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Das große Ruhrbarone Bundestagswahl-Orakel


Wie wird die Bundestagswahl ausgehen? Wir haben ein paar Prognosen gewagt.

Sebastian Bartoschek:  CDU/ CSU: 36 SPD: 20 AFD: 13 FDP: 11 LINKE: 9 GRÜNE: 8 Sonst: 3
Merkel bleibt Kanzlerin. Lindner geht nach Berlin, Schulz dorthin, wo der Pfeffer wächst – und wird von Órban zurück geschickt. Wo er ankommt: dazu später mehr.
Die AfD feiert einen braun-blauen Rausch, und wird sich im Laufe der Legislatur zerlegen, wenn nicht sogar schon vor Ende des Jahres – es sei, es gibt das braun-dunkelrote Oppositionsbündnis, das Querfront-Sahra schon länger zu schmieden bereit ist.
Die Wahlbeteiligung geht im Vergleich zu 2013 nur leicht zurück: 70% der Wahlberechtigten geben ihre Stimme ab. Die Mobilisierung von Nichtwählern ist besonders der AfD gelungen, die zudem Zugewinne von ehemaligen Wählern der SPD und der GRÜNEN verzeichnen kann. Die CDU wiederum hat vor allem an FDP und überraschenderweise an die LINKE verloren (dies vor allem in Thüringen und Hessen).
Der Eiertanz wird um die Bildung der Regierung getanzt – in deutscher Miesepetrigkeit und ohne jede visionäre Kraft oder Freude; wenn die SPD wirklich absolut dämlich ist (und wem wäre dies trotz der Erfahrungen der letzten 4 Jahre zuzutrauen, wenn nicht der SPD), dann geht sie in die Regierung, Vizekanzler Gabriel faselt dann wieder von „Verantwortung“.
Besser für die SPD wäre ein klarer Regierungsverzicht, und die Annahme der Rolle als Oppositionsführerin – dort erneuert sie sich dann, und bringt Menschen wie Schwesig oder Kahrs nach vorne, geht gestärkt und reformiert in die nächste Bundestagswahl, und wird dann auch wieder an die 30% kommen können.
Die GRÜNEN werden gerne regieren wollen. Es könnte der letzte Herzschrittmacher für die ansonsten tote Partei werden – Özdemir und Schäuble können gut miteinander, und Lindner würde sich damit auch arrangieren können. In der Regierung steht dann zu befürchten, dass die FDP ihre Imagekampagne nicht in Politik umgesetzt bekommt, und letztlich am eigenen Anspruch scheitert. Da die GRÜNEN aber selbst diesen eigenen Anspruch nicht mehr haben, werden sich die Schäden für die FDP in Grenzen halten. Solch eine Jamaika-Koalition stärkt letztlich CDU, SPD und schadet FDP und GRÜNEN wenig. Und es wird schon ein besonderer Moment sein, wenn Außenminister Özdemir seinen Antrittsbesuch in Ankara haben wird, und dabei die Frage eines unabhängigen Kurdistans bei einer improvisierten Rede auf Türkisch anspricht. Das Schnauben, Schaben und Heulen Sultan Erdogans wird sogar Martin Schulz in Brüssel hören, wo er einen gut dotierten Job bei irgendwasmitconsultingthinkmediagovernment annehmen wird. Apropos Geheul: das lauteste Geheul wird es natürlich über das Ergebnis der AfD geben – die aber die Legislatur nicht als eine Fraktion überstehen wird, und dann als Kuriosum aus der Ära der Großen Koalitionen in die Geschichtsbücher eingehen wird.

 

Martin Kaysh: CDU: 37 SPD: 24 AfD: 9 Grüne:8 Linke: 8 FDP: 11
Johannes Rau hat vor 30 Jahren die Wahl mit 37 Prozent krachend verloren. Heute bist Du damit strahlende Siegerin. Die CSU schneidet weit besser ab als die CDU in Merkels Stammländern im Osten. Merkel deutet an, man könne doch jederzeit eine Obergrenze einführen, wenn sie über einer Millionen, aber deutlich unter zwei Millionen liege.

Im Osten verliert auch die Linke brutal. Das Wütende, das unreflektierte Verlangen nach mehr, die schlechte Laune gegenüber denen da oben oder von woanders oder wo auch immer hat die AfD besser drauf. Diese Partei gewinnt am wenigsten in ländlichen, katholischen Gebieten. Man ist eher deutschprotestantisch.

Cem Özdemir wiederholt schon vor 18.30 Uhr, dass man mit allen, aber nicht über alles reden werde. Kurz später trifft er sich mit Peter Altmeier. Er macht zur Bedingung, dass er weiter zeit für Yoga findet und nicht die olle Tesla-Karre vom Remmel zuende fahren muss.

Die SPD atmet auf. Alles Zweistellige mit Zwei vorne ist ein Supererfolg. Sigmar Gabriel weiß, dass jetzt er der nächste Kanzler der SPD werden kann. Ralf Stegner behauptet, guter Laune zu sein, ist es auch. Eine GroKo schließt er aus. Nur Martin Schulz merkt vorläufig nicht, dass die Nummer gelaufen ist.

Lindner verschwindet für ein paar Minuten backstage, um ausreichend Selfies für verschiedene Plattformen zu machen. Nicht alle werden öffentlich gestellt. Verzweifelt fragt er Kubicki: „Was nun?“ und muss erkennen, dass der Kumpel auch keine Idee hat. Lidl fragt nach einer Wäschekollektion „CL“ an.

Stefan Laurin: CDU: 36 SPD: 19 AfD: 13 Grüne: 6 Linke: 10 FDP: 11
Wir werden am Sonntag vier Dinge erleben: Die AfD wird mit einem Ergebnis deutlich im zweistelligen Bereich in den Bundestag einziehen. Damit ist seit 1961 wieder eine rechtspopulistische Partei dabei. Mit 36 Prozent fahren die CDU und Bundeskanzlerin Merkel ein deutlich schlechteres Ergebnis als vor vier Jahren, als die Union noch 41,5 Prozent holte und mit 19 Prozent eine Katastrophe für die SPD: Unter 20 Prozent ist man keine Volkspartei mehr und ginge die SPD in eine Koalition mit der Union, wäre es keine große, sondern einfach eine schwarz-rote Koalition. Und ja, Lindner wird es hinbekommen: Nach vier Jahren Apo ist die FDP zurück im hohen Haus. Und nun, was bedeutet das? Merkel bleibt Kanzlerin und das finde ich gut. Ich traue den Job niemandem sonst zu. Und dass die FDP wieder im Bundestag sitzen wird, ist auch eine gute Nachricht: Ab jetzt sind die Staatsradikalen nicht mehr unter sich. Den Ökodeutschen gönne ich ihre Niederlage vom ganze Herzen. Mit der AfD zieht nun auch in Deutschland eine rechtspopulistische Partei in das nationale Parlament ein. Das ist kein Betriebsunfall: Die AfD machte dem mehr oder weniger stabil rechtsradikalen Anteil der Bevölkerung ein Angebot, das dieser annahm. Damit verschieben sich die politischen Koordinaten nach rechts. Auch wenn die AfD auch im Bundestag nicht durch ihre parlamentarische Arbeit brillieren wird, wird sie Einfluss vor allem auf die Innen- und Migrationspolitik nehmen und die Stimmung im Land noch stärker als bisher beeinflussen. Und ja, es wird unangenehmer.
Wer wird die Regierung stellen? Merkel als Kanzlerin ist gesetzt. Eigentlich könnten SPD und CDU weiter regieren, aber das werden viele in der SPD nicht wollen. Jamaika? Es soll seit Wochen Vorbereitungsgespräche in Berlin geben, aber das Grüne und FDP auf Bundesebene gut zusammen arbeiten, kann ich mir nur schwer vorstellen. Zumal geschwächte Grüne schwierige Partner sein werden. Ich glaube, es wir verhandelt, aber am, Ende nicht klappen. Merkel-Minderheitsregierung? Wir sind nicht in Skandinavien. Auch wenn es technisch gehen würde, ein solches Modell fände keine Akzeptanz. Neuwahlen? Vielleicht ist das am Ende des Tages die Alternative zu Rot-Schwarz. Und vielleicht kann schon die Nennung dieses Wortes die SPD in der Koalition mit der Union halten. Wir werden sehen. Nach diesem langweiligen Wahlkampf wird es spannend.

Robin Patzwaldt: CDU 38 SPD 20 Grüne 10 Linke 10 FDP 8 AfD 8
Machen wir uns nichts vor, die Wahl ist bereits vorab entschieden. Merkel bleibt Kanzlerin. Und egal wie man hier ein paar Prozentpunkte nun auch hin und her verschiebt, mit wem sich die Kanzlerin in Zukunft politisch ins Ehebett legt, es wird das Land auch nicht groß verändern. Mir fehlt jedenfalls der Glaube daran. Klar ist, mit der AfD wird demnächst eine neue Partei im Bundestag mitmischen, die FDP wird nach ihrer Strafzeit im Aus auf das Spielfeld zurückkehren. Ob es die Zukunft unseres Landes nachhaltig tatsächlich beeinflussen wird? Nicht wirklich.
Eigentlich bedenklich, denn unser Land steht zweifelsohne vor schwierigen Zeiten, vor großen Herausforderungen. Außenpolitisch, wirtschaftspolitisch, sozialpolitisch. Aber auch das ist ja nicht neu, wenn sich die Lage auch zuletzt wieder immer weiter zugespitzt hat. Geändert hat sich in der Vergangenheit schon nicht viel. Das wird sich auch in den nächsten vier Jahren nicht verändern. Warum auch? Und das Getöse rund um das Wahlergebnis ist garantiert dann auch schneller wieder vergessen als sich manche hier das vielleicht vorstellen können. Der Trott geht weiter, die Herde zieht immer weiter! Wetten?

Alexander Rasumny: CDU 36 SPD 19 AfD 14 LINKE 11 FDP 9 GRÜNE 7

Thorsten Stumm: Diese Wahl wird ein Wendepunkt in der Entwicklung der Berliner Republik. Merkel wird zur ewigen Mutti und Gottkanzlerin mit 36%. Der SPD wird schlagartig bewusst, dass ihr politisches Personal überhaupt keine Ahnung mehr hat, was ihre Wähler bewegt. Da hilft auch kein mit einem ZK-Ergebnis gewählter Martin Schluss. Die deutsche Sozialdemokratie wird mit 22 % weiter ihrer Selbstzerstörung entgegen dämmern. Die AfD wird mit 11% erstmals in den Bundestag einziehen und die politische Agenda in den nächsten Jahren bestimmen. Bis Politikern und Medien mal aufgeht, dass man nicht über jedes Stöcken springen muss und man einer Partie nur schadet wenn man ihr die Wähler streitig macht. Wie das geht, hat die SPD ja mit ihren eignen vorgemacht (Ironie). Die Linke wird wieder ein sehr ordentliches Ergebnis einfahren mit knapp 10%. Und vielleicht wird der Linken und der SPD mal dämmern welche historische Chance sie vertan haben. Merkel wäre längst Geschichte und Gabriel Kanzler. Ein Bundestag mit stabiler RRG-Mehrheit wird durch ein Rechtsruck abgelöst Die FDP mit Lindner schafft den Wiedereinzug mit sehr soliden 9 %. Der politische Liberalismus ist zum Glück nicht tot. Die Grünen fallen auf Ihren absoluten Stammwähleranteil von 7%. Die Wahlbeteiligung wird übrigens deutlich höher als bei der letzten Wahl. Ach ja, und es wird keine Koalition zustande kommen und wir werden im nächsten Jahr Neuwahlen erleben.

Richard Volkmann: CDU 34, SPD 21, AfD 13, Grüne 8, Linke 9, FDP 10
Nach dem unerwarteten Einbruch fangen sich die entscheidenden Akteure bei der CDU schnell wieder: Ja, man habe verloren, so Peter Tauber in der ARD, aber die Zahlen sprächen eine deutliche Sprache für eine vierte Amtszeit der Kanzlerin. Die CSU, die mit 44 Prozent in Bayern eher unsouverän in den neuen Bundestag einzieht, ist unerwartet kleinlaut: Schaumermal, dann sehmerscho. In der SPD gibt es am Wahlabend naturgemäß viele lange Gesichter. Mit Ausnahmen: Sigmar Gabriel sieht schon den Weg für die nächste GroKo bereitet und freut sich, dass er das Auswärtige Amt behalten darf. Und selbst Martin Schulz tritt zwar kurz nach 18 Uhr mit Leichenbittermiene vor die Mikrofone, hinter der Bühne wollen ihn allerdings mehrere SPD-Funktionäre unabhängig voneinander mit einem seligen Lächeln auf den Lippen gesehen haben. Einem guten Freund schickt Schulz an diesem Abend eine SMS mit nur einem Wort: „Endlich.“ Bei den Grünen gucken sie indes etwas bedröppelt aus der Wäsche. Acht Prozent sind zwar weniger als 2013, aber nach monatelangen Katastrophenumfragen irgendwie auch ein respektables Ergebnis. Ein bisschen ist es zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel: Keine totale Eskalation der Flügelkämpfe immerhin, ein klarer Regierungsauftrag sieht aber auch anders aus. Höflicher Applaus für die Spitzenkandidaten zeigt die eigene Ratlosigkeit. Ähnliches bei der Linken: Die Partei kommt leicht verbessert ins Ziel, wie Bartsch und Wagenknecht vor nicht gerade euphorischen Anhängern auch überpathetisch unterstreichen. Der hohe Balken für die AfD hinterlässt hier besonders viele zerknirscht. Die eigene Kannibalisierung durch die Gauland-Truppe konnte zwar diesmal abgewendet werden, viel mehr aber auch nicht: Direktmandate gibt es wie schon 2013 außerhalb von Berlin keine, und der Wettstreit um das Wutproletariat ist auch noch lange nicht zuende. Wirkliche Gewinner hat diese Wahl nur zwei. Zum einen die FDP, auf deren Wahlpartys im ganzen Land angesichts des zweistelligen Ergebnisses alle Dämme brechen. Christian Lindner lässt sich zunächst stundenlang im Genscher-Haus feiern und kommt dann spätabends im Hotel Savoy mit Wolfgang Kubicki auf den am Wahlabend 2013 vereinbarten Absacker zusammen. Beiden ist klar: Koalitionssondierungen und alte Proporzstreitereien in der neuen Fraktion werden die Partei alsbald auf harte Proben stellen. Zweiter Gewinner ist die AfD: Inmitten des Jubels werden hier noch vor dem Ende der ersten Flasche Sekt bereits die Messer gewetzt. Frauke Petry bei der Wahlparty einsam an einem alkoholfreien Bier, während Beobachter noch am Wahlabend Wetten auf die Zahl der AfD-Fraktionen im neuen Bundestag annehmen.

Anmerkung: Die Ähnlichkeit dieser Prognose mit der heutigen Umfrage von INSA ist zufällig – sie wurde dem Autor erst nach Verfassen des Textes bekannt.

Arnold Voss: CDU 34, SPD 20, AFD 16, LINKE 11, FDP 8, Grüne 6

Sebastian Weiermann: CDU 34, SPD 19, Grüne 7, Linke 9, FDP 9 AfD 16Die CDU gewinnt allerdings mit einem unerwartet schlechten Ergebnis. Union, FDP und Grüne gehen nach der Wahl eine Koalition ein. Schön ist das nicht aber immerhin wird die SPD so Oppositionsführer. Was bei den Sozialdemokraten nach einem Ergebnis unter 20 Prozent los ist mag ich nicht prognostizieren. Die Linke macht stabile Arbeit und hat die Möglichkeit in Abgrenzung zur AfD ihr Profil zu schärfen. Und die AfD? Ist erschreckend stark in den Bundestag eingezogen. Allerdings wird sie sich nach dem Parteitag im Dezember spalten.

 

Robert von Cube: CDU-SPD 2:0; Grüne-FDP 0:1, Linke-AfD 0:0
Die Union wird zunächst ihrer Favoritenrolle gerecht und führt in der ersten Halbzeit. Später fällt ihre Leistung aber ab, was viele mit dem überalterten Team begründen. Die FDP meistert souverän den Wiederaufstieg, wohingegen den Grünen nur knapp der Klassenerhalt gelingt. Die AfD kann zwar zunächst mit einer rustikalen Spielweise punkten, kriegt dann aber wegen mehrerer Roter Karten Probleme, bevor sie schließlich disqualifiziert wird, weil ihre Fans den Reichstag mit Bengalos anzünden. Newcomer Die PARTEI legt eine überragende Vorstellung hin, kann sich aber noch nicht bis hoch auf die Qualifikationsplätze spielen. Unvermeidlich wird der Abstieg für die SPD, woran auch die Relegation nichts mehr ändert. Aber wenigstens darf Spielführer Chulz am Ende stolz den Fair-Play-Preis entgegennehmen. Die Meisterschaft holen am Ende die gleichen wie immer, gähn.

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9 Kommentare zu “Das große Ruhrbarone Bundestagswahl-Orakel

  • #1
    thomas weigle

    Zur von @ Stefan Laurin erwähnten Deutschen Partei ist noch anzufügen, dass diese 57 einige Direktkandidaten durchbrachte, ( ohne diese wäre sie nicht im BT gewesen) weil die Schwarzen zu Gunsten der DP keine Kandidaten aufstellten. Und zwei Minister stellte sie auch, darunter den unsäglichen Seebohm, der 60 zur CDU wechselte und bis 65 oder 66 amtierte, wenn ich das recht erinnere.

  • #2
  • #3
    Walter Stach

    "Seltsam ist es des Propheten Lied
    noch seltsamer, was dann geschieht"
    -Goethe ?

    Als Sozialdemokrat bewege ich mich derzeit extrem stark zwischen vernunftgesteuerten Annahmen einerseits und parteilichen Wünschen anderseits. Letzteres bezieht sich weniger auf "meine" SPD, sondern vor allem auf die AFD : unter 1o ". Die Vernunft läßt mich allerdings 1o % plus X für die AFD befürchten =12 %.

    Ansonsten – aber sh. einleitend-:
    36 % CDU
    12 % FDP
    7 % Grüne
    _________________
    55% gleich "Jamaika"-Koalition.

    Evtl. könnten auch die 48 % für CDU/FDP für eine knappe absolute Mehrheit an Mandaten reichen.

    22 % SPD
    10 % Linke
    _________________
    32 % für eine linke Opposition

    Und der Rest……..-sh. einleitend-.

  • #4
    bob hope

    AfD: Eigentlich wären 18 Prozent das angemessene Ergebnis (88 werden es wohl nicht). Würde zumindest zur Gesinnung passen.

    CDU: 35
    SPD: 21
    AfD: 13
    Linke: 9
    FDP: 9
    Grüne: 6

  • #5
    Aquii

    CDU 38+X
    SPD <20
    AFD 12+X
    FDP 10
    Linke 11
    Grün 7
    Wahlbeteiligung <70

    Die SPD wird massive Stimmenverluste in den drei großen Metropolregionen (Ruhrgebiet, Berlin und Hamburg) erleiden, aber dennoch dort viele Direktmandate erzielen. Nach zähen, parteiinternen Ringen werden die Sozialen unter der Begründung der CDU auf die Finger schauen zu müssen unter ihrem neuen/alten Vorsitzenden Sigmar G. wieder in die große Koalition eintreten und sich zur BTW 21 aufmachen die 15% zu reißen. Danach löst sich die Partei auf, alle rund um den Seeheimer Kreis treten geschlossen der CDU bei, die unter Merkel (Sigmar G. sah die erneute Kandidatur als Hauptgrund seiner desaströsen Niederlage an) dann vier weitere Jahre mit absoluter Mehrheit regieren kann. Der linke Teil der SPD tritt geschlossen der Linken bei, die sich dann mit rund 16 % als drittstärkste Kraft hinter der AFD (22 %) etablieren kann. Im Laufe der Legislaturperiode 21-25 treten die Realos auch der Union bei um wenigstens einige Posten bei der Umbildung des Kabinetts zu ergattern, die Fundies der Partei probieren noch einmal das Ruder herumzureißen, es klappt aber nicht. Die FDP propagiert weiterhin die freie Marktwirtschaft und fällt deutlich ab.

  • #6
    Walter Stach

    bob hope,
    danach würde es für eine CDU/CSU/FDP Koalition nicht reichen und selbst für " Jamaika" bestenfalls ganz knapp.

    Folglicih:
    Als SPDler, der gegen eine erneute große Koalition ist, könnte mir auch nach dieser Wahl wiederum "nichts erspart" bleiben.

    Und meine Bitte, mein "Aufruf" an alle Demokraten jenseits der AFD:
    Wenn diese 13 % erreichen sollte und dann tönen wird, sie sei der Wahlsieger und ihre Anhänger schreien werden Wir sind das Volk, dann gilt es ebenso lautstark und permanent jedermann deutlich klar yu machen, dass rd. 87 % der Waehler inDeutschland die AFD n I c h t w o l l e n .

  • #7
    ke

    CDU/CSU 37
    SPD 23
    FDP 12
    Linke 9
    Grüne 7
    Afd 8

    Ich gehe nicht von so hohen Werten für die Afd aus. Warum soll man sie wählen, wenn keine Koalition mit ihr entstehen wird. Aus Protest? Bringt nichts.
    Die Linke sehe ich nicht so hoch, auch wenn sie im Osten sicherlich stark sein wird und im Westen viele Ex SPDler erreichen wird. Eine Frau Wagenknecht reicht nicht, um viel mehr zu erreichen. Frau Wagenknecht ist nicht die Partei.

    Die Grünen werden ein paar Stammwähler haben, die ähnlich wie der SPD Wähler im Ruhrgebiet immer die Partei wählen wird. Tradition ist Tradition.
    FDP: Ich gehe davon aus, dass viele Wähler die FDP als einzige Chance sehen, eine andere als die aktuelle Politik zu machen.

    Ich hoffe nur, dass es keine große Koalition geben wird. Das ist mir zu viel Wohlfühlpolitik und zu wenig Opposition. Für die SPD lohnt es sich nicht. Sie hat viele Forderungen in der aktuellen Regierung durchgesetzt, aber keinen Erfolg bei den Wählern.

    Ich würde es begrüßen, wenn Herr Schulz in der Zukunft möglichst wenig mit Politik, die mich direkt betrifft, zu tun hat. Ein Job bei der UNO wäre geeignet. Wenn er dann internationale Solidarität erreicht, in der nicht D der Dauerzahler ist, kann er gerne wieder in D mitmischen.
    Wer von Gerechtigkeit spricht sollte auch zeigen, dass er sich dafür einsetzt und sie lebt. Bei seinen EU Engagements bzgl. Steuerschlupflöchern, Sitzungsgeldern etc. konnte ich dies nicht erkennen.

  • #8
  • #9
    Robert

    Und die AFD wird sich wieder zerlegen? Das habt Ihr glaube ich jetzt bei jeder Wahl prognostiziert, aber irgendwie … na ja, Ruhrbarone halt ne.

    Und wie se dann alle hier ihre auf den Prozent genauen Schätzungen abgeben. Oh, die Experten.

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