Die Verrohung der digitalen Debattenkultur

Gute Laune beim Lebensmittelkauf. Foto: Robin Patzwaldt

In den vergangenen Tagen drängte sich mir immer wieder ein Gedanke auf, den Sebastian Bartoschek bereits Ende 2020 in einem bemerkenswerten Blogbeitrag hier bei den Ruhrbaronen formulierte: Dummheit lacht.

Was damals im Kontext der Pandemie und gesellschaftlicher Krisen galt, scheint heute erschreckenderweise aktueller denn je zu sein. Die sozialen Medien, einst als Orte des Austauschs, der Vernetzung und der Information gefeiert, haben sich in vielen Bereichen zu digitalen Brennpunkten gesellschaftlicher Verrohung entwickelt.

Wer heute Plattformen wie Facebook, Instagram oder andere soziale Netzwerke regelmäßig nutzt und dabei noch ein Mindestmaß an Empathie besitzt

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Tabuthema Transkinder: Aktivistische Blockade gegen Debatte

„TERFs Can Suck My Trans Dick“ (Deutsch: „Terfs können meinen Trans-Schwanz lutschen“), Plakat beim Christopher Street Day, Berlin 2023 Foto: Lucas Werkmeister Lizenz: CC BY 4.0

Beim IACAPAP-Kongress, der im Juli in Hamburg stattfindet, gerät ein lange tabuisiertes Thema in Bewegung: Die Fachwelt diskutiert offener über Zweifel an schneller Affirmation, Pubertätsblockern und Hormonen bei Minderjährigen, das heißt sogenannten Transkindern. Was bedeutet das für Praxis, Politik – und den Diskurs? Von unserem Gastautor Till Randolf Amelung

Seit vielen Jahren galt bei Kindern und Jugendlichen, die unter ihren biologischen Geschlechtsmerkmalen leiden, ein Ansatz als sakrosankt, der auf eine schnelle Bestätigung der Geschlechtsidentität und medizinischem Eingreifen mit Pubertätsblockern und gegengeschlechtlichen Hormonen setzte. Für ÄrztInnen und PsychotherapeutInnen, die Zweifel daran hatten, ob damit wirklich allen dieser jungen PatientInnen geholfen ist, war es nahezu unmöglich, diese Gedanken in

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Richard Dawkins, Claudia und die Frage, ob KI Bewusstsein hat

Richard Dawkins Foto: David Shankbone Lizenz: CC BY 3.0


Richard Dawkins gehört zu den wichtigsten Evolutionsbiologen der Gegenwart. Sein Buch Das egoistische Gen veränderte den Blick auf die Evolution grundlegend. Mit dem Begriff des Memes übertrug er ihre Logik auf die Welt der Informationen. Nun hat sich Dawkins der Künstlichen Intelligenz zugewandt.

In dem britischen Magazin UnHerd hat Richard Dawkins einen Essay über Künstliche Intelligenz verfasst. Dawkins ist eine intellektuelle Legende: Sein 1976 veröffentlichtes Buch Das egoistische Gen stellte Gene in das Zentrum der evolutionären Selektion. Er ist ein prominenter Gegner christlicher Fundamentalisten, die vor allem in den USA versuchen, die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse von Charles Darwin durch die Idee eines göttlichen „Intelligent Design“ an Schulen zu

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Mona Yahias großartige Erinnerung an ein jüdisches Jahrhundert

Mona Yahia, Foto: Kirsten E. Lehmann Lizenz: Copyright


Die Künstlerin und Schriftstellerin Mona Yahia erinnert in ihrem Buch „Vier Tage“  an die lange, erloschene jüdische Vergangenheit Bagdads. Von unserem Gastautor Roland Kaufhold

Im Jahr 2002 veröffentlichte Mona Yahia ihre literarische Erinnerung an ihre Kindheit als Jüdin in Bagdad. Durch Bagdad fließt ein dunkler Strom  gehört zu den wenigen deutschsprachigen literarischen Werken, die autobiografisch an die – längst erloschene – jüdische Geschichte Bagdads erinnern. Yahia war 16, als sie mit ihren Eltern via den Iran nach Israel floh. Lina hieß die jugendliche Protagonistin in ihrem Werk, die in sprachlich beeindruckender, persönlicher Weise eine jüdische Kindheit in Bagdad beschrieb, die im Jahr 1954 begann. Gewidmet hatte Yahia ihr Werk ihren Eltern, „die mir Sprache gaben statt Wurzeln“.

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„Rechts, links, in der Mitte?“ – Eine Frage des Standpunktes

Bild: Buchcover Kohlhammer-Verlag

Zwölf unterschiedliche Autoren, deren Lebensläufe sich spannend wie ein Roman lesen, werden von den Herausgebern Ulli Kulke und Reinhard Mohr in dem gerade erschienen Sammelband „Wenn das Denken die Richtung ändert. Warum wir nicht mehr links sind“ vorgestellt. Was verbindet sie und welche Konsequenzen ziehen sie aus den aktuellen gesellschaftspolitischen Diskussionen?

Am Anfang steht die Klärung der Begriffe. Was ist „rechts“, was ist „links“? Um dies definieren zu können, braucht es einen Bezugspunkt, von dem aus diese Zuordnung möglich ist. Und hier wird es schwierig. Was gestern noch in der Mitte verortet wurde, gilt heute als „rechts“, schlimmstenfalls als „rechtsextrem“, gerne auch mal als „umstritten“. Menschen in dieses Raster einzufügen, dessen Koordinaten mit Maßstäben gemessen werden, die in ihrer Bewertung heute gänzlich andere sind, als noch vor zehn, zwanzig Jahren, wird in diversen Medien inzwischen mit geradezu missionarischen Eifer betrieben.

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In NRW wird an einer Schlüsseltechnologien für Kernfusion gearbeitet

Fraunhofer-Institut für Lasertechnik in Aachen Foto: ArthurMcGill Lizenz: CC BY 3.0


Die Kernfusion gilt seit Jahrzehnten als Energiequelle der Zukunft – bislang allerdings ohne wirtschaftlich nutzbares Ergebnis. Jetzt meldet das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT aus Aachen Fortschritte bei zentralen Komponenten, die für den Betrieb von Fusionsreaktoren entscheidend sind.

Im Fokus stehen Hochleistungslaser, präzise Fertigungstechnologien und Materialien, die extremen Bedingungen standhalten müssen. Diese Technologien sind notwendig, um Fusionsprozesse stabil zu zünden

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Faktencheck zu wissenschaftlichen Tierversuchen mit Tauben

Das Ruhrgebiet: Industrie, Grün, Taube und Träume… (Foto: Roland W. Waniek)

Der Verein „Ärzte gegen Tierversuche“ erhebt seit 2025 regelmäßig Anschuldigungen gegen die RuhrUniversität Bochum und hat eine Petition gegen die Forschung mit Tauben gestartet. Der Verein behauptet tatsachenwidrig, für die Forschungsarbeit des Lehrstuhls Biopsychologie gäbe es Alternativmethoden, die ohne die Grundlagenforschung mit Tieren auskämen. Die Abteilung erforscht im Artenvergleich die Grundlagen der Kognition. Hirnforschung ist sehr komplex und kann noch nicht durch Computermethoden oder künstliche Organe ersetzt werden. 

Die unberechtigten Vorwürfe in den Informationsmaterialien des Vereins verbreiten strategisch Halb- und Unwahrheiten auf dem Campus und in der Öffentlichkeit. Bildmaterialien sind erkennbar KI-generiert

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Wir sind sexuell dimorph – es gibt kein Spektrum

Den Aliens muten wir keine postmodernen Spinnereien zu: Darstellung der Menschenheit mit zwei Geschlechtern auf der Pioneer-Plakette Bild: Vectors by Oona Räisänen (Mysid); designed by Carl Sagan & Frank Drake; artwork by Linda Salzman Sagan Lizenz: Gemeinfrei


Die Entscheidung des IOC für Geschlechter-Tests bei Frauen zeigt, dass die Existenz von genau zwei biologischen Geschlechtern wieder eine Selbstverständlichkeit in unserer Gesellschaft werden wird.

Das IOC verlangt zukünftig einen Geschlechtertest für die Teilnahme in der Frauenkategorie.  Um zu vermeiden, dass biologische Männer am Frauensport teilnehmen, wird nun jede Teilnehmerin einen Gentest, der ihre Weiblichkeit beweist, vorlegen müssen. Für einen SRY-Test reicht ein Wangenabstrich oder eine Blutabnahme. Hier wird der entsprechende Teil des Y-Chromosoms (SRY-Gen) nachgewiesen, der für die

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Neue Kooperation für die Digitale Hochschule NRW

Ruhr Uni N-Gebäude Foto: M Lizenz: Gemeinfrei

Die Digitale Hochschule NRW (DH.NRW) an der Ruhr Universität Bochum (RUB) hat eine neue Kooperationsvereinbarung mit der Carnegie Mellon University (CMU) in Pittsburgh geschlossen. Ziel ist es, durch den Schulterschluss KI-Innovationen in Forschung und Lehre zu stärken. Die CMU forscht seit über 50 Jahren zur Künstlichen Intelligenz und die Stadt Pittsburgh hat sich ähnlich wie das Ruhrgbiet vom

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