur auf die Stimmen deines Rates gehört. Niemand wäre gestorben. Niemand.

In Berlin, in Essen, in Dortmund war die Loveparade in Innenstädten. Viele Zugänge, Viele Ausgänge, Menschen strömen heran, Menschen strömen hinweg. Wie ein Fluss, wie eine bebende Masse können Sie weg, entweichen, wenn der Druck zu groß wird.

In Duisburg suchten die Organisatoren einen Platz aus, in einem Gewerbegebiet. Der Hauptzugang führte durch einen Tunnel. Stickig, eng, enger, voller Menschen. Sie müssen warten. Warten, tanzen, drängen, schwitzen. Warten. Warten. Über eine Stunde. Von hinten drängen weitere heran. Mehr Menschen, mehr Leiber, mehr Enge.

Wer hat diesen Platz ausgesucht? Wer hat gesagt, hier durch müssen sie alle gehen, um auf den Loveparadeplatz zu kommen?

Am Freitag habe ich gefragt, wie viele Menschen auf den Platz passen. Der Sprecher der Stadt wollte es nicht sagen. Er meinte, das sei geheim. Er wolle und dürfe das nicht sagen. Ich habe in der Verordnung nachgesehen, die regelt, wie viele Menschen bei öffentlichen Veranstaltungen auf Plätzen zugelassen sind. Daraus ergab sich, dass auf den Platz maximal 500.000 Menschen durften. Zwei Menschen je Quadratmeter. Heute heißt es, 800.000 seien drauf gewesen. Fast doppelt so viele wie erlaubt.

Und es drängten 600.000 Menschen nach. Viele durch den Zugang unter der Brücke. Andere versuchten ihr Glück über Gleise, über Umwege, über Zäune. Es war klar, dass da was passieren muss. Es war sicher, dass das schief geht. Die Planer des Technobastards hätten das Ding verneinen müssen. Weil sie gesehen haben, dass das nicht geht. Wo sind die Mahner gewesen? Was haben sie gesagt? Warum wurden sie nicht gehört? Weil Oberbürgermeister Sauerland die Party des Berliner Guhls wollte? Weil er Ruhm wollte?

Ich denke zurück an die Polizei in Duisburg. Ich denke an die Demos in Duisburg. Besonders denke ich zurück an die Hamasdemo vor einiger Zeit, als die Polizei eine Tür eintrat, zu einer privaten Wohnung und eine Israel-Fahne vom Fenster riss, weil sie unten auf der Straße hilflos einem antisemitischen Mob gegenüber stand.

Diese Polizei hatte schon bewiesen, dass sie nicht in der Lage ist kritische Großveranstaltungen zu meistern. Diese Polizei hat eine Mitverantwortung für das Desaster bei der Love-Parade. Sie hätte wissen müssen, dass sie das Monster nicht beherrschen kann. Sie hätte die Parade absagen müssen – aus Sicherheitsgründen.

Der Zombie, der zweimal wiedererweckte Leichnam der Loveparade, begann heute Morgen mit den üblichen Meldungen: Bahnverkehr zusammengebrochen. Besoffene im Anmarsch. Die Wartezeiten im Tunnel wurden länger, enger, heißer, staubiger, dunkler, schreiender, gellender, drängender. Angst. Panik. Getreten, gestoßen, gefallen, blutend, erstickend. Tot. Mindestens fünfzehnmal.

Oh Gott.

Es brennt. Noch sagt ein Sprecher der Stadt Gelsenkirchen, das muss Konsequenzen haben. Er sagt nicht: Diese untote Veranstaltung wird nie wieder stattfinden. Er ist ein Bürokrat und hält sich eine Tür auf. Zunächst müsse der Veranstalter gehört werden, was der sage.

Nein: der Veranstalter muss nicht mehr gehört werden.

Die Polizei sagt, es gab im Zugangstunnel eine Massenpanik. Wodurch sie genau ausgelöst wurde, weiß man noch nicht. Aber selbst wenn es ein Anschlag war. Nie hätte diese Veranstaltung so stattfinden dürfen.

Der Zombie der Loveparade ist unter den Händen der Pottbürokraten heute zu dem geworden was er ist. Eine blutige Bestie, bislang nur am Leben gehalten aus Gier nach Geld und Ruhm.

Im VIP-Bereich geht die Loveparade-Party weiter. Gerade um 22:00 Uhr rief  Thomas Meiser an:

Es werden noch Getränke ausgeschenkt. Kostenlos. Und die Stimmung war durchaus nicht so, daß die Anwesenden trübe in ihr Bier starrten.

Die Stimmung der VIPs war auch nicht Tanz auf dem Vulkan.

Die Stimmung der VIPs war – Party bis der Arzt kommt.

P.S. Das Bild oben stammt aus dem Internet. Ich weiß nicht, wer es gemacht hat. Oben stand ein Bild, das hatte ich von nem Kumpel geschickt bekommen, aus Facebook. Es war aber wohl aus dem Westen. Hier kriegt man die Bilder.

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Tote-bei-Loveparade-id3278851.html

Es soll den Tunnel kurz vor der Panik zeigen. Hinten sieht man Leute klettern. Ich nehme an, die wollten da raus. Mein Gott. Wie kann sowas sein. (Bild und Text ergänzt gegen 23.00 Uhr)

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104 Kommentare zu “Update Loveparade: Der Zombie der Ruhrbürokraten frisst 19 Menschenleben, 342 sind verletzt

  • #1
    Thomas R.

    Mit tiefer Bestürzung sehe ich den ganzen Abend schon die Nachrichten aus Duisburg.

    Meine Trauer gilt den Opfern, mein Beileid den Angehörigen und Familien.

    Meine Wut richtet sich immer mehr gegen die Veranstalter. Aus einem Mega-Musikereignis ist ein tragisches Unglück geworden. Hoffentlich werden einige Bürokraten jetzt endlich schlau!

  • #2
  • #3
    Patrick Maaßen

    Jeder wusste das mindestens eine Million Menschen da hingehen. Und die Veranstalter wussten das das Gelände nur für 500.000 Menschen ausgelegt ist.

  • #4
    Dieter Carstensen

    Die Katastrophe war vorhersehbar! So schrieb die Zeitung Der Westen bereits am 20.7.10 unter dem Titel: „Loveparade wird zum Tanz auf dem Drahtseil“ u.a.: „Eine Million Raver werden zur Loveparade erwartet. Doch das Party-Gelände kann maximal die Hälfte zeitgleich aufnehmen.“

    Am Donnerstag, 22.7.10 schrieb ein User im Blog von Der Westen, Zitat:

    „sehe ich das richtig, dass die versuchen 1 million menschen über die 1-spurige! TUNNELSTRAßE!
    Kart-Lehr-Straße mit zwischendurch 2 kleinen trampelpfaden hoch zum Veranstaltungsgelände zu
    führen?
    also in meinen äugen is das ne falle, das kann doch nie und nimmer gut gehen, wer in essen und
    dortmund dabei war weiß, wie groß das gedränge schon auf recht weitläufigen zugangswegen war.
    das war ne katastrophe und die wollen ernsthaft den Zugang über nen einspurigen TUNNEL leiten?
    ich fass es nicht!!!!
    ich seh schon tote wenn nach der abschlußkundgebung alle auf einmal über diese mickrige Straße das
    gelände verlassen wollen.
    #18 von klotsche , am 22.07.2010 um 17:08

    Es sage mir jetzt niemand, diese Katastrophe wäre nicht vorhersehbar gewesen!

    Die Verantwortlichen dafür gehören vor Gericht angeklagt! Das ist meine Meinung zu diesem planerischen Vollversagen, was unschuldige Menschenleben kostete!

  • #5
    zt hoddle

    Genau. Wenn man eine Loveparade absagt, weil man einsieht, daß es nicht geht, ist man der Depp, der aus Feigheit sich und das ganze Ruhrgebiet blamiert. (vgl. http://www.ruhrbarone.de/grose-klappe-wenig-dahinter/ oder http://www.ruhrbarone.de/offiziell-loveparade-in-bochum-abgesagt/ ) Und wenn man sich doch breitschlagen läßt, um nicht genauso in die Pfanne gehauen zu werden, ist man auf jeden Fall dran schuld, wenn was passiert. Hauptsache, man weiß sofort, wer alles falsch gemacht hat.

  • #6
    klaus

    „Duisburg hatte die wahnsinnige Saufsause eigentlich schon aus Geldmangel abgesagt. Der Rat hatte Einsicht bewiesen und das Ding beerdigt. Es war zu Ende. Aber der Duisburger Oberbürgermeister Sauerland hat die Leiche zum zweiten Mal erweckt. Hat den Zombie beatmet. Mit Geld – mit frischem Geld. Warum? Weil er Ruhm wollte für sich und seine Stadt. Sauerland, hättest Du doch dieses Geld nie besorgt. Hättest Du nur auf die Stimmen deines Rates gehört. Niemand wäre gestorben. Niemand.“

    Wie wäre es mit nem Beleg für so eine Behauptung? Soweit ich das sehe, kam das Geld vom Sponsor, nicht vom Bürgermeister.

  • #7
    werner müller

    ja, leider hat stefan so was von recht. solche veranstaltungen gehen einfach nicht im pott (was wir können ist stillleben oder juicy beats) und ob sie überhaupt sein müssen, ist echt die frage. die stimmung bei den loveparade ist längst alles andere als love. wie alle berichten, war die stimmung sehr aggressiv und alkoholisiert.

    aber um nicht kalt zu wirken; auch ich bin betroffen, mein mitgefühl mit den freunden und angehörigen der toten, meine genesungswünsche an die verletzten.

  • #8
  • #9
    Stefan Schröder

    @ zt hoddle,

    gut, dass Du drauf hinweist. Zusagen und wieder Absagen ist depp, und duchziehen, obwohl man es nicht kann ist depper. Man hätte die Leiche gar nicht zum ersten mal wiederbeleben sollen. Oder es so organisieren müssen, dass es klappt. Aber nicht wie in Duisburg. Bah.

    @ Klaus

    Sie hier mal nach:
    http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Duisburgs-Loveparade-im-Juli-ist-gesichert-id2619186.html

    Sauerland hat sich persönlich um die Beschaffung der Kohle über einen Sponsor bemüht. Nicht der liebe Gitt nd auch nicht die deutsche Bank. OB Sauerland war es, der sich damit dicke tat.

  • #10
    autobahnraver

    warum lässt man die loveparade nicht auf einer abgesperrten 6 spurigen autobahn laufen? da wäre platz von allen seiten und später auch gut zu reinigen. völlige idioten diese veranstalter!

  • #11
    Winnie Schäfer

    „Der Westen“ meldet im „Live-Ticker“

    +++ 20.32 Uhr +++

    Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland sieht die Ursachen nicht im Sicherheitskonzept. Die Ursache sei, das 15 Menschen über die Absperrung und dann die Mauer hochgeklettert seien und – vermutlich aus acht bis neun Metern Höhe – heruntergefallen seien. Die Notärzte hätten bei den Toten und Verletzten Quetschungen des Rückenmarks festgestellt. Das unterstreiche seine These.

    Also – der OB ist schon dabei, klar zu machen, dass er für nix irgendetwas kann. Noch Fragen?

  • #12
    traudl


    Ich kann Wut und Entsetzen verstehen. Bin aber enttäuscht von Deinem Artikel. Sicher ist es nicht so wie es klingt: Dass Du Dir einen runterholst, weil Du alles vorher schon wusstest und die bösen anderen jetzt ihre Quittung bekamen. Sorry, so wenige Stunden nach dem Unglück / Unfall / oder was auch immer, ist das einfach ein mieser Stil von Dir! Es scheint zu stimmen, dass vorher Leute ungute Gefühle hatten. Und auch mir erscheint die Genehmigung sehr….“grenzwertig“ zu Stande gekommen zu sein. Aber es ist so leicht jetzt einfach den Brüll-Knüppel raus zu holen. Ein sachlicherer Ton (zumindest) hätte dem Posting gut getan.
    Du bist (mir) übers Ziel hinaus geschossen. Das hilft doch niemandem.

  • #13
    Christina Hahn

    Unter http://www.loveparade.de/ geht nichts mehr. Ein schwarzer Hintergrund und das wars… Ich glaube nicht, dass die Seite zusammengebrochen ist, sondern eher, dass die Verantwortlichen einfach mal alles lahm gelegt haben. Wie passend.

  • #14
    Martin

    …vor zehn Jahren in Berlin hatten die schon den Tunnel am BHF Tiergarten immer wieder gesperrt, weil die Menge mal in die eine Richtung lief und dann wieder in die andere…ich weis es noch, weil ich mit den Skates durchfahren wollte und die Polizei absperrte. Begründung: Im Dunkeln könne es zu einer Panik kommen. Damals.
    Es ist das passiert, was kommen mußte: zuerst werden die Zäune niedergedrückt, weil sich Menschen nicht gerne wie eine Kuhherde einsperren lassen, gerade, wenn sie aus einem Tunnel kommen. Dann bemerkt es sogar noch über 90 Minuten vor dem Drama der Moderator im WDR, daß hier ein gefährliches Nadelöhr vorliegt. Und in der ersten offiziellen Stellungnahme heißt es, daß diejenigen, die den Zaun hinuntergedrückt hätten, daran gestorben wären… Handlungsbedarf hat niemand gesehen. Vielmehr wird wieder ein Bild von einer sich Komasaufenden Jugend gemalt als Legitimation für organisierten Freiheitsentzug.
    Ein anderer Bahnhof hatte einmal eine Rampe…

  • #15
    EVOL

    Wenn ich das richtig mitbekommen habe, habe ‚die‘ (OB und der Sicherheitsbeauftrage Raabe (?)) eben auf der Pressekonferenz verkündet, dass die Toten durch Stürze von einer Mauer und nicht durch Quetschungen/’Totgetrampel‘ ums Leben gekommen seien … Ich weiß nicht, ob das so ist, Obduktionsberichte werden es ja später be- oder widerlegen können, aber ich finde, das ist eine ganz falsche Reaktion: erstmal alle Schuld von sich weisen. Schuld sollen somit nämlich die Besucher sein, die „sich nicht an die Spielregeln gehalten haben“. Sogar, wenn die Todesursache letztlich auf Sturzverletzungen zurückzuführen sein wird, kann jeder, der sich die Berichte und Bilder von Augenzeugen angehört und -gesehen hat, ausrechnen, dass es unabhängig davon über kurz oder lang (eher kurz) zu einer Massenpanik (die zur Zeit ja als Ursache zurückgewiesen wird) mit Toten gekommen wär. Mal abgesehen davon, dass ja hunderte Ohnmächtige meines Erachtens auch schon ausgereicht hätten, um aus der Veranstaltung ein Desaster zu machen.
    Echt schlimm. Schlimmschlimm.

  • #16
    Maik

    Die Seite dürfte Trauer tragen (oder willst du Partybilder? Die werden darauf nicht eingestellt sein)… es ist eine Parade der Liebe und der Offenheit (und der Autor hat wahrscheinlich nie einer dieser Paraden besucht und sich durch eindimensionale Berichterstattung blenden lassen – aber wahrscheinlich paßt das Konzept nicht in sein aufgeräumtes Weltbild).

    Wirklich sehr schade das die Idee des Events dem Kommerz und der Geltungssucht unterlegen war.

    Mein Beileid an die Hinterbliebenen.

  • #17
    zt hoddle

    @ 9

    Zum einen: die erste Loveparade im Ruhrgebiet war ja meines Wissens in Essen und unproblematisch. Davon steht hier nix.
    Zum andern: Was mich stört, ist das grundsätzliche Gemecker über im Prinzip alles, was irgendjemand ‚Offizielles‘ macht. Fakt ist doch, daß die heutige Parade gezeigt hat, daß Bochum Recht hatte mit seiner Absage und mit den damit verbundenen Gründen. Daß man dazu aber nen Moment nachdenken muß, und nicht einfach ohne Prüfung absagen kann, sollte auch klar sein.
    Außerdem bleibe ich dabei: den einen zu kritisieren, weil er ein Risiko nicht eingehen will, und den andern zu kritisieren, weil er ein Risiko eingegangen ist, daß sich erstaunlicherweise als Risiko herausgestellt hat, ist kein Journalismus, sondern Opportunismus.
    (Und dabei weiß ich wohl, daß die jeweiligen Artikel von andern Leuten kommen, trotzdem stehen sie im gleichen Medium)

  • #18
    Daniel Schultz

    Schuld war ja die Party des Porno drehenden, verdrogten, Berliner Guhls! Warum unterminiert Stefan Schroeder seine Kritik, seine Trauer über die Opfer und sich Selbst mit der Wahl seiner Worte?

  • #19
    Onkelz Bernd

    Selten liest man so einen Murks wie hier und dieser Artikel bringt das Fass zum überlaufen. Mir kommt die Galle wenn ich von diesem Demokratiehass lese. Dieser Artikel zeigt mir klar die politische Richtung, in die dieser Blog mit seinen Beiträgen lenkt.

  • #20
    AR

    Ja… hintenach weiss man immer alles besser und es ist einfach jemandem einfach so mal die Schuld zuzuschieben!

  • #21
    Andreas Krey

    Autobahn? Ist auch mit 6 Spuren nur so um die 50 Meter breit, nach offiziellen Ansatz also 100 Leute pro Meter. Die Million unterbringen braucht also mal eben 10km Strecke.

  • #22
    Tim

    Ich. frage. mich. wann. Journalisten. lernen. dass. ein. Wort. kein. vollständiger. Satz. ist. und. Punkte. kein. Stilmittel.

  • #23
    Florian

    Ich habe letzte Woche von einer Freundin, die im Ruhrgebiet aufgewachsen ist, erzählt bekommen, sie sei froh, dass die Loveparade doch stattfinden würde. Immerhin Immerhin hätte doch schon Teilnehmer Tickets gekauft und Flüge gebucht und da sei es peinlich vier Wochen vorher doch abzusagen.

    Der Artikel projiziert die Unvernunft nur auf die Organisatoren, aber auch die sind dem Druck vieler ausgesetzt.
    Nichtsdestotrotz ist die Situation tief traurig und so etwas hätte vorher einkalkuliert sein müssen.

  • #24
    Daniel Lücking

    Vielleicht sollte man Bloggern und Netzdiskutierern vorab einfach mal Aufmerksamkeit schenken! Die kommunizierten Zahlen deuteten wohl vorab schon darauf hin, dass das Gelände zu klein sein könnte. http://bit.ly/9tvFBV

    Mein Beileid den Angehörigen!

  • #25
    Andreas

    Ich finde die deutlichen Worte angebracht. Allein: Sie kommen zu spät. Auch der Journalismus muss sich fragen, warum er nicht vorher über die Pläne berichtet hat, darüber, dass das nicht gehen kann. Du erwähnst die Richtlinien.
    Wenn Politik und Polizei versagen, muss der Journalismus als Wachhund da sein. War er nicht…

  • #26
    nilz

    wow. die leichen sind noch nicht kalt und stefan schroeder hat schon die schuldigen der katastrophe, hat schon den plan für die kommenden jahre parat und kotzt seinen selbst-gerechten zorn ins blog. denn die massen an klicks, die so eine katastrophe bringt, die darf man sich nicht entgehen lassen.

    anders gesagt: dir tut kein einziges dieser opfer leid, keine der hinterbliebenen, die familien sind dir scheissegal. sonst würdest du nicht jetzt nicht so einen text hier hinschreiben. du hättest, wie es sich für einen anständigen menschen gehört, einen tag, vielleicht sogar zwei (ich weiss, muss wohl ganz schwer für dich sein) gewartet- aber nein: es muss sofort raus. ohne rücksicht auf irgendwen.

    du hast es so drastisch geschrieben, aber dir selbst nicht bewusst gemacht. da sind menschen tod. menschen, die heute feiern und spass haben wollten. die leben jetzt nicht mehr. kommen nicht mehr nach hause. und die menschen, die sie zurücklassen, die gehen vielleicht ins netz. und eines der ersten dinge, die sie zur katastrophe finden, ist dein text. dein unsensibler, polemischer, unbedachter, kleiner dumme-jungen text, von jemandem der mal „seine meinung sagen möchte“. möglichst schwarz-weiss, möglichst ohne etwas zu wissen. so schnell wie möglich, bevor es noch informationen geben könnte. ich kann dir nicht beschrieben wie unglaublich schäbig und scheinheilig dein text ist.

    du wirst meine kritik nicht annehmen, nicht mal über sie nachdenken, denn dein text beweist: du stehst über den dingen. du weisst wie alles läuft und freust dich endlich einen „ich habe es immer gesagt“-text schreiben zu dürfen. du hast auf den moment für diesen text gewartet. deswegen das vorschnelle, nicht abwarten könnende veröffentlichen.

    du nutzt die katastrophe für deine wut, deine polemik, dein ego.

    du widerst mich an.

  • Pingback: (Ernstzunehmende?) Sicherheitsdiskussion bereits seit Wochen im Gang | Daniels On-Life

  • #28
    Patrick Maaßen

    verantwortliche werden wohl behaupten sie hätten keine schuld, bedrogte oder besoffene oder aggressive besucher hätten die absperrungen überwunden oder wären gestürzt. ich gehe davon aus das das LÜGEN sind/wären, den grade eben wurden bei ntv handy-videos von eben dieser situation gezeigt, im tunnel und davor liegen in diesen aufnahmen hunderte übereinander, viele schreien in panik und versuchen zu verhindern das am boden liegende zertrampelt werden.

  • #29
    Patrick Maaßen

    in diesem moment jetzt erzählt ein augenzeuge bei ntv das jemand dort nur von einem polizisten für tot erklärt wurde, das dieser „tote“ nie von einem arzt gesehen wurde, direkt zugedeckt wurde. gott sei dank das ich dort nicht bewusstlos lag ohne hilfe. die hundertschaft hätte demnach nur die leute weggedränkt, auch ersthelfer wurden abgedrängt, polizeiketten gebildet statt verletzten zu helfen, erstheler sogar geschlagen.
    das passt auch zu videoaufnahmen die gezeigt wurden.

  • #30
  • #31
  • #32
    Torti

    @Nilz
    Also an Widerlichkeit gibst Du ein gutes Beispiel. Es ist keinesfalls so das das nicht von diversen Journalisten, Rettungsdiensten und Planern vor den Gefahren dieser Menschenmassen gewarnt wurde. Schau nur mal mit welcher Häme die Polizei und Rettungskräfte in Bochum für ihren Mut die LP abzusagen bedacht wurden.

    Diese LP war politisch gewollt und es wurden tatsächlich jedes Warnsignal von den Verantwortlichen ignoriert. Wenn Du dann hörst wie Herr Sauerland sich äussert, das ist menschenverachtend. Das kann man nicht drastisch genug anprangern.

  • #33
    uscha

    Ich war mit meiner Frau auch heute um 15:00h in Duisburg. Ich kenne Duisburg und wollte auch durch den Tunnel. Ca. 500 Meter vorher war das Gedränge schon so groß das ich aufgrund meiner Platzangst meine Frau überredete das wir nach Hause fahren und alles am Fernseher ansehen. Es war Ihr Herzenswunsch einmal bei der Loveparade dabei zu sein! Auf dem Heimweg war Ihre Enttäuschung groß und Sie war stinksauer auf mich. Zur Unglückszeit hätten wir theoretisch am oder sogar im Tunnel sein können…… Jetzt ist Sie zwar traurig immer noch keine Loveparade live erlebt zu haben aber doch ist Sie mir dankbar das ich nicht mehr weiter ins Gedränge wollte. Wir sind tief traurig über das Geschehen und bedauern die Angehörigen sehr. Auch wir haben viele Stunden warten müssen um unseren Sohn, der erst gar nicht hin wollte aber dann mit Freunden doch ging, per Handy zu erreichen und die Gewissheit zu bekommen das es ihm gut geht. Es waren schlimme, ungewisse Stunden mit Tränen in den Augen.
    Ich will niemanden etwas vorwerfen, aber als ich diese Menschenmassen sah, deren Zustand (egal ob Alkohol oder Drogen) diese unglaubliche Menge an Menschen…da hatte ich schon das Gefühl das das nicht gut gehen kann, nicht in dieser engen Innenstadt, nicht am alten Güterbahnhof. Leider befürchte ich das im Verlauf des Abends, der Nacht noch mehr passieren wird.
    Ich bete zu Gott das dies nicht der Fall sein wird, aber wer Duisburg kennt , den Veranstaltungsort und seine Umgebung, der wird sich mit mir fragen wie rd. 1 Mio. Menschen von dort aus störungsfrei nach Hause kommen sollen!

  • #34
    Angelika

    #25 Andreas

    „…Auch der Journalismus muss sich fragen, warum er nicht vorher über die Pläne berichtet hat…“

    Nach meiner Erinnerung gab es bei RP-online (ich finde des Artikel aber leider trotz Suche momentan nicht mehr) einen Artikel im Vorfeld der Loveparade, wo über die Tatsache berichtet wurde, dass die zu erwartenden Teilnehmer (Erfahrungswerte aus den Jahren vorher) das Fassungsvermögen des Platzes (Duisburg) bei Weitem (!) übersteige. Ich stutzte, als ich das las. Stutzte auch, als ich auf einem Foto den Boden (Schotter – m.E. ungeeignet zum Tanzen usw.) sah. Ich dachte damals, dass es doch kein Lösung sei, soundsoviele auf den Platz zu lassen und dann zu sperren. Wo sollen die denn hin?! Die wollen sich nicht irgendwas in DU ansehen, die wollen zur Loveparade und sonst nix!

    Als ich dann heute Nachmittag per tv (WDR) sah, dass Teilnehmer nur schleppend auf das Gelände kamen, Wackelzäune überstiegen, wurde mir mulmig.

    Nein, eine solche Katastrophe sah ich nicht voraus, aber ich rechnete mit vielen Frustrierten und etlichen (hoffentlich nicht schwer) Verletzten. – Nun, es kam schlimmer – viel schlimmer. Und gerade meldeten sich per twitter, Menschen, die dort waren, endlich weg von dort sind, aber nicht wissen, ob Freunde verletzt sind. Sch..!!!!!!!!!!!!!

  • #35
    Hoffy

    Und so versucht er sich aus der Schuld zu stehlen:
    http://www.welt.de/vermischtes/article8622919/Mein-Freund-hat-mich-ueber-die-Leichen-gezogen.html
    Bitte lesen bei +++ 20:44 Uhr +++
    Eine zitierte Aussage von Adolf Sauerland: Zu den Vorwürfen, das Gelände sei nicht für die Veranstaltung geeignet gewesen, sagt er: „Zum Zeitpunkt der Katastrophe war das Loveparade-Gelände noch gar nicht gefüllt“.

    Auch der Bürgermeister leugnet dort eine Massenpanik im Tunnel erstmal ab.
    Einfach erbärmlich, wie man sich aus der Verantwortung zu stehlen versucht.

  • #36
    jph

    Der Artikel ist extrem einseitig geschrieben

    Sicher haben die Veranstalter versagt. Ich war ca. eine halbe-dreiviertel Stunde vor dem Unglück im Tunnel + beim Aufgang – keine Security, keine Polizei, nichts ging mehr. Da sind dann die ersten hochgeklettert.

    Das aber jetzt auf die ganze Veranstaltung zu übertragen ist einfach nur populistisch und schwachsinnig. Das Gelände selbst war nicht zu voll und meiner Meinung nach im Prinzip für die Veranstaltung gut geeignet. Der Zugang war das Problem und hat dieses tragische Unglück ausgelöst.

    Nicht weniger aber auch nicht mehr.

  • #37
    Lotte

    Hallo, ich war bei meiner Schwester im Krankenhaus. Ich kam nciht weiter und habe mehr als 1 Stunde nach hause gebraucht. Ich sah viele geschockte Menschen, Hubschrauber und viele Krankenwagen. Ich wra bestürtzt und konnte mcih kaum noch aufs Autofahren konzentrieren. Ich trauere mit den Angehörigen und Freunden. Ich finde es so so schrecklich.

  • #38
  • #39
    Herneherzog

    „Die Loveparade war da schon tot“ … „Sie schufen einen Zombie“

    „Heute heißt es, 800.000 seien drauf gewesen.“ … „Und es drängten 600.000 Menschen nach.“

    Für eine eigentlich tote Party sind das aber ziemlich viele Zombies. 1,4 Mio.

  • #40
    jph

    @ 38 – ja aber der Artikel thematisiert nicht das Versagen bzgl. der Planung und des Sicherheitskonzepts bei Zugang und das schlecht koordinierte Verhalten der (zuwenigen) Sicherheitskräfte dort sondern die Loveparade insgesamt als Veranstaltung in Duisburg.

    Das Unglück ist dramatisch + schrecklich – aber gerade deshalb sollte man sich mit pauschalen Urteilen zurückhalten (insbesondere wenn man nicht selbst dortgewesen ist).
    Und gerade deshalb sollte rückhaltslos aufgeklärt werden was dort passiert ist (wer ist auf die Idee mit nur einem Zugang gekommen?) und wer Fehler gemacht hat (meiner Meinung nach trägt auch die Polizei eine große Mitschuld – keine funktionierende Zugangskontrolle bzw. Pufferung vor dem Tunnel).

    Mein Beileid den Opfern + ihren Angehörigen..

  • #41
    pritschikowski

    http://www.derwesten.de/kultur/musik-und-konzerte/loveparade/Fakten-und-Wissenswertes-rund-um-die-Loveparade-id3277427.html
    Leuchtturm für Ruhr.2010

    Oliver Scheytt, Geschäftsführer der Kulturhauptstadt Ruhr 2010, sieht in der Loveparade eine der Leuchtturmveranstaltungen dieses besonderen Jahres für das Ruhrgebiet: „Bei der Loveparade werden wieder hunderttausende Menschen der Welt demonstrieren, welch verbindende Power in der Musik steckt und welch unerschöpfliche Energiequelle die Kultur ist. Für diese große Kulturparty wurde ein jahrelang brachliegender Güterbahnhof in Duisburg zu einem neuen Kulturort verwandelt. Bilder vom Wandel werden uns erneut um den Globus tragen. Bei der Kulturhauptstadt verwirklichen wir große Ereignisse im Wochenrhythmus

    Abolutes Glasverbot

    Es gilt am Samstag ein absolutes Glasverbot auf und rund ums Festivalgelände. Wer etwas trinken will, wird an einem der 26 Verpflegungsstände auf dem Festivalgelände fündig. Auch am Rande der beiden Laufstrecken, die zum Festplatz führen, gibt’s Getränke. Ein halber Liter Bier kostet 3,50 Euro, Wasser und Limonaden jeweils 2,50 Euro. Hinzu kommt ein Pfand (1 Euro) für die Plastikbecher. Es gibt 300 000 Pfandchips. Zum Catering-Personal gehören rund 500 Kräfte.(

    Extra-Bühne für Wartende

    Um Wartezeiten vor dem Eingang zum Festival-Gelände zu überbrücken, wird am Rande der beiden Laufstrecken jeweils eine Extra-Bühne aufgebaut. Eine steht auf dem Ludgeri-Platz, die andere im Böninger Park. (

    Innenminister stolz

    Der aus Duisburg stammende NRW-Innenminister Ralf Jäger ist stolz auf die Einsatzbereitschaft von rund 2000 Polizeibeamten, die am Rande der Loveparade ihren Dienst tun. „Alle sind hoch motiviert und haben sich professionell vorbereitet“, sagte Jäger und fügte hinzu: „Wir wünschen, dass die vielen Besucher dieses Event unbeschwert feiern können.“ (

    http://www.einslive.de/musik/extras/loveparade/2010/fakten_loveparade.jsp

    Wo soll die Loveparade in Duisburg stattfinden?

    Veranstalter und die Stadt haben sich das Gelände des alten Güterbahnhofs ausgeguckt. Das Areal ist so groß, dass man dort nicht nur die große Abschlussveranstaltung veranstalten könnte, sondern auch eine richtige Parade mit den bekannten „Floats“. Das Gelände ist allerdings noch eine absolute Brachfläche, die noch bis zum Sommer für die Massen hergerichtet werden muss.

    Wie sieht es mit der Sicherheit für die Besucher aus?

    Ein detailliertes Sicherheitskonzept für die Loveparade kann erst erarbeitet werden, wenn der Veranstalter seine genauen Vorstellungen für die Parade und die Abschlussveranstaltung bekannt gibt. Grundsätzlich hat die Stadt Duisburg aber schon mit allen beteiligten Stellen, wie Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, THW, und der Bahn gesprochen und kommt zum Schluss, dass eine Loveparade auch mit über einer Million Besucher in Duisburg „durchführbar ist“. Duisburgs zuständiger Beigeordneter Wolfgang Rabe sagte im 1LIVE-Interview, dass es „auf keinen Fall eine Absage wie in Bochum 2009 geben werde“. Die Sicherheitsbedenken vor allem rund um den dortigen Hauptbahnhof, „gibt es in Duisburg nicht“, so Rabe weiter.

  • #42
  • #43
    Daniel Lücking

    http://bit.ly/aWcQPq

    Die Diskussion um die Sicherheit versuchte Klotsche bereits seit dem 07.06.2010 zu führen.

    Möchte nicht wissen, wie er sich nun fühlt, wo sich seine Befürchtungen bewahrheitet haben.

    Mein Beileid den Angehörigen!

  • Pingback: No more Loveparade « jannesriemann.de Blog

  • #45
    egal

    Das Bild stammt von derwesten.de, es zeigt nur einen Ausschnitt vom eigentlichen Foto. Das Original gibt’s hier (3. Foto): http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Tote-bei-Loveparade-id3278851.html

  • #46
    GumboYaYa

    Ach ja, hinterher sind plötzlich wieder alle ganz schlau und plötzlich wusste jeder schon vorher, dass es schief geht. Natürlich ist es eine Tragödie und hätte nicht passieren dürfen, aber dieses „hätte, hätte, wäre, wäre“ und diese verzweifelte Suche nach einem Sündenbock … irgendwie falsch und bringt gerade sowieso niemandem was – aber die Presse hat wieder ein feines Fressen gefunden!

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  • #48
    3fler

    DAS RISIKO WAR BEKANNT!!!

    man kann es gar nicht laut genug herausschreien!

    Man muss nur die Kommentare in Der Westen lesen (was die eigenen Lokaljournalisten wohl versäumt haben, denn die haben sich vor der Katastrophe nur um das Schuhwerk der Besucher Sorgen gemacht).

    Genaue Analyse hier:

  • #49
    3fler

    bitte Link nachpflegen: http://www.heise.de/tp/blogs/foren/S-das-Risiko-war-schon-vorher-bekannt/forum-183152/msg-18881311/read/

    (die Kommentare findet man natürlich auch **noch** bei Der Westen, aber eine nachträgliche Löschung halte ich nicht für unwahrscheinlich)

  • #50
  • #51
  • #52
    Oma Schmitz

    Gornys Leichen!
    Wer hat noch mal den Druck aufgebaut, trotz eines ungeeigneten Geländes die Loveparade auf keinen Fall abszusagen ? Wer hat zusätzliche Gelder von der CDU-Landesregierung lockergemacht?
    23.1.2010 DerWesten: Auf das drohende Aus reagierte Dieter Gorny, künstlerischer Direktor für die Kreativwirtschaft bei Ruhr.2010, „bestürzt und erschrocken”. Gegenüber der WAZ sagte er: „Es gibt keine bessere Gelegenheit, sich international zu blamieren, als wenn man diese Chance verpasste.” In dieser Situation erwartet er eine politische Allianz. „Man muss sich an einen Tisch setzten und den Willen bekunden, die Loveparade durchzuführen, statt klein beizugeben.” Die Politik müsse sich dahingehend erklären, dass sie sagt: „Wir wollen die Veranstaltung und alle Kraft einsetzen, sie zu retten!” Die Loveparade in Duisburg sei „wesentlicher Bestandteil des Ruhr-2010-Programms”. Man müsse die Kulturhauptstadt als Ganzes sehen und die verheerenden Folgen, wenn eine Säule der Kulturhauptstadt wegbreche.

    Das ist noch schlimmer als Profitgier.

  • #53
    Linkrheiner

    TEAR DOWN THAT FENCES!

    Diese schreckliche Tragödie ist eine weitere Folge des Kommerzialisierungswahns, die in der Duisburger Kultur“vermarktung“ immer mehr m sich greift. Im Bestreben, die letzten nicht-warenförmigen Schlußlöcher zu schließen und dazu notwendigerweise die Bewegung der Menschen zu kontrollieren, greift man in Duisburg in diesem Jahr reihenweise zu Zäunen. Erinnert sei in diesem Zusammenhang nur an das „Traumzeit-Festival“, wo auf Geheis der Duisburg-Marketing und sehr zum Ärger des Mitveranstalters WDR, der Platz zwischen den Hallen dieses Jahre ebenfalls eingezäunt und in den Versuch einer kommerziellen Fressmeile konvertiert wurde. Besser als an den entnervten Reaktionen des Personals am Kassenbuss und der massenhaften Security, die man nun bezahlen musste, um den Zugang zum Käfig abzusichern, konnte man nicht sehen, was die DuisburgerInnen von diesem Kommerzialisierungs-Mist hielten. Beim Traumzeit-Festival ist zum Glück nur die Atmosphäre der Veranstaltung durch den Kommerzwahn der Duisburger Kulturvermarkter kaputt gegangen – dei der Loveparade hatte der leider tödliche Folgen.

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  • #55
    Tim

    Danke für den Kommentar. Das war Selbstbesoffenheit von größenwahnsinnigen Provinzpolitikern. Selbst beim Still-Leben eine Woche vorher sind die Leute über Böschungen und Eisenbahngleise, inkl. Kinder und Fahrräder, geklettert, um auf die A40 zu kommen, als der Zugang wegen des Gedränges geschlossen worden ist. Da kam es zu haarsträubenden Szenen.

    Im Grund ist es einfach. Da waren Leute, die es unbedingt durchziehen wollten, aus Eitelkeit, Gewinnstreben oder nur um es den Nachbarmetropolen Dortmund, Essen oder Köln mal zu zeigen. Aus Mangel an geeigneten Locations wurde ein fauler Kompromiss schöngeredet.

    Unglücke und Unfällen passieren und gehören zum Lebensrisiko. Aber zusätzlich zu dem schmerzlichen Leid und Verlust, der zu ertragen für Betroffene, Angehörige und auch uns alle schon schwer genug ist, ist es geradezu unerträglich, wenn diese Tragödie durch die systematische Ignoranz von Leuten verursacht worden ist, die zwar die Verantwortung dafür tragen, jedoch durch die komplexe Zuständigkeiten, erkaufte „Sicherjeitsgutachten“, usw. wohl nicht zur Verantwortung gezogen werden können.

  • #56
    Pilz

    Ich war das letzte Mal im Jahr 2000 auf der Love Parade in Berlin. Und dies aus gutem Grund. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Love Parade schon Ihren wahren Spirit verloren. Was mal als Bewegung der Techno Gemeinde gestartet war, war zu diesem Zeitpunkt schon von Kommerz und Bürokratie zerfressen. Unter die Menschen mischten sich immer mehr abzockende Händler, Bier trinkende oberflächige Zaungäste und solche die mit der Bewegung noch nie etwas zu tun hatten. Die Love Parade im Ruhrgebiet war schon immer ein billiger Abklatscht der selbigen aus Berlin, die außer dem Namen nichts mehr gemeinsam hatten. Die Ereignisse aus Duisburg sind das traurige Ende einer einst großartigen Veranstaltung, die Ihren Zenit schon lange erreicht hatte.

  • #57
    Ex-Linker

    Auch ich trauere um die Toten, denke an die Angehörigen.

    Diese Trauer wird von unsäglicher Wut begleitet. gegen die Unverantwortlichen von Duisburg. Gegen einen sich selbstgefälligen Oberbürgermeister, einen Sicherheitsbeauftragten ohne Schuldgefühl.

    Und ich danke dem Autor, dass er so mutig diesen text gschrieben hat.Er beschreibt so zutreffend, was in Duisburg abgegangen ist.

    Ergänzend möchte ich noch schreiben, dass es offenbar dieser Wahn von Bildern war, die um die Welt gehen sollten, Duisburg als tolle metropole bewerben sollten. Und diesen Bilder-Wahn haben vor allem die herren Pleitgen und Scheytt ausgelöst. Sie tragen mit an der Verantwortung, denn ohne Sie wäre wohl kaum zusätzliches Geld nach von der Landesregierung geflosen, um den Zoombie zu wecken. Denn auch Pleitgen war vom Bilder-Wahn beseelt, sprach er immer wieder davon, zuletzt auf den pressekonfernezen zum Still-Leben.

    So haben sie sich gegenseitig aufgeputscht: Die „Kulturgeldverschwender“ der „Ruhr 2010“ und die (Lokal-)Politiker.

    Nun gehen Bilder um die Welt. Von Toten, notdürftig bedeckt mit Leichtentüchern. Von rettungswagen. Und einem Tunnel, der vollgepfercht mit Menschen wurde – eine Rinderhorde gleich. So wurde die „Kulturhauptstadt“ von einem Millionen auch noch zu einem Massengrab – für 19 junge Menschen.

    Sauerland, Pleitgen, Scheytt, Gorny – sie sollten schleunigst zurücktreten. Sie haben aus Prestig- und Profitsucht gehandelt. Und den Menschen im Revier so großen Schaden zugefügt, dass die „Kulturhauptstadt“ gleich mit beerdigt werden sollte. Ohne diesen Wahn nach Bildern, die um die Welt gehen von Bürokraten, selbstsüchtigen politikern und großmannssüchtigen Kulturfetischisten könnten 19 junge Menschen auch heute noch Spaß am Leben haben.

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  • #60
    Aquii

    Finde deine Darstellung sehr eingeschränkt.

    Du machst hier ja ein regelmäßiges Update, könntest du da nicht mal deine Rechtschreibfehler, so als bloggender Journalist, beseitigen (Artikel & Kommentare)?

  • #61
  • Pingback: Duisburg Death-Parade: Die kalkulierte und prognostizierte Katastrophe /// Justizskandale.de

  • #63
    drkkes

    Einer der Kommentatoren hier hat angemerkt, es handele sich (sinngemäß) um Leichenfledderei, diesen Artikel so kurz nach dem Unglück zu schreiben.

    Ich glaube nicht, dass es einen falschen Zeitpunkt für die richtigen Worte gibt.
    Dieser Artikel hier, das sind nicht die richtigen Worte. Das ist inhaltlich Stammtisch-hätte-tätte und stilistisch einfach nur übel.

    Ich kenne den beruflichen Hintergrund des Autors nicht und weiß nichts über seine Blog-Credibility, aber das hier ist weder überzeugend, noch scheint es mir angesichts der Tragödie angebracht.
    Wer nicht schreiben kann, sollte lieber nicht bloggen, sorry.

  • #64
    MartinHAJ

    Es ist richtig und notwendig, den Irrsinn der verantwortlichen Kommunalverwaltung anzuprangern. Inhaltlich volle Zustimmung!

  • #65
    Heiner

    Kommerz fordert Opfer.Die dummen Ausreden auf der Pressekonferenz bestätigen den Artikel.
    Schuld hat nach meinem Ermessen der Veranstalter und die mit Ihm agierenden Vetreter der Stadt einschließlich einer überforderten Polizei.
    Was bleibt ist die Trauer um die Opfer und der Verlust eines Stückes gelebter Lebensfreude und hoffentlich eine Verurteilung der Verantwortlichen ,auch der politischen!

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  • #68
    kelin

    „Dortmund zeigte, dass die Menschenmassen zu viel sind für unsere Kapazitäten. Hier haben die Polizisten keine Erfahrung mit diesen Techno-Riesendingern. Die haben das mit Fussballspielen verglichen – da kommen 100.000 Menschen, nicht eine Millionen. Die Bahn ist sowieso unfähig bei so Sachen. Das sehe ich jeden Morgen“

    Auch Du liebe Güte! Ich hoffe Ihr seht Euch nicht als moderne Journalisten, nur weil Ihr einen Blog schreibt. Wenn uns das nach der Umwälzung der Zeitungslandschaft erwartet, werde ich ab jetzt täglich jedes Printblatt kaufen um uns davor so lang wie möglich zu bewahren.

    Journalismus ist das nicht! Und: Eine damit verbundene moralische Bewertung dieses Artikels …

  • #69
    Ex-Linker

    Sauerland, dieser selbstgefällige, großmannssüchtige Provinzpolitiker und sein handlanger Rabe gingen gleich in Abwehrhaltung – und trugen zur Information auf der Pressekonfernez nichts bei.

    Hätte dieser Oberbürgermeister Anstand, er wäre zurückgetreten. Und hätte nicht so kläglich „seine“ Stadt bejammert; denn eigentlich meinte er sich selber.
    Da war wohl Pleitgen ein wenig mutiger, der sich zumindest zu seiner Verantwortung bekannte, aber auch keine Konsequenzen zog.

    Nein, das können Sie eben nicht, diese eitlen Bürokraten.

    Bloß nicht vom schönen Amt zurücktreten, bloß keine Verantwortung übernehmen.

    Auch diese Bilder, Pleitgen, Sauerland, Rabe und von Schmelling, werden um die Welt gehen und eine Kaste eitler Unverantwortlicher zeigen, die vorher zwar groß getönt, aber nun ganz kleinlaut die Staatsanwälte machen lassen, bis, ja bis sie vielleicht selbst dann wider Erwarten doch noch auf der Anklagebank sitzen könnten. Dann aber werden sie in großes Selbstmitleid fallen und öffentlich beteuern, dass nicht gewollt, sondern nur das Image der Stadt im Sinngehabt zu haben. Mit Verlaub: Das macht so ohnmächtig zornig, denn es zeigt, dass diese 19 Menschen, einen so sinnlosen Tod gestorben sind.

  • #70
    Ebse

    Ich finde den Kommentar treffend.

    Der Zusammenhang zwischen „Kommerz“ und „Bürokratie“ ist offensichtlich. Und dies kann und muß m.E. klar und deutlich – in einem Kommentar auch emotional – benannt werden.

    Wischiwaschi hilft nicht.

    Hinter der Wut über die Unfähigen und Unwilligen steckt doch gleichzeitig die Trauer um die Opfer und das Mitgefühl mit den Angehörigen.

  • #71
    Heiner

    Das hier war kein politischer Fehltritt sondern eine Tragödie und ein Desaster. Oberbürgermeister Adolf Sauerland sollte zurücktreten.

  • Pingback: Blog Fürst » O-Töne zur Loveparade-Tragödie

  • #73
  • #74
    abc

    Hallo,

    es ist richtig, sich nicht den Mund verbieten zu lassen. Nicht von Moralpredigern, die es für pietätlos halten „angesichts der Opfer“ Kritik zu üben (was für ein Schwachsinn). Dieses Bremsen von Kritik bedeutet nur einen Zeitvorteil für die Täter, die sofort mit der Vertuschung und Vernebelung anfangen, während die blöden Schafe noch brav „Pietät“ zeigen.

    „Es ist nicht die Zeit für Schuldzuweisungen“ ist ein genauso schwachsinniger Satz.

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  • #79
    Hocherfreut

    Auf der Jagd nach Seitenabrufen ist jedes Mittel recht. Das beweist Ruhrbarone eindrucksvoll schon per Überschrift. Vorschlag für eine Subheadline: „Geltungssüchtige Veranstalter opfern junge Menschen am Altar der hirnlosen Spassgesellschaft“. Das kommt dem Niveau dieser Blogveranstaltung recht nah hinunter. Mein Vorschlag für einen alternativen Titel dieses Internetangebots: „ruhrarschohne“.

  • #80
    Arnold Voss

    @ Hocherfreut

    Hätten sie gerne selbst solche Einschaltquoten? Oder was treibt sie zu ihrer kleinen Hasstirade, Hocherfreut?

    Warum schreiben sie stattdessen nicht was Inhaltliches zur Diskussion hier? Was Substanzielles? Oder fällt ihnen dazu nichts ein?

    Dazu müssten sie allerdings auch alles lesen was hier steht, oder? Und all das was hier schon früher zur Love-Parade im Ruhrgebiet an Gefahren und Bedenken diskutiert wurde, oder?

    Stattdessen: „Ruhrarschohne“. Wahnsinnig witzig und niveauvoll. Und nicht mal die Traute seinen richtigen Namen drüber zu schreiben, Hocherfreut?Ist das die Art von Journalismus die sie gut finden?

    Ooooh Mann (oder Frau?), was sind sie nur für ein erbärmlicher kleiner Wicht.

    Ach ja, noch einen Tip zum Nachdenken: Könnte es vielleicht am Sachthema selbst liegen, dass die Einschaltquoten so hoch sind?

  • #81
    so, so

    so, so „Zombie der Ruhrbürokratie“. Es sieht doch wohl eher so aus, daß aus der Ruhrbürokratie heraus gewarnt wurde (Polizei, Feuerwehr). Und daß ein dynamischer Bürgermeister es wohl mal allen Bedenkenträgern zeigen wollte. Natürlich im Verbund mit einer geschäftstüchtigen Veranstalterriege für die das sowieso nur alles Geld kostet. Dann fand sich noch ein alerter Professor, der das Sicherheitskonzept begutachtet hat, und fertig wars. Und das ganze entspricht doch auch der Stimmung, die von den Medien etc. geschürt wir. Wir brauchen weniger Bürokratie, mehr Kreativität etc. etc.. Als Bochumer Bürokraten absagten, wo waren denn da die positiven Kommentare (Veratwortungsbewusstsein etc.?, wäre ja auch eine Möglichkeit gewesen). Stattdessen Spott und Hohn.

  • #82
    Arnold Voß

    @ soso #81

    Als die Bochumer abgesagt haben, da haben sich die Essener und die Dortmunder und die Duisburger Stadtspitzen natürlich mehr oder weniger still die Hände gerieben, weil die Bochumer es mal wieder nicht bringen. So ist das nun mal hier in unserem schönen Ruhrgebiet.

    Hier wollen die meisten OBs die großen Eventmeriten selbst einfahren und sie nicht mit anderen teilen. Anstatt im Fall der Loveparade einen wiederkehrenden optimalen Ort/Raumkomplex, egal in welcher Stadt oder zwischen welchen Städten, zu suchen und gemeinsam die logistischen und sicherheitstechnischen Probleme zu lösen, wollte auf Grund der Städtekonkurrenz jeder Mal für sich dran sein. Diese Kritik habe ich übrigens schon zur allerersten Loveparade im Ruhrgebiet hier geäußert.

    Wenn das also mit „Zombie der Ruhrbürokratie“ gemeint gewesen ist, dann ist die Überschrift (leider) doch korrekt. Im übrigen sind die OBs nichts anderes als die verantwortlichen Spitzen der Ruhrbürokratie, also die Oberbürokraten der Region.

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  • #84
    Der Watz

    … diese nachträgliche klug-schwätzen geht mir auf den Zeiger …
    Einige Leute dürten Ihre Meinung gerne für sich behalten.
    Das Nachtreten aus Richtung Berlin ist dumm.
    Wer in Essen dabei war wird das anders beurteilen.
    Nicht ohne Grund hatte Duisburg einen riesigen Zulauf!

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  • #87
    Frank Weissberg

    Ich kann mir nicht helfen, aber ohne den Druck von Pleitgen und seinem Adlatus Gorny wäre die Veranstaltung vielleicht nicht so planerisch übers Knie gebrochen worden.
    Es war ja schon fast klar, dass sie nicht stattfinden sollte.
    Dann bliesen die 2010-Macher noch mal so richtig ins Horn.

    Der Eine (Pleitgen) warnte vor einer Absage:
    http://www.rp-online.de/niederrheinnord/duisburg/nachrichten/Pleitgen-warnt-vor-Absage-der-Loveparade_aid_817726.html

    Der Andere (Gorny) sprach von einer Blamage:
    http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Loveparade-Absage-waere-laut-Gorny-eine-Blamage-id2425980.html

    Und es wird sicherlich noch dass Eine oder Andere Gespräch gegeben haben, um sich diese kostenlose Werbung für Ruhr 2010 nicht durch die Lappen gehen zu lassen. Offiziell mitfinanziert wurde es ja nicht, aber wäre nichts passiert, hätten sich die Herren in der Strahlkraft dieses Events eitel gesonnt.

    Nun ist dass Kind in den Brunnen gefallen und der saubere Herr Pleitgen lässt sich wie folgt zitieren:
    „Wir haben weder gefordert noch angeregt, dass die Loveparade stattfinden soll.“
    http://www.rp-online.de/niederrheinnord/duisburg/loveparade/Dunkle-Schatten-ueber-Ruhr-2010_aid_886146.html

    Wen will der eigentlich verarschen?
    Das ist einfach nur noch erbärmlich.

  • #88
    Arnold Voss

    @ #83 Bottblog

    Interessanter Artikel. Danke fürs Einbringen in die Diskussion!

  • #89
    Arnold Voss

    @ Frank Weissenberg #86

    Genauso schlimm ist, dass der Interviewer von RP-Online nicht einmal nachfragt.

  • #90
    so, so

    @arnold voss

    nun ja mich stört an der Überschrift und auch am Inhalt diese alte Leier vom unfähigen Bürokraten, der das Unglück verursacht hat. Immerhin waren es auch Bürokraten, die die Gefahr gesehen und gewarnt haben. Da wäre es doch mal interessant festzustellen, warum deren Einwände übergangen wurden. Außerdem finde ich es sehr einseitig, nicht die Rolle der anderen Beteiligten (Veranstalter etc.) und der Medien zu betrachten. Bochum hat ja einen Vorgeschmack gegeben, mit welchen Kommentaren Sauerland zu rechnen gehabt hätte, falls die Duisburger Loveparade ausgefallen wäre. Also würde ich mal hier eher auf populistische (=politische) als auf bürokratische (darunter verstehe ich so etwas wie „etwas wird gemacht, weil die Regeln so sind“, egal ob das sinnvoll ist oder nicht) Gründe für das Festhalten an der Loveparade tippen. Plus natürlich dem, daß heute noch jedes Kleinkleckersdorf ein Megaevent braucht, um die kreative Klasse dieser Welt auf sich aufmerksam zu machen. Auch dabei
    handelt es sich dann auch hier um ökonomische und nicht bürokratische Gründe. Insofern halte ich es für verkehrt „Bürokratentum“ als Grund des Unglücks festzumachen. Sauerland ist zwar Vorgesetzter der städtischen Behörden aber im Wesentlichen ist er nicht Bürokrat sondern Politiker. Und als solcher hat er wohl die Warnungen seiner „Bürokraten“ sehr abschätzig beurteilt.

  • #91
    Emil

    Liebe Ruhrbarone,

    und vergesst bitte nicht, weiterhin die Zahlen in Eurer Headline zu aktualisieren. Nicht dass Ihr dem Zombie zu wenig Todesopfer in den Mund werft.

    Alles andere zu dieser denkwürdigen Headline haben bereits tausende von Menschen bei Twitter gesagt. Bemerkenswert ist darüber hinaus, wie schnell dieser Artikel online gestellt wurde. Nicht den Hauch von Innehalten haben die Autoren für nötig empfunden, sondern haben, zu einem Zeitpunkt, zu dem nicht einmal alle Angehörigen wussten, ob Ihre Kinder oder Enkel noch am Leben sind, diesen mit obiger Headline einen Schlag in die Magengrube verpasst.

    Und jetzt kommt mir bitte nicht mit: „Setz Dich bitte mit dem Inhalt auseinander“. Warum sollte ich das bei einem Artikel tun, der gegen so gut wie alle journalistischen Prinzipien verstößt.

    Und da ihr es gerne polemisch habt, noch ein kleiner Vorschlag: Ich würde die weitere Berichterstattung über die Loveparade innerhalb dieses Blogs direkt an Eva Hermann übertragen.

    In diesem Sinne,

    Emil

  • #92
    Thomas

    >und vergesst bitte nicht, weiterhin die Zahlen in Eurer Headline zu aktualisieren. Nicht dass Ihr dem Zombie zu wenig Todesopfer in den Mund werft.

    Die Zahlen in der Headline sind die des Lagezentrums der Polizei, telefonisch von mir abgefragt am Sonntagmorgen um 0440 Uhr.

  • #93
  • #94
    Nele

    „Dabei war schon Berlin die Fratze hinter den Beats für jeden, der es wissen wollte, zu sehen. Drogenfressen, Livepornodrehs im Tiergarten, Hecken knietief in Pisse und Schlamm dazu tonnenweise Müll.

    Berlin hatte keine Lust mehr auf den Scheiß. Den Berlinern war es egal, dass haufenweise Verrückte aus dem ganzen Land kamen, um in ihrer Stadt einen drauf zu machen. Deswegen wurde der Gig da abgesagt. Nicht weil das so schön war. Die Loveparade war da schon tot.“

    Na die Opfer werden sich über Deine Anteilnahme sicherlich sehr freuen… jetzt wo sie tot sind, tun sie Dir leid. Die, die glücklicherweise noch leben, sind aber wohl weiterhin die „Verrückten“.

    Die Darstellung dieser Szene (der ich übrigens selbst nicht angehöre) lässt leider den ganzen Artikel unglaubwürdig erscheinen – egal wie „wahr“ manche Teile davon sein mögen.

  • #95
    Arnold Voß

    @ Emil # 90

    Lieber Emil,

    was für eine moralisch verbrämte Verkehrung von Ursache und Wirkung. Der Schlag in die Magengrube ist doch nicht durch den Artikel entstanden sondern durch die Katastrophe selbst.

    Diese hat in ihrer emtionalen Wucht den Artikel um ein Mehrfaches übertroffen und tut es, je mehr man über sie weiß, immer noch mehr. Was sollte denn darauf die Reaktion sein? Eine kühle und distanzierte Beschreibung der Vorgänge? Das ist hier keine Tageszeitung sondern ein Blog, Emil.

    Bei Twitter hat sich übrigens, je mehr die Leute über die Katastrophe wussten, die Mehrheitsmeinung gegenüber diesem Posting erheblich verändert.

  • #96
    Arnold Voss

    @ so,so #89

    Im Grundsatz gebe ich ihnen recht. Das Bürokratenbashing ist zu pauschal und unterschlägt dabei Widersprüche und Auseinandersetzungen innerhalb der Verwaltungen.

    Das Problem dabei ist aber, dass sie deswegen auch niemand mit bekommt, weil sie in der Regel hinter verschlossenen Türen stattfinden. Oder wie in diesem Fall erst dann im vollen Umfang herauskommen, wenn es zu spät ist.

    Daher kommt ja auch die grundsätzliche skeptische bis abwehrende Haltung des Bürgers gegenüber der Bürokratie. Er fragt sich, wieso denn diese so prächtig abgesicherten Leute nicht den Mut haben, im Ernstfall ihren Vorgesetzten nicht auch öffentlich zu widersprechen. Sich im Falle Duisburg sogar der Presse zu bemächtigen bzw. mit ihr zusammen zu operieren, um das Schlimmste zu verhindern.

    Wenn sie sich politisch und/oder persönlich gegenseitig eins eintüten wollen, machen sie das. Wenn es, wie in diesem Fall um mögliche Verluste von Menschenleben geht, dann berufen sie sich auf ihre Dienstvorschriften und schweigen so lange bis es zu spät ist.

  • #97
    rolph

    Wir gedenken der Toten, deren Angehörige und den Familien.

    Zunächst sollte man abwarten, was die Ermittlungen der einzelnen Behörden ergeben.
    Allerdings scheint Eines schon sicher: Die Behörden – Einsatzkräfte der Polizei und auch die Veranstalter der Loveparade – habe hier kläglich versagt.
    Hätte man vor der Veranstaltung mit den dort eingesetzten Kräften von BePo, BuPo und den Veranstaltern eine “Ortsbegehung” durchgeführt, hätte man sicher festgestellt, dass ein Gelände, das für ca. 300tsd Personen nicht für über 1,2 Millionen zugelassen oder geeignet sein kann.

    Weiterhin – meine persönliche Meinung – haben die dort einegesetzten Polizei- u. Einsatzkräfte die Besucher im Tunnel “einegekesselt”, d. h., die Polizei hätte den Zustrom von Besuchern schon vor dem Tunneleingang abfangen und blockieren müssen, nicht erst in den Tunnel hineingehen lassen. Somit wäre gewährleistet worden, dass Besucher, welche die Veranstaltung verlassen wollten, auch einen freien Rückweg haben, nicht mit denen “kollidieren”, die das Fest noch besuchen wollen.
    Man hätte in jeden Fall sich mit den einzelnen, dort eingesetzten Einsatzkräften besser abstimmen und koordinieren müssen. Dann wäre es vllt. zu “kleineren Rangeleien” gekommen, aber nicht zu einem solchen Desaster.
    Die Polizei hat die Besucher über Stunden im Tunnel “festgesetzt”, die konnten nicht vor oder zurück. Dann wurde auch noch, als die erste Panik ausbrach, der Rückweg versperrt.
    Die war, meiner Meinung nach, der grösste Fehler der Behörden.
    Und die anschließende Pressekonferenz: Man konnte deutschlich sehen, dass keiner der dort Anwesenden sich äussern wollte, bzw. etwas zum Hergang oder Details zu sagen hatte. Geschweige denn von dem “herumgetruxe” der Einzelnen. Dies zeigt wieder mal, wie inkompetend die einzelnen Führungskräfte manchmal sind.

  • #98
    Alexander

    Ich bin tief betroffen über die Kaltschnäuzigkeit der Ordnungshüter.
    Frage mich nach dem ich ettliche -Videos gesehen habe ….warum Einsatzfahrzeuge in dem Tunnel fahren die nicht was klar zu sehen ist zu Hilfe zu leisten sondern um präsend zu sein den Tunnel durchfahren . Am Geländer lehnen und nicht irgend welche Massnahmen ergreifen .

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