Energieversorgung: Mit Wind und Sonne steigt Europa wirtschaftlich ab

Geschlossene Solarzellenfabrik in Gelsenkirchen


Die taz-Redakteurin Ulrike Herrmann hat sich in ihrem neuen Buch mit den Folgen der Energiewende beschäftigt. Die Ergebnisse ihrer Analyse sind spannend, auch wenn man die Schlüsse, die sie zieht, nicht teilt.

Selten hat man eine so euphorische und historisch gut belegte Beschreibung des Kapitalismus gelesen wie in Ulrike Herrmanns neuem Buch „Das Ende des Kapitalismus“. Die taz-Redakteurin erklärt, wie überhaupt erst der Kapitalismus die Schaffung sozialer Sicherungssysteme ermöglichte, in welchem Maß der Wohlstand durch ihn in den vergangenen 200 Jahren gestiegen ist und vergleicht die heutigen Lebensumstände auch mit denen unsere Vorfahren: „In den Industrieländern lebt heute jeder gesünder und komfortabler als einst die Könige.“

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Stadtwerke erwarten Strompreis-Anstieg von 60 Prozent im kommenden Jahr

Stromtrasse Foto: H.A. Lizenz: Public Domain

Deutschlands Stadtwerke rechnen mit erheblich teureren Strompreisen im kommenden Jahr. Die Strompreise seien bislang „geringer“ gestiegen als beim Gas, etwa weil die EEG-Umlage weggefallen sei, sagte ein Sprecher des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Aber auch beim Strom erwarten wir weitere Preissteigerungen. Lagen diese bislang bei eher 10 Prozent, werden für das kommende Jahr tendenziell Preissteigerungen um die 60 Prozent erwartet“, so der Verbandssprecher zur „NOZ“.

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NRW: Landesregierung plant millionenschwere Hilfe für Umbau von Thyssenkrupp

Thyssenkrupp-Hauptquartier Foto: Tuxyso Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die NRW-Landesregierung will den grünen Umbau des Stahlherstellers Thyssenkrupp mindestens mit einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag unterstützen. Nach Informationen der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Donnerstagausgabe) hat das Kabinett von Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, mit der Konzernspitze eine Absichtserklärung zur Ko-Finanzierung der geplanten wasserstoffbetriebenen Direktreduktionsanlage am Standort Duisburg zu unterzeichnen.

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Erspart uns den Winter der großen Widersprüchlichkeiten!

Geht in Deutschland im Winter das Licht aus? Archiv-Foto: Franz-Christian Müller

Die Stimmung in Deutschland trübt sich gerade mächtig ein. Egal, ob man dazu öffentliche Meinungsumfragen verfolgt, oder aber nur einmal mit ein paar Nachbarn und Bekannten spricht, viele Leute sind von Tag zu Tag übellauniger. Das liegt einerseits an den jetzt schon auf breiter Front stark steigenden Preisen, andererseits aber auch an dem, was sich da gerade bedrohlich vor uns aufzubauen droht.

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„Wir brauchen wettbewerbsfähige Energiepreise“

Gasflamme Foto: iamNigelMorris Lizenz: CC BY 2.0


Fließt bald wieder Gas – oder fließt keines? Explodieren die Energiekosten immer weiter – und gibt es überhaupt ein ‚Zurück‘? Laufen wir sehenden Auges in eine Gasmangellage? Welche Auswirkungen hätte dies auf unsere eng verwobene und arbeitsteilige Industrie? Unser Gastautor Dirk W. Erlhöfer ist Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen.

Antworten auf diese Fragen vermag seriös niemand zu geben. Ein Teilsieg für Wladimir Putins hybriden Kampf gegen den Westen: die Unsicherheit steigt. Bei den Bürgerinnen und Bürgern, vor allem aber bei

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Krankmeldungen im Ruhrgebiet auf Rekordniveau

Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum Foto: Manfred Kopka Lizenz: CC0

Die Zahl der Krankmeldungen im westlichen Ruhrgebiet und im Rheinland ist auf Rekordniveau. Das berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ, Freitagsausgabe), der Daten einer Auswertung der AOK Rheinland/Hamburg vorab vorliegen. Demnach fielen im ersten Halbjahr 2022 täglich fast sieben von 100 Beschäftigten aus. Das sei ein Zehnjahreshoch, hat die Krankenkasse ausgerechnet. Im ersten Halbjahr 2021 lag der Krankenstand laut Kasse bei 5,44 Prozent.

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Die Energiepolitik der Ampel gefährdet die Solidarität mit der Ukraine

Ampelfrau in Dresden Foto: Iago4096 Lizenz: CC BY-SA 3.0

Der Winter wird hart, keine Frage. Das energiepolitische Versagen der Bundesregierungen der vergangenen 25 Jahre, die in Bevölkerung weit verbreitete Nimby-Haltung, eine tiefsitzende Technologiefeindlichkeit und mächtige NGOs haben die Bundesrepublik in eine große Abhängigkeit vom russischen Gas gebracht. Kernkraft? Wollte man nicht. Windräder? Wurden mit Klagen überzogen. Hochspannungsleitungen? Aus Angst vor Protesten zu wenige neue errichtet. Speicherung von CO2? Aus der Technik ist man früh ausgestiegen. Eigenes Gas fördern? Wurde verboten. Der Ausweg war das Diktatorengas aus Russland und das fehlt nun.

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Für weniger Kleinkariertheit und wieder mehr Miteinander in der Politik

Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) scheint inzwischen oft genervt. Foto: Roland W. Waniek

Zu Beginn der Corona-Pandemie zeigten sich unsere Spitzenpolitiker überraschend durchweg lösungsorientiert und pragmatisch. Alle, oder sagen wir nahezu alle, waren in Anbetracht der zuvor so noch nie miterlebten Bedrohung durch das Virus bemüht gemeinsam an den bestmöglichen Lösungen und Auswegen zu arbeiten. Viele Menschen in diesem Land, darunter auch ich, haben das damals als sehr wohltuend empfunden.

Plötzlich war das kleinkarierte Gezänk, das einem den Spaß an der Politik schon einmal nehmen kann, fast vollständig verschwunden. Mehr Respekt und Anerkennung, auch für den politischen Gegner, waren an der Tagesordnung. Diese ungewohnte Sachlichkeit, das Bemühen um gemeinsame Entscheidungen, schwanden eigentlich erst mit Beginn des Bundestagswahlkampfs im Sommer 2021. Plötzlich wurde sich wieder vermehrt profiliert und abgegrenzt. Dennoch blieb ein gewisses Maß an Sachlichkeit und Respekt auch danach erst einmal erhalten.

Jetzt, noch einmal rund ein Jahr später, ist die Lage aber leider wieder eine völlig andere. Politisch, aber auch was den Umgang der Spitzenpolitiker untereinander betrifft. Spätestens mit Beginn des Überfalls Russlands auf die Ukraine im Februar, ist das altbekannte Gezänk, das viele lösungsorientierte Menschen abschreckt, wieder zurück.

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Land weitet Ankauf von Belegungsrechten auch auf fünf Ruhrgebietsstädte aus

Nordstadt: Bornstraße Blickrichtung Dortmund Innenstadt Foto: Lucas Kaufmann Lizenz: CC BY-SA 4.0

Das Land Nordrhein-Westfalen weitet den Ankauf von Belegungsrechten zur Absicherung von preisgebundenem Wohnraum auf 67 Städte und Gemeinden aus, darunter auch auf Bochum, Dortmund, Essen, Mülheim an der Ruhr und Haltern. Die Zuschusshöhe im Rahmen der Landesförderung kann für den Vermieter bis zu drei Euro pro Quadratmeter Wohnfläche betragen. Das Modellvorhaben galt bisher nur für Münster, Köln, Düsseldorf und Bonn.

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