Pottporus startet mit dem Hip Hop Stück „Cracks“ auf Zeche Zollverein

„Cracks“ verbindet Hip Hop Tanztheater mit irren Bewegungsabläufen | Foto: Young-Soo Chang

„Cracks“ ist eine Neuproduktion des Herner Vereins Pottporus zusammen mit PACT Zollverein und zugleich der erste Bühnenauftritt des im April 2023 neu gegründeten Urban Arts Ensemble Ruhr. Dieses hoch akrobatische, wie sensible Hip Hop Tanztheater-Stück, feiert am 28. Oktober seine Premiere auf Zeche Zollverein in Essen.

Weiterlesen

DJ Matt Meister im youtube-Roulette

Shake Some Action heißt es morgen wieder im Essener Club Südrock

Mit ›Shake Some Action‹ wird aus der Power-Pop-Hochburg Essen eine Hot-Action-Metropole. Mit einem DJ-Set aus den Bestandteilen Soul, Garage, Indie, Punkrock, New Wave und artverwandten Genres startet das DJ-Trio Dr. Jakyll, Blank Frank und Matt Meister wieder durch: Am kommenden Samstag legt das bezaubernde Groove-Kollektiv wieder im Südrock auf (Rellinghauser Straße 124, 45128 Essen). Die Drei Musik-Connoisseure präsentieren dann ausgesuchte Vinyl-Perlen und schnittige Klassiker, die direkt ins Tanzbein übergehen. Was sonst noch wichtig ist, verrät uns Matt Meister im youtube-Roulette.  

Welcher Song repräsentiert für dich am besten das Ruhrgebiet?
Herbert Grönemeyer – Bochum (english Version)

Weiterlesen

BDS, der Terror und das iranische Regime: Eine Ermittlung in eigener Sache

Umgezogen: Staatsanwaltschaft Bochum 2021 | Foto thw

Im Oktober bin ich symbolisch erschossen worden vor meiner Kirche, der Christuskirche Bochum. Im November wurden Brandanschläge verübt auf die Synagogen in Bochum, Essen sowie, dort nur geplant, in Dortmund. Im Dezember gab es die ersten Berichte, hinter den Brandanschlägen stecke der iranische Geheimdienst. Dass der in Deutschland agiert, ist seit Jahren bekannt. Ebenso, dass er ein besonderes Interesse an „(pro-)jüdischen und (pro-)israelischen Einrichtungen“ hegt. Sagt die Bundesregierung. Die Bochumer Staatsanwaltschaft weigert sich, in diese Richtung zu ermitteln, ihre Begründung ist trostlos. Hier eine Geschichte über BDS, Boston und Bochum. Und darüber, was das mit den iranischen „Revolutionswächtern“ zu tun haben dürfte. Und warum dies Iraner, die gegen das Terror-Regime protestieren, so gar nicht wundert.

Geschehen ist dies: Am 19. Oktober vergangenen Jahres verlies ich gegen 22 Uhr mein Büro, es liegt unmittelbar neben der Christuskirche Bochum, und ging, ein milder Herbstabend, über den angrenzenden Platz Richtung Rathaus, als mir eine Person entgegen kam, die, kurz bevor auf gleicher Höhe, einen Ausfallschritt macht zu mir hin, den Arm vorgestreckt, die Hand zur Pistole geformt, den Zeigefinger zentimeternah auf meinen Bauch richtet und, lautmalerisch gekonnt, den Sound von drei Schüssen imitiert. Die Person: ein Mann vielleicht Mitte 30, arabischer Phänotyp, gepflegte Erscheinung, kurzgeschnittenes Haar, getrimmter Bart, durchaus bürgerlich gekleidet und etwas kleiner als ich, sie geht weiter, dreht sich um, sagt etwas in einer fremden Sprache und lacht.

Surreale Begegnung. Bedrohlich deshalb, weil sie sich mit nichts verknüpfen lässt, was man aus dem urbanen Alltag kennt. Weniger vergrübelt die Einschätzung meiner Frau: „Das galt Dir.“ Am nächsten Tag zwei konzentrierte Kripo-Beamte, auch sie hielten es für denkbar, dass die Drohgeste mir gegolten haben könnte bzw. der Christuskirche, der wohl größten Kulturkirche in Deutschland, deren Programm ich verantworte. Und natürlich hatte ich die Beamten darauf hingewiesen, dass diese Kirche ein Ort politischer Kultur sei, deren Positionen öffentlichen Zu- und Widerspruch finden. Es gibt bundesweit nicht viele Veranstalter, die sich weithin erkennbar gegen BDS stellen und dessen Ziel, Israel zu eliminieren, aber eine Morddrohung?

Weiterlesen
Werbung


DEB-Oberligen: Vorbereitungen auf die Saison 2023/24

Beim Eishockey. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Mit der Versendung der Lizenzierungsunterlagen hat der Deutsche Eishockey-Bund e.V. (DEB) die Vorbereitungen auf die Saison 2023/24 der Oberligen Nord und Süd begonnen. Im Lizenzierungsverfahren werden neben organisatorischen und infrastrukturellen Mindestanforderungen auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Clubs geprüft. Durch dieses Lizenzierungsverfahren soll die vollständige Durchführung des Spielbetriebs der Saison 2023/ 24 gewährleistet sowie eine langfristige Planbarkeit der Oberligen Süd und Nord sichergestellt werden. 

Weiterlesen

Crowdfunding-Aktion für verunglückten Eishockeyspieler Mike Glemser

Eishockeyspieler Mike Glemser ist tragisch verunglückt | Foto: Starbulls Rosenheim

Der 3. Februar war der Schicksalstag für Eishockey-Profi Mike Glemser (25), der vor zwei Jahren noch für die ESC Moskitos in Essen spielte. An diesem Tag im Februar spielte er mit seinem Verein, den der drittklassigen Oberliga angehörigen Starbulls Rosenheim, auswärts beim SC Riessersee/Garmisch-Partenkirchen – und verunglückte so schlimm, dass er nun querschnittsgelähmt ist.

Der Unfall ereignete sich in der neunten Minute:  plötzlich knallte der Stürmer nach einem Check gegen die Bande. Noch auf dem Eis musste Glemser minutenlang behandelt werden, bevor er ins Krankenhaus  transportiert wurde. Dort lag der frühere U20-Nationalspieler knapp zehn Tage im künstlichen Koma, er wurde zweimal operiert. Die Ärzte diagnostizierten einen Bruch des vierten und fünften Halswirbels. Das Rückenmark wurde derart beschädigt, dass Glemser nun halsabwärts gelähmt ist – und für immer im Rollstuhl sitzen muss.

Weiterlesen

Das Pangalaktische Theater zeigt „Die Eigentumshöhle“ in Essen

Zwischen kritischen Tönen und beißender Komik ist „Die Eigentumshöhle“ angelegt. / Bild: Maschinenhaus Essen

Das Performance-Kollektiv „Pangalaktisches Theater“ hat im jahr 2018 mit “Das Zeitrad” eine Weltraum-Oper auf die Bühne des FIDENA Festivals gebracht. Nun kommt eine Fortsetzung ins Maschinenhaus nach Essen. Nicht als Bühnenstück, sondern als Spielfilm.

“Die Eigentumshöhle” handelt vom Steinzeitplaneten Uggel und dessen seelenruhigem Pendant Uila. Das Gleichgewicht im All gerät ins Wanken, und das liegt nur an Geld und miesen Deals. “Die Eigentumshöhle” hat sich “Correctiv”-Recherchen zu Gentrifizierung und Immobilien vorgenommen, um den ganzen Wahnsinn mit der Miete im Weltall zu verhandeln.

Weiterlesen
Werbung


Rot-Weiss Essen: Ein aktuelles Buch zeigt, wie viel Potenzial der Klub verschwendet

Wenn wir hier bei den Ruhrbaronen über Fußball schreiben, dann beschäftigen sich die Texte zumeist mit Borussia Dortmund, dem FC Schalke 04, oder der deutschen Nationalmannschaft. Das sind die Themenbereiche, die unsere Leserschaft erfahrungsgemäß am meisten interessieren.

Schon Texte über den VfL Bochum oder den FC Bayern München finden im Regelfall wesentlich weniger Leser. Von den aktuell von der großen Bühne verschwundenen Klubs wie dem MSV Duisburg oder gar der SG Wattenscheid 09, die hier in der Vergangenheit auch schon vorkamen, ganz zu schweigen. Ein prominenter Name fehlte hier im Blog in den vergangenen Jahren im Bereich Sport aber fast ausnahmslos. Der von Rot-Weiss Essen!

Weiterlesen

Essen: Benefizkonzert für die Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien

Am Sonntag, dem 12.02.23 um 18:00 Uhr veranstaltet das Katakomben Theater in Essen-Rüttenscheid gemeinsam mit der VielRespektStiftung, dem RAA e.V. und der Fördergesellschaft Kultur und Integration gGmbH ein Benefizkonzert. Der Eintritt ist frei, die Musiker spielen ohne Gage, stattdessen wird um Spenden gebeten.

Musikerinnen und Musiker aus dem Ruhrgebiet werden auf der Bühne des Katakomben Theaters gemeinsam musizieren.

Mit dabei sein werden:

Önder Baloglu (Violine), Marc Brenken (Piano), Atilla Elmali (Gitarre/Gesang), Mehmet Akbas (Gesang), Andreas Heuser (Gitarre/Violine), Nikola Seegers (Sopransaxofon / Gesang), Yavuz Duman (Trompete /Flügelhorn), Jens Pollheide (Bass/Flöten), Fethi Ak (Percussion), Kazim Kazim Çalisgan (Kopuz/Gesang) u.vm.

Weiterlesen

Premiere von ›Shame you WHAT?!‹ im Maschinenhaus Essen

›Shame you WHAT?!‹ – die Scham wird als grelles Theaterstück beleuchtet | Foto: Oliver Stroemer

Mit sehr ausgesuchter Handschrift und dem Zugriff zu originellen Stoffen macht das Maschinenhaus in Essen in letzter Zeit immer wieder auf sich aufmerksam. In einem Mischmasch aus Konzert und Performance bearbeitet S. Rudat seine nach Eigenaussage »schwierige« Jugend mit dem Stück ›Shame you WHAT?!‹

Scham begegnet uns derzeit allerorten – es ist ein unangenehmes Gefühl, wenn man sich vor anderen Menschen in einer peinlichen Situation befindet. Wofür schämen wir uns als Erwachsene? Wofür haben wir uns als Kinder geschämt? Grundsätzlich kann jedes Verhalten eines Kindes Anlass zur Scham werden, sobald es von einem Erwachsenen als beschämend bezeichnet wird. Und das Schamspektrum ist breit: Das Gefühl kann von einer leichten Verlegenheit oder Fremdscham bis hin zu tiefer Demütigung oder Gesichtsverlust reichen. Das Hauptmotiv von ›Shame you WHAT?!‹ ist die zur Schau gestellte Scham – das ist mutig, aber nicht unbedingt vorteilhaft. Die „dramaturgische“ Aneinanderreihung von Szenen spielt in diesem Stück die Hauptrolle.

Weiterlesen