
Das armenische Mahnmal Dieser Schmerz betrifft uns alle! steht seit mehreren Jahren an zentraler Stelle in Köln, am Fuße der Hohenzollernbrücke. Von unserem Gastautor Roland Kaufhold.
Maßgeblicher Initiator dieses Mahnmals war der türkischstämmige Kölner Schriftsteller und Menschenrechtler Dogan Akhanli, zusammen mit seinem Freund und Weggefährten Ilias Uyar. Der Kölner Schriftsteller Ralph Giordano hatte schon vor 30 Jahren filmisch und schreibend die Anerkennung dieses frühen Völkermordes gefordert.
Heute jährt sich der 111. Jahrestag des Genozids an den Armeniern. Ab 17 Uhr wird am Kölner Mahnmal erneut, wie jedes Jahr, an den Völkermord der Jahre von 1915 – 1917 im Osmanischen Reich erinnert.
Das Kölner armenische Mahnmal Dieser Schmerz betrifft uns alle! steht zwar seit mehreren Jahren unbeschadet an seinem Platz zwischen Dom und Hohenzollernbrücke in Köln. Cem Özdemir, Berivan Aymaz und Günter Wallraff haben sich mehrfach persönlich für dieses Kölner armenische Mahnmal engagiert und es aufgesucht. Dennoch stehe „die Legalisierung des Mahnmals durch die Stadt Köln noch aus“, so Albrecht Kieser im Namen der Kölner Unterstützerinitiative. „Die Skulptur ist bisher nur geduldet.“ Das müsse sich ändern, fordert die Armenische Gemeinde Kölns zusammen mit vielen weiteren Kölnern.
Auch am 24. April diesen Jahres, dem Internationalen Gedenktag an dieses Menschheitsverbrechen, werden dort um 17 Uhr Blumen niedergelegt und kurze Gedenkreden gehalten. Der Chor der Armenischen Gemeinde trägt mehrere Lieder vor. Mehrere Fachleute des Völkermordes an den Armeniern – Tessa Hoffman und Jeanette Ehrmannwerden – werden sprechen.
Der Artikel erschien in ähnlicher Form bereits auf Hagalil
