Gegen die im Bochumer Stadtteil Langendreer in den vergangenen Monaten immer häufiger werdenden Nazi-Aktivitäten demonstrierte heute an die 1000 Leute. Die Demo begann am Mittag am Bahnhof Langendreer-West und endete auf dem Marktplatz. Eine Dokumentation der Redebeiträge gibt es nebenan bei Bo-Alternativ.
Der Ruhrpilot
Piraten: Tauss bekommt Abfuhr…Netzpolitik
NRW: Lob und Geld für die freie Kunstszene…RP Online
Ruhrgebiet: Libysche Kämpfer werden auch in Bottrop, Dortmund und Essen behandelt…Der Westen
Bochum: Demo gegen Nazis…Bo Alternativ
Duisburg: CDU wirft Sauerland-Gegnern Diffamierung vor…Der Westen
Essen: Mehr Migranten im öffentlichen Dienst…Der Westen
Umland: Urbanes Wohnen…Zoom
Ruhrbarone im Radio
Heute Morgen habe ich WDR5 ein Interview gegeben. Es wird gleich um 15.00 Uhr im Rahmen der Sendung Thema NRW laufen. Thema: Medien selbstgemacht. Hat Spaß gemacht und ist, glaub ich, ganz ok geworden. Schön fand ich, dass ich nicht schon wieder erklären musste, was die Ruhrbarone sind, sondern dass es um Fragen wie Anonymität im Netz und Seriosität von Quellen ging.
Mittlerweile ist die Sendung online.
bodo: Jeden Monat 11.000 mal Hilfe zur Selbsthilfe
Heute erscheint die November-Ausgabe des Straßenmagazins bodo. Und das bodo-Team hat uns schon einmal verraten, was alles drin steht:
Ab heute sind die Verkäuferinnen und Verkäufer des Straßenmagazins bodo mit der Novemberausgabe unterwegs in den Fußgängerzonen von Bochum, Dortmund und Umgebung. Redaktionsleiter Bastian Pütter: „Wohnungslose und arme Menschen verkaufen monatlich 11.000 Exemplare in der Region. Das heißt 11.000 mal Hilfe zur Selbsthilfe – und ein gutes journalistisches Produkt für den Käufer.“
Insgesamt haben rund 90 Verkäuferinnen und Verkäufer einen legalen Zuverdienst und nutzen die Beratungs- und Hilfsangebote des Vereins. bodo kostet 1,80 Euro. 90 Cent behält der Verkäufer oder die Verkäuferin.bodo berichtet in der aktuellen Ausgabe über die Erfolge der weltweiten Straßenzeitungsbewegung (6 Millionen Leser pro Ausgabe!), stellt die medizinische Hilfe für Wohnungslose in Dortmund vor und kommentiert die Polemiken gegen den dort geplanten Trinkraum. Die Psychologin Michaela Pavelka spricht im
Der Ruhrpilot
NRW: Priggen nennt Steinbrück „Reserverad“…RP Online
Internet: Telekommunikationsgesetz-Novelle verpasste Gelegenheit für Internetstandort Deutschland…Netzpolitik
Internet II: EU droht Deutschland wegen Vorratsdatenspeicherung…Netzpolitik
Internet III: Ein schwarz-Gelber Tag für das Internet in Deutschland…Lummaland
Medien: Im Westen nicht Neues ausser Leichen…Blogbar
Fußball: Wie Medien über den Schalker Ultra in der schwarz-gelben Anzeige im BVB-Stadionmagazin berichteten…Pottblog
Fußball II: Offensive der Heteros…Lizas Welt
Bochum: Gema gewinnt Rechtsstreit…RP Online
Bochum II: Zweiter Zwangsversteigerungstermin für NPD-Geschäftsstelle…NRWREX
Bochum III: Funkloch mit Mike Huckaby, Detroit…Kochplattenteller
Dortmund: Dinosaurier-Kralle an der B1 gefunden…Der Westen
Dortmund II: Die Ärzte spielen nach Geschlechtern getrennt…Ruhr Nachrichten
Essen: Im Essener Süden sinken die Mieten…Der Westen
Umland: Ein (letzter?) Sieg der Bonn-Connection?…Bundesstadt-Blues
Umland II: NRW-Einwohnerzahl geht weiter zurück – starker Rückgang im Hochsauerland…Zoom
Debatte: Die Empörten und der Querfrontler…Reflexion
Zöpel will Duisburg-Bruckhausen erhalten

Christoph Zöpel, Minister unter Johannes Rau und Vater der Internationalen Bauausstellung im Ruhrgebiet, fordert in einem offenen Brief den Erhalt des in Teilen vom Abriss bedrohten Duisburger Stadtteil Bruckhausen. Wir dokumentieren das Schreiben.
An für die Entwicklung der Agglomeration Ruhr Verantwortliche und Engagierte!
Dem Duisburger Stadtteil Bruckhausen droht zur Hälfte – etwa 175 Häuser mit rund 500 Wohnungen – der Abriss aufgrund baurechtlicher Beschlüsse des Rates der Stadt Duisburg. Dieser Abriss würde die städtebauliche Entwicklungskonzeption für die Ag- glomeration Ruhr gefährden, ja konterkarieren, eine Konzeption, die seit Anfang der 1980er Jahre möglich gemacht wurde und dann mit der IBA Emscher Park und dem Emscher Landschaftspark mit europaweiter Resonanz umgesetzt und weiter gestaltet wurde und wird. Der Abriss sollte deshalb verhindert werden.
Bruckhausen ist ein kompakter gründerzeitlich geprägter Stadtteil mit einer Tragfähigkeit für 3000 Einwohner. Er ist von fast singulärer baugeschichtlicher Bedeutung, die denkmalschützende Maßnahmen erfordert. Die Zerstörungen des 2.Weltkriegs und die städtebaulichen Abrisse der Nachkriegszeit haben in der Agglomeration Ruhr nur weni- ge vergleichbare Siedlungsbereiche bestehen lassen.
ECCE: Zu faul für einen Kongress?

Am vergangenen Wochenende fand die 3. Jahrestagung Kultur- und Kreativwirtschaft Ruhr statt. Unter anderen war auch Arnold Voss da.
Gut 80 Besucher, davon wohl nur die Hälfte „Kreative“, der Rest waren Hiwis und die üblichen Wichtigtuer, ausgefallene Referate und Bernd Fesel stolperte durch fremde Powerpoint-Präsentationen – was Arnold von der 3. Jahrestagung Kultur- und Kreativwirtschaft am vergangenen Wochenende im Dortmunder U erzählt, klingt nicht allzu spannend. Einziger Lichtblick war wohl Bastian Lange von der Humboldt Universität Berlin, der erkannt hatte, das Kreativität die richtigen Millieus braucht, die gepflegt werden müssen – genau das also, wozu ECCE zu blöd ist.
Peinlich auch: Nicht die beiden Veranstalter ECCE und die Revier-Wirtschaftsförderung WMR haben den Kongress hauptverantwortlich organisiert – trotz großer Etats und zahlreicher Mitarbeiter war man dazu wohl nicht in der Lage. Man griff lieber mal auf eine kleine Essener Agentur zurück, deren Besitzer wohl auch mal mit Wein gehandelt hat. Übrigens: Den Kreativpreis hat das Projekt einer PR-Agentur gewonnen. Passt.
Pro NRW und Spießgesellen: Rechte ohne Antisemitismus?

Im Gegensatz zu klassischen Neonazis zeigen die neuen rechtspopulistischen Gruppierungen häufig eine Nähe zu Israel. Gibt es eine neue Rechte ohne Antisemitismus oder steckt dahinter ein taktisches Konzept?
“Pro NRW braucht keinen Antisemitismus für ihre Propaganda. Das Feindbild, auf das sie sich festgelegt haben, sind die Muslime. Mit ihrer Hetze gegen Muslime und den Islam wollen sie Ängste schüren und auf Stimmenfang gehen“. Das sagt Mathilde Koller, Leiterin des Verfassungsschutzes in Nordrhein Westfalen. Dieser kam in seinem neuesten Bericht zu dem Ergebnis, dass Pro NRW als rechtsextremistisch einzuschätzen ist. Rechtsextremistisch – ohne sichtbaren Antisemitismus. Geht das überhaupt? Kann es auch in Deutschland rechtsextremistische und rechtspopulistische Parteien geben, die sich aus dem Schatten des Nationalsozialismus befreit haben und den Antisemitismus, eine der ideologischen Grundlagen des Nationalsozialismus, nicht mehr benötigen? Bei der NPD, der noch immer größten rechtsextremistischen Partei Deutschlands, ist die Sache klar: Die NPD warb im Berliner Wahlkampf mit dem Slogan “Gas geben” – ein eindeutigerer Bezug zum Antisemitismus ist kaum denkbar. Die Kampagne ist mehr als ein Tabubruch. Sie ist auch ein Zeichen an die Kameradschaften und an die immer bedeutender werdenden gewalttätigen Nationalen Autonomen.
Der Ruhrpilot
NRW: Röttgen als Teilzeitoppositionleller…Der Westen
Online: DerWesten Relaunch…Pottblog
Ozapftis: CCC untersucht neue Trojanerversion…Kaffee bei mir
NRW II: Sparkassen-Chefs wollen ihre Gehälter nicht offen legen…RP Online
NRW III: Städte streiten über Modellregion für Elektromobilität…Der Westen
NRW IV: Verfassungsschutz besorgt über Salafisten…Solinger Tageblatt
Ruhrgebiet: „Industrielandschaft Ruhrgebiet“ will den Unesco-Titel…Ruhr Nachrichten
Bochum: Chaos im Ausländerbüro…Ruhr Nachrichten
Dortmund: Wie erzähle ich Fußballrandale?…Publikative
Duisburg: RWE springt ab – Traumzeit-Festival droht das Aus…Der Westen
Essen: Panik…Post von Horn
Essen II: Poetry Slam…Der Westen
Umland: Köln bleibt jung…WA
Umland II: Wer sind die Profiteure der Änderung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes?…Zoom
Debatte: Das Kapital vor dem Kapital-ismus retten…Frontmotor
Occupy: „We stand with the 99 Percent“
„We are the 99 Percent“ ist der Slogan der Occupy-Bewegung. Nun hat sich das verbliebene eine Prozent zumindest zum Teil begonnen, sich mit dem Protestlern zu solidarisieren.
Ich mag den Occupy-Slogan mit den 99 Prozent nicht. Er ist mir zu großkotzig. Und mich schreckt er ab. Ich will nicht zu „99 Prozent“ gehören. Ich mag keine Gruppen, große schon gar nicht. Aber darum soll es hier nicht gehen. Es geht um das verbliebene eine Prozent . Dass die auch kein Block sind, macht die Site „westandwiththe99percent“ deutlich. Dort outen sich wohlhabende US-Bürger, die sich um Geld keine Sorgen machen müssen und zum Teil mit allen Privilegien aufgewachsen sind, und solidarisieren sich mit den Occupy-Demonstranten. So erklären sie ihre Bereitschaft, mehr Steuern zu zahlen. Und erkennen an, dass auch sie zur Finanzierung öffentlicher Aufgaben herangezogen werden müssen:
It isn’t fair that I have retired in comfort after a career working with financial instruments while people who worked as nurses, teachers, soldiers, etc. are worried about paying for their future, their healthcare, and their children’s educations.
They are the backbone of this country that allowed me to succeed.
I am willing to pay more taxes so that everyone can look forward to a secure future like I do.
Schöne Aktion. In Deutschland, wo die Steuersätze im Vergleich zu den USA gerade bei den großen Einkommen deutlich höher liegen, gibt es eine vergleichbare Initiative.