
Einem internationalen Forschungsteam unter Beteiligung der Ruhr-Universität Bochum (RUB) ist es nach eigenen Angaben gelungen, die bislang umfassendste Bestandsaufnahme aktiver Galaxien vorzulegen. Sie erfasst 13,7 Millionen kosmische Radioquellen – also astronomische Objekte, die intensiv Radiowellen aussenden, die mit Radioteleskopen auf der Erde empfangen werden können.
Die Durchmusterung kartiert den nördlichen Himmel in bislang unerreichter Auflösung. Für diese Himmelskarte hat das Forschungsteam knapp 13.000 Stunden Beobachtungszeit ausgewertet und eine außergewöhnlich detailreiche Übersicht erstellt: Neben Galaxien konnten weitere seltene und schwer fassbare Objekte aufgespürt werden, darunter verschmelzende Galaxienhaufen, schwache Supernova-Überreste und aktive oder wechselwirkende Sterne.
Mehr als zehn Jahre lang beobachteten die Bochumer Forschenden gemeinsam mit Radioastronominnen und -astronomen der Universitäten Hamburg, Bielefeld und Würzburg sowie der Thüringer Landessternwarte und des Jülich Supercomputing Centre den Nordhimmel mit dem Radioteleskop LOFAR (Low Frequency Array). Neben Erkenntnissen über die detaillierten physikalischen Vorgänge könne aus dem neuen Himmelsatlas auch abgeleitet werden, wie sich Galaxien entwickeln und wie sie im Universum angeordnet sind, so die Forschenden.
