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Auch Corona schafft nicht den neuen Menschen

Klimademonstrant in Bochum

Die Hoffnungen vieler Berufsapokalyptiker, durch die Coronakrise würde ein neuer Menschen entstehen, werden enttäuscht werden. Den meisten Bürger wurde klar, wie wichtig Freiheit und Wohlstand sind – und dass sie auf beides nicht verzichten wollen.

Als ich in der vergangenen Woche spät in den Supermarkt in meiner Nachbarschaft ging, sah ich etwas, von dem ich bislang ausging, es nie sehen zu müssen: Das Brotregal war leer. Wie viele andere hatte auch ich in der vergangenen Zeit leere Nudelregale gesehen und auch in meinem Stamm-REWE war das Toilettenpapier oft ausverkauft, aber ich tat beides als Zeichen der Hamsterhysterie ab – was ich mir auch deshalb erlauben konnte, da ich mich bereits in den Tagen nach Rosenmontag mit beidem eingedeckt hatte. Aber dass es kein Brot mehr gab, erschütterte mich. Brot ist nicht irgendein Lebensmittel, es ist in unserem Kulturkreis das Symbol für Essen. Und nun war keins mehr da.

Wer nach dem Krieg im Westen Deutschlands aufgewachsen ist, kennt vielleicht noch das Problem, sich etwas nicht leisten zu können. Dass etwas trotz Geld nicht gekauft werden kann, weil es nicht verfügbar ist, war uns allen bis vor wenigen Wochen nicht vorstellbar.

Mangel war seit Beginn der Menschheit der Normalzustand, Überfluss oder auch nur eine gesicherte Versorgung die Ausnahme. Geändert hat sich dies erst mit der Wachstumsphase, die mit der Industrialisierung einsetzte. In den Jahrtausenden zuvor gab es so gut wie kein messbares Wachstum. In der westlichen Welt wurde Mangel erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch Überfluss ersetzt. Wer Mangel erlebt hat, will ihn überwinden. Der Postmaterialismus, der sich vor allem in einer ökologisch ausgerichteten Kapitalismuskritik zeigt, ist durch die Krisenerfahrung zerstört worden, und wird wieder, was er zuvor war: die Wunschvorstellung von quasireligiösen und esoterischen Minderheiten.

Nichts ist gut an der Coronakrise. Viele Menschen sind gestorben und viele weitere werden sterben. Die Seuche hat uns alle in die schlimmste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg geworfen und wird unermessliches Leid verursachen. Sie wird auch nicht schnell beendet sein. Die rigiden Maßnahmen, denen wir uns aus purer Not unterworfen haben oder denen wir unterworfen wurden, werden nicht von heute auf morgen wieder aufgehoben. Es ist nicht absehbar, wann Kinos, Clubs, Theater oder Fußballstadien wieder öffnen werden. Es würde mich überraschen, wenn das noch in diesem Jahr passieren würde. Lockerungen werden langsam erfolgen und vielleicht auch wieder zurückgenommen werden.

Die bereits begonnene Wirtschaftskrise wird uns jedoch noch beschäftigen, wenn die Coronakrise bewältigt ist. Millionen Jobs sind bedroht, zahlreiche Unternehmen werden pleite gehen. Auch das Gesicht unserer Städte könnte sich ändern. So werden viele Läden, Clubs und Kneipen die lange Phase der Schließung nicht überstehen.

Wir stecken mitten in einer Katastrophe, deren Auswirkungen wir heute nur ahnen, aber nicht überschauen können.

Noch nie hat der demokratischen Staat so stark in unser Leben eingegriffen – und diese Eingriffe könnten je nach Verlauf der Seuche sogar noch zunehmen. Wir werden den Politikern Druck machen und sie zwingen müssen, all die Disziplinarmaßnahmen und Verbote wieder rückgängig zu machen, mit denen sie im Moment arbeiten. Wenn die Krise beendet ist, muss wieder Normalität einkehren, müssen wir wieder über uns selbst bestimmen können, weil dies unser Recht ist. Misstrauen gegenüber dem Staat gehört zu den vornehmsten Bürgerpflichten.

Doch der Shutdown, die strengen Regeln und der wirtschaftliche Stillstand schrecken nicht alle.  Der Lüneburger Jurist Thomas Schomerus träumt offen von der Klimadiktatur und will den Notstand verlängern. Im Verfassungsblog schreibt er: „Der Kampf gegen das Virus kann eine Vorbildwirkung für die Bekämpfung der globalen Erwärmung haben. Im Angesicht der tödlichen Gefahr vor allem für alte Menschen und solche mit Vorerkrankungen nimmt die Bevölkerung in einem beispiellosen Akt der Solidarität massivste Grundrechtseinschränkungen in Kauf. Das bisher weitgehend unbekannte Infektionsschutzgesetz bietet die rechtliche Grundlage für Ausgangssperren, für das praktische Verbot sozialer, kultureller, wissenschaftlicher und sogar familiärer persönlicher Kontakte (…) Beide, die Corona- wie die Klimakrise, bedürfen freiheitsbeschränkender Maßnahmen. Je früher und energischer diese festgelegt und umgesetzt werden, desto eher ist der überlebenswichtige Erfolg zu erwarten.“

Ein Leben im grünen Notstand, wohlmöglich ohne Zustimmung der Bevölkerung – die Orbanisierung der Umweltbewegung ist nichts Neues. Ihre radikalen Verfechter diskutieren schon seit Jahren, ob eine Diktatur nicht praktisch im Kampf um eine grüne Welt wäre, oder träumen davon, das Parlament durch einen Umweltrat zu entmachten.

Sie alle haben wie ihre braunen Brüder ihren Carl Schmitt gelesen: „Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet“. Und wenn der nie endet, ist die Macht vollkommen und die Selbstermächtigung gelungen.

Die Krise ist auch Anlass zu der Hoffnung, den Kapitalismus zu überwinden. Olaf Zimmermann, der Geschäftsführer des deutschen Kulturrats, schreibt in der aktuellen Ausgabe von Kultur&Politik: „Ja, wir haben sie geöffnet, die berühmte Büchse der Pandora. Nicht erst in Wuhan, sondern schon Jahrzehnte vorher. Unsere Büchse heißt Kommerzialisierung aller Lebensbereiche und ist die Idee eines zügellosen Kapitalismus.“  Das Heilsversprechen der Geschäftemacher sei gewesen, durch immer mehr Globalisierung gehe es uns allen immer besser. „Doch bis heute ist die globalisierte Welt nicht in der Lage, den Hunger zu bekämpfen, immer noch stirbt etwa alle 3,5 Sekunden ein Mensch an den Folgen von Hunger und Unterernährung.“ So tragisch jeder dieser Tode auch ist, Hunger und Armut sind weltweit auf dem Rückzug und das offenbar nicht trotz, sondern wegen der Globalisierung. Vor allem in Asien, wo sich viele Volkswirtschaften der Globalisierung geöffnet haben, geht die Zahl der Armen zurück und der Wohlstand wächst.

Wie sehr Wohlstand von Freizügigkeit und intakten Lieferverbindungen abhängt, können wir schon bald im Supermarkt erleben. Weil Erntehelfer nicht in die Bundesrepublik einreisen dürfen und in Ländern wie Spanien die Seuche zu Produktionsausfällen in der Landwirtschaft führt, werden Obst und viele Gemüsesorten teurer werden. Die Welt stellt fest: „Mit einem Selbstversorgungsgrad von 13 Prozent bei Obst und 38 Prozent bei Gemüse ist Deutschland von Importen abhängig.“  Die Teuerung habe bereits begonnen: „Anzeichen für steigende Preise, nicht nur bei Obst und Gemüse, sind bereits erkennbar. Viele Supermärkte schränken die üblichen Sonderangebote ein oder verzichten ganz darauf. Das Lockmittel erweist sich als überflüssig, weil die Kunden ohnehin in die Märkte stürmen. Wenn sich Lebensmittel deutlich verteuerten, werde dies vor allem einkommensschwache Familien belasten (…).“

Viele, die in den vergangenen Jahren für eine regionale Lebensmittelproduktion und gegen die Agrarindustrie auf die Straße gegangen sind, werden, so sie zur Ökobourgeoisie zählen, die Preissteigerungen verkraften. Die weniger betuchten Anhänger der Agrarwende werden feststellen, dass es mehr Spaß macht, für regionalen Produkte auf die Straße zu gehen als auf Tomaten und Paprika zu verzichten. Andere werden sich einfach nur einschränken müssen und mehr für weniger zahlen.

Überhaupt gehört ein großes Maß an Verdrängungsleistung dazu, sich im Moment gegen Wachstum zu äußern. Alle die Rettungsschirme, die trotz ihrer Größe nicht ausreichen werden, die Krise zu verhindern, sondern sie nur abmildern können, sind nur in einem extrem reichen Land wie der Bundesrepublik denkbar. Ob 2000 Euro Sofortgeld für Künstler in Nordrhein-Westfalen, Kredite für Unternehmen oder der Kauf von 10.000 Beatmungsgeräten: All das muss sich ein Land leisten können, und das können nur die reichen Länder, die in den vergangenen Jahren ein starkes Wirtschaftswachstum hatten – dass sie in den meisten Fällen der Globalisierung verdankten. Der Wohlstand der Bundesrepublik wurde in der Exportindustrie erwirtschaftet. In den kommenden Monaten wird vielen ihre Bedeutung ebenso schnell klar werden wie die von exponentiellen Steigerungen.

Die Krise hat deutlich gemacht, wie groß die Abhängigkeit auch in existenziellen Bereichen wie der medizinischen Versorgung von China und Indien ist. Durch alle politischen Lager hinweg wird nun gefordert, zumindest solche Produkte wieder in Deutschland herzustellen. Das bedeutet nicht weniger als eine Reindustrialisierung und eine Rücknahme der Auslagerung von Produktion. Das bleibt nicht ohne Folgen: Der Energieverbrauch im Land wird steigen und die grünen Hipster werden lernen müssen, dass Energie so preiswert sein muss, dass Industrie möglich ist. Der neue Maßstab für den Energiepreis ist die pharmazeutische Fabrik in Leverkusen, nicht das MacBook in der Neuköllner WG.

Wer CO2 sparen will, sollte sich mit der Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken anfreunden, wenn er Kohlemeiler vom Netz nehmen will. Die Zeiten des grünen Wünsch-Dir-Was sind vorerst vorbei.

Wir wissen nicht, wie die medizinische Lösung der Coronakrise aussehen wird. Aber sie wird nichts mit Homöopathie, Impfkritik und all dem anderen zu tun haben, mit dem sich gelangweilte Mittelstandskinder in ihren renovierten Altbauten beschäftigen. All das wird die Krise nur in Nischen überstehen. Mediziner, Naturwissenschaftler und Pharmaunternehmen bestimmen das Bild, und ihre Ideen und Produkte werden die Lösungen bringen. Kritik an Verfahren wie Gentechnik, KI, Big-Data oder Tierversuchen ist weitgehend verstummt. Da, wo noch gearbeitet wird, geht es nur dank des Internets, und ohne schnelle Leitungen wäre der „#StayTheFuckHome“ für viele noch unerträglicher. Netflix macht die Nähe zur Familie aushaltbarer. Ideologische Technologiekritik ist am Ende, technologische Innovationen sind gefragter als je zuvor – zumal der Nachholbedarf bei der Digitalisierung durch die Krise offensichtlich wurde.

Es gehört zum Anstand, dass die, die in dieser Krise alles gegeben haben, belohnt werden müssen: Verkäufer, medizinisches Personal, LKW-Fahrer – sie müssen künftig besser bezahlt werden. Auch das Geld wird erwirtschaftet werden müssen. Und das wird nicht in den Tanztheatern und Fachbereichen der Betroffenheitswissenschaft, sondern nur in der Industrie geschehen können.

Auch der autoritäre Traum vom Ende des Individualverkehrs ist an sein Ende gekommen: Millionen Menschen haben die Erfahrung gemacht, dass Nahverkehr allein wegen der Ansteckungsgefahr riskant ist. Und er wurde in der Krise ausgedünnt. Auch beim Hamstern war man mit dem eigenen PKW im Vorteil. Das Auto, das außerhalb der grünen Propaganda nie weg war, wird bleiben. In der Krise fuhr nur Bahn, wer keine Alternative hatte. Und wer die Angst angesichts eines niesenden Mitpassagiers erlebt hat, wird ein eigenes Auto haben wollen.

Noch während der Coronakrise wird es darum gehen dafür zu sorgen, dass Millionen Menschen nicht ihren Job verlieren. Die Frage, wie der Wohlstand erhalten bleiben kann, steht im Raum, und sie ist auch eine medizinische: Armut ist ungesund. Nur reiche Länder können sich eine gute medizinische Versorgung der Bevölkerung erlauben.

Die meisten Menschen, die vor leeren Regalen standen, wollen nicht, dass dies ihr Alltag ist. Aber das würde geschehen, wenn krude Ideen wie die Postwachstumsökonomie um sich greifen würden – was allerdings auf demokratischem Weg ausgeschlossen ist. Die Ideen des zumeist staatlich alimentierten Ökobürgertums sind nicht mehrheitsfähig – ihre Themen interessieren zurzeit nicht einmal mehr zehn Prozent der Menschen im Land. Das heißt nicht, sich um Themen wie Klima und Umwelt nicht mehr zu kümmern, sondern es richtig zu tun: mit Marktwirtschaft und modernen Technologien. Vor einem Jahr schrieb ich in der Jungle World: „Wer es ernst meint mit dem Kampf gegen den Klimawandel, kommt auch an Atomenergie und Gentechnik nicht vorbei. Verbesserte Pflanzensorten liefern mehr Nahrungsmittel auf weniger Raum – Platz für die großen CO2-Speicher mit dem Namen »Wald«. Warum sollten Lebensmittel nicht verbrauchernah unter technisch optimierten Bedingungen in mehrstöckigen Fabrikgebäuden industriell hergestellt werden? An der »Idiotie des Landlebens« (Karl Marx) ist nichts schützenswert. Fleisch aus Reaktoren, wie es israelische Unternehmen gerade entwickeln, schont durch den Verzicht auf Herden ebenfalls Naturflächen.“

Was für all diese Entwicklungen nötig ist, ist Energie. Und die kann zuverlässig auch mit Atomkraftwerken erzeugt werden. Fusionsreaktoren sind noch ein Versprechen für die Zukunft. Wesentlich sicherere und weniger Abfall erzeugende Thorium-Reaktoren werden zurzeit in China gebaut. Firmen in den USA und Kanada arbeiten an kleinen, wartungsarmen Thorium-Reaktoren, die auch in Ländern ohne Hightech-Infrastruktur eingesetzt werden könnten.

Entgegen der unsinnigen und bösartigsten Forderung einer regressiven Umweltbewegung darf Energie nicht teurer werden. Sie muss billiger werden und mehr Menschen zur Verfügung stehen – sofern sie ohne oder mit wenig Emission von CO2 hergestellt wird. Atomenergie, für eine Übergangszeit Gas und je nach Standort erneuerbare Energien, können sie liefern. Klimaanlagen, Computer, Fahrzeuge – sie alle brauchen Energie, und wenn sie für viele Menschen zugänglich sein sollen, muss diese preiswert sein. Ohne preiswerte Energie werden sich die Lebensumstände von Milliarden Menschen nicht verbessern, wird es kein Wachstum geben.

„Niedriges Wachstum (…) droht die Ungleichheit zu zementieren, und zwar sowohl im Westen als auch zwischen diesem reichen Teil und dem weniger glücklichen Rest der Welt. Zudem erschwert es den Wechsel von schmutzigem zu grünem Wachstum. Länder mit stagnierendem oder langsamem Wirtschaftswachstum ähneln stehenden Fahrzeugen: Sie sind schwerer zu bewegen oder in eine andere Richtung zu lenken als fahrende“, schreibt der Historiker Frank Trentmann in seinem Buch »Herrschaft der Dinge: Die Geschichte des Konsums vom 15. Jahrhundert bis heute«.

Wer Fortschritt will, muss für Wachstum sein. Ingenieure und Wissenschaftler kennen die Antworten auf die Herausforderungen, vor denen wir stehen. Pfaffen, auch jene der Ökoreligionen, kennen sie nicht. Ihr Geschäft ist die Angst, nicht das gute Leben.

Daran ändert auch Corona nichts. Corona zeigt den Ausnahmezustand, von dem Teile des Ökobürgertums als dauerhafte Lebenswirklichkeit träumen. Doch diesen Ausnahmezustand  wollen die meisten Menschen schnell hinter sich bringen und nicht auf ewig verlängert wissen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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22 Kommentare zu “Auch Corona schafft nicht den neuen Menschen

  • #1
    Thomas Weigle

    Die Leute werden nach Ende der Krise wissen wollen: wieso legte uns das Virus lahm? Warum so viele Tote? Warum so viele Pleiten? Warum so viele Arbeitslose? Warum fehlt es v.a. im medizinischen Bereich an so vielen Dingen? uswusf. Bei ehrlicher Beantwortung dieser Fragen wird die Globalisierung aber ganz schlecht aussehen. Der Autor reitet ein totes Pferd…

  • #2
    Gerd

    Nicht die Globalisierung ist an den aktuellen Problemen schuld, sondern die monatelange Untätigkeit der deutschen Bundesregierung. Herr Spahn ignorierte Warnungen vor Mangel an medizinischer Ausrüstung und Frau Merkel hat wie üblich erst mal in aller Ruhe abgewartet. Und das obwohl es seit 2012 einen Plan für genau diese Situation gibt.

  • #3
    Nina

    "wieso legte uns das Virus lahm?" Weil es ein neues Virus ist, für das es noch keinen Impfstoff und noch kein Medikament gab.
    "Warum so viele Tote?" Siehe erste Frage plus Antwort.
    "Warum so viele Pleiten?" Folge des notwendigen shutdown.
    "Warum so viele Arbeitslose?" Folge des notwendigen shutdown.
    Einzig die letzte Frage ist interessant. Es wurde an den falschen Stellen gespart und es gab keine nennenswerte Einlagerung von Schutzkleidung für den Fall einer Pandemie. Es gab Fehler in der Vergangenheit, meiner Meinung nach u.a. die Privatisierung von Krankenhäusern, die so zu Unternehmen wurden und die Menschen in ihnen zwangen, wie ein Unternehmer zu denken.
    Warum nun die Globalisierung an der Misere Schuld sein soll, erschließt sich mir nicht.

  • #4
    Walter Stach

    Thomas Weigle,
    da ich weiß, daß Du fähig und willens bist, bei der Suche nach Antworten auf Fragen -hier zu den Ursachen (und mithin zu denkbare Folgen) der Corona-Katastrophe – Dich primär nicht von ideologisch geprägten Vorurteilen und (partei-) politische Wunschvorstellungen leiten zu lassen, sondern von einer persönlichen Auseinandersetzung mit möglichst vielen und möglichst vielen unterschiedlichen Gedanken zum jeweiligen Thema/zum jeweiligen Problem , könnte für Dich die Lektüre eines Beitrages in LE Monde diplomatique interessant sein:

    Woher kommt der Coronavirus?
    ein Beitrag der Wissenschaftsjournalisten Sonia Sha

    -Le Monde diplomatique, März 2o, S.8

  • #5
    Thomas Weigle

    @ Nina Ihre "Antworten" werden nicht mehrheitsfähig sein, kein Blockbuster werden.

  • #6
    Hans Peter

    Am Ende dieser aktuellen Krise wird der Autor des Textes ein noch älterer Mann sein. Und die Generationen, die auf ihn folgen, werden sich eigene Lösungen suchen. Ob sich in ferner oder naher Zukunft tatsächlich niemand vorstellen kann (wie Millionen Menschen in Tokyo oder New York heutzutage auch schon) mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren oder anstatt eines nervigen Business Trips lieber ein Video-Meeting zu vereinbaren, wird sich dann zeigen. 😉

  • #7
    Helmut Junge

    @Nina "Warum nun die Globalisierung an der Misere Schuld sein soll, erschließt sich mir nicht."
    Ist sie auch nicht. Die Globalisierung gab es schon vor unserer Geburt, wie die Weltkriege zeigen.
    Die Dlobalisierung wird gern als billige Ausrede für das Versagen der Politik benutzt.
    Die schönen Seiten der Globalisierung wurden immer gerne angenommen. Nur die damit verbundenen Probleme, und dazu gehören seit Jahrtausenden auch Seuchen, dafür will niemand gerade stehen. Die Grenzen zu schließen nützt nix. Das sagt mittlerweile sogar @Gerd. Aber unsere Experten haben diesmal die Gefahr unterschätzt, und ich bin dem Jens Spahn dafür dankbar, daß er sich von den Experten irgendwann gelöst hat, und von einer Epidemie sprach. Die Experten haben das nachher auch gemacht. Aber vom Ausland lernen, ist bei denen immer noch nicht drin, wie man bei der Mundschutzdiskussion sehen kann. Nachher ist man übrigens immer schlauer. Heinsberg hätte sofort isoliert werden müssen. Das kann ich heute locker sagen, hab ich aber damals nicht. Damals hat ja kaum jemand geahnt, wie schlimm die Seuche wird. Es gibt immer noch genug Politiker, die das nicht kapieren. Aber wenn die Seuche evtl. im Herbst erneut ausbrechen wird, geht das schneller. Da bin ich sicher. Wir zahlen jetzt Lehrgeld. Und das nicht zu knapp. Ich finde alle deine Antworten ok. aber die Regierung hätte bei Heinsberg schneller und schärfer handeln müssen. Und noch eins. Unsere Statistik muß straffer gehandelt werden. Bisher leiten die Gesundheitsämter ihre Daten nicht direkt dem RKI zu, sondern zunächst den jeweiligen Landesregierungen. Die erst leiten die Daten ans RKI. Das gibt Verzögerungen bis zu 4 Tagen. Muß das so sein? Wie teuer ist es z.B. Personal zu bezahlen, das diese Aufgabe auch am -wochenende übernimmt, im Vergleich zu einem einzigen Tag des Wirtschaftsstillstands? Das zuständige RKI arbeitet wie zu Zeiten der Briefpost mit Zahlen, die 4 Tage alt sein können! Aber es muß Empfehlungen geben, die viele Milliarden kosten, ja sogar die gesamte Wirtschaft lahmlegen.

  • #8
    abraxasrgb

    Ja, Stefan. Die Apokalyptiker feiern fröhlich Urständ.

    Hoffentlich behältst Du recht!

  • #9
    Thomas Weigle

    @ Walter Stach Danke für den Tip. Wenn du die TAZ-Beilage meinst, die ist leider schon letzte Woche mit dem Altpapier abgeholt worden.
    @alle anderen. Es geht nicht um Grenzschließungen, es geht nicht um Apokalypse. Das ist dummes Zeug. Es geht darum, wie kann man in Zukunft ähnliche, ja apokalyptische Szenen, wie bspw in den italienischen Krankenhäusern vermeiden kann, wobei ich da ein neues Wort gelernt habe: Triage.
    Wenn Globalisierung weiterhin Bestand haben soll, wird man sie mindestens neu denken müssen, ganz sicher aber nicht so wie @ Stefan Laurin, der ja auf einen Schelm anderthalbe setzt.
    Wir müssen endlich erkennen, dass da viel falsch gelaufen ist: Löhne, die nicht zum Leben reichen, Produktionsverlagerungen in Billiglohnländer bspw. Was mich allerdings am meisten nervt ist, dass man schon vor der jetzigen Krise in Apotheken zu hören bekam: "Haben wir nicht, wir wissen auch nicht , wann es wieder reinkommt."
    Mängel wie im DDR-Gesundheitswesen. Damals wussten unsere heutigen Neoliberalen natürlich wer schuld war: das System….

  • #10
    abraxasrgb

    #9 Welcome to the desert of real (Jean Baudrillard).

    Als jemand, der Triagen – leider – schon durchführen musste und lernen musste damit ethisch umzugehen, kann ich nur eine gewisse Form von geistiger Wohlstandsverwahrlosung diagnostizieren, wenn man glaubt(sic!), dass sich Katastrophen (wenn es denn wirklich eine ist), mit höheren Löhnen und weniger CO2 zu verhindern lassen.

    Aber es lebe jeder ( für sich selbst – aber eben auch nur dafür und nicht die anderer Menschen) nach seiner Façon 😉

    Aber Hauptsache die DGSVO ist eingehalten … #neuland #disruptiveinnovation #homeofficeistderneuebiedermeier #asterixistkeinepolitischeblaupause

  • #11
    Thomas Weigle

    #10 Sie haben Schwierigkeiten einfachste Sätze sinnentnehmend zu lesen. Katastrophen wird es auch weiterhin geben, aber man sollte vorbereitet sein. Und das sind die westlichen Gesellschaften eindeutig nicht. Wenn sie schon Triagen durchgeführt haben wollen, dann haben sie eindeutig nix daraus gelernt. Da kann man nur hoffen, dass diejenigen, die im Augenblick oder in naher Zukunft vor solchen Entscheidungen stehen, nicht so verdammt kleingeistig sind wie sie. Und die richtigen Folgerungen daraus ziehen, zu denen sie nicht in der Lage sind. Und damit mache ich den Deckel drauf, sinnlos mit ihnen weiterhin zu diskutieren.

  • #12
    Andreas Lichte

    @ Thomas Weigle

    ich bezweifle, dass man mit gewissen Personen "diskutieren kann":

    "Charismatische Führung war immer mein Ideal als Offizier (OF-4 einer Spezialeinheit mit Einsatzerfahrung u.a. in Ex-Jugoslawien)."

    https://www.ruhrbarone.de/ich-wurde-mein-kind-nie-an-einer-waldorfschule-anmelden“/1952#comment-1152518

    Das war nur der "sachliche" Teil. Wer den Rest des Kommentars liest, kann selber entscheiden, ob er das "noch normal" findet …

  • #13
    Helmut Junge

    @Andreas Lichte, ich weiß nicht, wo du das Problem siehst bei deinem Link.
    Du bist doch ausgebildeter aber später konvertierter Waldorflehrer.
    Jetzt bist du schärfster Kritiker und ich vermute, daß du nicht mit dir selber sprechen würdest, wenn du dir in deiner eigenen Vergangenheit begegnen könntest.
    Ich verstehe solche Denke einfach nicht. Wie könnte je durch Nichtsprechen ein Problem gelöst werden?

  • #14
    der, der auszog

    Zum Text:
    Auch wenn ich nicht alle Prognosen die im Text gemacht werden teile, trifft er die meisten Nägel auf den Kopf. Zumindest ist zu erwarten, dass die Coronakrise so manchen nach links oder rechts abgedrifteten Bürger wieder erden und von seinen ideologischen Höhenflügen runter holen wird. Zu wünschen wäre, dass sich die Krise in diesem Zusammenhang auch positiv auf die Sprache/Sprachwissenschaften auswirkt: Es ist beispielsweise erschreckend angesichts der derzeitigen Situation, wieviele deutsche Städte im letzten Jahr den "Notstand" ausgerufen haben. Und weil dieser Begriff nur noch im Zusammenhang mit dem Begriff "Klima" verwendet wird, ist es derzeit schwierig, eine adäquate Beschreibung hinsichtlich des Coronavirus und seiner Konsequenten zu finden. Vielleicht ist das auch der Grund, wieso der Westdeutsche Rundfunk die Gesetze, die die Landesregierung gerade im Eilverfahren dahinkleckert, als "Ermächtigungsgesetze" bezeichnet und nicht als "Notstandsverordnung", was sie nämlich eigentlich sind. immerhin ist der Begriff Ermächtiugungsgesetze auch schon belegt, in einem Zusammenhang, der thematisch überhaupt nicht passt, aber so ist er halt, der WDR…

    zu den Kommentaren:
    @Walter Stach
    Ich freue mich total, hier von Dir zu lesen, zumal Du Dich lange Zeit hier bei den Ruhrbaronen zurückgezogen hattest und ich vermute, dass ähnliche Gründe dahinter stecken, wie bei mir und einigen anderen auch, die sich hier bis vor einigen Jahren täglich versammelt hatten.
    Trotzdem finde ich den Text von Sonia Shan , den du hier in #4 einbringst, als genau das, was er in Deinen Augen angeblich nicht ist, nämlich als primär ideologisch geprägt. (Wer den Text lesen möchte, findet ihn übrigens nicht nur in der Beilage der taz, sondern auch im Internet auf der Seite der "Ökologischen Plattform", einem politischen Zusammenschluss der Linken, eine Plattform, die 1994 von der PDS gegründet wurde, aber das nur am Rande)

    Sonia Shan nach könnte es einen Zusammenhang geben zwischen der Ausbreitung von Viren und der Abholzung der Wälder, der Massentierhaltung, dem Klimawandel und der Umweltzerstörung. Die legendäre Fledermaus, die in Deutschland schon so manches Projekt aus ökologischer hat scheitern lassen, kommt sogar auch drin vor. Hat mit Ideologie natürlich nix zu tun… 😉
    —-
    Was ich begrüßen würde, wäre, wenn man in den Kommentaren der Ruhrbarone wieder diskutieren könnte, denn das, was man unter Umständen in Waldorfschulen unter dem Begriff "Diksussion" versteht, ist nicht unbedingt das, was mit Diskussion vom Ursprung des Wortes her gemeint ist, nämlich "prüfen" bzw "untersuchen". Dafür bedarf es allerdiungs den Willen und auch die Kraft, andere Meinungen auszuhalten und zu akzeptieren. Viele Lehrer, egal ob Waldiorfschule, Gymnasium, Rea-l oder Sonderschule, tun sich da nicht immer einfach mit, denn ihr Job besteht nicht darin zu diskutieren, sondern Kindern etwas beizubringen und einzutrichtern. Problematisch wird es häufig dann, wenn Lehrer vergessen, dass die Welt nicht nur aus Schülern, Kindern und Mündeln besteht, sondern zum überwiegenden Teil aus erwachsenen, mündigen Bürgern, auch hier bei den Ruhrbaronen.

    @Helmut Junge
    "Treffen sich zwei Lehrer bei den Ruhrbaronen, sagt der eine: ….
    Ich stimme Dir auf ganzer Linie zu. Man könnte unter Umständen auch überlegen, wieso jemand, der hier früher moderiert hat, nicht mehr moderieren darf. Umter Umständen liegt das geheimnis ebenfalls im unterschiedlichen Verständnis von "Diskussion" 😉

  • #15
    der, der auszog

    Zum Text:

    Auch wenn ich nicht alle Prognosen die im Text gemacht werden teile, trifft er die meisten Nägel auf den Kopf. Zumindest ist zu erwarten, dass die Coronakrise so manchen nach links oder rechts abgedrifteten Bürger wieder erden und von seinen ideologischen Höhenflügen runter holen wird. Zu wünschen wäre, dass sich die Krise in diesem Zusammenhang auch positiv auf die Sprache/Sprachwissenschaften auswirkt: Es ist beispielsweise erschreckend angesichts der derzeitigen Situation, wieviele deutsche Städte im letzten Jahr den "Notstand" ausgerufen haben. Und weil dieser Begriff nur noch im Zusammenhang mit dem Begriff "Klima" verwendet wird, ist es derzeit schwierig, eine adäquate Beschreibung hinsichtlich des Coronavirus und seiner Konsequenten zu finden. Vielleicht ist das auch der Grund, wieso der Westdeutsche Rundfunk die Gesetze, die die Landesregierung gerade im Eilverfahren dahinkleckert, als "Ermächtigungsgesetze" bezeichnet und nicht als "Notstandsverordnung", was sie nämlich eigentlich sind. immerhin ist der Begriff Ermächtiugungsgesetze auch schon belegt, in einem Zusammenhang, der thematisch überhaupt nicht passt, aber so ist er halt, der WDR…

    zu den Kommentaren:

    @Walter Stach
    Ich freue mich total, hier von Dir zu lesen, zumal Du Dich lange Zeit hier bei den Ruhrbaronen zurückgezogen hattest und ich vermute, dass ähnliche Gründe dahinter stecken, wie bei mir und einigen anderen auch, die sich hier bis vor einigen Jahren täglich versammelt hatten.
    Trotzdem finde ich den Text von Sonia Shan , den du hier in #4 einbringst, als genau das, was er in Deinen Augen angeblich nicht ist, nämlich als primär ideologisch geprägt. (Wer den Text lesen möchte, findet ihn übrigens nicht nur in der Beilage der taz, sondern auch im Internet auf der Seite der 1994 von der PDS gegründeten "Ökologischen Plattform", einem politischen Zusammenschluss der Linken,, aber das nur am Rande)
    Sonia Shan nach könnte es einen Zusammenhang geben zwischen der Ausbreitung von Viren und der Abholzung der Wälder, der Massentierhaltung, dem Klimawandel und der Umweltzerstörung. Die legendäre Fledermaus, die in Deutschland schon so manches Projekt aus ökologischer hat scheitern lassen, kommt sogar auch drin vor. Hat mit Ideologie natürlich nix zu tun… 😉
    —-
    Was ich begrüßen würde, wäre, wenn man in den Kommentaren der Ruhrbarone wieder diskutieren könnte, denn das, was man unter Umständen in Waldorfschulen unter dem Begriff "Diksussion" versteht, ist nicht unbedingt das, was mit Diskussion vom Ursprung des Wortes her gemeint ist, nämlich "prüfen" bzw "untersuchen". Dafür bedarf es allerdiungs den Willen und auch die Kraft, andere Meinungen auszuhalten und zu akzeptieren. Viele Lehrer, egal ob Waldiorfschule, Gymnasium, Rea-l oder Sonderschule, tun sich da nicht immer einfach mit, denn ihr Job besteht nicht darin zu diskutieren, sondern Kindern etwas beizubringen und einzutrichtern. Problematisch wird es häufig dann, wenn Lehrer vergessen, dass die Welt nicht nur aus Schülern, Kindern und Mündeln besteht, sondern zum überwiegenden Teil aus erwachsenen, mündigen Bürgern, auch hier bei den Ruhrbaronen.

    @Helmut Junge
    "Treffen sich zwei Lehrer bei den Ruhrbaronen, sagt der eine: ….
    Ich stimme Dir auf ganzer Linie zu. Man könnte unter Umständen auch überlegen, wieso jemand, der hier früher moderiert hat, nicht mehr moderieren darf. Unter Umständen liegt das Geheimnis ebenfalls im unterschiedlichen Verständnis von "Diskussion" 😉

  • #16
    Andreas Lichte

    @ Helmut Junge @ der, der auszog

    es geht um eine Person, die sich zum "charismatischen Führer" stilisiert, und in dem verlinkten Kommentar völlig durchgeknalltes Zeug schreibt. Soll heißen: mit dieser Person kann man nicht "diskutieren". Vergleiche den Kommentar von Thomas Weigle #11, Zitat:

    "Und damit mache ich den Deckel drauf, sinnlos mit ihnen weiterhin zu diskutieren."

    was ich nur mal kurz aus eigener Erfahrung bestätigen wollte (mit "Waldorfschule" hat das NULL zu tun)

  • #17
    Walter Stach

    DER,DER…
    Ich freue mich über Deine freundliche Begrüßung!!

    Ich werde mich jedoch weiterhin um Zurückhaltung in der Kommentierung hier bei den Ruhrbaronen bemühen; klappt nicht immer.

    Mein Hinweis auf den Beitrag der Wissenschaftsjournalistin Sonia Shan hätte bewirken können, daß
    "man" die Diskussion über Ursachen der derzeitigen Pandemie fundierter als "üblich" auch im Zusammenhang mit der von Menschen praktizierten weltweite Zerstörung natürlicher Lebensgrundlage -der Pflanzen, der Tiere und der Menschen- führt -vorbehalt- bzw. vorurteilslos. Ich verweise deshalb ausdrücklich auch auf die von Sonia Shan dazu angeführten einschlägigen Quellen zum Inhalt ihres Beitrages -keine ideologisch dominierten, sondern "seriöse wissenschaftliche" Quellen. Das war meinerseits der Versuch eines Beitrages zu der von Dir eingeforderten Besinnung der hier bei den Ruhrbaronen Agierenden auf das was das Wesen einer jeden Diskussion ausmacht, ausmachen sollte. Dass auch nach Deiner Meinung dieserhalb hier bei den Ruhrbaronen mehr und mehr Mängel festzustellen sind, war und ist ein Grund für meine "Zurückhaltung" und ,wie von Dir vermutet, eine längere und durchaus problematische Erkrankung meinerseits.

    Im übrigen ist Le Monde diplomatique mittlerweile die für mich wichtigste Monatszeitschrift, für die ich überall werbe -so auch hier und jetzt.

    DER,DER…
    Zunächst jedoch die besten Wünsche für gute Tage in schwierigen Zeiten!

    9/11
    Thomas Weigle,
    auch an Dich beste Wünsche für gute Tage in schwierigen Zeiten; bleibe "am Ball", sprich: bleibe unverdrossen bei Deinen engagierten Meinungsbeiträgen -und gelegentlichen Kommentaren- hier bei den Ruhrbaronen. Im übrigen sh. 11 vorletzter und letzter Satz: "Dem ist nichts hinzuzufügen"!!.

  • #18
    abraxasrgb

    Mancher Mensch hat halt vorhersehbare Trigger mit extrem kurzer Lunte. Dann funktioniert Kommunikation oft über den konditionierten Reflex.
    Wie bei Pawlow 🐾 wird dann schon gegeifert, wenn nur das Glöckchen bimmelt. Auch ohne anschließende Belohnung.
    So ein paar Fanboys sind doch putzig 😉

    Der, der auszog … ich glaube der eine hat es nicht einmal bis zum Waldorflehrer gebracht … #scnr

    Helmut Junge … um das mit dem performativen Selbstwiderspruch zu verstehen, muss man in Logik aufgepasst haben. Das passiert hier jemand anderem auch häufig, der ironischerweise ein Fan des Habermässigen ist 🤣

    Heute schon den Keller zum Lachen aufgesucht?

    Apropos Keller …

    A Lichte Wenn der Kreuzzug gegen Steiner mal Zeit lässt, könnte Max Weber eine „bereichernde“ Lektüre sein …

  • #19
  • #20
    thomas weigle

    @ Walter Stach Danke für die freundlichen Worte. Schön, dass du zumindest"zurückhaltend" wieder dabei bist.

  • #21
    Helmut Junge

    @abraxasrgb "Heute schon den Keller zum Lachen aufgesucht?"
    ist die Frage an mich gerichtet? Wenn ja, dann "nein". Ich lache nur noch am Telefon öffentlich. Sonst auch im Garten ohne Zeugen. Quarantänelachen eben.
    Ich finde übrigens, daß man bei Corona durchaus von einer Katastrophe reden kann. Insofern zählen für mich nur noch konstruktive Kommentare als wertvoll. Unsere Politik hat sich zu strengsten Maßnahmen entschieden, die viele Probleme aufwerfen, um ein einziges Problem, nämlich Corona zu besiegen. Daran liegt mir auch. Einige Politiker wie Bolsonaro, Trump, Erdogan, Johnson oder Orban tun das zunächst nicht, Später aber, wie Trump oder Bolsonaro dann doch. Das macht die Bekämpfung der Seuche schwieriger, sehr viel schwieriger. Bolsonaro ist heute umgeschwenkt, weil der öffentliche Druck auf ihn zu groß wurde. Trump redet plötzlich von mehr als 200 000 toten US-Bürgern. TOTEN, nicht infizierten! Orban nutzt die Seuche für seine Alleinherrschaftspläne! Und von Erdogan sagen türkische Ärzte, daß er ehrliche Analysen per Gesetz untersagt.
    Aber wie läuft die Diskussion hier? @Der der auszog hat kritisiert, daß es derzeit keine wirkliche Diskussion bei den Ruhrbaronen gibt. Dem stimme ich zu. Es gibt mehr persönliche Anfeindungen als ernsthafte Versuche Lösungsansätze für diese Krise zu finden. Denn eine Krise ist es doch auf jeden Fall. Man muß nur auf die Straße gehen, um das zu entdecken. Was also ist der Grund für diesen mangelnden Versuch, etwas zur Lösung der Krise beizutragen?
    Denn @der, der auszog hat ja Recht mit seiner Kritik am derzeitigen Diskussionsstil!
    Ich schreibe das direkt an dich. Warum? Ich finde, daß du mit deinem ironisch satirischen Kommentaren auch nichts beiträgtst, was uns helfen könnte. Von @Thomas Weigles Idee, erst einmal die marktwirtschaftlichen Verhältnisse weltweit zu ändern, damit bei uns einige Dinge besser funktionieren, bin ich nicht zu überzeugen. Auch der Hinweis von @Walter Stach setzt erst einmal umständliche Veränderungen des Denkens und Handels voraus, bevor wir konkret an der Bewältigung dieser Krise gehen können. Solche Ansätze sind garnichts für mich, der nach Lösungen in den nächsten Wochen sucht. Diese Ansätze sind im Moment nicht besser zu gebrauchen als Esoterik. Die dauern zu lange, und bis die wirken, sind viele von uns tot. Wenn sie überhaupt jemals wirken.
    Von @Andreas Lichte habe ich nur so einen niemals hinterfragten Zusammenhang erwartet, und der ist auch gekommen. Er hat damals nicht weiter hinterfragt. Zieht sich bei ihm über fast 10 Jahre in dieser Form durch. Selber schuld. Das ist persönlich Einschätzung, aber zum Thema Lösung der Coronakrise nicht zu gebrauchen.
    Einzig @der,der auszog, @Nina und z.T. @Hans Peter, haben sich wirklich zum Thema Beendigung der Seuche bzw. mögliche Auswirkungen geäußert. Du aber Freund @abraxasrgb könntest es, hast es aber nicht getan. Das kritisiere ich.

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