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Gelsenkirchen wird zum Leningrad an der Emscher

Lenin-Statue Foto: Anna Astahova Lizenz: CC BY-SA 3.0

Wie die Gelsenkirchener Lokalausgabe der WAZ berichtet, ist die Stadtverwaltung Gelsenkirchens vor dem Verwaltungsgericht mit ihrem Versuch gescheitert, der MLPD das Aufstellen einer Leninstatue zu untersagen. Das lag nicht am Oberbürgermeister der Stadt, Frank Baranowski, und an den demokratischen Politikern von SPD, CDU, Grünen und FDP, die sich gegen eine Ehrung des Massenmörders Lenin ausgesprochen hatten, sondern an der lahmen Verwaltung der Ermscherstadt. Die hatte nämlich verpennt zu reagieren, als die MLPD sie von ihren Plänen unterrichtete und wurde erst aktiv, als die Einspruchsfrist abgelaufen war und der OB sie dazu brachte, ihre Arbeit zu tun. WAZ-Redakteur Thomas Richter kommentiert  treffend, auf wen die Bürger sauer sein sollten, wenn ihre Stadt bald als Leningrad an der Emscher verspottet wird: „Sie sollten ihren Frust und Zorn aber nicht auf die Justiz oder die MLPD richten. Sondern auf denjenigen, der dieses Emotionen schürende Malheur nun in der nächst höheren Gerichtsinstanz noch verhindern will: die Stadtverwaltung.“

Mehr zu dem Thema:

MLPD will Statue von Massenmörder Lenin in Gelsenkirchen aufstellen

 

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8 Kommentare zu “Gelsenkirchen wird zum Leningrad an der Emscher

  • #1
    Stadtzuhörer

    Wenn jetzt Verwaltungsmängel beklagt werden, wird erneut niemand sich über die Kommunalaufsicht durch die Bezirksregierung Düsseldorf und die Landesregierung NRW beschweren, da das bisher nie Erfolg hatte.

    Und dann wundern sich die städtischen Verwaltungsvorstände und ihre gewählten politischen Kontrolleure, wenn die Kommunalwahl 2020 NRW zu             9_13             wird. Das ist in 192 Tagen am 9. September 2020.

    https://www.gelsenkirchen.de/de/rathaus/politik_und_verwaltung/vorstandsbereiche_und_dienststellen/Vorstandsbereichsplan_23052019.pdf

  • #2
    der, der auszog

    Die Sozialdemokratie in Deutschland hat nicht wirklich Probleme, Bündnisse mit den SED Nachfolgern einzugehen. Wieso sollte es deshalb für den sozialdemokratischsten aller Oberbürgermeister (Baranowski wurde 2014 mit 67,4% in sein Amt gewählt) ein Problem sein, wenn ausgerechnet in seiner Stadt einer der wichtigsten ideologischen Leitfiguren dieser ehemaligen SED Partei ein Denkmal gebaut wird? 😉

    Anders ausgedrückt:

    In Gelsenkirchen braucht man sich über gar nichts mehr zu wundern: weder über den extrem hohen Anteil an Nazis, AfD Wählern und Erdogantürken, noch über den hohen Anteil an Kommunisten (Linke, MLPD, Auf). Am aller wenigsten darüber, dass Frank Baranowski keine weitere Periode mehr im Amt bleiben will. obwohl er könnte und wahrscheinlich sogar wieder gewählt werden würde… Der OB hat aber seine Behörden einfach nicht im Griff und nach dem Jugendamtsskandal um Frings und Wissmann aus 2015 hat Gelsenkirchens Stadtverwaltung jetzt den nächsten riesengroßen Dreck am Stecken…

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  • #4
    Thomas Weigle

    @dda
    "Riesengroßer Dreck?" Das ist angesichts der realen, die Bürger und die Stadt GE bedrängenden Probleme, einfach nur albern. Da misst man dieser Politsekte nun wirklich zu viel Bedeutung bei. Da kann man sich mal drüber amüsieren, dass diese murxistisch-stalinistischen Kleinsektierer mal wieder die bürgerliche Klassenjustiz bemühen, um ihrem hierzulande hohlen und längst entzauberten Idol eine wohl zeitweilige und aufgeblasene Ruhestätte zu verschaffen und gut is.

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