Die Zukunft wird auch im Revier gemacht

Young Leaders im Heinrich Nixdorf Forum in Paderborn Foto: Privat


Eine Woche young leaders Akademie aus der Sicht eines 17-Jährigen aus Bottrop: über Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz, das Technische Hilfswerk und die Frage, ob meine Generation noch Lust auf Verantwortung hat. Von unserem Gastautor Rojan Fares

Wer wissen will, ob junge Menschen heute noch Lust auf Verantwortung haben, hätte im April nach Paderborn fahren sollen. Bei der 87. young leaders Akademie kamen vom 7. bis 12. April 2026 rund 100 Jugendliche aus ganz Deutschland zusammen, um fünf Tage lang über die großen Zukunftsfragen zu diskutieren. Ich war einer von ihnen, 17 Jahre alt und Schüler der

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Mehr Studienangebote mit Zugangsbeschränkungen im Ruhrgebiet

Audimax der Ruhr Uni Bochum Foto: M Lizenz: Gemeinfrei

Der Anteil der zulassungsbeschränkten Studiengänge steigt im Wintersemester 2026/27 in fast allen Ruhrgebietsstädten. Das zeigen die Zahlen des CHE Centrums für Hochschulentwicklung. So haben in Essen im kommenden Semester 24 Prozent der Studienangebote eine Zugangsbeschränkung, das sind 14 Prozentpunkte mehr als im

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Gedanken am 22. Juni

Ein Panzer III der 16. Panzer-Division während der ersten Tage der Operation Barbarossa Foto: Sconosciuto Lizenz: Gemeinfrei


Heute ist der 22. Juni. Heute vor 85 Jahren begann an den Ufern des Bug, an der Eisenbahnbrücke, die von Terespol nach Brest führt und über die der letzte sowjetische Zug mit Gütern für die deutsche Kriegswirtschaft noch wenige Stunden zuvor gefahren war, um 03:15 Uhr am Morgen – und nicht nur dort, sondern auf einer gewaltigen Frontlänge, die tatsächlich von Finnland bis zum Schwarzen Meer reichte, wie eines der Propagandamarschlieder der Nationalsozialisten es beschrieb – die Umsetzung der Weisung 21, Fall Barbarossa. Von unserem Gastautor Manfred Albers.

Der Überfall auf die Sowjetunion war nicht einfach ein Angriffskrieg. Es war die Umwandlung von Krieg in einen Abgrund des Bösen, für den das Wort Vernichtungskrieg geprägt wurde. Vernichtungskrieg bedeutete das massenhafte Ermorden der als minderwertig klassifizierten Völker der Sowjetunion zur Erleichterung der Übernahme

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Shoah-Gedenken zwischen Schuldabwehr und anderen Herausforderungen

Gefälschter Pass: „Halina Woranowicz“ (Chaika Grossmann) Foto: Polish photographer, identity unknown Lizenz: Gemeinfrei


Ob es eine wirklich wirksame „Aufarbeitung“ des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik jemals gegeben hat, könnte als fraglich erscheinen. Die verstörenden Bilder auf deutschen Straßen nach dem über Jahre vorbereiteten Hamas-Pogrom am 7. Oktober 2023 sprechen nicht dafür. Die Kölnische Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit hat eine Broschüre zu dem Thema erstellt, die auch online abrufbar ist. 

Nach einer lesenswerten Einführung folgt ein Interview mit dem Historiker Volker Weiß. Volker Weiß ist der wohl profilierteste Forscher und Publizist der Bundesrepublik zum Thema Rechtsradikalismus, völkische Rechte und Leugnung der Shoah-Verbrechen.

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Universitätsbibliothek Dortmund entdeckt Widmung von Albert Einstein in Literatursammlung

Elsa Löwenthal und Albert Einstein an Bord der Rotterdam, April 1921 Foto: Underwood and Underwood, New York Lizenz: Gemeinfrei

Mitarbeiter der Universitätsbibliothek Dortmund haben eine bislang unbekannte Widmung von Albert Einstein aus dem Jahr 1952 entdeckt. Gefunden wurde das Autograf in der Literatursammlung des Amerikanisten Prof. Walter Grünzweig,

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2031: Das Jahr, in dem Europa untergeht

Atomium in Brüssel – Einst war es das Symbol für Fortschritt in Europa Foto (Ausschnitt): Guido and Carrara family Lizenz: CC BY 2.0

Was bedeutet es für Europa, wenn es bei Künstlicher Intelligenz den Anschluss an China und die USA verliert? Eine Gruppe hochkarätiger KI-Experten hat ein Szenario veröffentlicht, das die Konsequenzen der aktuellen KI-Politik beschreibt und so spannend wie ein guter Thriller zu lesen ist.

Caroline Dubois hat alles kommen sehen. Nicht immer sofort, aber mit einem Realismus, der selten in Europa ist. Sie arbeitet in der Generaldirektion Handel und wirtschaftliche Sicherheit (GD HANDEL), dem Teil der Europäischen Kommission, der sich unter anderem mit Zöllen und Exportkontrollen befasst. Ab 2025 wird Künstliche Intelligenz ein immer größeres Thema in Europa, und Caroline versucht, ihre Kollegen und

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Gelähmt – seltene Erkrankungen der motorischen Nervenzellen

Schmerzen Bild: ChatGPT/Chatti


Es gibt Krankheiten, die so selten sind, dass sie kaum jemand kennt. Man nennt sie Orphan Diseases. Es sind die Waisenkinder unter den Krankheiten. Wenn man Glück hat, werden sie erkannt und es gibt eine Therapie, z. B. mit Orphan Drugs, den Waisenkindern unter den Arzneimitteln. Heute möchte ich über ALS und andere seltene Lähmungen durch die Zerstörung motorischer Nervenzellen berichten.

Motorische Nervenzellen vermitteln die Informationen von Gehirn und Rückenmark an die Skelettmuskulatur. Sie sind wichtig für die Steuerung der Willkürmotorik. Diese umfasst alle Bewegungsabläufe, die aktiv und bewusst von uns gesteuert werden können. Bei einer Schädigung oder Zerstörung der motorischen Nervenzellen kommt es zu Lähmungserscheinungen. Die motorischen Nervenzellen werden auch Motoneuronen genannt. Es gibt immer zwei Motoneuronen.

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Was würde John Stuart Mill heute sagen?

Foto: KI-generiert
Foto: KI-generiert

John Stuart Mill, einer der bedeutendsten Denker des 19. Jahrhunderts, hat bereits vor rund 170 Jahren Fragen gestellt, die nichts an Aktualität verloren haben.

„Über die Freiheit“ – der Titel sagt eigentlich schon alles. Wie kann ein freies, selbstbestimmtes Leben gelingen, ohne die Rechte anderer zu verletzen, welche Regeln des gesellschaftlichen Miteinanders sollen gelten und welche Rolle kommt dem Staat zu? Mit diesen grundlegenden Überlegungen zu einem funktionierenden Zusammenleben legte John Stuart Mill den Finger in so manche Wunden, indem er konsequent die Gedankengänge zu den aufgeworfenen Fragen zu Ende diskutierte. Das 1859 erschienene Buch erscheint beim Lesen erstaunlich aktuell, aber nicht weil Mills Antworten heute noch gelten würden, nein, sondern weil die Fragen, die er stellt, uns heute immer noch bewegen.

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Bochumer Forscher untersuchen Ursachen antisemitischer Straftaten

Anti-Israel-Demo am 7.10.2024 in Essen (Foto: Roland W. Waniek)

Die Zahl antisemitischer Straftaten in Deutschland ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – insbesondere seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. Ein neues Forschungsprojekt der Ruhr-Universität Bochum und der Technischen Universität Berlin soll nun genauer untersuchen, welche Formen antisemitische Kriminalität annimmt und wie ihr wirksam begegnet werden kann.

Das Verbundprojekt „Präventionsorientierte Analyse Antisemitischer Kriminalität“ (PAAK) wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt mit knapp 1,2 Millionen Euro gefördert. Es läuft von 2026 bis 2030 und ist Teil des Forschungsnetzwerks „Antisemitismus im 21. Jahrhundert“.

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„Die Zahlen geben nicht her, dass wir eine strukturell rassistische Gesellschaft sind“

Umfrage Bild: ChatGPT/Chatti


Ist die deutsche Gesellschaft gespalten? Wie steht es mit dem Vertrauen in Politik und Medien? Sind die Deutschen dümmer geworden? Wie verlässlich sind Wahlprognosen? Der Demoskop Thomas Petersen weiß, wie unser Land tickt… Von unseren Gastautoren Ellen Daniel und Michael Miersch.

Bei der „Sonntagsfrage“, die nach der Parteipräferenz fragt, wären am nächsten Sonntag Bundestagswahlen, variieren die Ergebnisse von Monat zu Monat oft nur um ein oder zwei Prozentpunkte. Hat das überhaupt eine Aussagekraft?

 Thomas Petersen: Unmittelbar vor einer Wahl sind zwei Prozent schon relevant. Aber Sie haben Recht: Zwei Prozent sind im Rahmen von statistischen Zufallsschwankungen immer drin. Das ist wie bei einem Fotoapparat, den man nie 100 Prozent scharf stellen kann. Wir hatten allerdings auch mal die FDP bei 5,5 Prozent, und sie kam auf 4,8. Da ist man als Umfrageforscher zufrieden, aber in der

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