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EU sollte Pharmaunternehmen Prämien für früher gelieferte Corona-Impfdosen bezahlen

Ampulle mit fünf Impfdosen des BioNTech-Vakzins Foto: U.S. Secretary of Defense – https://www.flickr.com/photos/secdef/50721647742/ Lizenz: CC BY 2.0

Die EU sollte den säumigen Lieferanten von Covid-Impfstoffen eine zusätzliche Prämie für jede zusätzliche, früher gelieferte Dosis zahlen. Das fordern die Ökonomen Clemens Fuest (ifo Institut) und Daniel Gros (CEPS) in einem aktuellen Beitrag.

Die Stellungnahme ist eine Reaktion auf die wenig verbindlichen Bedingungen in den Verträgen mit den Pharmaherstellern, die nun zu einem schleppenden Verlauf der Impfmaßnahmen führen.

Die zusätzlichen Kosten für die Aufstockung der Impfstoffversorgung für Europa könnten sich auf einige Milliarden Euro belaufen, schreiben die Autoren. „Die Prämien rechnen sich dennoch, denn sie wären immer noch sehr viel günstiger als ein längerer Lockdown wichtiger Teile der EU mit ihrer jährlichen Wirtschaftsleistung von 14 Billionen Euro“ erläutert Fuest. „Dazu kommen die langfristigen Kosten für die Schließung von Schulen und – nicht zuletzt – der Verlust von Menschenleben.“ Jede zusätzliche Impfstoffdosis, die im Jahr 2021 geliefert wird, hat nach Schätzungen vorliegender Studien einen Wert von etwa 1500 Euro für die Gesellschaft, führen die Autoren aus, ein Vielfaches des Preises, der derzeit bei höchstens 15 Euro liegt. Die Prämie sollte zu Beginn ein Vielfaches des bislang vereinbarten Preises betragen und im Laufe der Zeit sinken. Auf diese Weise hätten die Unternehmen einen starken Anreiz, die Produktion hochzufahren.

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