
Auch wenn der amerikanische Präsident Donald Trump sicher kein Anwärter auf den nächsten Nobelpreis für chemische Literaturphysik ist, zeigte sich gestern, dass er es intellektuell locker mit „Prominenten“ aus Deutschland aufnehmen kann.
Während unter anderem Geistesgrößen wie Joko Winterscheidt, Sebastian 23 und Carolin Kebekus in einem offenen Brief auf der Empörungshysterieseite Avaaz („24 Monate, um die Welt zu retten“) an Bundeskanzler Friedrich Merz in einem vor Kitsch und Selbsgerechtigkeit triefenden offenen Brief forderten: „Lassen Sie Gaza nicht sterben“, wobei sie eher pflichtschuldig die Morde der Hamas erwähnten, brachte es Trump mit einem Tweet auf seinem sozialen Netzwerk Truth Social auf den Punkt:
Die Kapitulation der Terroristen und die Freilassung der Geiseln sind die Grundlage für das Ende humanitären Krise in Gaza. Klar, einfach, richtig und vernünftig.
Die 200 Prominenten – ich muss gestehen, dass mir die wenigsten Namen etwas sagen, da ich den deutschen Film und das öffentlich-rechtliche Fernsehen meide wie Crack, veganen Fleischersatz und alkoholfreies Bier – hingegen forderten unter anderem, Juden wehrlos ihren Feinden auszuliefern („Stoppen Sie umgehend alle deutschen Waffenexporte an Israel“) und die Tür nach Europa zuzunageln („Unterstützen Sie das Aussetzen des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel“). Vollkommen zurecht nannte der Spiegel die Promi-Runde „Kulturschaffende“. In der öffentlichen Debatte in Deutschland tauchte der Begriff erstmals 1934 auf, als ein vom Propagandaminister Joseph Goebbels formulierter „Aufruf der Kulturschaffenden“ die Bestätigung der Übernahme des Amtes des Reichspräsidenten durch Reichskanzler Adolf Hitler unterstützte. Auch diese „Kulturschaffenden“, unter ihnen Ludwig Mies van der Rohe, Emil Nolde und Wilhelm Furtwängler, hätten sicher auch einen Aufruf gegen Waffenexporte nach Israel unterstützt, denn Juden, die sich wehren können, passten so gar nicht in ihr Weltbild.
Jedes Land hat seine ganz eigenen Traditionen, die über Jahrzehnte Bestand haben. Die USA kämpften gegen den Nationalsozialismus, zivilisierten nach dem Krieg die Deutschen und stehen an der Seite Israels. Und die Deutschen mögen Juden schwach, hilflos und ihren Feinden ausgeliefert, zu denen sie selbst zählen. Die 200 Kulturschaffenden mit ihrem offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz können also auf eine beeindruckende künstlerische und intellektuelle Ahnenreihe zurückblicken.

Zwei Anmerkungen zu diesem Beitrag meinerseits: 1. Die Namen der Unterzeichner sagen mir persönlich gar nichts (muss man diese überhaupt kennen?) und 2. Wenn Donald Trump der Hamas klar macht, dass ihre Zeit vorbei ist, dann haben diese Leute nicht besseres zu tun als unsere westliche Kultur und Zivilisation (wozu ja auch Länder wie die USA und Israel gehören) zu verraten. An der Stelle sei schon mal die Frage erlaubt, ob Leute, die so etwas unterschreiben eigentlich geistig in Rumpfostelbien Zuhause sind. Ich weiß es nicht!
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