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Waltroper Grünenchefin sieht sich nach Gratulations-SMS mit Alltagssexismus konfrontiert

SMS Nachricht von Sonntag. Foto: Monya Buss

SMS Nachricht von Sonntag. Foto: Monya Buss

Sie hatte ihrem Kollegen, dem Waltroper CDU-Fraktionsvorsitzenden Walter Kranefoer, nur kurz zum guten Wahlergebnis bei der Bundestagswahl gratulieren wollen. Doch dessen Antwort-SMS schockierte die Waltroper Grünenchefin Monya Buss zutiefst: ‚Ich habe ihm förmlich, aber höflich zum CDU-Wahlergebnis als grüne Fraktionsvorsitzende gratuliert. Leider lässt seine Antwort nicht nur jeglichen Respekt vermissen, sondern ich empfinde seine sexuellen Anspielungen, mir als junger Frau gegenüber, als äußerst unangemessen. Als CDU-Fraktionsvorsitzender repräsentiert Walter Kranefeur die CDU in Waltrop und sollte einer Amtskollegin gegenüber einen professionelleren Umgangston anschlagen.‘, so Buss heute Vormittag gegenüber den Ruhrbaronen.

‚Hier geht es um meine Person und nicht nur interparteiliche Differenzen. Aber ich fühle mich durch dieses respektlose und fragwürdige Verhalten von Walter Kranefoer in meiner Funktion als Fraktionsvorsitzende nicht nur herabgesetzt, sondern als Frau von Alltagssexismus in Reinform betroffen. Ich hoffe, dass Herr Kranefoer seine Handlung überdenkt und sich zu einer öffentlichen Entschuldigung durchringt. ‘

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87 Kommentare zu “Waltroper Grünenchefin sieht sich nach Gratulations-SMS mit Alltagssexismus konfrontiert

  • #1
    Ulrich

    „Voll wie ein Amtmann“?

    Die Vermutung liegt nahe dass der gute Herr Kranefoer nicht nur siegestrunken war. Würde zwar nichts entschuldigen, aber einiges erklären.

  • #2
    Walter Stach

    Unbegreiflich, unerklärlich, unentschuldbar, selbst dann, wenn Walter Kranefoer schon ausgiebig Alkohol konsumiert haben sollte, was naheliegt nach dem großen Wahlsieg seiner Parteichefin Frau Merkel und seiner CDU. Oder bin ich nur zu alt, um das, was Walter Kranefoer per SMS der Frau Buss geantwortet hat, als „durchaus normal“ zu akzeptieren.
    .

  • #3
    der, der auszog

    Bei einer Kommunikation, die auf 160 Zeichen begrenzt ist, kann eigentlich nichts Vermünftiges heraus kommen. Da mag man noch so viele Flatrates haben um sich ins Koma zu simsen…

    Kaum zu glauben, wie zugeknöpft und spießig sich Grüne heutzutage geben, wenn es jemand wagt, das Wort „Sex“ in den Mund zu nehmen oder in sein Handy zu tippen. Dabei ist es gerade einmal 25 Jahre her, dass diese Partei

  • #4
    der, der auszog

    Bei einer Kommunikation, die auf 160 Zeichen begrenzt ist, kann eigentlich nichts Vernünftiges heraus kommen. Da mag man noch so viele Flatrates haben um sich ins Koma zu simsen…

    Kaum zu glauben, wie zugeknöpft und spießig sich Grüne heutzutage geben, wenn es jemand wagt, das Wort “Sex” in den Mund zu nehmen oder in sein Handy zu tippen. Dabei ist es gerade einmal 25 Jahre her, dass die Größen dieser Partei nicht nur die sexuelle Entfaltung propagierten und so eine diesbezüglich völlig verkorkste Gesellschaft aufzuknacken, sondern teilweise wie im Falle Jürgen Trittin und Volker Beck soweit gingen, den ungestraften Sex mit Kindern fordern.

    Mal ganz ehrlich eine Frage nach Waltrop gerichtet:

    Ist es diese äußerst dämliche (anders kann man sie nicht nennen) SMS von Kranefoer wirklich wert, in aller Öffentlichkeit ein Fass aufzumachen? Haben die Grünen in Waltrop derzeit nichts besseres zu tun, als diese SMS in den Mittelpunkt ihrer politischen Betrachtungen zu stellen?
    Was verspricht man sich von diesem Fass? Sollen demnächst alle sexistisch anmutenden Äußerungen verboten werden? Soll eventuell das Simsen verboten werden oder gar Handys?

  • #5
    Nansy

    @der, der auszog:

    Frage: „Sollen demnächst alle sexistisch anmutenden Äußerungen verboten werden?“

    Das wird noch viel weiter gehen:
    Zitat: „Ein bislang unbeachtetes Europäisches Rahmenstatur zur Förderung der Toleranz sieht in Sektion 2e vor, dass die EU „konkrete Maßnahmen“ ergreift, um Rassismus, Vorurteile nach Hautfarbe, ethnische Diskriminierung, religiöse Intoleranz, totalitäre Ideologien, Xenophobie, Antisemitismus, Homophobie und „Anti-Feminismus“ zu „eliminieren“.

    http://www.heise.de/tp/blogs/8/155010

    „So ist in Sektion 1b beispielsweise davon die Rede, dass es zukünftig schon als „Verleumdung“ gewertet werden soll, wenn sich jemand über eine der aufgeführten Gruppen lustig macht.“

    Damit werden es auch z.B. türkischstämmige Kaberettisten in Deutschland schwer haben, ihre „Landsleute“ durch den Kakao zu ziehen.

    Denn für die Kontrolle und Umsetzung dieser „demokratische“ Vorstellungen ist gesorgt: „Sektion 6c verlangt, dass neue Behörden eingerichtet werden, die dies überwachen.“

    Womit ich Herrn Kranefoer nicht in Schutz nehmen will….

  • #6
    Karsten

    Es geht hier nicht um Spießigkeit. Wenn man befreundet ist und weiß, dass das Gegenüber auch gerne über solche Witze lacht, ist das ja alles kein Problem. Auch, wenn der Spruch natürlich trotzdem sehr primitiv ist. Aber es geht hier darum, dass ein wohl angetrunkener Politiker mittleren Alters einer jungen Politikerin einer anderen Partei (dabei ist es egal, wer in welcher Partei ist) so einen bescheuerten sexistischen Text schickt.
    Es wäre das Mindeste, dass er sich dafür entschuldigt.

  • #7
    Eckarhard

    wenn man keine Probleme hat, dann macht man sich selbige – bei den Ruhrbaronen ist das ja willkommen..

    gruß
    Ekki

  • #8
  • #9
    Christian Wee

    Passt doch, mindestens drei viertel der #Aufschrei-tweets und Einträge bei alltagssexismus.de beschäftigen sich mit ähnlichem Gedöns- und weil Männer das niederträchtige Geschlecht sind, gelten bei den Grünen auch Regeln mit denen frau Mann das Maul stopfen kann.

    Aus dem Frauenstatut der Grünen:

    „Wahllisten sind grundsätzlich alternierend mit
    Frauen und Männern zu besetzen, wobei den
    Frauen die unge-raden Plätze zur Verfügung stehen
    (Mindestparität). Frauen können auch auf den
    geraden Plätzen kandidieren. Reine Frauenlisten
    sind möglich.
    Sollte keine Frau für einen Frauen zustehenden
    Platz kandidieren bzw. gewählt werden, entscheidet
    die Wahlversammlung über das weitere Verfahren.
    Die Frauen der Wahlversammlung haben
    diesbezüglich ein Vetorecht entsprechend § 4 des
    Frauenstatuts.“

    „Redelisten werden getrennt geführt, Frauen und
    Männer reden abwechselnd. Ist die Redeliste der
    Frauen erschöpft, ist die Versammlung zu befragen,
    ob die Debatte fortgesetzt werden soll.“

    usw. usf.

    http://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Frauenstatut.pdf

    Aber um auf Alltagssexismus und das Leiden der -Innen zürückzukommen:

    „Das Rechtschreibeprüfungsprogramm im Microsoft Office-Paket kennt das Binnen-I nicht. “

    „Boah wie ich das hasse, ständig (von älteren männern) gefragt zu werden ob ich einen freund habe, ich verneine und dann kommt: das glaub ich nicht, so ein hübsches Mädchen hat keinen freund?! -.- -.-“

    „In letzter Zeit habe ich mehrfach auf der Toilette von verschiedenen Lokalen Deo, Haarbürste, Haarspray oä zur freien Verfügung gefunden. Auf den entsprechenden Männertoiletten ist das nicht der Fall. Über Tampons freue ich mich ja bei Bedarf sehr, aber irgendwie stört es mich, dass ich bei den anderen Utensilien erstmal anfange zu überlegen, ob ich gut genug rieche, die Haare sitzen etc. Ist ja sicher nett gemeint, aber ich will doch nur aufs Klo und keine Selbstoptimierung betreiben. “

    „die 3 Regalmeter mit „Intimwaschlotion – creme, -parfum, -deodorant, …“ in jedem Drogeriemarkt. Bei Budni in Hamburg gibt es derzeit 11 (!) verschiedene Produkte dieser Art, und zwar ausschliesslich für Frauen gedacht. Entsprechende Produkte zur „Intimhygiene“ für Männer gibt es nicht. Botschaft??!?“

    „Eine Werbeanzeige vom Männermagazin „BEEF“ („Für Männer mit Geschmack“), auf die ich in der aktuellen SPIEGEL-Ausgabe stoßen musste. Überschrift: „Dicke Dinger – ab jetzt auch auf dem Grill.“ Darunter ein Bild von zwei rohen Frikadellen, die eine Assoziation zu weiblichen Brüsten regelrecht erzwingen. Weiter unten „Männer kochen anders“. Da bleibt mir doch die Spucke weg! Sexistische Werbung pur! Und diese unerträglichen Stereotypien von Männern, die Fleisch geil finden. (Als Veganerin kotze ich doppelt und dreifach!) Habe soeben an den Werberat geschrieben, aber die werden das bestimmt wieder bagatellisieren. Warum muss ich mir so eine Scheiße angucken?? Warum gibt es hier nicht sowas wie watchgroup gegen Sexismus in Österreich? Das wär cool!“

    #aufschrei

  • #10
    Deliberata

    Schade, dass viel heftigere Sachen, die ich in meiner parteipolitisch aktiven Zeit erlebt habe, nicht wirklich diskutiert werden, obwohl’s echt mal nötig wär. Vielleicht weil sich die Parteigenossen nur innerhalb des Lagers danebenbenommen haben, und nicht nach aussen? Das wird’s sein. (Ich hab nie wieder so viele sexistische Provokationen der untersten Schublade erlebt wie mit der Partei“jugend“ (was ja bis Mitte 30 heisst). Und dann wundern sich alle, dass junge Frauen abspringen.)

  • #11
    Werner Niedermeier

    Wer an dieser SMS einen Grund sieht, sich zu entschuldigen, der sollte sich fragen, warum er mit abgeschaltetem Humorzentrum durch die Welt läuft. Diese Prüderie und Zickigkeit der letzten Jahre ist peinlich, dumm und lässt mich mit Schaudern in die Zukunft blicken. Die Frauen in den 70ern haben ihre BHs völlig umsonst verbrannt.

  • #12
    Antisexist

    Ich finde es wunderbar, dass diese dämliche Art von Sexismus bloßgestellt wird.
    Wie soll denn sonst ein Bewusstsein dafür geschaffen werden?
    Die Kunstfreiheit wird von den geplanten, europäischen Anti-Diskrimierungsgesetzen übrigens nicht angetastet. Wie blöd muss man denn bitte sein um das zu erwarten?!

  • #13
    Helmut Junge

    Das Problem? Das Niveau vermutlich. In einer multikulturellen Gesellschaft leidet das eben. Frau in der Politik muß aber damit zurechtkommen, letztlich kann sie politischen Gegnern kaum grüne Benimmregeln vorschreiben. C´est la vie!

  • #14
    Lilalaunebär

    Natürlich ziemlich dumm die SMS. Bemerkenswert finde ich allerdings weniger den dummen Kommentar, als die Tatsache, dass dieses „Fass“, das nun geöffnet wurde, sinnbildlich ist für Politik. Manchmal könnte man meinen, in der Politik bekriegten sich kleine Kinder. Ich meine, wer macht den sowas, eine private Fehde öffentlich austragen?

    Zum Alltagsrassismus: Ja, gibt es und gibt es auch in schlimmer Form. Trotzdem wären auch die Damen gut beraten, den Begriff nicht inflationär zu verwenden. Der Irrsinn ist ja, dass die Definition von Sexismus Sache der Frau ist; hier hat der Mann nicht mitzureden, obwohl es ihn direkt betrifft. Je nachdem, wie gut der Frau der Mann gefällt, kann sie sich überlegen, es als sexistisch oder als Kompliment aufzufassen. Männer stellt dies vor Probleme: Wie lerne ich eine Frau kennen (gerne auch mit größerem Altersunterschied), ohne dass sie mich für einen Sexisten hält? Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten Frauen ein wenig Sexismus ganz gern haben – sofern ich ihnen gefalle. Allerdings kann ich das vorher nicht wissen. Fettnäppfchen also vorprogrammiert. Hartes Männerleben und ich nehme das so und werde mir sicher nicht verbieten lassen, Frauen anzusprechen und anzubaggern. Wo kommen wir denn sonst hin? Prüde, kinderfreie Republik…

  • #15
    der, der auszog

    @Nansy

    ich möchte Kranefoer auch gar nicht in Schutz nehmen. Wenn Monya Buss dessen SMS als sexistische Äußerung ihr gegenüber versteht, dann ist es ihr gutes Recht den CDU-Fraktionsvorsitzenden zur Rede zu stellen, gegebenenfalls eine Entschuldigung einzufordern.

    Die Bemerkung Kranefoers, an der sie Anstoß genommen hat, stand allerdings weder in der Zeitung noch im Internet, sondern auf ihrem ganz privaten Handy, weshalb es meiner Meinung nach angebrachter gewesen wäre, die Sache erst einmal unter vier Augen zu klären, von mir aus auch unter 6 oder 8 Augen mit dem einen oder anderen grünen Parteifreund im Schlepptau.

    Stattdessen aber geht Monya Buss gleich an die Öffentlichkeit unter dem Motto: Schaut her, das ist Sexismus! ich bin Opfer und Kranefoer ein was auch immer. Bei mir gehen derzeit immer alle Alarmanlagen an, wenn Grüne meinen, sich irgendwie über Sex äussern, sich als Opfer darstellen und mit dem moralisch anklagenden Zeigefinger auf die anderen zeigen zu müssen. Das war vor dem Wahlkampf so und wird sich auch nach der Wahl, wie viele Grüne hofften, so schnell nicht ändern.

  • #16
    Helmut Junge

    Ich suche immer etwas Politisches bei Politikern. Da kommt meist nur nicht viel.
    Dennoch, vielleicht war das Gratulations-sms von Frau Buss ja auch ein Versuch zur Anbahnung von Schwarz-Grün, (wenn auch erst mal auf kommunaler Ebene) und der angesimste Schwarze gehört vielleicht zu denen, die das nicht wollen?
    Zumindest stehen solche Gespräche auf Bundesebene auf dem Kalender.
    Aber so schroff abgelehnt zu werden, tut dann weh. Da ist für Schwarz-Grün dann noch vieles was noch überwunden werden müßte.
    Bleibt also also Koalitionsoption nur Schwarz-Rot. So einfach kann Politik sein.

  • #17
    der, der auszog

    @Helmut

    und was machen wir, wenn rot den Stinkefinger zeigt? Steinbrück kann das beispielsweise sehr gut, besonders auf Titelseiten. Aber weil Steinbrück aus Sicht der moralisch Guten und seiner ausgesprochenen Beliebtheit gerade bei deutschen Frauen nie ein Sexist sein kann, wird auch niemand, speziell kein Grüner, auf die Idee kommen, diesen Stinkefinger als erigiertes Glied zu deuten, was er aber von der Idee her ist und wie er bei allen anderen Männern interpretiert werden würde.

  • #18
    Helmut Junge

    @der,der.., keine Ahnung, alles politisch werten?
    dann müssen eine Handvoll gewählte Abgeordnete die Fraktion wechseln, oder es gibt Neuwahlen.

  • #19
    Dummkopf

    #3 | der, der auszog ff.

    Kann es sein, dass das hier für Sie so eine Art „betreutes Schreiben“ darstellt?

    #2 | Walter Stach

    Unbegreiflich, unerklärlich, unentschuldbar, selbst dann, wenn Walter Kranefoer schon ausgiebig Alkohol konsumiert haben sollte, was naheliegt nach dem großen Wahlsieg seiner Parteichefin Frau Merkel und seiner CDU. Oder bin ich nur zu alt, um das, was Walter Kranefoer per SMS der Frau Buss geantwortet hat, als “durchaus normal” zu akzeptieren.“

    Nein, sind Sie nicht – ganz im Gegenteil. Was man Ihnen aber mindestens vorwerfen kann, ist, das Sie ganz offensichtlich zuwenig Unterschichten-TV schauen – Fernsehen bildet.

  • #20
  • #21
  • #22
    Deliberata

    Tihi, ich finds immer lustig, dass erst kommentiert wird die Frauen sollen sich ein dickeres Fell zulegen und dann geht das Gejammer los, dass die Männer nicht mehr wissen, wann sie sexistisch sein dürfen gegenüber den FRauen in ihrem Leben… und DAS ist dann natürlich widerum ein hartes Los… – weil, s einfach lassen geht ja nicht… *das* Problem geht einem dann natürlich sehr zu Herzen… *lach*

    Und ja, viel hängt vom Kontext ab. Gegenüber meiner alten Freundin wär die sms okay, gegenüber einer Frau aus dem Berufsleben, die ich nichtmal duze, eher nicht. So what? Das weiss doch jeder seit Peer Steinbrücks Stinkefinger dass man sich, wenns eben raus ist, nunmal nicht selber aussuchen darf, ob man damit auf die Fresse fliegt oder nicht… Mich hätts auch nicht gejuckt, aber das ist halt soziale Kompetenz, vorher abschätzen zu können wo’s passt und wo nicht, und ich hab es so oft erlebt, dass es absichtlich gebracht wird, wo es nicht passt, um zu demonstrieren dass man eben alles darf. Da tut mir es einfach nicht mehr leid, nach unzähligen Vergewaltigungs- Kopiermiezen- Sandwich- witzchen, und was ich so schon alles gehört habe, wenns mal nach hinten los geht.

  • #23
    Astrid Cramer

    Ich kapiere diese ganze Rumhackerei auf „den Grünen“ nicht. Der Ausgang war eine freundliche SMS von Frau Buss. Es geht nicht um „die Grünen“, die nur wieder mal moralinsauer aufstoßen wollen, es geht um ein paar höfliche Umgangsformen, die jede/r beherrschen sollte, vor allem, wenn er/sie in der Politik arbeitet. Verdammt nochmal, wer hat denn hier das Fass aufgemacht? Frau Buss kann ja fast nur „falsch“ reagieren. Ob sie das Thema unter 4 oder 6 oder 8 Augen anspricht oder sich öffentlich aufregt, ihr wird Mangel an Humor oder besondere Empfindsamkeit oder grüne „Zickigkeit“ vorgeworfen. Tut sie es nicht, denkt der Typ, er kann es ja mit ihr machen. Es ist ein Machtspielchen, wie es auf der Ebene einfach nichts zu suchen hat. Und damit völlig inakzeptabel.

  • #24
    Christian Wee

    @Astrid Cramer

    „Es ist ein Machtspielchen, wie es auf der Ebene einfach nichts zu suchen hat. Und damit völlig inakzeptabel.“
    ——–
    Ein Machtspielchen? Wie kommen Sie darauf? Inwiefern hat denn der CDU-Heini Macht über die Ökotussi?

  • #25
    Lisa

    es geht hier nicht um die Geschichte der Grünen oder anderer Parteien, sondern lediglich um eine unverschämte Reaktion auf einen Glückwunsch zum Wahlsieg.
    Aber so ist er, der Herr Kranefoer, selbstherrlich und arrogant und kommt sich dabei noch unsagbar toll vor, in meinen Augen einfach nur Niveau unterste Schublade

  • #26
    Helmut Junge

    @Lisa „es geht hier nicht um die Geschichte der Grünen oder anderer Parteien, sondern lediglich um eine unverschämte Reaktion auf einen Glückwunsch zum Wahlsieg.“
    Nein @Lisa, es geht sehr wohl um Politik, denn Frau Buss hat sich in ihrem Glückwunsch-SMS dem „Noch“-politischen Gegner regelrecht angebiedert, weil sie sogar bedauert, dass deren Direktkandidat nicht das Mandat erhalten hat, sondern jemand anderes. Vermutlich war das ihr Rotgrüner Partner. Das lese ich jedenfalls aus ihrer sms heraus.

  • #27
    Jörg-Mischa Schumacher

    Antwort von ihr an ihn:
    „Sie meinen dieses „drin – ich merke aber nichts“?!“
    Thema erledigt.
    Immer locker durch die Hose atmen.

  • #28
    Adromir

    Ich finde trotzdem, daß der Begriff „Sexismus“ fehl am Platze ist. Nicht jede Aussage mit sexuellem Inhalt ist auch sexistisch im Sinne des Wortes (Ich zitiere da mal Wikipedia „Als Sexismus wird die auf das Geschlecht (engl. sex) bezogene Diskriminierung bezeichnet.“).

    Ich will die Aussage als solche nicht Entschuldigen, aber man sollte doch zwischen einer Beleidigung (wenn man die SMS überhaupt so werten kann) mit sexuellem Bezug und Sexismus unterscheiden, da sonst letzterer Begriff total verwaschen wird.

  • #29
    Helmut Junge

    @Lisa, jetzt habe ich es gefunden. Der in der sms von Frau Buss bedauerte CDU-Kandidat, für den es nicht gereicht hat, den sie dort kurz „pm“ nennt, heißt wohl Phillip Mißfelder.
    Der hat gegen den SPD-Kandidaten Frank Schwabe verloren, ist aber über die Landesliste tatsächlich „drin“.
    Wenn das nicht reicht, um sich für Frau Buss fremdzuschämen, weiß ich nicht, wann solch ein Gefühl bei mir aufkommen könnte.
    Ich war einmal Ratsherr der Grünen in Duisburg, und habe den örtlichen Grünen-Kandidaten deshalb gewählt, weil der mir bei Facebook versichert hat, dass es mit ihm in Berlin kein Schwarz-Grün geben wird. Leider hat es für Matthias Schneider nicht gereicht. Deshalb beobachte ich die Entwicklung jetzt genau.

  • #30
    Andreas Brauner

    Einige hier verstehen nicht die Feinen unterschiede. Wenn so eine SMS unter Freunden im Privaten Umfeld oder an einem Filmset fällt dann ist das recht locker und problemlos.

    Aber auf eine Förmliche und freundliche Nachricht von einem Ofiziellen Vertreter einer anderen Partei so zu reagieren ist einfach nur unpassend.

    Na ja und man kann nur durch die Hose atmen wenn man sein Gesicht in der selbigen hat.

  • #31
    BAT-KF

    Wer hat sich denn hier falsch verhalten?

    Aus einem tiefsitzenden Instinkt heraus möchte ich hoffen, dass ein integerer Mann wie Herr Kranefoer in der Lage ist, sich unter Kontrolle zu halten. Natürlich wurde bei der CDU gestern nicht nur Wasser getrunken aber von einem Stadtrat hätte ich mehr Fingerspitzengefühl erwartet.
    Da hatte Waltroper CDU ja echt Glück, dass nicht die Kanzlerin die SMS geschrieben hat – oder ist das ein normaler CDU-Umganston seit 1949?

  • #32
    Timo

    Interessant, dass sich Frau Buss heutzutage darüber beschwert, wenn sie als Politikerin in den Kontext sexueller Anspielungen gebracht wird. Vor vier Jahren scheint sie noch eine deutlich unverkrampftere Meinung zu sexuellen Andeutungen gehabt zu haben, die die Politik im Allgemeinen und sie im Speziellen betreffen – man könnte sogar meinen, sie habe sich solche zu Nutzen gemacht:
    http://www.die-gruenen-waltrop.de/images/wahl_plakat_02.jpg

    Sieht so das Wahlplakat einer Kämpferin gegen Alltagssexismus aus?

    Das Fähnchen dreht sich mit dem Wind.

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  • #34
    Walter Stach

    Laut „Waltroper Zeitung „-24.9., S.3- sagte Walter Kranefoer:

    “ Ja, das habe ich so geantwortet. Das war keinesfalls so gemeint, wie es Monya Buss offenbar aufgefaßt hat“.

    Und abschließend wird in dem selben Artikel seitens der Waltroper Zeitung angemerkt:
    „Bereits gestern Nachmittag enschuldigte sich Kranefoer bei Monya Buss dafür.“
    !

  • #35
    Wolfram Obermanns

    Wer diese Kindergartennummer sieht, weiß warum „Mutti“ so erfolgreich ist.

    Monya Buss outet sich als kleines dummes Mädchen, daß nach einer Abfuhr greinend zu den Großen läuft.
    Walter Cranefoer outet sich als ungehobelter Flegel.
    An beide: Werdet erwachsen!

  • #36
    Monty

    Höchst interessant, die Reaktion von Frau Buss.
    Ob das irgendwie im Zusammenhang mit diesem Wahlplakat steht? http://www.die-gruenen-waltrop.de/images/wahl_plakat_02.jpg

  • #37
    Ilsebyl

    Was für eine verkehrte Welt. Bleiben wir doch beim Wikipedia-Zitat..
    „Als Sexismus wird die auf das Geschlecht (engl. sex) bezogene Diskriminierung bezeichnet.“
    Natürlich ist eine Äußerung ist nicht gleich sexistisch nur weil das Wort Sex drin vorkommt. Wenn seine Benutzung jedoch dazu dient Anzüglichkeiten zu schaffen, die Frau Buss in ihrem Dasein als Frau herabsetzen sollen, so ist der Tenor ein anderer. Die Parallelen die gezogen werden beziehen sich ja auf den Vergleich „Gewinnen“ bzgl Politik & „Drin sein“ bzgl Sex.
    In beiden Gebieten dominiert nach diesem Vergleich Herr Kranefoer, Mißfelder hat sein Amt gewonnen & wenn Sex vorkommt, ist der Mann derjenige, der (anscheinend auch mal auf unliebsame Weise, PM wurde ja schließlich auch nicht als Direktkandidat gewählt) drin ist. Deshalb würde die gleiche Nachricht an einen Mann auch jeglichen Sinn verlieren, man hätte sich allenfalls über Herrn Kranefoers Sextechniken und den Zusammenhang wundern können.
    Nur was hat das mit dem Wahlplakat zu tun? Es mag sich einer wundern, aber Frauen haben einen Körper und sind unter ihrer Kleidung nackt. Es diskriminiert nicht dieses auch zu zeigen, solange die Darstellung die Frau nicht auf ihren Körper oder einige Teile dessen reduzieren sollte. Auf dem Wahlplakat steht Frau Buss jedoch in ihrer Funktion als Kandidatin mit einem Statement dar.

    Verkehrte Welt, wer das eine als bemerkenswert und das andere als nichtig betrachtet.

  • #38
    ReVolte

    Es ist zwar von SEX die Rede, aber sexistisch ist der Spruch deshalb noch lange nicht. Die Grüne Prüderie liegt auf gleicher Höhe wie die hochgezogene Augenbraue der Frau Oberin im Marienstift. Auch deshalb passt Schwarz/Grün immer besser zusammen.

  • #39
    Stefan Laurin

    @ReVolte: Besser kann man es nicht sagen! Der Spruch ging nicht gegen die Frau, er war einfach ein Bild. Mehr nicht…

  • #40
    Helmut Junge

    @Ilsebyl, Ihre Argumentation ist nur dann nachvollziehbar, wenn wir „drin“ sein für den Mann als „Gewinn“ verstehen, für die Frau aber als Niederlage.
    Davon sind aber m.W. die allermeisten Frauen, und Männer sowieso, bisher nicht ausgegangen.

  • #41
    von Romberg

    Walter Kranefoer ist cool!

    Ich bin mit beiden Stimmen Grün-Wähler. Und ich finde seine Antwort kurz, knapp, und genau passend. Drin is drin. Das ist die Hauptsache!

    Wer jetzt spießig und verklemmt „Oh Göttin!“ kreischt – ist eine humorlose, bigotte und krampfeministische Spaßbremse.

  • #42
    Lisa

    Hahahaha, wie kann man sich über so was aufregen.

    Die hat doch Minderwertigkeitskomplexe und versucht es jetzt auf nen KOllegen abzuwälzen…

    Also so was albernes! :)))

  • #43
    Ilsebyl

    @Helmut Junge: Das ist doch die Problematik, diese Parallelen hat Herr Kranefoer ja gerade gezogen. Beim Sex geht es nämlich ganz sicher NICHT darum einfach nur drin zu sein, es würde mich schon wundern! Was meint er also dann.. hm.. mal nachdenken!

    Ich finde man sollte diese Aussagen, dass man sich darüber nicht aufregen sollte einfach mal sein lassen, die meisten regen sich ja eher darüber auf, dass die Sache publik wurde. Da anscheinend einige auch gar nicht verstehen worum es geht, es kommen ja immernoch Kommentare mit „Öh, nur weil Sex drinsteht muss es nicht gleich Sexismus sein“. NEIN, aber denke doch mal über die Aussage nach. Ob man diese als so gravierend befinden muss sei einmal dahingestellt, aber letztendlich geht der allgemeine Artikel nur um die berechtigte Empörung gegenüber der Respektlosigkeit die einer jungen Politikerin mit machtdemonstrativen sexuellen Anspielungen entgegengebracht wurde. Das hat nichts mit Frau Oberin zu tun, das sollte man erkennen und einfach mal sein lassen.

  • #44
    harry

    @Lisa „hat doch Minderwertigkeitskomplexe“

    würde ich nicht so sehen. Sich als obersten Tugendwächter und Moralapostel zu positionieren ist bei den Grünen ein zentraler Baustein der Selbstwahrnehmung und Selbstdarstellung (s. Unfähigkeit, mit dem Pädophilieproblem angemessen umzugehen).

    Man muß sich ja von anderen Parteien unterscheiden. In Sachen politischer Korrektheit, Tugendwächtertum usw. heben sich die Grünen nach meinem Eindruck deutlich von den anderen Parteien ab. Damit bedienen sie ihre Klientel, die man als feministisch / offiziell links (in Wirklichkeit gutbürgerlich) / umweltschützend usw. charakterisieren kann, lauter Themen, so man sich selber schön moralisch überhöhen kann.

  • #45
    Dunske

    Also um den Sexismus in dieser Aussage nachvollziehen zu können, muss man sich wohl innerhalb langer Jahre eine Denkweise angeeignet haben, die ich als arbeitender Normalbürger nicht mehr nachvollziehen kann.

    Genau wegen dieser Prüderie, Goldwagenlegerei und Bevormundung sind die Grünen abgestraft worden.

    Ich habe sie früher auch mal gewählt…ich hoffe sie besinnen sich wieder auf Umweltschutz und hören auch mit ihrem Zeigefinger

    ES REICHT!!!!

  • #46
    Andreas Brauner

    Also einige sind hier so eingeschänkt das sie nicht den Unterschied zwischen privater und Geschäftlicher ebene kennen. Hier sprachen keine zwei gute Freude miteinander sondern konkurenten aus zwei verschiedenen Parteien. Dabei ist es EGAL ob die Frau von den Grünen, FDP oder CDU ist. Hier hat mann und Frau sich einfach zu benehmen und anstand zu zeigen.

    An die die mit dem Plakat kommen denken wohl auch das „sie hat sich so aufreizend angezogen“ eine super entschuldigung von Vergewaltigern ist. Abgesehen davon das dieses Plakat recht harmlos ist. Da kann ich mich an bilder von Merkel erinnern bei denen man mehr sehen kann. Trotzdem würde keiner diese bilder als rechtfertigung hernehmen mit Merkel in dieser Form zu reden.

    Wenn er sich entschuldigt hat ist es OK. Aber einen Öffentlichen Denkzettel hat der Kerl verdient. So denkt er hoffentlich zweimal nach bevor er schreibt.

  • #47
    von Romberg

    An dem Spruch von Kranefoer ist überhaupt nichts unanständig!
    Wenn ich ihn denn mal treffen würde dann würde ich ihm gratulieren und sagen: „Weiter so!“.

    Wir spielen hier in Deutschland noch nicht „Das Leben des Brian“:
    „Er hat „Jehova!“ gesagt – steinigt ihn!“.

    😀

  • #48
    harry

    @Andreas Brauner
    „Also einige sind hier so eingeschänkt das sie nicht den Unterschied zwischen privater und Geschäftlicher ebene kennen“

    Über die Beschränktheit anderer Diskussionsteilnehmer sollte man höflichkeitshalber nicht spekulieren.

    Es geht hier auch nicht darum, die Antwort zu beurteilen (Konsens: eher ein mißlungener Scherzversuch).

    Es geht darum, daß die m.E. private Antwort (die auf ein privates Schreiben mit Unterschrift Buss, nicht mit Unterschrift B90/die Grünen!) publik gemacht und skandalisiert wurde und dieses Tugendwächtertum ein Teil der grünen Agenda ist.

  • #49
    Andreas Brauner

    Hätte sie geschrieben: servus alter! Da habt ihr die Wähler mal wieder gut aufs kreutz gelegt. Du musst mir mal deine Masche zeigen wie du sie flach gelegt hast“ dann wäre diese antwort angemessen. Aber so ist diese Antwort peinlich und unpassend. Es ist dabei egal ob sie mit ihrem Namen oder b.90 Grüne unterschreibt. Im grunde ist es auch egal ob privat oder Geschäftlich. Denn ich glaube nicht das die beiden dicke Freunde sind. Ich gehe ja auch nicht zu einem Kollegin vom ZDF und antwortew ihr auf ein kompliment übe den tollen Beitrag den ich gedreht habe mit. Der dreh war so geil das ich immer noch einen harten habe“ auch wenn beim film und Fernsehen ein anderer Umgangston herrscht ist sowas dann doch daneben. So kann man erst reden wenn man 2 Tage zusammen gedreht hat und sich besser kennt.

  • #50
    Dunske

    @Andreas Brauner

    Gegen all ihre Einwände, bezüglich geschäftlicher Ebene lässt sich streiten.

    Aber eine SEXISMUSDEBATTE anzustoßen ist in dem Fall absolut sinnfrei.

  • #51
    Eyleen

    Mit solchen Aussagen schädigt sie Frauen die wirklich unter Sexismus leiden.

    Das Wort Sexismus wird so inflationär gebraucht, so wie es den Karrieristinnen in den Kram passt.

    Das muss aufhören. Es ist eine ganz gefährliche Entwicklung in diesem Land!!

  • #52
    Andreas Brauner

    Die grenze was Sexismus ist und was nicht ist nicht ganz eindeutig und verlangt von beiden Seiten Fingerspitzengefühl. Muss denn erst eine Frau richtig angegrabstsch und oder vergewaltigt werden das man von Sexismus reden kann?

    Abgesehen davon… „Drin ist drin“ ist auch aus Sexueller sicht ja wohl extrem lahm. Also wenn jemand so denkt dann kann man von ihm wirkich nicht viel erwarten.

  • #53
    Christoph

    Die Antwort ist peinlich, aber noch peinlicher ist es, sich als Sprach-Oberlehrer und Tugendwächter zu gerieren.

    Warum treten ausgerechnet die Grünen so häufig als Political Correctness-Verfechter auf? Ich verstehe nicht, wie das mit grünen Werten zusammenhängen soll. Man hat das Gefühl die Gesellschaft soll umerzogen werden, so dass alle in engen Verhaltensgrenzen bleiben und sich nie jemand auf die Füße getreten fühlen muss.

    Am Ende reden wir – auf Betreiben der Grünen – alle wie Angela Merkel: vorsichtig, inhaltsleer, jedes Konfliktthema vermeiden… aus Angst, vom nächsten Moralapostel öffentlich gekreuzigt zu werden.

  • #54
    Helmut Junge

    @Christoph, „Warum treten ausgerechnet die Grünen so häufig als Political Correctness-Verfechter auf?“
    Das ist eine gute Frage.
    Ich versuche eine Antwort aus meiner Sicht als Ex-Grüner.
    Die meisten Grünen Mitglieder haben diese politische Political Correctness schon von der UNI mitgebracht. Sie sind darin trainiert, innerparteiliche Gegner darauf abzutasten, ob die nicht irgendwann mal einen Fehler machen, bei dem man sie anschießen kann. Das führt merkwürdigerweise selten dazu, dass man anschließend kein Bier mehr miteinander trinkt. Der Parteifreund ist angeschossen und das reicht erstmal. Diskussionen außerhalb der grünen Gremien und der jeweiligen Stammkneipe kommen selten vor. Bestenfalls bei Wahlkampfeinsätzen. Aber die sind ja nicht häufig.
    Die meisten Grünen gehen höchst selten (fast nie!) in die Vororte und diskutieren mit den dort lebenden Bürgern. Wenn man aber um die Macht im Staate kämpft, läßt sich eine Diskussion mit Parteifremden natürlich nicht verhinden.
    Nehmen wir das Beispiel Veggieday. Da hätten die Grünenspitzen es doch so leicht gehabt, rechtzeitig zu sagen, dass das so nicht gemeint war.
    Das haben sie aber erst nach der Wahl mehrfach gesagt.
    Während der Wochen, die hier bei den Ruhrbaronen darüber diskutiert wurde, haben sie diese wichtige Diskussion den wildesten Veganern überlassen, haben gar nicht gemerkt, was da abläuft. Und das kommt daher, dass sich innerparteilich wegen der intern streng beobachteten “ Political Correctness“ kaum jemand kritisch zu dem Thema geäußert haben wird. Meine Schlußfolgerung ist, dass es in China ein Kind war, was entdeckt hat, dass der Kaiser keine Kleider an hatte, hier war es das Wahlergebnis.

  • #55
    Andreas Brauner

    Das ht in erster linie nichts mit PC zu tun. Viel eher mit anstand und respekt vor dem politischen gegner.

  • #56
    Helmut Junge

    @Andreas Brauner

    http://www.focus.de/finanzen/news/tid-29319/political-correctness-klappe-zu_aid_911015.html

  • #57
    Andreas Brauner

    Der link ändert nichts an meiner aussage. Wenn er mit seinen Freunden so redet ist das sein ding. Aber nicht mit menschen die man nur so vom sehen her kennt. Aber gut entwerder man kann das nicht verstehen, warum auch immer, oder man will es nicht verstehen weil es so toll ist die Grünen auf diesem weg anzupissen. Nur zu info ich habe Piraten gewählt.

  • #58
    Helmut Junge

    @Andreas Brauner, Sie hatten in (49) geschrieben: „Aber so ist diese Antwort peinlich und unpassend.“
    Das sehe ich auch so. Meine Bewertung ist aber anders als Ihre. Ich hatte anfangs (13) geschrieben:“ Das Problem? Das Niveau vermutlich. In einer multikulturellen Gesellschaft leidet das eben. Frau in der Politik muß aber damit zurechtkommen, letztlich kann sie politischen Gegnern kaum grüne Benimmregeln vorschreiben. C´est la vie!“
    Es gab danach noch wichtige politische Gründe, die aus dem Inhalt des Glückwunsch- sms hervorgingen, warum ich mich überhaupt weiter mit dem Thema beschäftigt habe. Wenn die nicht gewesen wären, hätte ich mich nach Kommentar 13 aus dem Thema ausgeklinkt.

  • #59
    Andreas Brauner

    Sind Gruene Benimmregeln so anders als „normale? Wenn das typische CDU beniimmregeln sind dann sollten sie sich das mit Wehrten noch mal gut überlegen. Der typ hätte ne saftige Watschn verdient. Das wäre ne gute reaktion grwesen. Aber versuch das mal per SMS!

  • #60
    Helmut Junge

    Ob die Benimmregeln vom Platz im politischen Spektrum abhängen, weiß ich ja mangels Erfahrung nicht wirklich. Ich bin aber davon überzeugt, dass es nach Rechts hin starke Unterschiede gibt. Da werden die Grünen vermutlich bald mehr drüber wissen, als ich, falls es Schwarz-Grün geben sollte.

  • #61
    Henning Veitgen

    Die SMS ist nichts weiter als eine Metapher mit sexueller Konnotation. Wenn der Durchschnittsgrüne weiblichen Geschlechts das nicht erkennt, nicht darüber stehen kann – zumal es sich um eine SMS „unter zwei“ handelt – lässt das Rückschlüsse darauf zu, dass sich die Unfähigkeit generell in angemessener Reaktion äußert. Der eher perfide Versuch der Grünenchefin Monya Buss aus einem lockeren Spruch noch Honig zu saugen, zeugt von einem unreifen Verhalten, welches man eher bei pubertären Mädchen, denn bei einer Führungskraft vermuten würde. Dann noch, nach einem Wahlergebnis, welches als Quittung für grünes Moralisieren, grüne Verbote und grüne Besserwisserei steht, nahtlos an die ursächlichen Verhaltensweisen anzuschließen, demonstriert, dass anscheinend viele Grüne gar nicht begriffen haben, warum die Wahlverluste so hoch und die Mehrheit der Bevölkerung so genervt von dem Gouvernantenton sind. Frau Buss sollte ebenso wie Trittin, Roth oder Künast Platz für Parteikollegen machen, die nicht bei jeder Petitesse hyperventilieren.

  • #62
    Christoph

    @Helmut Junge:
    Nein, ich vermute die Benimmregeln sind relativ gleich und haben eher etwas mit Alter oder Herkunft zu tun als mit politischer Orientierung.

    Mir geht es ja auch nicht um das Benehmen, sondern um den erhobenen Zeigefinger. Und den meine ich öfter bei den Grünen zu sehen. Gut, vielleicht wird es jetzt besser wo Claudia Roth weg ist 🙂

  • #63
  • #64
    harry

    @Andreas Brauner #55: „Das ht in erster linie nichts mit PC zu tun“

    Diese Aussage (daß die Skandalisierung der Antwort von Kranefoer nichts mit PC zu tun hat) können wir gerne so stehen lassen:
    Als Grüner findet man diese Reaktion normal (und möchte den Rest der Welt dahin umerziehen).
    Für mich und andere ist das außer Kontrolle geratene PC, die man auf keinen Fall haben möchte.
    So hat jeder seine Einschätzung, das ist Meinungsfreiheit.

    @Christoph #53: „Warum treten ausgerechnet die Grünen so häufig als Political Correctness-Verfechter auf? .. Man hat das Gefühl die Gesellschaft soll umerzogen werden,…“

    Das Gefühl plagt mich auch. Die Grünen sind im Kern eine Ein-Themen-Partei, eben Umwelt und ggf. Energie. Die grünen Standpunkte konnten bei diesem Thema jahrzehntelang mit einem moralischen Überlegenheitsanspruch vertreten werden. Dieser Glaube, ein moralisch überlegener Mensch zu sein, steckt daher tief im grünen Selbstverständnis, wie aktuell die Pädophiliedebatte zeigt.
    Durch den 180-Grad-Schwenk von Merkel bei der Atomenergie haben die Grünen ihr zentrales Thema verloren. Bei den anderen Themen (soziale Fragen, Friedenspolitik, Euro-Krise) unterscheidet man sich nur unwesentlich von SPD oder Linker, die können das sogr besser. Was bleibt übrig? Political Correctness: das ist einer der wenigen verbliebenen Themen, in denen man sich mit einer radikalen Haltung von den anderen Parteien absetzen kann. Wie fanatisch das teilweise zugeht, sieht man am besten bei der grünen Jugend, die für mehr PC gegenüber Intersexuellen (ca. 0.1 % der Bevölkerung) und ähnliche Minderheiten kämpfen, s. http://www.gruene-jugend.de//node/17432#gothere, und die zur Bekämpfung der Heteronormativität gerade die nächste Rechtschreibreform vorbereiten, mit eingestreuten Gender-* oder _ und noch mehr Sprachverhunzung. Also da ist noch sehr viel Platz für noch mehr PC und Gesinnungsterror.

    @Helmut Junge #54: „Die meisten Grünen gehen höchst selten (fast nie!) in die Vororte und diskutieren mit den dort lebenden Bürgern.“

    Scheint so. Die Veganer sind ein Beispiel. Nicht weniger fanatisch sind auch die grünen jungen Feministen, die auf Ihrem Aufnahmeformular http://www.gruene-jugend.de/machmit/mitglied-werden nur noch wissen wollen, ob man weiblich (offenbar gut) oder nicht weiblich (offenbar nicht so gut) ist. Mir graust bei dem Gedanken, daß solche Leute in einer Koalition mit der CDU eventuell politische Macht bekommen und ihre eigene Gehirnwäsche auch dem Rest der Bevölkerung aufzwingen wollen.

  • #65
    Andreas Brauner

    Es ist schon sehr spannend was alles hier reininterpretiert wird nur weil es eine Grüne ist die es hier trifft. Sie will bestimmt niemanden umerziehen, aber sie muss sichach nicht jede Bemerkung die unter die Gürtellinie geht gefallen lassen.

    Sich ein dickes fell zulegen ist hierbei die absolute falsche antwort.

  • #66
    Helmut Junge

    @Harry (64), ich habe das von dir verlinkte Aufnahmeformular der grünen Jugend gefunden. Stimmt, dort kann man biologisch weiblich, oder „Nichtweiblich“ ankreuzen. So entwickelt sich also im Verlauf von 20 Jahren eine für damalige Verhältnisse gute Idee, Frauen zeitweise so zu fördern, bis sie die volle Gleichberechtigung haben.
    Wie kann so etwas nur so extrem überschwappen?
    Klar jetzt, dass es doch vom politischen Spektrum abhängige Unterschiede der Benimmregeln gibt. Das hängt also keineswegs vom Alter ab, wie @Christoph meint, vielleicht aber doch von der Herkunft.
    Da wundert mich jetzt nichts mehr.
    Ich muß noch einen Gedanken anhängen, der mir schon häufiger gekommen ist.
    Das ist die Frage, weshalb sich Mitglieder der Grünen auch hier kaum äußern.
    Seit Jahren gibt es schärfste Kritik am grünen Parteiprogramm, aber mir fallen kaum 5 Namen ein, die hier in einem Diskurs eindeutig als „Grün“ aufgetreten sind. Auch heute, wo es in mehreren Threads, nicht nur in diesem heftigste Angriffe gegen die Grünen gibt, gibt es keinen grünen Widerspruch. Ist das schon das Ergebnis der deformativen Eintrittsbedingungen bei den Junggrünen bedingt?

  • #67
    Dummkopf

    Offensichtlich ist noch keinem aufgefallen, dass der Glückwunsch um 20.35.07 Uhr und die Antwort um 20.36.17 Uhr erfolgte.

    Wie soll man sich denn dazu verhalten? Ist dass zu dieser Uhrzeit noch erlaubt?

  • #68
    Ilsebyl

    Also ich frage mich, sehen diese SMS wirklich so viele Leute als normal an? Oder war ich nur zu naiv zu glauben, dass sich Leute mit mehrjähriger politischer Berufserfahrung auch professionell verhalten, vor allem wenn es um die Reaktion auf eine Glückwunschsms aus dem anderen Lager geht?
    Oder haben jetzt alle so ein Mitgefühl mit dem armen an den Pranger gestellten, dass man sich schon Gründe ausdenken muss, die solch eine „perfide“ Handlung rechtfertigen.. Oh ja sie ist bei den Grünen, da ist das ja klar, sie hat Minderwertigkeitskomplexe, will Honig saugen. Ja bestimmt..
    Was ist denn bitte passiert? Die SMS wurde mit knappen Statement veröffentlicht, buhu! Was ist denn bitte falsch daran sich einen professionelleren Umgangston zu wünschen? Das hat doch nichts mit „steinigt ihn, er hat Jehova gesagt zu tun“..
    Ausserdem muss ich sagen… diese Debatte um die Grünen mit dem erhobenen Zeigefinger… ich finde das total überzogen! ICh habe nicht grün gewählt, aber aus anderen meiner Meinung nach relevanteren Gründen, und ich bin ein grundsätzlich eher politisch unkorrekter Mensch.. Aber das mit dem Veggie Day allein.. Was für eine überzogene Vorstellung sich einige anscheinend machen, als ob man Fleisch dann nur noch auf dem Schwarzmarkt kriegen könnte.. JA so wär das bestimmt gewesen.. Schwarz-Gelb hat das Rauchverbot in Kneipen eingeführt, aber das ist ok, oder was? Vllt hätten die Grünen vorschlagen sollen, dass man kein Fleisch mehr in Kneipen/Restaurants essen darf, scheint allgemeinere Zustimmung zu finden..

  • #69
    Christoph

    @Ilsebyl:
    Nein, die SMS ist nicht normal und sollte es auch nicht sein.

    Aber ich möchte Politikern zugestehen, dass sie nach 20 Uhr und bei Privatgesprächen unter vier Augen auch mal über die Stränge schlagen können. Mein persönliches Hassobjekt ist nämlich genau das „professionelle“ Verhalten (welches für mich hauptsächlich durch Angela Merkel personifiziert wird).

    Ich habe in meinem Leben für zwei Konzerne gearbeitet, und musste lernen, was Personalabteilungen unter „professionell“ verstehen:
    Nicht etwa, dass man seinen Job gut macht, sondern dass man bloß nie irgendwo aneckt, keinesfalls Risiken eingeht, immer schön nett zueinander ist, niemals die Wahrheit sagt wenn es jemand verletzen könnte, immer gute Miene zum bösen Spiel macht, schön in Worthülsen und Floskeln daherredet… das Ergebnis sind blutleere, oberflächliche Beziehungen zwischen den Menschen.

    Ich sage immer es muss auch mal krachen, sonst ist es keine echte Beziehung. So viele Leute „spielen“ nur Freunde, und manche spielen sogar Beziehung mit ihrer Partnerin. Das regt mich auf, unabhängig von der Partei. Ich wünsche mir mehr Ehrlichkeit, sowohl in der Politik, als auch im Privaten und im Beruf. Aber dann kommt es auch zu Ausrutschern, und die dürfen nicht gleich über Facebook oder soziale Medien an den Pranger gestellt werden. Weil die sozialen Medien aber immer mehr an Bedeutung gewinnen, fürchte ich, dass wir in 10 Jahren alle wie PR-Berater daherreden.

  • #70
    Helmut Junge

    @Ilsebyl (43) und (68)
    wenn ich direkt angesprochen werde, wie beispielsweise von Ihnen in (43), antworte ich normalerweise recht schnell. Auch bei Fagen in die Runde mache ich das oft und gerne.
    Das Problem bei Ihren Fragen ist aber, dass ich kaum verstehe aus welcher Intention sie kommen und manchmal weiß ich auch nicht worauf sie abzielen.
    Es gibt verschiedene psychologische Testergebnisse, nach denen Menschen nur das verstehen, was sie selbst erlebt haben, bzw. betrifft.
    Meine Einschätzung der Welt muß sich wohl ziemlich von Ihrer Weltsicht unterscheiden. So mag es sein, dass mich auch andere Dinge nerven als Sie.
    Für mich ist der CDU-Mann überhaupt nicht an den Pranger gestellt worden. So, wie ich mir das vorstelle, geht der in seinen Reihen ohne nennenswerten Schaden aus der Sache heraus.
    Sie stellen in (43) eine Hypothese auf und fordern mich dann auf, in Ihrem Sinne weiterzudenken.
    „Das ist doch die Problematik, diese Parallelen hat Herr Kranefoer ja gerade gezogen. Beim Sex geht es nämlich ganz sicher NICHT darum einfach nur drin zu sein, es würde mich schon wundern! Was meint er also dann.. hm.. mal nachdenken!“
    Sehen Sie, da kann ich mitdenken, weil ich einfach keine Übung darin habe, mir vorszustellen, was ein mir unbekannter Mann sich so denkt, wenn er an Sex denkt. Ehrlich gesagt, ist es mir auch egal.
    Ich mache mir höchstens Gedanken darüber, was er politisch will.
    Ich weiß auch nichts darüber, was in den Köpfen passiert wenn Reizthemen geboren werden. Veggieday war ja so ein Reizthema. Es wäre gut für Politiker wenn sie so etwas kalkulieren, zumindest aber bemerken würden. Die Grünen haben es, wie auch ich, nicht vorausgesehen, haben es aber dann nicht mal bemerkt.
    Da war ich näher am Ball.
    Aber Sie scheinen ja stärker in der Sexismusdebatte zu stecken als ich.
    Dann kann ich Ihnen mal die Frage stellen, was Sie sich dabei denken, wenn Sie sich das Aufnahmeformular der Grünen Jugend ansehen.
    http://www.gruene-jugend.de/machmit/mitglied-werden

    Dort gibt es nur die Wahl entweder biologisch „weiblich“ oder „nichtweiblich“ anzukreuzen. Dafür habe ich nur die Zuordnung als sexistisch. Falls Sie nicht zu der gleichen Einschätzung kommen wie ich, sollten Sie sich gedanklich mal ein Aufnahmeformular für eine beliebige Gruppe vorstellen, auf dem die Alternative hieße, „männlich“ oder „nichtmännlich“.
    Witzig ist dabei nur, dass sich diese Grüne Jugend genau als Kämpfer gegen Sexismus sieht.

  • #71
    Ilsebyl

    Lieber Helmut 🙂
    Natürlich ist das Aufnahmeformular der grünen Jugend sexistisch. Warum sollte ich es auch ander sehen..?
    Auf die SMS Interpretation will ich jetzt wirklich nicht weiter eingehen, meine Schlussfolgerungen habe ich ja dargelegt, und ich habe auch mit einigen Unbeteiligten darüber gesprochen. Diese haben es verstanden bzw ähnlich gesehen, aber man umgibt sich ja auch meist mit Leuten die ähnlich denken.
    Zum veggie Day: Ich finde eben nicht, dass Politiker Dinge kalkulieren sollten, sondern ihre Überzeugungen kund tun und Ideen einwerfen sollten. Problematisch finde ich nur die unreflektierte Reaktion der Bevölkerung, aber das ist dann wohl so. Wenn die Angst vor Fleischverlust so groß ist, dass man einen VeggieDay nicht vernünftig diskutieren kann, dann ist es vielleicht für viele noch nicht an der Zeit grün zu wählen.

    @Christoph: Ich sehe das genau so, aber problematisch ist meiner Ansicht nicht die Veröffentlichung der privaten SMS, genauso wie ich z.B. auch die Veröffentlichung des Photos mit Steinbrücks Stinkefinger nicht schlimm finde, als der Aufschrei der danach ertönt. Es muss doch nicht immer gleich „Blödes Mimöschen“ oder „alter Perversling“ heißen.. Das scheint vielen aber noch schwer zu fallen die Waagschale zu halten und nicht gleich in die eine oder andere Richtung zu urteilen..
    Ich finde es war n Ding, was sich Herr Kranefoer geleistet hat, finds gut, dass sowas auch mal publik wurde, aber er hat sich entschuldigt und denkt jetzt vielleicht etwas mehr über seine Haltung gegenüber weiblichen Kollegen nach (vielleeeicht), alles gut, oder?

  • #72
    Klaus Lohmann

    „Problematisch finde ich nur die unreflektierte Reaktion der Bevölkerung…“

    Aua. Alle doof außer Mutti? *Das* ist wirklich eins der allergrößten Probleme der Grünen – das „gemeine Volk“ ist immer noch nicht bereit für die Erlösung…

  • #73
    Walter Stach

    Ich hatte gesten Gelegenheit, in kleiner Runde. mir auch anhören zu können, was CDUler über „ihren“ Fraktionsvorsitzenden in Waltrop reden, und zwar primär wegen seiner SMS an Fau Buss; das war unisono für ihn wenig schmeichelhaft.

    Ich habe dazu wohl weißlich nichts gesagt.

    Und ich sage zu der Sache auch hier nichts mehr, nachdem Frau Busse erklärt hat, für sie sei nach der Entschuldigung durch Walter Kranefoer die“Sache erledigt“.

  • #74
    Ilsebyl

    „“Problematisch finde ich nur die unreflektierte Reaktion der Bevölkerung…”

    Aua. Alle doof außer Mutti? *Das* ist wirklich eins der allergrößten Probleme der Grünen – das “gemeine Volk” ist immer noch nicht bereit für die Erlösung…“

    Wenn nicht immer nur mit gezücktem Bleistift und viel Phantasie was die Auslegung betrifft gegenüber denen aufgetreten würde, die auch nur den Anschein eines belehrenden Tons haben, könnte man ja auch mal um die Sache diskutieren 🙂

  • #75
    Klaus Lohmann

    @#74: Nö, ein derart unreflektierter Einstieg in Allmachtsfantasien über das, was die Bevölkerung gefälligst so zu reflektieren hat, törnt mich völlig ab.

  • #76
    der, der auszog

    @Helmut (#70)

    Der Mitmachbogen der Grünen Jugend mit seiner Geschlechtseinteilung in „weiblich“ und „nicht weiblich“, auf den Dein Link verweist, ist schon recht putzig, aber vor allem sehr weich.
    Analog und auf den Mann gemünzt, ließe sich der Aufnahmebogen auch anders gestalten, in dem der Eintretende erklärt, ob er „Mitglied“ oder „Ohneglied“ bei den Grünen werden will 😎

  • #77
    Helmut Junge

    @der,der, mir fehlen, wie ich schon geschrieben hatte, die Sensoren um dein Zitat richtig in seiner Wertigkeit einzuordnen. Aber da nach eineinhalb Stunden kein Protestkommentar gekommen ist, vermute ich, dass er nicht sexistisch sein wird. Zitate dieser Qualität kenne ich noch mindestens zwei, die ich aber hier und jetzt nicht aufschreibe. Die spar ich mir auf für später.

  • #78
    Alex_a

    Schön auch, wenn Männer* mit Männern* über Sexismus diskutieren…ähnlich aufschlussreich, wie wenn weiße Deutsche weißen Deutschen Rassismus erklären. Ein Hoch auf die Ignoranz der Priviligierten!

  • #79
  • #80
    Christoph

    @Alex_A (#78):
    Verstehe ich nicht – gibt es Sexismus etwa nur gegen Frauen und nicht gegen Männer? Sexismus sind doch nicht nur sexuelle Anzüglichkeiten oder Mißbrauch (bei denen in der Regel Frauen die Opfer sind), sondern es handelt sich um jede Schlechterstellung aufgrund des Geschlechts. Und da haben Männer ebenfalls genug Grund, Gleichstellung zu fordern:

    – sie leben 7 Jahre weniger (trotzdem wird in die Gesundheit der Frauen mehr investiert)
    – sie begehen 4 mal häufiger Selbstmord (eine häufigere Todesursache als Verkehrstote, Mord und Totschlag zusammengenommen!)
    – 75% der Wohnungslosen sind Männer
    – 91 Prozent aller Berufskrankheiten haben ein männliches Opfer, weil sie die gesundheitsschädlicheren Jobs übernehmen
    …und es gibt noch viele weitere Punkte, z.B. der Einsatz von Ritalin überwiegend bei Jungen, das Fehlen von Männerbeauftragten obwohl es Frauenbeauftragte genug gibt, etc. pp.

    Wo ist denn hier das große „Privileg“? Männer haben tendenziell andere Gebiete, in denen sie diskriminiert werden als Frauen, aber Sexismus gegenüber Männern gibt es sehr wohl. Es wird vielleicht in den Medien totgeschwiegen, aber schau dir mal die Obdachlosen in deiner Stadt an – sind das überwiegend Männer oder Frauen?

  • #81
    Helmut Junge

    @Alex_a, jetzt mal ganz ehrlicher Klartext meinerseits. Ich habe aus meiner Sicht zwar einige Kommentare zum Gedankenaustausch geschrieben, aber diskutiert hatte ich in diesem gesamten Thread nur mit Ilsebyl. Jedenfalls aus meiner Sicht. Alles andere waren Bemerkungen. Eine Diskussion besteht m.E. nämlich nicht nur aus aus ein paar Fetzen Rede und Antwort, sondern aus der Darstellung einer Position, der eine Gegenposition gegenübersteht, und in der die Kontrahenten über mehr als drei Sätze ihre Gedanken auf gegenseitiger Augenhöhe austauschen und gegenseitig auf ihren möglichen Wahrheitsgehalt analysieren. In diesem Zusammenhang ist mir Ihr Vorwurf unverständlich. Mit Ilsebyl habe ich diskutiert und ich denke, dass diese Diskussion noch weiter geht.
    Ilsebyl widerum ist ein Frauenname, der wegen des Zusammenhangs mit dem bekannten Märchen daran denken läßt, dass er bewußt gewählt wurde, um die Position der Frau als konsequente Vertreterin des Feminismus zu markieren.
    Denn in dem Märchen heißt es , dass der Mann sich auf seine Frau bezieht, wenn er etwas erreichen will.
    Ich glaube einfach, dass Sie diesen ganzen Thread nicht gelesen, oder nicht verstanden haben.

  • #82
    Andreas Brauner

    Zitat: Offensichtlich ist noch keinem aufgefallen, dass der Glückwunsch um 20.35.07 Uhr und die Antwort um 20.36.17 Uhr erfolgte.

    Wie soll man sich denn dazu verhalten? Ist dass zu dieser Uhrzeit noch erlaubt?

    Zitat ende

    Falls es dir nicht aufgefallen ist: Es war Wahlabend und diese zwei Personen sind Politiker. Die haben zu diesem Zeitpunkt kein Feierabend.

  • #83
  • #84
    Dummkopf

    #82 | Andreas Brauner

    Achso.

    Ähh – aber da sieht man mal wieder, diese Politiker, obwohl `se keinen Feierabend haben, machen`se dat trotzdem:

    Es war dunkel (20.35.07 Uhr) und gefeiert wurde auch, wie man lesen konnte.

    Weis man, mit welchen Handys die SMS verschickt worden sind?

  • #85
    Sven Glückspilz

    Ich fühle mich an die Brüderle-Debatte erinnert. Da schlugen die Wellen ebenso hoch wie in die falsche Richtung – nämlich zurück auf die Frau(en), die Sexismus anprangerten. Unabhängig von der Frage, wie viel oder wenig privat der SMS-Austausch von den Beteiligten einzuschätzen ist, ist doch wohl eindeutig festzustellen: „Drin is drin“ als sexuelle Metapher erzeugt ein eindeutiges Bild, nämlich das der Penetration durch das Eindringen des männlichen Penis in die weibliche Vagina. Für den Fall, dass für die beiden Protagonisten die sexuelle Ebene nicht die übliche Verkehrsebene ist, stellt die Verwendung der Metapher eine eindeutige Überschreitung der Kommunikationsregeln dar, die nicht anders als sexistisch bezeichnet werden kann. Das wäre übrigens auch umgekehrt der Fall. Da beisst die Maus keinen Faden ab.

  • #86
  • #87
    Klaus Lohmann

    @#85 | Sven Glückspilz: „ein eindeutiges Bild, nämlich das der Penetration durch das Eindringen des männlichen Penis in die weibliche Vagina“ – Also ich „sehe“ da vor meinem geistigen Auge was ganz anderes: Schwanz dringt in Muschi ein.

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