AfD und BSW: Einig über Russland. Verstimmt über die Presse.

Der Moskauer Kreml hinter der Bolschoi-Kamenny-Brücke an der Moskwa.
Der Kreml in Moskau (Archivfoto: Eden87; Bearbeitung: OsvátA / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.)

Für die Verständigung mit Russland finden AfD und BSW leicht gemeinsame Worte. Bei der Presse wird es anspruchsvoller. Nach ihrem Berliner Podium steht eine Forderung Claudia Wittigs im Raum: Medien, die nicht ordentlich informierten, sollten zur Rechenschaft gezogen werden, berichtet die Berliner Zeitung. Der Veranstalter widerspricht inzwischen der WELT. Die Annäherung funktioniert. Ihre öffentliche Bewertung bleibt umstritten.

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Wie sich die politische Mitte neu erfinden könnte

Ratlos angesichts der blauten Gefahr: Kanzler Merz und seine Vize Klingbeil. Foto: Lars Klingbeil/Insta

Die AfD ist in Teilen rechtsextremistisch, die Linke in Teilen antisemitisch. Verboten ist keine von beiden. Bei der Linken wurde ein solches Verbot von den anderen Parteien bislang nicht einmal ernsthaft erwogen. Beide gehören seit Jahren zum politischen Spektrum der Bundesrepublik, die schon immer Parteien an ihren Rändern kannte. Neu ist allerdings die Dimension ihres Erfolgs: In Berlin und Sachsen-Anhalt sind sie inzwischen so stark, dass sie zu entscheidenden Kräften bei der Regierungsbildung werden können.

Man kann das politisch verdammen und für die AfD gleich die Wiederkehr von 1933 beschwören. Man kann sich aber auch die unbequemere Frage stellen: Warum gewinnen beide Parteien seit Jahren Wähler aus ganz

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NAZA in Duisburg: Was war eigentlich am 10. November?

Stolperstein für Ludwig Windmann am Duisburger Sonnenwall.
Der Stolperstein für Ludwig Windmann am Duisburger Sonnenwall. (Foto: Harald Malte Schwarz / Wikimedia Commons, CC0 1.0.)

Das Duisburger Filmforum streicht „NAZA“ am 9. November. Am 8. und 10. November bleibt der Film im Programm – ohne Einführung oder moderiertes Gespräch.

Die Jüdische Gemeinde der Nachbarstadt Düsseldorf fordert, unabhängig von der Vorführung in Duisburg, eine kritische Einordnung des Films. Der aktuelle Spielplan nennt Sonntag (8. November 2026) um 20.15 Uhr und Dienstag um 20.30 (10. November 2026) Uhr als Aufführungstermine.

Auch der 10. November gehört zur Duisburger Pogromgeschichte. Daran erinnert am Sonnenwall in Duisburg der Stolperstein für Ludwig Windmann.

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Berlin 1986 – Ein Blick zurück, der dankbarer macht

Zu Besuch in Berlin im Herbst 1986. Foto: Robin Patzwaldt

Manchmal braucht es nur einen kleinen Gedanken-Anstoß, um die Dinge im Leben wieder etwas menschlicher, vielleicht auch milder einzuschätzen. Einen solchen Moment bescherte mir heute ausgerechnet Facebook. Die Plattform erinnerte mich daran, dass ich vor genau 40 Jahren mit meiner Schulklasse vom Gymnasium für eine Woche in Berlin war. Eine Reise, die mir bis heute in Erinnerung geblieben ist. Und deren Bedeutung mir an diesem Morgen wieder einmal besonders bewusst wurde.

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Der Ruhrpilot

Manuel Frondel Foto: ven Lorenz/RWI Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0


NRW:
Kohleausstieg 2030 – Ökonomen fürchten  Stromknappheit in NRW…KStA
NRW: IT.NRW-Präsident rechnet mit Ministerin Scharrenbach ab…Welt
NRW: Beauftragte für Kinderrechte stellt sich hinter Jugendproteste(€)...RP

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NAZA in Duisburg: Das Filmforum hat den 9. November übersehen

Das Filmforum am Dellplatz in Duisburg
Das Duisburger Filmforum am Dellplatz, 2018. Foto: Peter Ansmann

Im Duisburger Rathaus war der 9. November lange genug bekannt, um eine Gedenkfeier und einen Schweigemarsch zu organisieren. Ein paar Straßen weiter, im städtischen Filmforum, stand für denselben Abend „NAZA“ im Programm. Den Zusammenhang mit dem Jahrestag der Novemberpogrome habe man bei der Planung übersehen, schreibt Geschäftsführer Michael Beckmann auf unsere Presseanfrage. Er selbst habe die Vorstellung abgesagt.

Der Termin habe sich aus dem Ende der Filmwoche ergeben. Als dem Haus die Bedeutung des Datums aufgefallen sei, habe er die Vorführung gestrichen, so Beckmann. Seine Begründung verdient den Wortlaut. Er habe die Entscheidung „aus Rücksicht auf möglicherweise verletzte, persönliche Empfindungen getroffen“. Wann genau er sie traf, schreibt er nicht. Am späten Abend des 3. November hatten wir im ersten Beitrag bereits vermerkt, dass der Montag aus dem Spielplan verschwunden war. Sonntag, der 8. November um 20.15 Uhr, und Dienstag, der 10. November um 20.30 Uhr, bleiben.

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Rot-Grün-Rot in Berlin: Der Widerspruch trifft sich gegenüber.

Das Rote Rathaus in Berlin mit Uhrturm und Berliner Flagge im Schnee
Das Rote Rathaus in Berlin. Zur Kundgebung am Samstag ruft das Bündnis auf die andere Straßenseite. (Archivfoto: Peter Ansmann)

Sollten SPD und Grüne den offenen Brief vom Oktober verlegt haben, sind die Absender am Samstag leicht zu finden. Das Bündnis gegen Antisemitismus Berlin ruft für den 7. November von 15 bis 17 Uhr zu einer Kundgebung am U-Bahnhof Rotes Rathaus auf. Gegenüber steht das Haus, in dem Elif Eralp regieren möchte. Der Wunsch an die beiden Parteien, die ihr dazu verhelfen könnten, passt in zwei Wörter. Lasst es.

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Wann werden die Pumpen im Ruhrgebiet abgestellt?

Deiche an der Emscher Foto: Foto: Ilias Abawi/EGLV

Große Teile des Ruhrgebiets würden im Wasser versinken, wenn nicht mehr als 500 Pumpen rund um die Uhr Wasser in die Emscher und in die Lippe befördern würden. Doch wie lange sollen diese Pumpen laufen?

„Die ist über 50 Jahre alt und läuft immer noch“, sagt Carsten Meybohm und zeigt von der Galerie des Pumpwerks hinab auf eine hellgrün gestrichene große Pumpe gut zehn Meter unter ihm. Der grüne Riese ist nur eine von zehn Maschinen, die das Wasser der Boye und ihrer Nebenbäche in die nur wenige hundert Meter südlich fließende Emscher pumpen. Die Boye ist ein kleiner Fluss. Gerade 13 Kilometer

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