Metallica-Entdecker Michael Alago kommt nach NRW

Michael Alago zusammen mit James Hetfield von Metallica | Foto: M. Alago

Michael Alago gehört zu den schillernden Figuren hinter den Kulissen der internationalen Musikindustrie. Geboren am 13. Oktober 1960 wächst er in kleinen Verhältnissen in Brooklyn, New York auf. Ende Mai kommt Alago nach Deutschland und präsentiert seine Doku, der Film wird auch in Dortmund und Düsseldorf gezeigt – wo es im Anschluss ein ausführliches Gespräch mit dem Musik-Produzenten geben wird. 

Alago fand er schon früh seinen Weg in die pulsierende Subkultur der Stadt. Schon als Teenager bewegte er sich in der legendären Club- und Punk-Szene, wo er ein feines Gespür für neue Klänge und außergewöhnliche Künstler entwickelte und lernt in dieser Phase Typen wie Alan Vega (Suicide) kennen oder fotografiert 1978 das Cover von der „Blatantly Offenzive“ EP von Wayne County And The Electric Chairs. Bereits in jungen Jahren fängt er an als A&R-Manager zu arbeiten – jener entscheidenden Schnittstelle zwischen Künstlern und Plattenfirmen. In dieser Rolle bewies er ein bemerkenswertes Talent, musikalische Trends zu erkennen, bevor sie den Mainstream erreichten. Besonders prägend war seine Entscheidung, die damals noch relativ unbekannte Band Metallica 1984 unter Vertrag zu nehmen und ihr Album „Ride The Lightning“ entscheidend zu begleiten.

Ein Schritt, der sich später als Meilenstein der Rockgeschichte herausstellen sollte. „Nicht so viel Glück hatte ich mit John Lydon. Ich konnte ihn 1985 zu Elektra lotsen, wo wir das „Album“ veröffentlicht haben. Leider musste ich ihn ein Jahr später wieder droppen. John sagte zu mir damals: ‚Michael, ich bin ein Realist, ich weiß das der US-Markt nicht einfach ist für eine Band wie Public Image Limited.‘ Aber ich bin froh und dankbar, dass ich John seit über 40 Jahren als meinen Freund bezeichnen darf.“

Bruce Springsteen zusammen mit Michael Alago | Foto: M. Alago

Der Einfluss beschränkte sich nicht auf ein einzelnes Genre. Im Laufe seiner Karriere arbeitete er mit einer beeindruckenden Bandbreite von Künstlern zusammen, darunter Cyndi Lauper, Nina Simone, Amanda Lear, Misfits, Keith Caputo, Metal Church oder White Zombie. Seine Offenheit für unterschiedliche Musikstile und seine Leidenschaft für authentische Stimmen machten ihn zu einer respektierten Persönlichkeit in der Branche. Sein Rezept dafür ist bestechend einfach: „Ich habe nie ein Instrument gespielt. Ich liebe die Idee des Klaviers und was man damit alles anstellen kann, aber ich habe nie Klavier gespielt. Ich liebe einfach nur Musik.“ Neben seinen beruflichen Erfolgen war Alagos Leben auch von persönlichen Herausforderungen geprägt. Er kämpfte mit Drogenproblemen und erhielt in einer Zeit, in der die Krankheit noch stark stigmatisiert war, eine HIV-Diagnose. Dennoch gelang es ihm, sich neu zu orientieren und ein zweites kreatives Leben zu beginnen – diesmal als Fotograf und Autor.

Heute steht Michael Alago nicht nur für musikalischen Weitblick, sondern auch für Resilienz und Wandlungsfähigkeit. Seine Geschichte ist die eines Mannes, der die Höhen und Tiefen eines intensiven Lebens durchlebt hat – und dabei stets seiner Leidenschaft für Kunst und Kultur treu geblieben ist. Für drei Termine kommt er nun nach Deutschland um seine filmische Dokumentation „Who The Fuck Is That Guy?“ zu präsentieren, im Anschluss gibt es daran ein Live-Gespräch mit ihm vor Kino-Publikum.

Die Termine:
23.05 in Frankfurt (Harmonie Filmtheater, Dreieichstraße 54, 60594 Frankfurt)
25.05. in Düsseldorf (Metropol Kino, Brunnenstraße 20, 40223 Düsseldorf)
27.05. in Dortmund (Schauburg, Brückstraße 66, 44135 Dortmund) 

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