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BVB Nazi-Fans: Anne Frank im Schalke-Trikot


Sticker von Anne Frank in einem Schalke-Trikot sind in Düsseldorf aufgetaucht. Außerdem hat ein rechter BVB-Hooligan nach Quellen, die diesem Blog vorliegen, ein Foto der Sticker auf Facebook gepostet.

Die Aktion haben sich die Ersteller der Sticker augenscheinlich bei den Neonazi-Ultras von Lazio Rom abgeschaut. Die hatten kürzlich für Aufsehen gesorgt, als sie am vergangen Wochenende mit Fotomontagen von Anne Frank im Trikot des Stadtrivalens AS Roma die Zuschauerränge der „Curva Sud“ beklebten.

Als Reaktion darauf wärmten sich die Lazio Rom Spieler vor ihrem Spiel am vergangenen Mittwochabend in Trikots mit dem Konterfrei der kurz vor Kriegsende ermordete Anne Frank auf, auf denen außerdem „Nein zu Antisemitismus“ stand. Vor dem Spiel wurde aus Franks Tagebuch vorgelesen und eine Schweigeminute abgehalten.

Mitarbeit: Laurin

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33 Kommentare zu “BVB Nazi-Fans: Anne Frank im Schalke-Trikot

  • #1
    John Matrix

    Ich weiß, hier im Blog sind Autoren und Leser ja eher auf Seiten des BVBs, aber der Verein hat, neben den üblichen Verdächtigen wie Dynamo Dresden, als einziger Profiklub im deutschen Fußball ein immenses Nazi-Problem und wird und wird es nicht los. Viele Teile der Fanszene sind unterwandert, es lässt sich nicht leugnen, und ich sehe, weder seitens des Vereins noch der restlichen Fanszene genügend Motivation für dauerhafte und effiziente Gegenmaßnahmen. Zurückzuführen ist das alles auch auf die große rechte Szene in der gesamten Stadt. Dortmund ist, trotz aller AfD-„Erfolge“ oder einem Sitz von Pro NRW etc. in anderen Städten, eine andere Dimension.

  • #2
    Paul Kriener

    Ein erstaunlich faktenarmer Beitrag! Wie ist Anne Frank denn kurz vor Kriegsende gestorben?

  • #3
    Edgar

    Der Kommentar von John Matrix ist einfach kompletter Blödsinn. Lange hat der Verein zwar versucht das Naziproblem totzuschweigen, seit ein paar Jahren wird aber aktiv dagegen vorgegangen. Wer sich entsprechend outet im Stadion, wird konsequent entfernt, es gab (gibt?) die "Kein Bier für Rassisten" Aktion, regelmäßig werden für Jüngere Fahrten nach Ausschwitz angeboten, man hat Ordner sensibilisiert, Fanbetreuung aufgestockt usw. – ein Engangement, was man sich von der Stadt Dortmund auch wünschen würde. Die rechtsextreme Szene in Dortmund (die nicht besonders groß ist, aber leider sehr radikal) hat immer wieder mal versucht, sich in Amateurspielen zu präsentieren, wurden da aber regelmäßig von anderen Dortmund-Fans rausgeschmissen.

  • #4
    Marc Müller

    Wenn Sie diese Motivation nicht sehen, haben Sie bisher (noch?) nicht richtig hingeschaut. Es gibt FA-Initiativen, Fahrten nach Auschwitz, diverse Berichte über Schlägereien zwischen Ultras und Riots in den letzten Monaten und eine klare Linie des Vereins gegen Fremdenfeindlichkeit und rechtes Gedankengut. Große Teile der rechten Szene haben Stadionverbot und müssen versuchen, über solche Aktionen eine größere Bühne zu bekommen.

    Natürlich muss der Verein weiterhin alles unternehmen, um aktiv gegen die Szene vorzugehen. aber es gibt Probleme, die übersteigen die Möglichkeiten der Verantwortlichen und hier ist auch die Politik, die Zivilgesellschaft und der Staat gefragt.

    Wie Sie selber feststellen, sind die Probleme mit den Rechten in der ganzen Stadt zu sehen. Solange sich die Stadt Dortmund weiterhin die Augen verschließt, wird man das Problem in Dortmund nicht lösen können.

  • #5
    Thomas

    Lieber John Matrix
    tatsächlich gibt es in Dortmund und rund um den BVB eine Gruppe von Nazis, die nicht zuletzt auch BVB Fans selber terrorisiert hat. Gefunden haben sich diese Nazis wohl in herausragendem Maße in der verbrecherischen Gruppe "…Riot". Wie kommen sie aber darauf, dass "viele Teile der Fanszene unterwandert" sei? Das reicht Ihnen aber noch nicht. Sie sprechen der "restlichen Fanszene die Motivation" für Gegenmaßnahmenab. Mit diesen Verallgemeinerung und mit dem Nachsatz, dies "lasse sich nicht leugnen", suggerieren Sie, dass hunderttausende BVB Fans Nazis seien bzw. diese stützen. Ich denke, Sie merken selber, dass Ihre Behauptung bei näherer Betrachtung haltlos ist.
    Der BVB tritt im übrigen diesen Nazis entschieden entgegen. Zusammen mit der Polizei konnte die Auflösung dieser Gruppierung "…Riot" erreicht werden. Zum geforderten entgegentreten gegen diese Nazis: wie soll dass Ihrer Meinung nach aussehen? Bei den Nazis z.B, die sich in der Gruppe "…Riot" zusammengefunden hatten (und die DAS Hauptproblem bildete) handelte es sich um äußerst gewalttätige Typen. Da wird es sicher wenig Wirkung entfalten, wenn Sie einfach mal zu denen hingehen und sagen, dass die sich wegscheren sollen. Aber erleuchten Sie mich, wie das eine "restliche Fanszene" hinbekommen kann, gegen solche Schwerstkriminelle vorzugehen. Ich bin da sehr gespannt. Für meinen Teil fand ich die Zusammenarbeit von BVB und Polizei in diesem Fall zielführender.

  • #6
    Edith derter

    Hahaha, teile des BVB Ordnungsdienstes ist Mitglied der rechtsgerichteten Borussenfront.

  • #7
    weltoffen

    Zumal die bekannten Rechtsextremisten laut Polizeiangaben im Westfalenstadion nicht stärker vertreten sind als in anderen Stadien. Leider hat sich die rechte Szene zwar Dortmund für ihre Demonstrationen ausgeguckt, die ihnen verfassungsrechtlich zustehen, dafür finden in Dortmund jedoch Aktionen und Gegendemos statt. Die Polizei unterrichtet z.B. auch in Schulen, was man als Teilnehmer einer (Gegendemo darf und was nicht. Die Rechten wissen ganz sicher, wie man Gesetzesübertretungen besser vermeidet, aber die Gegendemonstranten sollen eben auch gestärkt werden.

    Es scheint als habe sich der Verfasser des obigen Kommentars nicht informiert, sondern als propagiere er lediglich die bei rivalisierenden Clubs herrschende Meinung, die ja auch in den entsprechenden Fanforen und Blogs regelmäßig kundgetan wird.

  • #8
    Rote Ruhr Crew

    Mithelfen das sowas aufhört ist möglich!
    Falls jemand Informationen zur Herkunft des Stickers und seiner Herausgeber*innen hat, kann er sich gerne bei der Roten Ruhr Crew melden.

    https://www.facebook.com/RotesRuhrgebiet/photos/a.616608931857606.1073741828.614276998757466/784438641741300/?type=3&theater

  • #9
    John Matrix

    Entschuldigung, ich wollte damit keineswegs etwaige Aktionen kleinreden. Es ist aber aus meiner Sicht so, dass man das Problem nicht dauerhaft und auch außerhalb des Stadions in den Griff bekommt. Die Rechten werden sich kaum von organisierten Fahrten nach Ausschwitz etc. beeindrucken lassen. Die immer wiederkehrenden „Einfälle“ von rechten Gruppierungen auf der Südtribüne oder bei Auswärtsspielen in den letzten Jahren zeigen, dass man dem Problem nicht richtig Herr wird. Und da ist vor allem der Verein gefragt, der sich dem auch nach außen hin deutlicher stellen muss. Dass der Blick da als BVB Fan ein anderer ist bzw. man es nicht so wahrhaben will, ist verständlich.

  • #10
    John Matrix

    Thomas, ihr Kommentar suggeriert dann aber, dass die große Mehrheit der Fans also nicht in der Lage war sich einer kleinen, wenn auch gewaltbereiten, Gruppe entschieden entgegenzustellen. Und ja, mit Reden erreicht man das nicht, aber mit einem gemeinsamen deutlichen Auftritt schon, da man ja zahlenmäßig wäre. Und zu den Bemühungen des Vereins, auch wenn die Zerschlagung letztlich gelang: Wie konnte eine Gruppe wie 0231 überhaupt so lange in der Szene rumspuken? Warum schritt man nicht direkt ein? Die Herren waren sicherlich keine unbeschriebene Blätter bei der Polizei.

  • #11
    Walter Stach

    Eine erbärmliche Aktion!!
    Für einen alten und seit "ewigen Zeiten" bekennenden und engagierten BVBer zutiefst beschämend.

    Weder durch den BVB als Verein noch durch uns Fans, aber auch nicht durch präventives Handeln der Polizei läßt sich solch unsägliches Tun verhindern. Und das wird über die hier anzuklagende Aktion hinaus zukünftig, befürchte ich jedenfalls, immer häufiger festzustellen sein, da die Mißachtung und die demonstrierte Verachtung simpler moralisch-ethischer Prinzipen sowie darauf fußender bewährte Regeln des Zusammenleben der Menschen in einer zivilisierten Gesellschaft gesellschaftsfähig geworden sind.

    "Völlig daneben", finde ich, sind in diesem Zusammenhang aller Bemühungen, die hier angeklagte Aktion zu gebrauchen, um "die große rechte Szene" in Dortmund zu beklagen bzw. über den vorgeblich zu laschen Umgang von Stadt und Polizei mit ihr. Mir scheint es u.a. zumindest fragwürdig, hier mit dem sehr unbestimmten Begriff von "der großen rechten Szene" in Dortmund zu operieren oder gar zu versuchen, "irgend wie" die Institution BVB und damit Mitglieder und Fans des BVB als "Nazi-Affin" zu diffamieren.

    Ich meine zudem, daß das Beklagen einer so von Einigen grundsätzlich wahrgenommenen und stets beklagten "laschen Haltung" der Bürgergesellschaft in DO -den BVB eingeschlossen, aber auch der Stadt und der Polizei gegenüber Neo-Nazis, gegenüber Rassisten, gegenüber Antisemiten jetzt und hier "fehl am Platze" ist, weil dadurch die auf diese konkrete Aktion bezogene und "zwingend gebotene" Nachdenklichkeit verdrängt wird; das Nachdenken über das menschliche Erbärmliche, das Unzivilisierte, das Verabscheuungswürdige dieser Aktion und damit das Nachdenken über die "moralisch-ethische" Verfaßtheit der betr. Aktivisten bzw. über jegliches Fehlen derselben bei diesen Akivisten.

  • #12
    Manuela Klein

    Ein einzelnes unterbelichtetes Ars…. ch klebt geschmackloses irgendwohin. Und zack, sind so ziemlich alle Dortmunder Nazis und die Fanszene ist rechts. Bei solch einer Sichtweise und Berichterstattung wundert es mich nicht, dass Deutschland ein massives Verdummungsproblem hat.

  • #13
    ke

    Solche Aktionen wird unsere Gesellschaft nicht verhindern können.

    Für jeden Menschen, der das Schicksal der Anne Frank kennt, ist das lebensbejahende Teenager Gesicht eine direkte Aufforderung auf gesellschaftliche Fehlentwicklugen zu achten. Aus meiner Sicht passiert das auch in Dortmund und auch beim BvB.

    Ich kann es aber gar nicht nachvollziehen, dass an nahezu jedem Spieltag immer wieder schwarz gelbe Begleiter negativ in den Schlagzeilen vertreten sind (Pyro, Angriff auf Wolfsburg Fans, …). Wie kann es nur sein, dass unser Staat nicht in der Lage ist, diese Straftäter zumindest an Spieltagen durch Meldeauflagen etc. zu kontrollieren? Es wird sich über hohe Kosten für Polizeieinsätze im Spielumfeld beklagt, aber gab es auch schon mal wirksame Konsequenzen für größere Gruppen der Täter? Es ist doch höchst unwahrscheinlich, dass dies immer wieder ganz andere Gruppen sind. Was machen eigentlich die szenekundigen Beamten, die Beauftragten etc.?

  • #14
    Ulrich Müller

    Man tut bei BVB seit Jahren nichts gegen die große Narzischar unter den so genannten “Fussballfans“.
    Warum eigentlich nicht? Weil Schwarz und Geld gemischt “Braun “ ergibt?

  • #15
    Bettina Hollwitz

    @Ulrich Müller: Ihr Kommentar ist einfach nur das Hinterletzte.
    Dass DO ein Neonazi-Problem hat, bestreite ich nicht. Dass dies sich auch in den 80.000 im Stadion spiegelt, auch nicht.
    Wohl aber, dass der Verein sich nicht darum kümmert. Und die überwältigende Mehrheit der 150.000 Vereinsmitglieder sind genausowenig rechts wie (Gott sei Dank) alle Mehrheiten in diesem Land. Das entbindet uns nicht von der Verpflichtung, immer weiter immer mehr zu tun.

  • #16
    Davbub

    @14: Was wollen Sie uns denn damit sagen? Daß es eine BVB- Verschwörung gibt, die die Machtergreifung der Nazis in DO zum Ziel hat? Und diese sich in den Vereinsfarben manifestiert?
    Watzke, Schmelzer & Walter Stach heimlich die SS weiterführen?
    Ihr Kommentar ist ebenso einfältig wie er dem Thema nicht gerecht wird.

  • #17
    DEWFan

    Die Diskussion hier ging durchaus in eine fruchtbare Richtung, aber #14 hat das wieder jäh unterbunden. Schade, wieder nur ein hat er Post auf Facebook Niveau.

    Und "Narzis" bewundern sich gerne im Spiegel…

  • Pingback: Anne Frank im Schalke-Trikot – Deutsche Hooligans kopieren Lazio-Idioten – Bundesliga Saison 2017/18 | Asprienews.gs

  • #19
    RobinS

    Die rechte Szene -also der sog. harte Kern – in Dortmund besteht etwa aus ca.80 – 100 Personen, unter denen sich ca. 5-10 als ideologische Oberlehrer in Sachen völkisch-nationalsozialistischer Gesinnung aufplustern.

    Neben Randale bei Fussball spielen besteht ihre Hauptbeschäftigung darin, sich bei depperten Dämon-Strationen die Füße plattzutreten..

    Besonders beliebt ist auch der Aufenthalt in Gerichtssälen, in denen sie sich wegen Gewalttaten, Volksverhetzungen und Widerstandshandlungen regelmäßig zu verantworten haben.

    Ferner rennen sie auch gerne zu den Verwaltungsgerichten, um sich über vermeintliche Einschränkungen bei ihren fremdenfeindlichen und volksverhetzenden Kundgebungen zu beklagen.

    Derzeit bemühen sie sich, strafrechtlich nicht allzu häufig in Erscheinung zu treten und wenn doch, gerieren sie sich als Opfer einer "Gesinnungsjustiz".

    Problematisch ist vor allem die ausgesprochen laxe und zuweilen auch schlampige Befassung der Justiz mit dieser Horde.

    Interessant wäre auch zu wissen, wer die Aktionen und den Lebenswandel dieser Bagage finanziert.
    Skandalös – aber rechtlich
    leider unsbweisbar- ist, dass die Dortmunder Rechte auch noch Kohle für ihre BV- und Ratstätigkeit aus dem Stadtsäckel erhält.

    Dabei ist auch kein Geheimnis, dass die Nazipartei Die Rechte nichts anderes als eine -unter dem durch das Parteiengesetz geschützten Schirm -Neuauflage des verbotenen NWDO ist.

    Letztlich stimmt es leider schon.dass die Nazis in Dortmund mehr oder weniger machen können, was sie wollen.

  • #20
    ke

    @19:
    Es fehlt noch, dass nahezu alle Dortmunder Politiker den Kampf gegen Rechts als Aufgabengebiet ihrer Arbeit nennen.

    Konsequentes Handeln jenseits der "gegen Rechts" Aktionen für das Bild in der Presse vermisse ich an vielen Stellen.

    Die Gerichte sehen zu oft das Gute im Menschen. Für mich ist das häufig nicht nachvollziehbar.

    D.h. final fehlt mir einfach ein konsequentes Handeln, so dass sich für mich die Frage stellt, ob man dies überhaupt will.

    Das gilt auch für andere Gruppen, die ähnlichen Methoden arbeiten.

  • #21
    Stef Stefson

    Ich habe den Eindruck, dass die BVB-Vereinsführung sich noch stärker engagieren muss. Ein Video drehen und ein paar Bierdeckel drucken. Das reicht einfach nicht. Ich sehe ein, dass bei einigen Kommentatoren hier der Beschützerinstinkt (in Bezug auf den gesamten Verein) greift. Verständlich. Nichtsdestotrotz ist es Fakt, dass der Verein und seine Zuschauer weiter gegen solche Stömungen kämpfen muss. Hier wird noch "der Einzelfall" in den Kommentaren bemüht. Kurze Anmerkung dazu: Habe zig Derbies miterlebt. Wenn ich mich meinen Schal in Richtung Stadion gehe, höre ich nicht "Schalke Sau", sondern "Schalker-Judensau" oder wahlweise "Schalker-Judenschwein". Und das nicht einmal, sondern diverse Male. Auch von Leuten, die nicht in Springerstiefeln und Glatze rumschwirren. Es gilt am Ball zu bleiben. Nazis haben im Stadion nichts zu suchen.

  • #22
  • #23
    lichtamfahrrad

    @John Matrix

    Vielleicht hast du ja ein anderes Verständnis von "Proficlub" als ich, aber bei Chemnitz, Magdeburg, Halle, Erfurt, Hansa, Cottbus!,… gibt es durchaus auch ein Naziproblem. Wenn so dämlich mal wieder nur auf Dynamo gezeigt wird, muss man annehmen, dass es da an Szenewissen mangelt.

    Nur weil sich ein paar Ultragruppen je nach Region ein bisschen cooler (links) geben, stehen im Nachbarblock nicht weniger stramme rechte Hools.

  • #24
    Michael

    "… sind genausowenig rechts wie (Gott sei Dank) alle Mehrheiten in diesem Land."

    Wo waren Sie denn in den vergangenen – sagen wie mal – 150 Jahren? In D. auf gar keinen Fall, denn dann wüssten Sie, dass die Mehrheiten der Deutschen eine äußerst bunte Mischung sind – von völkischen Nazis bis rechten Sozialdemokraten.

    Merke: Rechts ist die politische Grundeinstellung in D. Sie ist immer an der Macht.

  • #25
    Walter Stach

    Sehr, sehr nachdenklich stimmt es mich, jetzt zur Kenntnis nehmen zu müssen, daß hier über "alles Mögliche, vor allem aber auch über Vieles in diesem Zusammenhang für mich Unmögliches" Meinungsbekundungen zu registrieren sind, ich dabei aber tiefen Abscheu, großes Entsetzen über kaum zu verspüren vermag , daß ausgerechnet Anne Frank für eine abscheuliche Aktion von Rassisten/Antisemiten/Gesinnungsgefolgschaften der NSDAP auf primitivste Weise mißbraucht wird.

    Dass das (!!)heutzutage in "diesem unserem Lande" so ist, sollte jeden erschrecken, verstören und jeden animieren, über diese Gesellschaft -und über sich selbst als Teil derselben- mehr denn je kritisch nachzudenken.

    -16-
    Davbub
    "und Walter Stach heimlich die SS weiterführen…..".

    Ja, so ist das wohl , wenn …….(?) unfähig (oder unwillig?) zu sein scheinen, mit einem Mindestmaß an Sachlichkeit sich einer Problematik zu stellen, was in diesem Falle voraussetzt, daß die Betreffenden in der Lage sein müßten, zwischen dem BVB als Verein, zwischen seinen Mitgliedern, zwischen seinen weltweit (!!) Millionen-Fans einerseits und einer Handvoll politischer Idioten anderseits zu unterscheiden.
    Ähnlich primitiv ist das Verhalten der Fans anderer Vereine, die offenkundig ‚mal wieder die Gelegenheit wahrzunehmen versuchen, den BVB und seine Fans zu diskreditieren! Auch das nennen ich ein erbärmliches Verhalten angesichts der für im konkreten Falle besonders abscheulichen Aktion politischer Idioten -Rassisten, Antisemiten, Gefolgsgenossen der Hitler-NSDAP.

  • #26
    Goetz

    Dem Herrn Paul Kriener darf ich höflichst mitteilen, daß, wenn tatsächlich ein Interesse vorhanden ist, wie Anne Frank verstorben ist, der Interessent lediglich im Internet z.B. wikipedia nachlesen muß. Es gehört jedoch meiner Meinung nach schon zur Allgemeinbildung über diese Geschichte einiges zu wissen. Das Buch ist ja Standard im Deutschunterricht.

  • #27
    wickeder

    Natürlich hat der BVB kein Nazi Problem, alles bedauerliche Einzelfälle und diese schon seit 1982!
    Hatte zwischen 1977-1989 eine DK für die Süd, alles ekelhafte was ich über Nazis gelernt habe, spielte sich in besagter Zeit im Westfalenstadion ab.
    SS/SA Borussia, U-Bahn Lied
    Ali, Hassan, Mustafa ab nach Ankara oder ins Gas
    Erdal Keser Türkensau wir brechen dir dein Genick
    Sieg Heil etc.
    Tausendfach in den 80er Jahren auf der Süd gesungen, nie hat der BVB (Stadionsprecher etc.) eingegriffen.
    Und aufhören mit dem Märchen der BVB handelt, Druck kam nicht von in-sondern extern.
    Offener Brief von Eckenga, Küppersbusch, Knebel etc. an den BVB endlich zu handeln.

  • #28
    Klaus Lohmann

    Damit man weiß, worüber beim BvB *immer noch* diskutiert werden muss: http://www.sueddeutsche.de/sport/rechtsextremismus-im-fussball-das-hartnaeckige-nazi-problem-auf-der-bvb-suedtribuene-1.3252635

    Zu #6 und #7: Es ist nicht so, dass sich die "rechte Szene" – also auf deutsch die Nazis – Dortmund "ausgeguckt" hätten, denn zum einen sind Teile der ehemaligen "Borussenfront" als "Ur-Dortmunder" Nazitrupp um ihren Anführer "SS-Siggi" Borchardt immer noch im Stadion aktiv, um Nachwuchs zu rekrutieren, zum anderen bilden solche jahrzehntealten Ursprünge zusammen mit dem ehemaligen "Nationalen Widerstand Dortmund" eine wichtige Keimzelle für die Nazipartei "Die Rechte".

    Etablierte Ultragruppen wie Jubos oder Northside plus daraus entstandene "Newcomer" ala 0231riot halten über viele Jahre einzelne, enge Kontakte zu den "Stadtnazis" und auch die Ordnergruppen im Stadion sind garantiert nicht frei von solchen "Fans" mit Schlägererfahrung und gewisser Offenheit für rechtsextremistische Ideologien. Und nein – die richtig öffentlichen "Aktionen" und Provokationen haben sich zwar durch die "Rechte" größtenteils aus dem Stadion heraus ins politische Leben der Stadt verzogen, aber trotzdem sind die Drahtzieher *immer noch da*.

    Und solange Watzke&Co. sowie die Fanabteilung sich weiter nicht durchringen können, mind. diese Ultragruppen mit zweifelhaftem Ruf aus der Bespaßung durch den BvB zu entlassen (es geht ja schließlich um zahlende Kundschaft), wird sich das Problem mit noch so viel Aktionen und Ausschwitz-Fahrten nicht lösen lassen.

  • #29
    Walter Stach

    Klaus Lohmann -28- letzter Absatz:
    Ja, so ist es.
    Und ich habe den Eindruck, daß diese Deine Meinung von den allermeisten BVBern – den Mitgliedern, den Fans -geteilt wird. Umso mehr stellt sich mir immer wieder die Frage, warum der Vereinsvorstand dieserhalb nicht endlich der Maxime entsprechend handelt: "Null Toleranz"!!

    Ich meine allerdings , daß es gegenüber den sog. Ultras unverantwortlich ist, die berechtige Kritik an ihrem Verhalten, dass auch ich als BVBer häufig (!!) für beschämend halte, jetzt und hier "irgend wie" in Zusammenhang bringen zu wollen mit der unsäglichen und durch nichts zu entschuldigen "Anne Frank" Aktion einiger weniger politisch – rassistischer Idioten

  • #30
    Davbub

    @ Walter Stach.
    Ich hatte Sie in meiner Aufzählung (Verein, Spieler, Fans) als einzigen mir namentlich bekannten Fan stellvertretend für alle anderen (Millionen) Fans genannt(doch auch Mal schön, oder?) Und wollte lhnen nicht zu nahe treten. bin tatsächlich Mal überwiegend Ihrer Meinung.

  • #31
    Davbub

    Entschuldigen Sie bitte die Tippfehler, aber eine Tablettastatur ist sehr schwierig zu bedienen. war i. Ü. heute in DO, keinen Nazi gesichtet.

  • #32
    Klaus Lohmann

    @#31: Falls Sie im Ernst Nazis suchen: Dorstfeld, Wittenerstr./Wilhelmplatz. Fast täglich zu besichtigen.

  • #33
    Walter Stach

    Davbub -31-
    Das habe ich auch so verstanden, aber mich in meiner Replik -25- im zweiten Absatz- wohl nicht präzise dementsprechend geäußert.

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