Wenn Lebensmittel plötzlich zu billig sind – Es muss schön sein, reich zu sein!

Gute Laune beim Lebensmittelkauf. Symbolfoto: Robin Patzwaldt

Es muss schön sein, reich zu sein. Man kann sich dann offenbar Gedanken darüber machen, ob Lebensmittel im Supermarkt vielleicht ein bisschen zu günstig sind. Für die rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerin Christine Schneider von der CDU ist offenbar genau das ein Problem. Die Menschen würden in Umfragen zwar regionale und hochwertige Lebensmittel loben, an der Supermarktkasse aber trotzdem zum günstigeren Produkt greifen. Für Schneider ein Zeichen mangelnder Wertschätzung.

Ich muss gestehen: Bei solchen Aussagen reibe ich mir inzwischen verwundert die Augen. Natürlich kann man darüber diskutieren, wie Landwirtschaft in Deutschland vernünftig bezahlt werden kann. Natürlich haben regionale Produkte ihren Wert. Und natürlich ist es sinnvoll, darüber nachzudenken, woher unsere Lebensmittel kommen. Aber zwischen dieser berechtigten Diskussion und der Aussage „Lebensmittel sind zu billig“ liegt ein ziemlich großer Unterschied.

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Zahl der genehmigten Wohnungen im Ruhrgebiet geht deutlich zurück

Baustelle Wohnungsbau (Foto: Roland W. Waniek)

Im Ruhrgebiet ist die Zahl der genehmigten Wohnungen im ersten Halbjahr 2026 deutlich gesunken. Laut Statistischem Landesamt IT.NRW wurden in den Städten und Kreisen der Region 3.388 Wohnungen bewilligt – etwa 21 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, in dem die Bauämter 4.310 Baugenehmigungen erteilten. Zuwächse gab es nur in Mülheim an der Ruhr (300 Prozent), in

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Im Revier der stillstehenden Windräder

Blick von Erftstadt aus auf Windräder und die Braunkohlekraftwerke Frimmersdorf, Neurath und Niederaußem Foto: GeroO / erftstadtwiki.de Lizenz: CC BY-SA 4.0

Noch sorgen Braunkohlegrube und Kraftwerke für Energie und Jobs im Rheinischen Revier zwischen Aachen, Köln und Düsseldorf. Nun soll der Strukturwandel dafür sorgen das HighTech und Ökostrom Jobs bringen und die Versorgung sichern.

Wenn Martin Mertens vor sein Haus tritt, sieht er den Kölner Dom, den Düsseldorfer Fernsehturm, drei Braunkohlekraftwerke und die Schornsteine der Chemieparks in Dormagen und Leverkusen. Der Sozialdemokrat ist Bürgermeister von Rommerskirchen. Die Stadt mit ihren gut 14.000 Einwohnern liegt im Rhein-Kreis Neuss und damit mitten im größten Strukturwandelprojekt Nordrhein-Westfalens: 2030 sollen die Braunkohlekraftwerke abgeschaltet und der Abbau in den Tagebauen beendet werden. Nach jahrzehntelangen Kämpfen um Tagebaue wie Garzweiler endet eine Ära. Deutschland und NRW wollen klimaneutral werden.

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Mistral gibt den KI-Wettlauf auf: Europas letzter großer KI-Traum platzt

Rechenzentrum: Grafik: ChatGPT/Chatti


Mistral? Klingelt da was? Vibe, bis vor kurzem unter dem Namen Le Chat bekannt, ist der KI-Assistent des 2023 gegründeten französischen KI-Unternehmens Mistral und war in den vergangenen Jahren der einzige europäische Konkurrent zu den großen US-Angeboten ChatGPT, Claude und Gemini sowie den chinesischen Open-Weight-Modellen. Luminous, das KI-Modell von Aleph Alpha, hat das Feld bereits vor zwei Jahren aufgegeben.

Mistral hatte nie ein Spitzenmodell im Angebot, schaffte es aber immerhin in die Top 50, wenn auch auf einen der hinteren Plätze. Nun ändert das Unternehmen seine Strategie. Zwar will Mistral weiterhin eigene Modelle entwickeln, doch zugleich baut es massiv seine Serverkapazitäten aus und öffnet seine Infrastruktur für

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Die deutsche Industrie hat ihre ökologischen Hausaufgaben größtenteils erledigt

Thyssen-Stahlwerk in Duisburg 1988 Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-F079041-0002 Lizenz: CC-BY-SA 3.0


Nur 17 Prozent der Deutschen haben eine Vorstellung davon, wie übel die Umweltsituation in den 1970er-Jahren war. Eine Mehrheit glaubt sogar, heute sei es schlimmer als damals. Wie kann das sein? Von unserem Gastautor Michael Miersch

Früher war alles besser. Menschen neigen dazu die Vergangenheit zu verklären. Man kennt das. Manche Leute trauern sogar Diktaturen nach, weil da Ordnung herrschte und es angeblich gerechter zuging als im Wirrwarr einer liberalen Gesellschaft. Doch solch krasse Schönfärberei bleibt zumeist

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Deindustrialisierung: Produktion von Gießereierzeugnissen in Nordrhein-Westfalen ist weiter zurückgegangen

Arbeiter an einem Elektro-/Induktionsschmelzofen Foto: Giesserei Heunisch Lizenz: Gemeinfrei


Im vergangenen Jahr stellten 115 Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes insgesamt 742.282 Tonnen Gießereierzeugnisse für den Absatz her. Das waren 4,1 Prozent weniger als 2024, wie das Statistische Landesamt IT.NRW mitteilte.

Im längerfristigen Vergleich fällt der Rückgang noch deutlicher aus: 2015 wurden in Nordrhein-Westfalen noch 148 Betriebe erfasst. Seitdem ist die

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Dortmund zeigt, wie rückständig das Ruhrgebiet ist – Willkommen im Hitzetest der DSW21

Der Hauptbahnhof in Dortmund. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Es gibt Meldungen, bei denen man sich zunächst fragt, ob man sie richtig gelesen hat. Neue Stadtbahnen in Dortmund – und keine Klimaanlage. Im Sommer 2026. In einer Zeit, in der uns Politiker im gefühlt täglichen Wechsel erklären, dass wir uns wegen des Klimawandels auf mehr Hitzetage einstellen müssen.

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Neue Impulse für Innovation im Ruhrgebiet

Pepper Foto: Xavier Caré / Wikimedia Commons Lizenz: CC BY-SA 4.0

Mit „Fab.Future Ruhr“ ist im Frühjahr 2026 eine Initiative zur Stärkung der zukunftsorientierten Innovationskultur im Ruhrgebiet gestartet.

Ziel ist es, Kompetenzen aus Wissenschaft, Makerspaces und Fablabs sowie der Kultur- und Kreativwirtschaft gezielt mit den Anforderungen kleiner und mittlerer Unternehmen zu verknüpfen und neue Innovationspotenziale für die Region zu schaffen. Makerspaces und Fablabs als

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Wie viele Bäcker sich gerade selbst entbehrlich machen

Frühstück. Foto: Robin Patzwaldt

Manch einer wird die folgenden Zeilen wohl als typischen Sommerloch-Beitrag abtun. Ganz falsch wäre das nicht. Schließlich sind die Nachrichtenlagen derzeit überschaubar genug, um sich auch einmal den kleinen Dingen des Alltags zu widmen.

Allerdings beschäftigt mich dieses Thema schon seit Monaten. Und je häufiger ich morgens Brötchen hole, desto mehr drängt sich mir eine Frage auf: Warum lässt die Qualität vieler Backwaren so deutlich nach, obwohl die Preise gleichzeitig immer neue Rekordhöhen erreichen?

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