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Warum ich mir das Supercup-Spiel zwischen dem FC Bayern und dem BVB nicht anschauen werde

Das Stadion in München. Foto: Robin Patzwaldt

Heute Abend steigt in München das DFL-Supercup-Spiel zwischen dem gastgebenden FC Bayern München und Borussia Dortmund. Auf dem Papier eine spannende Angelegenheit, doch ‚super‘ ist am Supercup leider schon lange nichts mehr.

Ursprünglich war der Supercup einmal das angedachte Kräftemessen zwischen dem Meister und dem Pokalsieger einer Saison. Seit die Bayern aber Titel anhäufen als gebe es kein Morgen, hat dieses Spiel von seiner Strahlkraft eingebüßt.

Warum heute mit dem BVB einmal mehr der Vizemeister antritt, erklärt sich einem logisch nicht wirklich. Genauso gut könnte es auch der Verlierer des DFB-Pokalfinales sein, der in diesem Jahr Bayer 04 Leverkusen hieß. Also, von der Logik her.

Dass die Dortmunder seit Jahren regelmäßiger Gast im DFL-Supercup sind, hat wohl nur wirtschaftliche Gründe. Der BVB zieht halt mehr Aufmerksamkeit an, als Begegnungen zwischen den Bayern und Mannschaften aus Leverkusen oder meinetwegen Frankfurt.

Der sportliche Wert dieses Spiels ist seit Jahren schon überschaubar. Üblicherweise fand das Duell zum Ende der Vorbereitungszeit auf die neue Saison statt. In Zeiten der Corona-Pandemie kam in dieser Auflage das heutige Datum heraus. In der Vorwoche bestritten die Bayern ja noch das europäische Supercup-Finale in Ungarn gegen den Europa League-Sieger FC Sevilla.

Wenn heute in der Münchener Arena der Ball rollt, dann wird der sportliche Wert mit dem eines Bundesligaspiels nicht vergleichbar sein. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es eine Art Testspiel für einige Spieler, die sonst nicht unbedingt in der Stammformation beider Teams stehen.

Bei den Borussen wurde schon klar, dass Stammtorwart Roman Bürki und auch Jungstar Jadon Sancho die Reise an die Isar gar nicht erst antreten werden. Beide haben angeblich gesundheitliche Probleme. Wäre es ein Champions League-Endspiel, wären beide aber, das behaupte ich hier einfach mal, mit hoher Wahrscheinlichkeit mit dabei.

Wie dem auch sei, solche Begegnungen brauch in Zeiten, in denen ohnehin nahezu täglich Live-Fußball in hoher Qualität über die Bildschirme läuft, und auch keine Zuschauer in die Stadien dürfen, so wie heute in München, kein Mensch. Auch wenn es nach dem Schlusspfiff einen wichtig aussehenden Pokal und einen Titel, der es nicht einmal auf die Briefköpfe der Vereine schafft, abzustauben gilt.

Dementsprechend werde ich mir diesen Kick auch gar nicht erst ansehen, mit stattdessen lieber eine schöne Dokumentation oder Serie anschauen.

Jeden Tag Fußball, das muss eh nicht sein. Und am Freitag ist ja auch schon wieder Bundesliga. Man muss halt Prioritäten setzen!

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4 Kommentare zu “Warum ich mir das Supercup-Spiel zwischen dem FC Bayern und dem BVB nicht anschauen werde

  • #1
    thomas weigle

    Der Wischiwaschicup ist ja nun wirklich nur was für HARDCORE-Fans, egal, wer gegen die Bauern spielt.

  • #2
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Och, im Zuge der Saisonvorbereitung, wenn man lange keinen Live-Fußball mehr gesehen hat, habe ich das früher immer ganz gerne geschaut. Aber so eingeklemmt zwischen zwei Bundesligaspieltagen kann ich auf so eine Begegnung mit Testspielcharakter gut verzichten. Die DFL aber offenbar nicht 😉

  • #3
    Bochumer

    Der "Supercup" hat so viel sportlichen Wert wie alle Spiele der Bayern: keinen. Die werden eh wieder Meister. So f**King what?

  • #4
    thomas weigle

    Also @ Bochumer, so manches Spiel der Bauern hat schon einen gewissen sportlichen Wert, bspw das 18er Pokalfinale. Dann war da noch ein 1:5 der Bauern im letzten November…FORZA SGE!!

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