Novaks Wut: Endlich mal wieder ein echter Ruhrpott-Movie (der leider nicht aus dem Ruhrpott kommt)

Beste Laune vorm Thega-Kino in Hildesheim. Das Publikum hat eben die Premiere von "Novaks Wut" gesehen. Foto: Till Oliver Becker
Beste Laune vorm Thega-Kino in Hildesheim. Das Publikum hat eben die Premiere von „Novaks Wut“ gesehen. Foto: Till Oliver Becker

Es gibt Filme, die sind glattgebügelt, sauber produziert, handwerklich makellos – und nach zehn Minuten wieder vergessen. Und dann gibt es Filme wie „Novaks Wut“. Einen Film, bei dem man sich gelegentlich fragt, was um alles in der Welt da gerade passiert. Einen Film, bei dem Dialoge fallen, als stammten sie aus dem Poesiealbum eines vollkommen Bekifften. Ein Film, bei dem man Tränen lachen kann, obwohl – oder gerade weil – er so herrlich krank ist.

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Über 600 Kinder aus 21 Städten beim „Fußball trifft Kultur“-Abschlussturnier

Foto: Robin Patzwaldt

Während die Fußballwelt zur WM nach Nord- und Südamerika blickt, erlebten rund 600 Kinder beim großen Abschlussturnier des Bildungsprogramms „Fußball trifft Kultur“ (FtK) ihr ganz persönliches Highlight. Aus 21 Städten reisten die Teilnehmenden ins Riedstadion in Frankfurt-Enkheim, um in den Altersklassen U10, U12 und U14 um die begehrten Pokale zu spielen – eingebettet in die diesjährige FtK-WM26-Challenge, bei der sich die Kinder im Schuljahr spielerisch und kreativ mit der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 auseinandergesetzt haben.

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Häme, Hochmut und harte Realität: Rot-Weiss Essen erlebt die ganze Brutalität des Fußballs

Vor dem Spiel in Fürth zeigte sich der Essener Fanblock noch selbstbewusst und gut gelaunt. Foto: Ruhrbarone

Die Bilder vom Dienstagabend in Fürth werden die Fans von Rot-Weiss Essen noch lange verfolgen. Spieler, die völlig entkräftet auf dem Rasen zusammensacken. Mitgereiste Anhänger, die fassungslos ins Leere starren. Und ein Klub, der den Aufstieg in die 2. Bundesliga nach 19 Jahren Sehnsucht auf dramatische Art und Weise verspielt hat.

Ausgerechnet jetzt fällt vielen Beobachtern wieder jene Szene vom Relegations-Hinspiel ein, als Essener Fans demonstrativ einen mutmaßlich aus Duisburg gestohlenen Torpfosten im Stadion präsentierten. Eine Aktion, die damals als kreativer Spott gefeiert wurde. Heute wirkt sie wie ein Sinnbild für die gefährliche Grenzüberschreitung zwischen Rivalität und Überheblichkeit.

Denn der Fußball hat seine ganz eigene Art, Rechnungen zu begleichen.

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Ein Aufstieg von Rot-Weiss Essen wäre ein Lebenszeichen des gesamten Ruhrgebiets

Das Stadion in Essen. Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei

Wenn an der Essener Hafenstraße am heutigen Freitagabend das Flutlicht brennt, geht es längst nicht mehr nur um zwei Fußballspiele gegen die SpVgg Greuther Fürth. Für Rot-Weiss Essen geht es um die vielleicht wichtigste sportliche und wirtschaftliche Chance der vergangenen Jahrzehnte – und für das gesamte Ruhrgebiet um ein weiteres Stück Fußball-Identität auf großer Bühne.

Das Revier lebt vom Fußball. Es lebt von Rivalitäten, von ausverkauften Stadien, von Traditionsvereinen und von Geschichten, die weit über Tabellenplätze hinausgehen. Genau deshalb wäre ein Aufstieg von RWE in die 2. Bundesliga so bedeutend. Während Vizemeister Borussia Dortmund und der FC Schalke 04 künftig wieder gemeinsam die 1. Fußball-Bundesliga mit ihrer traditionsreichen Rivalität bereichern werden, könnte die zweite Liga ebenfalls ein echtes Ruhrgebiets-Gesicht hinzubekommen.

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Abseits von BVB und S04: Die stillen Revierhelden aus Duisburg und Essen träumen groß

Im Stadion des MSV Duisburg könnte bald wieder deutlich mehr los sein als hier. Archiv-Foto: Daniel Jentsch

Borussia Dortmund kämpft aktuell mit der eigenen Identität, Schalke 04 liefert mal wieder das ganz große Drama – und während die grellen Scheinwerfer des Fußballs im Ruhrgebiet einmal mehr auf die beiden schillerndsten Vertreter ihrer Art gerichtet sind, droht ein bemerkenswertes Stück Fußballkultur auf überregionaler Bühne einmal mehr fast unbeachtet zu bleiben: die mögliche Renaissance von Rot-Weiss Essen und dem MSV Duisburg.

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Im August startet die Ruhrtriennale

Die Jahrhunderthalle in Bochum ist einer der wichtigsten Standorte der Ruhrtriennale | Foto: Peter Hesse

Die Ruhrtriennale 2026 findet vom 20. August bis 20. September statt. Insgesamt gibt es in diesem Jahr 31 Produktionen und Projekte mit 114 Veranstaltungen in Bochum, Duisburg, Dortmund, Essen und Gladbeck. Im dritten und letzten Jahr der Intendanz von Ivo Van Hove lädt die Ruhrtriennale dazu ein, gemeinsame Erlebnisse zu feiern und neue Perspektiven einzunehmen.

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Ente Lippens wird 80:  „Für Fußballer ist genug Geld im Topf“

Willi „Ente“ Lippens in seinem Restaurant in Bottrop | Foto: Daniel Sadrowski

Zu seiner Zeit dribbelte Willi „Ente“ Lippens für Rot Weiß Essen und Borussia Dortmund jeden Gegner aus. Er wohnte bei Rot Weiß Essen im Stadion, fuhr mit Helmut Rahn zu Prominenten-Spielen und betreibt mit seinem Sohn Michael in Bottrop-Welheim ein Restaurant, das „Mitten im Pott“ heißt. Heute wird der große Fußballer, der 92 Tore in 242 Bundesligaspielen schoss, 80 Jahre alt – wir gratulieren recht herzlich!

Willi Lippens, wie fühlt man sich als Gastronom?

Diesen Hof habe ich 1979 gekauft, da bin ich von meiner Stippvisite bei den Dallas Tornados wieder nach Deutschland gekommen. Da wir hier so viel Platz haben, hat sich das als Ausflugsziel angeboten. Man kann hier unter einem alten Baumbestand sitzen, eine Stunde relaxen und ein Bierchen dazu trinken.

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Ein Besuch in der Villa Hügel in Essen – zwischen Staunen und Beklemmung

Die Villa Hügel in Essen im Oktober 2025. Foto(s): Robin Patzwaldt

Vor ein paar Tagen war ich zum ersten Mal in der Villa Hügel in Essen. Für jemanden, der seit Anfang der 1970er-Jahre im Ruhrgebiet lebt, wurde das höchste Zeit. Schließlich ist die Geschichte dieser Region untrennbar mit der Familie Krupp verbunden – und damit auch mit diesem Haus, das so viele Mythen, Machtfantasien und Widersprüche in sich trägt.

Ich wusste natürlich, wie die Villa aussieht. Aus Filmen, Fotos, Dokumentationen. Aber sie dann tatsächlich zu betreten, über diese makellos gepflegten Wege zu gehen, auf die weiten Rasenflächen zu blicken, das war etwas anderes. Es war – das klingt vielleicht pathetisch – fast wie ein kleiner Kulturschock.

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Liveticker zur NRW-Kommunalwahl

Heute hat NRW gewählt Foto: Laurin

22.38 Uhr: Das wars für heute. Es tickerten Frank Stenglein und Stefan Laurin.

21.27 Uhr: In Herne hat Oberbürgermeister Frank Dudda (SPD) gute Chancen, knapp im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit zu schaffen: als einziger Kandidat im engeren Ruhrgebiet, denn Hamm ist ja doch schon eine andere Welt. Der AfD-Kandidat landete in Herne klar auf Platz 2, doch für die Stichwahl scheint es dank Dudas Popularität nicht zu reichen.

Frank Dudda (SPD) Foto: RVR/Wiciok Lizenz: Copyright

21.25 Uhr: Die SPD schlägt die AfD in Gelsenkirchen in einem Fotofinish bei der Wahl des Rates knapp mit 30,36  % zu 29,92 %. Die CDU schafft gerade einmal 19 %, die Grünen nur 4,6 %. Bei der OB-Stichwahl muss

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Ein Großer des Ruhrgebiets sagt leise Lebewohl – Zum Tod von Frank Mill

Frank Mill. Quelle: Wikipedia, Foto: Christophe95, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Es gibt Fußballer, die durch ihre Tore unvergessen bleiben. Und dann gibt es solche, die sich durch ihre Persönlichkeit, ihre Bodenständigkeit und ihren unermüdlichen Einsatz in die Herzen der Menschen spielen – Frank Mill war beides. Am heutigen 5. August 2025 ist der frühere Nationalspieler und gebürtige Essener im Alter von 67 Jahren verstorben. Nach einem schweren Herzinfarkt Ende Mai hatte er wochenlang im künstlichen Koma gelegen. Nun ist der Kampf verloren – und mit ihm geht eine der prägenden Figuren des deutschen Fußballs der 80er- und frühen 90er-Jahre.

Geboren und aufgewachsen in Essen, war Frank Mill so etwas wie das personifizierte Ruhrgebietsgefühl auf dem Fußballplatz: schnörkellos, leidenschaftlich, nahbar. Seine Profikarriere begann bei Rot-Weiss Essen, wo er sich mit 74 Toren in 120 Spielen schnell einen Namen machte. Es folgten Stationen bei Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund, wo er mit dem Pokalsieg 1989 ein echtes Karriere-Highlight feiern konnte. Später ließ er seine Laufbahn beim damaligen Zweitligisten Fortuna Düsseldorf ausklingen.

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