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Wie die WAZ-Redaktion und WR-Chefredaktion heute auf das Ende der Westfälischen Rundschau reagierten

So hat der stellvertretende Chefredakteur der Westfälischen Rundschau heute auf das Ende seiner Zeitung reagiert:

wr-brief

Und so die Redaktion der WAZ:

glosse_waz

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12 Kommentare zu “Wie die WAZ-Redaktion und WR-Chefredaktion heute auf das Ende der Westfälischen Rundschau reagierten

  • #1
  • #2
    Horst Delkus

    Hallo Lars, so in die Kniee gehen und kuschen??? Ein bißchen mehr Rückgrat hätte ich schon erwartet. Bin schwer entäuscht.

  • #3
    Thomas

    Kaas-Lars heisst jetzt Das-wars-Lars.

    Dass aber Lars Reckermann mal ein ganz toller Aufreisser in Holzwickede, also voll im Lokalen war – das beweist er in einem Kommentar bei burks.

    Bei Burkhard Schröder.

    http://www.burks.de/burksblog/2011/07/25/holzwickede

  • Pingback: Links anne Ruhr (18.01.2013) und neue Artikel zur de facto Einstellung der Westfälischen Rundschau (WR) » Pottblog

  • #5
    Rudi Bernhardt

    Erstens: Nichts von dem, was ich da sehe, stammt aus einer WAZ-Redaktion, die so erschiene „Glosse“ mit dem Geständnis, dass einem derzeit die Ideen abhanden gekommen sind, finde ich intelligent. Und diese Idee und ihre Umsetzung stammt von WR-Mitarbeitern.
    Zweitens: Wenn Lars Reckermann dieses Schreiben an die Kolleginnen und Kollegen schickte, dann tat er das – vielleicht mit zu spröden Worten – aber nicht, um ihnen das Maul zu verbieten. Die WAZisten haben den Redaktionsmitgliedern unverhohlen mit existenzbedrohenden Konsequenzen gedroht, die Gewerkschaftsjuristen haben ausdrücklich vor Zuwiderhandlungen gewarnt, weil das schlimme Folgen hätte haben können und sie wollten als Rechtskundige lieber alle Prüfungen abgeschlossen haben, bevor betroffene Redakteure im verständlichem Zorn unbedachte Zeilen veröffentlichen. Lars Reckermanns spröder Brief ist nichts anderes an ein Akt der Fürsorge gegenüber seine Kolleginnen und Kollegen.
    Vorschnelle Urteile sind ebenso scheiße, wie oberflächliche Recherchen.

  • #6
    Horst Delkus

    @5 „Vorschnelle Urteile sind ebenso scheiße, wie oberflächliche Recherchen.“ Rudi, wo du recht hast, hast du recht. Sorry, Lars.

  • #7
    Jutta Seidel

    @ Rudi Bernhardt

    erstens: Die Glosse stand in der WAZ Dortmund – weil die WR-Mitarbeiter so revolutionäre Zeilen nicht schreiben dürfen in ihren Blättern. Weil WR-Chefs wie Lars Hase Reckermann einer ist, dies per Dienstanweisungen untersagen.

    zweitens: Mir ist keine härtere existenzbedrohenden Konsequenz bekannt, als der Verlust des Arbeitsplatzes. Der ist aber schon extrem existensbedroht. Zum 1. Februar nämlich wird es den nicht mehr geben. Warum also sollen die Menschen vor Angst vor den BÖSEN WAZisten schlottern.

    @ Rudi Bernhardt,

    soll ich Ihnen mal meine Meinung sagen.

    Das ganze ist eine mehr oder weniger abgekartete Geschichte zwischen WR-Chefredaktion, der WAZ-Geschäftsführung und der SPD.

    Die Angestellten werden dort verkauft. Zumindest für dumm.

    Ihnen wird Angst eingejagt – von Funktionärsjuristen. Damit sie nicht kämpfen, wie man in einem Existenzkampf kämpft. Nämich so, dass die Gegenseite was spürt vom Kampf.

    Stattdessen tut die SPD so, als wäre sie überrascht worden – sie erklärt sie würde rechtliche Schritte prüfen. Obwohl sie am 27. Dezember von der Schließungsabsicht erfuhr.
    Warum hat die SPD dann nicht die Belegschaft, die Gewerkschaft, die WR-Chefredaktion informiert, bevor die Entscheidung zur Schließung verkündet worden ist? Weil dann Widerstand noch was gebracht hätte.
    Ich glaub das alles nicht. Der jetzige halbherzige Widerstand von Schatzmeisterin Hendricks ist doch nur Schaukampf. Was kann die schon tun? Richtig: Nix.

    Die Gewerkschaftsleute halten die Redakteure zurück, damit diese nicht ihre Abfindungen gefährden. Toll. Aber es gibt doch jede Menge Arten von Widerstand, die man durchziehen kann, wenn es um den eigenen Arsch geht. Warum unterstützt die Gewerkschaft nicht solche Aktionen. Massenhafte und andauernde Belehrungen, die den Betrieb verhindern? Oder einen echten Streik? Warum nicht? Ich weiß es nicht. Stattdessen werden die Schafe bis zum Schluss ruhig gehalten, bis der Bolzenschuss knallt.

    Die WR-Chefredaktion? Angeblich in Sorge um die Belegschaft. Haha. Wenn es denen ernst mit ihrer Sorge wäre, hätten die doch schon vor Wochen Widerstand organisieren müssen. Und zwar echten. Stattdessen auch hier. Alles ruhig halten. Lage entschärfen. „Aus übergeordnetem Interesse“ wird der Maulkorb verhängt.

    Demonstriert wird am SAMSTAG. AM SAMSTAG. Dem einzigen Tage, an dem keine Zeitung produziert wird. Die Demo am arbeitsfreien Tag in DORTMUND wird ganz sicher der Geschäftsführung in ESSEN weh tun.

    Das ist doch alles die Waschlappengesteuerte Simulation vom Arbeitskampf für blökende Schafe.

    Echt. Mir tun die armen Journalisten der WR leid, die nicht die Kraft haben sich aus der tödlichen Umarmung der Solidaritätsvirtuosen zu befreien und eigenverantwortlich um ihre Zukunft zu kämpfen.

    Als Tipp.

    So geht Arbeitskampf in echt.

    http://www.youtube.com/watch?v=88Hh_DqJA5k

    Den Kruppjungs hätte mal einer von den Chefs sagen sollen, nee, ihr gefährdet Eure Abfindung, wenn ihr jetzt die Rheinbrücke dicht macht.

  • #8
    Klaus Lohmann

    @#5 | Rudi Bernhardt: Dann war das, was vor 4 Jahren mit 300 Redakteuren im Konzern passierte und was in diesem Umfeld von den damaligen Mitarbeitern öffentlich in Zeitungen, TV- und Blogeinträgen an bösester Kritik und Sarkasmus verteilt wurde, anscheinend nur eine Fata Morgana. Oder der (Un-)Geist von Malte Hinz…

  • #9
    Jan W.

    Fit für die Zukunft: WAZ geht neue Wege.

    Wie heute in Essen bekannt wurde, wagt die WAZ-Mediengruppe nun einen gewaltigen Schritt nach vorne. An die Stelle der redaktionellen Inhalte tritt eine Zusammenstellung aus den RSS-Feeds der Bundesregierung und der im Bundestag vertretenen Parteien liefern eine ungefilterte und von Journalistenmeinungen unbeeinträchtigte Sicht auf das politische Berlin. Das RSS-News-Desk im indischen Bangalore bindet darüber hinaus auch anfangs 8 Verbände als Quellen ein, dieses attraktive Zusatzangebot soll innerhalb von 24 Monaten auf bis zu 15 derartige Feeds ausgebaut werden.
    Auch die Kultur kommt nicht zu kurz: die TuP in Essen liefert monatlich ihre Spielpläne, die Kulturbetriebe weiterer Kommunen sollen in den kommenden Monaten folgen.
    Im Lokalen setzt man auf Crowd-Journalism, hier setzen die Bürger, die Leser die Themen. Doch wo einst beim klassischen Leserbrief subjektive Auswahlkriterien entschieden, wer es in die Zeitung schafft, sorgt nur ein Zufallsgenerator für Vielfalt und Gerechtigkeit.
    Jenseits verkopfter Karikaturen wagt die WAZ-Mediengruppe nun eine Verjüngung der eigenen Humorkompetenz: DIN-A3-exklusiv werden nun die Witzeseiten von Wendy und Bussibär veröffentlicht.

    Wie aus dem Verlagshaus an der Essener Sachsenstr. verlautete, freut man sich, dem Leser durch die Zusammenstellung wertiger Inhalte nun ein innovatives Zeitungsprodukt des 21. Jahrhunderts präsentieren zu können.
    Selbstverständlich bleibt man den Druckerpressen treu, nur durch das Ausdrucken der Texte werde der Markenkern Zeitung gewahrt. Hier sehe man Abgrenzungspotential vom seelenlosen Online“journalismus“, der sich durch seine Inhaltsfixierung immer mehr vom Kulturgut Papier abwendet.

  • #10
    M. Reinold

    Lieber Lars,
    Alles was jetzt Politiker, Gewerkschafter ( auch ehemalige Gewerkschaftssekretäre sagen), ist alles nur Makulatur. Aus Erfahrung haben diese selben Personen bei der Schliessung von Hertie vor Jahrzehnten haargenau das Gleiche gesagt. Mit dem Erfolg der Entlassung von Hunderten von Mitarbeitern, schlauen populistischen Reden und heißer Luft.
    Verlasst Euch nicht auf Beschwichtigungen, die Entscheidung ist gefallen und Jeder ist auf sich Allein gestellt. Das ist die Realität!
    Michael

  • #11
    Theo Lingen

    Liebe Journalisten,

    wie konnte es soweit kommen, dass die Meinungsfreiheit abgeschafft wurde. Eine Gleichschaltung der lokalen Medien. Wer jetzt nichts ändert wird sich selbst zerstören. Zeigt „wirklichen“ Protest. Legt eure Arbeit nieder und verweigert euch. Ich wünsche mir eine blütenweiße Zeitung ohne einen einzigen Buchstaben, denn sie hat eine größere Aussagekraft als eine bedruckte WR.

    Käseblätter werden zu schnell ranzig.

  • #12
    Nix wie wech

    Larsi-Hasi und Abwicklungsmalte haben sicherlich in der Mittwochsausgabe ihres baldigen Monopol-Kooperationspartners in Unna die großformatige Stellenannonce gesehen: Willige Volos plus Redakteure gesucht. M.H´s Mission „möglichst-viele-WR-Leute-wieder-in-gute-Jobs-bringen“ kann vielversprechend anlaufen (am „gute“ sollte es nicht scheitern), da der HA ja vermutlich kaum in die Reviere seiner Verlagspartner einfallen will. Er braucht wohl willige Arbeitskräfte, die ab kommenden Freitag (noch eine Woche…) den untoten WR-Zombie zusammenstückeln.
    P.S. Wer´s noch nicht gesehen hat: Das Hinz-Interview mit Zapp (Mediathek NDR, Achtung 23 Minuten mit LÄNGEN) ist wirklich zum Fremdschämen. Die Krönung am Schluss: ein „spannendes Projekt“ (gemeint ist der Zombie).

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