Die Toten Hosen haben den Absprung verpasst

Hosen-Sänger Campino hat früher mehr riskiert. Quelle: Wikipedia, Foto: Libertinus Yomango, Lizenz: CC BY-SA 2.0

In diesen Tagen kommt man den Toten Hosen kaum noch aus dem Weg. Parallel zur Veröffentlichung ihres offiziell letzten Studioalbums (und dem Abstieg ihrer geliebten Fortuna in die 3. Liga) startet die große Abschiedstournee der Düsseldorfer Punkrock-Institution. Die Marketingmaschinerie läuft auf Hochtouren, die Medien überschlagen sich mit Würdigungen, Rückblicken und Lobeshymnen. Kaum ein Radiosender, kaum eine Talkshow, kaum eine Kulturseite verzichtet derzeit auf einen Beitrag über Campino und seine Mitstreiter.

Das überrascht wenig. Wenn jemand seinen Abschied ankündigt, dominieren meist die positiven Stimmen. Kritik gilt schnell als unangebracht. Doch gerade deshalb lohnt es sich aus meiner Sicht, einen etwas anderen Blick auf die Toten Hosen zu werfen. Einen Blick, der nicht von Nostalgie verklärt ist.

Weiterlesen

44 Jahre mit den Toten Hosen

Die Toten Hosen im Jahr 1985 als Coverhelden der Spex

Für die einen ist er der Schlager-Punk, der längst in den Giftschrank gehört – für andere ist Campino ein aufrichtiger Rocksänger, der mit seinen Mitteln probiert, eine Art Bruce Springsteen meets Manic Street Preachers für die Bundesrepublik sein. Denn die Songs der Toten Hosen handeln vom Leben in Deutschland. Ist Campino nun eher ››Ballast der Republik‹‹ oder sind die Toten Hosen mit ihren über 1.500 Konzerten, 500 Liedern und fast 200 Coverversionen eine Art ››Opium fürs Volk‹‹? Unser Autor Peter Hesse begleitet die Band von Anfang an und hat ein paar Hosen-Ereignisse aus seinem Leben zum 44jährigen Bandjubiläum zusammengfasst.

Weiterlesen

Zwischen Tourbus und Gourmetküche: Sex, Drugs & Sausage Rolls

Hohe Kochkunst trifft Rock’n’Roll: Sex, Drugs & Sausage Rolls | Foto: PR

Roh, witzig und gnadenlos ehrlich: die ELECTRI_CITY Conference präsentiert am 7. Juni im Düsseldorfer Me And Hotel einen Abend zwischen Rock ’n’ Roll und Haute Cuisine mit Robbie Williams-Musiker Jerry Meehan, Gitarrenlegende Chris Spedding und Starkkoch Graham Garrett.

Weiterlesen
Werbung


3 Israelis am 9. Mai: Sharon Mansur Trio

Sharon Mansur by (c) ACT

Israel ist ein Wunderland der Musik. Heute: die Pianistin Sharon Mansur, der Bassist David Michaeli und der Schlagzeuger Aviv Cohen. Ihre Musik: eine Fusion aus Jazz und Rock, aus Elektronik und arabischen Sounds, hoch-emotional. Wie auch der heutige Tag, an dem sie in der Christuskirche Bochum spielen, er erinnert daran, dass sich Israel niemals von Terror erpressen lässt. Von BDS schon gar nicht.

Zuerst war da die arabische Musik, dann der „König der Löwen“, er hat das Herz der kleinen Sharon für klassische Musik geöffnet, da war sie fünf Jahre alt. Später studierte sie klassisches Klavier, arbeitete sich in den Progressive Rock hinein, lernte Metal lieben und dann den Jazz, den Blues, die Improvisation. Mit ihr, dem Spiel der Freiheit, kehrt sie  –  noch keine 30 –  in die Musik ihrer Kindheit zurück, die arabische Musik, ihr Vater stammt aus dem Irak. In Israel ist solche Fusion alltäglich, zwei von drei Israelis stammen aus dem arabisch-nordafrikanischen Raum.

Weiterlesen

INTERIA im Interview: Aus Tel Aviv nach Berlin – für Wacken und Wembley

Metal macht Spaß! Itai Avrahamoff führt bei INTERIA den 5-String-Bass. Foto: Till Oliver Becker
Metal macht Spaß! Itai Avrahamoff führt bei INTERIA den 5-String-Bass. Foto: Till Oliver Becker

Die Band INTERIA stammt aus Israel, lebt inzwischen in Berlin und will von dort aus die europäische Alternative-Metal-Szene erobern. Im Interview mit den RUHRBARONEN spricht Sänger Argaman Ventura über den Schritt nach Deutschland, über künstlerische Verwundbarkeit, große Ziele, den Alltag zwischen Rockband und Start-up sowie über die Frage, was große Kunst heute bedroht.

Weiterlesen

Bis zum bitteren Ende – Die Toten Hosen hören auf

Ein Konzert der Toten Hosen. Foto: Andreas Wolf
Ein Konzert der „Toten Hosen“. Foto: Andreas Wolf

Die Düsseldorfer Band verkündete, dass sie am 29. Mai 2026 ihr letztes Studioalbum veröffentlichen wird, das von einer großen Abschiedstournee begleitet wird. Diesen Anlass nutze ich, um auf die Geschichte der Band und auf meine Geschichte mit der Band zurückzublicken.

Angetrieben von der Punkexplosion 1977, gründete sich ein Jahr später die Band „ZK“ im Umfeld des Düsseldorfer Ratinger Hof. Am Mikrofon stand der damals 16-jährige Andreas Frege, auch bekannt unter Campino. 1980 stieg Andreas von Holst, der auch Kuddel genannt wird, an der Gitarre ein. Nach 2 LPs und zwei Singles spielten ZK am 21. November 1981 ihr letztes Konzert in Neuss. Gemeinsam mit einem der Roadies, Andreas Meurer, gründeten Frege und von Holst eine neue Band, die unter dem Namen Die Toten Hosen bekannt werden sollte. Außerdem gingen „Die Mimmi’s“ und die „Panhandle Alks“ aus der Trennung von „ZK“ hervor.

Weiterlesen

Metallica-Entdecker Michael Alago kommt nach NRW

Michael Alago zusammen mit James Hetfield von Metallica | Foto: M. Alago

Michael Alago gehört zu den schillernden Figuren hinter den Kulissen der internationalen Musikindustrie. Geboren am 13. Oktober 1960 wächst er in kleinen Verhältnissen in Brooklyn, New York auf. Ende Mai kommt Alago nach Deutschland und präsentiert seine Doku, der Film wird auch in Dortmund und Düsseldorf gezeigt – wo es im Anschluss ein ausführliches Gespräch mit dem Musik-Produzenten geben wird. 

Weiterlesen
Werbung


Peter Hook & The Light: Get Ready Tour gestartet – Donnerstag Berlin

Peter Hook & The Light eröffnen ihre Get Ready Tour 2026 mit einem starken Gig im Amsterdamer Melkweg.

Mit einem fulminanten Gig im Amsterdamer Melkweg ist die Fortsetzung der Get Ready Tour am Dienstag 17. März 2026 gestartet. Peter Hook & The Light lieferten zunächst eine komplette Livepräsentation des New Order Albums Get Ready von 2001, ehe nach kurzer Pause ein Trip durch die gesamte Bandgeschichte folgte: Warsaw, Joy Division, New Order und sogar ein Song von Monaco wurden bedient.

Weiterlesen

Katzenköter im youtube-Roulette

Punkrock direkt aus der Herzkammer des Ruhrgebiets: Katzenköter.| Foto: Charles Dörfel

Katzenköter kommen aus Dortmund und sind tief im lokalen Underground und der Subkultur verankert. Die Band steht für einen rauen, direkten Punk-Sound, der mit viel Humor und skurrilen Alltagsbeobachtungen spielt. Ihre Texte handeln mal von Hackfleisch, mal von der Stadt Gütersloh oder von Combos aus einer Hochhaussiedlung – Deutschpunk mit schrägem Blick auf den Alltag. Live sind Katzenköter regelmäßig in alternativen Locations und bei Szene-Festivals unterwegs, so auch am kommenden Samstag (7. März) im Café Banane an der Rheinischen Straße 14 in Dortmund. In der regionalen Punk-Community gelten sie als feste Größe mit eigenwilligem Witz und unverwechselbarer Attitüde. Was sonst noch wichtig ist, erklärt Gitarrist Charles Dörfel im youtube-Roulette.

Weiterlesen
1 2 3 33