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WDR: Was Monika Piel so alles nicht versteht

Ab und an rutscht man auf der Fernbedienung ab oder schaltet  aus Versehen  im Auto das Radio ein. Für oft nur kurzer Augenblicke hört oder sieht man dann mit etwas Pech ein Programm des WDR und denkt sich: „War da nicht mal was mit Qualität?“

Das Backduell in der Lokalzeit Ruhr oder die schalen Witze der WDR2 Moderatoren – vieles, was der WDR seinen Zuhörern und Zuschauern so bietet ist, gemessen an dem Geld das diese zwangsweise bezahlen müssen, eine Unverschämtheit. Selbst wenn sich der WDR mit großem Aufwand eines Themas annimmt und mehrere Redakteure monatelang recherchieren lässt, wie das bei der Envio-Story der Fall war, kommt der Sender kaum über Oberflächlichkeiten hinaus. Damals präsentierte der Sender 5.000 Seiten Akten, die ihm zur Verfügung standen. Stolz schwenkte die Kamera über die dicker Ordner. Nur von dem was sich in diesen Ordnern befindet, kam in der Sendung selbst so gut wie nichts vor.

Auch als Duisburgs OB Adolf Sauerland abgewählt wurde patzte der Sender. Anstatt live von diesem bis dahin einzigartigem Ereignis zu berichten, lief das normale Programm weiter. Nur dann und wann gab es eine Schaltung ins Duisburg Rathaus. Dafür präsentierte der Sender in seinem dritten Programm unter anderem einen Jäger auf der nächtlichen Pirsch. Das Ergebnis der Sauerland-Abwahl gab es dann auch zuerst im Internet. Bild,  Spiegel und auch die Ruhrbarone berichteten schneller als die Gebührenkönige aus Köln mit ihrem Übertragungswagen.

Am Geld kann es nicht liegen: Der WDR erhielt 2009 allein aus Rundfunkgebühren 1.165.096.397,98 Euro.  Damit kann man schon was machen – wenn man will. Will der WDR aber nicht, und das liegt nach einem Bericht der Nachdenkseiten vor allem an der Spitze des Hauses. WDR Intendantin Monika Piel hält scheinbar nicht viel von Qualität:

„Der Fisch stinkt vom Kopf her“, sagt einer der WDR-Mitarbeiter, die „auf gar keinen Fall“ namentlich zitiert werden möchten. Die WDR-Chefin gilt als äußerst nachtragend, humorfrei und zutiefst intellektuellenfeindlich: „Sie ist gegen alles, was sie einfach nicht versteht, und das ist viel“.

Peinlich ist dabei vor allem, das Piel die Freiräume wohl nicht  nutzen will, die ihr die Gebührenfinanzierung eröffnet: Ein journalistisch anspruchsvolles Programm wäre ja möglich. Beim und für den WDR arbeiten viele gute Leute, denen der Sende allerdings nicht zu vertrauen scheint:

Schon seit Jahren beklagen WDR-Autoren den Zwang, die Inhalte ihrer Beiträge den schon vorab geäußerten Wünschen der Redaktion anpassen zu müssen. „Ergebnisoffene Recherche“ gilt in manchen WDR-Kreisen inzwischen als Fremdwort. Die Wirklichkeit hat sich den Vorstellungen von einzelnen Redakteuren anzupassen und nicht umgekehrt – entsprechend müssen Beiträge geschönt („Wo bleibt das Positive?“) oder aber alarmistisch aufgeheizt werden.

Gut, wenn der WDR es eben nicht kann, werden es die Zeitungen und Online-Medien schon schaffen, da mach ich mir keine Sorgen. Es werden jeden Tag größere und kleinere Skandale im Land aufgedeckt, Politiker in Kommentaren kritisiert und Hintergründe beleuchtet, während sich der WDR um die Beschaffung von Dienstjacken kümmert oder auf die Suche nach dem tollsten „Tier im Revier“  begiebt. Aber ehrlich gesagt: Das können auch Sat1, RTL oder die privaten Radiosender auch. Wenn der WDR seine Zwangsfinanzierung begründen will, sollte er es mit Qualität und nicht durch das Kopieren von privaten Formaten machen.

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27 Kommentare zu “WDR: Was Monika Piel so alles nicht versteht

  • #1
    Franz przechowski

    Stefan, Du sprichst mir aus der bedrückten Hörer- und Seherseele. Die Beiträge im WDR 3 TV sind einlullendes Allerlei auf Stadtspiegel-Niveau. Fehlt eigentlich nur noch die Werbung vom NETTO für die Sonderangebote an der Fleischtheke. Beim Radio ist das banale Niveau schon gelernt, weil der Anschluß an lebendige Formate vor 10 Jahren verpasst wurde. Man darf nichts besseres mehr erwarten. Schon gar keine Inspiration im Sinne von „frecher Sendung + Geist kombiniert“. Die Auswahl der Musikredaktionen dazu genommen, lassen mich mehr und mehr als ehemaliger WDR-Kunde ins Lager der Internetradio Spartensender abdriften.
    Zum Glück gibt es noch ansprechende Nachrichtensendungen. Aber das ist für die vielen Milliarden etwas zu dick zum Angebot.

  • #2
    mir

    war der wdr mit 1live nicht partner der loveparade in duisburg und damit auch in verantwortung. ist doch verständlich wenn nicht allzu laut getrommelt wird.

  • #3
    68er

    Es leben die Bratbären!

    P.S.:
    Im Radio dürfen sich die kritischen Journalisten doch bei WDR5 austoben und die intellektuellen bei WDR3. Das Volk hört zwar lieber Herrn Yesterday Piel auf WDR2 oder gleich private Lokalscheißsender, aber so ist das nun mal im Kapitalismus: Stumpfsinn sells!

    P.P.S.:
    Ein gutes Beispiel für den Verfall des WDR ist für mich die Aktuelle Stunde, die früher wirklich Niveau hatte und in den 80er Jahren als Kaderschmiede des westdeutschen Journalismus galt.

    Dort moderierten u.a.

    – Tom Buhro
    – Werner Sonne
    – Rangar Yogeshwar
    – Randi Crott
    – Frank Plasberg
    – Christine Westermann
    – Petra Gerster
    – Bettina Tietjen
    – Reinhard Münchenhagen
    – Margarete Schreinemakers
    – Birgit Schrowange
    – Evi Seibert

    und last but not least der große Ernst Huberty.

    Wenn man heute mal zufällig in die Sendung zappt, weiß man nicht, ob man nicht doch bei Carmen Nebel oder beim MDR-Wunschkonzert gelandet ist.

  • #4
    1ng0

    >Das Ergebnis der Sauerland-Abwahl gab es dann auch zuerst im Internet. Bild, >Spiegel und auch die Ruhrbarone berichteten schneller als die Gebührenkönige >aus Köln mit ihrem Übertragungswagen.

    stimmt, das ergebnis gab es zuerst im internet. und zwar unter anderem auf wdr.de. den apfelbirnenvergleich zwischen spiegel.de und wdr fernsehen halte ich hier für unzulässig, zumal, wie ihr auch schreibt, es ja immer wieder schalten gab.

    keine frage, vieles, was beim wdr kritik verdient und auch in diesem artikel zur sprache kommt, stimmt. aber: ihr redet ja nur von radio und fernsehen. dass es den wdr auch online gibt, fällt unter den tisch. wobei: da seid ihr ja in guter gesellschaft. frau piel hat das ja auch vor, das mit dem unter-den-tisch-fallen-lassen…

  • #5
  • #6
    Henk

    Ich bin ja aus grundlegenden Erwägungen absoluter Verfechter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und Fernsehens. Was mir allerdings immer mehr an peinlichen Inhalten von ARD und ZDF um die Augen und Ohren geknallt wird, nimmt mir jede Argumentationsbasis. Im ZDF habe ich die Tage ein „Umstyling“-Format (nach dem Motto: vom individuell-häßlichen Entlein in 45 Minuten mit ein paar groben Eingriffen in die Persönlichkeit zu einem häßlichen Schwan im 08/15-Look) sehen müssen, das Super RTL nicht besser hinbekommen hätte. Meine ÖRR-Liebe erlosch endgültig.

    Mein Vorschlag: Im TV wird alles gekappt, was nicht Tagesschau, Monitor, EinsPlus, ZDFneo (und die anderen Spartenkanäle) und allen voran das großartige Arte ist. Im Radio werden Comedians und die ganze Schnullibullimusik verboten. Das eingesparte Geld wird in Fortbildungen zum Thema „investigativer Qualitätsjournalismus“ investiert. Das alles kommt 1:1 und in jeder erdenklichen Aufbereitungsform ins Netz und wird niemals depubliziert. Den ganzen quotenbestimmten Quatsch überlässt man den Privaten, die es eh besser und billiger können. Und zack: Alles wird gut!

    Sollten diese einfachen und praktikablen Vorschläge doch nicht umzusetzten sein, plädiere ich auf völlige Abschaffung des ÖRR – so traurig das auch ist.

  • #7
    Mir

    Schade finde ich auch, dass die ganzen Lokalredaktionen der Radiosender Anfang der 2000er Jahre eingeschrumpft wurden. Die Folge, heute höre ich bei wdr2 wie des Öfteren geschehen eine einzige Meldung im östlichen Ruhrgebiet – ende der Nachrichten. Unverständlich.

  • #8
  • #9
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @1ng0: Bild hatte die Meldung als erstes Medium. Man kann gegen Bild verlieren, aber man sollte sich immer Mühe geben, die Nummer 1 zu sein. Der WDR hätte die ganze Zeit live berichten müssen, anstatt weitgehend sein Normalprogramm zu fahren. Es war ein bis dahin einzigartiges Ereignis in NRW. Da hat ein öffentlich-rechtlicher Sender auch so etwas wie eine Berichts- und Dokumentationspflicht. Jägerfilme gibt es auch auf Youtube. Aber das hat er nicht getan. Und so reichte es dann trotz eine sehr hohen Aufwandes an Personal und Material nur für einen der hinteren Plätze. Wozu dem Kollegen der Bild eine Mail oder SMS reichte bekam der WDR mit seinem Übertragungswagen nicht hin. Mag sein, dass das dem WDR und Monika Piel egal ist. Mir als Zwangsgebührenzahler ist es das nicht. Davon ab: Wenn es sich nicht um den Duisburger sondern der Kölner OB gehandelt hätte, hätte der WDR sein Programm umgestellt. Das hätte dann sogar Piel interessiert. Zu WDR online: Der WDR ist ein Radio- und TV-Sender. Dafür werden die Milliarden verbraten. Da muss der WDR glänzen. Das muss er die Privaten ergänzen. Das sind auch seine, ja eher betagten, Zuschauer und Zuhörer.
    Zu WDR online: Nenn mit drei Scoops der WDR-Online Redaktion in den vergangenen Jahren, die ohne Hilfe der anderen Redaktionen zustande kamen. Zeig mir die aufwendigen Live-Ticker, wie sie in NRW Der Westen, die Ruhr-Nachrichten, der Kölner Stadtanzeiger oder auch wir haben – mit bis zu neun Leuten im Einsatz. Zeig mir die Stücke von wdr.de, die alle zitieren mussten, weil sie so weit vorne waren – dann hör ich auf wdr.de zu ignorieren. Die tagesschau.de bekommt das hin. Beim WDR ist mir das bislang entgangen.

  • #10
    der, der auszog

    Der WDR entwickelt sich immer mehr zum sozialdemokratischen Staatsfernsehen. Man muss sich nur einfach die Berichterstattung zu ein und denselben Themenkomplexen vor und nach der letzten Landtagswahl anschauen. Beispiel: Zustand in NRW Gefängnissen. Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU), von der ich persönlich gar nichts halte, kam über die Berichterstattung zu Gefängnisausbrüchen und den Zustand selbiger extrem in Schieflage. Täglich berichtete der WDR in den Monaten vor der Wahl im Fernsehen, im Radio, im Internet. Gravierend verbessert hat sich seit der Landtagswahl aber scheinbar nichts. Allein in der JVA Bochum gab es in diesem Jahr drei Ausbrüche, die das belegen. Verändert hat sich allerdings die Berichterstattung beim WDR. Die Vorfälle finden in den Nachrichtungen zwar Erwähnung, aber es werden von Seiten des öffentlichrechtlichen Rundfunks keine kritischen Fragen gestellt. Thomas Kutschaty (SPD), von dem ich genauso wenig halte wie von Müller-Piepenkötter, kommt völlig ungeschoren davon…
    Was erfuhren wir beim WDR bislang über Duisburgs SPD Chef Ralf Jäger finanzielle Verstrickungen mit Spendenanwalt Vauth? Nur das, was Jäger dem WDR an Informationen zum Frass vorgeworfen hat. Gefragt und weiterrecherchiert wurde irgendwie nicht. Das Thema verschwand relativ schnell wieder im Nichts. Dafür seit Wochen ellenlange Berichterstattungen über die Causa Wulff beim WDR. Ein durchaus wichtiges Thema, das der WDR allerdings aufgrund seines bundesweiten Charakters der ARD hätte überlassen können, schliesslich liegt der Schwerpunkt auf Landesthemen.
    Auch im Zusammenhang mit der Loveparade Katastrophe kommt das Innenministerium beim WDR völlig ungeschoren davon. David Schrawen, der das Thema immer wieder im WAZ Rechercheblock auf die Tagesordnung setzte, wurde in Interviews mit dem WDR jedesmal durch einen Sprecher irgendeiner Polizeigerwerkschaft in Frage gestellt und das wars dann.
    Die Haushaltskrapiolen von Borjans, der Atomkugelskandal von Schulze: Alles keine Themen für den WDR. Aber als Olliver Wittke (CDU) als Verkehrsminister wegen Raserei zum wiederholten Male den Lappen abgeben musste, war der WDR sofort zur Stelle…

    Unter Monika Piel werden die WDR Journalisten immer mehr zu sozialdemokratischen Wasserträgern und Steigbügelhaltern degradiert und eine Änderung ist nicht in Sicht. Man kann auf Karneval gar nicht soviel saufen, wie man hinsichtlich der Qualität des Westdeutschen Rundfunks kotzen möchte.

  • #11
    Stefanie

    „Es war ein bis dahin einzigartiges Ereignis in NRW. Da hat ein öffentlich-rechtlicher Sender auch so etwas wie eine Berichts- und Dokumentationspflicht. Jägerfilme gibt es auch auf Youtube. Aber das hat er nicht getan. Und so reichte es dann trotz eine sehr hohen Aufwandes an Personal und Material nur für einen der hinteren Plätze. “

    Ist doch in den ganzen Öffis so. Bei ausländischen Ereignissen kann man wenigstens auf CNN, BBC und Al Jazeera English zurück greifen. Man nehme die Aufstände in der arabischen Welt. Für dich solls Rosen regnen oder wie die ganzen dämlichen Serien heißen, konnte man in den Öffis gucken, während in Nordafrika der Bär steppte. Die BBC ist auch öffentlich rechtlich und schafft es immerhin einen Nachrichtenkanal zu haben, der 24 h berichtet. Auf phönix und Co kann man statt der wirklichen wichtigen Ereignisse die 120 Übertragung einer Bundestagsdebatte aus dem Jahre 72 oder Guido Knopp betrachten. Es ist einfach nur peinlich und Volksverdummung. Statt tatsächlich einen Nachrichtenkanal zu installieren, der seinen Namen auch verdient hat, ist jetzt der gefühlte 1000 neue Sender installiert, der Serien bringt.

    Der einzige öffentliche Sender, der seinem Auftrag nahe kommt, ist arte. Der ganze Rest weg und Deutschland ist keinen mm dümmer, hat aber keine Milliarden mehr verpufft, die dann vielleicht in Bildung auf andere Weg gesteckt werden könnte.

    Von daher, wundert doch nicht, dass der Lokalsender WDR es nicht gebacken bekommt, dann auch tatsächlich über lokale Ereignisse am Laufen zu halten. Wenn es nach mir ginge, bin ich zwischenzeitlich so weit, dass ich denke, die ganzen Öffis sollten abgeschafft werden, indem die zwangsweise Gebühreneintreibung abgeschafft wird. Wer gerne Tatort guckt, soll das machen, aber diesen dann auch zahlen oder Werbung in Kaufnehmen. Würde über die Öffis tatsächlich neutral informiert, wäre ich ja gerne bereit, dafür zu zahlen. Aber für rote Rosen solls auf Dich regnen und bis auf 15 minütige Sondersendung bei Ereignissen, sehe ich einfach nicht ein, dass unter der Fahne ausgewogene Informationen für alle, mitzutragen. Aber kann sich nicht ja wehren und auch nur an eine Beschneidung dieses sich selbst immer weiter aufblähenden Apparates traut sich ja die Politik leider nicht ran.

  • #12
    Maik

    Bei allem Respekt und gerechtfertigter Kritik: WDR5 ist fast uneingeschränkt hörbar und eine Bereicherung jeder längerer Autofahrt. Und, bereist man die Nachbarbundesländer, so kommt einem das Grauen direkt ins Radio oder auf die Scheibe. Dann doch wirklich gerne den WDR!

  • #13
  • #14
    Sven Glückspilz

    Wenn’s ein Trost ist (ist natürlich keiner): beim benachbarten Hässlichen Rundfunk sieht’s auch nicht besser aus. Kein Wunder, wenn die Spitzenpositionen danach besetzt werden, dass sich die Parteien am besten neutralisieren können. Kein Wunder, wenn das Geld ganz von selbst wie Manna vom Himmel fällt. Kein Wunder, wenn es dann heißt, dass man von der Arbeit weg ist, wenn man bei HR oder ZDF oder … unterkommen ist. Qualitätsmedien? Von wegen. Nichts als eine große Geldvernichtungsmaschine. Ist zwar nicht die einzige im Land, aber trotzdem zunehmend ein Ärgernis und gehört abgeschafft. Gibt es denn wirklich keine denkbare Alternative zwischen dem Verblödungsrundfunk der großen Privaten und dem verschnarchten Beamtenrunkfunk der Öffentlich-Rechtlichen?

  • #15
    teekay

    Das schoene ist doch, dass die Haushaltsabgabe kommt und damit Diskussioen um die Gebuehren obsolet werden. Selbst wer nicht hinhoeren oder hinsehen will wird zur Kasse gebeten. In welcher Form soll denn Kritik an WDR und anderen Sender durchdringen? Durch boese Blogbeitraege und -kommentare? Durch Arbeitsverweigerung von Journalisten und anderen Zutraegern? Und kein Politiker, Wirtschaftsboss, Kirchenvertreter und sonstwie zur Elite gehoerender wird mehr ‚kritischen Journalismus‘ fordern-die sind doch froh, wenn die paar zunehmend aelteren Zuschauer mit ‚Tiere suchen ein Zuhause‘ sedatiert werden.

  • #16
  • #17
  • Pingback: Ruhrbarone: “WDR: Was Monika Piel so alles nicht versteht” | Bottblog.de - Blog zum Ruhrmetropölchen Bottrop anne Emscher

  • #19
    Norbert Paul

    „Wenn der WDR seine Zwangsfinanzierung begründen will, sollte er es mit Qualität und nicht durch das Kopieren von privaten Formaten machen.“

    Volle Zustimmung, Stefan.

  • #20
    Norbert Paul

    @ #9 | Stefan Laurin

    Ich finde, dass Schnelligkeit nicht alles ist und häufig zu Lasten der Qualität geht. Und was soll der WDR denn da dauerberichten? Was interessieren mich Statements von was weiß ich wem? Das Ergebnis ist interessant in dem Fall, die Folgen ergeben sich daraus.

  • #21
    68er

    @ Norbert Paul

    Jo, dann können wir endlich die ganzen scheinverbeamteten freien Mitarbeiter beim WDR in Rente schicken und uns die Zwangsgebühren sparen.

    Die Contentbeschickung von WDR wird an dpa oder reuters outgesourced und gut ist.

    Die gesamte Musikbeschickung des WDRs könnte auch zentral an eine Yesterday-Handt Musikdienstleisungs GmbH in die Voreifel fremdvergeben werden. Dann bekäme der Ehegatte von Frau Piel vielleicht auch etwas mehr Haushaltsgeld.

  • #22
    eastern part

    hier wird mir endlich mal aus der Seele gesprochen, wobei ich wdr5 unter dem Strich diesbezüglich relativieren würde. Man versuche mal Samstag Mittag über die
    Geschehnisse informiert zu werden. Statt dessen Banalitäten, in der Tat „schale“ Witze und kochen! wdr5 zu der Zeit was tagesaktuelles anbetrifft auch Fehlanzeige, die melden sich einfach ab aus dem Geschäft. Stattdessen Eigenwerbung über Eigenwerbung langsam übelsten Ausmaßes (wdr2).Wenn man dann noch die Verkehrsnachrichten einbezieht, fragt man sich was eigentlich noch an „fruchtbarer“ produktiver Sendezeit verbleibt. wdr 2 ist ein Sender sage sie- welche Erkenntnis (ok die sagen der Sender)!immer und immeer wieder.
    Der Rest der Sendezeit wird dann vertan mit kumpelhaften Geplaudere insbesondere der Moderatorinnen (z.B. mit Wetter – „Ssswennie“ ). Diese besondere Art der vorgestellt launigen Unterhaltung geht mir besonders ab – wird in dieser Form auch keiner Journalistenschule gelehrt. Der die Hörer(in) sollte im zentralen Interesse liegen, nicht das da zwei im Radio Ihren eigenen Spass haben.

    Besonders groggy i.d.Z. wdr2 – völlig daneben, und warum ist diese Sparte Sender eigentlich gebührenfinanziert? Man müßte mal das Musikprogramm wdr2 mit den Musikprogrammen anderer örS vergleichen. Ich wette, dass die Formate sich fundamental unterscheiden, da wdr2 die letzten Lücken des Programms mit den Musikern füllt, die für wdr2 Veranstaltungen gebucht sind. Besonders auffällig zur Zeit die diesbezügliche Hin-und Zuarbeit für wdr für eine Stadt. Crossmarketing in dieser extremen Form sollte eigentlich dem Dudelfunksendern verbehalten sind. Die machen i.d.R aber Musik nach durchschnittlichem Hörergeschmack, den ich hier nicht weiter bewerten will.

  • #23
    Norbert Paul

    Ich finde, das der ORF mit FM4 zeigt, wie man „junges Radio“ machen kann mit Gehalt und ohne psydomäßig jugendlich hip zu sein wie Eins Live es irgendwann war, als ich beschloss nicht mehr einzuschalten vor Jahren.

  • #24
    Michael

    Ich programmiere auch immer WDR5 auf sämtliche Stationstasten aller Autoradios, die mir unter die Finger kommen. Wenn es schon keine vernünftigen Umerziehungslager bei uns gibt …

  • #25
    68er

    Oh Horror!

    Ich habe gerade gesehen, dass Frau Piel erst Jahrgang 1951 ist und Fritz Pleitgen auf dem Thron saß bis er fast 69 war. Wenn Frau Piel noch eine zweite Amtszeit bekäme, wäre sie noch bis 2021 am Ruder. Dann wird endlich auch das Zeitzeichen auf WDR 3 und 5 abgeschafft, der „kleine Nils“ von den Privaten abgeworben, John de Mol und Dieter Bohlen dürfen exklusiv die erste Model-Castingshow fürs deutsche Radio entwickeln und dann sind wir so weit, dass wir die „Bratbären“ als Bundespräsidenten-Kollektiv auch noch ertragen.

  • #26
  • #27
    Jens

    @1ng0 (4):

    stimmt, das ergebnis gab es zuerst im internet. und zwar unter anderem auf wdr.de.

    Ach ja, die Seite, deren Links eine Halbwertszeit von wenigen Stunden haben.

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