Die Jahrhunderthalle in Bochum ist einer der wichtigsten Standorte der Ruhrtriennale | Foto: Peter Hesse
Die Ruhrtriennale 2026 findet vom 20. August bis 20. September statt. Insgesamt gibt es in diesem Jahr 31 Produktionen und Projekte mit 114 Veranstaltungen in Bochum, Duisburg, Dortmund, Essen und Gladbeck. Im dritten und letzten Jahr der Intendanz von Ivo Van Hove lädt die Ruhrtriennale dazu ein, gemeinsame Erlebnisse zu feiern und neue Perspektiven einzunehmen.
Willi „Ente“ Lippens in seinem Restaurant in Bottrop | Foto: Daniel Sadrowski
Zu seiner Zeit dribbelte Willi „Ente“ Lippens für Rot Weiß Essen und Borussia Dortmund jeden Gegner aus. Er wohnte bei Rot Weiß Essen im Stadion, fuhr mit Helmut Rahn zu Prominenten-Spielen und betreibt mit seinem Sohn Michael in Bottrop-Welheim ein Restaurant, das „Mitten im Pott“ heißt. Heute wird der große Fußballer, der 92 Tore in 242 Bundesligaspielen schoss, 80 Jahre alt – wir gratulieren recht herzlich!
Willi Lippens, wie fühlt man sich als Gastronom?
Diesen Hof habe ich 1979 gekauft, da bin ich von meiner Stippvisite bei den Dallas Tornados wieder nach Deutschland gekommen. Da wir hier so viel Platz haben, hat sich das als Ausflugsziel angeboten. Man kann hier unter einem alten Baumbestand sitzen, eine Stunde relaxen und ein Bierchen dazu trinken.
Die Villa Hügel in Essen im Oktober 2025. Foto(s): Robin Patzwaldt
Vor ein paar Tagen war ich zum ersten Mal in der Villa Hügel in Essen. Für jemanden, der seit Anfang der 1970er-Jahre im Ruhrgebiet lebt, wurde das höchste Zeit. Schließlich ist die Geschichte dieser Region untrennbar mit der Familie Krupp verbunden – und damit auch mit diesem Haus, das so viele Mythen, Machtfantasien und Widersprüche in sich trägt.
Ich wusste natürlich, wie die Villa aussieht. Aus Filmen, Fotos, Dokumentationen. Aber sie dann tatsächlich zu betreten, über diese makellos gepflegten Wege zu gehen, auf die weiten Rasenflächen zu blicken, das war etwas anderes. Es war – das klingt vielleicht pathetisch – fast wie ein kleiner Kulturschock.
22.38 Uhr: Das wars für heute. Es tickerten Frank Stenglein und Stefan Laurin.
21.27 Uhr: In Herne hat Oberbürgermeister Frank Dudda (SPD) gute Chancen, knapp im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit zu schaffen: als einziger Kandidat im engeren Ruhrgebiet, denn Hamm ist ja doch schon eine andere Welt. Der AfD-Kandidat landete in Herne klar auf Platz 2, doch für die Stichwahl scheint es dank Dudas Popularität nicht zu reichen.
Frank Dudda (SPD) Foto: RVR/Wiciok Lizenz: Copyright
21.25 Uhr: Die SPD schlägt die AfD in Gelsenkirchen in einem Fotofinish bei der Wahl des Rates knapp mit 30,36 % zu 29,92 %. Die CDU schafft gerade einmal 19 %, die Grünen nur 4,6 %. Bei der OB-Stichwahl muss
Frank Mill. Quelle: Wikipedia, Foto: Christophe95, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Es gibt Fußballer, die durch ihre Tore unvergessen bleiben. Und dann gibt es solche, die sich durch ihre Persönlichkeit, ihre Bodenständigkeit und ihren unermüdlichen Einsatz in die Herzen der Menschen spielen – Frank Mill war beides. Am heutigen 5. August 2025 ist der frühere Nationalspieler und gebürtige Essener im Alter von 67 Jahren verstorben. Nach einem schweren Herzinfarkt Ende Mai hatte er wochenlang im künstlichen Koma gelegen. Nun ist der Kampf verloren – und mit ihm geht eine der prägenden Figuren des deutschen Fußballs der 80er- und frühen 90er-Jahre.
Geboren und aufgewachsen in Essen, war Frank Mill so etwas wie das personifizierte Ruhrgebietsgefühl auf dem Fußballplatz: schnörkellos, leidenschaftlich, nahbar. Seine Profikarriere begann bei Rot-Weiss Essen, wo er sich mit 74 Toren in 120 Spielen schnell einen Namen machte. Es folgten Stationen bei Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund, wo er mit dem Pokalsieg 1989 ein echtes Karriere-Highlight feiern konnte. Später ließ er seine Laufbahn beim damaligen Zweitligisten Fortuna Düsseldorf ausklingen.
Was derzeit in einem Dortmunder Krankenhaus passiert, wirkt wie eine bitterböse Parodie auf die Realität in deutschen Kliniken. Drei Pflegekräfte streamten während ihrer Nachtschicht auf einer Intensivstation stundenlang live auf TikTok – vor bis zu 500 Zuschauern. Alarmsignale piepten, vertrauliche Daten waren im Bild, aber Hauptsache: Likes, Herzchen, Reichweite.
Mit seinen dokumentarischen Arbeiten hat sich der Bonner Aljoscha Pause längst einen Namen gemacht – als ein Filmemacher, der tief eintaucht, genau hinschaut und dabei stets den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Ob im Sport, in der Gesellschaft oder im Privaten: Seine Filme erzählen von inneren Kämpfen, äußeren Zwängen und der Suche nach Identität.
Nun kommt „Fritz Litzmann, mein Vater und ich“ in die Kinos – ein sehr persönliches Werk, das sich mit einem bislang kaum beleuchteten Kapitel der eigenen Familiengeschichte beschäftigt. Im exklusiven Ruhrbarone-Interview spricht Aljoscha Pause über die Hintergründe, die Auswirkungen des Films auf das Verhältnis zu seinem Vater und berichtet von ersten Reaktionen des Publikums.
Michael Lorant war Autor und Journalist – und im Hauptberuf Sozialarbeiter | Foto: Peter Hesse
Am vergangenen Mittwoch ist der langjährige Metal Hammer– und eclipsed-Autor Michael Lorant im Alter von 64 Jahren verstorben. Er war ein regelmäßiger Leser der Ruhrbarone und kam am 23. April mit einer Gehirnblutung in die Notaufnahme. Dort ist er nicht mehr aufgewacht. Ein Nachruf.
Ramin Yektaparasts Instagram Screenshot (Ausschnitt) vom 6.6.2024
Das iranische Reich, fromm wie das Dritte, greift ins Ruhrgebiet über, Reichsstatthalter hier war Ramin Yektaparast: Ex-Bandidos, Ex-Hells Angels, jetzt tot. Und sein Netzwerk? Die scharfen Schüsse auf das Rabbinerhaus in Essen, der Brandanschlag auf die Synagoge Bochum – hält eine Waffenruhe auch an der Ruhr?
Ein 11. September fürs Ruhrgebiet, womöglich war das die Idee: drei Terroranschläge auf drei Synagogen in einer Nacht. Orchestrierte Attacken wie in New York 2001, von denen zwei – die in Bochum und Essen – ausgeführt wurden, die in Dortmund blieb unverübt, unklar bis heute, ob mitgeplant. Ins öffentliche Bewusstsein hat sich die Terrorattacke vom 17. November 2022 nicht eingesenkt, was daran liegen mag, wie stümperhaft sich Babak J. angestellt hat, zuständig für den Anschlag in Bochum, er schleuderte seinen Brandsatz auf das Gebäude nebenan. Dümmlicher Fehlwurf oder ausgekochte Strategie? Sein Auftraggeber, der Deutsch-Iraner Ramin Yektaparast, soll fünf Millionen US-Dollar kassiert haben für die Attacke.
Einer der letzten echten Originale war der Rot-Weiss Essen-Fan Glockenhorst. / Foto: Dominik Asbach
Freche Schnauze, goldenes Herz: Mit seiner rauen Herzlichkeit war er sehr beliebt und sein Glockengeläut war ein unüberhörbares Trademark im Stadion von Rot-Weiß Essen an der Hafenstraße. Der Essener Fußballfan Glockenhorst ist vergangenes Wochenende gestorben.