Kann der BVB diesmal der Versuchung widerstehen?

Gute Laune auch bei Mats Hummels (re.) in Dortmund. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Drei Spiele, neun Punkte! An der Bilanz der ersten drei Pflichtspiele im Kalenderjahr 2023 von Borussia Dortmund lässt sich nicht herummäkeln. Auch wenn die dabei erbrachten Leistungen der Mannschaft bis zum 2:0 bei Bayer 04 Leverkusen vom Sonntag nicht wirklich berauschend waren, an den nackten Ergebnissen gibt es nichts auszusetzen.

Als BVB-Anhänger bleibt zu hoffen, dass Team und Umfeld jetzt nicht sofort wieder abheben. Leider sind erste Anzeichen in diese Richtung schon wieder zu erkennen.

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Trotz zweier Siege zum Jahresbeginn: Der BVB ist noch lange nicht so weit, wie er gerne wäre

Giovanni Reyna schoss sowohl gegen Augsburg als auch gegen Mainz den Siegtreffer. Archiv-Foto: BVB

Als einziger der drei großen Revierklubs hat der BVB die ersten beiden Pflichtspiele des Jahres 2023 gewonnen. Während der VfL Bochum mit einem Sieg (3:1 gegen Hertha BSC) und einer Niederlage (0:2 in Leverkusen) die Bundesliga-Hinrunde abschloss und der FC Schalke 04 zwei bittere Klatschen (0:3 in Frankfurt und 1:6 gegen Leipzig) kassierte, siegte der BVB sowohl gegen Augsburg (4:3) als auch in Mainz (2:1).

Dadurch schoben sich die Borussen in der Tabelle wieder näher an die Champions-League-Plätze heran. Auf den ersten Blick ist der Jahresauftakt für die Dortmunder also gelungen. Aber auch nur auf den ersten Blick.

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Der VfL Bochum verpflichtet Moritz Broschinski vom BVB

Foto: VfL Bochum 1848

Der VfL Bochum 1848 hat einen neuen Angreifer verpflichtet: Moritz Broschinski kommt von Borussia Dortmund, wo er für die U23 in der 3. Liga zum Einsatz gekommen ist. Der 22-Jährige wurde in Finsterwalde geboren und beim FC Energie Cottbus fußballerisch ausgebildet. Mit den Lausitzern holte er die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost und gewann den Landespokal in Brandenburg. Nach seinem Wechsel zum BVB konnte er mit Dortmunds Zweitvertretung schon in der ersten Saison die Meisterschaft in der Regionalliga West feiern, gleichbedeutend mit dem Aufstieg in die 3. Liga. Beim VfL unterschreibt er einen Vertrag, der bis zum 30.06.2026 datiert ist. Über die Höhe der Ablösesumme vereinbarten beide Klubs Stillschweigen.

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Kommt es jetzt zur Bankrotterklärung der BVB-Kaderplaner?

Sebastian Kehl muss unangenehme Fragen beantworten. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Die Personaldiskussionen überlagern bei Borussia Dortmund kurz vor der Aufnahme des Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga an diesem Wochenende alle anderen Themen. Die Unzufriedenheit im Umfeld des BVBs ist nach einer völlig enttäuschenden zweiten Jahreshälfte 2022 groß. Nur Platz sechs in der Liga, das hatten sich viele Fans der Schwarzgelben nach der extrem gehypten Rückkehr von Trainer Edin Terzic im Sommer noch ganz anders vorgestellt.

In der Realität hat sich die Mannschaft unter Terzic nach einem vielversprechenden Start zuletzt nicht weiter, sondern im Vergleich zu den Auftritten unter Vorgänger Marco Rose eher zurück entwickelt. Inzwischen hat sich in Dortmund offenbar die Erkenntnis durchgesetzt, dass es größerer Kaderveränderungen bedarf, wenn es in Zukunft sportlich für den BVB wieder nach vorne gehen soll.

Und auch wenn die in der Ruhrgebietsmetropole erscheinende Tageszeitung ‚Ruhr Nachrichten‘ etwas geschönt von einer anstehenden ‚Kader-Optimierung‘ spricht, es ist in der Realität wohl doch eher eine Art von ‚Bankrotterklärung‘ der für diese Truppe verantwortlichen Kaderplaner Sebastian Kehl und Michael Zorc, die in Kürze beim BVB ins Haus zu stehen scheint.

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Wäre das Aus für Karstadt der endgültige Gnadenstoß für die kriselnde Innenstadt von Dortmund?

Nicht nur bei Karstadt sieht es in Dortmund aktuell trübe aus. Foto: Robin Patzwaldt

In dieser Woche richtete SPD-Oberbürgermeister Thomas Westphal im Rahmen der WDR-Lokalzeit aus Dortmund einen flammenden Appell für den Erhalt des Dortmunder Karstadt-Hauses an der Kampstraße an die Öffentlichkeit. Hintergrund ist der sich seit Jahren abzeichnende Niedergang des einstigen Konsumtempels, der dem Vernehmen nach schon zum Februar in einer schnellen Schließung des riesigen Geschäfts in der Dortmunder City führen könnte. Galeria Karstadt Kaufhof ist bekanntlich ‚aktuell‘ wieder einmal, oder sagen wir vielleicht besser ‚immer noch‘, in einer existenzbedrohenden Krise.

Nachdem die Anzahl der Standorte und Filialen zuletzt schon deutlich reduziert wurde, befindet sich der Konzern aktuell noch immer in einer existenzbedrohenden Lage. Selbst das vermeintliche Aushängeschild in Dortmund ist von der Schließung bedroht, wie auch Westphal bestätigte. Hierfür ist dem Vernehmen nach die vergleichsweise hohen Ladenmiete am Standort im Herzen der Reviermetropole die Haupt-Ursache. Der OB machte sich im WDR lautstark für eine Fortführung des Karstadt-Standorts stark, was nicht überraschte, ist der Politiker doch von Berufswegen an der vermeintlich bestmöglichen Lösung für die Stadt interessiert. Und, machen wir uns nichts vor, ein Ende von Karstadt in Dortmund, das wäre für die ohnehin schon länger deprimierende Entwicklung der Innenstadt tatsächlich eine echte Katastrophe.

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Blutspende-Notstand in Dortmund

In Dortmund gibt es derzeit viel zu wenig Blutspender | Foto: wikipedia / Cesare Arrigo / CC BY-SA 4.0

Der Blutspendedienst West des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist besorgt: Seit Wochen gibt es zu wenig Blutspenden in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Bei Mitarbeitern der Dortmunder Blutbanken und der städtischen Kliniken schrillen die Alarmglocken lauter: es wird zur Zeit viel zu wenig Blut gespendet. Ein Grund dafür ist die aktuelle Grippe- und Krankheitswelle.

„Die Lage ist wirklich ernst“, sagt der Pressesprecher des DRK-Blutspendedienstes, Stephan David Küpper. Konkret: „Wir sind am Leerlaufen“. Bereits seit Oktober würden deutlich weniger Menschen Blut spenden – „20 Prozent weniger als benötigt“, so Küpper. Der Blutspendedienst des DRK versorgt nach eigenen Angaben rund drei Viertel aller Kliniken in seinem Einzugsgebiet mit Blutpräparaten.

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Boris Gott im youtube-Roulette

Boris Gott – ein Cowboy aus der Dortmunder Nordstadt

Boris Gott singt Lieder aus dem dunklen Herzen des Ruhrgebiets – seit über 20 Jahren lebt er am Borsigplatz in der Dortmunder Nordstadt. Zeitlose Folk-Pop-Songs sind sein Steckenpferd – und die treffen auf ironisch gebrochene Texte über den alltäglichen Wahnsinn – musikalisch irgendwo zwischen Hannes Wader, Selig und Thees Uhlmann. Und alles aufgehübscht mit Liebe, Dampf und Dosenbier. „Ich hol mal groß aus und beschreibe meine Songs als Zustandsbeschreibung der menschlichen Existenz in der Postmoderne – Gott ist tot, aber der Boris lebt noch“ sagt er. Er leidet nicht an einem geringen Selbstbewusstsein – und hat für das YouTube-Roulette gleich fünf eigene Songs ausgewählt.

 

Welcher Song repräsentiert für dich am besten das Ruhrgebiet?
NORDSTADT – Boris Gott

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Sebastian Nötzel im youtube-Roulette

Sebastian Nötzel (aka DJ Battodo) wird nach 16 Jahren das Silent Sinners schließen | Foto: Peter Hesse

Das Silent Sinners gehörte die letzten 16 Jahre zu den besten Adressen im Dortmunder Nachtleben an Dance-Clubs. Wie zuvor die Marlene Bar und das Daddy Blatzheim, wird nun der begehrte Club an der Möllerbrücke zum Jahres seine Türen schließen. Inhaber Sebastian Nötzel möchte sich nach vielen Jahren als Nachtleben-Multiplikator noch einmal beruflich neu orientieren. „Ich möchte mich vor allem bei den Leuten bedanken, die hier gearbeitet, aufgelegt, veranstaltet, bewacht, geputzt und gestrichen haben“, sagt der Club-Betreiber – und ergänzt: „Aber allen voran möchte Ich Euch, den Gästen des Silent Sinners, für die wilden Partys danken. Wir alle zusammen haben diesen Ort so besonders gemacht.“ Am 17. Dezember wird ab 21 Uhr der letzte Abend stattfinden, es legen DJ Battodo (das ist Sebastian), DJ MLM und Moerkhino auf. Was sonst noch wichtig ist, erklärt uns Sebastian Nötzel im youtube-Roulette.

Welcher Song repräsentiert für dich am besten das Ruhrgebiet?
Die Kassierer – Partylöwe

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In Dortmund-Hörde eröffnet die arc gallery am 10. Dezember

Kunst meets Techno – das ist das Konzept der arc gallery

Tresor.West – dieser Club in Dortmund-Hörde steht normalerweise für Clubabende mit harten Beats. Jetzt betreten die Macher hier Neuland und eröffnen die arc gallery – hier soll Kunst die Hauptrolle spielen. Macher Dimitri Hegemann versteht seinen Laden als kulturellen Ankerpunkt, der Kunst und Techno vereinen möchte. Am Samstag, den 10. Dezember, fällt ab 20 Uhr in den Kellergewölben vom Tresor.Westder Startschuss für diesen Crossover zwischen kreativen Bilderwelten und Clubkultur.

Kunst und Club – das ist für die beiden Kuratorinnen Viviane Lennert und Daniela Berglehn kein Widerspruch: „Der Club als Ort der Begegnung und Kunst als Medium der Spekulation erkunden beide Welten außerhalb dessen, was wahr, gesetzt und berechenbar ist“, so Lennert. Es ist ein Experiment – und das macht neugierig.

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#Katar2022: BVB-Stars Marco Reus und Mats Hummels dürfen sich nach dem DFB-Desaster als heimliche Gewinner fühlen

Mats Hummels. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Tja, so schnell kann das gehen. Nach dem peinlichen Vorrundenaus der DFB-Elf bei der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar, sind plötzlich alle Teilnehmer aus Deutschland gefühlte Verlierer. Egal ob Bundestrainer Hansi Flick, Manager Oliver Bierhoff, oder die beteiligten Profikicker. Jeder steht aktuell kritisch auf dem Prüfstand.

Wohl denen, die in Katar nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben, wie etwa die Dortmunder Niklas Süle, Nico Schlotterbeck, Julian Brandt, Karim Adeyemi und Youssoufa Moukoko. Von diesen werden die Abwehrspieler Süle und Schlotterbeck nach ihren schwachen Auftritten dort zwar ebenfalls kritisch gesehen, kommen in den Analysen aber auch nur als Randfiguren vor. Brandt, Adeyemi und Moukoko werden komplett verschont, da sie keine nennenswerten Anteile am Scheitern des Weltmeisters von 2014 hatten.

Zu regelrechten Gewinnern des sportlichen Offenbarungseides in dem Wüstenstaat werden hingegen plötzlich zwei BVB-Kicker, die bei der Nominierung noch als die ganz großen Verlierer galten: Mats Hummels und Marco Reus. Plötzlich heißt es: Wohl dem, der mit dem Turnier in Katar gar nichts zu tun hatte.

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