Russische Bots: Der Ausfall ist sichtbar. Die Propaganda-Pause nicht.

Roboter mit russischer Flagge auf der Stirn und Hammer und Sichel an der Schulter vor dunklen Serverreihen.
Russischer Bot vor Serverreihen: KI-generiertes Symbolbild der Ruhrbarone

Ukrainische Drohnenangriffe haben Yandex-Rechenzentren beschädigt und wichtige Dienste gestört, wie der SPIEGEL am 11. Oktober 2026 berichtet. Dass dadurch russische Propaganda-Accounts oder AfD-Unterstützernetzwerke verstummten, ist mit den vorliegenden Daten nicht belegt.

Wir haben die Behauptungen und unsere eigene Bot-Statistik geprüft.

Die Nachricht klingt nach einer bemerkenswerten Nebenwirkung: Rechenzentrum getroffen, Maschinen verstummt, das Internet bekommt eine Atempause. Golem berichtete am 12. Oktober 2026 unter Verweis auf Tom’s Hardware und Cloudflare über einen starken Rückgang des Bot-Traffics aus dem Yandex-Netzwerk nach Drohnenangriffen.

Ein Suchmaschinen-Bot liest Webseiten, um sie für eine Suchmaschine auffindbar zu machen. Ein automatisierter Propaganda-Account veröffentlicht oder verstärkt dagegen politische Botschaften. Beides wird „Bot“ genannt. Die Cloudflare-Auswertung für das Yandex-Netzwerk zählt automatisierte Webanfragen; die politische Funktion der dahinterstehenden Programme lässt sich daraus nicht ablesen. Ein Bot ist nicht automatisch im Auftrag des verdammten Kreml unterwegs.

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Der Schlächter von La Cabaña. (K)ein Nachruf.

Oder: Warum der Mythos Che Guevara auf den Müllhaufen der Geschichte gehört

Heute, am 9. Oktober, feiert die Linke wieder einen ihrer liebsten Mythen. Am Todestag des argentinischen Arztsohns Ernesto Guevara de la Serna wird in Parteizentralen, linken Postillen und den einschlägigen Social-Media-Blasen andächtig Revolutionsfolklore aufgewärmt.

Kaum ein Konterfei prangt bis heute so ungeniert auf T-Shirts, Arsch-Tattoos, Kaffeetassen und in WG-Zimmern wie das des Mannes, den die Welt nur als „Che“ kennt. Der verträumte Blick in die Ferne, Baskenmütze mit Stern – Alberto Kordas Foto hat einen rücksichtslosen Ideologen in eine weltweite Pop-Ikone verwandelt. Für saturierte Wohlstandsbürger und Alt-68er gilt er noch immer als heroischer Rebell gegen das „imperialistische Establishment“.

Zeit, die Legende abzuräumen. Hinter dem Abziehbild steckt kein edler Freiheitsheld, sondern das reale Gesicht eines totalitären Fanatikers: ein Exekutor, ein ökonomischer Blindflieger und ein militärischer Versager.

Bild: Wie ungebrochen der Kitsch bis heute gepflegt wird, beweisen die alljährlichen Gedenk-Posts, wie z.B. vom LINKE MdB Sören Pellmann (Screenshot Facebook).

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Physik-Nobelpreis 2026: Dortmunder Forscher erklärt die Neutrinojagd im ewigen Eis

Planetarium Bochum Foto: Frank Vincentz Lizenz: CC BY-SA 3.0

Der Physik-Nobelpreis 2026 geht an Francis Halzen, den Chefwissenschaftler des internationalen IceCube-Forschungsprojekts. An dem Projekt sind auch die Ruhr-Universität Bochum und die Technische Universität Dortmund beteiligt. Am Mittwoch, 14. Oktober, erklärt der Dortmunder Physiker Christian Glaser im Bochumer Planetarium, wie Wissenschaftler im ewigen Eis nach geheimnisvollen Botschaften aus dem Universum suchen.

Neutrinos gehören zu den rätselhaftesten Teilchen des Universums. Sie durchqueren nahezu ungehindert den Weltraum und können Informationen aus Regionen liefern, die mit herkömmlichen Teleskopen kaum zu beobachten sind. Besonders energiereiche Neutrinos geben den Forschern Hinweise auf Schwarze Löcher,

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Kommunismus ist die Perversion der Aufklärung. Faschismus die Antithese zur Aufklärung.

Der Irrtum vom „linken“ Hitler: Warum Alice Weidels Geschichtsverdrehung auch manche Bürgerliche in die Falle lockt

Wenn die AfD-Parteivorsitzende Alice Weidel im X-Talk mit Elon Musk oder auf Pressekonferenzen verkündet, Adolf Hitler sei eigentlich ein „Linksradikaler“ oder ein „sozialistisch-kommunistischer Typ“ gewesen, klingt das gefällig und beinhart antikommunistisch. Ist aber kein origineller historischer Beitrag. Es ist auch nicht wirklich neu.

Weidel betreibt einen durchschaubaren Ablenkungsversuch: Wer den Nationalsozialismus nach links externalisiert, will den ständigen Rechtfertigungsdruck wegen der rechtsextremen Ausrichtung der eigenen Partei loswerden und das lästige Argument der historischen Verantwortung entkräften.

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Alle wollen dasselbe: TERFs in die Elbe? – also ich will das nicht!

Elbe bei Hamburg Foto: Smiley.toerist Lizenz: CC BY-SA 4.0

Am 20. September 2026 fanden nicht nur zwei bemerkenswerte Wahlen in Deutschland statt, in Hamburg trafen sich die Frauenheldinnen für ihre Protestaktion „Transmedizin macht krank – ein Leben lang“. Die Grüne Jugend und die Jusos hatten reißerisch zu einer Gegendemonstration gegen die „schlimmen TERFs“ aufgerufen. So kamen dann auch ca. 200 laut pfeifende und

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Meine Liebe zu den Ruhrbaronen ist geklärt. Der Wohnstatus meiner Katze nicht.

17.09.2026 – 20:52 MESZ: Cleopatra frisst! (Foto: Peter Ansmann)

Es ist jetzt gut fünf Wochen her, dass ich hier auf Ruhrbarone über das mutmaßliche Doppelleben von Cleopatra geschrieben habe (Königin Cleopatra hat offenbar einen illegalen Zweitwohnsitz). Sie ist die Katze, mit der meine Freundin und ich zusammenwohnen. Oder zusammengewohnt haben. Oder jetzt temporär zusammenwohnen. Man weiß es nicht genau.

Seitdem schreibe ich wieder öfter hier im Blog.

Der Grund dafür hat einen Namen. Und der lautet Cleopatra.

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„Ich mache mir Sorgen, dass der Ruf „Alle wegsperren!“ wieder Gehör findet“

Problemort Kottbusser Tor Foto: Neuköllner Lizenz: CC BY-SA 4.0

Ob Bahnhof Zoo, Kottbusser Tor oder Kleiner Tiergarten: Im Freien kampierende Menschen gehören mittlerweile zum Stadtbild Berlins wie Spätis und Dönerbuden. Viele der Wohnungslosen sind psychisch krank, oft in Kombination mit Drogensucht. „Verstrahlte“ werden sie im Berliner Jargon genannt. In den U-Bahnen gehören sie längst zum lebenden Inventar. Mehr als 6.000 Menschen sind ohne feste Bleibe, wie eine amtliche Erhebung 2024 ergab. Fachleute schätzen, dass mindestens die Hälfte von ihnen psychisch krank ist. Warum hat sich die Situation so verschlimmert, fragten wir den Psychiater Dr. Herald Hopf, und warum wird so wenig dagegen getan? Von unseren Gastautoren Ellen Daniel und Michael Miersch.

Wir haben den Eindruck, dass die Zahl psychisch auffälliger Menschen auf den Straßen Berlins stark zugenommen hat. Ist das so? Oder nehmen wir dieses Elend nur stärker wahr als früher?

Dr. Herald Hopf: Grundsätzlich ist es so, dass sich in den Großstädten schon immer ein höherer Prozentsatz psychisch kranker Menschen aufhält, als auf dem Land. Das hat auch mit der größeren Toleranz der Städter zu tun. In der Großstadt wird man eher in Ruhe gelassen, wenn man sich seltsam benimmt. Obendrein erleben wir in Berlin eine Zuwanderung von sehr armen Menschen, vornehmlich aus südosteuropäischen Ländern. Wenn man sich die Camps der Obdachlosen rund um Kirchen, um Bahnhöfe oder unter Brücken anschaut, sieht man dort viele Menschen

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Steckt in Michelangelos Adam in Wahrheit Odysseus?

Die Erschaffung Adams von Michelangelo Buonarroti Foto: gnuckx Lizenz: CC BY 2.0

Michelangelos „Erschaffung Adams“ gehört zu den berühmtesten Bildern der Kunstgeschichte. Doch was, wenn der Mann, der Gott die Hand entgegenstreckt, gar nicht Adam ist? Der italienische Physiker und Lehrer Enzo Bonacci vertritt eine ungewöhnliche These: Michelangelo könnte sich von Homers Odyssee und der Landschaft am Monte Circeo inspirieren lassen haben. Ein Gespräch über Physik, Kunst und die Gefahr, überall Muster zu erkennen. Von unserem Gastautor Francesco Giuliano.

Herr Bonacci, Sie stellen eine ziemlich gewagte These auf: Adam ist gar nicht Adam?

Enzo Bonacci: Zumindest lohnt es sich, diese Möglichkeit zu prüfen. Meine Hypothese lautet: Michelangelo könnte in der „Erschaffung Adams“ nicht nur die biblische Genesis verarbeitet haben, sondern Homers Odyssee. Die Figur links wäre dann Odysseus am Monte Circeo – verjüngt, ruhig und gestärkt durch den Zauber der Kirke.

Und Gott?

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Charlie Kirk, 9/11 und Jesus Christus – Wie Juden zum Sündenbock gemacht werden

Das zweite Flugzeug trifft das WTC. Foto: Hans Joachim Dudeck, Wikimedia Commons, Public Domain
Das zweite Flugzeug trifft das WTC. Foto: Hans Joachim Dudeck, Wikimedia Commons, Public Domain

Vorgestern jährte sich der islamistische Anschlag vom 11. September 2001 zum 25. Mal. Einen Tag zuvor wurde des ersten Todestages des US-amerikanischen Podcasters und Aktivisten Charlie Kirk gedacht. Beide Ereignisse weisen ein altes Muster auf, das die Menschheitsgeschichte durchzieht – in Windeseile können einige die vermeintlich wahren Schuldigen benennen: die Juden.

9/11 dürfte die Geburtsstunde der modernen Verschwörungstheorien gewesen sein. Kurz nach dem Terroranschlag, bei dem knapp 3.000 unschuldige Menschen getötet wurden, verbreiteten sich alternative Versionen davon, was sich an jenem Tag, nach dem nichts mehr so sein sollte, wie es einmal war, tatsächlich zugetragen haben soll.

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25 Jahre später: Mein 11. September – Ein Datum, das geblieben ist

Das World Trade Center in New York 1999. Archiv-Foto(s): Robin Patzwaldt

Morgen ist wieder der 11. September. Und plötzlich sind tatsächlich 25 Jahre vergangen, seit die Anschläge auf das World Trade Center in New York City die Welt erschütterten. Ein Vierteljahrhundert. Allein diese Zahl fühlt sich für mich irgendwie unwirklich an.

Wie in jedem Jahr wird diese Erinnerung auch diesmal meinen Tag prägen. Ich werde Dokumentationen anschauen, vielleicht wieder in einem Buch blättern und unweigerlich an die Bilder denken, die sich damals in mein Gedächtnis eingebrannt haben. Für mich ist der 11. September 2001 bis heute eines der prägendsten Ereignisse meines Lebens. Und das, obwohl ich persönlich überhaupt nicht betroffen war. Niemand aus meinem Umfeld starb an diesem Tag.

Ich frage mich deshalb manchmal, wie es wohl den Menschen geht, die damals Angehörige oder Freunde verloren haben. Für sie muss dieser Tag eine völlig andere Dimension besitzen. Ich habe damals „nur“ einen Ort verloren. Aber dieser Ort bedeutete mir bis heute sehr viel.

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