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Wo geht’s hier bitte zur antideutschen Sexparty?

Im aktuellen ZEITmagazin ist ein sehr seltsamer Artikel erschienen. Der Text ist so boulevardesk und inhaltlich falsch, dass er nicht mal bei Vice Ruhrbarone durchgegangen wäre.

Schon mal was von den sogenannten Antideutschen gehört? Bestimmt. Es handelt sich dabei um eine Strömung der radikalen Linken, die sich zum Beispiel gegen verkürzte Kapitalismuskritik einsetzt und Partei für den Staat Israel als Zufluchtsort der Juden ergreift. So wenig es „die“ Antideutschen gibt, lässt sich doch feststellen, dass sie im großen und ganzen den undogmatischen Linken zuzurechnen sind und wahrscheinlich etwas mehr Bücher lesen (oder zumindest schreiben) als Vertreter anderer Strömungen. Darin geht es eigentlich eher selten um Israel, schließlich wurde das Thema in den vergangenen 40 Jahren gründlich abgefrühstückt und durch debattiert, wobei sich eine zumindest neutrale Haltung zum Thema in weiten Teilen der deutschen Linken etabliert hat. Publikationen von den Antideutschen zuzurechnenden Autoren erscheinen zum Beispiel beim Freiburger Verlag ça ira sowie in den Zeitschriften Sans Phrase, Jungle World, Bahamas oder auch Konkret und beschäftigen sich meist lustvoll-trocken mit sozialpsychologischen Themen und der Unmöglichkeit politischer Praxis. 

So weit, so langweilig. Aber Sie sollten mal lesen, was ZEIT-Autor Mohamed Amjahid aus der Materie gemacht hat! Nach einer (angeblich einjährigen!) Recherche fand er heraus: Antideutsche Sexpartys! Antideutsche Eat-Ins bei Mc Donalds! Und Antideutsche, die angeblich Sätze wie „Alle Araber gehören auf den Scheiterhaufen“ sagen.

„Sie kauen genüsslich auf labbrigen Burgern und formen mit dünnen Fritten das Victoryzeichen.“ Mohamed Amjahid

Die Antideutschen werden so genannt, weil sie die Wiedervereinigung und den sie umgebenden nationalistischen Taumel ablehnten. Soweit kommt Autor Mohamed Amjahid – Wikipedia sei Dank – noch mit. Aber schon bei seiner Behauptung, Antideutsche sähen in Israel das Gegenteil von Deutschland, handelt es sich natürlich um völligen Unsinn. Amjahid hat, das wird schnell deutlich, keine Publikationen aus dem antideutschen Spektrum gelesen, sondern vor allem in sozialen Netzwerken nachgeschaut – und ist im Zuge dessen so manchem ironisch-polemischem Internetquatsch in bereitwilliger Naivität auf den Leim gegangen. So recherchierte Amjahid, dass „antideutsche Studentengruppen, die es an den großen deutschen Universitäten gibt […] jeweils einige Hundert Mitglieder haben“. Stellen Sie sich mal vor es gäbe heutzutage noch IRGENDEINE Hochschulgruppe mit mehreren hundert Mitgliedern – schön wär’s! Offenbar begann und endete Amjahids einjährige Recherche bei den Like-Zahlen gewisser Facebook-Pages.

Wie Amjahid sich Antideutsche – dank seines heftigen Facebook-Konsums – vorstellt, erinnert an einen Trip aus Fear and Loathing: Tätowierte Teenager, die sich in Mc Donalds-Essen wälzen („eat-in“) und dabei rassistische Parolen grölen. Einen der vielen Vorträge oder Lesekreise der Szene, die irgendwo in Deutschland an jedem Wochenende stattfinden, hat er nicht besucht und da wundert es auch nicht mehr das er glaubt, Antideutsche duldeten keine Kritik an Israels Regierung. Stattdessen hat er in Berliner Darkrooms nach antideutschen „Sexpartys“ gesucht – gefunden hat er sie nicht (falls jemand mehr weiß bitte DM an den Autor).

Man kann sich lebhaft vorstellen mit welch diebischer Freude die befragten Antideutschen dem ZEIT-Autor derlei Geschichten aufgetischt haben. Vielleicht handelt es sich aber auch um den neuesten Scherz der Hallenser Gruppe „no tears for krauts“. Diese hatte vor Jahren einen Artikel über „das emanzipatorische und subversive Potential der Fernsehserie »Alf«“ in eine Leipziger Antifa-Zeitschrift geschmuggelt. Weniger spaßig ist, dass solcher Schmarrn in der Qualitätskontrolle der ZEIT nicht hängen bleibt. Übrigens, Herr Amjahid: „Am Israel Chai“ bedeutet keineswegs „Lang lebe Israel“, sondern „Das Volk Israel lebt“. So viel Zeit muss sein, wenn man schon ein ganzes Jahr recherchiert.

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27 Kommentare zu “Wo geht’s hier bitte zur antideutschen Sexparty?

  • #1
    MarkM

    Ich fand den ZEIT-Artikel sehr gelungen. Endlich wurden die pseudolinken Antideutschen mal im Mainstream entlarvt. Den Artikel hier kann man wohl unter "getroffene Hunde bellen" verbuchen.

  • #2
    Roman

    Antideutsche beschäftigen sich mit Sozialpsychologie? Wie denn, wo denn? Da wäre ich sehr interessiert!
    Ich habe nämlich bisher bei Texten aus dem antideutschen Spektrum nur Rezeptionen der Psychoanalyse herausgelesen (gerne Freud und Lacan) und jene Psychoanalyse ist ja nun weder redliche Psychologie, geschweige denn Sozialpsychologie als Teil letzterer.
    Aber wie gesagt, ich freue mich über Verweise auf antideutsche Rezeptionen wissenschaftlich sozialpsychologischer Literatur.

  • #3
  • #4
    abraxasrgb

    "Antideutsche sind Linke, die sich duschen" geniale Beobachtung im Zeit-Artikel 😉
    Da kann man doch nur schlußfolgern: Sauber recherchiert, oder?

  • #5
    Marcel

    Die Übersetzung von Am Israel Chai ist mir auch gleich sauer aufgestoßen. Das ist auch einzige was bei dem Text bei mir hängen geblieben ist.

  • #6
    thomas weigle

    Nee @Felix, nationalistischer Taumel( August 1914 oder 1938 am Wiener Heldenplatz)sieht anders aus. Ich fand den Beitritt und die Party am Reichstag durchaus dezent. Da hat der WM-Sieg 90 mehr Taumel verursacht, nach der ein gewisser Beckenbauer( (ist er gestorben? Hat ihn der Schlag getroffen? Man hört gar nix mehr von ihm) erklärte, dass unsere Nationalmannschaft durch den Beitritt der DDR-Fußballer auf Jahre unbesiegt sein werde.
    Im übrigen gab und gibt seit 1990s, erstmals seit 1648 auf deutschen Boden, keine politische Gruppierung von Einfluss, die eine Änderung der Grenzen fordert.

  • #7
    Gerd

    Normalerweise bin ich ja sehr proisraelisch eingestellt, aber hier finde ich, dass die Flagge fehl am Platz ist. Alle drei! 😉

    Was den Artikel der Zeit angeht. Der Autor stammt nicht zufällig aus einem Kulturkreis in dem u.a. Judenhass mit der Muttermilch aufgesogen wird?

  • #8
    Helmut Junge

    Vor 20 Jahren wäre es noch kein Vorwurf gewesen, eine Sexparty zu veranstalten. Ist das jetzt mittlerweile etwas verachtenswertes, oder sind die Leser der "Die Zeit" auf einem besonders strengen prüden Trip? Denn was immer der Autor für einen geistigen Background hat, schreibt er doch für ein bestimmtes Leserklientel.

  • #9
    Jo

    Danke. Es ist gut zu erfahren, dass es doch nicht soviele von den Spinnern gibt.

    Vorwurf?
    Das Sexparties etwas schlimmes sind, hat der Autor aber nicht geschrieben, es ist nur seltsam in dem politischen Kontext und wird im Artikel wohl eher erwähnt, um Berlinern Antideutschen eine gewisse Lethargie zuzuschreiben, die dann von den zitierten Leipzigern auch so empfunden wird.

    Wer aber die Sexparties so erwähnenswert findet, muss sich wohl ertappt fühlen.

    Im Artikel aber Judenhass zu lesen, zeigt dann aber schon pathologische Züge.

  • #10
    Anderer Max

    An Kommentator #1 kann man sehr schön erkennen, dass einige nur nach einer Bestätigung ihrer Vorurteile suchen.
    Ich habe als Jugendlicher u.A. Slime gehört und bei "Deutschland muss sterben!" mitgegröhlt.
    Bin ich jetzt Antideutscher?
    Ist man antideutsch, wenn man Kritik an unserer durchaus verbessernswerten Gesellschaft übt?

    Ich halte ja Nationalismus für antideutsch, weil dieser in weiten Teilen nicht mit unserem Grundgesetz vereinbar ist.
    Aber das nachzuvollziehen, beansprucht wahrschienlich schon zuviel Denkleistung, wenn man einfach nur seine Vorurteile bestätigt sehen will.

  • #11
    Sebastian Klein

    Gerd, wo war nochmal der Unterschied zwischen Ablehnung von/Vorurteile gg. Juden und Ablehnung von/Vorurteile gg. Muslime?

    Spannend zu sehen, dass du noch immer nicht begriffen hast, wie wenig Wert dein stolz am Revers getragener "Kampf gegen Antisemitismus" ist, wenn du ihn mit Sätzen wie

    "Der Autor stammt nicht zufällig aus einem Kulturkreis in dem u.a. Judenhass mit der Muttermilch aufgesogen wird?"

    schmückst.

    Da wird nämlich deutlich, dass du keineswegs gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ablehnst, sondern es dich nur stört, wenn der Hass Juden trifft. Diese Differenzierung ist nur leider völlig willkürlich. Du könntest genauso gut auch Antisemit sein.

    Traurig, dass deine Lehre aus dem dritten Reich lediglich die ist, dass man Juden(!) nicht verfolgen darf. Und traurig, dass du mit dieser fadenscheinigen Moral auch noch auf andere herab blickst.

  • #12
  • #13
    MarkM

    @#10 Ein Antideutscher ist man, wenn man ein nützlicher Idiot der Rechten ist und auf der Seite der Unterdrücker steht.

  • #14
    thomasweigle

    @ Sebastian Klein "Du könntest genau so gut Antisemit sein."Es ist rot, aber genau so gut könnte es grün sein. Oder habe ich Sie da falsch verstanden?

  • #15
    Anderer Max

    @13:
    Jau .. "Unterdrücker" … alles klar 😉

    Nicht vergessen, "die" wollen alle nur dir was böses…

    Wie war das noch:
    "Hinter jeder Verschwörungstheorie steckt eigentlich nur der Wunsch nach einem tieferen Sinn, nach einer Bedeutung. Oder einfach nur, dass irgendjemanden das interessiert, was du tust."

  • #16
    MarkM

    Ja klar verstehe, Unterdrückung gibt es für Antideutsche natürlich überhaupt nicht, Ausbeutung wahrscheinlich ebenso wenig. Das einzige Übel auf der Welt ist natürlich nur der Antisemitismus, und der lauert hinter jeder Ecke.

  • #17
    Felix

    Der Zeitartikel zeichnet nicht bloß eine Karikatur des Antideutschen. Aus dem eigenen Freundes- und Bekanntenkreis kann ich viele der geschilderten Begebenheiten problemlos bestätigen, eins zu eins. Ich habe mich sehr schlapp gelacht beim Lesen, und einige der Kommentare in diesem Forum bestätigen die meisten (Vor-?)urteile. Gerd zum Beispiel: "Was den Artikel der Zeit angeht. Der Autor stammt nicht zufällig aus einem Kulturkreis in dem u.a. Judenhass mit der Muttermilch aufgesogen wird?" Nach solch einem Hinweis kannst du dich eigentlich nur noch dadurch retten, dass du es im Nachhinein als ironische Bemerkung ausweist 🙂 Denn wogegen soll dieser Schmarn anreden? Etwa gegen die vorsichtig angedeudeute Verdächtigung des Zeitautoren, die antideutsche Szene sei vielleicht ein Sammelbecken für pathologischen Araber- und Muslimhasser? 🙂 wenn ja, war das ein Eigentor. Im Leitartikel fand sich unter anderem diese komische Schilderung:

    ""#FlüchtlingeWillkommen hat jemand auf einen Laternenmast gekritzelt. Antideutschland befand sich im Sommer 2015 im Auf und Ab der Gefühle. Denn Hunderttausende Menschen überwanden Grenzen und widersetzten sich der Staatsmacht – der deutschen Staatsmacht: sehr gut! Nicht so gut: Es waren viele Araber und Muslime. Dieser Sommer 2015 war so ganz anders als der Sommer 2014, als noch der Gazakrieg die Schlagzeilen dominierte und man sich an altbekannten Fronten bewegte. Plötzlich mussten sie sich in Connewitz mit Menschen arrangieren, die zu "befeindeten Nationen" gehören, die teilweise antizionistische und antisemitische Weltbilder mitbrachten. […] "Uns zur Problemlage so explizit zu äußern fällt uns schwer, da wir nicht in die rassistische Kerbe von AfD und CDU/CSU schlagen wollen", stand in einer hundertfach im Netz geteilten Mitteilung."

    Hmm, umgekehrt heißt das wohl also: Wir könnten ja was zur Flüchtlingsproblematik sagen, klingt aber zu sehr nach AfD, von denen wir uns abgrenzen wollen, und weil unsere eigene Analyse für dieae Abgrenzung nicht taugt, lassen wir es lieber ganz. Wenn man die Angst hat, verwechselt werden zu können, liegt das vermutlich daran, dass es viele Ähnlichkeiten gibt, ansonsten wäre diese Sorge doch unbegründet. … Oder kapiere ich da was nicht so ganz?

    Oder diese Schilderung: "Sie wollen einem Vortrag lauschen, in dem es darum geht, "wie Minderheiten (vor allem die Black-Lives-Matter-Bewegung) die USA und den Westen ruinieren". Als Reporter hat man keine Chance, seine Fragen loszuwerden. Weil ein Gespräch nicht zustande kommt: Bald tauchen ein Dutzend Antiimperialisten und Pro-Palästina-Aktivisten auf, um "Widerstand zu leisten". So wie auch Antideutsche liebend gern ihnen verhasste Veranstaltungen sprengen. Antiimps buhen, Antids buhen zurück. Der Vortrag endet im Tumult." 😂

    Solche Veranstaltungen sind doch nicht ausgedacht, sondern durch Flyer und Werbung dokumentiert. Außerdem sind die Referenten meist selbst im akademischen Mittelbau oder dem Nischenjournalismus unterwegs und können bereits einige Veröffentlichung zu genau solchen Themen vorweisen. Das ist doch nicht aus dem heiteren Himmel gegriffen. … Oder doch? War jmd bei dieser gestürmten Veranstaltung und kann was dazu sagen? Ein Gegenstatement vielleicht? Würde mich interessieren.

    Oder auch die Hinweise des Autors, dass linke Antiisraelis aus Israel von manchen Antideutschen als "Polittrolle" oder "Irre vom Zion" abgestempelt werden. Das kann doch nicht geleugnet werden. Das Bild des selbsthassenden Juden wird in dieser Szene doch andauernd bemüht. Ist das diese berühmte Ideologiekritik? 😀

    Oder das ganze antideutsche Lebensgefühl, sich einkleiden in die Fahnen Israels und der USA (und sei es nur ein dezenter Button am Revers), das Abfeuern von Bomber Harris bishin zu — das wird’s am ulkigsten — Konversion zum Judentum … das habe ich alles viel zu oft mit eigenen Augen gesehen, aus eigene Gesprächen erfahren, um es für ein aufgebauschten Strohmann zu halten.

    Der Artikel bemerkt gleichwohl, dass es nicht DIE Antideutschen gibt, sondern es sich vielmehr um ein breites Panoptikum handelt. Das ist richtig, und es gibt durchaus einige wenige rationale Grundgedanken, die sich in einigen Subströmumgen erhalten haben, z.B. der Vorbehalt gegen Nationalismus. Schief wird es, wenn einem dabei nur der deutsche und arabische Nationalismus auffällt. Ein vernünftiger Antinationalismus ist allgemein, objektiv und insofern unparteiisch, verabscheut den palästensischen nicht weniger als den israelischen, und richtet den Blick auch auf andere Weltgegenden, denn er kann einem an jeder Landesgrenze auffallen. Was aber daraus wird, wenn man solche einen vorgefassten Standpunkt zu Israel einnimmt, ist nur folgerichtig. Wenn man Israel verteidigt, dann auch mit allem drum und dran. Dass dieser Staat ein bürgerlicher ist, wird nicht mit Bestürzung kommentiert, sondern offen verteidigt: "gegen die Barberei", heißt es, was letztlich bloß eine inhaltlich leere Abstraktion ist, die nur die feindliche Stellung zum Ausdruck bringt. Diesen geistigen Spagat bekommen auch nur AntiDs hin: Eigentlich will ich Kommunismus, aber solange der nicht losgeht, verteidige ich die bürgerlichen Grundprinzipien Freiheit und Gleichheit, gegen die, die sie (angeblich) nicht wollen, wo Marx doch detailliert auseinanderklamüsert, dass gerade diese Prinzipien die Grundsäulen kapitalistischer Ausbeutung sind, ohne die geht — zumindest diese Sorte von — Ausbeutung doch gar nicht. So werden sie aus ihrer ursprünglich linken Gesinnung heraus Schritt für Schritt zu Apologeten bürgerlicher Herrschaft.

    Ein anderer Fehler theoretiacher Fehler der Antideutschen ist die Verharmlosung des Antisemitismus durch seine falsche Erklärung. Man jubelt dem Judenhass als Grund eine fehlerhafte Triebstruktur unter, untermauert das ganze mit Verweisen auf den deutschen Volkscharakter, was seinerseits nicht nur rassistisch anmutet, sondern tatsächlich rassistische ist. Die wahren Gründe, warum Juden angefeindet wurden, die politische Urteilsbildung der Fremdenhasser, ihre fehlerhafte Auffassung von dem, was ein Volk ist, und ihr Ideal von dem, was es zu sein habe, wird damit überhaupt nicht angetastet. Hier verpassen sie Gelegenheit, dagegen zu argumentieren, Nationalisten in ihrem Weltbild zu erschüttern.

    Die Feststellung, dass es verschiedene antideutsche Strömungen gibt, und es DIE Antiideutschen gar nicht gibt, ist eine Scheinverteidigung. Noch nie habe ich gesehen, dass sich diese angeblichen verschiedenen Strömungen gegeneinander aufstellen, sich rücksichtslos kritisieren, sich einander die theoretischen Fehler um die Ohren hauen und sich so klar voneinander abgrenzen, dass es für jeden Interessenten nachvollziehbar ist.

  • #18
    Moritz

    Die Entgegnung des Ruhrbarons Felix C. auf den Zeitartikel lässt sich zusammenkürzen auf: stimmt ja gar nicht, selber blöd! Das hat’s jetzt gebracht. Die Klärung, auf die alle gewartet haben. Gut, dass die Szene solch standhafte Verteidiger hat. Dagegen war der Kommentar vom anderen Felix deutlich erleuchtender.

  • #19
    Walter Stach

    "Anti-Deutsche"……………?!
    Nachdem ich so eben im ZEIT-Magazin den hier kommentierten Beitrag gelesen habe -ZEIT-Magazin, 16.3. 2017,S.31-S.39-, bin ich irritiert und verwirrt wie selten zu vor, nicht nur, aber auch wegen der in dem Beitrag gemachten Versuche, mir anhand der Begrifflichkeiten anti-imps und anti-ds etwas erklären zu wollen, was mir nach dem Lesen des Beitrages als gar nicht erklärbar erscheint, jedenfalls nicht gegenüber einem "jedermann" wir mir.

    Oder ist etwa das, was ich als irriterend und verwirrend empfunden habe, der gewollte "Markenkern" von "antids" und "anti-imps"?

    Das ist nur eine sog. rhetorische Frage, die keiner Antwort bedarf.
    weil ich mich nicht darum bemühen werde, den Wesenskern von "anti-ds" und "anti-imps", ihre Übereinstimmungen (?), ihre Gegensätzlichkeiten (?), ihre unterschiedlichen Positionierungen in Sachen Anti-semitismus, Anti-Zionismus, Anti-Theismus (?) näher zu ergründen.

    Dann und wann akzeptiere ich, mit für mich Unergründlichem und Unbegreiflichem zu leben.

  • #20
  • #21
    Walter Stach

    Stefan Laurin,
    habe ich so eben gemacht. Und jetzt………….??

    Es könnte ja sein, daß ich den Verstand verliere, wenn ich mich weiterhin bemühe, dem "Wesenskern" von anti-ds und anit-imps, ihren Übereinstimmungen , ihren Gegensätzlichkeiten, ihren unterschiedlichen Positionierungen in Sachen Antisemitismus pp. gedanklich näher kommen zu wollen. Ich werde es lassen.

  • #22
    thomasweigle

    Geht die Sexparty auch auf Tournee? Wenn ja, kommt sie auch nach OWL und kann man vorbestellen?

  • #23
    Gerd

    @#11:

    Es ist eine Tatsache, dass "gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" gegenüber Juden, Frauen, Schwulen und Christen unter Arabern/Moslems extrem verbreitet ist. Sicher gibt es auch Ausnahmen, aber angesichts des Artikels ist der Autor m.A. keine.

  • #24
    Klaus Lohmann

    @Gerd #23: Ah ja? Für europäische Länder gibt es die sog. "Heitmeyer-Studie" aus 2009 (http://library.fes.de/pdf-files/do/07905-20110311.pdf), für arabische Nationen gibt es….?? Sie helfen uns bestimmt mit Ihren "Tatsachen", oder?

  • #25
    Moritz

    @Gerd #23: aus welchem konkreten Satz aus dem Zeitartikel willst du denn bitte schön herausgedeutet haben, dass der Autor, so viel sachfremden Unsinn er vielleicht auch geschrieben haben mag, ein expliziter Judenhasser ist? denn das ist ein schwerer Vorwurf und nichts geringeres hast du behauptet. Du hast sogar noch mehr behauptet, nämlich den Vorwurf ausgeweitet, er sei überdies auch ein "Menschenfeind", nämlich explizit von Schwulen, Frauen und Christen (fraglich, warum dir letztere so sehr am Herzen liegen). Du hast aufgrund seines Nachnamens ihm einen Volkscharakter zugeschrieben (Araber), diese Zuschreibung mit feinen Attributen belegt (menschenfeindlich), um aus der auch nur wieder das übliche und sowieso vom Vornherein feststehende Urteil gezogen: antisemitisch, antifreiheitlich, und was du dir sonst noch dabei gedacht hast. Und das ist nicht rassistisch? 😀 An antisemitischen Stereotypen störst du dich so sehr, dass du sie gleich überall witterst. Aber wenn man solch einen Vorwurf gegen alles in Anschlag bringt, ihn inflationär benutzt, vernutzt man ihn, macht ihn wirkungslos und sich lächerlich. Denk da mal ein Weichen drüber nach.

  • #26
    Felix

    Der Gerd stammt ja nicht zufällig aus einem Kulturkreis, in dem u.a. der Antisemitismus-Vorwurf mit der Bahamasmilch aufgesogen wird?

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