Corona und Katastrophenschutz: „Hätte, Hätte, Fahrradkette“ statt koordiniertem Handeln

Corona in einer Bearbeitung von K. Gercek

Seit dem 15. März 2020 unterhalten sich die Ruhrbarone mit Magnus Memmeler.  Bis heute sind 43 Interviews entstanden, die auf den Katastrophenschutz blicken und auch die Corona-Krise nachzeichnen. Im 44. Interview geht es um Virusmutationen, um den europäischen Weg der Pandemiebekämpfung, nicht nur bei der Impfstoffbeschaffung, um ein abgestimmtes Schulkonzept, um den Katastrophenschutz aka Bevölkerungsschutz und vieles mehr.   

Ruhrbarone: Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel. Nachdem wir in der vergangenen Woche mutmaßen durften, wie wenig Fortschritte der Impfgipfel bringen würde, steht der Republik in dieser Woche der nächste Bund- Länger – Gipfel bevor. Grund genug, um den Ist-Stand zu betrachten. Lassen die sinkenden Infektionszahlen auf eine Lockerung der Maßnahmen hoffen?

Memmeler: Nein!

Ruhrbarone: Na dann, vielen Dank für das Interview und angenehmen Restsonntag.

Memmeler: Der Präsident des RKI, Herr Lothar Wieler, betont täglich, dass die gesunkenen Infektionszahlen noch nicht niedrig genug sind, um von einer beherrschbaren Lage sprechen zu können und warnt ebenfalls täglich vor dem wachsenden Risiko, welches die inzwischen auch in der Bundesrepublik nachgewiesenen Virusmutationen mit sich bringen.

Die deutsche Virologin, Melanie Brinkmann, zuletzt auch Mitglied im Krisenstab der Bundesregierung, drückt sich noch krasser aus und sieht Deutschland im Kampf gegen die Mutationen des Coronavirus bereits auf verlorenem Posten:

„Wir kriegen niemals genügend Menschen geimpft, bevor die Mutanten durchschlagen, Dieser Wettlauf ist längst verloren. Alles andere entspringt Wunschdenken, genährt von falschen Versprechungen einiger Politiker.“

Die Aussagen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der bei einer Diskussion im Rahmen einer Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung in Aussicht stellt, dass es in einigen Monaten bei der Corona-Impfung auch eine Wahlmöglichkeit beim Impfstoff geben wird, sind wohl das beste Beispiel für das, was die Virologin Frau Brinkmann beim Wording von Politikern anprangert.

Der Impfgipfel hat gerade erst gezeigt, dass wir uns noch für eine relativ lange Zeit in einer absoluten Mangelverwaltung befinden werden und Herr Spahn schwelgt gedanklich bereits im Überfluss. Was in diesem Kopf vorgeht, vermag ich nicht nachzuvollziehen.

Das Coronavirus verändert sich und wird dadurch deutlich ansteckender lautet die Warnung vieler Virologen. Karl Lauterbach sieht das aber nicht als die größte Gefahr, die von den Mutationen ausgeht. Viel schlimmer sei, dass das mutierte Virus die menschliche Immunabwehr teilweise umgehen könnte:

„Das Virus könnte sich dann auch unter bereits Geimpften verbreiten und auch unter Menschen, die die Krankheit schon durchgemacht haben. Das ist ganz klar die größere Gefahr“.

Sollte der Impfschutz deutlich geringer ausfallen, wäre ein ständiger Impfkreislauf die Folge, bei dem gegen immer neue Mutanten geimpft werden müsste, auch weil das Virus permanent mutiert, um zu überleben.

 


Magnus Memmeler mit Maske Foto: Privat

Magnus Memmeler (53 Jahre) lebt in Kamen. Seit über 31 Jahren arbeitet er im Rettungsdienst und Katastrophenschutz. 25 Jahre davon hat er diverse Leitungsfunktionen eingenommen. Er war beauftragt zur Organisation des Sanitätsdienstes beim DEKT in Dortmund und Verantwortlicher einer großen Hilfsorganisation bei der Versorgung und Unterbringung von Geflüchteten in den Jahren 2013 – 2018. Er war zudem Mitglied bei der Stabsarbeit von Bezirksregierungen und in Arbeitskreisen des Innenministeriums bei der Konzeption von Katastrophenschutz-konzepten.

 

 


Lauterbach warnt:

„Die Bedeutung der Mutationen für die langfristige Entwicklung der Pandemie wird in der Gesellschaft aber auch in der Politik massiv unterschätzt.“

Drei große Mutanten sind derzeit bekannt: Die britische, die südafrikanische und die brasilianische Variante. Alle drei sind laut diverser Wissenschaftsberichte deutlich ansteckender als das ursprüngliche Virus.

Die südafrikanische und die brasilianische Variante entziehen sich außerdem teilweise der Immunabwehr durch den menschlichen Körper, was sie besonders gefährlich macht. Vereinzelt tritt diese Eigenschaft auch bei der britischen Variante auf. Die „Flucht“ vor der Immunreaktion wird als „Escape-Mutation“ bezeichnet.

„Das Virus hat mitten im Spiel die Spielregeln geändert“, lautete der der Kommentar des Kölner Virologen Rolf Kaiser, um die aktuelle Situation gegenüber Medien zu beschreiben.

In Großbritannien sind erste Fälle der britischen Corona-Variante aufgetreten, die zusätzlich eine Genveränderung der Viruslinie aus Südafrika tragen.

Elf Fälle der Kombi-Mutante wurden bislang unter mehr als 200.000 analysierten Virussequenzen identifiziert, berichtet die britische New and Emerging Respiratory Virus Threats Advisory Group (Nervtag). Das klingt zunächst nach wenig.

Der Nachweis dieser Mutationsvariante zeigt aber auch, dass wir uns beim Impfen im Wettlauf gegen weitere Mutationen befinden, da die Impfstoffe zwar stetig angepasst werden könnten, der Flaschenhals von Zulassung und Produktionslogistik aber weiterhin Bestand haben würde.

Die britische, die südafrikanische und die brasilianische Variante

Ich muss gestehen, dass dieses Wimmelbild von vorliegenden Informationen, bei denen es noch keine wirklich validen wissenschaftlichen Daten gibt, dafür sorgen dürfte, dass sich am Mittwoch wahrscheinlich niemand trauen wird große Lockerungen zu versprechen, wenn Bund und Länder sich erneut zu Beratungen zusammenfinden werden. Die berühmte Ampel bleibt also weiterhin das Ziel.

Bitter ist, dass wir uns in dieser unklaren Situation befinden, weil viele Monate vergangen sind, in denen sehr eindeutige Hinweise von Experten zu Gunsten von Wahlprognosen ignoriert wurden.

Ruhrbarone: Es gilt also erneut – alles kann und nichts muss. Was wurde versäumt? Gibt es Beispiele für Versäumnisse, die uns in diese Lage geführt haben?

Memmeler: Hunderte Wissenschaftler aus ganz Europa forderten bereits im vergangenen Jahr in einem gemeinsamen Appell, an strengen Maßnahmen festzuhalten, um die Infektionszahlen deutlich zu drücken. Der Aufruf der Wissenschaftler trug den Titel „Aufruf zu europaweitem Engagement für eine schnelle und nachhaltige Reduzierung der SARS-CoV-2-Infektionen“

Die Initiatorin des Aufrufs, Viola Priesemann, ist beim Max-Planck-Institut in Göttingen Expertin für Modellrechnungen zur Ausbreitung und Eindämmung von Pandemien. Sie fasste es so zusammen:

„Lockert nicht zu früh, sonst verspielt ihr den Erfolg!“

Mit einer klaren Zielvorgabe, so die eindeutige Aussage, ließen sich die Menschen auch weiterhin zum Mitmachen gewinnen. Stattdessen hangeln wir uns seit geraumer Zeit mit Erlassen und Verfügungen durch die Pandemie, die alle paar Wochen verlängert oder geringfügig geändert werden und den Namen Lockdown nie wirklich verdient haben.

Für den Appell hat Frau Priesemann renommierte Wissenschaftler diverser Fachrichtungen aus ganz Europa als Mitunterzeichner gefunden. Deutschland ist in diesem Papier wohl am prominentesten vertreten. Die Präsidenten der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der großen Wissenschaftsorganisationen haben unterzeichnet.

Es findet sich auch der Name von Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts und damit Chef der obersten deutschen Seuchenbekämpfungsbehörde, also der Herr, der täglich mit unserem Bundesgesundheitsminister vor die Presse treten muss. Wie er sich angesichts dieses Papiers dabei wohl fühlen mag?

Die Physikerin Viola Priesemann verglich die Pandemie in einem Pressegespräch des Science Media Centers mit einem Fußballspiel, das nach unfairen Regeln gespielt wird. Der Lockdown light in Deutschland sei demnach zwar einen Versuch wert gewesen – mehr aber auch nicht:

„Spätestens Mitte, Ende November hätte man sich überlegen müssen: ganz oder gar nicht.“

Der wichtigste Appel in diesem prominenten Papier lautete jedoch, dass alle europäischen Länder unbedingt abgestimmt handeln müssten. Der Appell kommt deshalb von Wissenschaftlern aus ganz Europa und fordert ein einheitliches Vorgehen.

Sonst würde uns ein permanentes Ping-Pong-Spiel drohen, wenn jeweils in der Nachbarschaft die Fallzahlen wieder viel höher seien, da dort Lockerungen beschlossen werden. Eine Koordination der Maßnahmen würde es erlauben, europäische Grenzen offen zu lassen.

Wie wir alle wissen, gelingt es nicht einmal einheitliche Maßnahmen in der Bundesrepublik umzusetzen. Die zunächst nicht und dann verspätet und inkonsequent umgesetzten Reisebeschränkungen haben dazu beigetragen, dass sich, wie zuvor beschrieben, diverse Virusmutationen fröhlich in der EU und in der BRD verbreiten durften.

Inzwischen gibt sogar Ursula von der Leyen Fehler bei der Beschaffung von Impfstoffen zu. Laut der Kommissionspräsidentin habe man die möglichen Komplikationen in der Produktion unterschätzt und nicht gut genug kommuniziert.

Richtig bitter ist die Aussage von der Leyens:

„Natürlich: Ein Land kann ein Schnellboot sein. Und die EU ist mehr ein Tanker.“

Wenn das die Erklärung für die zunächst sehr zögerlichen Impfstoffbestellungen ist, wissen wir doch bereits jetzt, dass der eindringliche Appel von hunderten von Wissenschaftlern, die EU müsse konsequent und einheitlich handeln, bis zu meiner Verrentung nicht mehr realisiert werden wird.

Das wahrscheinlich beste Beispiel für inkonsequentes und Einzelinteressen untergeordnetes Handeln ist doch das aktuelle „Rumgedaddel“, welches wir von UEFA und DFB derzeit vorgelebt bekommen. Die Farce die sich bei der Diskussion um Spiele deutscher Fußballvereine gegen englische Clubs andeutet, zeigt sehr deutlich, wie tragisch leicht es ist, Schutzmaßnahmen zu umgehen.

Da für England massive Reisebeschränkungen, zum Schutz vor der Einschleppung von Virusmutationen beschlossen wurden, dürfen die englischen Fußballclubs nicht in die BRD einreisen. Da es hier aber um richtig eckig viel Geld geht, sollen die Spiele nun in Ländern ausgetragen werden, die geringere Reisebeschränkungen veranlasst haben.

Leute, was wird da den Bürgern vorgelebt? Der Deutschen liebstes Kind zeigt, Du musst nur kreativ sein, dann kannst Du jede Schutzmaßnahme umgehen. Wen wundert es da, dass wir trotz geschlossener Frisierstuben kaum Menschen mit Haarproblemen treffen. Auch das wird ja wundervoll durch unsere Promis vorgelebt.

Die Folge der bisher extrem inkonsequenten Reisebeschränkungen in und aus Risikoregionen innerhalb der EU und der BRD ist, die englische Corona-Variante greift auch in Deutschland um sich. Das ist Daten zur Verbreitung der Variante namens B.1.1.7 zu entnehmen, die das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag erstmals veröffentlicht hat.

Das mutierte Virus macht demnach inzwischen 5,8 Prozent aller Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland aus. Aufsummiert gibt es 1 800 Nachweise von B.1.1.7. Die Auswertung des RKI bezieht sich auf den Zeitraum von Neujahr bis zum 29. Januar.

Zur Verbreitung der Varianten B.1.351 aus Südafrika und P.1 aus Brasilien enthält der Bericht keine belastbaren Daten. Wenn RKI-Präsident Lothar Wieler sagt, die Mutante dominiere das Geschehen in Deutschland noch nicht, liegt die Betonung, wie zu vermuten ist, auf noch nicht.

Noch immer kein schlüssiges Schulkonzept

In dieser recht unsicheren Situation könnten wir an dieser Stelle erneut darauf verweisen, dass es noch immer kein schlüssiges Schulkonzept gibt, obwohl dies seit geraumer Zeit immer wieder eingefordert wird. Gleiches gilt für die Schaffung von Rechtsgrundlagen, die es, ähnlich wie in Israel, zulassen würden, dass wir bei der Neuausrichtung der Impfstrategie auf valide Daten der Krankenkassen zurückgreifen könnten. So wäre es möglich, dass das Einladungsmanagement zu Impfungen sich konsequent an Risikogruppen orientiert und verlässliche Liefermengen somit effektiv zugewiesen werden könnten.

Die Notwendigkeit einer solchen Koordination wurde leider bislang verpennt, weil die heilige Kuh Datenschutz dafür sorgte, dass diese Möglichkeit nicht einmal angedacht wurde. Wegen der in der BRD bestehenden Impfeinschränkung für den Impfstoff von AstraZeneca, sollen die 18- bis 64-Jährigen in Deutschland künftig zunächst prioritär mit dem Vakzin von Astrazeneca gegen SARS-CoV-2 geimpft werden.

Ein anderer Impfstoff soll nur dann verwendet werden, wenn der Astrazeneca-Impfstoff nicht zur Verfügung steht. Die Koordination dieser Neuausrichtung der Impfstrategie wäre eine Leichtigkeit, wenn der beschriebene Einsatz von Daten der Krankenkassen vorbereitet gewesen wäre.

Wir erleben also, wie auch in der vergangenen Woche durch Katastrophenschützer beschrieben, noch immer viel „Hätte, Hätte, Fahrradkette“ statt koordiniertes Handeln mit perspektivischer Ausrichtung. Diverse Gesetzgebungsverfahren innerhalb der Pandemie haben bewiesen, es wäre auch anders möglich gewesen, wenn man sich an den Broemmes und Ziebs dieser Republik orientiert hätte.

Eventuell hat der von mir sehr geschätzte Kollege Hartmut Ziebs ab Herbst dieses Jahres ja die Möglichkeit, den Bundestag mit Katastrophenschutzwissen zu erhellen und zur Einsicht zu bringen, da der Kollege recht aussichtsreich für den Bundestag kandidiert.

Ich denke, dass uns dieses Wochenende und der Wochenbeginn in großen Teilen der Republik vor Augen halten wird, dass nicht nur die Politik, sondern auch die Bevölkerung nicht mehr in der Lage ist, Bevölkerungs- und Selbstschutz zu leben.

Ruhrbarone: Herzlichen Dank für diesen neuerlichen Blick auf Versäumnisse aus Sicht des Bevölkerungsschutzes. Auf welche Erkenntnisse, die sich zum Wochenstart ergeben, spielen Sie an?

Memmeler: Ich weise nur auf ein aktuelles Interview von Roger Lewentz (SPD), Innenminister von Rheinland-Pfalz, und die aktuellen Wetterprognosen hin. Wohlstandsverkommen, wie diese Gesellschaft sich nun einmal präsentiert, müssen wir uns der Herausforderung stellen, dass es im Winter schneit. Zugegeben, in manchen Regionen auch mehr, als es üblicherweise vorkommt. Die momentanen Medienmeldungen drohen mit Ungemach mit apokalyptischem Ausmaß, da sie wissen, der Deutsche kommt damit nicht zu Recht.

Eine Warnmeldung einer Katastrophenschutz – App des Bundes, die ich an dem Tag erhielt, als der Winter sich für einen halben Tag im Östlichen Ruhrgebiet andeutete, zeigte mir sehr deutlich, wie schnell unsere Gesellschaft ins Schwanken geraten kann, weil schon eine geringe Abweichungen von der Normalität uns völlig aus der Handlungsroutine wirft. Die App hatte mich vor mäßigem Schneefall im Winter gewarnt. Für mich war dies ein erschütternder Befund unserer aktuellen Selbsthilfebefähigung innerhalb unserer Gesellschaft.

Zu einem ähnlichen Befund kommt auch der Innenminister von Rheinland-Pfalz in einem Interview, welches er der Zeit gegeben hat. Lewentz wird in dem Interview mit den Worten zitiert:

«Beim Bevölkerungsschutz müssen wir nachsteuern – das ist ganz klar. Wir Deutschen haben uns nach dem Fall der Mauer in ein völlig neues Sicherheitsgefühl begeben und dann vieles schleifen lassen – von den Sirenen bis zur privaten Vorsorge für den Katastrophenfall.»

Lewentz zeigte sich im Interview sicher, dass die Corona-Pandemie viele Maßnahmen nach sich ziehen werde. Darauf hoffen sicherlich auch viele in unseren Interviews bereits zitierten Experten. Ferner sei Lewentz gespannt, welche ersten Handlungsempfehlungen die Länder vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) unter der neuen Leitung erhalten werden.

Wir müssen uns der Herausforderung stellen, dass es im Winter schneit

Diese Aussage lässt bereits erkennen, dass auch der Innenminister des Landes Rheinland-Pfalz noch nicht viel identifizieren konnte, was das BBK seit dem Wechsel der Leitung zur Pandemiebewältigung beigetragen hat.

Erste Erkenntnisse sollen bei der für den 16. Juni geplanten Innenministerkonferenz (IMK) gemeinsam besprochen werden. 16. Juni? Wir haben Sonntag, den 7. Februar und befinden uns seit einem Jahr in dieser Krise. Handlungsdruck kann ich hier nicht wirklich erkennen. Oder die Innenpolitiker und Experten des BBK sind einfach irre cool und genießen die derzeitige Hochrisikosituation als politischen Extremsport, der leider Gottes auch innerhalb der Bevölkerung den Adrenalinspiegel hoch treibt.

Ein Bekannter, der mit seiner Firma beratend im Gesundheitswesen tätig ist, hat mir am vergangenen Wochenende dazu geraten, unsere Interviews in einem Buch zusammenzufassen und als orientierende Handlungsempfehlung an Entscheider zu übergeben. Natürlich ist das zunächst schmeichelhaft.

In Wirklichkeit ist es aber extrem bitter, da wir beiden hier nur öffentlich zugängliches Wissen zusammenfassen und stetig darauf verweisen müssen, dass man es hätte besser wissen und somit auch machen müssen.

Bereits im Mai 2020 forderten die Grünen in NRW ein landesweites Katastrophenschutzkonzept, das insbesondere den Rettungsdienst einbeziehen soll. Notwendig sei laut Grünen eine neue Kommission zur Katastrophenvorsorge, die alle Berichte zu Katastrophenszenarien daraufhin überprüft, an welchen Stellen Verbesserungsbedarf im Land besteht.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe müsse so ausgestattet werden, dass es die Länder besser unterstützen könne. Einen ähnlichen Vorschlag hatten zuvor auch Grüne und SPD im Bund vorgelegt. Nur neun Monate später hören wir jetzt, dass man darüber in vier Monaten beraten will.

Gleiche Versäumnisse erkennen wir täglich in der gesundheitlichen Daseinsvorsorge, wenn wir Berichte über die Resilienz unserer Kliniken lesen. In der „Lünener Erklärung“ fassen Prof. Dr. Michael Schäfer, Clemens Galuschka, Wolfram Kuschke, Ludger Rethmann und Axel Weinand sehr gut zusammen, welche Hausaufgaben aus den Erkenntnissen innerhalb der Pandemie erwachsen sind und welche relativ leicht umzusetzenden Lösungsansätze sie wählen würden.

Die „Lünener Erklärung“ stammt aus September 2020 und ist die intensive Auseinandersetzung mit deren Inhalten wert. Statt der dort empfohlenen Herangehensweise zu folgen, erleben wir leider noch immer, dass die deutsche Gesundheitspolitik den althergebrachten Reflexen gehorcht und den Empfehlungen der Interessensvertretungen von GKV (Gesetzliche Krankenversicherungen) und KV (Kassenärztliche Vereinigung) folgt.

Daraus resultiert auch jetzt ein stetiges „Weiter so“ mit zum Teil schwerwiegenden Nebenwirkungen, statt eines mutigen „Wir schaffen das“, wenn ich an dieser Stelle dieses Zitat bemühen darf, weil es beispielhaft für das steht, was damals notwendig war und heute notwendig ist: Herausforderungen annehmen und konsequent umsetzen, was zur Bewältigung der Lage erforderlich ist. Sonst wird das mit der gesundheitlichen Daseinsvorsorge erneut nichts Gescheites geben.

Katastrophenschutz und gesundheitliche Daseinsvorsorge sind die institutionalisierten Sinnbilder dessen, was wir bei der vollständig sedimentierten Selbsthilfebefähigung der Bevölkerung diagnostizieren müssen. Sinnbildlich könnte man sagen, steht die Herausforderung des Wintereinbruchs an diesem Wochenende für die Bevölkerung für die Lern- und Selbsthilfebefähigung des Bundes und der Länder innerhalb dieser Pandemie. Katastrophenschutz und gesundheitliche Daseinsvorsorge müssen sich weg vom lästigen Appendix entwickeln, den man in der Politik leider mit dem Risiko mitschleppen muss, dass er sich auch mal entzünden kann.

Katastrophenschutz und gesundheitliche Daseinsvorsorge lassen sich im Akutfall leider nicht so leicht entfernen, denn dann gehen die Lichter so richtig aus.

Frei nach Bonhoeffer können wir uns nun wieder verabschieden und getrost auf das hoffen, was da am Mittwoch kommen mag und gewiss auch von den Ländern am darauf folgenden Tag.

Ruhrbarone: Besten Dank und bleiben Sie gesund.

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15 Kommentare

  1. #1 | Robert Müser sagt am 7. Februar 2021 um 14:24 Uhr

    Vielen Dank für diese klaren, mahnenden und weisen Worte im Land des Pandemie-Hysterie.

    Im Land der medialen/politischen Kakophonie (gut über das Thema Lockerungen aktuell zu beobachten) fragt sich der Schreiber dieser Zeilen ob wir hier in einer Bananen-Republik angekommen sind.

    Die Politik scheint erst bei den ersten Länderfürsten verstanden zu haben, dass dieser Lockdown Light mehr Schaden als Nutzen gebracht hat. Trotzdem fabuliert der eine oder andere Verantwortliche von Öffnungen hier und dort, man fasst sich an den Kopf.

    Die in der letzten Zeit oft geforderte Resilienz scheint für meine Begriffe in der Politik noch nicht angekommen sein. Dies lässt sich u.a. gut an der Kopf-/Ahnungslosigkeit des Schul-/Kultusminister in Sachen Konzepte für einen "gefahrlosen" Schulunterricht verfolgen.

    Die Anregung einer Zusammenfassung in einem Buch würde ich ernsthaft verfolgen, für mich eine gute Dokumentation dieser Pandemie in ihren vielen Facetten.

    Kurze Anmerkung zu aktuellen Wetter:
    Es ist schon ein Trauerspiel, dass dieses Land mit einem normalen Wintersturm scheinbar vollkommen überfordert ist – was passiert denn bei einer richtig knackigen Winterkatastrophe im Land der Rheinländer, Westfalen oder Lipper?

    Ich bin gespannt auf die nächste Folge und bedanke mich schon vorab dafür.

  2. #2 | DAVBUB sagt am 7. Februar 2021 um 18:12 Uhr

    Nun ist es ja sehr leicht, "den Bürger" für ein verwöhntes, hilfs- und ahnungsloses Wesen zu halten, der die Verantwortung für sein persönliches Wohlergehen dem Staat überträgt. Es ist aber auch so, daß der Staat jegliche Eigeninitiative des Bürgers-gerne unter Hinweis auf dessen "Sicherheit"- sowie durch Vorschriften und versicherungstechnische Finessen behindert.
    Fahren Sie doch einmal ihre alte Nachbarin zum Impftermin ins dreiundzanzig Kilometer entfernte Impfzentrum. Sollten Sie dabei in einen Unfall verwickelt werden, dann viel Freude an der Sache.

  3. #3 | Memmeler sagt am 7. Februar 2021 um 18:36 Uhr

    Herzlichen Dank für diesen ausführlichen Kommentar und die ermutigenden Worte Herr Müser.
    Der Eindruck in einer Bananenrepublik zu leben, macht sich bei mir auch immer breit.

  4. #4 | Magnus Memmeler sagt am 7. Februar 2021 um 18:41 Uhr

    @DAVBUB: Nachbarschaftliche Hilfe ist wirklich nicht riskant und wäre aktuell ein schönes Zeichen, dass die Selbshilfebefähigung noch nicht vollständig vor die Hunde gegangen ist.
    Und- eine Schneeschüppe bedienen bedarf keiner Quantenphysik.

  5. #5 | Psychologe sagt am 7. Februar 2021 um 18:45 Uhr

    "Sollte der Impfschutz deutlich geringer ausfallen, wäre ein ständiger Impfkreislauf die Folge, bei dem gegen immer neue Mutanten geimpft werden müsste, auch weil das Virus permanent mutiert, um zu überleben."

    Das Virus mutiert nicht um zu überleben, denn erstens lebt es nicht und zweitens macht es das nicht aktiv.
    Zum anderen: Wird hier nicht etwas überinterpretiert? Reicht es nicht, wenn die Quote der schweren Verläufe deutlich abnimmt? Hieß es nicht immer, das Problem bestünde darin, dass das Immunsystem in Bezug auf das neue Virus noch "naiv" sei.
    Es wäre natürlich schöner, wenn es keine Mutationen gebe und mit einer Impfung 100%iger Schutz bestünde. Aber wenn wir es mit irgendeiner Impfung so weit bringen, dass ein endemisch gewordenes Virus sich dann tatsächlich nicht mehr großartig anders auswirkt als eine Grippe, wäre das doch ein akzeptables Resultat, oder?
    Wir kommen zudem noch nicht mal mit der Impfung gegen den "Wildtyp" hinterher, wie realistisch kann es da sein, jetzt auch noch gegen Mutationen geimpft zu werden? Die bisherigen Daten zeigen ja wohl – erwartbar -, dass der Schutz der gegenwärtigen Impfung durch die Mutationen zwar verringert, aber eben nicht aufgehoben werden kann. Und der springende Punkt scheint hier die Schwere des Krankheitsverlaufs zu sein.

  6. #6 | ke sagt am 7. Februar 2021 um 21:39 Uhr

    Wir müssen endlich unsere Politiker fordern und uns nicht mehr mit einem Lockdown nach dem anderen abfinden.

    Wir haben einen dummen Lockerungsvorschlag nach dem anderen. Jeder ist ohne wissenschaftlichen Hintergrund. Über 400 Gesundheitsämter sind 1 Jahr nach der Pandemie nicht in der Lage, die Hauptansteckungswege in einem relativ harten Lockdown zu finden? Das geht doch gar nicht.

    Es wird höchste Zeit, massiv Personal austauschen. Die aktuell handelnden Personen erfreuen sich an ihrer Macht, liefern nichts für die Verbesserung der Situation und werden oft für besonders "strenge Maßnahmen" noch gelobt.

    Was hier aktuell passiert ist eine Schande für die Gattung Homo sapiens im Jahr 2021 mit massiver Technikunterstützung. Man merkt eben irgendwann, wenn nahezu die gesamte politische Klasse keine naturwissenschaftliche Bildung genossen hat.

    Aktuell ist Herr Laschet ein Prototyp. Er scheint gar nicht mehr gegen Corona zu handeln. Schleimt sich bei der CDU ein und prüft dann, was das Volk macht, wenn Söder neue Vorschläge hat. Dabei ist Bayern seit Monaten nicht in der Lage die Grenzübertragungen zu sichern.

    So langsam muss man fast auswandern. Diese Gesellschaft ist zu langsam und zu rückwärtsgerichtet bei allen schnellen Prozessen, die aktuell Reaktionen und Anpassungen erfordern.
    Merkel hat natürlich mit ihrer ruhigen Hand und ihrer Personalpolitik einen massiven Anteil an dieser Entwicklung.

  7. #7 | DAVBUB sagt am 8. Februar 2021 um 09:51 Uhr

    @4: Mir ging es um die Folgen eines Unfalls-womöglich mit Personenschaden- bei der Nachbarschaftshilfe: War das wirklich Nachbarschaftshilfe. Hatte der Fahrer einen Personenbeförderungsschein? Hat er womöglich ein Entgelt -Spritgeld oder eine Tafel Schokolade- erhalten und sich somit der Schwarzarbeit oder der illegalen Ausübung eines Transportgewerbes schuldig gemacht? Bezieht er staatliche Unterhaltsleistungen; stehen also Steuerhinterziehung bzw. Sozialbetrug im Raum? Das hört sich abstrus an, ist aber in dem Land der 100.000 Vorschriften und Regeln und der 10.000 berufsmäßigen Bürgercujonierer real. Jede evtl. zuständige Versicherung wird versuchen, einer anderen den Schaden zuzuschieben. Und die Wahrscheinlichkeit, daß in einem der nachfolgenden Prozesse der Bürger der Dumme bleibt, ist m.M. nach durchaus gegeben.

    "Und- eine Schneeschüppe bedienen bedarf keiner Quantenphysik."
    Welch ein Glück, daß Sie mir die Welt erklären, danke.

  8. #8 | Björn Wilmsmann sagt am 8. Februar 2021 um 12:37 Uhr

    Deutschland und die EU haben kein grundsätzliches Problem mit einer Pandemie, keine Gesundheitskrise, sondern eine Systemkrise. Eine Pandemie mit den Qualitäten von COVID-19 wäre für ein Land mit den hiesigen Ressourcen handhabbar, ohne das Land dauerhaft einzufrieren und im Zuge dessen ganze Branchen dauerhaft zu ruinieren.

    Das System und dessen Vertreter können und wollen nur das dazu Nötige entweder gar nicht oder nur viel zu langsam leisten: Eine Pandemie bekämpft man nicht, indem man einerseits Bürgerrechte aufhebt und den Bürgern massive Einschränkungen abverlangt, während Politik und Behörden weiter Dienst nach Vorschrift machen. Eine Pandemie bekämpft man in einem modernen Industrieland nicht mit Fax, Stempel und Papier, sondern mit zeitgemäßen digitalen Arbeitsmitteln. Eine Pandemie bekämpft man nicht mit Datenschutz, sondern mit Infektionsschutz.

  9. #9 | Helmut Junge sagt am 8. Februar 2021 um 15:30 Uhr

    "Eine Pandemie bekämpft man in einem modernen Industrieland nicht mit Fax, Stempel und Papier, sondern mit zeitgemäßen digitalen Arbeitsmitteln. "
    Moderne Industrieländer machen das auch so. Wir sollten von denen lernen und versuchen Anschluß zu gewinnen.

  10. #10 | Björn Wilmsmann sagt am 8. Februar 2021 um 17:31 Uhr

    #9: "Wir", also die Bürger und Unternehmen tun das glaube ich auch zumindest recht passabel. Nur die Behörden ziehen eben nicht mit. Und genau das ist hier das große Problem. Praktisches aktuelles und lokales Beispiel: Ich habe vor ca. 10 Tagen bei der Stadt Oberhausen nachgefragt, ob das dortige Gesundheitsamt bereits SORMAS (jenes digitale System für Kontaktverfolgung und Epidemiemangement) nutzt. Heute bekam ich ein lapidares "Aktuell nicht" als Antwort.

    Zur Erinnerung: Die Einführung von SORMAS wurde bereits im März 2020 dringend angeraten. Der Bund hat dafür erhebliche Mittel bereit gestellt. Im Januar 2021 hatten erst 30% der Gesundheitsämter das System im Einsatz. Mittlerweile immerhin 50%. Bis Ende Februar sollen es laut Vorgabe des Bundes 100% sein. Dass dies der Fall sein wird, darf bei Antworten wie der der Stadt Oberhausen bezweifelt werden.

    Jetzt kann man sich vielleicht fragen, warum ausgerechnet das so wichtig ist. Die Antwort darauf ist einfach und erschreckend zugleich: Jenes alles andere überschattende Kriterium einer Inzidenz < 50 ergibt sich nicht etwa aus wissenschaftlicher Evidenz, sondern schlicht dadurch, dass es die geschätzte Fallzahl ist, mit der deutsche Gesundheitsämter in Sachen Kontaktverfolgung mit ihren bisherigen Prozessen noch irgendwie umgehen können.

    Anstatt zu versuchen, mittels zielloser Holzhammermethoden jene Inzidenz unter einen Wert zu drücken, mit denen deutsche Ämter umgehen können, wäre es sinnvoller, diese Ämter proaktiv flächendeckend in die Lage zu versetzen, auch mit höheren Werten umgehen zu können, indem man Prozesse und die Werkzeuge dazu verbessert.

  11. #11 | Helmut Junge sagt am 8. Februar 2021 um 19:38 Uhr

    @Björn Wilmsmann (10) Ich vermute auch, daß SORMAS die Lage überschaubarer machen würde. NRW liegt bei der Einführung dieses Systems Bundesweit ziemlich hinten. Ich stell mir das so vor: Jemand, der nicht mal Internet privat in seiner Wohnung nutzt, wie unser NRW-Gesundheitsminister, der den Anschluß zwar besitzt, aber noch "nicht verknotet" hat, verfügt zwangsläufig über ein anderes Weltbild als Millionen Blogger, mmích eingeschlossen. Mir ist es jetzt leicht gefallen, herauszukriegen, was Sie überhaupt meinten, weil ich innerhalb von Sekunden danach googeln kann. Als ich Ihren Kommentar (20) las, wußte ich das noch nicht. Hätte ich keinen Internetanschluß könnte ich mich nicht erkundigen. Hab ich aber! Glücklicherweise gibt es zu jeder Fragestellung einige leicht verständliche Einführungsartikel. Die lese ich zuerst, weil ich als Laie genau so etwas brauch. Der NRW-Gesundheitsminister kann das nicht und muß sich das von einem Fachmann aus seiner Behörde erklären lassen. Das ist meist schwierig zu verstehen. Ähnlich wird es den Leitern seiner Gesundheitämter gehen. Denn der Minister wird vermutlich nicht darauf drängen, daß die etwas können müssen, wovon er nie gehört hat. Oberhausen hängt also hinten dran. Das ist für mich bedeutsam zu wissen, weil ich an der Stadtgrenze von Oberhausen wohne und fast alles in OB erledige. Und weil das so ist, habe ich gerade den Oberhausener Stadtverordneten Guido Horn telefonisch informiert und der hat mir zugesagt, daß er deswegen eine Anfrage an die Verwaltung richten wird.
    Er benötigt nur einen Artikel, dem zu entnehmen ist, daß es dieses Zeitlimit bis Ende Februar gibt.
    Darum habe ich den unten stehenden Link angehängt.
    https://www.wiwo.de/politik/deutschland/digitales-system-sormas-die-gesundheitsaemter-lassen-sich-zeit-das-kanzleramt-schaeumt/26891498.html

  12. #12 | Björn Wilmsmann sagt am 8. Februar 2021 um 22:03 Uhr

    @Helmut Junge, #11: Vielen Dank für Bemühungen. Ich bin gespannt, was sich aus dieser Anfrage ergibt. Es wäre sehr positiv, wenn sich auf diese Weise etwas bewegen ließe.

    Danke auch für den angehängten Link. Bemerkenswert finde ich auch die darin enthaltene Anmerkung, dass das Bundesgesundheitsministerium die Gesundheitsämter nicht zur SORMAS-Nutzung zwingen kann. Das mag formal korrekt sein, zeigt aber wieder die seltsame Prioritätensetzung und den problematischen Umgang mit Grundrechten in dieser Pandemie: Offensichtlich ist es leichter, Bürgerrechte abzuschaffen als Ämter dazu zu bewegen, ihre Arbeit vernünftig zu machen.

    An Stelle der Bundeskanzlerin würde ich die Amtsleiter der sich verweigernden Ämter entweder persönlich anrufen (bzw. aufgrund der großen Anzahl im Auftrag anrufen lassen) und fragen, ob sie Unterstützung bei der Umsetzung benötigen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Ganze dann sehr schnell ginge.

  13. #13 | Helmut Junge sagt am 9. Februar 2021 um 13:47 Uhr

    @Björn Wilmsmann, Guido Horn schreibt per mail
    "die Anfrage ist platziert.
    OB und Stadtverwaltung müssen nun reagieren, melde mich bei Antwort. "
    Allein die Frage, wie lange die auf sich warten lassen wird, finde ich spannend.
    Schließlich sind 10 Tage zu unterbieten.

  14. #14 | Helmut Junge sagt am 15. Februar 2021 um 17:54 Uhr

    @Björn Wilmsmann, man munkelt in der Verwaltung OB, daß SORMAS am 17.2.21 eingeführt werden soll. Wer damit umgehen soll, ist mir unbekannt.
    Das ist alles was ich erfahren konnte.
    Der offizielle Weg, die Anfrage von Stadtrat Guido Horn an den OB läuft noch, bzw. kann vermutlich erst im nächsten Monat im Rahmen der GO erneut gestellt werden, wenn ich es richtig verstanden habe.

  15. #15 | Björn Wilmsmann sagt am 15. Februar 2021 um 19:09 Uhr

    @Helmut Junge

    Danke für die Information. Da scheint sich dann ja tatsächlich noch was zu bewegen.

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