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Ruhrtriennale-Demonstration: „Wer den BDS unterstützt, schürt Judenhass“

Malca Goldstein-Wolf Foto: Privat


Wenn am Samstag Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp zur Diskussion darüber lädt, wie differenziert man doch mit dem  Thema Antisemitismus umgehen sollte, wird es erstmals in der Geschichte des Festivals eine Demonstration geben. Die Kölnerin Malca Goldstein-Wolf hat sie angemeldet und ist von der Resonanz positiv überrascht.

Ruhrbarone: Frau Goldstein-Wolf, warum haben Sie für den Samstag eine Demonstration angemeldet?

Malca Goldstein-Wolf:  Der Gedanke, dass auf der Ruhrtriennale den Judenhassern vom antisemitischen BDS mit öffentlichen Geldern eine Bühne geboten werden soll, ist für mich unerträglich. Da die Politik bis dato nur verbal reagiert, aber keine personellen Konsequenzen zieht und Stefanie Carp immer noch im Amt ist, muss ein deutliches Zeichen gesetzt werden. So nicht! Weiterlesen

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Der Ruhrpilot

Der Dorstfelder Hannibal wurde geräumt Foto: Ralf Hüls Lizenz: CC BY-SA 2.0 DE


Dortmund: 
Neue Pläne fürs Hannibal-Hochhaus…Bild
NRW: Land  will Lehrer flexibler einsetzen…RP Online
NRW: Das Land will den Ausbau der Windenergie bremsen…Welt
Debatte: Warum in Mitteleuropa die Demokratie verblasst…Welt
Debatte: Harmonie wird überschätzt…FAZ
Debatte: Schützt Theatersäle und Popkultur!…taz
Debatte: Aufstehen – Angriff auf den Liberalismus…FAZ
Debatte: SPD und FDP fordern Chancen für gut integrierte Asylbewerber…FAZ
Debatte: „Auftstehen“ ist nur eine linke Version der AfD…Volksverpetzer
Debatte:
 Europäische Führungsmacht Deutschland – ein Luftschloss…NZZ
Ruhrgebiet: Unternehmer fordern Steuerpakt…RP Online
Ruhrgebiet: „Kumpel Anton“ mit „verdorbenem Deutsch“…Kress
Ruhrtriennale: Kunst als Kampfmittel für Antisemitismus…Stuttgarter Zeitung
Ruhrtriennale:
„Wir müssen laut und wehrhaft sein“…Jüdische Allgemeine
Ruhrtriennale: Eine unscharfe Formulierung und ihre Folgen…DLF
Bochum: Neun von 21 Brunnen sind in Bochum kaputt…WAZ
Dortmund: Soko Rechts bekämpft Dortmunds Neonazi-Szene mit Erfolg…WAZ
Dortmund: Phillip Boa ist  süchtig nach Konzerten…WAZ
Dortmund: Leinen los zum Hafenspaziergang!…Nordstadtblogger
Duisburg: Am 15. August 1993 war bei Krupp in Rheinhausen Schluss…WAZ
Duisburg: Beton-Kunstboote am Vinckekanal in Ruhrort verblassen…WAZ
Essen: Modellstadt mit Bussen im Fünf-Minuten-Takt…WAZ
Essen: Turock Open Air setzt auf lokale Bands…WAZ

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Ruhrtriennale: Hezarfen Ensemble verklärt in Absage Türkei zum Schmelztiegel verschiedenster Kulturen

Homepage des Hezarfen Ensemble Screenshot: Ruhrbarone

Das Istanbuler „Hezarfen Ensemble“ hat seinen für Mittwoch im Rahmen der Ruhrtriennale im Maschinenhaus Essen geplanten Auftritt kurzfristig abgesagt. Dort wollte das „Hezarfen Ensemble“ das Projekt „Music of Displacement“ aufführen. In einer auf der Homepage der Gruppe veröffentlichten Stellungnahme wird ein Artikel aus der „Welt am Sonntag“ genannt, ohne sich auf den Inhalt zu beziehen. In dem Artikel,  in dem es um das Verhalten von Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp und ihren Umgang mit der antisemitischen BDS-Kampagne ging, wurde auch auf das „Hezarfen Ensemble“ eingegangen. Der Kölner Schriftsteller Dogan Akhanli kritisierte die Gruppe. Im  Weiterlesen

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Der Ruhrpilot

Sebastian Hartman. Vorsitzender der SPD in NRW


NRW: 
„Wir konzentrieren uns auf Rot pur und blicken nach vorne“…Welt
NRW: Frauen verdienen knapp fünf Prozent weniger als Männer…KStA
NRW: Rechte wollen marschieren…Kölnische Rundschau
Debatte: Hört endlich auf, uns zu bevormunden!…Welt
Debatte: Was für eine Mauer?…FAZ
Debatte: So funktioniert die neue kulturelle Apartheid…NZZ
Debatte: Mehr Markt, aber richtig!…Welt
Debatte: Im Umgang mit Migranten pragmatischer und realistischer werden…NZZ
Debatte: Ein Thermomix aus Surrealismus und Kapitalismus…Jungle World
Debatte:
Kann man als Nicht-Weißer rassistisch sein?…Cicero
Ruhrgebiet: Thyssen-Krupp versinkt im Führungschaos…Handelsblatt
Ruhrgebiet: 
Laschet bittet Gladbeck-Opfer um Vergebung…Spiegel
Ruhrgebiet: Krach im Studierendenwerk Essen-Duisburg…WAZ
Bochum: Einreisesperre für Sami A gilt wohl nicht…taz 
Bochum: Gesprühtes Mahnmal für ermordete NSU-Opfer…WAZ
Dortmund: Jugendliche treten Wachmann zusammen…Bild
Dortmund: Weißes Pulver in Brief – Polizeiwache geräumt…WAZ
Dortmund: Thyssenkrupp plant neue Anlage…Bild
Duisburg: Neuer Pilgerweg beginnt in Duisburg mit Kunst…WAZ 
Essen: Ratsherr Gabriel plant eine neue Klagerunde…WAZ
Essen: Streik am Uniklinikum  – Viele Patienten beschweren sich…WAZ

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Cartoons ohne Bilder #14


Ein Mann ist im Begriff eine völlig vollgepinkelte Toilette zu verlassen. Flecken auch an seiner Hose und den Schuhen. Sein Blick fällt auf ein Schild: Toilette bitte sauber hinterlassen
Gedankenblase: „Ach so! Verdammt …“

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Berliner Mauer: Politische Bildungslücke bei der Adenauer-Stiftung

Bei der Konrad-Adenauer-Stiftung weiß man Bescheid. Die Berliner Mauer war eine Grenze wie andere auch.

Zum Jahrestag des Baus der Berliner Mauer erfindet die CDU-nahe Parteistiftung einen Zusammenhang zwischen der Berliner Mauer und anderen Grenzanlagen z.b. der israelischen Schutzmauer gegen Terrorangriffe aus dem Westjordanland.

In einem Facebook-Posting schreibt die Stiftung:

Vor 57 Jahren begannen die Arbeiten am Mauerbau in #Berlin. Seit dem Mauerfall 1989 sind etwa 50 neue Mauern und Sperranlagen weltweit entstanden. Eine Auswahl (von links oben nach rechts unten): Melilla (Spanien/Marokko), Westbank (Palästinensergebiet/Israel), Indien/Bangladesch, USA/Mexiko, Saudi-Arabien/Jemen, Marokko/Westsahara

Der Post der KAS ist geschichtsvergessen und niederträchtig.

Geschichtsvergessen ist er, denn die erwähnten seit 1989 entstandenen Mauern sind höchst unterschiedlich und auch unterschiedlich zu bewerten.

Aber sie haben alle eines gemeinsam – sie dienen dazu, den Grenzübertritt von außen zu erschweren. Die Motive und die Methoden dabei sind häufig auch kritisch zu sehen. Aber was die Berliner Mauer so erinnerungswürdig macht, das unterscheidet sie sehr deutlich von diesen anderen Mauern: Sie diente dazu, die eigene Bevölkerung systematisch einzusperren.

Ganz besonders niederträchtig ist es von der Adenauer-Stiftung, die israelische Schutzmauer gegen Terror ausgerechnet in diesem Zusammenhang zu thematisieren. Während die Berliner Mauer ein Herrschaftsinstrument gegen die DDR-Bürger war, dient die israelische Mauer dem Schutz der eigenen Zivilbevölkerung.

Man sollte erwarten, dass gerade bei der Unions-nahen KAS dieser Unterschied noch am besten verstanden wird.

Fehlanzeige. Die dummdreiste moralische Äquivalenz, mit der hier Verschiedenes assoziiert wird, könnte auch von einem Linksjugend-Kreisverband kommen.

Partei-Stiftungen schmücken sich gerne mit ihrem politischen Bildungsauftrag. Aber wie dieses verunglückte Facebook-Posting zeigt, fehlt es schon bei den Mitarbeitern für Öffentlichkeitsarbeit an den absoluten Grundlagen.

Update: Inzwischen wurde der Facebook-Post abgeändert. Die Stiftung erklärt.

Wir haben uns entschlossen, die ursprünglich hier gezeigte Bildcollage zu entfernen, um weiteren Missverständnissen vorzubeugen.
Und: Wir möchten noch einmal betonen, dass unsere tägliche Arbeit zeigt, dass wir konsequent gegen Geschichtsvergessenheit eintreten und das Unrecht der SED-Diktatur stets klar benennen.

Es ist rätselhaft, welche „weiteren“ Missverständnisse gemeint sein könnten. Das einzige Missverständnis bestand im Glauben, die Collage sei dem Anlass angemessen.

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Claudia Neumann im Fokus: Das ZDF produziert einen ‚Shitstorm‘ beim DFB-Supercup

Claudia Neumann. Foto: Copyright: ZDF/Peter Kneffel

So langsam nimmt das Fußballgeschehen nach der Weltmeisterschaft von Russland auch hierzulande wieder Fahrt auf. Gestern stand bereits der DFB-Supercup auf dem Programm. Beim traditionellen Kräftemessen zwischen dem Deutschen Meister Bayern München und dem Pokalsieger Eintracht Frankfurt, sportlich am Ende mit 5:0 für die Münchener eine überaus klare Sache, wurde der erste Titel der noch so jungen Saison vergeben.

Ein wirklich würdiger Rahmen die Fußballlust im Lande neu zu wecken. Sollte man meinen. Doch wenn die Kommentatorin im ZDF Claudia Neumann heißt, dann überlagert die emotionale Debatte rund um die Leistungen der Kommentatorin gerne mal die über die sportlichen Darbietungen auf dem Rasen. So dann auch gestern. Weiterlesen

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Kreative Zerstörung statt Nachhaltigkeit

Hippie Foto: Eikkazii Lizenz: CC BY-SA 4.0


Deutschland gibt sich gerne innovativ. Mit echtem Fortschritt haben Energie-, Verkehrs- und Agrarwende jedoch wenig zu tun. Von unserem Gastautor Thilo Spahl

Gesellschaftlicher, technologischer und wirtschaftlicher Fortschritt hängen eng zusammen. Je umfassender die Naturbeherrschung durch Technik, je produktiver die Wirtschaft, desto besser das Leben der Menschen. Unser Wohlstand ist auf Fortschritt und Wachstum angewiesen. Aber der Motor läuft schon ziemlich lange nicht mehr rund.

„In Europa grassiert eine chronische Wachstumsmüdigkeit. Nach dem Nachkriegsboom hat das Wirtschaftswachstum in den Industrieländern seit 1960 stetig abgenommen. Im Euro-Raum kaschiert die EZB mit immer neuen Hilfspaketen ein Problem, das sie mit ihrem billigen Geld eigentlich kaum beeinflussen kann – die schwächelnde Produktivität der Weiterlesen

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