Kritische Debattenveranstaltung zu Feminismus und Queerpolitik wird gecancelt

Sollte in Hamburg auftreten: Till Randolf Amelung Foto: Joanna Nottebrock

Das linksliberale Debattenformat „Club Volantaire“ sucht kurzfristig einen neuen Veranstaltungsort für eine Veranstaltung am 29. Mai in Hamburg. Wie die Veranstalter mitteilten, habe der Betreiber der ursprünglich vorgesehenen Lokalität in Ottensen die Durchführung abgesagt – offenbar aus Sorge vor wirtschaftlichen Folgen und Protesten aus dem eigenen Umfeld.

Der „Club Volantaire“ beschäftigt sich nach eigenen Angaben mit innerlinken Konflikten und kontroversen gesellschaftspolitischen Themen. Inhaltlich soll es diesmal um den Einfluss queerpolitischer Positionen auf den Feminismus gehen. Diskutiert werden sollen unter anderem Fragen nach dem Verhältnis von biologischem Geschlecht, Frauenrechten und Transpolitik.

Die Veranstalter sehen in der Absage ein Beispiel für eine zunehmende Verengung des Debattenraums innerhalb linker und progressiver Milieus. Kritik an queerpolitischen Positionen werde vielerorts nicht mehr argumentativ beantwortet, sondern durch sozialen Druck oder Ausgrenzung unterbunden.

Nach Angaben der Organisatoren sollten bei der Veranstaltung drei Frauen und eine Transperson sprechen, darunter eine Frauenrechtlerin, eine Biologin sowie ein Transmann, der vor den Folgen einer ideologisch aufgeladenen Queerpolitik für Transrechte warnen wolle.

Der Betreiber der abgesagten Lokalität wird von den Veranstaltern ausdrücklich nicht kritisiert. Man habe Verständnis für die wirtschaftlichen Zwänge und wolle keine weiteren Details öffentlich machen.

Der „Club Volantaire“ hatte bereits Veranstaltungen in Frankfurt und München organisiert. Für Hamburg suchen die Veranstalter nun kurzfristig nach neuen Räumen.

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