Alkhatibs Drohung ist lächerlich

GWFF Preis Bestes Spielfilmdebüt 2026: Chronicles From the Siege von Abdallah Alkhatib – Regisseur Abdallah Alkhatib mit seinem Produzenten Taqiyeddine Issaad Foto: Alexander Janetzko / Berlinale 2026 Lizenz: Copyright

Und wieder ein Eklat bei der Berlinale. Als der palästinensisch-syrische Filmemacher Abdallah Alkhatib nach dem Erhalt des Preises der Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten (GWFF), Preis für das beste Spielfilmdebüt, für seinen Film Chronicles From the Siege mit Terrorlappen über der Schulter die Bühne betrat, warf er der Bundesregierung vor, Partner »des Völkermords im Gazastreifen« zu sein, und drohte: „Wir werden uns an jeden erinnern, der an unserer Seite stand, und wir werden uns an jeden erinnern, der gegen uns war.“ Die Reaktionen im Publikum waren gemischt, die von Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) die einzig richtige: Schneider stand auf und verließ den Raum. Er war das einzige Mitglied der Bundesregierung im Saal. Und die Drohung Alkhatibs? Sie erinnert an einen backenblasenden Zwerg. Mit was will er drohen? Deutschland zu verlassen, wo er seit 2019 wohnt? Und Tschüß! Dass ein irgendwann existierendes Palästina kein Geld aus Deutschland annehmen wird, denn dass es ohne Hilfe aus dem Ausland nicht überlebensfähig wäre, kann als sicher gelten? Das wird die Bundesrepublik überleben. Dass seine Filme nicht in Deutschland gezeigt werden? Sie schaut sich ohnehin kaum jemand an. Dass deutsche Filme nicht auf dem von ihm fantasierten zukünftigen „wunderbaren Filmfestival in Gaza“ gezeigt werden? Für die deutschen Filme, die dort gezeigt würden, würde sich in Deutschland niemand interessieren.

Ein kleiner Skandal, ausgelöst durch einen kleinen Filmemacher, mehr nicht.

Dir gefällt vielleicht auch:

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments
Älteste
Neueste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Werbung