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DFL: Ansetzungstermine für den kommenden Spieltag bleiben unverändert

Foto: Robin Patzwaldt

Das Präsidium der DFL Deutsche Fußball Liga hat sich nach der Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am heutigen Montag intensiv mit möglichen Auswirkungen des Corona-Virus auf den Spielbetrieb der Bundesliga und 2. Bundesliga beschäftigt. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die zuständigen staatlichen Stellen vor Ort an den Stadion-Standorten über entsprechende Konsequenzen entscheiden, hat sich das DFL-Präsidium auf Grundlage der aktuellen Informationslage auf Folgendes verständigt:

  • Sollte es keine anderslautenden Verordnungen der Behörden vor Ort geben, dann werden die Begegnungen des kommenden 26. Spieltags in beiden Ligen ausgetragen. Das DFL-Präsidium hat zudem beschlossen, dass Spiele, die aufgrund von Entscheidungen örtlicher Behörden zum Beispiel nur mit einer bestimmten Anzahl an Personen im Stadion stattfinden dürfen, am 26. Spieltag unter Umsetzung der jeweiligen Verordnungen ausgetragen werden. Die Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga werden sich hinsichtlich des Ablaufs weiterer Spieltage unverändert eng mit den zuständigen Behörden an den jeweiligen Standorten abstimmen.
  • Die laufende Saison 2019/20 muss wie vorgesehen bis zum Sommer 2020 zu Ende gespielt werden, um Auf- und Absteiger sowie die Teilnehmer für die internationalen Wettbewerbe zu ermitteln. Nur so erhalten Clubs und DFL trotz schwieriger Umstände für die kommende Saison Planungssicherheit, zum Beispiel auch mit Blick auf Spielerverträge, die nur für eine Liga Gültigkeit haben.
  • Das DFL-Präsidium hat beschlossen, zu Beginn der kommenden Woche alle Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung einzuladen, um den weiteren Saisonverlauf unter Berücksichtigung möglicher Auswirkungen des Corona-Virus gemeinsam zu besprechen. Bei der weiteren Überprüfung der Terminflexibilität ist gegebenenfalls zwischen Bundesliga und 2. Bundesliga zu unterscheiden. Falls es in diesem Zusammenhang zur Verschiebung von Spielen kommen sollte, kann dies nach Ansicht des DFL-Präsidiums nur in Bezug auf ganze Spieltage en bloc erfolgen.
  • Die DFL wird sich mit dem DFB und der UEFA hinsichtlich möglicher Terminflexibilität dahingehend austauschen, ob eine Verlagerung von Liga-Spieltagen bis Ende Mai theoretisch möglich sein könnte.
  • Hinsichtlich finanzieller Auswirkungen sind die jeweiligen Situationen vor Ort individuell durch die Clubs zu betrachten. Gleichwohl prüft die DFL die Möglichkeit von Anpassungen des Lizenzierungsverfahrens für die kommende Saison 2020/21, um finanzielle Nachteile infolge von Auswirkungen des Corona-Virus entsprechend zu berücksichtigen. Zudem prüft die DFL die Möglichkeit, auf Basis der Statuten Auszahlungszeitpunkte von zentral generierten Einnahmen anzupassen, um Clubs im Fall von möglichen Liquiditätsengpässen zu entlasten.
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5 Kommentare zu “DFL: Ansetzungstermine für den kommenden Spieltag bleiben unverändert

  • #1
    Gerd

    Empfehlung? Wie wäre es damit, wenn ein hochbezahlter Spitzenpolitiker eine Entscheidung treffen würde? Was ganz nebenbei seine Aufgabe ist. Anderswo geht das: "Die französische Regierung hat wegen der Coronavirus-Epidemie Veranstaltungen mit mehr als tausend Teilnehmern untersagt, meldet stern.de. Das Verbot gelte ab sofort und landesweit, habe Gesundheitsminister Olivier Véran am Sonntagabend nach einem Krisentreffen im Pariser Elysée-Palast verkündet."

  • #2
    Stefan Laurin

    @Gerd: Nach dem Infektionsschutzgesetz sind die Gesundheitsämter zuständig – weder der Bund noch die Länder. Subsidaritätsprinzip. Wenn die Krise vorbei ist, wird man darüber reden müssen, ob man das so belässt. Aber so ist die rechtliche Lage.

  • #3
    Andi

    Es wäre sicherlich interessant, mal eine ganze Reihe von Spielen ohne Zuschauer zu erleben. Das wird ja gerne als der Worst-Case schlechthin dargestellt, aber so kann man mal ausprobieren ob es tatsächlich nennenswert etwas auf das Spiel selbst bezogen ausmacht, oder eben doch eine taugliche Disziplinierungsmaßnahme gegenüber Vereinen (wegen Einnahmeeinbußen) bzw. Zuschauern (wegen Pyro/Randale/Rassismus) darstellt.

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