Düsseldorfs schwarzes Jahr 2026: Der Soundtrack einer Stadt verstummt

Foto: Robin Patzwaldt

Es gibt Nachrichten, die weit über den Moment hinaus wirken. Meldungen, die sich wie ein Schatten über eine ganze Stadt legen. Für Düsseldorf dürfte 2026 genau ein solches Jahr werden.

Als kürzlich bekannt wurde, dass die Toten Hosen ihr letztes Album veröffentlichen und anschließend auf Abschiedstournee gehen werden, endete damit nicht nur ein bedeutendes Kapitel deutscher Musikgeschichte. Es bröckelte zugleich eines der wichtigsten kulturellen Fundamente der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt.

Fast noch bitterer mutet an, was sich heute auf dem Rasen abspielte. Fortuna Düsseldorf, jener Verein, der wie kein anderer mit den Toten Hosen verbunden ist, vollendete am letzten Spieltag der Zweitligasaison 2025/26 das sportliche Desaster.

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Erstklassige Fußballparty auf Schalke!

Schalke erhält am Saisonende 2025/26 die ‚Radkappe‘. Foto(s): Michael Kamps

Eine gigantische Fußballparty war heute auch in Gelsenkirchen angesagt. Doch im Gegensatz zum MSV Duisburg, der sein Saisonfinale am Samstag in Liga 3 höchstdramatisch in den Sand setzte, weil er schlicht mit dem immensen Druck nicht klar kam, hatte der FC Schalke 04 sich seines Drucks in Liga 2 praktischer Weise schon vor einem denkbaren großen Showdown am letzten Spieltag der Saison 2025/26 entledigt. Dementsprechend endete die Veranstaltung im Gegensatz zu der am Vortag auch nicht in Schockstarre.

So war das Geschehen auf dem Rasen in der Arena in Gelsenkirchen am Sonntagnachmittag aus Sicht der Schalker über den kompletten Tag hinweg beinahe nebensächlich. Hier stand die riesige Party auf den Rängen im Mittelpunkt, die auch nach Spielende anhielt. Und die war sprichwörtlich erstklassig.

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Wikipedias Propagandaproblematik: Wenn „Neutralität“ zur Herrschaftstechnik wird

Wikipedia Logo Bild: ersion 1 by Nohat (concept by Paullusmagnus); Wikimedia Lizenz: CC BY-SA 3.0

Wikipedia gibt sich den Anschein des großen demokratischen Wissensspeichers: offen, kollaborativ, transparent, neutral. Und im Idealfall ist genau das auch ihre Stärke. Das Problem beginnt dort, wo diese Neutralität nicht mehr als Ziel verstanden wird, sondern als rhetorischer Schutzschild für bereits festgelegte Narrative.

Denn Wikipedia funktioniert nicht schlicht nach dem Prinzip: Was ist wahr?
Wikipedia funktioniert nach dem Prinzip: Was gilt innerhalb dieses Systems als belegbar, relevant und konsensfähig?

Das ist ein gewaltiger Unterschied.

Wikipedia verlangt offiziell, dass Artikel keine Seite ergreifen, sondern Positionen fair und ohne redaktionelle Verzerrung darstellen. Ebenso verlangt Wikipedia

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Den Zeugen Gretas ist die Wissenschaft egal

Greta Thunberg Foto: Kushal Das Lizenz: CC BY-SA 4.0

Der Weltklimarat hat offiziell das schlimmste Klimaszenario zurückgezogen. Auch Horrorszenario Nummer zwei gilt inzwischen als unwahrscheinlich. Doch anstatt sich zu entspannen und die Klimapolitik anzupassen, werden die Zeugen Gretas freiwillig keinen Millimeter von ihrem Kurs abweichen.

Das Modell RCP8.5 war das Doomsday-Szenario der Klimaforschung: Bis Ende des Jahrhunderts würde die Durchschnittstemperatur um fast fünf Grad ansteigen. In weiten Teilen des Planeten würde menschliches Leben unmöglich sein, Milliarden Klimaflüchtlinge würden sich auf den Weg gen Norden machen und allein in Deutschland Schäden

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Wenn der Fußball endgültig zur politischen Kulisse verkommt

Bundeskanzler Friedrich Merz, CDU (Foto: Roland W. Waniek)

Die umstrittene Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko hat noch nicht einmal begonnen, da offenbart sich bereits ein Ausmaß an politischer Instrumentalisierung, das selbst für deutsche Verhältnisse bemerkenswert erscheint.

Dass nebenan bei der WAZ ernsthaft darüber diskutiert wird, ob Bundeskanzler Friedrich Merz von einem erfolgreichen Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft profitieren könnte, zeigt vor allem eines: Wie verzweifelt Politik und mediale Begleitmusik inzwischen offenbar nach symbolischen Rettungsankern suchen.

Anstatt sich mit realen politischen Problemen wie wirtschaftlicher Stagnation, sozialer Unsicherheit oder wachsender Unzufriedenheit auseinanderzusetzen

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Der Tag, an dem der MSV der Stadt Duisburg zumindest für ein paar Stunden neues Leben einhauchte

Endlich mal wieder was los in Duisburg. Foto(s): privat

Die große Duisburger Hoffnung auf eine Rückkehr auf eine größere Bühne zerplatzte an diesem Samstagmittag auf brutalste Weise – und das ausgerechnet in einem Moment, als die Rückkehr in höhere Fußballsphären zum Greifen nah erschien.

Der MSV Duisburg hatte sich über Monate hinweg in eine Position gearbeitet, in der der Traum von der lange ersehnten Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga endlich Realität werden konnte. Es brauchte nur noch einen Heimsieg und zumindest die Relegation wäre dem MSV nicht mehr zu nehmen gewesen. Gegen die Viktoria aus Köln, für die es in diesem Spiel schon um nichts mehr ging, sollte das doch doch wohl möglich sein. Die Stadt war elektrisiert, die Menschen euphorisiert, die Straßen rund um das frühere ‚Wedaustadion‘ überfüllt mit Hoffnung, Bierdunst und blau-weißer Leidenschaft. Duisburg lebte. Zumindest für ein paar Stunden.

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Voodoo Jürgens live in Dortmund

Datum und Uhrzeit: 17.05.2026 um 20:00 Uhr

Veranstalter: Junkyard

Ort: Dortmund

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Der BVB zwischen Talentfabrik und Titelanspruch

Das Stadion des BVB in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt

Borussia Dortmund steht einmal mehr an einem strategischen Wendepunkt. Mit Ole Book übernimmt ein neuer Sportdirektor Verantwortung in einer Phase, in der der Klub seinen sportlichen Kompass über Jahre hinweg zunehmend aus den Augen verloren hat.

Einst war der BVB unter Jürgen Klopp und später auch unter Thomas Tuchel der ernsthafteste Herausforderer des FC Bayern, ein Klub mit klarer sportlicher Vision, mutigem Fußball und echter Titelambition. Heute wirkt Dortmund deutlich stärker wie ein Ausbildungsverein mit angeschlossener Champions-League-Hoffnung als wie ein echter Meisterschaftskandidat.

Die vergangenen Jahre mit den Kaderplanern Michael Zorc und Sebastian Kehl waren

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100.000 Euro Steuergeld für eine Bakterien-Demokratie

Das Bakterien Parlament Bild: ChatGPT


Der Bundesregierung fehlt das Geld an allen Ecken und Enden: Marode Schulen und Brücken, zu wenig Kita-Plätze, Renten- und Gesundheitssystem nicht mehr finanzierbar. Aber zur Unterstützung obskurer NGOs ist noch immer genügend Geld da. Neuestes Beispiel: Ein gemeinnütziger Verein, der dafür kämpft, dass auch Spinnen, Schaben, Viren, Grünalgen und sogar Wolken demokratische Rechte bekommen, erhält mehr als 100.000 Euro Steuergeld.

Manche Dinge sind so irre, dass es einem fast schwer fällt, sie aufzuschreiben. Die Bundeszentrale für politische Bildung, seit mehr als 25 Jahren fest in der Hand der SPD und mit der Förderung zweifelhafter Projekte immer mal wieder in den Schlagzeilen, finanzierte mit mehr als 100.000 Euro den Verein „Organismendemokratie/organisms

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