Energienot: Ran an die Kohle

Bergarbeiter im 19. Jahrhundert Foto: Unbekannt Lizenz: Gemeinfrei


An vielen Stellen Deutschlands kann man Steinkohle mit Schaufel und Hacke fördern: Dort liegen die Flöze offen. Es braucht keinen tiefen Schacht, um sie abzubauen.

Gas ist knapp, der Strom könnte ausfallen. Auch die ganz Alten können sich nicht daran erinnern, dass es so etwas wie Energienot in der Geschichte des Ruhrgebiets schon einmal gab. Denn auch wenn alles knapp war, Kohle gab es immer und fast jeder hatten einen Ofen, um sie verfeuern zu können. Die Öfen sind selten geworden, aber wer noch einen sein Eigen nennt hat Glück, denn die Kohle gibt es immer noch. Um sie abzubauen muss man nicht tausend Meter tief Unter Tage fahren. An viele Stellen, nicht nur im Ruhrgebiet, dringen die Flöze ans Tageslicht. Schaufel, Hacke, Eimer: Mehr braucht es nicht, um ein Notbergmann zu werden. Theoretisch, denn der Abbau dieser Kohlevorkommen ist illegal. Trotzdem kann es nicht schaden zu wissen, wo das schwarze Gold liegt. Glückauf!

Bochum: Geologischer Garten 

Kohleflöz Wasserfall im Geologischen Garten Foto: Frank Vincentz Lizenz: CC BY-SA 3.0


Bochum:
Querenburg
Hier finden sich Kohle zum Teil in Baugruben

Wetter: Steinbruch

Geringmächtige Kohleflöze zwischen „Ruhrsandstein“-Schichten (Sprockhöveler Schichten, Namur C, Oberkarbon) in einem Steinbruch bei Wetter (Ruhr) Foto: Arnoldius Lizenz: CC BY-SA 3.0

 

Witten: Steinbruch Dünkelberg an der Zeche Nachtigall, Muttental

Steinbruch Dünkelberg (Muttental) mit sichtbarem Kohleflöz, Witten Foto: alex.ch Lizenz: CC BY-SA 2.0


Witten:
Ruhrtal

Ruhrtal, Witten Foto: Hans-Jürgen Wiese Lizenz: CC BY-SA 4.0

Würselen: Kohleflöze im Wurmtal

Kohleflöze im Wurmtal Foto: Norbert Kirchhoff Lizenz: CC BY-SA 3.0


Osnabrück:
Steinbruch Piesberg

Steinbruch Piesberg Foto: Ramsch Lizenz: CC BY-SA 2.0

 

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5 Kommentare

  1. #1 | Wolfram Obermanns sagt am 7. Oktober 2022 um 13:53 Uhr

    Selbst als Freund anarchischen Handelns halte ich die gewählten Beispiele für gewagt.
    Des nachts im Geologischen Park zu plündern ginge mir zu weit und an die anderen Flöze wiederum kommt man ohne Kletterausrüstung kaum ran.

  2. #2 | Werntreu Golmeran sagt am 7. Oktober 2022 um 18:49 Uhr

    Man sollte immer mal wieder daran erinner, dass gerade hier bei den Ruhrbaronen – vor allem von Herrn Laurin – in der Vergangenheit gegen erneuerbare Energien und auch gegen die Erhaltung der heimischen Kohle- und Gaskraftwerke gewettert wurde. Hier sogar in einem Artikel:

    https://www.ruhrbarone.de/energie-duin-will-mehr-umverteilung-von-unten-nach-oben/64954/

  3. #3 | Helmut Junge sagt am 7. Oktober 2022 um 19:49 Uhr

    @Werntreu Golmeran, ich lese gerne alte Artikel unddie dazugehörigen Kommentare. Danke für den Hinweis. Sie könnten gerne häufiger kommentieren.
    Ich weiß nicht, warum ich damals nichts kommentiert hatte. Vielleicht war ich damals auf de seite von @paule t.. Aber heute sind die Zeiten rauher.
    Viele Leute meiner Einkommensklasse werden sich verschulden müssen, oder sie frieren alternativ. Ungeheizt sind es morgens in meinem Atelier 16-17 Grad celsius. Mittags sind es 19-20 Grad. Das ist kühl, aber ich heize nicht. Noch nicht. Aber ich habe an früher gedacht. Anfang der Fünfziger haben meine Eltern im Winter die Fenster zur Temperaturreglung geöffnet.Der Kohleofen ließ sich nicht einstellen. Kohle hatten wir aber. Ich habe bie zur Ampelkoalition nie gefroren. Aber die 3000 Euro Mehrkosten im Jahr kann ich, wie viele Nachbarn nicht lange aufbringen.
    Ich abe im Sommer über den Bergbau in Deutschland nachgedacht. Erst über den Mythos Bergbau, weil ich den mittlerweile spannend finde, obwohl ich mich früher darüber lustig gemacht hatte. (Blöde Steigerlied und so), und je näher die Gaskrise drohte, daran, dass wir die Kohle brauchen. Doppelsinnig gemeint. Dazu habe ich ein paar Bilder gemalt. % oder & Bilder, die ich am 6.November in Bottrop Galerie 7 neben anderen bildern auf meiner ersten Einzelausstellung nach 3 Jahren zeigen werde. Obwohl es nur ein viertel meiner Bilder betrifft, werde ich diese Ausstellung „Wir brauchen die Kohle“ nennen. Doppelsinnig gemeint. Ja, wer friert braucht „Kohle“ um die Gasheizung zu bezahlen.
    Sie mögen meine Bilder zwar nicht, aber die Bilder die ich dort zeigen werde, sind nach Ansicht anderer Künstler gut. Ich würde mich freuen, Sie dort als Gast zu sehen. Auf meiner Webseite sind die noch nicht.

  4. #4 | Helmut sagt am 7. Oktober 2022 um 21:54 Uhr

    Ich bin in Wellinghofen aufgewachsen, dort war bis ca. 1970 eine Ziegelei mit Steinbruch und Kohleflöz. Ich kann mich erinnern daß ein Nachbar im Herbst seinen Kohlevorrat für den Winter abbaute. Das machte er über Wochen in seiner Freizeit bis er genug für den Winter zusammen hatte.
    Der Steinbruch wurde übrigens später mit den Trümmern der alten Clarenbergsiedlung verfüllt. So war das noch in den 60er Jahren.

  5. #5 | Daniel sagt am 10. Oktober 2022 um 17:19 Uhr

    Also Merkel, Greta, die SPD und die Grünen haben nicht nur Deutschland sondern die ganze EU richtig tief reingeritten.
    Wenn wir Yuri Bezmenov zu hören und die Energiepreise beobachten darf man sagen die regressive Linke hat uns allen sehr geschadet. Und dies ist erst der Anfang.

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