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Homöopathie, Impfskepsis, Reiki – Wie gefährlich ist NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens?

Grüne Gesundheitsministerin  Barbara Steffens

Grüne Gesundheitsministerin Barbara Steffens

Barbara Steffens ist „Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter“ der rot-grünen Landesregierung in NRW. Als solche ist die Grüne  für die Gesundheit im bevölkerungsreichsten Bundesland zuständig. Es sollte an ihr sein, den Wildwuchs pseudo- und paramedizinischer Umtriebe kritisch im Blick zu haben und zu unterbinden, dass Quacksalberei sich „Medizin“ nennt. Sollte. Von unserem Gastautor Sebastian Bartoschek.

Denn im Oktober 2012 erklärte die Ministerin dem Magazin Stern:

“Ich mache mich als Ministerin dafür stark, dass in unserem Gesundheitssystem und damit in der Schulmedizin auch Alternativmedizin wie die Homöopathie integriert wird. Ich denke, das ist wichtig, damit nicht nur einzelne Symptome behandelt werden, sondern der Mensch als Ganzes. Zum Glück gibt es schon viele Ärztinnen und Ärzte, die genauso arbeiten, bei denen auch Arnica C30 längst fester Bestandteil der Praxis ist.”

Das klingt blödsinnig und schrecklich uninformiert. Oder esoterisch und wissenschaftsfremd. Beides eigentlich undenkbar für eine Ministerin, die eine Administration von Fachleuten unter und um sich hat. Deswegen: flugs nachgefragt bei der Pressesprecherin von Frau Steffens.

Gehe ich richtig in der Annahme, dass Frau Steffens diese Meinung in ihrer Tätigkeit als Ministerin umzusetzen versucht und dies nicht nur lediglich ihre Privatmeinung ist?

Ja, das ist richtig, es handelt sich hier nicht nur um die Privatmeinung. Es ist offensichtlich, dass weder die Schulmedizin noch die alternativen Heilmethoden allen Bedürfnissen von Patientinnen und Patienten allein gerecht werden können. Alle Professionen des Gesundheitswesens sollten sich damit auseinander setzen, um den Wünschen der Patientinnen und Patienten angemessen begegnen zu können.

Nun ja, die „alternativen Heilmethoden“ können sicherlich nichts allein. Die „Schulmedizin“ schon, wenn sich Mediziner nur Zeit für den Patienten nehmen, was aber durch die staatlichen Reglementierungen zumindest bei Kassenpatienten nach Bekunden vieler Ärzte immer schwieriger wird. Aber eine Freundin von Wissenschaft und Evidenz muss eine Fachministerin wie Steffens doch wohl sein, oder?

Wie steht die Ministerin zur evidenzbasierten Medizin? Welche Rolle schreibt sie allgemein empirischen Wirkbefunden zu?

Natürlich ist der Nachweis der Wirksamkeit einer Behandlung von großer Bedeutung, sowohl in der Betrachtung des einzelnen Falls – also bei einer konkreten Erkrankung – wie auch abstrakt wissenschaftlich.

Das lässt hoffen… Scheint wohl doch eine informierte Dame zu sein…

Klar ist aber auch, dass evidenzbasierte Nachweise nicht für alle Methoden sowohl der Komplementärmedizin wie auch der Schulmedizin funktionieren. Es braucht solide wissenschaftliche Konzepte, unter grundsätzlicher Berücksichtigung aller zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Methoden, um begründete Aussagen zur Wirksamkeit von Therapien zu treffen. Das gilt für alle Therapiekonzepte.

Moment! Lese ich das richtig? Wird hier eine Methode mit dem Ergebnis verwechselt? Das steht doch eigentlich: „Wenn das Ergebnis sagt, ein Verfahren ist unwirksam, dann ist das Ergebnis falsch und nicht das Verfahren“? Und natürlich braucht es „solide wissenschaftliche Konzepte“ – bei allen Therapieformen. Ach, fragen wir doch mal nach, wo die Ministerin die konkret als erfüllt ansieht.

Wie steht die Ministerin zu folgenden alternativmedizinischen Verfahren:

a) Traditionelle Chinesische Medizin (TCM),

b) Osteopathie,

c) Reiki,

d) anthroposophische Medizin?

Komplementärmedizinische Ärztinnen und Ärzte müssen mit ihren Patienten und Patientinnnen individuell entscheiden, welches das beste Verfahren für die entsprechende Erkrankung sein kann.

Äh, wie jetzt? Da redet sich doch jemand raus, oder hab nur ich das Gefühl? Und keines der Verfahren ruft Widerspruch der höchsten NRW-Gesundheitshüterin hervor? Das lag sicher daran, dass ich das nicht konkret genug zugespitzt habe. Steffens hat ja Kinder. Und als verantwortungsvolle Mutter wird sie sicher ein klares Wort zum Thema Impfungen finden.

Was empfiehlt die Ministerin in Fällen, in denen alternativmedizinische Vorstellungen diametral zu denen der Schulmedizin sind, bspw. im Bereich des Impfschutzes?

Wichtig ist, dass den Betroffenen neutrale und ausgewogene Informationen durch ihre Ärztinnen und Ärzte zugänglich gemacht werden, die für ihre eigene, selbstbestimmte Entscheidung von Bedeutung sind. Nur so können sie sich ihre eigene Meinung bilden und frei entscheiden. Für entsprechende qualifizierte und unabhängige Informationen und den entsprechenden Zugang dazu, soll sich die Politik einsetzen.

Hammer! Keine generelle Zustimmung zu Impfungen? Statt dessen ein Rumlavieren, dass sich bestenfalls neutral in Sachen Impfschutz interpretieren lässt. Das ist bitter. Und völlig unangebracht in einer Gesellschaft, in der Impfgegner Menschen unverantwortlich verunsichern und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung eine große Pro-Impfkampagne fahren muss.)

Was bleibt ist die Hoffnung, dass Barbara Steffens sich um die Themen Emanzipation, Pflege und Alter besser kümmert als um die Gesundheit …

 Im März erscheint das neue Buch von Sebastian Bartoschek .

Crosspost. Der Text erschien bereits auf dem Blog Psiram das kritisch über Esoterik, Alternativmedizin, Waldorf und ähnlichem Unfug berichtet. Wir bedanken uns für den Text.

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58 Kommentare zu “Homöopathie, Impfskepsis, Reiki – Wie gefährlich ist NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens?

  • #1
    Andreas Lichte

    Hier eine Antwort auf eine im Artikel gestellte Frage, Zitat:

    „Wie steht die Ministerin zu folgenden alternativmedizinischen Verfahren:

    d) anthroposophische Medizin?“

    Barbara Steffens übernahm 2012 die Schirmherrschaft für eine Veranstaltung zur anthroposophischen Medizin:

    „Anthroposophische Medizin: Großer Publikumserfolg für Gesundheitskongress 2012

    „Anthroposophische Medizin: erleben, fragen, verstehen“ – diesen Untertitel haben Ende September rund 700 Besucherinnen und Besucher im Kongresszentrum der Westfalenhallen in Dortmund ganz wörtlich genommen und die Anthroposophische Medizin mit Kopf, Herz und Hand kennengelernt. Der Gesundheitskongress stand unter der Schirmherrschaft von Barbara Steffens, Ministerin für Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, die in einem engagierten Grußwort zum Auftakt der Veranstaltung auf die große Bedeutung der Anthroposophischen Medizin für ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen hingewiesen hatte (…)“

    Quelle: http://www.info3.de/c5-style/index.php//magazin/info3/1021/news-blog?p=557

    Zur anthroposophischen Medizin siehe auch den Artikel der Ruhrbarone:

    Techniker Krankenkasse lässt Versicherte für anthroposophische Pseudomedizin bezahlen

  • #2
    TuxDerPinguin

    wobei man anmerken muss, dass es mWn noch keine Taten gefolgt sind. Solange Steffens nur Esoterik schön redet, ist mir das noch ziemlich egal. Ist ja jeder selbstverantwortlich darüber, ob er an Chem-Trails, Reptilienaliens im Erdinneren, Homoöpathie etc. etc. glaubt…

    PS. gibts das Buch auch als eBook?

  • #3
    Stefan Laurin

    @TuxDerPinguin: Auch wenn ich es mir schwer vorstellen kann, dass es Leute gibt, die dien Unsinn ernst nehmen nur weil jemand wie Steffens das erzählt, besteht doch das Risiko das es diese Menschen gibt – und die glauben „Wenn eine Ministerin das erzählt, wird es schon stimmen.“
    Ausserdem können die ganzen Eso-Deppen natürlich mit so einen Ministerin werben. Was sie ja auch tun: http://dzvhae-homoeopathie-blog.de/?p=5826

  • #4
    Pedda

    Ich mag die Seite ruhrbarone. Aber was hier veröffentlicht wird, ist einseitiger, vorurteilsbehafteter Journalismus. Wie kann man sich anmaßen, die teils Jahrtausende lang erfolgreich praktizierten Behandlungspraktiken mit einem von Korruption und Gewinnstreben gekennzeichneten Wirtschaftszweig, der fest in den Interessen der Hersteller liegt, zu vergleichen. Natürlich verschließe ich nicht meine Augen vor den Möglichkeiten der modernen Forschung und dessen Errungenschaften. Zielführend sollte m.E. hier doch sein: Treffen wir uns in der Mitte und lernen gegenseitig von Fehlern und Erfolgen beider Anschauungen. Das macht schließlich den Nutzen einer modernen, entwickelten Gesellschaft aus: die Symbiose aus Erfahrungen und den Erkenntnissen des Fortschritts.

  • #5
    Stefan Laurin

    @Pedda: Es gibt Methoden die wissenschaftlich bewiesen sind und es gibt esoterische Betrüger. Dazwischen ist nichts. Von da an gibt es keinen Grund sich in der Mitte zu treffen. Mehr noch: Diese Mitte gibt es nicht.

  • #6
  • #7
  • #8
    Achim

    Selbstverständlich ist „C30“ eine so hohe
    Verdünnung, das nicht jeder chronisch Kranke, der täglich
    mit „C30“ „therapiert“ wird, während der Dauer seiner
    Krankheit notwenfigerweise auch nur einmal eine
    Pille erhält, die mindestens ein Wirkstoffmolekül
    enthält.
    Die therapeutische Wirkung lann hier nur durch den
    Placeboeffekt erklärt werden.
    Bereits die ersten Doppelblindversuche haben dies
    wissenschaftlich erwisen.

    Im übrigen profitieren viele alternative nicht schulmedizinische
    Verfahren von der Unmöglichkeit der Durchführung
    eines Doppelblindversuches.
    So kann Bluthochdruck z.B. durch die Gabe eines
    Betablockers, Abspecken, Salzentzug(sehr unsicher),
    Aderlass oder Abgabe einer verschmusten Hauskatze
    an den Hochdruckpatienten behandelt werden.
    Zumindest die beiden letzten Verfahren eignen sich
    nicht für den Doppelblindversuch.

    Übrigens gibt es Methoden die noch unwirksamer
    als „C30“ sind. Mir fällt dabei z.B. „Ferndbeten“
    ohne Beteiligung des Patienten, seines Arztes
    oder sonstiger Kontaktpersonen ein.

    Die beiden Vorteile der Alternativmedizin.
    1.)Der Placeboeffekt
    2.)Verzicht auf schädliche Behandlungen

    Die beiden Nachteile der Alternativmedizin
    1.)Wirksame Behandlundlungen können
    unterlassen werden.
    2.)Ein Noceboeffekt kann auftreten, also
    eine schädliche Nebenwirkung obwohl kein
    Wirkstoff drin war.

    Als gewählte Ministerin mit dem Wunsch zur
    Wiederwahl redet Barbara dem Souverän
    da nach dem Munde.
    Die Bekämpfung der Volksdummheit ist die
    Aufgabe von Bildungspolitikern bzw. Lehrern.

    Aber ich möchte mal den Lehrer sehen, der z.B.
    – Im Rahmen eines Schulprojektes seine Schüler
    mal die mikrobiologischen Belastungen örtlichen
    Oberflächengewässer, weihwasser, Mineralwasser
    Trinkwasser und Toilettenwasser vergleicht.
    – Im Rahmen eines Schulprojektes mal die
    Hundewise besucht und eijn „C30“ von
    „Excrementum Canni“ herstellt.
    Aber die Lehrer haben dafür halt keine „Eier“,

    Achim

  • #9
    Sascha

    Schöner Artikel und dazu zwischen Artikel und Kommentaren sowie in der rechten Spalte Werbeanzeigen für

    1. Dr. Schüßler Mineralsalze
    2. Homöopathische Taschenapotheke von HortusMed
    3. Alternativmedizin-Zusatzversicherung der CSS-Versicherung

    😉

  • #10
    Sascha

    Die „Harmonie für die Seele durch die Original Bach-Blüten von medpex“-Werbung hatte ich ganz übersehen 😉

    Ich gehe mal davon aus, dass Ihr Euch die Inhalte der Werbefelder technisch gesehen nicht aktiv auswählen könnt, aber das ist gerade echte Situationskomik.

  • #11
    Lichtecho

    @Pedda: „…die teils Jahrtausende lang erfolgreich praktizierten Behandlungspraktiken mit einem von Korruption und Gewinnstreben gekennzeichneten Wirtschaftszweig, der fest in den Interessen der Hersteller liegt,…“

    Ich fürchte Du bist da sehr schlecht informiert. Die verschiedenen Praktiken der Pseudomedizin sind keine Jahrtausende Jahre alt, nicht einmal die „traditionelle“ chinesische Medizin. Frag mal einen Chinesen, welche Medizin er sich wünscht.

    Hinter der Pseudomedizin, insbesondere der Homöopathie, stecken natürlich auch Hersteller mit Gewinnstreben. Auch diese Hersteller bieten den Ärzten „Fortbildungen“ an, die genau abgestimmt auf ihre Produkte sind und mit Urlaubsreisen oder ähnlichem verbunden werdn. Die Gleichung hier die böse Big-Pharma mit ihren fiesen Marketingmethoden, dort die liebevolle unschuldige Zuckerkügelchen-Manufaktur geht nicht auf. Bitte informiere Dich besser.

  • #12
    Christoph

    @Sascha: Draufklicken!!
    Immer wenn man Werbung von so Mist sieht, draufklicken. Die zahlen für jeden Click!

  • #13
    Achim

    @Christoph
    Dies ist hier ist keine Zeitung. Jeder Zeitungsleser liest
    sieht die gleichen werbeanzeigen.
    Aber hier kriegt jeder „seine“ Werbung. Die Werbung wird unter Berücksichtigung
    der früher besuchten Webseiten und dem Content der
    Webseite ausgesucht.
    Die Werbung wird ganz mechanisch ausgesucht.
    Ich schrieb mal:
    TAZ-Sommerroman: Dichtung oder Wahrheit?
    Dies lockte dann u.a. Werbung fpr Rohrdichtungen an.

    Achim

    Google hält mich wohl für „imun“ und präsentiert mir keine
    Werbeanzeigen für Esomist

  • #14
    Stephan Dörner

    Ich habe Barbara Steffens einige Fragen zu ihrem politischen Engagement für Homöopathie gestellt:

    http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-928-49889–f367932.html#q367932

    Wer sich als Interessierter einträgt, kann den Fragen mehr Gewicht verleihen.

  • #15
    Friedrich Ganter

    Ach die Steffens, die so gerne ihr nicht genehme Gutachten verschwinden lässt:

    http://www.lokalkompass.de/wesel/politik/wie-die-e-zigarette-wider-besseren-wissens-verteufelt-wurde-d235099.html

  • #16
    discipulussenecae

    @ Pedda: Ich kann das ‚Argument‘ von den „teils Jahrtausende lang erfolgreich praktizierten Behandlungspraktiken“ nicht mehr hören oder lesen! Warum wird eine Heilmethode denn besser, wenn sie angeblich uralt ist? Die Lebenserwartung hat sich doch in Europa und Nordamerika erst mit der Industrialisierung, verbesserter Ernährung und (!) Entwicklung der Schulmedizin massiv erhöht. Warum ist ein ähnlicher Effekt weder in Indien, Tibet, China oder sonstwo nachzuweisen – wenn es dort keinen Zugang zu westlicher Medizin gibt?
    Zudem wird doch gerade in Deutschland alles, was nicht in die aktuell zeitgeistige Mehrheitsmeinung passt, als ‚mittelalterlich‘ verteufelt; das Mittelalter ist aber gerade einmal 500 Jahre vorbei. Ich möchte trotzdem nicht mit mittelalterlicher Heilkunde therapiert werden. Aber das Mittelalter war ja europäisch und christlich und damit böse und dumm. Auf der anderen Seite der Erde waren die Leute dagegen schon vorher so spirituell, buddhistisch, taoistisch, ayyurvedisch und überhaupt viel ganzheitlicher. Nur sind sie leider genauso früh gestorben wie im einseitig rationalistischen Westen.

    Jeder vernünftige Arzt wird gleichwohl bestätigen, daß er die Aufnahme etwa der Homöpathie in den Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen befürwortet: Denn dann hat er genug Zeit, seine Patienten gründlich und daher zeitaufwendig zu untersuchen und ihnen schulmedizinische Medikamente zu verschreiben.

    Zudem werde ich den Verdacht nicht los, daß Frau Steffens‘ Bemühen, immer korrekt von Patientinnen, Patienten, Ärztinnen und Ärzten zu reden größer ist als ihre medizinischen Kenntnisse!

  • #17
    Stefan Laurin

    @discipulussenecae:
    Wäre es dann nicht sinnvoller wenn Ärzte mehr Zeit für Patientengespräche abrechnen könnten anstatt homöopathischen Unfug und andere Quacksalberei zu betreiben?

  • #18
    discipulussenecae

    @ Stefan Laurin: Damit haben Sie natürlich völlig Recht! Aber leider ist unser Gesundheitssystem eben so aufgebaut, daß die Ärzte den Umweg über die Quacksalberei gehen müssen. Und dafür sind auch ‚Fachfrauen‘ wie Frau Steffens eine Ursache.

  • #19
    Achim

    #8
    Ich schrieb etwas über den „Eiermangel“ der Lehrer von heute.
    Gerade habe ich auf FB den folgenden Link gefunden:

    http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/01/14/kammerton-aa-kinder-verarschen-mit-esoterik-und-der-hilfe-der-schule/

    Möglicherweise hätte einer der beteilgten Lehrer mal seine Schützlinge vorher informieren können,
    was da für ein Mist abläuft.

    Als Refrendar hätte er sich selbstverständlich ein „Berufsverbot eingefangen“,
    genau wie der aufstrebende Zivilrechtsexperte Schreiber an der Uni Köln.

    Er hat „nur“ seine Nichtteilnahme an einer Geburtstagsfeier eines
    der Kommentatoren der „Nürnberger Gesetze“ mit der
    Begründung ablehnt.

    „Da gibt es nichts zu geiern“

    Der Kommentator – der den Anwendungsbereich der
    Nürnberger Gesetze ausgeweitet hat – war wohl entweder
    Kohlrausch oder Lange…

    Und wenn so ein kleiner Lehrer….

    Im übrigen möchte ich die berufliche Qualifikation
    des Münsteraner Umweltdezernenten anzweifell,

    Eigentlich dürfte jeder Verwaltungsakt von diesem
    „Experten“ anfechtbar sein.

    Achim

  • #20
    Nansy

    @ Friedrich Ganter –
    ich ergänze dann mal:

    Ach die Steffens, die sich so gerne eine Preis vom Abstinenzlerverein „Guttempler“ verleihen lässt:

    http://www.derwesten.de/region/gesundheitsministerin-fuer-verdienste-um-selbsthilfe-ausgezeichnet-id7098771.html

    Was wir so als Minister/innen vor die Nase gesetzt bekommen, geht auf keine Kuhhaut.

  • #21
    Christoph

    @Achim:
    Das ist mir schon klar, dass die Werbung durch einen Automatismus bestimmt wird und man sich nur bedingt aussuchen kann, was der Leser sieht. Aber was ich sagte, gilt trotzdem: Die meisten Werbeeinschaltungen kosten pro Klick und z.T. nicht wenig.

    Daher der Tipp an die Leser: Bei sowas immer fleißig draufklicken. Ich freue mich immer, wenn mir solche Werbung präsentiert wird 😉

  • #22
    Stefan Laurin

    Ich glaube, das Steffens genau die Wünsche ihrer grünen Wählerschaft erfüllt. Esoterik, Naturheilkunde, Impfskepsis – das gehört alles zum grünen Denken. Problematischer finde ich das die SPD innerhalb einer Landesregierung so einen Unsinn zulässt. Wenn Erwachsene im Krankheitsfall Reiki machen oder zum Homöopathen gehen, tun sie das auf eigene Verantwortung – und solange sie das privat bezahlen ist es mir auch egal. Dummheit ist auch ein evolutionäres Kriterium. Wenn es um das Impfen geht, entstehen Risiken für die gesamte Gesellschaft. Das Deutschland nicht masernfrei ist, ist das Ergebnis des hierzulande so beliebten Esoterik-Unfugs. Vor allem die Waldorf-Bewegung hat daran einen großen Anteil.

  • #23
    Arnold Voß

    Sie erfüllt nicht nur die Wünsche vieler ihrer Wähler, sie glaubt auch selbst dran, bzw. fehlt ihr die wissensbasierte Skepsis die man braucht, um sich einigermaßen rational gegenüber der sogenannten Alternativmedizin verhalten zu können.

  • #24
    Jürgen

    @#17 Stefan Laurin
    Genau das habe ich nach dem Lesen des Artikels gedacht.

    @ #18 discipulussenecae
    Als für Gesundheit zuständige Ministerin des Landes NRW ist aber Fr. Steffens in der Lage, sich genau dafür einzusetzen. Das könnte bedeuten, dass das bisherige Punktesystem, wie es in dem „Einheitlichen Bemessungsmaßstab“ (EBM) definiert ist, und die Praxisbudgets so geändert werden, dass die Zeit, die sich ein Arzt mit einem Patienten beschäftigt, deutlich besser honoriert wird.

    Aber das würde ja heißen, dass sich Fr. Steffens mit Kollegen und Kolleginnen aus anderen Bundesländern und der Ärzteschaft auseinander setzen müsste, was nun wirklich Zeit erfordert, Widerstände erwarten lässt, und vor allem bedeuted, Fr. Steffens und ihr Stab müssten sich wirklich in eine Materie einarbeiten. Es droht Arbeit!

  • #25
    discipulussenecae

    Es würde mich interessieren, ob Frau Steffens ihre Kinder hat impfen lassen. Zumindest legt dieses Photo ihrer Unterschrift des rot-grünen Koalitionsvertrages von 1995 nahe, daß sie ihre Nachkommen ganz doll lieb hat und sie deshalb nur ungern zuhause läßt:

    http://www.barbara-steffens.de/cms/zur_person/rubrik/16/16699.zur_person.html

    Mir sind zwar auch manche meiner Auftritte von vor fast zwanzig Jahren im Rückblick eher unangenehm; an eine solche Peinlichkeit kann ich mich jedoch nicht erinnern. Und wenn, dann würde ich sie nicht an prominenter Stelle auf meiner Homepage ins Netz stellen!

  • #26
    Tim

    Mein Freund, Allgemeinmediziner, sagte mir, die schönsten Fortbildungsreisen kämen von den Alternativmedizin-Anbietern. Die hätten keinen Ethtik-Kode, der das begrentzt oder verbietet.

  • #27
    dot tilde dot

    ich vermisse noch fragen zu reinkarnationstherapie, aurafotografie, und besonders (schon alleine des ausgewogenen auswiegens wegen) das pendel als gnostisches bzw. sogar diagnostisches werkzeug.

    google findet bei der suche nach „ministerium für spuk“ übrigens überhaupt kein ergebnis. da geht noch was.

    .~.

  • #28
    BioBlubb

    Anscheinend ist Frau Steffens in ihrem Gemischtwaren-Ministerium nicht die einzige, die diesem Hokuspokus nahesteht. Eine Staatssekretärin eröffnete im vergangenen Jahr die CAM, die europäische Messe für komplementäre und alternative Medizin:
    http://medizin.pr-gateway.de/staatsekretarin-bredehorst-eroffnet-am-21-april-2012-die-cam-2012-in-dusseldorf/

  • #29
    Hüppes

    Wie wäre es, wenn man über eine Petition nachdenkt?

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/Webmaster/GB_I/I.3/Petitionen/online-petition.jsp

    Aber dann sollte man vorher Werbung betreiben und sich noch eine renommierte Unterstützer mit ins Boot holen.

  • #30
    Stefan Laurin

    @BioBlubb: Grüne Esoterik-Staatssekretärin Bredehorst als sie noch Dezernentin in Köln war: „(…) und es gibt allerdings einen Ausrutscher: Mit den Juden sind wir nicht so friedlich umgegangen.“
    http://www.welt.de/politik/article910429/Gruene-bezeichnet-Holocaust-als-Ausrutscher.html
    Passt doch….

  • #31
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  • #33
    Saturnous

    Mich wunderts das abgeordnetenwatch die Fragen nicht wegfiltert – schliesslich sind sie mit dem Anthrosophensumpf tief verbandelt.

    http://rudolf-steiner.blogspot.de/2009/05/mehr-anthroposophie.html

  • #34
    Peter Friedrich

    Ich selber hatte mehrfach so große gesundheitliche Verbesserungen durch alternative Therapien (bes. Homöopathie), daß es mir auch bei längerem Nachsinnen nicht einfach erklärbar wird. Ich halte nichtsdestotrotz an meinem humanistischen Weltbild klar fest, wonach es (mit Schmidt – Salomon) im Universum mit rechten Dingen zugeht. Vor allen Dingen erscheint es mir wichtig, sämtliche Offenbarungsreligionen zu überwinden im Hinblick auf einen existentiellen und mystischen Zugang zur Religion.

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  • #36
    Nansy

    ..und wer das Thema Barbara Steffens noch „vertiefen“ möchte, der kann hier weiterlesen: „Der Dümmste macht den Sport“

    http://www.herrenzimmer.de/2013/01/15/der-duemmste-macht-den-sport/

  • #37
    e-Dampferin

    Vor allem der Absatz über den Zugang von Informationen zum Zwecke der selbstbestimmten Entscheidung lässt mich schmunzeln – da hängt die Dame das Fähnchen doch sehr in den Sturm, der sie anscheinend umgibt. Im Zuge der Entscheidung zu elektrischen Dampfgeräten und zugehörigen Liquids hat sie doch flugs eine Studie, die positive Aussagen über die nahezu vollständige Unschädlichkeit für Passiv-Dampfer hergibt, in ihrer Schublade verschwinden lassen um sie vor der Öffentlichkeit zu verstecken.
    Wie sollte ich dahingehend noch ernst nehmen, daß die Dame den Bürgern eine freie Entscheidungsmöglichkeit zugestehen möchte?
    Sehr unglaubwürdig und äußerst gefährlich ist die Dame, möchte ich mal frei und selbstbestimmt sagen!

  • #38
    Wolfgang

    Ärzte haben 3 Eigenschaften:

    sie sind intelligent, ehrlich und sie betreiben Homöopathie. Allerdings treffen niemals alle 3 Eigenschaften bei einem Arzt aufeinander. Entweder ist er intelligent und ehrlich, dann betreibt er keine Homöopathie. Oder er ist intelligent und betreibt Homöopathie, dann ist er nicht ehrlich. Oder aber, er ist ehrlich und betreibt Homöopathie – aber wer gibt schon gerne zu, dämlich zu sein?

  • #39
    Jürgen

    Die Informationen zum beruflichen Werdegang der Frau Steffens lässt mich zu dem Schluss kommen, dass die Frau nicht in der Lage ist, sich in eine Materie einzuarbeiten, diese zu verstehen und sich dann auf den langen Weg durch alle Gremien und Entscheidungsebenen zu begeben, um etwas grundsätzlich zu ändern.

    Wie hat die es nur auf den Ministerposten geschafft?

  • #40
    BioBlubb

    @ Wolfgang:

    Im Allgemeinen würde ich das unterschreiben, aber wie immer gibt es Ausnahmen. Mein Hausarzt z.B.: Ich hatte mal die tödliche Männergrippe (aka grippaler Infekt) und ich weiß, das da eigentlich nix wirklich hilft außer sich schonen und es ausstehen. Aber nach zwei Wochen gingen mir die Symptome so dermaßen auf den Senkel, dass ich zu ihm ging und sagte „ich weiß, dass man da nix richtiges machen kann, ich will nur, dass die Symptome weniger nerven.“ Seine Antwort: „Normalerweise würde ich Ihnen was homöopathisches geben, aber sie sind ja Biochemiker…“ Ich lachte hart und dankte ihm für seine Ehrlichkeit. Denn da wurde mir klar, dass er Homöopathie nicht verschreibt, weil er glaubt, dass das wirklich hilft, sondern weil er um den Placebo-Effekt und seine nicht zu unterschätzende Wirkung weiß. Und in so ’nem Fall finde ich das ausnahmsweise ok.

  • #41
    KClemens

    @Stefan Laurin #22

    Die SPD macht das mit, weil es für die SPD außerhalb der aktuellen Konstellation „Rot-Grün“ keine Mehrheit und somit auch keine Regierungsbeteiligung gäbe.

    Das wissen die Grünen auch, und deshalb bekommen sie auch überall dort, wo sie an der Regierung mitbeteiligt sind, auch noch die absurdesten Forderungen erfüllt.

    Wie z.B. seinerzeit im Saarland, wo es die Fraktionen der Grünen, die damals aus genau 3 Personen bestand (wenn ich das richtig im Kopf habe), ein absolutes Rauchverbot die Bedingung für die Koalitionsbeteiligung war.

    Und genau so ist es jetzt auch in NRW gelaufen. Entweder die SPD zieht mit, oder aber es ist absolut Essig mit den schönen Pöstchen, Einladungen, etc.pp.

    In Anbetracht der Probleme, die sich (nicht nur) in NRW so ballen war es schon ein echter Hammer, ausgerechnet den „Nichtraucherschutz“ als das Topic #1 auf alle Agenden sowie die Koalitionsvereinbarung zu hieven.

    Und nein, ich betone hier und jetzt nicht pflichtschuldigst den Vorrang des Nichtraucherschutzes, dazu bin ich schon zu alt und beobachte seit mindestens 40 Jahren, daß die immer wieder heraufbeschworene Gefahr des „Passivrauchens“ eine reine Werbefloskel war und ist. Nicht mehr und nicht weniger.

    Denn nicht nur ich, sondern Millionen Mitbürger (in NRW und sonstwo) haben in den letzten 40 Jahren nicht die Beobachtung machen können, daß die Nichtraucher wie die sprichwörtlichen Fliegen vom „Passivrauch“ dahingerafft wurden. Noch nicht einmal die Raucher wurden so dahin gerafft.

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  • #43
    Gast

    Vielleicht sollte die NRW-Regierung auch mal Kontakt mit den spirituellen Zentren des Landes aufnehmen, um den Landeskindern, zumal den Übergewichtigen und den Geringverdienern, das segensreiche Konzept der Prananahrung nahe zu bringen, bei der man außer Licht und Heilinformationen, wie sie auch in homöopathischem Wasser schwingen, nichts mehr zu sich zu nehmen braucht. Das Ganze nennt sich Lichtnahrung oder Breatharianism und ist gut für Gesundheit, Umwelt, Tierschutz und das Portemonnaie – nur nicht für die Landwirtschaft, die wird nicht mehr benötigt. Das ist total ganzheitlich, kommt dem Bedürfnis der Menschen nach Sinnhaftigkeit, Spiritualität, umfassender Wahrnehmung, Transzendenz und Metaphysik entgegen und hat auch irgendwas mit Quantentheorie und DNA zu tun (die kann dabei mehr Wasserstoffatome aufnehmen, weswegen man auch kein Wasser mehr braucht). Näheres demnächst hoffentlich an den NRW-Universitäten, da gibt es ja genug Lehrstühle der Physik und Molekularbiologie, die damit endlich mal was Positives erforschen könnten (ohne Tierversuche!). Ganzheitlicher Friede mit euch und allen Sternen, und ich grüße vor allem Uriel vom 3. Planeten des Nibiru!

  • #44
    Gast

    Ach ja, Wikipedia schreibt: „Nach dem Abitur 1981 nahm Barbara Steffens ein Studium der Kunstgeschichte, Politik, Afrikanistik und Romanistik in Trier und Köln auf, welches sie zugunsten einer Ausbildung als Biologisch-Technische Assistentin abbrach. Die Ausbildung beendete sie erfolgreich im Jahr 1987. Danach erfolgte die Aufnahme eines Chemiestudiums in Köln und an der Fachhochschule Niederrhein, welches sie ebenfalls ohne Abschluss beendete.“

    Dann ging sie in die Politik. Noch Fragen?

  • #45
    Osterhase

    Ich habe keine Ahnung, ob Homöopathie wirkt. Komisch nur, dass in ganz normalen französischen Kliniken und Arztpraxen völlig selbstverständlch (und ohne, dass Patienten darum bitten) auch Arnikaglobuli verordnet werden – so meiner Frau vor einigen Jahren nach einem üblen Sturz mit Hautabschürfungen geschehen. Geschadet hat es jedenfalls nicht. Aber in Frankreich sind ja auch Arzneimittel deutlich billiger als bei uns.

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  • #47
    Philipp Derne

    Barbara Steffens erfindet Studienergebnisse zur Homöopathie:

    http://www.mgepa.nrw.de/ministerium/presse/pressemthemen/20130301_Hom__opathie/index.php

    „Nach einer großen Versorgungsstudie (Beobachtungsstudie der Universitätsklinik Charité in Berlin über acht Jahre mit rund 4000 Patientinnen und Patienten in Praxen von rund 100 klassisch homöopathisch arbeitenden Ärztinnen und Ärzten; häufigste Behandlungsanlässe waren langjährige chronische Krankheiten, bei Frauen Kopfschmerzen und Migräne, bei Männern allergischer Schnupfen und Bluthochdruck, bei Kindern Neurodermitis und Infektanfälligkeit) gelingt ***allein*** durch homöopathische Therapie eine Reduktion der klinischen Symptome im Durchschnitt um etwa die Hälfte“

    Die erwähnte „Studie“

    http://www.biomedcentral.com/1471-2458/5/115

    ergibt das mitnichten. Dazu wäre insb. ein Vergleich mit einer Placebo-Kontrollgruppe nötig gewesen.

  • #48
    Wolfram Obermanns

    Erst kürzlich fand sich im Spektrum ein Artikel zur sogenannten „Traditionellen Chinesischen Medizin“ (TCM) und seiner Erfindung in den 1970’er Jahren:
    http://www.spektrum.de/alias/medizingeschichte/die-erstaunliche-wiederkehr-der-traditionellen-chinesischen-medizin/1183997

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  • #50
    KeinAnfang

    Wieder mal das alte Lied von

    sondern der Mensch als Ganzes

    heilen.

    Wie kann Homöopathie denn den Menschen als ganzes Heilen, wenn diese wie die meisten der „Ganzheitlichen“ Heilmethoden zwei Kleinigkeiten vergessen und ignorieren.

    Den Menschen und seine Krankheit selber nämlich

    Homöopathen heilen nach eigenaussage ja nicht den Menschen und seine Krankheit, sondern die „gestörte Lebensenergie“. Nachdem aber zumindest einige Krankheiten Materiell existieren (als Verletzungen, Bakterien, Viren, Mangelerscheinungen, …) werden diese nor Halbheitlich behandelt.

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  • #52
    Eerenstein Manfried

    Offener Brief An die Gesundheidsministerin Steffens (Grüne ) und an die Ministerpräsidentin von NRW Hannelore Kraft ( SPD )
    Betreff Rauchverbot in kleinen Eckkneipen im Ruhrgebiet( frühere Bergbaugebiete mit ca 18 Millonen Wähler ( SPD Stammland ) , Ich war seit 1947 20 Jahre im Bergbau – Untertage , wir hatten noch die 48 Stunden – Woche , in dieser Zeit haben wir Bergarbeiter und Stahlwerker an den Hochöfen unsere Gesundheit geopfert damit verwöhnte Bürgerkinder ( ihr Koalitionpartner ) den Marsch durch die Instutionen an den Unis auf unsere Kosten durchführen konnten . Auf SPD -Versammlungen an der ich teilnahm wurde so lange diskutiert und dann erst Beschlüsse gefasst , wenn kein Arbeiter mehr da war , weil diese ausgeschlafen zur Arbeit mussten . Mein Gott !!! , was ist aus der SPD unserer Väter ( August Bebel , Helmut Schmidt , Willi Brandt ) und aus dem Debattier- Club der Haschpapis ( Grüne ) geworden , als diese ihre Turnschuhe auszogen und in Schlips und Kragen und Nadelstreifen wechselten und sich nicht mehr mit Polizisten rum prügelten . Die kleinen Selbstständigen wurden von den Grünen noch nie vertreten . So gibt es heute keine kleinen Tante Emma – Läden mehr . Sondern in den in den Dörfern und Städten mit ihren trostlosen Mietkasernen Einsamkeit und öde Leere . Dafür aber in den Vorstädten zum Teil in 50 KM entfernung auf der Grünen Wiese grossse Einkaufstempel , die nur mit dem Auto zu ereichen sind . Jetzt soll es auch den kleinen Eckneipen an Kragen gehen . Anstatt diese unter Denkmalschutz zu stellen , machen sie diese kaputt . Was haben SIE sich bei der Verabschiedung dieses unnötigen und unsinnigen Gesetzes nur gedacht ? Oder war dieses Gesetz ein Diel mit den Grünen ? Es geht durch dieses Gesetz ein Kulturgut des Ruhrgebietes , des Siegerlandes und NRW verloren. All die schönen Worte und Gesten von Hannelore Kraft und andere Politiker auf der 150 Jahrfeier der SPD in Leipzig ? Schall und Rauch oder schon Wahlkampf ? Wir werden diese Politiker nicht an ihre Worten , sondern an ihre Taten messen . Diese kleinen Wirte und ihre Gäste ( Bergleute und Hüttenrbeiter ) die Sie als SPD an sich vertreten sollten , werden dieses bei den nächsten Wahl in 4 Monaten am 11.9. dieses Jahres sehr wohl berücksichtigen . Die zur Zeit niedrige Wählergunst der SPD sollten Sie nicht durch so ein unsinniges und unnötiges Gesetz , wie dieses Rauchverbot in kleinen Eckkneipen noch vergrössern . Bedenken Sie , es gibt genug andere Probleme , die Sie als SPD anfassen sollten !
    Es geht mir als Nichtraucher ums Prinzip , als 81 Jähriger mündiger Bürger der nicht gezwungen wird in einer Gastätte zu gehen , in der geraucht wird . Lassen sie es doch den Gastwirten selbst entscheiden , ob in ihren Lokalen geraucht wird , oder nicht . Sie fördern mit diesem Gesetz ein unwürdiges Spitzelverhalten ala DDR oder Nazizeit und Missbrauchen die Polizei und die Ordnungsämter als Büttel . Diese wichtigen Ämter haben besseres zu tun , es gibt doch genügend Lebensmittelskandale !! Sie verkehren wahrscheinlich in der gehobenen Gastromie und kennen die Stimmung der kleinen Leute nicht , oder nicht mehr . Sehen sie sich doch einmal dieses unwürdige Kinderspiel der mündigen Gäste und Wirte in diesen in kleinen Kneipen an . Einige rauchen wie Kinder sogar heimlich auf der Tiolette . Man ist nicht nur entsetzt , man ist empört ! Wenn ich so an den von mir verehrten 96 Jährigen Alt- Bundeskanzler Helmut Schmidt denke , der ein Interwiew abbrach und das Studio mit brennender Zigarrete verliess . . Seit Schröder bin ich von der SPD oft bitter entäuscht worden . Jetzt von Hannelore Kraft ebenfalls , hätten Sie doch bei der Verabschiedung des Gesetztes ein klein wenig mehr Überlegung und Verstand angewandt , Von Ihrer Gesundheitsministerin Steffens (Grüne ) war dieses so wie so nicht zu erwarten .
    Es geht um den Erhalt und Existents dieser kleinen Gaststätten , die von einer demokratischen Minderheit von intoleranten Gesundheits – Aposteln und von Ihrer Bürokratie bedroht wird . 57076 Siegen den 18. Mai 2013 Manfried Eerenstein Haardtstrasse 17

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