Metal macht Spaß! Itai Avrahamoff führt bei INTERIA den 5-String-Bass. Foto: Till Oliver Becker
Die Band INTERIA stammt aus Israel, lebt inzwischen in Berlin und will von dort aus die europäische Alternative-Metal-Szene erobern. Im Interview mit den RUHRBARONEN spricht Sänger Argaman Ventura über den Schritt nach Deutschland, über künstlerische Verwundbarkeit, große Ziele, den Alltag zwischen Rockband und Start-up sowie über die Frage, was große Kunst heute bedroht.
Die Düsseldorfer Band verkündete, dass sie am 29. Mai 2026 ihr letztes Studioalbum veröffentlichen wird, das von einer großen Abschiedstournee begleitet wird. Diesen Anlass nutze ich, um auf die Geschichte der Band und auf meine Geschichte mit der Band zurückzublicken.
Angetrieben von der Punkexplosion 1977, gründete sich ein Jahr später die Band „ZK“ im Umfeld des Düsseldorfer Ratinger Hof. Am Mikrofon stand der damals 16-jährige Andreas Frege, auch bekannt unter Campino. 1980 stieg Andreas von Holst, der auch Kuddel genannt wird, an der Gitarre ein. Nach 2 LPs und zwei Singles spielten ZK am 21. November 1981 ihr letztes Konzert in Neuss. Gemeinsam mit einem der Roadies, Andreas Meurer, gründeten Frege und von Holst eine neue Band, die unter dem Namen Die Toten Hosen bekannt werden sollte. Außerdem gingen „Die Mimmi’s“ und die „Panhandle Alks“ aus der Trennung von „ZK“ hervor.
Michael Alago zusammen mit James Hetfield von Metallica | Foto: M. Alago
Michael Alago gehört zu den schillernden Figuren hinter den Kulissen der internationalen Musikindustrie. Geboren am 13. Oktober 1960 wächst er in kleinen Verhältnissen in Brooklyn, New York auf. Ende Mai kommt Alago nach Deutschland und präsentiert seine Doku, der Film wird auch in Dortmund und Düsseldorf gezeigt – wo es im Anschluss ein ausführliches Gespräch mit dem Musik-Produzenten geben wird.
Mit einem fulminanten Gig im Amsterdamer Melkweg ist die Fortsetzung der Get Ready Tour am Dienstag 17. März 2026 gestartet. Peter Hook & The Light lieferten zunächst eine komplette Livepräsentation des New Order Albums Get Ready von 2001, ehe nach kurzer Pause ein Trip durch die gesamte Bandgeschichte folgte: Warsaw, Joy Division, New Order und sogar ein Song von Monaco wurden bedient.
Punkrock direkt aus der Herzkammer des Ruhrgebiets: Katzenköter.| Foto: Charles Dörfel
Katzenköter kommen aus Dortmund und sind tief im lokalen Underground und der Subkultur verankert. Die Band steht für einen rauen, direkten Punk-Sound, der mit viel Humor und skurrilen Alltagsbeobachtungen spielt. Ihre Texte handeln mal von Hackfleisch, mal von der Stadt Gütersloh oder von Combos aus einer Hochhaussiedlung – Deutschpunk mit schrägem Blick auf den Alltag. Live sind Katzenköter regelmäßig in alternativen Locations und bei Szene-Festivals unterwegs, so auch am kommenden Samstag (7. März) im Café Banane an der Rheinischen Straße 14 in Dortmund. In der regionalen Punk-Community gelten sie als feste Größe mit eigenwilligem Witz und unverwechselbarer Attitüde. Was sonst noch wichtig ist, erklärt Gitarrist Charles Dörfel im youtube-Roulette.
Sankt Otten kommen aus Osnabrück und sind eine der coolsten Neo-Krautrock Bands | Foto: Corinna Nogat
Sankt Otten sind eine elektronische Band aus Osnabrück, die 1999 von Stephan Otten gegründet wurde. Im Laufe der Jahre entwickelte sich das Projekt zu einem festen Duo mit Gitarrist und Multiinstrumentalist Oliver Klemm. Von Beginn an stand Sankt Otten für instrumentale Musik, die sich zwischen elektronischer Avantgarde, Krautrock und Ambient bewegt. Stilistisch knüpft die Band an die Tradition der sogenannten Berliner Schule an, wie sie etwa von Tangerine Dream geprägt wurde, verbindet diese Einflüsse jedoch mit Gitarrenflächen, rhythmischen Strukturen und einer modernen, oft warmen Klangästhetik. Auch Bezüge zu Kraftwerk oder zum experimentellen Krautrock sind hörbar, ohne dass Sankt Otten dabei epigonal wirken. Vielmehr schaffen sie eine eigenständige, atmosphärisch dichte Klangwelt, die sowohl hypnotisch als auch melodisch sein kann.
Feuerwerk in der Provinz. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt
Kurz vor seinem Ende bleibt das Jahr 2025 für mich noch immer schwer greifbar. Es war kein Jahr der klaren Extreme, sondern eines der eher leisen, manchmal unbequemen Erkenntnisse. Besonders meine eigene Gesundheit hat mich länger beschäftigt, als ich es von mir kannte. Probleme, die zuvor kein Thema waren, traten plötzlich in den Vordergrund und haben mich seit dem Sommer zeitweise deutlich ausgebremst.
„Man wird eben älter“ – dieser Satz bekam in den vergangenen Monaten eine neue, sehr reale Bedeutung. So unangenehm diese Erfahrung auch war, sie hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, den eigenen Körper ernst zu nehmen und Gewohnheiten zu hinterfragen.
Chris Rea im Jahre 2012. Quelle: Wikipedia, Foto: Andrzej Barabasz (Chepry), Lizenz: CC BY-SA 3.0
Mit Chris Rea ist gestern einer jener Musiker gestorben, die nie den Anspruch hatten, die Welt anzuschreien – und sie gerade deshalb erreicht haben. Sein Tod im Alter von 74 Jahren markiert für mich nicht nur das Ende eines beeindruckenden Künstlerlebens, sondern auch einen sehr persönlichen Einschnitt.
Reas Arbeiten gehörten für mich zu jener Musik, die mich in einer prägenden Phase meines Lebens begleitet hat.
Das unabhängige Berliner Musiklabel Noisolution um ihren umtriebigen Macher Arne Gesemann feiert heute in Berlin mit einem großen Festival sein 30jähriges Jubiläum. Noisolution sind Gralshüter des Underground und haben über die Jahre immer wieder fantastische Alben veröffentlicht – und aktuell mit Daily Thompson und den Pighounds zwei herausragende Bands aus dem Ruhrgebiet am Start. Die Story hinter dem Label ist so stark, dass wir sie heute mit einem youtube-Roulette feiern – natürlich ausschließlich mit Tracks aus dem Hause Noisolution.
Welcher Song repräsentiert für dich das Ruhrgebiet am besten? Daily Thompson – I’m Free Tonite