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Diese Studie sollten CDU-Bundestagsabgeordnete lesen

Plenarsaal des Bundestages Foto: Steffen Prößdorf Lizenz: CC BY-SA 4.0

Es läuft nicht gut für die Union: Ob Ursula von der Leyen, Angela Merkel oder Jens Spahn – wer in der Coronakrise versagte und für das Impfdesaster verantwortlich ist, besitzt ein CDU-Parteibuch. Dazu kommen diverse Korruptionsfälle. Die Folge: Die Union stürzt in den Umfragen ab: Innerhalb weniger Wochen verlor sie sieben Prozentpunkte beim Politbaromter der Forschungsgruppe Wahlen und kommt nur noch auf 28 Prozent. Einen solchen Rückgang haben die Demoskopen noch nie gemessen.  In anderen Umfragen sieht es sogar noch düsterer aus.

Für viele Bundestagsabgeordnete könnten ihr Mandat verlieren und aus dem Bundestag ausscheiden. Und was kommt dann? Mit der Frage beschäftigte sich die 2009 veröffentlichte Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg „Leben nach dem Mandat. Eine Studie zu ehemaligen Abgeordneten.“ Die gute Nachricht: Das Leben geht weiter, kaum ein ehemaliger Abgeordneter wird in der Fußgängerzone mit der Bontempi-Orgel um Geldspenden bitten müssen. Viele finden schnell einen neuen Job, gerne als Berater oder in politiknahen Unternehmen. andere kehren in ihre alten Berufe zurück. In der Studie sahen nur die Zukunftsaussichten von Abgeordneten aus dem Osten schlechter aus, aber die Studie ist zwölf Jahre alt, die wirtschaftliche Lage hat sich auch in Ostdeutschland verbessert.

Ein Problem sind allerdings die psychischen Folgen: Die Autoren bescheinigen der alimentierten Politik ein gewisses Suchtpotential. Allerdings kommt die Studie zu dem Schluss, dass dies nicht dramatisiert werden sollte: „Von insgesamt sechs Aspekten wurde am häufigsten der Zugang zu vielfältigen und schwer erreichbaren Informationen genannt. Aber selbst diesen vermisste mit 41 Prozent nur eine Minderheit der Ehemaligen stark oder sehr stark. An zweiter Stelle folgte die hauptamtliche Beschäftigung mit der parlamentarischen Politik. Kaum vermisst wurden hingegen all jene Aspekte der parlamentarischen Tätigkeit, die mit der Außenwirkung zu tun haben, also der Zugang zur Öffentlichkeit und die gesellschaftliche Anerkennung. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Beides ist auch durch eine (partei-)politische Tätigkeit außerhalb des Parlaments erreichbar.“

Viele Bundestagsabgeordnete machen mit der Politik auch nach dem Ausscheiden aus dem Parament weiter und bleiben ihrer Partei erhhalten: „Entsprechend dürften sich ehemalige Parlamentarier auch in ihrer postparlamentarischen Lebensphase für die Partei engagieren. Dies liegt psychologisch schon deswegen nahe, weil ihr bisheriges Leben ein Leben mit und in der Partei gewesen ist, die Partei daher oftmals einen selbstverständlichen Teil zumindest der politischen und beruflichen Identitätsbildung ausmacht.“

Die Abgeordneten können sich also, zumindest was ihre eigene Zukunft betrifft, entspannen. Es gibt ein Leben nach der Politik und das muss gar nicht einmal schlecht sein. Ein größeres Problem ist es hingegen für Bürger in einem Land zu leben, das von schlechten Politikern regiert wird.

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WALTER sTACH
WALTER sTACH
3 Jahre zuvor

Dazu passend:

Corona und Korruption
-Aktuell macht die Union ihrer "Wirtschaftskompetenz" alle Ehre. –
Sie schont die Unternehmen und mancher Abgeordnete wirtschaftet höchst erfolgreich die eigene Tasche.
Kolumne von Markus Feldenkirchen v. 27.3. bei SPIEGEL-online.

Überrascht bin ich jedoch weder von dem "Corona-Versagen" des Union Führungspersonales Merkel, Spahn, von der Leyen, Laschet noch von der Korruption der CDUCSU Abgeordneten; erwartbar.

Überrascht bin ich allerdings davon, in welchem Umfange, für wen und gegen welches "Entgelt" Gauweiler als CSU-Prominenter während seiner Abgeordneten-Tätigkeit "nebenbei" tätig war. Dass ich überrascht bin, mag an einen gewissen Maß an Wertschätzung meinerseits gegenüber Gauweiler liegen.

WALTER sTACH
WALTER sTACH
3 Jahre zuvor

Dazu passend:

Politisches Kapital
"Wie Jens Spahn mit Politik Millionen machte",

Ein Bericht von Jonas Mueller-Töwe v. 28.3. bei T-Online

WALTER sTACH
WALTER sTACH
3 Jahre zuvor

Und das sollten sich per Aufzeichnung alle CDUler anhören und ansehen,
wenn das nicht bereits gestern am Abend im ZDF der Fall war:

Laschet läßt sich von Markus Lanz vorführen ! Demütigend, erniedrigend.

Der selbst- und machtbewußte Ministerpräsident des Landes NRW?
Der Vorsitzender der "stärksten" Partei in Deutschland?
Der Anwärter für das Kanzleramt?

Und das von einem Markus Lanz, den ich bestenfalls der Mittelklasse des politischen Journalismus in Deutschland zurechne.

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