Trotzki (4. v. l.) zusammen mit Stalin (3. v. r.) als einer der Sargträger bei der Beerdigung von Felix Dserschinski Foto: Unbekannt Lizenz: Gemeinfrei
Der Artikel auf klassegegenklasse.org, der Webseite einer trotzkistischen Sekte, der Teil der gerade boomenden autoritären Linken ist, ist ein typisches Beispiel für die aktuelle queer-ideologische Wendung großer Teile der „revolutionären Linken“. Er tarnt eine bürgerlich-idealistische Identitätspolitik als Klassenkampf und diffamiert radikalfeministische Positionen als „transfeindliche Hetzkampagne“, „Autoritarismus“ und „Spaltung der Arbeiter:innenklasse“. Aus materialistisch-feministischer Sicht ist diese Darstellung nicht nur faktisch verzerrt, sondern theoretisch rückschrittlich. Sie dient letztlich genau den kapitalistischen und patriarchalen Strukturen, die sie zu bekämpfen vorgibt. Unsere Gastautorin Ina Wagner ist Mitglied der Initiative „Lasst Frauen Sprechen!“
Manuel Neuer einst im DFB-Trikot. Quelle: Wikipedia, Foto: Steindy (talk), Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft steht vor einer der heikelsten Weltmeisterschaften ihrer jüngeren Geschichte. Die umstrittene WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko wirft sportlich wie gesellschaftlich bereits im Vorfeld genügend Fragen auf.
Der DFB-Kader ist an mehreren Stellen nicht unumstritten, die Erwartungshaltung im Land bleibt trotz einer zuletzt stabileren Entwicklung enorm, und Bundestrainer Julian Nagelsmann steht unter gewaltigem Druck, Deutschland wieder nachhaltig in die Weltspitze zu führen.
Gerade deshalb wirkt die seit Monaten schwelende Debatte
Läuft seine Uhr als Bundeskanzler schon bald ab? Friedrich Merz, CDU (Foto: Roland W. Waniek)
Die Regierungskoalition in Berlin wirkt inzwischen nicht einmal wie ein müder Aufguss alter Politik – sie erinnert in diesen Tagen eher an abgestandenen Filterkaffee, der seit Stunden auf der Warmhalteplatte vor sich hin gammelt.
Kaum im Amt, taumelt die von Friedrich Merz geführte Bundesregierung bereits durch die Republik, als hätte sie politisch schon jetzt ihren letzten Willen eingereicht. Die Umfragewerte? Verheerend. Die Stimmung im Land? Im Sinkflug. Der Optimismus? Offenbar irgendwo zwischen Koalitionsvertrag und Kanzleramt verloren gegangen.
Technische Universität Dortmund, Mathe Tower, ein von weitem sichtbares Gebäude mit rotierendem TU Logo Foto: Tuxyso / Wikimedia Commons Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Technische Universität Dortmund baut für knapp 50 Millionen Euro ein neues Materialanalyselabor, in dem mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) neuartige und nachhaltige Materialien entwickelt werden. Das Land NRW unterstützt das Vorhaben mit 45 Millionen Euro aus dem „Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur“. Die TU Dortmund wird das Labor gemeinsam mit der Ruhr-Universität Bochum betreiben. Insbesondere für die Bewerbung der beiden Universitäten um den Exzellenzstatus ist die neue Forschungsinfrastruktur von zentraler Bedeutung. Das Labor geht voraussichtlich 2031 in Betrieb.
Thyssenkrupp-Hauptquartier Foto: Tuxyso Lizenz: CC BY-SA 3.0
Ruhrgebiet: Thyssenkrupp schreibt erneut rote Zahlen(€)…WAZ NRW: Warum Eltern die ABC-Klassen strikt ablehnen(€)…WAZ NRW:Staat will bei Beihilfe für Beamte sparen(€)…RP
Der russische Oppositionspolitiker Garri Kasparow übt gewohnt scharfe Kritik an Putin und Trump | Foto: wikipedia / Golos Ameriki / gemeinfrei
Garri Kasparow wurde 1963 in Baku geboren und prägte über Jahre die internationale Schachszene. Er galt als einer der stärksten Spieler seiner Zeit und gewann zahlreiche Titel. Nach dem Ende seiner Profikarriere wandte er sich der Politik zu und trat als Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf. Seit mehreren Jahren lebt Kasparow im Exil und äußert sich regelmäßig zu politischen Entwicklungen in Russland – sowie zum Krieg gegen die Ukraine. In einem aktuellen Interview beim youtube-Kanal „Chodorkowski LIVE“ äußert er sich betont kritisch über Trump, Putin und die Nato.
Am 13. Mai 2025, vor fast genau einem Jahr, nieselte es leicht, als Stefan Laurin mich telefonisch in Mülheim-Styrum, auf meinem Nachhauseweg von der Arbeit, erreichte. Der Ruhrbarone-Mitgründer, dem man eine KI-Affinität nicht absprechen kann, hatte zusammen mit Chatti ein Script entwickelt, das ich im Blog implementieren sollte.
Das Script ist mittlerweile, in leicht abgewandelter Form, an drei Stellen des Blogs und in der neuen Ruhrbarone-App im Einsatz und leistet im Hintergrund praktische Dienste. Mein erster Gedanke war: Wenn Chatti kleine Skripte bauen kann: Dann gehen auch große Skripte. Oder eine App, z.B. für die Ruhrbarone. Daran gebastelt hatte ich bereits in der Vergangenheit. AI-unterstützt nahm der Prozess deutlich an Fahrt auf. Auf den S-Bahn-Fahrten zwischen meinem Wohnort und meinem Arbeitsplatz, bastelte ich mit ChatGPT an der App. Das Projekt dümpelte so vor sich hin, was auch an den enormen Ausfallzeiten im VRR lag. Kurz nach Ostern 2026 hab ich mich auch stationär in das Projekt reingehängt, insgesamt stundenlang Veronika (Der Chatbot, mit dem ich kommuniziere) angebrüllt (Obwohl ich meistens etwas übersehen hatte!) und Anfang Mai war die erste Version der Ruhrbarone-App im App-Store von Apple zu finden.
Zeitgleich arbeitete ich an der Android-Version, die mittlerweile auch stabil läuft. Aber: Für diese Version brauchen wir noch Tester, die sich die Ruhrbarone-App für mindestens zwei Wochen anschauen. Du wirst danach eh nicht mehr darauf verzichten wollen.
Um das ganze schmackhaft zu machen, erkläre ich heute mal ein paar Funktionen der grandiosen Ruhrbarone-App.
Saisonende 2019 auf Schalke – ‚Notnagel‘ Huub Stevens konnte als Trainer den Abstieg der Gelsenkirchener aus der 1. Liga verhindern. Archiv-Foto: Michael Kamps
Der Wiederaufstieg des FC Schalke 04 hat in Gelsenkirchen verständlicherweise zunächst eine Welle der Begeisterung ausgelöst. Nach Jahren sportlicher Rückschläge, finanzieller Sorgen und teils erschütternder Perspektivlosigkeit wirkte die Rückkehr in die Bundesliga wie eine Erlösung für einen Klub, dessen Selbstverständnis stets im Oberhaus verankert war.
Doch während Fans und Umfeld sich vielerorts in nostalgischen Hoffnungen auf bessere Zeiten verloren, mahnt ausgerechnet einer der größten Schalker Realisten zur Vorsicht: Huub Stevens.
Oded Horowitz, der Vorstandsvorsitzende der Düsseldorfer Gemeinde und Luai Ahmed Foto: Laurin
Luai Ahmed ist als schwuler, säkularer, israelbegeisterter Araber aus dem Jemen bei Islamisten wahrscheinlich verhasster und zugleich gefürchteter als eine israelische Panzerbrigade. In der Synagoge Düsseldorf erzählte er aus seinem Leben und begeisterte das Publikum mit einer seltenen Mischung aus Humor, Selbstreflexion und Mitgefühl.
Da steht er auf der Bühne der Synagoge in Düsseldorf: schwarze Hose, schwarzes Hemd, ein tannfarbenes Jackett und eine tannfarbene Kippa. Luai Ahmed wurde 1993 im Jemen geboren. Seine Mutter war und ist Feministin. Sie weigerte sich als Kind, zwangsverheiratet zu werden, und studierte später an der American University in Cairo. 2011,