Infowars-Alex Jones aus Social Media gekickt

Beklagt das Vorgehen als Krieg gegen Alex Jones: Alex Jones auf der Homepage von Alex Jones (Foto: Screenshot der Homepage von Alex Jones)

Der Nahrungsergänzungsmittelexperte, Attentatsaufklärungsspezialist, Big-Pharma-Investigator und Weltverschwörungstheoretiker Alexander Emerick Jones, der die Fake-News-Seite Infowars.com betreibt, wurde von mehreren Plattformen verbannt. Von Michael Jachan und Sebastian Bartoschek.

Die Kollegen von MIMIKAMA fassen den Sachstand wie folgt zusammen:

Zuerst sperrte Facebook sein persönliches Profil für 30 Tage, allerdings nicht wegen Verbreitung von Fake News, sondern wegen Hassreden gegen Transgender, Muslime und Einwanderer. Danach löschte Apple sechs Infowars-Podcasts von iTunes, schließlich Spotify und schlussendlich Youtube reagierten auf die zunehmenden Proteste der Infowars-Beiträge.

Ob das Ganze etwas nützt, ist eine andere Frage. Neben seinen verschwörungstheoretisch-rechtsradikalen Meinungen verbreitete Jones auch konkrete Gewaltaufrufe. Derzeit wird er zudem von Angehörigen des Sandy-Hook-Amoklaufs verklagt, weil er ihnen de facto die Existenz abspricht.

Jones zu blocken und zu bannen ist dabei letztlich Symbolpolitik. Ähnlich wie Reptiloiden-Papst-Icke ist Jones, auch gebeutelt von privaten Prozessen, mittlerweile im Vergleich zu Breitbart und Co eine skurrile Randfigur der Aluhutszene geworden. Diese Einschätzung des Blocks teilen auch die Hoax-Experten von Hoaxilla.

Jones selbst versucht nun natürlich den Block zur Selbstinszenierung zu nutzen. Im allgemeinen Opfer-Mimimi, das das verbreitete Grundthema der Schwachen und Schwachsinnigen im Internet ist, will er nicht fehlen. Der obige Screenshot zeugt davon.

Cui bono? Wir alle! Jones aber auch – irgendwie.

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2 Kommentare

  1. #1 | Gerd sagt am 9. August 2018 um 00:38 Uhr

    Stichwort Hassrede:

    https://www.americanthinker.com/blog/2018/08/facebook_says_that_farrakhans_antisemitic_posts_dont_violate_hate_speech_rules.html

    Da soll mir noch einer erzählen, es wäre kein politischer Kampfbegriff, um die andere Seite mundtot zu machen.

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