Mehr Vertrag, weniger Klarheit: Warum Schlotterbecks Verlängerung beim BVB kein echtes Signal ist

Das leere Stadion in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt

Die heute erfolgte Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck bei Borussia Dortmund wirkt auf den ersten Blick wie ein Erfolg für alle Beteiligten. Ein Leistungsträger bleibt langfristig gebunden, der Klub gewinnt Planungssicherheit und vermeidet ein finanzielles Risiko. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich: Diese Einigung ist weder ein klares Bekenntnis des Spielers zum BVB noch eine Lösung, die die Fans wirklich zufriedenstellen dürfte.

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„Rechts, links, in der Mitte?“ – Eine Frage des Standpunktes

Bild: Buchcover Kohlhammer-Verlag

Zwölf unterschiedliche Autoren, deren Lebensläufe sich spannend wie ein Roman lesen, werden von den Herausgebern Ulli Kulke und Reinhard Mohr in dem gerade erschienen Sammelband „Wenn das Denken die Richtung ändert. Warum wir nicht mehr links sind“ vorgestellt. Was verbindet sie und welche Konsequenzen ziehen sie aus den aktuellen gesellschaftspolitischen Diskussionen?

Am Anfang steht die Klärung der Begriffe. Was ist „rechts“, was ist „links“? Um dies definieren zu können, braucht es einen Bezugspunkt, von dem aus diese Zuordnung möglich ist. Und hier wird es schwierig. Was gestern noch in der Mitte verortet wurde, gilt heute als „rechts“, schlimmstenfalls als „rechtsextrem“, gerne auch mal als „umstritten“. Menschen in dieses Raster einzufügen, dessen Koordinaten mit Maßstäben gemessen werden, die in ihrer Bewertung heute gänzlich andere sind, als noch vor zehn, zwanzig Jahren, wird in diversen Medien inzwischen mit geradezu missionarischen Eifer betrieben.

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Die meisten Deutschen halten Klimaneutralität bis 2045 für unrealistisch

Klimademonstration 2019 Foto: Laurin

Die Deutschen stehen mehrheitlich hinter dem Ziel, bis 2045 klimaneutral zu werden, halten die Umsetzbarkeit aber für unrealistisch. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen. 96 Prozent der befragten Bürger glauben nicht daran, dass das gesetzlich vorgeschriebene Ziel rechtzeitig erreicht wird. Fast zwei Drittel der Menschen rechnen damit, dass

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Das unsichtbare Band, das Demokratie leben und die Energiewende verbindet

Wurden von „Demokratie leben“ offenbar nicht erreicht: Folkwang-Studenten auf einer Demonstration in Münster am 7. Oktober 2025 Foto: Laurin


Seit 2014 gibt es das Förderprogramm „Demokratie leben“. Seine Erfolglosigkeit verbindet es mit der Energiewende. Um den Fortbestand beider wird verbissen gekämpft.

Großer Jubel bei der Linken auf X: Nach einer repräsentativen Studie „Jugend in Deutschland 2026“ wäre die Partei, die einst als SED 40 Jahre lang die Menschen in Ostdeutschland unterdrückte und heute mit antisemitischen Parolen dunkle Herzen und trübe Hirne

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Antisemitismus und Gewalt: Die Rückkehr der autoritären Kadergruppen

Anti-Israel-Demo am 7.10.2024 in Essen Foto (Symbolbild): Roland W. Waniek


In Deutschland sind in den vergangenen Jahren neue kommunistische Jugendgruppen entstanden, die sich betont kämpferisch, diszipliniert und revolutionär inszenieren. Namen wie „Young Struggle“ oder „Rote Jugend Deutschland“ stehen für eine Szene, die ästhetisch und ideologisch an stalinistische und maoistische Traditionen anknüpft – und damit an ein Politikverständnis, das mit demokratischer Aushandlung wenig zu tun hat.

Eine aktuelle Handreichung des Projekts „MAAP – Monitoring und Analyse antisemitischer Protestdynamiken“ beschreibt diese Gruppen als klar hierarchisch organisiert, mit einem ausgeprägten Kaderprinzip und einem autoritären Selbstverständnis. Ziel sei es, gezielt junge Menschen anzusprechen, sich überregional zu

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Entscheidende Parlamentswahlen in Ungarn

Viktor Orbán Foto: European Union Lizenz: Copyright


Am 12. April 2026 findet eine scheinbar unwichtige Parlamentswahl in einem mittelgroßen EU-Land mit nur zehn Millionen Einwohnern statt. In Ungarn. Der Ausgang dieser Wahl ist nicht nur für das Land, sondern auch für die EU von außerordentlicher Wichtigkeit. Für Ungarn geht es um nichts Geringeres als die Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit, der Medienfreiheit und um die Eindämmung der Kleptokratie. Für die EU um die Wiedererlangung der Handlungsfähigkeit und nicht zuletzt auch der Glaubwürdigkeit.

Seit Jahren betreibt der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán eine Obstruktionspolitik innerhalb der EU, blockiert Beschlüsse und Sanktionen. Es kommt zu langwierigen Verhandlungen und zu unwürdigem Geschachere. Orbáns Zustimmung wird oft erst durch die Teilfreigabe der eingefrorenen EU-Gelder für Ungarn

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