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„Choreo“ – Fan-Kunst im Fußballstadion

Copyright: imago/Norbert Schmidt

Über Fußballfans, speziell auch über die sogenannten ‚Ultras‘, haben wir hier im Blog im Laufe der Jahre schon häufiger emotional diskutiert. Bewunderungswürdige ‚Stimmungsmacher‘, oder aber üble ‚Krawallschläger‘? Immer wieder wurde leidenschaftlich über die ‚Extreme‘ auf den Tribünen im Sport debattiert. Einigkeit konnten wir in diesen Fragen nie erzielen.

Heute zu dem Thema aber dann endlich auch einmal etwas unzweifelhaft Positives. Schauen wir uns einfach einmal einen frisch erschienenen Bildband an. Dieser zeigt uns allen was wir am Profifußball so sehr lieben. Also, neben dem dabei gebotenen Sport, der Unterhaltung auf dem grünen Rasen, natürlich.

Menschen-Bilder, also sorgsam gruppierte, farblich unterschiedlich gekleidete Personen, die sich zu einer Botschaft formen; multimediale Inszenierungen, Großprojektionen, Elemente zeitgenössischer Performancekunst.

Klingt das nach Museum? Nein, nicht unbedingt. Häufig begegnet einem das nämlich genau so in einem heimischen Fußballstadion.

Mit dem frisch erschienenen Bildband ‚Choreo‘ (aus dem Delius Klasing Verlag) stellt der Journalist Hendrik Buchheister ausführlich eine Spielart der modernen Kunst vor, die sich in den Stadien der Republik längst fest etabliert hat, in den Debatten über Fans und Ultras aber häufig etwas zu kurz zu geraten droht: Die teilweise extrem aufwändigen Choreographien der Fans in den Kurven. Weiterlesen

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„Die Universität ist eine säkulare Institution“

Uni-Hamburg Foto: Wikimedia Commons Lizenz: CC BY-SA 3.0

An vielen Hochschulen gab es bereits Ärger mit islamischen Fundamentalisten. Die Uni-Duisburg Essen hat den muslimischen Gebetsraum geschlossen und durch einen Raum der Stille für alle ersetzt. In Dortmund wurde ein solcher Raum der Stille geschlossen, weil Muslime versucht haben, ihn ihm Geschlechtertrennung durchzusetzen. Und wiederum in Essen kam es zu einem Konflikt über die Ausstellung einer Graphic Novel. Eine muslimische Studentin hatte aus wohl antiisraelischer Motivation ein Plakat gestört. Weiterlesen

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Der Ruhrpilot

Mitglieder des kalifornischen Charters mit typischen Lederkutten Foto: Lee Brimelow Lizenz: CC BY 2.0


NRW:
 „Ihr Alltag besteht aus Gewalt, Drogen und Zwangsprostitution“…Welt
NRW: Willkommen in der Verantwortung …Bild
Debatte: Komplizierte gute Laune…taz
Debatte: Die zweite CDU-Reihe macht gegen Merkel mobil…FAZ
Debatte: »Geiler Tag« für die Rechte…Jungle World
Debatte: „Recht auf Auswanderung, kein Recht auf Einwanderung“…Welt
Debatte: Die Angst des Establishments vor der Demokratie…Novo
Ruhrgebiet: Wirtschaftsklima weiter verbessert…KStA 
Bochum: Streetart-Künstler werten Hausfassaden auf…WAZ
Dortmund: G9 macht schlauer als G8…WAZ
Duisburg: Nach der Promotion soll es weitergehen…RP Online
Essen: Experten streiten über Sozialhilfe für Flüchtlinge…WAZ

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„Der Westen hat die Kurden hängengelassen“

Thomas von der Osten_Sacken Foto: Privat

Thomas von der Osten-Sacken, , Geschäftsführer der seit 25 Jahren im Nordirak tätigen Organisation Wadi – Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit  hat Mena-Watch ein Interview zur aktuellen Lage nach dem Einmarsch der irakischen Armee in die von den Kurden beanspruchte Stadt Kirkuk gegeben, dass wir freundlicherweise übernehmen dürfen.

Mena Watch: Was angesichts deren Übernahme von Kirkuk durch irakische Truppen und schiitische Milizen und auffällt, ist, wie rasant und vor allem auch wie – nicht nur für nahöstliche Verhältnisse – relativ unblutig dieser Vormarsch ausfällt. Wie sind diese Beobachtungen Deiner Meinung nach einzuschätzen?

Thomas von der Osten-Sacken: Natürlich ist es sehr schwierig nach 48 Stunden zu den entsprechenden Schlüssen zu kommen, aber es sieht inzwischen alles danach aus, dass es im Vorfeld Gespräche gegeben hat zwischen irakischer Zentralregierung, vermutlich auch Iranern und Vertretern der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) – also der Partei, die eher in Sulaymaniyah und Kirkuk die Kontrolle ausübt –, dass Kirkuk und diese Gebiete mehr oder weniger geräumt werden. Die USA sprechen jetzt in einem Statement von gestern sogar von der kontrollierten Übergabe, was ich für etwas euphemistisch halte, aber entgegen des ersten Weiterlesen

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Ungesund länger leben


Einer Statistik zufolge sind Länder, deren Bewohner wenig rauchen, trinken und wiegen, besonders gesund. Auf in den Kurort Kabul. Von unserem Gastautor Christoph Lövenich

Das ungesündeste Land auf diesem Planeten heißt Tschechien. Das gesündeste Afghanistan. Wer hätte das gedacht, bevor unlängst ein solches Ranking erschienen ist? Gemessen wurden drei Kriterien: Alkohol- und Tabakkonsum sowie Fettleibigkeitsrate. Je niedriger, desto gesünder soll es sein. Russland, Slowenien und andere slawische Länder machen den Großteil der Negativ-Top-Ten aus, vorbildlich hingegen sind hinter Afghanistan vor allem afrikanische Staaten wie etwa Malawi, Somalia und Eritrea. Wird an deren Wesen die Welt genesen?

Veröffentlicht wurde die Statistik auf einer wenig bedeutenden britischen Gesundheits-Website, die überwiegend Tipps zu Brustvergrößerungen, Fettabsaugungen und Nasen-OPs bereithält. Nachdem aber diverse Medien, auch in Deutschland, die Meldung aufgegriffen haben, stieg die Popularität der Website (im Alexa-Ranking) sprunghaft an. Als Anlass für dieses Ranking dienten die aktuellen Schritte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei der Bekämpfung nicht-übertragbarer Krankheiten (z.B. Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen). Weiterlesen

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Der Ruhrpilot


Debatte:
 Bloß keine sozialdemokratische Konsenssause…Welt
Debatte: Das muss Jamaika erst einmal knacken…Zeit
Debatte: Lindner zeigt sich als Stratege…Post von Horn
NRW: Türkei setzt Rocker der „Osmanen Germania“ gegen Gegner ein…General Anzeiger
NRW: Laschet kritisiert Glasers Kandidatur als Bundestagsvize…RP Online
Debatte: Jetzt hilft nur Radikalität…taz
Debatte: Religion ist nicht das Leben selbst…NZZ
Debatte: Marx hat nie vom Paradies geträumt…FAZ
Ruhrgebiet: „Unsägliche Kulturpolitik“ – Herholz verlässt Literaturbüro…WAZ
Bochum: Gedenken an die Reichspogromnacht…Bo Alternativ
Bochum: Eigenwillige Performance in der Zeche Eins sucht nach neuen Wegen…WAZ
Dortmund: Prozess gegen Sergej W. beginnt womöglich erst 2018…WAZ
Duisburg: Zweifel an überdurchschnittlicher Leistung…RP Online
Essen: Wechselstimmung wie nie im Stadtrat..:WAZ
Essen: Bis 2030 fehlen 9000 Wohnungen…WAZ

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„Dealer“ sind Händler

Ein Polizeieinsatz in der Dortmunder Nordstadt sorgt für große Diskussionen. Dieser Einsatz gegen einen Messerstecher war notwendig. Die Besucher des Nordpol ahnten nicht, dass es um eine schwere Straftat ging. Sie dachten, die Polizei würde, wie so oft, die schwarzen Jungs an der Straßenecke schikanieren. Immer wieder geht die Polizei dort gegen tatsächliche und vermeintliche Dealer vor. Mit einer Entkriminalisierung von sogenannten Betäubungsmitteln wäre es wohl nie zu der Auseinandersetzung gekommen.

Es ist Alltag in der Dortmunder Nordstadt. An der Münsterstraße, im Keuningpark, am Borsigplatz stehen junge Männer rum und bieten ihre Waren an. Viele handeln mit Cannabis, manche auch mit „härteren“ Drogen. Viele der Männer sind als Asylsuchende nach Deutschland gekommen. Ihre Perspektiven auf dem regulären Arbeitsmarkt sind miserabel. Mit dem Verkauf von Drogen bessern sie ihr Einkommen mehr schlecht als recht auf. Da Cannabis und Co. illegal sind, gehören auch Polizeiaktionen gegen den Handel zum Nordstadt – Alltag. Kleine Kontrollen gibt es ständig und alle drei, vier Wochen rücken Hundertschaften im Stadtteil ein, kontrollieren schwarze Männer und wühlen durch Gebüsche, auf der Suche nach ein paar Gramm Gras. Die Razzien bringen nicht viel, die Händler sind klug, tragen ihre Ware nicht am Körper und selbst wenn, wird niemand wegen einem Tütchen Mariuhana eingesperrt. Das ist ein Kreislauf, den es in der Nordstadt und an vielen anderen Orten in Deutschland, wie dem Ebertplatz in Köln oder der Hafenstraße in Hamburg, schon seit Jahren gibt.

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