
Wer die Debatten der letzten zehn bis fünfzehn Jahre verfolgt hat, wird von der im Titel formulierten These zunächst wenig überrascht sein. Die Nähe zwischen bestimmten Formen von Identitätspolitik, kultureller Aneignung und ethnopluralistischen Denkfiguren wurde bereits mehrfach diskutiert. Benjamin Zachariah greift diese Debatte jedoch nicht auf, um sie historisch einzuordnen oder zu differenzieren, sondern um sie radikal zuzuspitzen.
Solche Debatten hatten vor gut zehn Jahren Hochkonjunktur; teilweise finden sie in sich für linksprogressiv haltenden Bubbles weiterhin statt, in der Öffentlichkeit ist das Interesse dagegen zurückgegangen. In solchen Milieus würde man Benjamin Zachariah vielleicht vorwerfen, er wäre ein Token, der nachtritt und an der „weißen Dividende“ teilhaben will, um sich beleidigt selbst zu






