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Alle Macht den Maschinen?

Roboter – gemeinfrei

Auf eine Veränderbarkeit der Welt zu setzen, würde lediglich erlauben, auf eine Möglichkeit zu wetten, die es konzeptionell ohnehin gibt. Nicht eine Möglichkeit ist empirisch entscheidend, sondern der Beginn einer Umorientierung. Dieser Beginn fiele jedoch äußerst schwer, weil er jenseits von Routinen und Gewohntem läge. Als Motivation könnte helfen: wenn die „Schiete bis zum Hals steht“ (Gerhard Roth). Speziell in Deutschland hatte dies nicht einmal der Nationalsozialismus gesellschaftlich bewirkt. In diesem Kontext kann eventuell begreiflich werden, weshalb intelligente Maschinen äußerst wenig von Menschen halten. Weiterlesen

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Letzter Vorhang für die Ritournelle in der Bochumer Jahrhunderthalle

ruhrtriennale-wasserturmDie Ritournelle ist uns bei der Ruhrtriennale ans Herz gewachsen. Leider endet dieses tolle Format für elektronisch geprägte Musik aller Facetten in diesem Jahr mit seiner dritten Auflage.

Um so mehr ein Grund, sich Samstag Abend  ein weiteres Mal auf dem Gelände der Jahrhunderthalle in Bochum für die große Festivalnacht einzufinden.

Auf vier verschiedenen Bühnen gibt es ab 18 Uhr elektronische Sounds.
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Die MLPD – ein mehr als dubioser Partner

Ob gegen Sozialabbau oder die AfD – bei vielen Protesten ist die MLPD als Unterstützer dabei. „Doch eine Partei, die im „Internationalistischen Bündnis“ mit einer Terrororganisation wie der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) kooperiert, darf kein Partner für Demokraten sein.“

So ganz habe ich nie verstanden, warum Sozialdemokraten, Grüne, Gewerkschaften, antiautoritären Linke, Kirchen und Gewerkschaften Gruppen die MLPD und andere autoritäre Sekten bei Bündnissen mitmachen lassen. Es ist ja nicht so, dass die MLPD viel zu bieten hätte: Nach Verfassungsschutzangaben 1800 Mitglieder und die Verehrung von Massenmördern wie Stalin und Mao sind nun wirklich keine Gründe, mit einer Partei zu kooperieren. Der einzige der von diesen Kooperationen profitiert ist die MLPD: Sie benötigt sie, um das Bild aufrecht zu erhalten, sie sei ein anerkannter Teil politischer Bewegungen, ein geschätzter Partner im Kampf gegen Rechts oder Sozialabbau. Das sie das nicht ist, sondern einfach nur eine Politiksekte, mit einer widerwärtigen autoritären Ideologie, ist eigentlich jedem klar.

Sicher, niemand nimmt Organisationen wie die MLPD ernst: Sie sind nicht nur Mitliederschwach, sondern bei Wahlen mit Ergebnissen von 0,1 Prozent notorisch erfolglos und auch zu Debatten innerhalb der Linken haben sie soviel beizutragen wie der Zeugen Jehovas zu theologischen Disputen.

Die Trägerorganisationen des Internationalistischen Bündnisses Bild: Screenshot

Aber seitdem die MLPD als der Teil des Internationalistischen Bündnis gemeinsam mit der PFLP  erst bei den Landtagswahlen in NRW und am 24. September auch an der Bundestagswahl teilnahm und teilnimmt, sollte klar sein, dass diese Partei ernst genommen werden muss. Nicht wegen ihrer Ideologie, nicht wegen ihrer Mitgliedern oder ihren im wichtigtuerischen Ton geschrieben Flugblättern, sondern wegen ihres Bündnisses mit der Terrororganisation PFLP, der Volksfront zur Befreiung Palästinas. Die PFLP verübt Anschläge in Israel und kooperiert mit der Hamas. Darüber habe ich einen Artikel geschrieben, der heute in der Jüdischen Allgemeinen veröffentlich wurde. Wer mit der PFLP ein Bündnis eingeht, kann kein Partner für Demokraten sein. Es gibt für die Zusammenarbeit mit der MLPD weder eine Entschuldigung noch eine Rechtfertigung.

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Der Ruhrpilot

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) Foto: Olaf Kosinsky Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE


NRW:
 Minister will Regeln für Heilpraktiker verschärfen…RP Online
NRW: Land in Krupp-Stiftung ohne Stimme…RP Online
NRW: Minister warnt vor erfundenem Brief zu Flüchtlingskriminalität…KStA
Debatte: AfD und Linke im Zwielicht der russischen Agenda…t-online
Debatte: Youtube sperrt dieses islamkritische Video weil Islamist protestierte…Bild
Debatte: Bei ARD und ZDF gilt – ein Gehirn wäscht das andere…Welt
Debatte: In Putins Diensten…FAZ
Debatte: Schröders nicht so private Angelegenheit…NZZ
Dortmund: Das Spirit kehrt zurück – Disko macht wieder auf…Ruhr Nachrichten
Dortmund: Angeklagter bestreitet Attentats-Absichten…KStA
Duisburg: Heimat finden im Schilderdschungel…RP Online 
Essen: Das Abwasser bleibt teuer…WAZ

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The Promise – Die Erinnerung bleibt

Szene aus The Promise Bild: PR


Der Genozid an den Armeniern kommt in die deutschen Kinos. Von unserem Gastautor Ilias Uyar.

Erstmals kommt mit „The Promise – Die Erinnerung bleibt“ ein hochkarätiger Hollywood-Film über den Völkermord an den Armeniern weltweit auf die großen Kinoleinwände.

Am Donnerstag, den 17. August 2017, startet The Promise – Die Erinnerung bleibt“ bundesweit auch in hier in den Kinos. Dass der Film kein gewöhnlicher Hollywood-Streifen ist, liegt an vielen kleinen Besonderheiten. Regie führte Terry George. Terry kennt sich mit der filmischen Auseinandersetzung von Völkermorden bestens aus. Sein Drama „Hotel Ruanda“ zum Genozid der Hutu an der Tutsi-Minderheit war für den Oscar nominiert.

Besetzt wurde der Film mit der Crème de la Crème der Filmbranche: Golden-Globe-Gewinner Oscar Isaac, César-Nominee Charlotte Le Bon und Oscar-Preisträger Christian Bale. „Zu meinem eigenen Erschrecken wusste ich gar nichts über diesen Völkermord. Und war dann noch Weiterlesen

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Jo Conrad verurteilt

Glaubt an alles, außer an die Deutsche Weltkriegsschuld: Jo Conrad
(Foto: Thomas X)

Nach dem Honigmann (Knast), Ernst Zündel (Tod), Ryke Geerd Hamer (Tod trotz Wunderheilerei) und den Netzfrauen (Stress wegen Urheberrechtsverstößen und wegen Weltungerechtigkeit) hat es nun Jo Conrad erwischt. Es vermeldet der Niederrheiner.

Johannes „Jo“ Conrad (59), einer der bekanntesten Verschwörungstheoretiker Deutschlands, wurde gestern vom Amtsgericht Wittmund (Niedersachsen) in einem Strafprozess wegen Entziehung eines Minderjährigen zu eine Geldstrafe von 70 Tagessätze a 60 Euro verurteilt.

Ebenso verurteilt wurde eine 55-jährige Frau, die ein halbes Jahr Haft ohne Bewährung erhielt. Es ging bei der Angelegenheit um einen damals 12-jährigen Jungen, der gerichtlich unter die Obhut des Jugendamtes gestellt wurde. Die Angeklagten, die dem Reichsbürger/Verschwörungstheoretiker-Milieu zuzurechnen sind, waren der Meinung, das Jugendamt würde nicht zum Besten des Kindes handeln, sondern andere Interessen verfolgen.

Obwohl beide Personen juristische Laien sind, haben sie anscheinend ihre Verteidigung selber organisiert und sich auf Formfehler wie vermeintlich falsche oder fehlende Ortsangaben und Adressen berufen, sowie auf einen angeblichen „rechtfertigenden Notstand“, der es geboten hätte, dem Kind Asyl vor dem Jugendamt zu gewähren.

 

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Der reaktionäre Reinheitskult

Protest gegen Essen Foto: Mareike Lambertz Lizenz: CC BY 3.0


Die Angst, vom Kapitalismus vergiftet zu werden, ist das Gegenteil von progressiv. Von unserem Gastautor Kolja Zydatiss.

Im Satirefilm „Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben“ (1964) spielt der geisteskranke Jack D. Ripper eine Hauptrolle. Der US-Air-Force-General ist von der Wahnvorstellung getrieben, dass die Russen die Fluoridierung des Trinkwassers nutzen, um die „kostbaren Körpersäfte“ der Amerikaner zu zersetzen. Er kapert eine Luftwaffenbasis und befiehlt einen Atomschlag gegen die Sowjetunion, der den Dritten Weltkrieg auslöst.

An General Ripper und seine Körpersäfte musste ich bei den gesellschaftlichen Debatten der letzten Wochen oft denken. Anscheinend sind auch unsere Körper einem nie endenden Strom verunreinigender, gefährlicher Substanzen ausgesetzt. Zuerst ging es um Schadstoffe (vor allem Stickoxid) durch den Autoverkehr, denen zehntausende Tote zugeschrieben wurden. Zu diesem Schrecken gesellen sich seit einigen Tagen sogenannte „Gifteier“, die mit dem Insektizid Fipronil verunreinigt sind. Weiterlesen

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Zukünftiger Verzicht auf Kollektivstrafen – DFB geht auf Ultras zu

Die Südtribüne beim Heimspiel gegen RB Leipzig. Foto: Alexander Mühl

Seit Monaten wurde intensiv und emotional über den Sinn bzw. Unsinn von Kollektivstrafen diskutiert. Nicht erst seit der kompletten Sperrung der Südtribüne im Stadion von Borussia Dortmund nach den beschämenden Vorgängen im Spiel gegen RB Leipzig.

Zuletzt drohte die Debatte zu eskalieren, waren nicht nur in fast allen Stadien der Reepublik Anti-DFB-Sprechchöre zu hören, so wurde auch über eine ‚Kriegserklärung‘ vieler Ultras gegen den DFB berichtet.

Dies hat den DFB offenbar beeindruckt. Heute veröffentlichte der Verband eine Erklärung, worin Präsident Grindel ankündigt in Zukunft auf die umstrittenen Kollektivstrafen verzichten zu wollen. Weiterlesen

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